Prager Künstlerdichtung.
Ein Nachtrag, der extrem überfällig war.
Ich hatte mich verlaufen in der goldenen Stadt Tschechiens und bin abseits der von Touristen plattgetretenen Pfade gewandert. Ich habe unglaublich friedliche Uferstellen der Moldau genießen können, bei Dunst in der Luft und die Sonne, die ihre ganze Kraft entfaltete und alles in ein leuchtendes warmes Orange hüllte.
Irgendwann suchte ich also meine Wege durch die Seitengassen. Vorbei an uralten Häusern und kleinen Innenhöfen, an Wäscheleinen und Kunstausstellungen. Und gefunden habe ich ... eine Mauer.
Und ich stand mindestens eine halbe stunde vor ihr und habe meinen Kopf in alle möglichen Richtungen verrenkt.
Und das, was mich in diesen Minuten am meisten in seinen Bann gezogen hat, das war das Gefühl der Hoffnung, welches diese Mauer auf mich niederließ. nein, nicht die mauer. die menschen, die vor mir diesen Weg gegangen waren, vielleicht Prager, vielleicht Touristen, vielleicht geleitet durch Liebe Prague is Nothing Without U oder durch das eigene Ideal. Das Gefühl, dass es da draußen noch so viele Menschen gibt. (remember: there are so many special people in the world ..)
und ein paar meter weiter, eine kleiner Flußabzweig.
Liebesversprechen an einem Brückengeländer.
vielleicht nur ein Symbol, aber immerhin eine Hoffnung.
a new book, a new soul!
Der Gott der kleinen Dinge. Arundhati Roy.
bis jetzt die ersten 50 Seiten gelesen, und ich würde glatt behaupten, dass es vom Schreibstil das schönste Buch ist, was ich je in den Händen gehalten habe! Ich fühle so, wie sie schreibt. oder schreibt sie so, wie ich fühle? Die Kritiker nennen es "voller Sprachmagie und Poesie", ich nenne es die unglaubliche Begabung, durch Wörter alle Sinne verknüpfen zu können. Die kleinen Dinge zu sehen, und sie mit den einzigartigen Charakteren verschmelzen zu lassen! Die wichtigen Dinge, ich meine solche Dinge, die in den Nachrichten kommen und in den Zeitungen stehen, sie werden hier eigentlich eher "nebenbei" erzählt. so kann das buch zum teil sehr schockierend sein.
"In Esthas Kopf war es still gewesen, bis Rahel kam. Sie brachte das Geräusch vorbeifahrender Züge mit, und das Licht und den Schatten, das Licht und den Schatten, die auf einen fallen, wenn man am Zugfenster sitzt. Die Welt, die jahrelang ausgeschlossen gewesen war, flutete plötzlich zurück, und jetzt konnte Estha sich vor lauter Lärm selbst nicht mehr hören. Züge. Verkehr. Musik. Die Börse. Ein Damm war gebrochen, und wildes Wasser schwemmte alles in einem Strudel empor. Komenten, Violinen, Märsche, Einsamkeit, Wolken, Bärte, Frömmerlinnen, Listen, Fahnen, Erdbeben, Verzweiflung wurden in einem verquirlten Strudel an die Oberfläche gespült."
and did you miss me while you were looking for yourself out there?
Die zentrale Frage: Kann man Liebesgeständnisse klauen?
Jetzt, wo er zurück ist in der Atmosphere, mit Tropfen vom Jupiter in seinem Haar ... ja, er benimmt sich wie der sommer und gleichzeitig läuft er wie der regen! er erinnert mich dass es trotz allem eine Zeit für Veränderungen gibt.
Seit er zurück ist, seit er seinen Aufenthalt auf dem Mond hinter sich gelassen hat, hört er alles wie der frühling. er redet wie Juni ...
Aber sag mir, bist du über die Sonne gesegelt? quer hindurch? Bist du zu der Milchstraße vorgedrungen um zu sehen, wie die Lichter nach und nach verblassen? Wurde dir bewusst, wie überbewertet der Himmel doch ist?
Sag mir, bist du für diese Sternschnuppe gefallen? Diese eine, auch noch ohne beständigen Leuchtstreifen?
Und hast du mich vermisst während du da draußen nach dir selbst gesucht hast?
Jetzt ist er zurück von diesem Seelenurlaub. Nun sitzt er da und zeichnet seinen Weg durch diese Sternenkonstellation nach, er lauscht Bach während er sich im Tae-bo übt. Und in dieser Sekunde sehe ich ihn wieder, erinnert er mich, dass es trotz allem noch eine Zeit zum Wachsen gibt.
Und jetzt, wo er zurück ist in dieser alt bekannten Atmosphere, habe ich Angst er könnte in mir die gewöhnliche alte Freundin sehen, die eine Geschichte über ein Mädchen erzählt, die sich nie traute zu fliegen, sodass sie niemals gelandet ist.
Sag mir, hat der Wind dich weggefegt? Hast du den Halt unter den Füßen verloren?
Hattest du endlich die Chance entlang des Tageslichts zu tanzen? Und wurdest zurückgeführt zur Milchstraße ... Sag mir, hat dir Venus den Verstand verdreht? War das alles, was du finden wolltest? Und hast du mich vermisst, während du da draußen nach dir selbst gesucht hast?
Kannst du dir keine Liebe vorstellen, kein Stolz, kein Nachtspaziergang im Wildpark? Deine kleene Freundin wird dich immer verteidigen, auch wenn ich weiß, dass du vielleicht falsch liegst. Kannst du dir keinen ersten Tanz vorstellen, fest gefrorene 3-stunden Gespräche in der Stadt? Der beste Espresso zu zweit bei dir, den du je hattest ... und ich.
Nun sag mir, hat der Wind dich von deinen Füßen gefegt?
Hattest du endlich die Chance erhalten, entlang des Tageslichts zu tanzen?
freie Übersetztung mit persönlichen Abänderungen
Größenrausch.
eine Frage, die mich in letzter Zeit immer wieder beschäftigt. sie kam mir, als ich auf dieser hohen Klippe neben dem Leuchtturm saß und auf das weite Meere hinaussah, rechts unter mir war ein kleinerer (aber immer noch gewaltiger!) "Felsvorsprung", die Wellen schlugen tief unten gegen ihn und es hatte schon etwas Abenteuerliches, auf ihm zu stehen, umgeben von diesen großen steinigen Gebilden.
und ich habe während meiner Pause dort so viele Touristen gesehen, so fasziniert von dieser Umgebung, immer den Fotoapparat in der Hand. sie sahen so winzig klein aus auf diesem grauen Untergrund, wie Ameisen auf dem Boden.
was fasziniert uns so daran? Werden wir Menschen von Dingen angezogen, die uns vor Augen führen, wie klein wir doch in dieser unglaublichen Welt sind? Suchen für gezielt dieses Gefühl der in der heutigen Welt so kaschierten Machtlosigkeit?
Ein einziger Schritt zu weit und alles wäre aus gewesen und gleichzeitig wäre alles weitergelaufen.
Dies hier ist älter als wir, es hat viel mehr erlebt und gesehen. jedes noch so kleines Element, dass dieses Monument beherbergt. und wir Menschen nehmen heutzutage alles für uns in Anspruch, wir wollen alles uns unterwerfen und dabei vergessen wir meist unsere winzige Größe. Ohne unsere großen Wolkenkratzer, unsere neuen Maschinen und Erfindungen wären wir nur ein Sandkorn, der so vom Wind hinuntergeweht werden könnte. Aber wir wollen uns fest verankern, wir wollen tief in den Boden und in die Luft, ja in den Weltraum vordringen.
Sandkörner wollen wir nicht sein, wir sind ja schließlich getrieben von natürlicher Neugier und Entdeckungslust. Was ist schon eines von Milliarden Sankörnern am Strand des Lebens? Irgendwann kommt so wie so die große Welle und wird uns fortspülen, deshalb müssten wir uns anderweitig verewigen im großen Lauf der Geschichte.
Aber ich würde am liebsten sagen: Kein Sandkorn gleicht dem anderen. Egal wie klein es ist, und es ist in der Lage mit Geduld und Wille aus eigener Kraft Felsen zu formen!
Die Größe wird auf diesem Foto nicht so gut übermittelt, aber es waren in diesem Moment auch 2 Menschen auf dem Felsrücken (ganz klein in der Mitte vielleicht zu sehen ;) ...
von guten glücksmonstern und ihren schützlingen.
Voilà, das ist Jonathan.
Er ist das Resultat meiner momentan anhaltenen Schlafstörung. Wieder einmal hat sich meine Überzeugung bestätigt, dass sich in der Nacht unsere Kreativität erst richtig entfalten kann.
Jonathan ist ein Glücksmonster und wird in wenigen Stunden an eine gute Freundin nachträglich zu ihrem 19. Geburstag verschenkt werden. Sein neuer Schützling von bald an.
Ein Päckchen Glück, gefüllt mit zerrissenen Wattepads und zusammengenäht von einer völlig ungeübten und ungeschickten Hand. Seine Flügel sollen ihr helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Sie hat viel vor in den nächsten Jahren. Er soll sie begleiten, auf ihren Reisen, auf ihren Herrausforderungen, auf ihren Prüfungen und natürlich auf ihr berufliches und persönliches Abenteuer.
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