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Wer bin ich? Wenn ich das selber immer so genau wüsste. Ich kann nur sagen ich mag mich nicht besonders, es gibt wenige andere Menschen, die ich mag und überhaupt bin ich alles und jedem gegenüber eher negativ eingestellt. Mein Leben ist bestimmt von Arbeit, Arbeit, Arbeit und die restliche zeit verbringe ich eigentlich mit nichtstun, schlafen, telefonieren und im Internet. Es gibt so viele Dinge, die ich früher getan habe, die ich immer zu meinen Hobbies gezählt hatte: malen, zeichnen, fotografieren, schneidern... Aber ide Wahrheit ist einfach, dass ich weder Zeit noch Inspiration mehr habe, ich bin völlig leer und hilflos und ständig auf der Flucht vor meinen Gedanken.
Auf eine andere Art und Weise bin ich trotzdem stolz auf das was ich geschafft habe, denn es hätte noch viel, viel schlimmer kommen können. Die Zukunft ist nicht wirklich gesichert und ich habe Angst davor was passiert, wie ich vor so vielem Angst habe. Ich hasse mich dafür, dass ich es nicht schaffe mich gegen mich selbst zu wehren und dafür dass ich es nicht geschafft habe mich vor den Einflüssen anderer Menschen immer so gut es geht zu schützen. Ich bin ein Produkt meiner Erfahrungen, meiner Ängste, meiner Gedanken und schaffe es noch immer nicht mich 100%ig von meiner Vergangenheit zu lösen. Auch wenn ich oft gleichgültig und ohne Hoffung zu sein scheine, habe ich Träume, sehr sehr viele Träume. Realistische und vollkommen utopische. Einer davon hat sich erfüllt: ich habe den Menschen gefunden, mit dem ich für immer zusammen sein will. Ich habe jemanden gefunden, der bei mir ist und auf mich aufpasst. Ich lebe in einer Situation, die mich einerseits so glücklich macht, wie ich es noch zuvor war und mir andererseits noch mehr Angst macht. Es ist eine Andere Art von Angst, es ist die Angst etwas zu verlieren, eine Art der Angst, die ich vorher nie hatte. Ich hatte ja nichts was ich hätte verlieren können...
Ich hab mich verändert ind den letzten 5 Jahren, in jeder Hinsicht bin ich ein vollkommen anderer Mensch, jedoch trotzdem auch irgendwie immernoch gefangen in der Vergangenheit. Die Dunkelheit fesselt mich einfach, ich kann nichts dagegen tun. Das Licht ist nicht meine Welt, das bin nicht ich.
Ich war schon immer anders als die meisten anderen, in immerwieder anderer Hinsicht. Ich bin es gewöhnt mich zu verstellen und zu verstecken. Das erleichert das Leben da draußen - für mich und für die anderern - und macht es umso schwerer, wenn ich allein bin.
Es kann sein, dass ich eines Tages selbst nicht mehr weiß, we ich bin...


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