i'm your best friend, of the day!

 

jeder ist alleine. jeden tag.

egal ob wir das glück haben, einen geliebten menschen an unserer seite zu haben. egal ob wir wahre freunde haben. egal ob wir eine sich kümmernde familie haben.

eigentlich sind wir doch immer alleine. bei uns, in uns sind wir immer alleine. denn wir können ganz alleine entscheiden. wir können entscheiden, ob wir ein messer oder eine blume in die hand nehmen. diese entscheidung kann uns keiner abnehmen, wir müssen sie alleine treffen. alleine! natürlich werden wir dabei von unserem umfeld geprägt, vor allem von unseren mitmenschen.

und es tut mir weh, diese zeilen zu lesen. die wörter bohren sich tiefer und tiefer in meine haut, auf mein herz zu. es schmerzt, je tiefer ich sie hineinlasse. ich hatte ja keine ahnung! ich habe meine blauäugigkeit noch nicht so ganz überstanden. je mehr ich aus anderen lebensgeschichten erfahre, so kann ich mit immer stärkerer festigkeit sagen: ich hatte eine relativ heile kindheit.

oh, ich fühle mich so dumm. dumm dumm dumm. das leben verpasst mir eine ohrfeige.

ich möchte helfen, aber die entscheidung, ob man das leben bejaht liegt, sie doch bei jedem selbst. ich fühle mich schwach, hoffnungslos. und dabei geht es hier doch um das wichtigste: die bekenntnis zu seinem persönlichen lebensglück.

 

 

now the gras is so green, but i can't see anything.

 

ich weiß nicht was ich tue. lebe ich? liebe ich?

 

i hope you understand. i cannot be your friend. how could anybody love me when i came here all alone on my way to anywhere else. sorry, i'm just passing through. this isn't my town. this isn't my village. this isn't my sun on the wall. this isn't my water in the lake. this isn't my sound on the radio. is this me at all? i haven't found myself yet. so tell me, who do you want to love? who is standing here in front of you? maybe someday i will understand, maybe someday i will say that i felt wrong. but wrong feelings are hard to throw away. i'm addicted to them. i've always been and who knows - maybe i'll always be.

anything is lost and nothing is achieved yet. perhaps i should practise

 

ich verletzte andere menschen. aber nennt mich nicht perfekt. nein nennt mich nicht so. manchmal weiß ich nicht was geschieht. manchmal verliere ich mich. 

und es ist hart, mich danach wiederzufinden. aber reicht mir nicht eure hände. im moment habe ich meine krallen ausgefahren.  

 

 

abgestempelt

 

nichts geschieht. und wenn, dann alles auf einmal. zu viel, um in 24 std einer meiner Tage zu passen.

warum fällt es mir schwer, zu lächeln? ich komme mit all dem nicht klar. wenn ich unter strom stehe, so sehne ich mir eine auszeit herbei. und wenn sie dann da ist, dann nutze ich sie nicht. es kommen gedanken, gedanken die mir angst machen. 

tief in mir drin, diese angst, sie kündigt sich mit einem leichten kribbeln an. dann steigt sie mir in den kopf. sie übernimmt die kontrolle, lässt keine anderen gedanken mehr zu. sie stößt einen teufelskreis an: es klappt nicht, ich hab schon zu viel falsch gemacht, es wird auch in zukunft nicht klappen.

"es" 

 

und ich denke an schöne sachen, an sachen, auf die ich mich freue in der zukunft. aber dann plötzlich dieser gedankenstich: Was ist, wenn es vorbei ist? was machst du dann? und ich bin wie erfroren. ja, was mach ich dann? was mach ich, wenn ich nichts mehr habe, auf das ich mich freuen kann? was mache ich, wenn ich mir zu viel erhoffe. ich erhoffe mir, dass sich aus den schönen sachen in der zukunft neue schöne sachen in der zukunft danach ergeben. und was, wenn dem nicht so ist? 

ich baue auf etwas erwünschten. ich will die früchte einer pflanze essen, dessen samen ich noch in der hand halte. wer sagt mir, dass die pflanze wachsen wird, dass sie wirklich später einmal früchte treagen wird? 

ich male mir aus, wie schön es sein könnte. situationen. glücklichsein. und diese ausgemalten momente spiele ich wieder und wieder hab. und sie zaubern mir ein lächeln auf die lippen. ohja, wie ich mich freue! aber dann, was ist, wenn es anders wird. irgendwann wird es zu den erinnerungen zählen. werden diese erinnerungen einen enttäuschenden beigeschmack haben? mir leise ins ohr flüstern "tja mehr war's wohl nicht"

 

gefühle verblassen. das merke ich gerade sehr intensiv. da, wo einst ein feuer brannte, dort ist nun asche. ein kleines foto der einst so hellen flammen in der mitte. ja, ohja wie sehr ich dieses gefühl geliebt habe! ich wollte, dass es nie geht. hab es aufgeschrieben. wollte wörter finden. und doch gaben sie nie wirklich das wieder, was ich empfand. ich wollte es umschreiben. seitenlang. zum teil hier, zum teil in meinem seelenbuch. und ich habe es genossen, ich war glücklich. meingott, ja ich war es. ich hab mich hingegeben. und jetzt, jetzt bleibt nichts als die hülle. das foto in den ruinen. ich weiß noch, wie ich dieses gefühl beschrieben habe, ja ich kanns mir ja durchlesen. und ich weiß auch noch ganz genau, wie ich auf die einzelnen wörter kam, wie mir die laute dazu einfielen. aber es ist nicht das gleiche. ich fühle es nicht mehr, egal wie sehr ich es versuche. an stelle dieses umschriebenen gefühls macht sich unruhe breit. sie stachelt mich nun an. sie lacht schadensfroh über meine verzweiflung. ach wie naiv ich doch bin. nichts währt ewig. schon gar nicht glücksgefühle. 

 
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  • von:marasca

ich schließe meine augen. ich ziehe meine hände zurück.

 

alles so taub. ich höre nichts. ich sehe nicht wirklich. ich fühle nichts. 

ich habe angst, anderen menschen zu vertrauen, weil ich mir selbst nicht vertraue. "In meinen Eingeweiden saß ein Tier, das fraß an mir und trieb mich um, später fand ich seinen Namen: Panik." [Christa Wolf]. und es passt so gut. ja Panik. PANIK. PANIK! 

es wird niemals klappen. niemals niemals niemals niemals. ich werde mich niemals trauen, ich werde alles verprassen. mein ganzes leben. meine existenz ja so wie so, aber ich fühle mich im moment unendlich hoffnungslos. meine glücksauffassung, sie zerfließt mir zwischen den händen. diese glücksauffassung, welche mir nun schon seit wochen, ja monaten eine flamme im herzen und in der seele aufgestellt hatte. wärmend, guttuend. aber die flamme fing an, immer kleiner zu werden. sie flackert nun. und mit gläsernden blick sehe ich sie an. ich weiß, dass ich sie retten könnte. und genau das ist ja das schlimme!

Die Elite der Zukunft hat keine Gegenwart. immer und immer wieder hämmert sich dieser Satz in meinem kopf vor. ein satz, aus den tiefsten empfindungen, ja aus der tiefsten wut heraus entstanden. und jetzt, da wo er raus ist, wo er seine wörter gefunden hat und nicht nur noch bloße eingebung ist, da steht er vor mir. jeden tag. jede minute. jede sekunde. panik. PANIK. PANIK!

 

ich will so viel! ja ich will so verdammt viel. und doch gönne ich es mir nicht. ich will es nicht wollen!  

 

ich bin alleine. sie schreien von allen seiten. sie wollen etwas von mir. und ich selbst will nicht wollen. sie reißen an mir, sie reißen mich aus meiner trance, in welcher ich nun schon seit stunden schwebe. eigentlich schon seit tagen, aber nun stößt dieser zustand auch nach außen. ich bin alleine. nur nebel um mich herum. ich bin alleine. ich sehe an, wie alles nach und nach zerbricht. was mir so wichtig ist, es wird gerade zerstört! meine einst so sicheren festungen, sie liegen bald in trümmern vor mir. und ich will etwas tun. aber ich bin alleine gegenüber dieser masse, dieser masse an missverständnissen, erfüllten ängsten und unerfüllten hoffnungen, problemen, benötigten planungen, zerbrochenen beziehungen. ich schließe meine augen. ich flüchte. ich ziehe meine hände zurück. und ich will es nicht wollen. ich bin alleine.

 

h_nde.JPG

ein bild ist nichts als eine illusion von vergangenen momenthaften gefühlen. wir lieben es, weil wir es vorzeigen können vor unserem inneren gerichtshof. wir schützen uns damit, neue gefühle aufkommen zu lassen, wir halten an den alten gemochten gefühlen fest. ein urteil wird erwartet, zwischen abgestumpftheit und völligem schwachsinns. 

auch sie ist nicht da. ihre hand in meiner hand. ein versprechen. unsere hände, hunderte von kilometern getrennt. ich bin alleine. ich brauche sie. ich brauche so viel. und doch will ich es nciht brauchen.

 

die Unsterblichkeit in uns.

 

es sind nur fotos. es sind nur zeilen. es sind nur kurze nachrichten. und doch können sie so verdammt viel bedeuten. und wenn man sie durchließt, so ist es als wenn man wochen, monate, ja sogar jahre innerhalb von ein paar minuten revue passieren lässt. 

das ist so absurd, so unheimlich absurd. zwischen höhen und absoluten abstürzen, die einem einmal das herz gebrochen haben oder einen zu den wolken befördert haben, sie kommen im sekundentakt hintereinander. stärkere stimmungsschwankungen als diese erinnerungsdiashow kann es gar nicht geben. als wenn jemand die musik an einem regler immer lauter und leiser dreht. und du weißt nie ob du dir die ohren vor schmerz zuhalten musst oder ganz genau hinhören musst, um überhaupt etwas zu hören. sollst du tanzen oder entspannen, weinen oder lachen?

und doch betrachtet man nun alles aus einer distanz heraus. es ist nun nicht mehr so aktuell, man ist weiter im leben ... oder zu mindest woanders. man kann über dummheiten lachen oder in der nostalgie bluten.

aber manchmal kommt es vor, dass du etwas findest. ganz ungeplant fällt es dir in die hände. ein blickwinkel, eine situation, das gleiche lächeln, die gleiche stelle, der gleiche satz, der gleiche geruch, die gleiche atmosphäre. und auf einen schlag versetzt es dich zurück. entreißt dich aus deiner gegenwart, hinein in deine vergangenheit. du vergisst was nachher passiert war. du weißt nicht mehr als du damals auch wüsstest. und du hälst dich daran fest, an dieser flucht. damals warst du glücklich. damals war es so einfach.  damals hatte man sich noch nicht so viele fragen gestellt, auf die man keine antwort findet. das blickfeld noch so enorm eingeschränkt, und dadurch leichter zufrieden zu stellen. erfüllung im kleinstadtleben mit all seinen oberflächlichkeiten. glücklicher mitläufer wenn man angenommen wird. keine sinnfragen. keine sehnsüchte.

 

so einfach. so einfach. so einfach. und zugleich ... überhaupt nicht lebenswert.

 
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