Das war's dann wohl.
Nur noch Noten, Prüfung, Feierei.
Und jetzt?
Current mood:Bin ich mir noch nicht drüber im klaren-"mood"
Nur so ein Gedanke.
Wenn man fragt, was die Leute mögen, sagen sie oft: Schokolade, Sonne, Bier, meine Freunde. Fast alles konkrete Dinge, außer "meine Freunde". Warum sagt man nicht einfach die Namen dieser netten Personen, die man doch so gern hat und mit denen man über alles redet, mit denen man alles teilt und mit denen man tagelang lacht?
Meine Freunde, hinter dieser Floskel oder auch Fassade steckt ein Pflanze voller austauschbarer Masse, bei manchen ist es ein uralter Baum, bei manchen leider nur ein Löwenzahn, kommt zwar immer wieder, ist aber unerwünscht. Es ist so schön relativ und es wechselt ständig, das sollte mittlerweile jeder mal mitbekommen haben, Kindergartenfreunde kennt man schon gar nicht mehr, während man denkt, die jetzigen Freundschaften halten ewig, aber eigentlich weiß man es schon, dass noch nicht alle Tage Abend ist und auf einmal der Herbst kommt und die Blätter von den Bäumen fallen. Man wird betrübt, doch im nächsten Jahr kommen hoffentlich neue Blätter, es sei denn, man brauchte über den Winter zuviel Brennholz und hat alle Bäume in seinem Umfeld durch den Kamin gefeuert.
Fernbedienung.
Irgendjemand spielt Spielchen mit mir, zappt durch das Programm, lässt es einige Tage laufen und schaltet dann weiter. Fiese, denn qualitativ ähneln die Programme denen im Fernsehen, sie grundlegend schlecht, zumindest für mich, kein Tag vergeht, in denen dieser jemand nicht wieder einen stupiden MTV- oder RTL-Dreck bringt. Aber ich versuche, mich nicht zu beklagen, obschon es ein leichtes wäre, ich es mir von Herzen wünschte, denn irgendwie brauche ich das schon/hat mir dies lange Zeit gefehlt. Der Selbstzweifler, der Ängstliche, der Schwächliche. Alles zusammengenommen ein Prädikat für mich.
Ich weiß, ich hasse es, soetwas hier zu offenbaren, doch was soll ich machen? Etwas anderes fällt mir nicht ein, grausam genug, ich habe keine Ideen mehr, nur ein ständiges Verlangen nach Ausdruck, doch drücke ich mich aus, sind die Ergebnisse sehr spärlich. Was wiederum Obenstehendes verschärft. Teufelskreis? Wenn ja, ist Vorsicht geboten und ein Ausweg zu suchen, wo wir schon beim Problem Numero Uno wären. Was dagegen tun? Ich kann es mir nicht beantworten, ich weiß, ich kann mir nie was beantworten, blablabla, diese Feststellung allein bringt es auch nicht, man muss auch dementsprechend handeln, ich tue dies, indem ich zweifle. An alles und jedem, aber vor allem an mir. Gerade in diesem Moment an diesem Text. Und ansonsten mache ich auch nicht viel richtig, scheint es. Wahrscheinlich stimmt es auch. Das schlägt unweigerlich aufs Gemüt, seit Jahren, eigentlich seit ich denken kann.
Soviel zur Bestansaufnahme, zu neuen Erkenntnissen bin ich wohl nicht fähig, da kommen irgendwie immer andere drauf, noch ein schlechtes Omen. Naja. Ich suche jetzt mal nach der Fernbedienung, um umzuschalten, irgendetwas besseres, irgendwas mit Herz und Verstand, nichts Verblödendes mehr, davon hab ich genug. Also dann.
Ich bin massenkompatibel. Teil 2
Hab ich das wirklich gerade gesagt? Manchmal wundere ich mich über mich selbst, hau mir auf den Hinterkopf und denke, dass es keinen größeren Bekloppten auf Erden geben darf, weil ich dann nicht mehr für ihre Überleben bürgen kann. Okay, das kann ich auch so nicht, die Menschheit ist böse etc ppp, aber ich will damit nur sagen, dass ich ein ziemlicher Holzkopf sein kann/bin. Wie man es nimmt. Momentan denke ich wieder „Puh" und wünschte alles klarer in meinem Kopf, wo sich doch nur eine eklige braune schleimige Brühe zu befinden scheint.
Am Besten wäre es doch, einfach so zu sein, wie andere einen haben wollen. Und das für jeden.
„Ich will doch für alle sein, für alle Leute. Ich bin das Beste aus den Siebzigern, Achtzigern, Neunzigern. Ich bin das Beste von Heute."
So ergeben sich schlichtweg keine Probleme mehr. Das wäre schön. Da ich das nicht bin, muss damit umgegangen werden. Das wiederum wollen einige Menschen nicht, sie wollen mich anders, als ich bin. Da müsste ich jetzt sagen, Pech gehabt, aber genau da liegt der Hund begraben. So verkalkt wie ich momentan auf mich wirke, so kann das nicht ganz ernst gemeint sein vom lieben Gott, als er mich erschuf, so denke ich selber, stelle mich selber in Frage. Zuliebe von einigen Menschen oder zuliebe von mir? Soll ich auf die Stimmen hören, ob sie jetzt intern oder extern sind? Soll ich danach handeln?
Klar, sagen jetzt einige, darauf darfst du nicht achten, sei einfach du selbst. Dünnschiss. Wenn ich dadurch mein Leben verwelken lasse wie ein Blatt im Herbst, dann werde ich schon bald dagegen an steuern, mich wieder einlullen lassen und schon bald bin ich nicht mehr ich selbst. Im schlimmsten Fall.
Da muss man drüber und zu sich stehen, wird dann lauthals in den Raum gerufen. Schön. Steh ich halt drüber, ist ja nicht schwer oder so, macht ja jeder.
Ganz schöne Scheiße, kann ich nur sagen, das sogenannte Leben. Sehr pervers.
Mal schauen, was sich ergibt, das ist mein Motto.
...und senden!
Datensätze voller Spannung verlassen meinen PC, um auf der anderen Seite Gefühle auszulösen, Reaktionen zu provozieren oder einfach zu unterhalten. Ganz normale Konversation durch Elektronik ist ein allseits anerkannter Weg der Kommunikation im heutigen Leben. Auch jetzt in diesem Moment, denn meine Gedanken, abgetastet auf einem Notebook, ergeben im Kopf eines jeden Lesers verschiedene Assoziationen. Das ist nichts neues, das gibt es bereits in der normalen Kommunikation, der Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht, aber die Abstraktierung dieses Prozesse ist mir doch irgendwie fremd, auf der einen Seite, und zieht mich magisch an, übt Faszination auf mich aus. Genauso verhält es sich mit dem Fernsehen oder dem Telefon. Ein merkwürdiges Gefühl, wenn man weiß, dass der andere liest, was ich mir eben noch in meinem Kopf gedacht habe und es durch Tausende Kilometer Kabel in wenigen Milisekunden geschickt habe. So gehen Datensätze oftmals einen längeren Weg als die Entfernung zwischen mir und der Zielperson überhaupt ist, und wir sehen es als normal an, während Millionen von Menschen nicht einmal wissen, wie diese Art der Kommunikation überhaupt funktioniert. Sie ist quasi überall, rauscht durch unsere Lüfte, umgibt uns mit ihrem stillen Klang, doch wir können sie nicht greifen.
Jetzt ist es wieder soweit, die Datensätze verlassen meinen PC und ich muss mich weiteren kommunikativen Aufgaben stellen, denn am Ende ist doch alles nur Unterhaltung, selbst die Gedanken in meinem Kopf.