studioD
Einträge "April 2007":
Dienstag, 24. April 2007
-> Nathan der Weise
Dienstag, 24. April 2007
Schulgesetz

Geändert am 24. April 2007 um 01:33
Neue Lektüre
Nach Freitag, dem großen Tag, beginnen wir die Lektüre von A. Solschenizyn: Ein Tag des Iwan Denissowitsch (= Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch; das war die erste Übersetzung). Ihr könnt euch unter dem Namen des Autors (plus Titel), unter dem Begriff GULAG (ein anderer Titel Solschenizyns: "Archipel GULAG") oder unter "Stalinismus" vorab informieren.
Wer beeindruckende Bücher über "deutsche" Lager lesen möchte, den verweise ich auf Edgar Hilsenrath: Nacht (Leben in einem jüdischen Ghetto) oder Primo: Levi: Ist das ein Mensch? - Diese Lagererfahrung ist eine der wichtigen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts; sie kennen ist vielleicht beinahe genau so wichtig wie zu wissen, wer bei DSDS ausgeschieden ist oder das nächtliche Pokerturnier gewonnen hat.

Geändert am 24. April 2007 um 00:22
Sonntag, 22. April 2007
sich vorlesen lassen
Heute bin ich auf eine Adresse gestoßen, wo man sich Märchen vorlesen lassen kann (man muss ja nicht gleich den podcast abonnieren!): http://maerchenblog.de/index.php

Geändert am 22. April 2007 um 21:29
Sonntag, 22. April 2007
Meine Analyse
Freitag, 20. April 2007
Begriff "Aspekt"
Heute haben wir (indirekt) den Begriff des Aspektes kennengelernt, und zwar im Zusammenhang mit dem Perfekt (SD Grammatik Nr. 81): dass dieses zusammen mit einigen anderen Tempusformen eben nicht primär etwas Zeitliches ausdrückt, sondern "etwas Abgeschlossenes". Das ist ein Aspekt, der durch einige Tempusformen ausgedrückt werden kann. (Also bitte nie zum Perfekt "Vergangenheit" sagen, das ist ein unsäglicher Quatsch!)
Solche Aspekte werden auch durch alle Formen von -> Modalität (im kulando-blog!) ausgedrückt; das wird unser nächstes Thema vor der ZP 10 sein.
Hinweis zur ZP 10: Wir schreiben in Raum 8, und zwar bis 12.10 Uhr. Also: bitte etwas zu essen und zu trinken mitbringen, aber vorher zu Hause in Ruhe (!) frühstücken (am Abend vorher rechtzeitig zu Bett gehen) und um 9.05 Uhr noch mal schnell auf die Toilette gehen. Von Raum 8 aus könnt ihr einzeln (d.h. ein Schüler für alle Klassen) die Toilette im Neubau oben benutzen.
Planung bis zur Klausur
zum 25. April: Analyse IV 4 (ab V. 2696), nach dem Schema, bitte!
zum 27. April: Untersuche, wie sich Vernunft im Handeln der Figuren zeigt (Tempelherr IV 2, Saladin IV 4, Nathan IV 7)! [Achtet bitte darauf, dass ihr den im Drama greifbaren Vernunftbegriff erfasst und nicht auf den von Lisette Muellèr zurückgreift!] - wahlweise: Analyse IV 4 überarbeiten (aber richtig, Lösung abgeben!)
zum 2. Mai: V lesen
zum 4. Mai: Erörterung (eines am 2. Mai analysierten Textes)
zum 9. Mai: V 5 bis V. 3432 analysieren (Mädchen), ab V. 3433 analysieren (Jungen) - bitte das Schema beachten; wer möchte, darf natürlich die ganze Szene analysieren.

Geändert am 24. April 2007 um 23:22
Meine Lieben,
die Durchsicht der HA zeigt, dass methodische Mängel nicht ausgeglichen werden können und zu schwachen oder blödsinnigen Ergebnissen führen: Wenn man vorab nicht bedenkt, in welcher Situation die Figuren sind und was sie eigentlich (im Gespräch) erreichen wollen, versteht man das Gespräch natürlich nicht. Und man versteht es nur teilweise, wenn man nicht bedenkt, was denn als Ergebnis dabei herausgekommen ist.
Das hatte ich bereits gesagt, das steht im Aufsatz "Figurenrede im Drama" in "Methodisches" (kulando-blog) - warum beachtet ihr das (weithin) nicht? Meint ihr, ich wollte euch unnötige Mehrarbeit aufdrücken? Nein, ich will euch nur vor hilflosem "Nacherzählen" bzw. Paraphrasieren (und Unverständnis) bewahren.
Mittwoch, 18. April 2007
zum Unterricht heute
Kurz eine Bemerkung zu unserer Einsicht, dass im Gespräch der beiden in III 9 die besagten Differenzen im Wissen, in der Offenheit und in der moralischen Beurteilung auftreten und sich auswirken: Das wissen wir aus dem normalen Leben, dass so etwas passiert - ihr braucht also keinen "Tiefsinn" im Drama zu erkennen (wenn auch die Sprache des 18. Jh. nicht immer einfach zu verstehen ist), sondern sollt vernünftig den Sprechenden zuhören und deren Agieren aus der Kenntnis ihrer Situation und ihrer Wünsche verstehen. Das ist alles, und wenn ihr das auch noch angemessen ausdrücken könnt, bin ich mehr als zufrieden.
Analyse III 9
Nachdem Nathan auch mit dem Sultan Freundschaft geschlossen hat, könnte das Geschehen des Dramas zu Ende gehen, wenn nicht neue Verwirrungen aufträten; sie haben sich angekündigt, als der Tempelherr seinem neuen Freund irgendwie bekannt vorkommt (V. 1198), ja, an seinen Freund Wolf erinnert (V. 1373 ff.), was der aber nicht offen zugibt. Nachdem der Tempelherr sich in Recha verliebt hat (III 2) und auch mit seinem Gewissen ins Reine gekommen ist (III 8), wartet er nun auf Nathan, um diesen um Rechas Hand zu bitten; dieser ist vom Sultan begeistert, aber zudem von einer Sorge umgetrieben, die er niemandem offenbart (V. 2905 ff.).
Nathan ist überrascht, Curd zu treffen (V. 2159), welcher ihn vorwurfsvoll auf die Länge seines Besuchs hinweist; Nathan ist noch beeindruckt von Saladins Größe, lädt den Tempelherrn zum Sultan ein und will vorab noch schnell ins eigene Haus, den Geldtransport zu Saladin organisieren (s. Anfang IV 3); das nutzt Curd, um zu seiner Bitte anzusetzen, wobei er von Nathan unterbrochen wird mit der thematischen Frage: „wie gefällt euch Recha?“ (V. 2172).
Der Tempelherr greift dieses Thema dankbar auf und bringt stammelnd und noch etwas verklausuliert sein Anliegen vor (V. 2172 ff.), sodass Nathan noch einmal nachfragt, wie das zu verstehen ist (V. 2177 f.). Mit einer Umarmung und dem Ausruf „Mein Vater!“ (V. 2178) schafft Curd Klarheit, wird aber von Nathan zurückgewiesen: „Junger Mann!“ Seinen stürmischen Nachfragen kommt Nathan schrittweise entgegen (bis zur Anrede „Lieber, lieber Freund!“, V. 2184); Curd vermutet, dass Nathan ihn wegen seines Christentums ablehne; er fleht und argumentiert mit dem Vorrang der Menschlichkeit, genau wie Nathan bei ihrem ersten Gespräch (V. 2180 ff., vgl. 1310 f.). Als Nathan immer noch, wenn auch freundschaftlich zögert, bringt er als Argument die wechselseitige Liebe vor, nachdem er zuvor daran erinnert hat, dass Nathans (?) „Erkenntlichkeit“ (V. 2185/87 - die Äußerung ist nicht ganz klar) den Weg zum Herzen Rechas geebnet habe. Nathan flüchtet sich in eine Ausrede, weil er den Grund seines Zögerns nicht offenbaren will (s.o.): „Ihr überrascht mich...“ (V. 2190). Der Tempelherr kann diesen Einwand leicht und sarkastisch widerlegen (V. 2191 ff.).
Indem Nathan zur Begründung seines Zögerns die Frage nach der Herkunft von Curds Vater stellt, übernimmt er stärker die Führung des Gesprächs. In einem kurzen Wechselgespräch über die Möglichkeit, dass ein Tempelherr Curds Vater sein kann, wird dieser immer mehr enttäuscht, weil er den Sinn dieser „Ahnenprobe“ nicht begreift und sie als taktlose oder überflüssige „Neubegier“ (V. 2198, vgl. 1386!) verstehen muss - als ob er ohne großen Stammbaum der Hand Rechas nicht würdig wäre. Nathan bemerkt seine Verbitterung (V. 2118) und redet sich verlegen damit heraus, dass er den Tempelherrn nicht auf sein Wort festlegen wolle, ihm aber grundsätzlich nichts verweigert habe. Der Tempelherr glaubt ihm das nicht und bittet ironisch um Vergebung. Nathan drängt zum Aufbruch, will ihn mitnehmen - er ist der Situation nicht gewachsen, weil er nicht den Überblick besitzt, dies aber auch nicht offen zugeben kann. Der Tempelherr lehnt erregt ab, mit Nathan zu Recha zu gehen.
So ist er , enttäuscht, bereit, Dajas Einflüsterungen vom jüdisch erzogenen Christenkind anzuhören (III 10), um danach direkt beim Patriarchen die Sache in seinem Sinn zu entscheiden: Recha kriegen!

Geändert am 19. April 2007 um 17:24
HA zum 20. April
IV lesen
Noch eine Bemerkung zu dummen Sprüchen: Wenn die Analyse III 5-7 seit dem 29. März im Netz steht, kann die Analyse III 6 ja wohl nicht gut Hausaufgabe zum 18. April sein - oder? Man muss die Arbeitsweise der Betroffenen doch etwas skeptisch betrachten - erst recht wenn sie sich auf diese Seite D 11.4 beziehen ("stand nicht im Netz" - ich war am 16. und 17. April im Lehrerzimmer zu sprechen).

Geändert am 18. April 2007 um 21:42
Montag, 16. April 2007
HA 20. April
"Die Tote im Wasser" analysieren (unter dem Aspekt der bildhaften Sprechweise - alle rhythmischen Elemente einschließlich des Reimes braucht ihr diesmal also nicht zu beachten)!
Kurzer Nachtrag zu dem "schlauen" AB von heute (Hermes), am Beispiel des weißen Schiffes demonstriert: Die absolute Nummer 1 (in den Suchmaschinen) beim weißen Schiff ist Freddy Quinns alter Schlager "Fährt ein weißes Schiff nach Honkong...". Nun wissen wir aber (hoffentlich), dass Oma dieses Lied zwar liebt und dass die Urlaubsprospekte uns solchen Quatsch auch verkaufen, aber dass 1. das Lied Kitsch ist (schöner Kitsch), und dass 2. alles, was man uns in Honkong serviert, nicht Honkong ist, sondern Touristen-Service, also "Folklore" - so wie in Holland angeblich die Frauen mit Käppis und Klompen herumrennen und im Schwarzwald die Frauen mit entsprechenden Trachten. Wie kann man also von dem, was in Honkong wirklich ist, was in Giesenkirchen wirklich geschieht, sprechen? "Trautes Heim, Glück allein!" Fragt mal die Leute, die es zu Hause nicht aushalten! "Ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß..." Sprecht mit den Leuten, die sich scheiden lassen.
Auf solche Fragen versucht die expressionistische Dichtung auf ihre Art zu antworten: Das Mädchen im weißen Tanzkleid, ein Teil des Spülwassers der Großstadt, von Ratten "bemannt", eilt in den Arm der feisten Kraken. Es wird also versucht, jenseits der handelsüblichen Lebenslügen irgendwie zu sagen, was wirklich passiert; und dass das etwas anderes ist als das, was Oma sagt oder die BILD uns verkauft.

Geändert am 17. April 2007 um 04:17
Freitag, 13. April 2007
Zu Heym: Die Tote im Wasser,
hatte ich euch ein paar Adressen angegeben; sie stammen aus vergangenen Zeiten und lauten jetzt so:
http://www.erlangerliste.de/express/expres3.html
http://vdeutsch.eduhi.at/literatur3/ex_verfall_vtfg.htm
http://www.zum.de/wiki/index.php/Expressionismus/Deutsch/Lyrik
Es ist interessant zu sehen, wie es zunächst in der Malerei seit dem Bild "Ophelia" von John Everett Millais (1851/52) das Motiv des Mädchens (Ophelia) als Wasserleiche gibt (Munch: Liebespaar in Wellen; Kubin: Sumpfpflanzen), dann nach Rimbauds Gedicht "Ophelia" (1870, mit deutscher Übersetzung von Karl Klammer 1907) auch entsprechende Gedichte (Heym, Benn, Brecht) ab 1910. Ihr könnt ja auch einmal versuchen, über die Bilder-Suche weiterzukommen. Wichtig für uns jetzt: der Begriff des Motivs (ungleich dem Begriff in der Alltagssprache und in der Psychologie)!
Vielleicht solltet ihr auch meine beiden Aufsätze über die Montage-Technik (29. Sept. 2006) und über die bildhafte Sprache in Gedichten (1. Sept. 2006) hier bei bloghof im Blog norberto42, Kategorie "Lyrik", lesen. Jedenfalls wird euch G. Benn (mit Gedichten nach 1945) in Kl. 12/13 als ein Autor des Abiturs 2009 begegnen - was wir jetzt machen, ist in dem Sinn schon Vorarbeit für 2009. Also?
Gute Anregungen für die Arbeit an expressionistischen Gedichten findet man bei http://www.lindenhahn.de/referate/express/express2.htm.
Die Standardmaschine des Suchens sollte http://www.etools.ch/de mit der Einstellung von 40 Seiten pro Maschine für euch werden! Und dort berücksichtigt man (als Schüler) etwa die ersten 40, 50 Links!

Geändert am 13. April 2007 um 16:04
Planung
Samstag, 7. April 2007
Tempelherr
- Über dieses Blog
-
- Links
- Suche
- Archiv
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006
- November 2006
- Oktober 2006
- September 2006
- August 2006
- Juli 2006
- Juni 2006
- Mai 2006
- April 2006
)