// we'll get organized //
Das war in der Tat ein rasanter Start in den Alltag gestern.
Berufsschule (inklusive Klausur) und Arbeit reichen ja nicht, nein, Fräulein Funky nimmt sich abends noch Zeit zum Kaffee und Bier trinken. Warum auch nicht, wenn man schließlich schon einmal da ist.
Fazit: 15 Stunden unterwegs. Nicht schlecht für den Anfang!
Dafür gab's heute die Quittung und somit ein komplett konträres Tagesprogramm. Man ist ja nicht mehr die Jüngste.
Und schließlich gilt es, die nächsten drei Tage möglichst unbeschadet zu überstehen.
Also, Colour Haze für morgen sage ich ab.
Dann kann ich wenigstens lernen UND Pushing Daisies gucken. Ist jemandem mal aufgefallen, wie wundervoll die Kostüme in dieser Serie sind?
I'm bored.
Meine Familie raubt mir in letzter Zeit die noch übrigen, tapferen Nerven.
Ständig finden sie etwas, über das sie sich aufregen können. Und dann reden sie 30 Minuten ungebrochen, steigern sich noch mehr in ihren Ärger hinein und ich befürchte, dass sie irgendwann vor Wut platzen.
Obwohl das in großen Teilen belanglose Dinge sind, über die andere lauthals lachen würden.
Man kann sich seine Probleme auch suchen...
Ganz anders und schon fast herzallerliebst:
Unser Vater ist mit meiner Schwester und mir am Samstag in ein vegetarisches Restaurant gegangen. Es gab nur skeptische Blicke, keine verächtlichen Worte - und irgendwann habe ich sogar einen Funken Begeisterung blitzen sehen, als er mein Menü gekostet hat!
Waldgeist.
Es ist schon seltsam, die letzten Tage zuhause haben sich ein bisschen wie Tage im Gefängnis angefühlt. Nicht, dass ich nicht die Möglichkeit hätte, auszubrechen - aber ich hatte selbst keine Ideen und keine Motivation, das zu ändern.
Da selbst die täglichen Besuche beim Arzt nun hinfällig werden, habe ich mein Ego bestochen, jeden Tag ein paar Minuten spazieren zu gehen. Und zwar nicht irgendwo, sondern in der Natur! Also ab durch den Wald, Koppeln und Wiesen!
Klingt wahrscheinlich wildromantischer als es tatsächlich ist. Aber es ist schön und es macht Spaß.
Und so nebenbei verschwinden auch die Kopfschmerzen.
Alles klarSonnenbrille auf und los! Träumen!
Während (politisch) Interessierte in den Gedanken an die jüngsten Ereignisse jenseits des Ozeans schwelgen, bleibe ich meiner eigenen Welt und denke ich mit viel Hingabe an meinen Sommer 2006.
Zumindest an einige Tage, die ich damals erlebt habe. Mit einem Mann.
Das war keine Liebe, das war Faszination.
Aber so überwältigend und schön, dass mir noch heute das Herz flattert, wenn ich mich daran zurückerinnere.
Current mood:sonnig
Gänsehaut.
ER hat mir geschrieben.
Eine Antwort auf die kurze Nachricht, die ich ihm gestern geschrieben habe. Nach sechs Wochen Funkenstille.
Es fühlt sich beinahe wieder normal an. An ihn zu denken, ihn sogar zu vermissen.
Wenn da nicht diese große, allesfressende Angst wäre.
Und ich weiß, dass es nicht normal ist.
Dass auch nichts wieder normal sein wird.
Es wird Zeit, dass wir das Ende schreiben.
"Mach dir keine Sorgen,
der Schlaf überkommt dich so oder so.
Bitte denk an Morgen."
(aus "Eine sonnige Nacht" von Tomte)