Gebt Acht! - Die Winterwacht
Weiß färbt den Wald,
still ruht die Nacht,
Lagerfeuer lodern sacht.
Das Dunkel schleicht kalt,
Laternen halten Wacht,
nochmals wird Feuer entfacht.
Des Winters Gesicht
blickt zehrend umher
macht es deutlich der Wärme schwer.
Die Männer rücken zusammen,
Frauen schlafen unter Fellen,
vereist sind nun des Landes Quellen.
Die Zeit friert ein,
die Reise geht zu Ende,
nur der Frühling bringt die Wende.
Der Tod wartet vor der Tür,
ohne Haus scheint man verloren,
drum lauft, wenn ihr nicht seid auserkoren.
Wärmt euch im Gasthaus,
schlaft in Sicherheit
und seid vor der Dunkelheit stets gefeit.
Jahresrückblicke.
Jahr noch nicht ganz vorbei.
Doch mein Gefühl spricht Bände.
Gegen Wände bin ich gerannt.
Doch Mauern konnten eingerissen werden.
Das Jahr drehte sich schnell und die Ferne,
die Gedanken blieben immer bei denen,
die ich liebte.
Freunde, Geliebte, Familie, Natur und mich selbst.
Ohne innere Stärke, Antrieb und neue Ideen
wären manch Mauern gebliebten.
Die große Welt drehte sich oft zu schnell.
Machtlosigkeit und Wut.
Die kleine Welt routierte, vieles neu und unbekannt.
Ich bin stolz auf das, was ich schaffen konnte, kennenlernte.
Dankbarkeit und Zuversicht.
Zwei Dinge, die immer am Ende des Jahres stehen.
Nie vergehen. Dankbar für die Menschen, die man kennt.
Dankbar für Zeit, für neue Orte, für neue Probleme, die gelöst wurden.
Hürdenlauf, Berge erklimmen, Phantasiegeschichten schreiben ohne Realitätsverlust.
Körperliche Grenzen kennenlernen, Wissen über das, was man nicht will.
Ein Stück Erwachsensein aufbauen, Ein Stück Kindheit bewahren.
Kleine Ziele konnten erreicht werden, aber letztendlich muss man Prioritäten setzen.
Sein Gewissen befragen, sich immer neu anpassen...an das, was einen umgibt.
Schwimmen lernen...mit oder dagegen, Hauptsache man schwimmt.
Ich denke, das kann ich jetzt schon besser, als letztes Jahr.
So viele Möglichkeiten, so wenig zu verlieren.
Man muss nur wollen....
Vorausblicken. Immer positiv vorausschaun.
Current mood:kränkelnd.kraft schöpfend
Traumbild.
Unter einem Apfelbaum
träumt ich nur von einem Traum.
Ich wünscht, ich wär so stark wie Du.
Deine Augen blickten nie zurück,
deine Aura bracht uns Glück
Bei dir schloss ich meine Augen zu.
Ich legte mein Herz in deine Hand,
vertraute auf das, was uns verband
bis auch deine Stärke gebrochen ward.
Einen Augenblick warf ich zu Dir,
sah deine Angst, sah sie in Mir
Angst und Liebe miteinander gepaart.
Das Paar wurde entzweit
was blieb war nur Leid
und die Erinnerung an das was war.
Ich wünscht ich wär so stark
spürte nicht den Schmerz jeden Tag
nur um dich noch einmal zu sehen....
Alltagsschnitte.
Manchmal gibt es keine Antworten auf Fragen, die wir immer wieder stellen.
Manchmal hilft nur die Zeit, die uns Antworten gibt.
Antworten auf das Ungewisse, auf das Wiederholende auf das Verzweifelnde in unseren Gesichtern.
Es fällt schwer, nicht nur manchmal, sondern oft.
Da hilft nur warten, gegenseitig stützen...
Erkenntnis folgt auf Bekenntnis.
Viele wollen nicht bekennen, was ist, was war...was sein wird.
Manchmal zu viel, manchmal zu wenig von allem.
Das Glas ist jedoch immer halbvoll.
Manchmal muss man es sehen, um den Glauben nicht zu verlieren...
Current mood:reflektierend.
Frohe Kunde
Ich renne Pfade entlang, so weit wie sie mich führen.
Mein Herz pulsiert heftig in meiner Brust.
Mit der Nachricht, die herausgeschrien will,
atme ich schneller und laufe weiter.
Hinfort über Bäche, Täler und vorbei an Wäldern.
Mein Blick kennt nur ein Ziel.
Ich bin der Überbringer, der der alles verändert.
Ich muss Kunde tun, man zählt auf mein Wort.
Eine Flucht ist es nicht, mehr eine Hetzjagd.
Dem Täubchen hinterherjagend, dass seine Federn nach mir streckt.
Ich greife zu und halt sie fest.
Zart und zerbrechlich sind sie, doch schreiben sie es mit Kraft auf das Papier.
Es ist besiegelt, es ist vorbei.
Mein Weg endet vor den Toren.
Die Wachen lassen mich ein, ich warte nicht.
Erst vor meinem Herrn machen meine Beine halt.
"Der Krieg ist vorbei, es ist besiegelt!"
Der erste und letzte Ruf, der meiner Kehle enteilt.
Mit einem Lächeln breche ich zusammen
und die weiße Feder jener Taube wischt mir den Schweiß von der Stirn...
Current mood:inspirierend.gedanken fliegend.
Ode an die eine Liebe. (Rollenspiel - Gedanken einer Priesterin)
Wähle ich die Liebe meines Gottes
bin ich frei.
Wähle ich die Liebe eines Menschen
bin ich gefangen.
Gefangen von Gestalt, den Worten, der Gegenwart.
Doch heiliger Geist, egal wo ich bin
Du bist überall.
Allgegenwärtig begleitest du mich.
Eine unsichtbare Kraft, fest verankert in meinem Herzen.
Deine Worte bedingungslos mein, lindern die Schmerzen.
Schmerzen meines gebrochenen Herzens,
das zu oft fiel für die Menschen.
Ich muss mich lösen von ihrem Hass, ihrer Einfalt, ihren Spielen.
Nur durch deine Wahrheit habe ich den rechten Blick, das rechte Geschick.
Du lenkst da, wo der Reiter längst vom Pferd zu Boden fiel.
Du bietest Schutz, wo die Dunkelheit jede Flamme erlischen lässt.
Du lässt gedeihen, wo die Erde kein Leben mehr in sich spürt.
Meine Hoffnung trägt mich weiter mit der einzig wahren Liebe.
Deiner Liebe, oh Herr.
Current mood:nachdenklich, kreativ
Eines Nachts...
Die Nacht schlägt ihre Augenlider zu.
Dunkelheit umhüllt die Stadt.
Nachtigallenschreie verhallen zwischen Bäumen,
Bäumen, die leise wispern,
sich Geschichten erzählen aus längst vergangener Zeit.
In der Dunkelheit nicht Angst bedeutete.
In der des Nachts Laternen wie Sterne funkelten.
In der schallendes Gelächter die Stadt belebte.
Vorbei die Sorglosigkeit, vorbei der Leichtmut.
Die Nacht streckt nun ihre Krallen aus.
Heimlich, unberechenbar, bereit zum Sprung.
Horch!
Ein Schrei.
Dann Stille.
Todesstille.
Das Lied der verlorenen Seelen.
Current mood:kreativ.nostalgisch.modern.
Spiegelbild.Vergangenheit und Gegenwart.
Die Sonne geht unter und ich bin oben.
Der Himmel klart auf und ich deck mich mit Wolkenbändern zu.
Mauersegler singen laut und rauschen an mir vorbei.
Ich bin still und verweile, um sie zu beobachten.
Es ist ein Auf und Ab mit dem Sommer.
Doch ich spüre, dass ich mein Gleichgewicht zurück habe.
Die Wogen sind geglättet, der Fahrtwind nimmt ab.
Es beginnt eine neue Fahrt und ich sitz im ersten Wagen.
Überall neue Gesichter, lachende Herzen.
Wollen so viel erzählen, verraten so viel.
Ich bin glücklich.
Glücklich eine schöne Kindheit gehabt zu haben.
Kindheit mit Stabilität, Wogen die immer geglättet werden konnten.
Freunde, die ich immer noch kenne.
Heutzutage Seltenheit. Und darum so besonders!
Nun begleite ich Kinder ein Stück in ihrem Leben und bring sie zum Lachen.
Ich danke meinen Sandkastenlieben, Schulfreunden und Wegbegleitern....
Current mood:sinnierend.lächelnd.
Du bringst mich auf den Boden, wenn ich in der Luft hänge.
Zeit zeigt einem wirklich den Weg. Den man geht, besteht. Man steht am Scheideweg und hinter einem sind Freunde, Seelenverwandte, die dich stützen.
Wenn ich routiere um mich selbst, die Nerven verliere, bist Du da. Du holst mich zurück, zeigst mir mein Glück. Die Chance mich entscheiden zu können. Von dir kann ich lernen. Du warst immer ein Kämpfer.
Ich kann mich zurücklegen und weiß, es hat sich auch von selbst gefügt. Mein Plan geht auf, keine Kopfschmerzen mehr. Die Gelassenheit kommt zurück. Der Abschied von lang bewahrten Dingen fällt nicht mehr schwer. Ich muss nur dranbleiben...die Leitung nicht abbrechen lassen. Es wäre schade drum so tolle Menschen nie wieder zu sehen. Es liegt an einem selbst. Wie mit allen Freunden. Es kostet Kraft, aber die ist es wert...reale Netzwerke zu bauen.
Current mood:gedanken teilen und verweilen.
Abschnitte.
Ein Teil der Zeit, der nur übrig bleibt. Aneinandergereiht. Immer mehr Vergangenheit. Nur Erinnerungen, Bilder die bleiben, hängen bleiben in der Zeit. Bewahr dir ein Lächeln an deine Erfolge, deine Zeit mit anderen, gemeinsames Ziel, gemeinsames Durchhalten, alleiniges Bestehen. Der Schnitt kommt beinah unverhofft und ein neuer wird folgen. Übergänge lassen einen zwischen Türen stehen. Leichtigkeit des Seins fällt schwer, doch Gelassenheit wird einem neue Tore öffnen. Kennenlernen von neuen Menschen, Orten, Zielen und immer wieder die Probe deiner Selbst. Konstanten deiner Identität, der kleinste Kosmos. Vertrauen. Neue Abschnitte werden folgen. Wann, wo und wie. Sie kommen auf dich zu. Du musst sie nur lassen...
Current mood:nachdenklich, wehmütig
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