Und jetzt, da sich der Tag dem Ende neigt...

...tritt noch einmal die Sonne hervor und taucht die Elbe und den kleinen Elbvorort in ein zartes Licht.
Auch meine Laune schließt sich an, die Seele schaukelt langsam, aber freudig in das Wochenende und die Muskeln beschweren sich ein wenig leiser.
Ich glaube, das ist das erste Mal in dieser Woche, dass ich ein Gefühl der Ruhe empfinde.
Vielleicht ist es ein Waffenstillstand, den der Stress und ich gerade beschlossen haben.
 

Freitag, der 13.

Und gleich mehrmals die "Sowas-passiert-einmal-und-nie-wieder-Erlebnisse":

- mit furchtbaren Bauchschmerzen Auto fahren
- in der Berufsschule gleich zwei Mal von Mitschülern mit Liedern von Lieblingsbands überrascht werden (unabsichtlich!)
- in zuckersüßem Ton viele gefühlte Stunden mit einem Kunden streiten
- anschließend für die Nervenstärke vom Chef gelobt werden
- eine bitterböse Nachricht verschicken, die sofort vom System verschluckt wird (ist sie jetzt angekommen oder nicht?!)
- gerade den Kater rausgelassen und plötzlich sitzt er wieder neben mir


Da ich morgen einen Wellness-Tag einlege, werden die Falten der Verwirrung hoffentlich ebenso schnell wieder entschwinden wie sie heute auch aufgetaucht sind...

 

warten.

warten. schlafen. wieder warten. bis die zeit vergeht und wir uns endlich wiedersehen.
 

my heart bleeps noisy beeps.

Je mehr ich versuche unkompliziert zu sein, desto komplizierter werde ich.
Mein Gefühl dafür, in der richtigen Situation die richtigen Worte zu sagen, hat sich anscheinend irgendwo versteckt. Zwanglose und amüsante Konversation ist zu einem Balanceakt geworden, bei dem ich mir selbst die Beine breche.
Fassungslose, nervöse Blicke und ein scheues Lächeln sind unter dem Strich das, was ich meinen Gegenübern derzeit entlocken kann.
Das ist so skurril, dass ich wieder darüber lachen muss - mit einem übersprudelnden Herz ein guter Mensch zu sein, ist eben nicht einfach!
 

I see my face has changed.

Die einzige Fortsetzung ist das Vergessen.
Denn so nach und nach werden alle Verbindungen der virtuellen Öffentlichkeit reduziert oder ganz abgebrochen.

Sie schmeckt mir nicht mehr, die Gedankensuppe, die ich so lange eifrig und mit hochroten Wangen gekocht habe.
Der Geschmack ist nur noch fad, egal mit wieviel Veränderung ich sie würze.

Ich erstelle jetzt ein neues Lebensrezept, mit anderen Zutaten.
Was die Zutaten genau sein werden, weiß ich noch nicht - vor allem auf die Sahnehäubchen bin ich gespannt.
Beruhigend aber, dass die Grundlage mir schon wohl bekommt.
 

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