she-feels-funky
| 8. September 2008 | 15:49
Bergkristall
Endlich, endlich ist wieder Ruhe eingekehrt. Die letzte Woche war schlimm.
Wo soll ich anfangen? Am besten noch ein paar Tage davor.
Da habe ich nämlich mit IHM telefoniert und er hat mir gesagt, dass es nicht reicht. Für eine Beziehung. Aber er findet mich wunderbar, attraktiv und interessant und es wäre schön, wenn wir statt einer Beziehung eine Freundschaft anvisieren.
Was habe ich gelitten! Wie ein Hund! Vielleicht ist das Gefühl bekannt, dass man die Minuten und ganze Tage danach wie in Trance der Enttäuschung erlebt. So war das bei mir.
Die Fassungslosigkeit habe ich dann mit einer schönen Zeit mit Freunden kompensiert. Meinen Abenteuerdrang ausgereizt und alles daran gesetzt, die schmerzenden Gefühle zu verdrängen.
Und als das dann nicht mehr funktioniert hat, habe ich ihn angerufen. Kein Sterbenswörtchen gesagt, wie schlecht es mir danach erging. Ihm die Chance gegeben, sich als Freund zu beweisen, indem er mir zeigt, dass es immer noch funktioniert zwischen uns. Und er hat es wirklich gut gemacht.
Danach ging es gefühlsmäßig wieder bergauf. Wobei ich wenig Zeit hatte, darüber nachzudenken, denn meine Arbeitstage waren ernüchternd stressig.
Die Vorbereitung für den Samstag als Arbeitstag lief einfach abgrundtief schlecht.
Und abends habe ich mich einfach weiterhin mit Freunden getroffen, nebenbei ein wunderschönes Konzert von finn. erlebt, den Termin bei meinem Stylisten wahrgenommen und das Wochenende auf mich zukommen lassen.
Samstag wurde also erst einmal gearbeitet. Und zwar von morgens bis abends. Mit Männern in den 30ern und kleinen Jungs. Beides schön wie anstrengend.
Die Männer durften sich an meinen frisch frisierten Haaren zu schaffen machen. Das war eine fragwürdige Erfahrung. Manche haben das sehr vorsichtig und liebevoll gemacht, andere haben mir an den Ohren gezogen und in ihrer Nervosität eher den unsanften Umgang gepflegt.
Das freudigste Erlebnis an diesem Arbeitstag war, dass ich mit einem jungen Mann, ein Model aus Neuseeland, Telefonnummern ausgetauscht habe. Er ist jetzt einige Wochen in Hamburg, kennt offenbar noch nicht viele Menschen und lässt sich gern von mir die Stadt zeigen. Sympathischer Typ.
Und nach getaner Arbeit bin ich nach Hause gejettet, um mich kurz umzuziehen und auch gleich wieder auf den Weg nach Kiel zu machen. Dort habe ich mich mit Freunden verabredet, zum Trinken und Feiern. ER war auch mit dabei, das erste Mal. Ein weiterer Schritt, um uns als Freunde zu probieren: Passt Du in mein Leben und ich in deins?
Auch das hat sehr gut funktioniert. Diese gewisse Distanz am Anfang wurde schnell niedergerissen. Und als wir dann in den Club weitergezogen sind, war die Stimmung nahezu hervorragend.
Im Club war es sehr voll und unsere Gruppe hat sich relativ schnell aufgelöst. Aber er war die ganze Zeit an meiner Seite und wir haben uns unglaublich gut amüsiert.
Irgendwann saßen wir völlig entspannt und aneinander geschmiegt in der Lounge. Uns beiden war klar, dass wir trotz Beziehungszweifeln nicht einfach Freunde sein können. Das Band, mit dem wir unsere Nähe und das Vertrauen gebunden haben, ist viel zu stark.
Er hat mir einen kleinen Edelstein geschenkt. Einfach so, damit ich etwas Persönliches von ihm habe.
Und nachdem wir beide unsere Gedanken ausgesprochen hatten, erlebten wir unsere Zweisamkeit noch einmal neu. Noch viel intensiver und aufregender.
Freitag habe ich Geburtstag. In diesem Rahmen habe ich zu einer kleinen Feier in meiner Lieblingskneipe aufgerufen.
Er wird kommen und dann das erste Mal bei mir übernachten. Das ist ein großer Schritt.
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