chaos...in jeder hinsicht
hatte kurz darüber nachgedacht, den titel: "soooo das is also mein zweiter webblog" zu wählen, erschien mir dann aber doch etwas unkreativ.
aber das passt auch ganz gut zu meinem leben im moment - chaos. irgendwie bezieht sich das auf alles. da ist ja immernoch die sache mit s. und nach der letzten feier, war ich ja noch viel mehr verwirrt, als ich es eh schon bin. so ne unentschlossenheit habe ich auch selten erlebt - nichmal bei mir kommt das oft vor. aber von anfang am besten - sonst wird der eintrag auch chaos.
also es ging darum, dass ich mal wieder so richtig bock auf tanzen hatte - was nich allzu oft vorgekommen ist, seit ich mich von meinem ex getrennt habe und das ist immerhin schon etwas länger her. ich wusste das s. an dem abend tanzen gehen wollte, auf irgendeine jahrgangsfete von seinem "kleinen bruder". und da ich sonst niemanden kenne, der es hier im moment mit seinem gewissen vereinbaren kann, abends länger weg zu gehen, hab ich gefragt ob ich mitkommen kann - "ja klar - kein problem" - offensichtlich doch. denn im verlaufe des frühen abends, wo wir noch alle auf einer anderen party waren, kamen schon so aussagen wie: "willst du wirklich mit? weil du kennst ja dann nur mich" und auch sonst hatte ich nicht das gefühl, dass es ihm recht ist. hab das natürlich dann angesprochen, weil wenn jemand das nicht möchte, dann will ich mich natürlich nicht aufdrängen. "ja - nein quatsch. ich will dich nicht nicht dabei haben." ahja - alles klar. naja jedenfalls bin ich dann erstmal französisch von der party abgehauen - existieren eh genug gerüchte, von leuten die sich lieber um die angelegenheiten anderer kümmern - aber egal. sind also zusammen bis zur entsprechenden station gefahren, weil ich eh auch dahin gemusst hätte um nachhause zu fahren. auf der bahnfahrt dann ständige hin- und herdiskussion. fast schon nervig. immer wenn ich gesagt hab nein, kam von ihm wieder ein ja und umgedreht. als wir dann endlich angekommen waren, wusste er nich wo genau das jetzt ist und mit 1l bowle intus, findet sich das auch nich unbedingt leichter. da ich den besseren orientierungssinn habe, hab ich ihn begleitet. auf dem weg hat dann allerdings schatzi angerufen und wurde über den stand der dinge informiert - dazu ist zu sagen, dass mich schatzi hasst. zu dem zeitpunkt, wollte ich dann allerdings schon nicht mehr, deshalb war sie offensichtlich recht gut gelaunt. gefragt, ob sie denn was dagegen hätte, wenn ich mitkommen würde musste sie natürlich trotzdem werden. natürlich hat sie was dagegen...wie kann n mann so naiv sein und das noch fragen müssen nach allem was gewesen ist. allerdings war ich da schon so sauer - ja als ob ich mir das von ihr verbieten lassen würde - unglaublich - dass ich aus trotz fast mitgekommen wäre. da ich dann aber doch nicht so begeistert davon war da nur einen zu kennen und die musik von außen nicht nach dem schien, was mir gefällt, hab ichs bleiben lassen und habe mich verabschiedet - so ca. 3 mal. weil er hat mich einfach nicht gehen lassen. als ich dann endlich gegangen bin und mich umgedreht habe, kamen mir die tränen. er hätte nicht nochmal zurückkommen dürfen. das hätte mich vermutlich verraten. so verheult und übernächtigt und verwirrt wie ich dann aussah bin ich nachhause gefahren. ich wollte mich grade in der bahn wo hinsetzen, als ich auf dem weg zum auserwählten platz sehe, dass das o. sitzt - ein bekannter. also bin ich schnell wieder umgedreht und hab mich mit dem rücken zu dem platz gestellt. ich habe noch nie - wirklich nie - hier jemand bekannten zufällig in der bahn getroffen. warum muss das ausgerechnet um zwei in der nacht passieren, wenn ich grade von meinen gefühlen gezeichnet bin? schicksal? (das war übrigens vor knapp 2 wochen)
ja aber das chaos geht weiter. aufgrund des realtiv großen lernaufwandes im moment, steh ich früh etwas zeitiger auf, bin dann den ganzen tag müde, kann aber abends nicht einschlafen. desweiteren könnte ich den ganzen tag essen. was ich auch nicht grad selten tue und so hab ich seit anfang des semesters 4,5 kilo zugenommen. angeblich sieht mans zwar nicht, aber ich weiß es - und ich seh es. 4 kilo können sich ja auch nicht einfach verstecken. und egal was ich tue, ich bekomm das einfach nicht in den griff. aber wird schon wieder...
und als ob das nicht schon genug wäre, hatte ich am wochenende eine aussprache mit meinen eltern. am samstag. ich hab fast ne stunde nur geheult. es hat nie jemand behauptet, dass es leicht wäre, erwachsen zu werden, aber so schwer? ich musste also feststellen, dass alles was ich gut gemeint habe, bei meinen eltern total falsch angekommen ist. wenn ich was, was ich mir gekauft habe, verheimlicht habe, damit sie sich nicht drüber aufregen, dass es mist ist, dachten sie ich würde sie aus meinem leben ausgrenzen. wenn ich ihnen nicht ständig fotos von feiern gezeigt habe, weil ich dachte das würde sie langweilen, dachten sie, ich wöllte nicht, dass sie sehen was ich so mache in meinem leben. wenn ich fragen meiner mutter - ob sie noch was kochen soll, ob ich noch was haben möchte, ob sie was helfen kann - verneint habe, weil ich nicht wollte, dass sie sich wegen mir umstände macht, dann dachte sie, ich würde ihr zeigen wollen, dass ich sie nicht mehr brauche. wenn ich in den waschsalon gehe zum wäschewaschen, damit sie nicht jedesmal einen tag vom wochenende mit waschen beschäftigt ist, wenn ich zu hause bin, dachte sich ich würde mich unabhängig von mir machen wollen und brauche sie nicht mehr.
aber sie hat schon auch recht - wie kann ich eigentlich denken, es würde ihr umstände bereiten - sie ankotzen, etwas für mich zu machen. ich bin ihr kind, sie tut das gern. das habe ich wohl etwas aus den augen verloren. aber die quittung dafür hab ich ja jetzt bekommen. jetzt weiß ich wenigstens, dass das was ich fühle bei den anderen falsch angekommen ist. und kann es ändern. und werde es ändern.
und am freitag ist dann auch noch etwas ganz seltsames passiert: ich hab jemanden wiedergetroffen, den ich schon fast ein jahr nicht mehr gesehen hab und in den ich damals wirklich fast ein jahr verliebt war. habs ihm natürlich nie gesagt. is ja logisch. aber irgendwann - wie es immer kommt - komischerweise erst nachdem man diesen jemand mehrere monate kennt - kam der satz, der beginnt mit: "meine freundin..." - ahja. wie lange? ach nur viereinhalb jahre. super. warum eigentlich war mir das klar? egal jedenfalls gab es damals eine textzeile, die sowas von gut passte: "...oh tonight, you killed me with your smile, so beautiful and wild..." so war es auch. und ich hab ihn wie gesagt mal wieder getroffen. und dieses lächeln, hätte mich wirklich fast wieder umgebracht. seltsam...
aber egal wie chaotisch das alles ist, wie chaotisch dieser blog sein mag, dieser text, die liebe, das schicksal, die gefühle, das studium, mein schlafrhythmus, mein gewicht, meine stimmung - es ist unglaublich, dass es immer noch menschen gibt, bei denen ich mich einfach rundum wohl fühle, wenn ich mit ihnen zusammen bin. menschen, denen ich nichts beweisen muss, vor denen ich mich nicht rechtfertigen muss, die mich ohne worte verstehen und mir manchmal vor augen führen, wie unwichtig manches doch scheint im leben. ohne diese menschen, würde ich das chaos meines eigenen lebens wahrscheinlich nicht beherrschen.
in diesem sinne
Current mood:
Alles klar