Musik in meiner Kindheit. Rundfunk.
Nun, der Text, den langen Text den ich über dieses Thema schrieb, ist gefallen (anstatt zu schlafen gab mir mein Laptop nach einer kurzen Pause, ein Error-Seite, die den Computer zum Wieder-Einschalten zwang). Also schreibe ich nun den Text in kleinen Abschnitten. Nur dass die Lust am Schreiben für heute etwas vorbei ist.
In meiner frühen Kindheit gab es bei uns keinen Plattenspieler und keinen Fernseher auBer bei meinen mütterlichen GroBeltern. Zu Hause hatten wir nur einen groBen Rundfunkapparat. Alles was ich auBer der Musik, die dieser Radioapparat uns spendete und zu meinen Ohren kam, waren die Lieder, die meine Mutter sang, und sie sang nicht viel, und die Lieder, die ich im Kindergarten von den Lehrerinnen lernte. Im Radio hörten wir nicht nur Musik, sondern auch Nachrichten, und viele andere schönen Sachen wie gesprochene Sendungen mit Geräuschen. Sagen wir Hörspiele. Das war in den Fünfziger Jahren. Wir hörten immer den gleichen Sender, der später France Inter wurde. Das war RTF (es war noch nicht die ORTF) Radio Télévision Française. Der Radioapparat stand in einer Ecke des Wohnzimmers, wie heutzutage der Fernseher. Was wir vom Radio zu hören bekamen war also nicht nur Musik. AuBer der Nachrichten konnten wir uns auch an jedem Samstagabend eine Geschichtssendung anhören : La tribune de l'histoire. Dann hatten die geschichtlichen Ereignisse als ich zwischen 6 und 10 war, keine Geheimnisse mehr für mich. Ich war in französischer, deutscher, russischer, englischer, österreischicher Geschichte bewandt. Da gab es immer die gleiche Musik am Anfang und viele Geräusche. Und mit den von Schauspielern gespielten Texten und den Geräuschen konnten wir uns selber unsere Geschichtsbilder im Kopf bauen. Und da sah ich, wie Sissi am Fenster eines Schlosses wehmütige Gedichte las und schrieb. Da war ich erfüllt von einer unendlichen Sehnsucht. Und da gab es auch diese Krimi-Hörspiele Les maîtres du mystère. Jede Woche gab es ein neues Rätsel und wir hörten gespannt bis spät in die Samstagnacht, um zu wissen wem diese geheimnisvollen Mörderschritte, die man nur hören konnte, gehörten.
Und die Musik? Da gab es allerlei Musikarten, die aus diesem Radioapparat strömten. Als ein Walzer oder ein Tango gespielt wurde, tanzte meine Mutter mit mir als ich mit ihr allein war, und sonst waren noch Jazz, Chansons und klassische Stücke zu hören. Die Chansons waren die gleichen, die man in der Schule bei der Preisverleihung Ende Juni sang. Man sprach noch kaum von Jacques Brel, man sprach schon von Georges Brassens. Und da sangen wir in der Schule "Le Parapluie" : "Il pleuvait fort sur la grand route, elle cheminait sans parapluie..." Es regnete stark auf der Nationalstrasse, sie ging ohne Regenschirm..." Man sang von Dalida "Bambino" und noch von den Compagnons de la Chanson "Telstar". Das war ein Lied über den ersten Satelliten, die man in den Weltraum schickte. "Tout là haut, là haut dans le ciel bleu, un astre dans le ciel brille (...) c'est une étoile en plein jour, une étoile d'amour". Ich übersetze : Ganz oben, oben im blauen Himmel funkelt ein Gestirn.(...) Es ist ein Stern am hellen Tage, ein Liebesstern". Das war 1960. Ich war neun.
eisbaerfreundin
Computer aus : gefallener Eintrag.
Ich schrieb hier schon eine ganze Stunde über Musik in meiner Kindheit und die Story des französischen Chansons mit meinem Leben verbunden, aber da war plötzlich mein Computer (Laptop) aus, und der Eintrag, von dem ich nichts aufgenommen hatte, ist gefallen. Ich kann ihn nicht jetzt wieder schreiben, es wäre zu lang, aber ich versuche es ein anderes Mal. Ich muss arbeiten. Schade, dass war ein schöner Text. Und so geht Literatur aus Versehen verloren. 
eisbaerfreundin