Ein schöner Tag

Sonntag 

Morgens um 10h

Die Sonne scheint

Und ich war dabei: Hallburg

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Tränen eines Jägers

Gestern beim Spaziergang an meiner Hausstrecke ist uns ein Nachbar, Oberforstrat a.D., nebst Gattin begegnet.  Ich merkte es sofort, es fehlte jemand. Jemand, das war Satan. Der freundlichste Rauhhaardackel, der mir je begegnet ist. In den ersten Jahren durfte er mich nichtmal anschauen, sofort unterband sein Herrchen jegliche Kontaktaufnahme. Wenn er sich mit meiner Dosenöffnerin unterhielt, durfte ich mich auch mit anderen Hunden oder Menschen unterhalten. Satan mußte "Sitz" machen und schweigen. Er war ja auch ein ausgebildeter Jagdhund.

Im Laufe der Jahre kamen wir uns aber doch näher und so im Vorbeigehen kam es zu einigen kleinen Gesprächen unter Hunden. Er erzählte mir oft vom Kasernen-Feldwebelton seines Herren, einem aktiven Jäger.

Nun lebt er nicht mehr. 14 Jahre und 7 Monate. Bandscheibenvorfall. Gestorben in einer Tierklinik nach der  Kontrastmittelinjektion. Alleine. Herr Oberforstrat a.D. hat geweint. 

Mir wird er fehlen. Wieder einer weniger von der alten Garde. Armer Hund.

Kann ein Jäger um ein Tier weinen? 

 

 

Winter ade?

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"Hoffentlich ist dieses kalte, nasse Zeug für diesen Winter endgültig verschwunden!" 
 

Den Gesetzen folgend:

Sarah Kroh co. Christine Kroh
Hessenstr.64
97078 Würzburg
0176 215 316 57
sarah@notfellchen.de

 

once upon a time

Es war einmal.......

............vor langer, langer Zeit, besser gesagt, im August 2002, als mein Leben eine Wendung nahm.
Ungefähr vier Jahre zuvor hatte mich ein Soldat der US-Army zusammen mit seiner Frau als Hundebaby von einem Züchter gekauft. An die Zeit davor, vor dem Verlust meiner Geschwister und meiner allerersten Familie kann ich mich schon gar nicht mehr so recht erinnern. Nur daran, daß sie plötzlich alle weg waren und ich alleine, ohne meine Geschwister lernen mußte, zu leben.
Ich lebte einige Jahre dann bei dem Ehepaar. Bis dann irgendwann die Frau uns verlassen hat.Nun mußte der Mann sich alleine um mich kümmern.
Das tat er, so gut er konnte. Aber bei der Army passen die Dienstpläne nicht zum Tagesablauf eines kleinen 1600-Gramm Hundchens.
Darum sperrte er mich immer, wenn er teilweise über zwei Tage und länger weg mußte, in einen Katzentransporter ein. So wollte er die Wohnung schonen.
Aber nach einiger Zeit kamen ihm wohl doch Bedenken, daß dies nicht gut für mich sein könnte. Und so entschloß er sich vermutlich schweren Herzens, mich in das Tierheim zu bringen.
Dort steckte man mich zusammen mit einem Welpen in einen normalen Zwinger. Vor lauter Angst und Aufregung, ich kannte ja kaum etwas außer der Wohnung und der Katzenbox, fiel ich immer wieder in Ohnmacht. Daraufhin brachte man mich zum Tierarzt.
Der stellte folgende Diagnosen:
Patella-Luxation beidseitig, links bereits ohne Erfolg voroperiert.
Großer Leistenbruch
Eitrig entzündete Haut vermutlich durch Liegen in den eigenen Exkrementen
Hyperängstlich bis hin zu Ohnmachtsanfällen

Ergebnis: Alles in Allem kein Paris-Hilton-Klischee-gute-Laune-Hündchen.
Der Leistenbruch müßte irgendwann operiert werden
Die losen Kniescheiben sind kaum operabel
Die Haut muß lange Zeit mit entzündungshemmenden Mitteln eingecremt werden

Dazu kam, daß man gegen die Ängste keine Pillen verabreichen kann.
Ob ich, weil ich an die Box gewöhnt war, jemals lagerrein (ich mußte da ja in mein eigenes Bett machen) werden würde, geschweige denn stubenrein, sei unklar.

Bereits am dritten Tag nach meiner Einlieferung im Tierheim hatte man beschlossen, mich am fünften Tag töten zu lassen. Ich sei nicht vermittelbar.

Verstanden habe ich das alles nicht. Nur gefühlt, daß alles ganz furchtbar ist. Wenigstens gab es genug zu fressen. In meiner Katzenbox war ja schon manchmal der Napf längere Zeit leer gewesen. Ich fraß also alles, was man mir vorsetzte. Dabei hatte ich wahnsinnige Angst, daß mich dieser Welpe, ungefähr dreimal so groß wie ich, kaputt macht. Der war so grob! Mir wurde immer wieder schlecht. Keiner hat wohl gemerkt, daß meine Verdauung vor Aufregung nicht funktionierte.
Dann kam der 1.September. Endlich hatte der Pfleger gemerkt, daß mein Bauch dick wie eine Trommel war.
Er ging raus mit mir auf den Rasen vor dem Zwinger. Plötzlich sagte er zu jemandem:
"Da, bitte, nimm die mit! Du bist doch für die Kleintiere zuständig. Da wird nie ein Hund draus. Und am Montag kommt der Tierarzt und dann muß er sie töten. Bitte nimm sie mit. Trag sie hier raus und bitte bring sie niemals mehr zurück!"
Dann beugte sich diese Person zu mir herunter. Und ich erkannte sie. Zwei Tage vorher war sie auch da gewesen. Hatte mich auch gesehen, kurz gestreichelt und gesagt: "Wieder so was Kleines. Na, da werden wir ja sicher schnell was finden." Und hatte mich alleine gelassen.
Der Pfleger und diese Person redeten eine ganze Weile über mich. Sie sagte, sie habe keine Zeit, sie sei jeden Tag mindestens 10 Stunden unterwegs. Aber nach und nach wurde sie immer leiser. Und mit einem Mal nahm sie mich hoch und trug mich hinaus. Vorbei an all den Zwingern mit all den bellenden, für mich riesigen Artgenossen. Vorbei an meinem Zwingermitbewohner.
Raus. Weg. Nur fort. Ich hatte furchtbare Angst. Aber ich spürte, es ging einfach darum mein kleines Leben zu retten.

 

My first blog

Angesteckt vom Bloggerfieber meiner Lieblingsdosenöffner habe ich es nun auch zu einem eigenen Internet-Logbuch gebracht.
Große Worte für mich kleines Wesen.
Schaun wir mal, wie ich den Virus in Buchstaben umwandle.
 

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