Abschied.
Ein Tag, anstrengend, wie ich es selten erlebt habe: Umzug stand auf dem Plan.
Letzte Kisten packen, Müllsäcke füllen und den Gedanken zulassen, dass diese Räumlichkeiten bald kein Stück Heimat mehr sein werden.
Aber nicht der Wohnsitz wird gewechselt, sondern das Büro.
Kein sechster Stock mehr (125 Stufe, kein Fahrstuhl), keine atemberaubende Sicht mehr über Hamburg, kein Spazieren durch die Hoheluftchaussee und auch kein dauerhafter Sirenenlärm mehr Dank der Nähe zum UKE.
Dafür Ankommen ohne Atemnot, wunderschöner Elbblick, flanieren durch Blankeneses Einkaufsstraße und die S-Bahn ist um die Ecke.
Als ersten Dank für die Mühe, habe ich mir einige der aussortierten Möbel abgegriffen.
Keine gewöhnlichen Büromöbel, sondern kleine Teile mit viel Stil und Geschichte.
Zur Zeit passen sie leider nicht ganz in mein Einrichtungskonzept, aber da der nächste Umzug -diesmal wirklich ein Wohnsitzwechsel- schon in Planung ist, werden sie bald ihren Platz finden.
Meinen Erholungsschlaf werde ich mir jetzt gönnen, damit ich auch Morgen genug Kraft habe, die knapp 50 Umzugskartons wieder auszupacken...
Intro #157
Ein (verspäteter) Blick in die letzte Ausgabe der Intro ließ mich vor Freude strahlen:
ANAJO haben beim Leser-Poll als deutsche Band äußerst gut abgeschnitten! Meine Glückwünsche!
Nachlesen?
// Intro #157
Sonntagssensation.
Eigentlich hätte der Gedanke schon früher kommen müssen.
Seit Jahren lehne ich die Professionalität ab, vertraue stattdessen auf eigene Inspiration, den ästhetischen Blick und dem Geschick meiner Freunde. Ein Geschenk der Individualität dafür, dass der Mut die Zweifel der Vernunft übertönt.
Klar, ungeplante Zwischenfälle sind ein Risiko, der Abenteuer-Faktor ist jedes Mal sehr hoch. Das ist mir auch als Schaffende bestens bekannt.
Ob Verzweiflung, Avantgardismus oder Mutprobe: Warum nicht einfach mal selbst Hand anlegen und dem ebenso scham- wie sinnlosen Jammern ein Ende setzen?
Also habe ich nach der Schere gegriffen, mich vor den Spiegel gestellt und angefangen, meine Haare abzuschneiden.
Den Zwischenteil erspare ich uns an dieser Stelle...
...das Ergebnis ist wüst, unperfekt, charmant und so ziemlich das, was ich mir vorgestellt habe.
Hurra!
Experiment geglückt!
Die optimale Beschallung für derartige Aktivitäten bieten übrigens -mal abgesehen von uralten Mix-CDs- diese großartigen Projekte:
// You Should Know Me Better
// Apartment Play.
Update...
Die Sonne lässt die Seele wieder strahlen. Und die Kreativität dazu.
Wie sonst kann ich mir erklären, dass 1000 neue Ideen durch meinen Kopf schwirren?
Die Stimmung ist bestens und das nicht nur wegen der Sonne: Gut zwei Wochen Urlaub und einen Agenturwechsel habe ich hinter mir.
Neue Kraft, neue Motivation, neuer Ehrgeiz!
Und Ende Januar habe ich mich von gleich vier Bands verzaubern lassen:
Slut, ANAJO, NepØmuk und Jimmy Eat World haben Hamburgs Bühnen besucht und eindrucksvolle Bilder für Herz & Kopf hinterlassen.
Die Flut der Reize war enorm groß, ebenso die überwältigenden Gefühle. Ich habe gelacht, geweint, mich treiben lassen. Die Sicht auf die vielen glücklichen Gesichter genossen und mich ihnen gleich gefühlt. Es war wunderbar.
Heute genieße ich die Entspannung, die Freiheit nichts zu tun und doch die Kreativität, die in mir kribbelt und kitzelt.
Ich hoffe, Euch geht es genauso.
Lasst es Euch gut gehen!
