Ihr sollt entweder die beiden Fabelanfänge (neues AB) zu Ende führen oder selber zwei Fabeln schreiben:
- für jemanden, der auf einen gerissenen Betrüger hereingefallen ist, als Adressaten;
- für jemanden, der versucht, Erwachsene (den Ehegatten etwa) zu erziehen, als Adressaten, oder je eine Fabel fortsetzen und eine neu schreiben.
Dann noch ein Beobachtung zum Unterricht heute (wie ihr euch schwer getan habt, zu erklären, wieso die drei Fabelpaare die Fabeltheorie des Aristoteles in Frage stellen). Das Schema muss so konstruiert sein:
- Nach der Theorie des Aristoteles kommt es bei einer Fabel darauf an...
- In dem vorliegenden Fabelpaar ist die Fabel aber so aufgebaut, dass...
- Daraus ergibt sich, dass solche Fabeln nicht dazu geeignet sind, Menschen zu einer Entscheidung auzurufen, wozu nach Aristoteles die Fabeln ursprünglich verwendet wurden und was sich im Aufbau der klassischen Fabel darin zeigt, dass darin eine richtige vor einer falschen Entscheidung (durch Misserfolg oder ein kluges Wort) ausgezeichnet wird.
Dieser Ansatz einer Erklärung liegt auch dem Schema zugrunde, das ich euch für die Szenenanalyse gezeichnet habe: etwas in einem Rahmen erklären ("Was ihr bei einer Analyse leisten müsst..."). Hier zeigt sich, wer ein guter Schüler ist: einer, der das Schema versteht und es auf verwandte Situationen oder Fälle übertragen kann. Ein schlechter Schüler lernt etwas blind, ist an der Sache nicht interessiert, schreibt am liebsten irgendwo etwas ab, versteht deshalb auch nichts und denkt nur an seine Note. Falsch! Gut kann man nur werden, wenn man sich (auch) für die Sache und nicht nur für die Note interessiert. Gut kann man nur werden, wenn man nicht blind lernt, was im Buch oder an der Tafel steht oder aus dem Mund des Lehrers erklingt - "Sie haben gestern aber gesagt..." - wer will mich hindern, heue klüger als gestern zu sein, heute in und aufgrund der Auseinandersetzung mit euch etwas klarer zu erklären (manchmal auch: zu verstehen) als gestern?
