Einträge "April 2009":

Donnerstag, 30. April 2009

Koffer mit Orangen voller Kokain – 76-Jähriger am Flughafen verhaftet

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Am Flughafen Leonardi da Vinci in Rom ist ein 76-Jähriger wegen internationalen Drogenschmuggels verhaftet worden. Der Mann kam aus Argentinien nach Rom und hatte einen Koffer voller Orangen dabei, die mit Kokain gefüllt waren. Er gab vor die Orangen seien für seine Vitamin-C-Versorgung, doch als der italienische Zoll genauer nachsah, stellte sich heraus, dass die Orangen mit sechs Kilogramm Kokain gefüllt waren.

Ein 76-Jähriger Flugpassagier ist in Rom mit sechs Kilogramm Kokain verhaftet worden. Der italienische Zoll schöpfte Verdacht, weil Niederländer einen ganzen Koffer voller Orangen mitführte. Der Mann gab vor, die Früchte für seine Vitamin-C-Versorgung zu brauchen. Bei näherer Untersuchung stellte sich jedoch heraus, dass die Orangen mit dem Rauschgift gefüllt waren.

Nach einer angeblichen Urlaubsreise durch Argentinien hatte der 76-Jährige auf dem Rückflug einen Zwischenstopp in der italienischen Hauptstadt einlegen müssen. Die präparierten Orangen brachten ihm dort eine Anzeige wegen internationalen Drogenschmuggels ein. Nach Angaben der Flughafenpolizei hat das beschlagnahmte Kokain einen Marktwert von rund fünf Millionen Euro.

Quelle: FOCUS ONLINE
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Geändert am 30. April 2009 um 22:04
Dienstag, 28. April 2009

Vatikan unterstützt Künstler

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Erzbischof Gianfranco Ravasi.

Der Vatikan will den Dialog mit zeitgenössischen Künstlern intensivieren. Im November soll es laut Kathpress eine Veranstaltungsreihe mit internationalen Kunstschaffenden aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Musik und Film geben, sagte der Präsident des Päpstlichen Kultur-Rates, Erzbischof Gianfranco Ravasi, am Samstag vor Journalisten in Rom. Am 21. November sei ein Treffen der Teilnehmer mit Papst Benedikt XVI. geplant.

Zugleich erinnerte Ravasi an Pläne des Heiligen Stuhls, sich an der Biennale 2011 in Venedig mit einem eigenen Pavillon zu beteiligen. Im Rahmen des Projekts sollen sich rund zehn Künstler von internationalem Rang mit spirituellen Themen auseinandersetzen. Es müsse sich nicht um ausdrücklich religiöse Künstler handeln, betonte Ravasi.

Für die Gestaltung des Pavillons gibt es laut Ravasi bereits Vorschläge des Schweizer Architekten Mario Botta.

Quelle: Wiener Zeitung
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Samstag, 25. April 2009

Flick bietet fast 300 Millionen Euro für AS Rom

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Die deutsche Unternehmerfamilie Flick bietet 287 Millionen Euro für den AS Rom.

Am Freitag sind die Verhandlungen zwischen der deutsch-schweizerischen Finanzgesellschaft um den Unternehmer Volker Flick mit der italienischen Erdölgruppe Italpetroli in die entscheidende Phase getreten, um für 287 Millionen Euro die Merheitsanteile am AS Rom zu kaufen. Der italienische Rechtsanwalt Flicks rechnet damit, dass es bereits in der kommenden Woche zu einer Einigung kommt. Derzeit hält die Familie der Klubpräsidentin Rosella Sensi über Italpetroli noch einen 67-prozentigen Anteil an der Mannschaft um Kapitän Francesco Totti. Das Flick-Imperium ist laut „Messaggero“ bereit, weitere für den Bau eines neuen Stadions in Rom zu investieren.

 Quelle: WELT ONLINE
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Geändert am 25. April 2009 um 17:11
Freitag, 24. April 2009

Ron Howard weist Kritik an «Illuminati» zurück

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Oscar-Preisträger Ron Howard hat knapp einen Monat vor dem Kinostart des Vatikan-Thrillers «Illuminati» nach der Buchvorlage von US-Autor Dan Brown Kritik aus kirchlichen Kreisen zurückgewiesen.

«Ich möchte klarstellen, dass weder ich noch mein Film 'Angels and Demons' (deutscher Titel: «Illuminati») anti- katholisch sind», sagte der Regisseur dem Blog «Huffington Post». Den meisten Katholiken, auch denen in höheren Kirchenkreisen, dürfte der «aufregende Krimi, der im unglaublich schönen Rom spielt» bestimmt gefallen, führt Howard weiter fort.

Der Regisseur regierte damit auf die Kritik von William Donohue, Präsident der Katholischen Liga in den USA, der ein Heft vertreibt, in dem er Howard und anderen Filmschaffenden vorwirft, «ihren Hass auf alles Katholische» nicht zu verstecken. Howard zufolge handelt es sich nicht um eine Dokumentation sondern um einen Spielfilm, der auf einer erfundenen Geschichte beruht. Die Kritik Donohues, sie würden Lügen verbreiten, sei damit hinfällig.

Bei den Dreharbeiten im vergangenen Jahr hatte Howard bereits eine Abfuhr vom Vatikan erhalten. Der Heilige Stuhl hatte Dreharbeiten in Roms Kirchen verboten. Die kirchlichen Set-Locations mussten in Filmstudios nachgebaut werden. Der Vatikan reagiert seit der Veröffentlichung von Dan Browns «Sakrileg» allergisch auf den Namen des Schriftstellers.

In dem 2000 erschienenen Bestseller «Angels and Demons» setzt sich der Symbolforscher Robert Langdon (Tom Hanks) mit der geheimen Illuminati-Bruderschaft auseinander, die mit dem Vatikan im Clinch liegt. Wie schon in Browns Blockbuster-Verfilmung «The Da Vinci Code - Sakrileg» (2006), mit Tom Hanks und Audrey Tautou in den Hauptrollen, geht es auch in «Illuminati» um kirchliche Verschwörungen und brutale Morde. Der Streifen mit Hanks, Ewan McGregor und Stellan Skarsgard in den Hauptrollen läuft am 13. Mai in den deutschen Kinos an.

Brown teilte in dieser Woche mit, dass er seinen dritten Krimi um den Historiker Robert Langdon fertiggestellt habe. «The Lost Symbol» soll im Herbst in die Buchläden - auch in Deutschland - kommen.

Quelle: WELT ONLINE
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Geändert am 24. April 2009 um 13:10
Donnerstag, 23. April 2009

Hiroshiges farbenfrohe Meisterwerke in Rom

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Sie sollen zahlreiche europäische Künstler des 19. Jahrhunderts beeinflusst haben, allen voran Vincent van Gogh: Die Farbholzschnitte von Utagawa Hiroshige (1797-1858), eines der bedeutendsten Künstler Japans, sind derzeit in einer großen Schau in Rom zu bewundern.

Unter den mehr als 200 Exponaten befindet sich auch Hiroshiges Meisterwerk «53 Stationen der Ostmeerstraße». Die Ausstellung des japanischen Meisters teilt sich in mehrere Bereiche, in denen die Welt der Natur, wichtige Orte Japans, die Straße nach Kyoto und Motive aus dem Herzen Tokyos gezeigt werden. Eine weitere Abteilung klärt den Einfluss von Hiroshiges Werken auf die frühe japanische Fotografie. «Hiroshige, il maestro della natura» ist noch bis zum 7. Juni im «Museo Fondazione Roma» zu sehen.

Siehe auch: www.hiroshige.it

Quelle: SZON 



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Mittwoch, 22. April 2009

Kolosseum wird restauriert

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Das Kolosseum, Symbol des antiken Roms, soll restauriert werden. Die Arbeiten werden nach Angaben des römischen Bürgermeisters Gianni Alemanno in einem Jahr beginnen. "Der Zustand des Kolosseums, eines der großartigsten Monumente der Welt, ist inakzeptabel", betonte Alemanno nach Angaben der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" am Mittwoch.

Nach Angaben des Vize-Kulturministers, Francesco Giro, soll das gesamte Gelände um das Kolosseum einer Sanierung unterzogen werden. Smog und schwere Niederschläge belasten Roms Wahrzeichen. Besonders für die oberen Stockwerke bestehe Gefahr: Zwar hält sich das Amphitheater derzeit noch ganz gut, aber die oberen Teile müssten dringend restauriert werden, warnten Experten. In einigen Teilen des Kolosseums benötigten Besucher heute bereits Schirme, um sich vor dem Sickerwasser zu schützen.

Jahrhundertelang musste das 2.000 Jahre alte Monument Erschütterungen ertragen, einst jene der tosenden 50.000 Besucher der Gladiatorenkämpfe und Wagenrennen, Plünderungen und Erdbeben - und heute die des Straßenverkehrs und der nahe gelegenen U-Bahn. Die Luftverschmutzung hat die Korrosion dramatisch beschleunigt.

Das Kolosseum, das bekannteste Wahrzeichen Italiens, wurde 80 n. Chr. als größtes Amphitheater der damaligen Welt unter Kaiser Titus eingeweiht. Die Eröffnungsfeier mit Gladiatoren- und Tierkämpfen dauerte 100 Tage.

3,5 Millionen Besucher besichtigen jährlich das Kolosseum. Damit ist das Amphitheater eines der meist besuchten Monumente der Welt. 32,2 Millionen Euro bescherten den Staatskassen die Eintrittskarten für das Kolosseum im vergangenen Jahr, das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: KLEINE ZEITUNG
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Geändert am 23. April 2009 um 13:14
Dienstag, 21. April 2009

Champions-League: Bobbys zum Finale nach Rom

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Beim Finale der Fußball Champions League am 27. Mai in Rom werden erstmals englische Polizisten in der italienischen Hauptstadt für Sicherheit sorgen.

Da im Endspiel auf jeden Fall ein englischer Klub vertreten sein wird und mindestens 40.000 Fans von der Insel erwartet werden, hat das italienische Innenministerium ein Abkommen mit den britischen Behörden für die Entsendung englischer Polizisten abgeschlossen.

Strenge Sicherheitsmaßnahmen sollen für einen gewaltlosen Verlauf des Endspiels in der "Königsklasse" sorgen, kündigte Polizeichef Antonio Manganelli an.

Quelle: sport1.de
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Montag, 20. April 2009

Buchrezension: Rom im Zeitlupentempo

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Dieses schmale Buch von Marco Lodoli mit sechsundvierzig kurzen Texten über Rom ist schlicht und einfach brillant. Der Autor - selbstverständlich Römer - führt seine Leser in ein, so der Klappentext: "Rom, wie es nicht in den Reiseführern vorkommt".

Aber das ist vollkommen egal. Man würde diesem Cicerone auch in eine von Touristenmengen vollgestopfte Sixtinische Kapelle folgen wollen, einfach nur, um seiner Sprache zu lauschen. Die knappen Essays, fast allesamt für die Tageszeitung "La Repubblica" geschrieben, funkeln vor Virtuosität und Sprachwitz, ohne je oberflächlich zu sein. Sie zu lesen ist, als ob man Rom an einem strahlenden Sommertag durch ein Prisma betrachtete. Gedanken, Impressionen, Beobachtungen, ein in Blautönen zersplitternder Himmel über vergoldeten Putten und marmornen Ruinen. Es geht zu versteckten Orten. Zu Brunnen, Brücken, Friedhöfen, Kapellen, Kinos, Straßenecken und Restaurants. Es werden Gemälde in fast vergessenen Galerien betrachtet und Mietshäuser aus faschistischer Zeit besichtigt. Das alles ist wunderbar. I

In manchen Momenten dieses Buchs versteht es der Autor, in den Köpfen der Leser ganze Bilderwelten zu evozieren. Dabei wird die Lektüre nicht nur zu einem literarischen Genuss; eingefügt in die kleinen Sprachkunstwerke sind sinnvolle Tipps für den Rom-Spaziergänger. Allerdings: Das berühmte "Abseits der ausgetretenen Touristenpfade" (und Marco Lodoli führt auf geheimnisvollen Seitenwegen durch die Ewige Stadt) birgt nicht automatisch und auch nicht für jeden Rom-Besucher das große Reiseglück. Dieses Buch ist nichts für den schnellen Wochenendtrip. Es richtet sich eher an den Reisenden als an den Touristen. Wer sich mit Respekt und Neugierde - und diesem Buch - auf den Weg macht, kann auch in dieser stets überlaufenen Stadt die schönsten Entdeckungen machen.

"Spaziergänge in Rom" von Marco Lodoli. Insel Verlag, Frankfurt 2008. 102 Seiten. Broschiert, sechs Euro.

Quelle: FAZ
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Samstag, 18. April 2009

Vatikan beklagt Kampagne gegen Papst

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Der Vatikan hat eine "beispiellose Medienkampagne" in Europa kritisiert, die fast ausschließlich auf den Wert von Kondomen im Kampf gegen Aids abziele. Diese "Kampagne" sei nach den Äußerungen von Papst Benedikt XVI. zu Kondomen und Aids in einigen europäischen Ländern entfesselt worden, hielt das vatikanische Staatsministerium am Freitag in Rom fest.

Tröstlich sei es, dass "die Afrikaner, die wahren Freunde Afrikas und einige Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinde" die moralischen Erwägungen des Papstes verstanden und geschätzt hätten.

Der Papst hatte auf seiner Afrika-Reise im März gesagt, Aids lasse sich nicht mit Kondomen besiegen, diese könnten das Problem vielmehr noch vergrößern. Diese Einschätzung hatte eine Welle der Kritik ausgelöst.

Der Vatikan äußerte sich nach einem Treffen mit dem belgischen Botschafter beim Heiligen Stuhl. Dieser hatte eine Protestresolution der Parlamentarier seines Landes gegen die "inakzeptable" Meinung des Papstes überbracht. Die Kritik des belgischen Parlaments hatte der Vatikan bereits Anfang April verärgert zurückgewiesen. Er nahm sie jetzt offiziell mit Bedauern zur Kenntnis und nannte die Resolution des Parlaments einen "ungewöhnlichen Schritt in den diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Belgien".

Bedauerlich sei, dass ein Parlament meine, den Papst "auf der Grundlage einer isolierten und aus dem Zusammenhang gerissenen Interviewteils" kritisieren zu müssen, hält der Vatikan fest. Manche Gruppen hätten das Zitat praktisch benutzen wollen, um den Papst damit von gewissen Äußerungen von moralischer Tragweite abzuhalten.

Quelle: FR-online.de
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Freitag, 17. April 2009

Ausstellung über Stardesigner Alessandro Mendini

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Alessandro Mendini.

Dem italienischen Meister in der Fachrichtung Design und Architektur, Alessandro Mendini (78), hat jetzt das Ara Pacis Museum in der Tiber-Metropole Rom eine Ausstellung gewidmet.

In der Schau sind auch viele seiner Designzeitungen und Skizzen ausgestellt. Auch Schmuck, Einrichtungsgegenstände und Accessoires, die er gestaltete, sind neben seinen Architekturprojekten zu sehen.

Erst durch das berühmte bunte Korkenzieher-Paar, Anna G. und Alessandro M., der Design-Marke Alessi, bekam er internationale Anerkennung. Die Ausstellung "Dall'infinitesimo all'infinito" hat noch bis einschließlich 6. September geöffnet.

Quelle: ShortNews.de
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Geändert am 17. April 2009 um 14:11
Donnerstag, 16. April 2009

Bernini-Kirchenkuppel in Rom beschädigt
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Eine Kuppel des Barock-Architekten Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) in der Kirche Sant Andrea al Quirinale in Rom ist durch jene Erdbebenserie beschädigt worden, die in den vergangenen Tagen in der Ewigen Stadt registriert wurde.
Brocken des barocken Stucks fielen auf den Boden, einige Statuen wurden beschädigt, meldete Pfarrer Giovanni La Manna nach Angaben italienischer Medien vom Mittwoch.

Ein Expertenteam des Kulturministeriums überprüft derzeit die Schäden. Ressortchef Sandro Bondi beschloss, dass nach den wiederholten Erdstößen, die in Rom seit dem Erdbeben mit Epizentrum in der mittelitalienischen Abruzzen gemeldet wurden, alle Kirchen der Hauptstadt inspiziert werden müssen.

Die Thermen von Caracalla in Rom wurden am 6. April beschädigt. Der Zugang zu dem archäologischen Gelände wurde gesperrt. Andere Monumente in der Ewigen Stadt wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen, so die Ämter.

In der Region Abruzzen sind die Schäden im Kunstbereich enorm. Teile der Kathedrale der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila stürzten ein. Die wichtigsten Kirchen der Stadt meldeten schwere Beschädigungen. Nach Angaben von Bischof Giuseppe Molinari sind die schönsten Gotteshäuser der 68.000-Einwohner-Stadt eingestürzt, mehrere stammten aus dem 13. Jahrhundert.

Quelle: Vorarlberg Online
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Mittwoch, 15. April 2009

Restaurant-Kritiker veröffentlicht Gottesdienstrezensionen

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Ein italienischer Journalist hat jetzt eine Art "Guide Michelin" über Gottesdienste in Rom herausgebracht. Camillo Langone ist im Hauptberuf Restaurantkritiker der Tageszeitung "Il Foglio". Der Journalist aus Parma durchstreifte die Kirchen Roms und notierte, was er bei Messfeiern sah, hörte und roch. Die Beiträge, ursprünglich in loser Folge in seiner Zeitung erschienen, fasste er jetzt zu einem bei "Mondadori" erschienenen Buch zusammen: "Guida alle messe" (Der Messen-Führer).

Das Buch funktioniert im Prinzip wie der "Guide Michelin" - nur dass Langone keine Sterne verteilt, sondern "Kerzen" (für die Ausstattung der Kirchen) und "Messbücher" (in der Bewertung der Gottesdienste), jeweils auf einer Skala von eins bis fünf. Seine Urteile können hart sein wie die der gefürchteten französischen Gourmets: In Sant'Eugenio bemängelte er etwa "schreckliche Plastikstühle", die "noch mehr anti-liturgisch als unästhetisch" seien, dazu hässliche Kunstblumengestecke auf den Seitenaltären. Nur dank der üppigen Krippe in der Weihnachtszeit bringt es die Opus-Dei-Kirche doch noch auf vier von maximal fünf "Kerzen".

Langone ist bekannt für seine scharfe, manchmal ätzende Feder. Hämisch oder verletzend wird er deswegen nicht. Er beschreibt sich selbst als praktizierenden Katholiken. Ein früheres Buch von ihm heißt "Die wahre Religion, für Mädchen erklärt". Darin schreibt er in zwölf Briefen an fiktive Freundinnen, warum es wichtig sei, ein Kreuz an der Halskette zu tragen, ein Kind zu taufen, eine Krippe aufzustellen. Es ist eine Art Katechismus, etwas unorthodox, schräg, aber fromm.

So spürt Langone beim Gang durch Roms Gotteshäuser dem nach, was seinem Glauben dient. Die gepolsterten Kniebänke in Santa Susanna sind für ihn ideal zum betenden Verweilen. Weihrauch gibt es in Fülle. Die hellen Stimmen der jungen Zisterzienserinnen aus dem Nachbarkloster beim Gregorianischen Choral fand er betörend. Dann aber der Griff ins Weihwasserbecken - es ist leer. Punktabzug. "Ist es möglich, dass keine der 25 Nonnen zehn Minuten Zeit hat, um es aufzufüllen?", fragt Langone. Dafür warf er den frommen Schwestern einen Zettel in den Opferstock, auf dem er einen Hinweis auf Artikel 1421 des römischen Benediktionale notiert: Über den Gebrauch des Weihwassers.

Die Form der Gottesdienst-Rezension hat allerdings schon Vorläufer, etwa in der Rubrik des "Mystery Worshipper" des englischen Internet-Magazins "Ship of fools". In Deutschland scheiterte vor Jahren eine evangelische Kirchenzeitung mit der Idee, ihre Redakteure unangekündigt und inkognito in Gottesdienste zu schicken und Schlaglichter aus dem Gemeindeleben zu publizieren. Die Pfarrer fanden das nicht so gut. Der Traditionsstrom reicht aber viel weiter zurück: Im späten 18. Jahrhundert, in der Zeit der Aufklärung, war es in den großen katholischen Metropolen - von Wien bis Ciudad de Mexico - üblich, in den Zeitungen Gottesdienstrezensionen zu veröffentlichen.

Auch bei Langone müssen pastorale Mitarbeiter kritikfest sein. Lobend erwähnt er den Minoriten-Bruder, der vor Beginn der Messe auf die Kanzel tritt und bittet, die Mobiltelefone auszuschalten. Aber "wenn er schon am Wort war, hätte er auch die eifrige Pfadfinder-Band bitten können, ihre E-Gitarren abzustellen". Dazu bemängelt Langone das flutende Neonlicht in der gewaltigen Peter-Paul-Kuppelkirche des Weltausstellungsviertels EUR und die elektrischen Opferlichter. Gesamtnote: zwei von fünf "Kerzen".

Für Langone zählt der unmittelbare Eindruck, das Gefühl der Stimmigkeit. Ob die Orgelmusik echt ist und die Kerzen aus Wachs, ist ihm wichtiger als die Zugehörigkeit zu geistlichen Gemeinschaften oder liturgisch-theologischen Strömungen. Die Kirche "Gesu e Maria" am Corso, mitten im quirligen Geschäftsviertel, beschreibt er als "Oase des gregorianischen Gesangs und der unsterblichen lateinischen Liturgie". Tatsächlich wird dort unter kalten Halogenstrahlern nach dem Ritus von 1962 (vulgo "Tridentinischer Ritus") zelebriert, aber das Volk kniet geschlossen und andächtig während des ganzen Hochgebets. Und die zahlreichen Kirchgängerinnen mit ihren Schleiern, so Langone, würden einen "hinreißenden Blickfang" bieten.

Quelle: kathnet
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Dienstag, 14. April 2009

Gedächtnisgenie malt Rom in nur drei Tagen

Stephen Witshire zeichnet Rom aus dem Gedächtnis
Stephen Wiltshire hat ein unglaubliches Gedächtnis. Er ist ein sogenannter "Inselbegabter". Mit seiner unglaublichen Fähigkeit, sich tausende winzige Details in kürzester Zeit einzuprägen, verblüfft er seine Umwelt. Jetzt will er in nur drei Tagen die Stadt Rom malen.

Der 34-jährige Autist begann im Alter von 5 Jahren zu malen und schon nach kurzer Zeit widmete er sich dem Zeichnen ganzer Städte. Er sorgte bereits für Aufsehen, als er nach einem Hubschrauberrundflug über London die ganze Stadt aus dem Gedächtnis aufzeichnete. Dabei hätte keine Fotografie genauer sein können, denn sogar die Anzahl der einzelnen Fenster aller großen Gebäude hatte der Brite genau in Erinnerung.

Nun hat ihn ein Fernsehteam nach Rom begleitet, um ihm bei seiner Arbeit zuzusehen. Nach nur einem kurzen Rundflug soll die „Lebende Kamera", wie der Brite auch genannt wird, die ewige Stadt in drei Tagen aus dem Gedächtnis zeichnen.

Quelle: SPICKMICH
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Freitag, 10. April 2009

Papst Benedikt betet den Kreuzweg
Das Kolosseum in Rom bei Nacht, Papst Benedikt XVI. hält das Papstkreuz

Wie seine Vorgänger Papst Paul VI. und Johannes Paul II. betet auch Papst Benedikt XVI. den Kreuzweg am Karfreitag im römischen Kolosseum. In Erinnerung an den Leidensweg Christi, von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Abnahme vom Kreuz, sind in der antiken Kampfarena 14 Stationen aufgebaut. 

Es ist eine beeindruckende Kulisse, in der der Kreuzweg das Karfreitagsgeschehen vergegenwärtigt. Christen aus den Krisengebieten der Welt begleiten Papst Benedikt auf seinem Weg und tragen das Kreuz von Station zu Station.

Einfühlsame Meditationstexte für den Kreuzweg

2005 hatte Kardinal Joseph Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation und Dekan des Kardinalkollegiums selbst einfühlsame Meditationstexte zu diesem Kreuzweg verfasst, die weltweit Beachtung fanden. In diesem Jahr hat Papst Benedikt den indischen Erzbischof von Guwahati, Thomas Menamparampil, mit dem Verfassen der Meditationen betraut. Er engagiert sich seit langem für den Frieden unter den verschiedenen ethnischen Gruppen im Nordosten Indiens. Die Kreuzwegbetrachtungen werden in besonderer Weise auf das Leiden der verfolgten Christen in Indien und auf das Schicksal der unterdrückten Völker im Sudan und Kongo Bezug nehmen.

Quelle: BR-online
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Geändert am 10. April 2009 um 17:19
Mittwoch, 8. April 2009

Zahl der Erdbebenopfer auf 235 gestiegen

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Fast zwei Tage nach der Erdbeben-Katastrophe in Italien ist die Zahl der Toten auf 235 gestiegen. Das berichteten italienische Medien. Rund 1000 Menschen seien verletzt.

42 Stunden nach dem Beben hatten Helfer eine 20 Jahre alte Frau aus den Trümmern befreien können. Sie hatte in einem Hohlraum eines zusammengebrochenen Hauses überlebt. Am Abend erschütterte ein kräftiges Nachbeben der Stärke 5,3 das Gebiet. Immer wieder lösten sie Panik in der Bevölkerung aus und richteten neue Schäden an.

Quelle: Focus Online
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Dienstag, 7. April 2009

Antike Bauwerke und Kirchen beschädigt

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Caracalla-Thermen in Rom. 

Durch das schwere Erdbeben sind auch touristische Sehenswürdigkeiten beschädigt worden, zum Beispiel die berühmte Basilika Santa Maria di Collemaggio am Stadtrand von L'Aquila und die Überreste der antiken Caracalla-Thermen in Rom. 

Bei einer ersten Bestandsaufnahme hätten Experten Schäden an dem Ensemble aus dem 3. Jahrhundert nach Christus festgestellt, sagte ein Sprecher der römischen Archäologiebehörde. Das genaue Ausmaß müsse noch geklärt werden.

Die Ruinen der Caracalla-Thermen erstrecken sich über eine Fläche von elf Hektar am Fuße des Aventinhügels im Stadtzentrum von Rom. Die Bauwerke aus rotem Backstein zählen zu den am besten erhaltenen Überresten des römischen Imperiums. Dazu gehörten neben Bädern auch Sportanlagen, Bibliotheken und Gärten.

Quelle: Berliner Morgenpost
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Geändert am 7. April 2009 um 15:13
Montag, 6. April 2009

Über 150 Tote bei Erdbeben nordöstlich von Rom

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Mindestens 179 Menschen sind bei einem Erdbeben rund 80 Kilometer nordöstlich von Rom ums Leben gekommen. Die Erdstöße waren bis in die italienische Hauptstadt zu spüren.

Nach Angaben aus Krankenhäusern der stark betroffenen Abruzzen-Region rund um L'Aquila ist die Zahl der Toten mittlerweile auf 27 gestiegen, wie italienische Medien berichteten. In der Hauptstadt der Region wird die Lage von Stunde zu Stunde dramatischer. Unter anderem ist ein vierstöckiges Haus eingestürzt. Unter den Trümmern könnten sich 15 bis 20 Menschen befinden.

Mehrere Häuser wurden zerstört. Nach Angaben des Katastrophenschutzes stürzten am frühen Montagmorgen Teile eines Studentenwohnheims, ein Kirchturm und mehrere Häuser ein. Laut Polizei gab es zahlreiche Verletzte.

Im historischen Zentrum von L'Aquila suchen Helfer in den Trümmern eines Hauses und in einem zusammengestürzten Studentenheim nach Verschütteten. Tausende Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen und liefen aufgeschreckt auf die Straße. In einigen Vierteln fielen Strom und Telefon aus.

Epizentrum 80 Kilometer nördlich von Rom

Das Epizentrum des Bebens lag im Gebiet nördlich von L'Aquila, rund 80 Kilometer nördlich von Rom. Auch aus anderen Städten und Dörfern in den Abruzzen gab es Berichte über Schäden. Das Erdbeben um 3:35 Uhr war das letzte und stärkste einer ganzen Reihe von Erdstößen, die am Sonntag und Montag um L'Aquila gemessen wurden. Das US-Institut Geological Survey hatte die Stärke des Bebens zunächst mit 6,7 angegeben, sie dann aber auf 6,3 korrigiert.

In vielen Teilen Mittelitaliens waren die Erdstöße zu spüren. Auch in der Hauptstadt Rom, die nur selten von Erdstößen heimgesucht wird, wurden Bewohner aus dem Schlaf gerissen.

Italiens Zivilschutzleitung informierte Staatspräsident Giorgio Napolitano und Regierungschef Silvio Berlusconi über das Unglück und warnte die Bevölkerung der Region. Berlusconi rief den Notstand aus.

Quelle: ZEIT ONLINE
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Geändert am 7. April 2009 um 13:04
Montag, 6. April 2009

24 afghanische Kinder in Kanalisation entdeckt

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Die italienische Polizei hat in der Kanalisation von Rom 24 Kinder aus Afghanistan entdeckt. Die zehn bis 15 Jahre alten Kinder und Jugendlichen lebten ohne Eltern im Kanalsystem unter einem Bahnhof, berichteten mehrere italienische Medien.

Einige von ihnen seien in einem schlechten körperlichen Zustand. "La Repubblica" zufolge schliefen die Kinder unter Pappen und schmutzigen Tüchern in ihrem Versteck in der Nähe der berühmten Kolosseums.
Vermutlich seien sie über die Türkei und Griechenland nach Italien gekommen. Die Bahnpolizei habe die Kinder zusammen mit 98 weiteren Menschen entdeckt, unter denen auch Afghanen seien. Jetzt kümmere sich das Sozialamt um sie.

Der italienische Zweig der Hilfsorganisation Save the Children teilte mit, die Zahl minderjähriger Afghanen, die in die italienische Hauptstadt kämen, steige stetig. 2004 seien in Rom 34 Kinder und Jugendliche aus Afghanistan entdeckt worden, 2007 bereits 264.

Quelle: Yahoo
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Samstag, 4. April 2009

Gratis-Kondome für Passanten in Rom verteilt

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Im Kampf gegen AIDS hat ein Politiker Kondome verschenkt: und das ausgerechnet in Rom. Giuseppe Cirillo, Präsident der Partei für Gratis-Kondome, wollte damit ein Zeichen gegen die Aussagen von Papst Benedikt XVI setzen.

Der Papst hatte bei seiner Afrika-Reise im März die Verwendung von Kondomen verurteilt und gemeint, diese würden das AIDS-Problem noch verschlimmern. Die meisten Passanten begrüßten die Aktion des Politikers. „Kondome sind der einzige Schutz gegen AIDS“, meinte ein Tourist.

uelle: Südtirol Online
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Geändert am 4. April 2009 um 14:37
Freitag, 3. April 2009

Leonardo mit einem neuen Gesicht

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Nach 500 Jahren präsentiert sich Leonardo da Vinci der Welt mit einem bisher unbekannten Gesicht. Kunsthistoriker enthüllten am Donnerstag in Rom ein Porträt des Universalgenies, das im Dezember in der Sammlung einer in Süditalien lebenden Familie entdeckt wurde.

Der Historiker Nicola Barbatelli, der das Gemälde fand, erklärte, dass das Bild aufgrund von Kohlenstoffanalysen der Holzeinfassung eindeutig in das 15. oder frühe 16. Jahrhundert zu datieren sei. Leonardo lebte von 1452 bis 1519. Experten gaben aber zu bedenken, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien. Alessandro Vezzosi, Direktor des Leonardo-Museums in Vinci, sagte, der Stil der Darstellung passe zu einem viel jüngeren Porträt in den Uffizien. Das jetzt entdeckte, teilweise beschädigte Bild mit den Maßen 60 mal 45 Zentimeter zeigt Leonardo in einem dunklen Gewand und mit einem schwarzen Federhut.

Das Gemälde ist Teil einer Ausstellung in der süditalienischen Stadt Vaglio vom 8. April bis 31. August.

Quelle: PR-inside
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Donnerstag, 2. April 2009

"Il Baciccio" - Meister des Kolorits

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Blick auf die italienische Hauptstadt Rom, im Vordergrund der Petersplatz im Vatikan.

Sein überschäumendes Temperament, sein Erfolg und der Verlust von Ruhm und Ehre im Alter machen ihn zu einer wahren Film-Figur: Giovanni Battista Gaulli, genannt "Il Baciccio", war Ende des 17. Jahrhunderts in Rom einer der führenden Freskomaler des Hochbarock. Heute vor 300 Jahren starb der Künstler.

In seinem spöttischen, selbstbewussten Blick liegt die Ahnung des Ruhms, der ihm zuteil werden würde. In den Uffizien in Florenz hängt ein Selbstporträt von Giovanni Battista Gaulli, genannt "Il Baciccio". Er war noch keine 30 Jahre alt, als er es malte, aber bereits unterwegs auf der Treppe des Erfolgs. Wir sehen einen Höfling mit gelocktem, dunklen Haar, ohne Bart. Er trägt eine goldene Weste und eine dunkelrot schimmernde Samtkappe. 15 Jahre später sollte Gaulli zu den führenden Freskomalern des römischen Hochbarock zählen.

Der Überlieferung zufolge ist "Il Baciccio" eine Verniedlichung, wie sie in Genua üblich war, wo der Maler 1639 geboren wurde. Viel ist über seine Jugend nicht bekannt. Im Alter von 14 oder 18 Jahren soll er nach Rom gekommen sein, nachdem seine Eltern und neun Geschwister - womöglich an der Pest - gestorben waren. Der Barockmaler Carlo Giuseppe Ratti erwähnt sein hitziges Temperament, das ihn auch später mehrfach in Konflikt mit dem Gesetz brachte:

"Seine Lehrzeit in Rom betrug nur wenige Tage. Während einer Auseinandersetzung mit seinem neuen Meister nahm der Jüngling ein Hufeisen vom Tisch, versetzte dem Älteren damit einen Schlag ins Gesicht und lief hinaus auf die Straße."

In welcher Werkstatt Gaulli in Rom Anschluss gesucht hat, ist nicht verbürgt. Bekannt ist, dass er zunächst für einen Kunsthändler gearbeitet hat, der ebenfalls aus Genua stammte. Über ihn lernte er das Universalgenie Gianlorenzo Bernini kennen, der als Hofkünstler der Päpste das Kunstgeschehen in Rom unter Kontrolle hatte. Eine Begegnung mit Folgen: Bald erhielt "Il Baciccio" seine ersten öffentlichen Aufträge, porträtierte zahlreiche Kardinäle, und wurde in die renommierte Accademia di San Luca aufgenommen. Sein prominenter Förderer war auch das Zünglein an der Waage, als es um die Entscheidung für einen äußerst lukrativen Auftrag ging, um die Ausmalung der Decke der Jesuitenkirche in Rom, Il Gesù, mit neun monumentalen Fresken.

Das mächtige Tonnengewölbe, in dem der "Triumph des Namen Jesu" dargestellt ist, gilt als Meilenstein der illusionistischen Deckenmalerei. Architektur, Plastik und Malerei gehen ineinander über. Die gesamte Komposition ist durchpulst von lebhaft rhythmisierten Figuren und einer satten, vitalen Farbigkeit. Der amerikanische Gaulli-Experte Robert Engpass beschreibt in seiner Monographie die Komposition:

"Wir sehen die Bewohner des Himmels, die in Anbetung vor dem Heiligen Licht knien, das von dem Monogramm Jesu ausstrahlt. Es zieht die Gesegneten in den Himmel und schleudert die Verdammten hinab in die Hölle. ... Alle Figuren sind in starker Verkürzung dargestellt. Wir sehen sie kopfüber durch den Äther schlingern, heraufschießen oder hinabstürzen. ... Wie in einem Theater schauen wir für einen Moment entrückt dem Schauspiel zu, dem Hineindrängen der himmlischen Heerscharen in den profanen Kirchenraum."

Es gilt als sicher, dass der alte Bernini auf die Konzeption dieses grandiosen Freskos Einfluss genommen hat. Nicht angezweifelt wird jedoch Gaullis Verdienst, in seiner Malerei die Stärken seiner Vorgänger auf einzigartige Weise verschmolzen zu haben: Michelangelos expressive Körperauffassung, Berninis bewegte Draperien, Correggios meisterhafte Illusionsmalerei, das Kolorit von Rubens und van Dyck. Als der Klassizismus in Mode kam, eine Malerei der kühlen Farben, die mehr Gewicht auf Linien und Details legte, passte sich Gaulli notgedrungen dem neuen Trend an. Für den zeitgenössischen Biographen Lione Pascoli lag darin der große Fehler des zuvor so erfolgreichen Malers, der dadurch an Ansehen verlor.

"Wäre er gestorben, nachdem er die Gewölbezwickel von S. Agnese oder von Il Gesù ausgemalt hatte, oder nach einem der anderen Werke seiner besten Jahre, als er in einem kraftvollen, extravaganten Stil arbeitete, der von einer ungeheuren Schönheit war, hätte er den Vergleich mit den größten Meistern nicht scheuen müssen."

Giovanni Battista Gaulli starb wahrscheinlich am 2. April 1709 im Alter von 70 Jahren in Rom. Kaum ein Werk markiert besser das Ende des römischen Hochbarock.

Quelle: Deutschlandfunk
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»15:20    

von: [unbekannt]    in: Rom-Blog


Mittwoch, 1. April 2009

Amerikanische Maschine musste in Rom notlanden

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Eine Maschine der Fluggesellschaft American Airlines, die vom Flughafen Mailand-Malpensa nach New York gestartet war, musste am Mittwoch auf dem römischen Flughafen Fiumicino notlanden, nachdem die Warngeräte einen Defekt in der elektrischen Anlage angezeigt hatten.

Der Pilot, der mit dem Jet gerade das Thyrrenische Meer überflog, entschloss sich nach Beratungen mit dem Tower zu einer Notlandung in Rom. Dabei wurde keiner der 185 Passagiere und der zwölf Crewmitglieder verletzt.

Genaue Kontrollen ergaben, dass es die Boeing keine ernsthaften Probleme hatte. Die Maschine konnte nach drei Stunden den Flug nach New York fortsetzen.

Quelle: Südtirol Online
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von: romehome    in: Rom-Blog





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Goethe in Rom, am 7. November 1786

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