Welt/Schmerz.

Ich richte den Blick nach draußen, außerhalb meiner kleinen virtuellen Welt. Seltsame Töne klingen von Slipknot im Ohr, melodisch und traurig zugleich, als würde die Welt stehn bleiben. So Viele Dinge da draußen weit weg, die anders sind. fremd.neu. aber immer wieder irgendwie ernüchternd. Vielleicht ist es die Erkenntnis zu sehen...dass es vielen Menschen ihren Umständen entsprechend schlecht oder gut geht. Es ist beinah Glückssache, wo man und wie man geboren wird. Nichts ist unantastbar. Menschen sind die, die verändern und zerstören und gleichzeitig versuchen etwas aufzuhalten, was schon längst zu spät ist. Interessante Kulturen, Religionen. Doch sind es nur Schatten, die irgendwann bleiben. Nichts ist Perfekt...nichts ohne Hintergründe. Bilder geschossen für die Ewigkeit. Und wenn man den Hintergrund beachtet, sieht man...die Natur. Die Natur, so unverwüstlich und doch schutzlos. machtlos durch uns. Bäume, Flüsse, Berge können nicht schreien. Tiere schreien, doch werden nicht gehört oder überhört. Manchmal entwickle ich regelrecht einen Hass auf Menschen, auf Wesen, wie ich es eines bin. Es sind zu viele, zu viele auf diesem Planeten. Zu viel Leid, zu viel Dilemma. Ungerechtigkeit...es gibt kein Gleichgewicht. In der Natur gab es das immer. Doch wir nehmen sie uns, wir nehmen sie, weil wir nicht anders können....

~That place in my mind, is that space that you call mine.~ Slipknot.

Wir sind nicht allein, wir werden beeinflusst von allem, was wir sehen, hören. Es tut weh, wenn man den wahren Hintergrund sieht, hört und bitter schmeckt man die Lügen. Zu viele Informationen, die einen zweifeln lassen...am menschlichen Leben.

Manchmal schalt ich meinen Kopf einfach aus, weil das Leid, der Schmerz der Welt zu groß ist. Klar, bin ich dankbar dafür, dass ich in einer kleinen, recht gesunden Welt lebe. Aber hinter den vielen Türen passiert so viel Schlechtes. Vielleicht kämpfe ich deswegen darum irgendwie zu schaffen, dass eine neue Jugend mehr für Dinge kämpft, die ihnen wichtig sind. Kinder, die erwachsen werden und wissen, was richtig ist. Aber, was ist schon richtig am Ende...

An diesem Punkt kommt wieder der Egoismus zu Tage, nur sich sehen und sein Leben eben leben. Friedlich, besonnen, mit den Werten, die einem gegeben wurden....denn mit den Gedanken der Welt geht man irgendwie kaputt. Ja, in so einer zivilisierten Welt, einem industriellen Land, wie diesem, kriegt man es auch oft nicht anders hin. Man verzweifelt, man bemerkt Defizite, Lügen und Gleichgültigkeit. Ich wünsche mir, dass ich nie so fremden Leuten gegenüberstehe. Aber der Selbstschutz, der Überlebenstrieb ist das einzige Gefühl des Menschen, was ihn tierisch macht....

Doch wie sollen wir mit der Welt umgehen, wenn wir nicht einmal wissen, wie wir miteinander umgehen sollen. Chaos im Kopf der Leute, in den Sichtweisen. Die Sonne schweigt still und der Mond scheint hoffnungsvoll hinab. Der Kreislauf der Natur geht weiter...sie wird uns alle überleben.

~ I die right next to you in the end....~ Slipknot.

Und die Stimme von Corey, dem Sänger, scheint fast schon wie ein Mantra in meinen Ohren...und ich höre einfach nur zu, immer und immer wieder...

 

adri
am  20. August 2008  um  18:30

Mach dir nicht so viele Gedanken über die Dinge, die Du nicht selbst ändern kannst, sondern fang bei den kleinen Problemen an, denn so kannst du etwas bewirken....
Und lass dir von mir ein Portiönchen Optimismus senden ;)
Ich hab dich lieb und vermiss dich, und bald komm ich nach Berlin und wir können wieder einmal für kurze Zeit zusammen die Welt verändern und verbessern.
Fühl dich umarmt und geküsst, meine süße Maus!
<3
am  31. August 2008  um  16:00

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Danke für die wunderbar lieben Worte :) Ja, du hast ja Recht, aber manchmal überkommt es einen, wenn man mal global denkt...Ich vermiss dich auch mein Kleines und hoffe, du bist bald wieder hier ! Sei gedrückt und arg geküsst meine Süße, hab dich verdammt lieb ;)

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