Gibt's nicht mehr.

Gestern habe ich einem großen Elektronikfachhandel nach einer analogen Kamera gesucht.
Als Antwort auf die Frage, ob sie diese überhaupt führen würden, bekam ich folgendes zu hören:

"Nein, haben wir nicht mehr. Die Produktion wurde eingestellt!"

Mir sind fast Augen und Ohren aus dem Kopf gefallen!
Nach der Polaroidkamera erwischt es nun also auch die analogen Kameras - Ich bin entsetzt!

 

 
Currently playing:The Gaslight Anthem - Say I Won't (Recognize)

Sonne, endlich!

Nicht nur draußen, auch meine Seele strahlt wieder.

Nicht zuletzt wegen dieser neuen Errungenschaften zur Aufstockung meiner Sammlung:

Architecture In Helsinki - In Case We Die
Au Revoir Simone - The Bird Of Music
Bright Eyes - Fevers And Mirrors
Jenny Wilson - Love & Youth
Maximilian Hecker - I'll Be A Virgin, I'll Be A Mountain
Sophia - Technology Won't Save Us

...für alle Tonträger habe ich insgesamt 20 Euro bezahlt. Wahnsinn.
Es macht sich bezahlt, dass in meiner Kleinstadt niemand diese Künstler kennt...

 

 

// the haze clears from your eyes on a sunday //

Ich werde noch sterben. An Langeweile und Untätigkeit.

Zugegeben, im Alltag würde ich für solche Momente sterben.
Aber ich bin es satt, mich in meinem eigenen Zuhause eingesperrt zu fühlen.
Weil ich kein Auto fahren kann.
Weil es draußen regnet.
Weil die große Stadt laut nach mir ruft und ich nicht zu ihr kann.

Ich vermisse Hamburg und die Leute, die dort leben.
Auch an Kiel denke ich oft.
Die Städte, in die meine Inspiration samt Motivation geflüchtet ist, ohne mich mitzunehmen.

Wundheilung ist ein belastender Prozess.
Meine Aggression wird geschürt, meine Gedanken tanzen Polka und ich triefe vor Selbstmitleid.
Ich kann mich selbst gerade gar nicht aushalten.

 
Current mood: Ärgerlich

Zwischenhalt.

Ich bin überrumpelt worden, von dem Schicksal.

Erst hat es mir eine Menge Tränen Dank Sorge und Liebeskummer beschert.
Und dann hat es mich auf den OP-Tisch gescheucht.

Die Lage beruhigt sich allerdings stetig.
Ich melde mich bald ausführlicher zurück - Zeit habe ich ja jetzt genug.

Herzensgrüße für Euch.

 

Kurz vor dem Wochenende.

Alles gut, mit den Ohren. Eine Spülung und das Thema war durch.
Nochmal Dank an alle, die mich so nervös gemacht haben...

Morgen ist ein besonderer Tag. Morgen muss ich nämlich erst ab 13 Uhr arbeiten UND treffe eine Oscar-Preisträgerin.
So oft kommt das nicht vor, in meiner Arbeitswelt. Ich freue mich und bin schon wieder nervös.

 

Ich hab Angst.

Morgen habe ich einen Termin beim Arzt, bei einer HNO-Spezialistin.
Seit Samstag machen meine Ohren schlapp, ich höre nur noch schlecht.
Mir graut es davor, ihr Urteil zu hören.
Besonders nach all den Horrorgeschichten, die ich gerade gehört habe.
Hoffentlich ist alles nur erkältungsbedingt...Hilfe!
 

taub, aber nicht stumm.

"Ich glaube, Du möchtst mit IHR sprechen!?"
Sie kommt herein, mit dem Telefon in der Hand und streckt es mir entgegen. Ich nehme es ihr ab und halte es an mein Ohr.
Meine Augen leuchten. Ich weiß schon, wer mich sprechen möchte, noch bevor ich ein einziges Wort höre.
"Ja?" hauche ich ins Telefon. Hoffnungsvoll, neugierig und unendlich erleichtert.

 
Current mood: Glücklich

Schwebezustand.

Kraftlos, haltlos.
Fassungslos, ratlos, sprachlos.
Eine große Sehnsucht, die mich beklemmt und erdrückt. Die mir die Kehle zuschnürt und mich fast atemlos macht.
Ich möchte schreien und weinen. Aber nichts dergleichen passiert, ich kann nicht.

Gestern haben wir auf meinem Bett gelegen. Er hat sich zusammen gerollt und mir in meinen Armen von seinem Geheimnis erzählt.
Warum er so skeptisch ist, so zweifelt. Warum er sich nicht richtig auf mich einlassen kann. Warum er die Nähe zu mir manchmal nicht erträgt, obwohl ich die beste Frau sei, die er je kennen gelernt hat.

Ich habe ihn noch fester in den Arm genommen und mich an ihn geschmiegt.
Ihm gesagt, dass ich es schön finde, dass er so offen zu mir ist. Mir die Möglichkeit gibt, ihn besser kennen zu lernen, besser zu verstehen. Und dass ich es aushalte, auch in schwachen Momenten an seiner Seite zu sein.

Eng aneinander gekuschelt haben wir dann einen Film gesehen und uns wieder in die Realität gleiten lassen.
Später habe ich ihn nach Hause gefahren. Wir standen noch einige Minuten vor meinem Auto, haben in den Sternenhimmel gesehen und die letzten Minuten genossen.
Vielleicht einer der innigsten Momente, die ich mit ihm bisher erlebt habe.

Und heute lasse ich mein Handy kaum aus den Augen. Hoffe, dass er sich endlich meldet.
Ich würde am liebsten meine Sachen packen und zu ihm fahren. Ihn wieder in die Arme schließen und ihn spüren.
Aber ich muss warten, bis er sich meldet. Bis er wieder einen Schritt auf mich zu machen, damit wir weitergehen können.

 
Currently playing:Interpol - Turn On The Bright Lights
Current mood:verzweifelt

Bergkristall

Endlich, endlich ist wieder Ruhe eingekehrt. Die letzte Woche war schlimm.

Wo soll ich anfangen? Am besten noch ein paar Tage davor.
Da habe ich nämlich mit IHM telefoniert und er hat mir gesagt, dass es nicht reicht. Für eine Beziehung. Aber er findet mich wunderbar, attraktiv und interessant und es wäre schön, wenn wir statt einer Beziehung eine Freundschaft anvisieren.
Was habe ich gelitten! Wie ein Hund! Vielleicht ist das Gefühl bekannt, dass man die Minuten und ganze Tage danach wie in Trance der Enttäuschung erlebt. So war das bei mir.
Die Fassungslosigkeit habe ich dann mit einer schönen Zeit mit Freunden kompensiert. Meinen Abenteuerdrang ausgereizt und alles daran gesetzt, die schmerzenden Gefühle zu verdrängen.
Und als das dann nicht mehr funktioniert hat, habe ich ihn angerufen. Kein Sterbenswörtchen gesagt, wie schlecht es mir danach erging. Ihm die Chance gegeben, sich als Freund zu beweisen, indem er mir zeigt, dass es immer noch funktioniert zwischen uns. Und er hat es wirklich gut gemacht.

Danach ging es gefühlsmäßig wieder bergauf. Wobei ich wenig Zeit hatte, darüber nachzudenken, denn meine Arbeitstage waren ernüchternd stressig.
Die Vorbereitung für den Samstag als Arbeitstag lief einfach abgrundtief schlecht.
Und abends habe ich mich einfach weiterhin mit Freunden getroffen, nebenbei ein wunderschönes Konzert von finn. erlebt, den Termin bei meinem Stylisten wahrgenommen und das Wochenende auf mich zukommen lassen.

Samstag wurde also erst einmal gearbeitet. Und zwar von morgens bis abends. Mit Männern in den 30ern und kleinen Jungs. Beides schön wie anstrengend.
Die Männer durften sich an meinen frisch frisierten Haaren zu schaffen machen. Das war eine fragwürdige Erfahrung. Manche haben das sehr vorsichtig und liebevoll gemacht, andere haben mir an den Ohren gezogen und in ihrer Nervosität eher den unsanften Umgang gepflegt.
Das freudigste Erlebnis an diesem Arbeitstag war, dass ich mit einem jungen Mann, ein Model aus Neuseeland, Telefonnummern ausgetauscht habe. Er ist jetzt einige Wochen in Hamburg, kennt offenbar noch nicht viele Menschen und lässt sich gern von mir die Stadt zeigen. Sympathischer Typ.

Und nach getaner Arbeit bin ich nach Hause gejettet, um mich kurz umzuziehen und auch gleich wieder auf den Weg nach Kiel zu machen. Dort habe ich mich mit Freunden verabredet, zum Trinken und Feiern. ER war auch mit dabei, das erste Mal. Ein weiterer Schritt, um uns als Freunde zu probieren: Passt Du in mein Leben und ich in deins?
Auch das hat sehr gut funktioniert. Diese gewisse Distanz am Anfang wurde schnell niedergerissen. Und als wir dann in den Club weitergezogen sind, war die Stimmung nahezu hervorragend.

Im Club war es sehr voll und unsere Gruppe hat sich relativ schnell aufgelöst. Aber er war die ganze Zeit an meiner Seite und wir haben uns unglaublich gut amüsiert.
Irgendwann saßen wir völlig entspannt und aneinander geschmiegt in der Lounge. Uns beiden war klar, dass wir trotz Beziehungszweifeln nicht einfach Freunde sein können. Das Band, mit dem wir unsere Nähe und das Vertrauen gebunden haben, ist viel zu stark.
Er hat mir einen kleinen Edelstein geschenkt. Einfach so, damit ich etwas Persönliches von ihm habe.
Und nachdem wir beide unsere Gedanken ausgesprochen hatten, erlebten wir unsere Zweisamkeit noch einmal neu. Noch viel intensiver und aufregender.

Freitag habe ich Geburtstag. In diesem Rahmen habe ich zu einer kleinen Feier in meiner Lieblingskneipe aufgerufen.
Er wird kommen und dann das erste Mal bei mir übernachten. Das ist ein großer Schritt. 
 

Packende Situation?

Heute Morgen wurde ich im Büro von einer Vielzahl von Müllsäcken und Pappkartons begrüßt, die mich schon im Flur erwarteten.
Gefüllt mit Lebensmitteln, Zeitschriften, Medikamenten und Kleidung schienen sie nur darauf zu warten, dass ich sie endlich zum Container bringe.
 
Beeindrucken ließ ich mich jedoch nicht davon, sondern machte mir erst einmal einen Milchkaffee und wartete auf die Ansprache der Chefin.
Die wiederum saß auf dem Sofa, noch im Morgenmantel gekleidet, telefonierte und schaute nebenbei Rote Rosen.
Nach einer Begrüßung und der Feststellung, dass sie schon wieder etwas fitter aussieht, bat sie mich, den Krempel wegzubringen.
Natürlich tat ich ihr den Gefallen und kam dazu noch in den Genuss, mit ihr kleine Tannenbäume zu verstecken und eine Asselbande von der Terrasse zu fegen.
Solche Ereignisse schweißen eben doch zusammen...
 
Gedankensprung.
 
Seinetwegen bin ich gestern mit Wut im Bauch eingeschlafen. Mit viel Wut.
Ich konnte nicht nachvollziehen, warum er sich nicht gemeldet hat. Gerade in so einer Situation.
Und heute bringt er mit wenigen Worten Licht ins Dunkle: Akku leer. Ladegerät im Chaos verschollen. Ob es mir wieder besser ginge?
Oh ja...
 

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