2 Gedichte - im letzten Jahresende entstanden
Schneeflocken, die noch nicht sind.
Zeit, die im Winde mit sich ringt.
Schellen, Glockenklang macht sich breit.
Weihnachtszeit, Heimlichkeit, es ist wohl soweit.
Und jeder lauscht dem Klang der Nacht,
wenn der bekannte Mann über unsere Geschenke wacht.
Glauben oder nicht, stell keine Fragen.
Es sind Legenden aus Kindertagen.
Zu schön wär es mit Kinderaugen
wieder zu sehn, wieder zu glauben.
So schnell ist vorbei, was einmal war.
Uns war es wohl noch nie so klar,
wie in der Weihnachtszeit...
Schneeflocken, die nun sind,
rieseln auf mich nieder wie jedes Kind,
dass ich in Gedanken fand.
_anima_
Current mood:immer noch müde.durstig.
Zeit.los
Und sie fliegt dahin, die Zeit.
Sinnvoll und ohnehin, die Zeit.
Ich lass die Arme hoch fliegen
und lande hoffentlich weich.
Doch prallt man immer wieder auf sie,
die Zeit.
Bilder, die an dir kleben, sich an dich heften.
Freunde, die wie Blätter im Winde neue Orte aufsuchen.
Lieder, die Erinnerungen im Kopf neu malen.
Und ich stehe im Farbenmeer von Bildern, Blättern und Liedern...
Ich fliege gegen die Zeit. Zeit, los zeig mir, dass ich weiterkomme.
Ich habe das letzte Jahr genug verschwendet und Neues gebaut.
Alles so leicht oder doch nur leicht gewollt?
Vielleicht sehe ich mich jetzt um und suche das, was alles sonst zeitlos war.
Das, was zeitlos war, scheint wie verschwunden, beinah.
Nur meine Liebe bleibt, ja sie ist hier, mit ihr kämpf ich mich durch die Tage.
Ach Zeit, was machst du nur.
Los! Lass mich nicht andauernd an meinen Zielen scheitern, sondern mich weitertragen.
Ich werde es schaffen, nur mit der Zeit.
Ich kann leider nicht gegen sie arbeiten.
Nur zusammen sind wir ein Team.
Alles, was ich will, ist wieder ein wenig von dieser Gelassenheit zu spüren.
Zeitlosigkeit.
Gibt es so etwas? Bestimmt. Irgendwo. Irgendwann. Wieder bei mir...
© _anima_
Current mood:etwas müde.aber gut.
.Ich- Haus.
Öffne deine Fenster,
zeige deine Spiegel.
Lass frische Luft in deine Räume.
Lass sie raus die Gespenster,
brich das Siegel.
Sprich sie laut aus, deine Träume.
Und immer wieder öffnen sich alte
und neue Türen.
Komm mach alles neu,
feg die Spinnweben hinfort.
Lass dich von mir in immer neue Zimmer führen,
denn dort allein zählt nur dein Wort.
Verlass auch einmal die vier Wände,
entdecke Neues vor deiner Tür.
Komm nimm nur einmal meine Hände,
ich weiß schon, wohin ich dich entführ.
Mein Haus.
(c) Anima, das seelchen Sarah
Current mood:musik tut gut.tanzen ist besser.total übermüdet.
Herz/Stich
Ich strecke mich aus, in alle Richtungen
und spüre diesen Schmerz in der Brust.
Langsam werde ich immer kleiner,
denn das Stechen in meinem Herzen wird öfter.
Und ich halte mir das Herz und das was davon übrig blieb.
Immer kleiner werd ich durch die Zeit,
durch ihre Wunden in meinem Herzen.
Doch, was mir keiner nehmen kann ist mein Stolz.
Ich tat es für dich, für sie, ihn, euch.
Ich tat es für mich, weil ich es als Pflicht ansah.
"Ach untersteh dich herumzujammern,
du hast es doch so gewollt!"
Ich habe es so gewollt, weil meine Hoffnung größer war
als ich selbst...damals.
Auch, wenn ich es nun weiß, kämpfe ich gegen den Schmerz
und gleichzeitig gegen die Erkenntnis irgendwann nichts mehr
tun zu wollen, einfach da zu sein und zu ignorieren.
"Du bist ein hoffnungsloser Fall"
Nein, dem ist eben nicht so - ich bin immer noch hoffnungsvoll!
(c) anima - Sarah
Current mood:whatever.but not dead.
Vergangenheit.Monster.Gegenwart.
Laufen, rennen, sich das Hirn einklemmen.
Lang verweilt und doch geeilt
zu den Pflichten des Tages.
Komm gib mir Zeit, komm lass mich rasten.
Die Schultern sind schwer von der Zeit und ihren Lasten.
Lasten, Erinnerungen, die einen einholen.
Schlechtes Gewissen, ohne Worte vertan.
Sich alles versuchend vom Leibe abzuspar`n.
Letztendlich muss man nur um Hilfe bitten.
Und ich seh das Ende des Tunnels,
bemüh mich aufs Neue nicht zurückzublicken
zur Vergangenheit und ihren Monstern...
(c) seelchen Sarah
Current mood:etwas müde.nachdenklich.