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Dienstag, 2. September 2008

Papst empfing Entführungsopfer Betancourt

 
Betancourt beim Papst.

Papst Benedikt XVI. hat die ehemalige FARC-Geisel Ingrid Betancourt empfangen. Das Treffen fand in der päpstlichen Sommerresidenz statt.

Ingrid Betancourt, die nach sechsjähriger Geiselhaft befreite kolumbianische Politikerin, hat sich über ihr 25 Minuten langes Treffen mit dem Papst in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo sehr "gerührt" erklärt. "Ich habe dem Heiligen Vater von meiner spirituellen Erfahrung während der Gefangenschaft erzählt", sagte die Franko-Kolumbianerin. Nach dem Treffen mit Betancourt begrüßte der Papst auch die Mutter der Ex-Geisel, Iolanda Pulencio, sowie Betancourts Schwester Astrid mit ihren beiden Kindern.

Das Kirchenoberhaupt hatte sich wiederholt für die Freilassung der früheren Präsidentschaftskandidatin eingesetzt. Unmittelbar nach ihrer Befreiung aus den Händen der Rebellengruppe FARC am 2. Juli hatte Betancourt den Wunsch geäußert, mit dem Papst zusammenzutreffen.

Quelle: OE24.at
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von: romehome


Montag, 1. September 2008

Italienische Ultras kapern Zug nach Rom

Der Mob aus Neapel benahm sich im Stadion in Rom nur unwesentlich besser als zuvor im Zug.

Kaum haben alle grossen Fussball-Ligen Europas den Spielbetrieb wieder aufgenommen, gibt es Negativ-Schlagzeilen: In Napoli haben zum Saisonauftakt rund 1500 Ultras den Bahnhof verwüstet. Ausserdem stürmten sie einen Zug und zwangen 300 Passagiere zum Aussteigen.

Mit der spanischen Primera División und der italienischen Serie A sind am Wochenende auch die zwei letzten grossen europäischen Ligen in die neue Saison gestartet. Kaum rollt der Ball wieder, stehen auch unbeliebte Hitzköpfe, Hooligans und Ultras auf dem Programm. Für den ersten grösseren Vorfall der noch jungen Spielzeit waren am Sonntag «Fans» das italienischen Serie-A-Vereins Napoli besorgt.

Verschiedenen Medienberichten zufolge randalierten rund 1500 Ultras im Bahnhof der süditalienischen Hafenstadt. Sie kaperten einen Zug nach Rom und zwangen die 300 Passagiere auszusteigen. Anschliessend plünderten und zerstörten die Ultras die Waggons. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Bahn auf rund eine halbe Million Euro.

Vier verletzte Bahnmitarbeiter

Die Bahnmitarbeiter hatten den Ultras vorerst den Zugang zum Zug verwehrt, weil diese keine Fahrkarten vorweisen konnten. Doch dies hinderte die Randalierenden nicht daran, die Bahn zu kapern. Dabei wurden vier Kontrolleure verletzt. Aus Angst vor weiteren Ausschreitungen entschied Neapels Polizeichef, die Ultras nach Rom abfahren zu lassen.

Und damit war noch nicht genug: In Rom angekommen, wütete die Bande weiter. Obwohl ein grosses Polizeiaufgebot präsent war, warfen die Ultras Tränengas und Knallkörper im Bahnhof Termini. Die Polizei nahm laut eigenen Angaben einige Personen fest.

Dass der Saisonauftakt zwischen der AS Roma und Napoli mit 1:1 endete, verkam hierbei zur Nebensache.

Quelle: 20minuten.ch
20 minuten



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von: romehome

Geändert am 1. September 2008 um 11:10
Sonntag, 31. August 2008

Ryanair-Maschine muss in Rom notlanden

http://www.smh.com.au/ffximage/2008/08/26/ryanairmain_wideweb__470x312,0.jpg

Ein Flugzeug der irischen Billigfluglinie ist wegen technischer Probleme auf dem Flughafen Fiumicino in Rom notgelandet. An Bord befanden sich 160 Menschen.

Bei der Maschine handelte es sich um eine Boeing 737 der irischen Fluggesellschaft Ryanair. Wie die Flughafeninformationsstelle Telenews mitteilte, wurde bei dem Zwischenfall am Freitagmorgen keiner der 160 Menschen an Bord verletzt. Der Flieger kam den Angaben zufolge aus Bergamo im Norden Italiens und sollte eigentlich auf dem römischen Flughafen Ciampino, der von den Billigfliegern benutzt wird, landen.

Der Pilot hatte ein Signal über eine Funktionsstörung am Fahrgestell erhalten und den Vorschriften zufolge eine Notlandung auf dem nächstgelegenen Flughafen vorgenommen. Rettungskräfte waren entlang der Piste in Stellung gegangen, das Flugzeug landete jedoch ohne Probleme, und die Passagiere konnten normal von Bord gehen.

Am Montag war eine Maschine von Ryanair in Limoges im Zentrum Frankreichs notgelandet (mehr...), nachdem sich ein plötzlicher, heftiger Druckverlust ereignet hatte. Das Flugzeug hatte innerhalb von fünf Minuten 8000 Meter Höhe verloren. Dabei waren 16 Menschen leicht verletzt worden - sie hatten alle über Hörprobleme durch den schnellen Abfall des Flugzeugs geklagt.

Quelle: SPIEGEL ONLINE
SPIEGEL ONLINE



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von: romehome


Donnerstag, 28. August 2008

Die letzte von einst 13 Synagogen

 Synagoge der ältesten jüdischen Gemeinde europas, foto: lalupa
Synagoge der ältesten jüdischen Gemeinde.    

Es heißt, nicht einmal der Heilige Geist wisse, wie viele Kirchen es in Rom gibt. Selbst die umfassendste Aufzeichnung, die Mario Armellini vor 120 Jahren vorgenommen hat, dürfte weder vollständig, geschweige denn aktuell sein. Allein auf Papst Johannes Paul II gehen über 50 Segnungen zurück. Dabei fällt ein anderes Gotteshaus aus dem Rahmen, das zwar an Jahren nicht mithalten kann, sich aber an Anmut und Schönheit nicht hinter den meisten Kirchen verstecken muss. Die einzige noch vorhandene Synagoge der ewigen Stadt symbolisiert zugleich die älteste jüdische Gemeinde in Europa.
    
Wie aus einem orientalischen Märchenbuch entliehen, steht das im assyrisch- babylonischen Stil errichtete Gebäude zwischen Palmen und Laubbäumen am Lungotevere dé Cenci, unmittelbar gegenüber der Tiberinsel. Die 1904 nach über dreijähriger Bauzeit eingeweihte Synagoge wurde auf einem frei gewordenen Grundstück des angrenzenden jüdischen Viertels errichtet, das sich zwischen Tiber, Piazza Venezia, Kapitol (Campidoglio) und der Via Arenula befindet.

Um die teils engen und kargen Gassen besser verstehen zu können, lohnt sich ein Blick in die Geschichte des Judentums in Italien: Die ersten Zuwanderungen gehen auf etwa 200 vor Christus während der Herrschaft der Makkabäer zurück. Gut betuchte Familien suchten hier ihr Glück und konnten sich ungestört einen Platz in der Stadt suchen. Von Pompeius verschleppt, gelangten im ersten Jahrhundert vor Christus die ersten Gefangenen nach Rom.

Durch die Niederschlagung des jüdischen Aufstands in Palästina und der Zerstreuung der Juden in alle Welt durch Kaiser Titus 73 nach Christus kamen weitere in die Stadt. Ihr Leidensweg wurde auf dem Fries des Triumphbogens des Titus (am südöstlichen Ausgang des Forum Romanums) festgehalten. Der heilige Strom Jordan wird in der Gestalt eines Greises auf einer Bahre getragen. Im Durchgangsbogen sind im Siegeszug die geraubten Schätze zu erkennen: der siebenarmige Leuchter, der goldene Tisch, die Lade, in der sich das Gesetz befand, und die silbernen Trompeten für das Jubeljahr. Nach ihrer Freilassung als Sklaven ließen sich viele unter anderem auf der anderen Uferseite des Tibers nieder, im Trastevere.

Bis zum Ende des Kaiserreichs (mit der Absetzung des weströmischen Kaisers 476 nach Christus) sollen nach Schätzungen zwischen 30.000 und 40.000 Juden relativ unbehelligt in bis zu 13 selbstständigen Gemeinden in der Stadt gelebt haben. In den folgenden Jahrhunderten waren die Lebensverhältnisse, wie das Ausüben religiöser Sitten und Gebräuche, vom Wohlwollen des jeweils amtierenden Papstes abhängig. Zur Errichtung des Ghettos kam es unter Papst Paul IV, der am 14. Juli 1555 mit der Bulle „Cum nimis absurdum" die Juden Roms in die Gassen nördlich der Tiberinsel, in Roms kleinstem Stadtbezirk Sant'Angelo, verbannte. Eingerissen wurden die Mauern um das Ghetto erst 1870, als die weltliche Macht anstelle der des Papstes trat.

strassenszene Ottavia trastevere
Blick auf die Via del Portico d'Ottavia.

Auf rund 500 jüdische Familien werden die Einwohner geschätzt, die heute dort leben und in ihren Geschäften Haushalts- und Kurzwaren, koschere Speisen, Kleidung, Schmuck und Bücher anbieten. Die gesamte jüdische Gemeinde Roms hat nach eigenen Angaben 15.000 Mitglieder. Die meisten Geschäfte befinden sich in der Via S. Maria del Pianto und in angrenzenden Via del Portico d'Ottavia, wo sich die Reste der Halle der Ottavia befinden. Hier soll der Siegeszug von Vespasian und Titus über Palästina entlanggezogen. Auch in der Via dei Falegnami, Via del Funari sowie in der Via Bottegle Oscure finden sich kleine Restaurants, ein russischer Tea Room und Läden für den täglichen Bedarf. Freunde jüdischer Literatur werden in dem kleinen Buchladen „Menorah" am Piazza delle Cinque Scole, unweit der Synagoge, fündig.

Jüdische Symbole an hauswand in rom Foto: giebenhain
Hauswand in der Via della Reginella mit eingemeißelten jüdischen Symbolen. 

in den engen Seitengassen nagt unaufhörlich der Zahn der Zeit an vielen Häusern; der Verputz bröckelt und viele der schweren Holztüren scheinen seit Jahren nicht mehr geöffnet worden zu sein. Wenig Licht dringt durch die verwinkelten Gänge. Bei genauerer Betrachtung finden sich aber auch hier Spuren der jüdischen Vergangenheit, wie den in eine Hauswand eingemeißelten siebenarmigen Leuchter in der Via della Reginella.

Nachdem auch die italienischen Faschisten vor der Judenverfolgung und -deportation nicht Halt gemacht hatten, durften sich die wenigen Verbliebenen nach dem Krieg zum Zeichen der Versöhnung den Platz für den Neubau der Synagoge aussuchen. Die ärmlichsten Häuser des Ghettos mussten ohnehin weichen. Im Untergeschoss ist das Museo Ebraico di Roma, das jüdische Museum, untergebracht. Im Eingangsbereich befinden sich Kopien antiker Gedenksteine, topografische Übersichten und Marmortafeln aus den Katakomben.

Fünf Säle beherbergen jüdische Kultgegenstände, wertvolle Kronen, Halbkronen, Leuchter aus Gold und Silber, darunter viele Leihgaben von begüterten Gemeindemitgliedern, die nach alter Tradition auch ihr Büro in einem Seitengebäude der Synagoge unterhalten. Manuskripte und Drucke gewähren einen Einblick in die Geschichte der Juden in Rom, die allerdings weder vollständig noch chronologisch geordnet wiedergegeben wird. Einen kurzen Abriss bietet ein Videofilm mit Untertitel in englischer Sprache. Ebenso wird eine gut halbstündige Führung auf Italienisch und Englisch angeboten - Informationen auf Deutsch gibt es nicht.

Tempio Maggiore in Sant'Angelo Foto: Giebenhain
Der „Tempio Maggiore" in Sant'Angelo. | Fotos: Manfred Giebenhain

Höhepunkt der Führung ist zweifelsohne der Tempio Maggiore, der Tempel mit seiner vierflächigen Aluminiumkuppel, in deren Mitte eine viereckige Laterne ein warmes Licht den dreigliedrigen Raum erhellt. Die assyrischen Säulen, die auch die reichlich mit jüdischen Symbolen verzierte Außenfassade schmücken, stützen die seitlich verlaufenden Buckelquader. Darüber folgen drei zentrale Arkaden, die von Fenstern unterbrochen werden. Zwei zinnengekrönte Halbtürme fügen sich beiderseits an den Zentralbau und verleihen dem imposanten Gebäude so die Größe und Erhabenheit einer Kathedrale oder eines Doms.

Die Apsis in der Form eines halben Sechsecks umfasst die massive Konstruktion des Aròn (Toraschrein, Heilige Lade); die hölzerne Bimàh (das Pult) ist in die Tribüne rund um den Schrein eingelassen. Das um acht Stufen erhöhte Podium wird von einer Balustrade mit kleinen Säulen und Gittern umfasst. Die Wandverzierungen werden durch orientalische Ornamente und verspielte Linien des Jugendstils voneinander getrennt. In vielen von Säulen getrennten Fächern steht eine Menòra; zahlreiche Bibelsprüche in hebräischer Schrift lockern das Gesamtbild auf. Ein Zeichen für Versöhnung setzte Papst Johannes Paul II mit seinem Besuch der Synagoge am 13. April 1986, die mit einer symbolischen Umarmung mit dem Oberrabbiner Professor Elio Toaff endete.

Das „Museo Ebraico di Roma" ist sonntags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags bis 14 Uhr geöffnet.

Quelle: Neue Rheinische Zeitung
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Mittwoch, 27. August 2008

Alitalia: Doch noch Rettung in Sicht?

 

Der Rettungsplan für die italienische Fluggesellschaft Alitalia nimmt Formen an. Zehn italienische Privatunternehmer sind bereit, eine Milliarde Euro in die "neue" Alitalia zu investieren, die von der privaten Fluggesellschaft Air One übernommen werden soll. Piaggio-Chef Roberto Colannino soll den Posten des Vorstandsvorsitzenden der neuen Gesellschaft übernehmen, berichtete die  Tageszeitung "Corriere della Sera" am Dienstag.

Das Kabinett Berlusconi wird voraussichtlich am Donnerstag die Alitalia durch eine Neufassung der aktuellen Insolvenzregelung unter Aufsicht eines Verwalters stellen.

Rettungsgesellschaft

Eine neue Gesellschaft, die die Rettung der italienischen Fluggesellschaft Alitalia ermöglichen soll, ist in Rom am Mittwoch gegründet worden. Die Gesellschaft, deren Aufsichtsrat in den nächsten Tagen ernannt werden soll, wird unter der Führung des Chefs des Motorroller-Konzerns Piaggio, Roberto Colaninno, stehen, berichteten italienische Medien.

16 Aktionäre haben eine symbolische Beteiligung an die neue Gesellschaft in Höhe von 1.000 Euro unterschrieben. Zu den Aktionären soll unter anderem Italiens stärkste private Fluggesellschaft Air One zählen. Dem Vorhaben zufolge soll zu einem späteren Zeitpunkt noch ein internationaler Partner einsteigen.

Zuletzt hatte es in Kreisen geheißen, Italien ziehe als mögliche Partner die Deutsche Lufthansa, British Airways sowie den Ex-Bieter Air France-KLM in Betracht. Die Lufthansa hatte jedoch davor wiederholt betont, Alitalia müsse sich einer umfassenden Restrukturierung unterziehen, bevor an ein Engagement zu denken sei.

Sanierungskonzept

Die von der Regierung mit der Alitalia-Privatisierung beauftragte Bank Intesa-Sanpaolo will noch vor Freitag das Sanierungskonzept mit der Aufteilung der Alitalia in zwei Gesellschaften präsentieren. Geplant ist die Gründung einer "neuen Alitalia" mit dem Eintritt privater Investoren und einer "bad company" mit den Altschulden zur Liquidation. Für diese Lösung bedürfe es einer Neufassung der aktuellen Insolvenzregelung, heißt es in Rom.

Vorgesehen ist auch die Stärkung des Mailänder Flughafens Malpensa bei internationalen und Langstreckenflügen und ein ausländischer Partner. An dem Rettungsplan soll sich der luxemburgische Investmentfonds Equinox beteiligen.

Im Gespräch seien darüber hinaus 5.000 Kündigungen, was zu Konfrontationen mit den Gewerkschaften führen wird, die bereits mit einer Streikwelle drohen. "Wir warten mit Spannung auf die Zahl der Stellen, die im Rahmen des Rettungsplans gestrichen werden sollen", sagte der Chef des Gewerkschaftsverbands UIL, Raffaele Bonanni. Arbeitsminister Maurizio Sacconi versprach den Eingriff der Regierung für soziale Maßnahmen zu Gunsten entlassener Alitalia-Mitarbeiter.

Quelle: derStandard.at



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Goethe in Rom, am 7. November 1786

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