Einträge "Februar 2009":

Freitag, 27. Februar 2009

Grand Prix in Rom 2013 möglich?

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Die Chancen für einen Formel-1-Aufgalopp in den Straßen der italiensichen Hauptstadt Rom steigen offenbar immer weiter. Nach Angaben der spanischen Sportzeitung 'As' hat sich Formel-1-Boss Bernie Ecclestone per Brief an den römischen Bürgermeister Gianni Alemanno gewandt und seine volle Unterstützung zugesagt. Ecclestone mahnte angeblich auch, dass es "bei der Durchführung eines Stadtrennens erhebliche Probleme" geben könne und der Event daher eine "umfassende Planungsphase" benötige.

Desweiteren schrieb Ecclestone, dass er gemeinsam mit dem Superbike-Vermarkter Maurizio Flammini an einem Konzept arbeiten möchte. "Ich habe mit Flammini bereits Kontakt gehabt und ihm signalisiert, dass unter gewissen Voraussetzungen im Jahr 2013 ein solches Rennen in Rom möglich sein könnte", wurde aus dem Brief zitiert. Im März soll den örtlichen Behörden eine entsprechende Machbarkeitsstudie vorgestellt werden.

Quelle: Motorsport Total
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Mittwoch, 25. Februar 2009

Vatikan:Intelligenter Tourismus ist grün

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Ökolgoisch verträglich? Touristen beim Bergwandern.

Intelligenter Tourismus sei „ethisch, ‚grün' und qualitativ anspruchsvoll in allen seinen Bereichen", so der Päpstliche Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs. „Der Klimawandel ist zur einer großen Sorge auf globaler Ebene geworden. Es ist ein Problem, das uns alle betrifft, die wir in dieser gemeinsamen Wohnung leben, welche die Erde für uns ist".

In der Tat seien alle Menschen auf unterschiedliche Weise für den Klimawandel verantwortlich, und alle litten gemeinsam unter seinen Folgen, heißt es nach Angaben der Päpstlichen Nachrichtenagentur Fides in der Botschaft des Rates an die Teilnehmer der Konferenz der Kirche im Rahmen der Internationalen Tourismus-Messe („Borsa Internationale del Turismo", BIT), die vom 19. bis 22. Februar in Mailand stattfinden wird. Das Motto dieser Großveranstaltung lautet: „Tourismus und die Herausforderung des Klimawandels".

Der Fremdenverkehr sei eine Aktivität des Menschen, der „zum Klimawandel beiträgt und unter dessen Folgen leidet. Mit dem Ausstoß von schädlichen Gasen durch Transportmittel (die 5 Prozent des gesamten Schadstoffausstoßes weltweit ausmachen), die unkontrollierte Zementierung natürlicher Räume und die Vergeudung natürlicher Ressourcen hat der Tourismus ein starkes negatives Gewicht", heißt es in der Botschaft, die Kardinal Raffaele Martino, Präsident des Rates, und sein Sekretär, Erzbischof Agostino Marchetto, unterzeichnet haben. Darüber hinaus leide der Tourismus aber auch unter den Folgen des Klimawandels, da er - genauso wie die Landwirtschaft - von meteorologischen und klimatischen Bedingungen abhänge.

Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass „die Fremdenverkehrsindustrie der Volkswirtschaft der Länder auch viele Vorteile bringt, die Entstehung von Arbeitsplätzen, die Entwicklung von Infrastrukturen, die Förderung der Kultur und den Schutz von Naturgebieten begünstigt. Sie ist damit eine wichtige Kraft, wenn es darum geht, die Armut zu bekämpfen und die Lebensbedingungen einzelner und ganzer Länder zu verbessern."

Damit der Fremdenverkehr eine wahre Antriebskraft des Wirtschaftswachstums sein könne, müsse er den Kriterien des Umweltschutzes entsprechen, die im Kompendium der Kirchlichen Soziallehre enthalten sind: „Die Resultate der Fremdenverkehrspolitik und touristischer Projekte werden nur erfolgreich sein, wenn sie von einer soziale und ökologischen Vision zusammen mit der wirtschaftlichen begleitet werden. Sie werden eine fortwährende Quelle des Reichtums sein, wenn sie sich auf der Linie eines nachhaltigen Fremdenverkehrs entfalten... Für viele Länder mit begrenzten Ressourcen ist der Tourismus eine wichtige Einkommensquelle und eine ernsthafte Möglichkeit des Wirtschaftswachstums, wenn ihm Strategien der Nachhaltigkeit, Verantwortlichkeit und Solidarität zugrunde liegen... Diese möglichen Vorteile können angesichts der gegenwärtigen Umweltkrise ins Schwankten geraten, und es sind gerade die ärmsten Länder, die am meisten unter den Folgen leiden, obschon sie nicht die Hauptverantwortlichen der Schadstoffausstöße sind".

In der Botschaft wird auch auf den Einfluss des Klimawandels auf die religiöse Erfahrung hingewiesen: „Der Tourismus, der den Kontakt des Menschen mit der Natur begünstigt, kann auch Gelegenheit sein, den Reichtum der Schöpfung kennen zu lernen, der uns die unendliche Güte und Barmherzigkeit ihres Schöpfers zeigen... Doch heute spiegelt die Natur, wenn sie durch das Eingreifen des Menschen verändert wurde, nicht immer das Antlitz des Schöpfers wider. Allzu oft handelt die zerstörerische Hand des Menschen im Widerspruch zum Finger des Schöpfers, der mit großer Ausdruckskraft in der Sixtinischen Kapelle dargestellt ist. Das menschliche Eingreifen ist Ursprung des Klimawandels, dessen Auswirkungen vor allem durch das Ansteigen des Meeresspiegels, den Rückzug der Küstenlinie, die häufigen heftigen Regenfälle, lange und intensive Dürrezeiten, die schrittweise Ausdehnung der Wüste, den Rückgang der biologischen Vielfalt und das Schmelzen der polaren Eisdecke sichtbar werden... Der Garten ist zu einer Wüste geworden."

Aufgrund dieser Entwicklungen sollten schützende Maßnahmen ergriffen und ein „korrektes Umweltkonzept" umgesetzt werden, das die Schöpfung „als ein Geschenk Gottes für alle betrachtet, als gemeinsames Erbe der Menschheit". Sie sei „ein Geschenk, das wir empfangen haben, das wir aber auch an die künftigen Generationen weitergeben sollen". Deshalb müsse „der Fortschritt im Bereich des Fremdenverkehrs wie auch in den anderen Sektoren, die eigenen Grenzen berücksichtigen. Er steht im Dienst der Schöpfung, nicht umgekehrt."

Für den Tourismus sei es von entscheidender Bedeutung, so betont der Päpstliche Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs, „die geistliche Dimension der Beziehung zur Schöpfung neu zu entdecken und sie nicht nur als Gegenstand der Ausbeutung zu betrachten, sondern sich dafür einzusetzen, das zu verwirklichen, was man heute ‚intelligenten Tourismus' nennt, d.h. ethisch, ‚grün' und qualitativ anspruchsvoll".

Quelle: ZENIT
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Dienstag, 24. Februar 2009

Alitalia: Leere Flugzeuge und Bahnkonkurrenz

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In Rom wächst die Sorge um die Zukunft der vollprivatisierten Alitalia. Sechs Wochen nach dem Neustart der Fluggesellschaft unter der Führung eines italienischen Industriellenbündnisses sind die Aussichten für die neue Alitalia düster. Die Sitzplatz-Auslastung der Flüge betrug im Jänner 43 Prozent. Bei der alten Alitalia hatte im Vergleichszeitraum 2008 die Auslastung noch 64 Prozent betragen. Auch im Februar lag die Auslastung unter den Erwartungen, hieß es in Rom.

Im Dezember erlebte die Alitalia den schlechtesten Monat seiner 60-jährigen Geschichte, was angesichts des Chaos im Unternehmen nicht überraschend ist: Der Passagierrückgang gegenüber dem Vormonat betrug 64 Prozent. Im Gesamtjahr 2008 ging die Zahl der Passagiere um 26 Prozent gegenüber 2007 zurück, der Umsatz sank um 23 Prozent.

Die Zukunftsperspektiven sind auch nach der Vollprivatisierung alles andere als rosig. Alitalia wurde mit der Fluggesellschaft Air One fusioniert. Die Air One-Flieger seien in den letzten Monaten die leersten in ganz Europa gewesen, teilte der Verband der europäischen Fluggesellschaften AEA mit.

Passagiere klagen über die hohen Preise der Alitalia, die nach der Fusion mit Air One zum Monopolist auf der rentablen Strecke Rom-Mailand aufgerückt ist. Passagiere setzen verstärkt auf die Bahn, die nach der Einweihung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mailand und Bologna zum schnellen und gefährlichen Konkurrenten für Alitalia aufgerückt ist.

Optimismus bei Geschäftsführer

Alitalias Rivale Ryanair sieht für die italienische Fluggesellschaft schwarz. "Alitalias Flugzeuge sind halb leer, weil die Preise zu hoch sind. Im Jänner haben die Maschinen von Ryanair in Italien eine Sitzplatz-Auslastung von 71 Prozent gemeldet, im Februar waren es 74 Prozent, was unseren günstigen Preisen zu verdanken ist", sagte Ryanairs Boss, Michael O'Leary.

Alitalias Geschäftsführer, Rocco Sabelli, erwiderte, die Gesellschaft arbeite für eine Auslastung der Flüge von 64 bis 65 Prozent, was die Erreichung der Gewinnschwelle bedeuten würde und bis zu zwei Jahren dauern könnte. Für die Frequent-Flyer-Strecke Rom-Mailand werde man die Tarifstrukturen ändern und eine eigene Flotte nur für diese Strecke abstellen. Ziel sei es, sich gegen die Konkurrenz der Bahn zu wehren. Neue Maschinen sollen bereits im April eingesetzt werden. Im Laufe des Jahres werden 14 weitere, neue Flugzeuge starten.

Quelle: derStandard.at
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Geändert am 24. Februar 2009 um 07:09
Samstag, 21. Februar 2009

Rom-Rennen: "Baut den Circus Maximus wieder auf!"

Lewis Hamilton, Felipe Massa
Starten die Formel-1-Boliden schon bald in Rom? Noch gibt es viele Hürden...

Die mögliche Austragung eines Grand Prix' in den Straßen von Rom schlägt in Italien große Wellen - Politiker befürchten Einbußen beim Monza-Rennen.

Superbike-Promoter Maurizio Flammini stößt mit seiner Idee, einen Formel-1-Grand-Prix in der italienischen Hauptstadt Rom abzuhalten, nicht überall auf offene Ohren. Das Rennen am Rande der Millionenstadt findet vor allem bei Anhängern der Partei Lega Nord keinen Zuspruch, denn die Politiker machen sich sorgen um den klassischen Grand Prix im Königlichen Park von Monza. Während die Stadt Rom noch immer das Für und Wider abwägt, wird die Zahl der Renngegner immer größer.

"Wenn die Stadt mehr Aufmerksamkeit erregen will, dann sollte man sich dort viel mehr Gedanken darüber machen, wie man die Infrastruktur, die Sicherheit und die Beleuchtung verbessern kann", wird Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo vom 'Guardian' zitiert. Der Italiener nahm damit direkt Bezug auf die jüngsten Ereignisse in der "ewigen Stadt", wo vor kurzem ein junges Mädchen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war.

Auch Politiker Fabio Desideri konnte einem Formel-1-Rennen in Rom gegenüber dem 'Corriere della Sera' nicht viel Gutes abgewinnen: "Ein Autorennen in Rom abzuhalten wäre einfach paradox, gilt Rom doch als Hauptstadt von Staus und Schlaglöchern", meinte Desideri. Bei Claudio D'Amico hält sich die Begeisterung ebenfalls in überschaubaren Grenzen: "Ich möchte die Politiker von Rom daran erinnern, dass Autorennen in diesem Land schlichtweg Monza bedeuten."

"Wo Rom doch ohnehin gerade nach neuen Ideen sucht - hier ist eine weitere: Baut den Circus Maximus wieder auf und veranstaltet Wagenrennen", witzelte D'Amico und fügte an: "Das wäre ein großartiger Erfolg und würde den Norden überhaupt nicht belästigen." Und gerade der Widerstand Norditaliens könnte dafür sorgen, dass es keinen Rom-Grand-Prix geben wird - die Lega-Nord-Partei läuft Sturm gegen die mögliche Austragung des Rennens.

Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Monza, Autodromo di Monza
Das Herz des Motorsports in Italien schlägt auf den langen Geraden von Monza.

"Nicht nur die Lega Nord ist dagegen, auch die Investoren von Monza befürchten, ihr Sponsoring zu verlieren, wenn ein zusätzlicher Grand Prix in Rom veranstaltet wird", erläuterte Parlamentarier Claudio Barbaro. Diese Haltung kann Ideengeber Flammini aber nicht nachvollziehen: "Die Lega Nord besteht darauf, dass jede Region sich selbst finanziert. Gerade der Norden sollte daher doch froh über diesen Vorschlag sein", meinte der ehemalige Rennfahrer.

"Eine solche Businessidee bedeutet doch, dass der Norden weniger öffentliche Gelder an den Süden weiterleiten muss", erklärte Flammini, der im Stadtrat von Rom allerdings auch Fürsprecher hat. Alessandro Cochi, zuständig für sportliche Belange der italienischen Hauptstadt, sagte dazu: "Die Einkünfte bei einer jährlichen Austragung des Rennens würden Geldmittel für soziale Einrichtungen, Sport und Kultur der Stadt bedeuten."

Stattfinden soll das Rennen allerdings nicht etwa im Herzen der "ewigen Stadt" und im Schatten der antiken Bauwerke, sondern vielmehr im modernen Business-Zentrum der Metropole - dem EUR-Vorort, was den Reiz eines weiteren Stadtrennens sicherlich vermindern dürfte. Bei einem geschätzten finanziellen Aufwand von über 130 Millionen Euro sollen etwa 350.000 Zuschauer das Rennen in Rom besuchen - sollte es tatsächlich zur Austragung kommen.

Quelle: MotorsportTotal
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Donnerstag, 19. Februar 2009

Deutsche Künstler wollen eine katholische Kirche bei Rom bauen

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Blick auf Olevano Romano.

Deutsche Gegenwartskünstler arbeiten am Bau einer katholischen Kirche im Bergdorf Olevano Romano östlich von Rom. Nach Angaben des Direktors der Deutschen Akademie "Villa Massimo", Joachim Blüher, wird das Vorhaben durch die bevorstehende Gründung einer Stiftung möglich gemacht werden. Die Gemeinde sei begeistert, der Landbesitzer sei zum Verkauf bereit, sagte Blüher am Mittwoch im Gespräch mit der deutschen katholischen katholischen Nachrichtenagentur KNA.

Mit Blick auf die anstehenden Kosten, "eher acht als vier Millionen Euro", verwies Blüher auf starke Verbündete in der italienischen Wirtschaft und Politik. Die Sponsoren würden sehen: "Es ist etwas Herausragendes, eben kein Zweckbau". Deswegen sei er zuversichtlich.

Die vier Künstler - der Architekt Rudolf Finsterwalder, der Maler Matthias Weischer, der Bildhauer Stefan Mauck und der Musiker Carsten Nicolai - waren im Jahr 2007 als Stipendiaten zu Gast in der "Villa Massimo". Alle vier, so Blüher, seien Agnostiker und teilweise in der DDR sozialisiert. Trotzdem sei bei ihnen der Wunsch nach dem Kirchbau-Projekt aufgekommen. "Sie haben gesehen, was die Kirche hier in Rom bedeutet", so der Akademie-Direktor.

Blüher, der selber evangelisch ist, sagte, die Künstler hätten zum Teil bewusst den "Reichtum der Tradition" gesucht. Diesen Reichtum repräsentiere "einzig und allein die katholische Kirche", die evangelische Kirche sei "bilderfeindlich". Über die katholische Tradition und die religiösen Formen kämen die Künstler in einen fruchtbaren Dialog zur Sinnfrage des Lebens.

Am Donnerstag präsentierte sich die "Villa Massimo", eine der wichtigsten deutschen Kultureinrichtungen im Ausland, in Berlin. Dabei stellen sich die zehn Künstler vor, die im vergangenen Jahr mit einem Stipendium der Berliner Bundesregierung zu Gast in der Akademie waren.

Quelle: kathweb



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Mittwoch, 18. Februar 2009

Späte Ehrung von Galileo Galilei

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Kirche Sante Maria degli Angeli in Rom.

„Und sie bewegt sich doch...": Im Frühling 1633 musste der Florentiner Naturforscher seine Thesen vor der Römer Inquisition widerrufen. Indem er seinen ‚Fehlern‘ abschwor und sie verfluchte, entging er dem Scheiterhaufen. Die Kerkerhaft wurde in Hausarrest umgewandelt.

Am 445. Geburtstag des Astronomen und Physikers, der die Erde um die Sonne kreisen sah, hat die römisch-katholische Kirche ihn erstmals mit einem Gottesdienst geehrt. Naturwissenschaftler aus vielen Ländern nahmen am Sonntag, 15. Februar, in der Kirche Sante Maria degli Angeli in Rom daran teil.

Hohe Vertreter des Vatikans für den Dialog mit Kultur und Wissenschaft feierten die Messe mit Mitgliedern der Wissenschaftlervereinigung "World Federation of Scientists". Der Präsident des Päpstlichen Kulturrats verlas ein Grusswort von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone, der Galilei als herausragenden Mann der Wissenschaften und des Glaubens würdigte.

Artikel zum Thema: Papst: Galileo verband Vernunft und Glaube

Quelle: Kipa
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Dienstag, 17. Februar 2009

Faustrecht - Berlusconi plant Bürgerwehr

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Freund des Faustrechts: Silvio Berlusconi.

Italiens Ministerpräsident will die Polizei stärken und plant darüber hinaus den Einsatz von Bürgerwehren. Die Opposition wirft Berlusconi vor, ein «Klima des Hasses zu schüren» und warnt vor Rassismus.

Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi will nach Medienberichten vom Montag in Italien per Dekret Bürgerwehren erlauben. Berlusconi wolle damit auf eine Reihe brutaler Vergewaltigungen in italienischen Großstädten reagieren, hieß es in den Berichten unter Berufung auf Regierungskreise weiter. Die Opposition sprach von Rassismusgefahr und warf der Regierung vor, ein «Klima des Hasses zu schüren, anstatt etwas Konkretes» zu unternehmen, wie die Tageszeitung «La Repubblica» berichtete.

Die Regierung plant demnach bereits in der nächsten Ministerratssitzung, eine Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen per Dekret zu verabschieden. Neben der Erlaubnis von Bürgerwehren sei eine finanzielle und personelle Verstärkung der Polizei vorgesehen.

Gewalt in italienischen Großstädten

In der Nacht zum Montag hatte eine Gruppe von 20 Italienern in Rom vier jugendliche Rumänen vor einem Imbiss angegriffen. Die Italiener seien vermummt gewesen und mit Schlagstöcken und Baseballschlägern auf die Ausländer losgegangen. Zwei Rumänen seien krankenhausreif geschlagen worden, hieß es. Die Polizei sieht einen Zusammenhang zu der brutalen Vergewaltigung einer 15-Jährigen am Vortag in Rom. In diesem Zusammenhang wird jetzt nach zwei Männern mit osteuropäischem Akzent gesucht.

Auch in Bologna und Mailand kam es am Wochenende nach ähnlichen Vorfällen zu ausländerfeindlichen Übergriffen. Anfang Februar hatten drei Jugendliche in Nettuno bei Rom einen Inder anzündet, der bis heute mit schweren Verbrennungen auf der Intensivstation liegt.

Quelle: Netzeitung
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Montag, 16. Februar 2009

Menge versucht Lynchjustiz an Vergewaltiger

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Die Tat hatte ganz Italien geschockt: In der Nacht vom 22. Januar auf den 23. Januar haben mehrere Männer in Guidonia bei Rom eine 21-Jährige vergewaltigt. Nach einer fünftägigen Großrazzia konnten die vier mutmaßlichen Täter nun von den Carabinieri verhaftet werden. Auch für zwei Komplizen klickten die Handschellen.

Das Paar befand sich auf einem Platz außerhalb der Hauptstadt, als es von den Männern überfallen wurde. Der 24-jährige Freund der Frau, der zusammen mit ihr in einem Auto saß, wurde zuvor aus dem Wagen gezerrt, brutal zusammengeschlagen und dann in den Kofferraum gesperrt. Dann vergingen sich die Männer an der Frau.

Fünf Tage lang ermittelten die Carabinieri. Zahlreiche Baracken und Wohnungen, die von Ausländern bewohnt werden, wurden durchkämmt, hunderte von Beamten waren an den Ermittlungen beteiligt.

Sechs Männer verhaftet

In der Nacht von Montag auf Dienstag haben die Carabinieri schließlich vier Rumänen verhaftet, die dringend tatverdächtig sind. Die Männer konnten an der Autobahneinfahrt Tivoli aufgehalten werden. Sie wollten in einem BMW in Richtung Norditalien fliehen. Für die Festnahmen waren Telefonabhörungen entscheidend. Auch die Mobiltelefone der beiden Opfer, die die Männer an sich genommen hatten, wurden abgehört. Die vier Männer werden der sexuellen Gewalt und der erschwerten Erführung beschuldigt.

Ebenfalls verhaftet wurden zwei Landsleute der Männer. Sie sollen den Gesuchten geholfen haben, sich in den Tagen der Großfahndung vor den Carabinieri zu verstecken. Sie müssen sich der Begünstigung verantwortlich machen.

Passanten forderten Lnynchjustiz

Als die Beamten einen der Verhafteten aus dem Polizeirevier von Guidona brachten, hatte sich dort eine wütende Menschenmenge versammelt. „Schweine, Bastarde!" und „Liefert sie dem Vater des Mädchens aus!" riefen die Leute, darunter viele Jugendliche.

Die Menge versuchte den Rumänen anzugreifen, und auch, als er bereits im Auto der Carabinieri saß, wollte sie nicht stillstehen: Mit Füßen und Fäusten schlugen die Menschen gegen das Fahrzeug, einige schlugen mit Regenschirmen darauf ein.

21-Jährige erleichtert und dankbar

„Das ist das Ende eines Albtraums", kommentierte die 21-Jährige am Dienstag die Verhaftung ihrer mutmaßlichen Peiniger. Sie bedanke sich bei den Carabineri. „Jetzt werden diese Männer niemandem mehr weh tun. Sie werden keiner anderen Frau das antun, was sie mir angetan haben".

Ähnliche Fälle bekannt

Erst vergangene Woche wurde eine 41-Jährige vermutlich von zwei Ausländern vergewaltigt, während sie abends von der Bushaltestelle nach Hause gehen wollte.

Der Fall erinnerte die Öffentlichkeit an den tödlichen Überfall auf eine Passantin im Oktober 2007. Die 47-jährige Giovanna Reggiani war von einem rumänischen Staatsbürger unweit eines Bahnhofes an der Peripherie Roms vergewaltigt und ermordet worden.

Innenminister Maroni will vehement vorgehen

Innenminister Roberto Maroni warnte vor der rumänischen Kriminalität in Rom. „In ganz Italien sind neun Prozent der Rumänen für Vergewaltigungsdelikte verantwortlich. In Rom steigt dieser Prozentsatz auf 31 Prozent an. Dies ist den zahlreichen Roma-Siedlungen in der italienischen Hauptstadt zuzuschreiben", sagte der Innenminister, der in den vergangenen Monaten eine umstrittene Zählung der Roma-Barackenlager durchführen ließ.

Der Innenminister betonte, dass die Regierung bis Mai 2009 die illegalen Siedlungen abbauen und stattdessen legale Camps einrichten werde. Kontrollen sollen durchgeführt werden, um zu garantieren, dass Roma-Kinder auch tatsächlich in die Schule gehen.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi und sein rumänischer Amtskollege Colin Popescu Tariceanu hatten kürzlich ihren Willen bekräftigt, gemeinsam gegen die Kriminalität vorzugehen. Rumänien erklärte sich bereit, Polizisten nach Italien zu entsenden, die mit den lokalen Sicherheitsbehörden die Kriminalität bekämpfen sollen.

Weiters werden Italien und Rumänien eine gemeinsame Task Force zum Kampf gegen die Kriminalität einsetzen.

Quelle: Südtirol Online
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Samstag, 14. Februar 2009

Massendemonstrationen gegen Wirtschaftspolitik

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Nachdem die größte Gewerkschaft Italiens (CGIL) zu einem Streik aufgerufen hatte, kam es in der italienischen Hauptstadt zu Protestmärschen gegen die Wirtschaftspolitik des Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Der Verkehr wurde weitgehend lahm gelegt. Berlusconi wird vorgeworfen, nicht genug für die Bekämpfung der Rezession zu tun.

Mehrere zehntausend Italiener haben ihrem Unmut gegen die Wirtschaftspolitik von Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit einem Protestmarsch durch Rom Luft gemacht und dabei den Verkehr weitgehend zum Erliegen gebracht. Aus allen Teilen Italiens waren die Demonstranten am Freitag in die Hauptstadt geströmt. Der Aufmarsch war Teil eines Streiks, zu dem die größte Gewerkschaft CGIL aufgerufen hat, um damit den Druck auf die Mitte-rechts-Regierung zu erhöhen, sich stärker im Kampf gegen die schwerste Rezession seit 30 Jahren zu engagieren.

Die Demonstranten - zumeist Arbeiter, Beschäftigte im öffentlichen Dienst und Arbeitslose - trugen die roten Fahnen der Gewerkschaft und Transparente mit sich, auf denen zu lesen war: "Höhere Löhne, mehr Rechte" und „Keine falschen Versprechungen mehr".

"Wir wollen nicht diejenigen sein, die die Rechnung für die Krise zahlen müssen", sagte Stefano Arzilli, Arbeiter bei Olivetti, der eigens aus der Region Turin nach Rom angereist war. "Die Finanziers, die alles vom Zaun gebrochen haben, sollten dafür zahlen."

Die drei Demonstrationsmärsche richteten ein Chaos im öffentlichen Nahverkehr Roms an. Ohnehin war die Lage wegen des am Samstag stattfindenden G-7-Finanzministertreffens bereits angespannt.

Wirtschaft stark geschrumpft

Die Wirtschaftsleistung Italiens ist im vierten Quartal 2008 um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft, wie am Freitag offiziell mitgeteilt wurde. Es war bereits das dritte Quartal in Folge mit einem Minus.

Berlusconi erklärte dazu vor Journalisten: "Diese Krise hat Dimensionen, die noch definiert werden müssen, und wir müssen das beobachten, und wir beobachten es mit Sorge."

Die Regierung hat einige Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur beschlossen. Dazu gehören Hilfen für die Autoindustrie, und - erst am Donnerstag - ein acht Milliarden Euro umfassendes Sozialpaket für entlassende Arbeiter.

"Versuch, schwere Krankheit mit Aspirin zu heilen"

Gewerkschaften und Oppositionsparteien werfen Berlusconi jedoch vor, die Maßnahmen seien zu schwach, und verweisen auf die Anstrengungen in den USA und anderen europäischen Ländern. „Verglichen mit anderen Ländern wird nicht genug getan", kritisierte der Gewerkschaftsfunktionär Mauro Bianchi aus Cesena in Norditalien. "Sie versuchen, eine schwere Krankheit mit Aspirin zu heilen."

Quelle: Focus
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Freitag, 13. Februar 2009

Rom bereitet Giotto-Großausstellung vor

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"Der Kuss des Judas" von Giotto di Bondone.

Rom würdigt Giotto die Bondone (1267-1337) und die Malerei im 14. Jahrhundert in Italien mit einer großer Ausstellung. 150 Werke, darunter 20 Gemälde Giottos, sind im Vittoriano-Komplex ab dem 6. März und bis zum 28. Juni zu besichtigen.

Die Ausstellung veranschaulicht Giottos innovative Lösungen und den großen Einfluss, den er auf die Künstler seiner Zeit hatte. Bereits von seinen Zeitgenossen wurde Giotto als Erneuerer der italienischen Malerei und Überwinder der mittelalterlichen Tradition gefeiert.

Neben Werken Giottos und seiner Zeitgenossen aus den Uffizien in Florenz, der National Gallery in Washington und aus dem Vatikan sind im Vittoriano-Komplex auch Gemälde, Manuskripte und Skulpturen ausgestellt, die die Arbeit der engsten Mitarbeiter Giottos beleuchten. Die Ausstellung kann werden.

Quelle: derStandard.at
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Geändert am 13. Februar 2009 um 17:40
Donnerstag, 12. Februar 2009

Erstes "Forum Solarpraxis" in Rom übertrifft alle Erwartungen

Die "Conferenza dell'Industria Solare - Italia 2009 (CIS-IT)" sei vor kurzem mit großem Erfolg zu Ende gegangen, berichtet die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Italien wird als einer der spannendsten Solarmärkte (Photovoltaik, Solarthermie) der nächsten Jahre gehandelt. 2008 wurden extrem hohe Wachstumsraten verzeichnet und für 2009 wird trotz Finanzkrise ein weiteres Wachstum vorhergesagt. "Wir haben mit rund 250 Teilnehmern gerechnet, tatsächlich waren aber über 450 hochkarätige Vertreter der Solar-Branche vor Ort, über die Hälfte davon aus Italien. Dies zeigt, dass unser Konferenzangebot den Bedarf an Information und Austausch im italienischen Solarmarkt sehr gut getroffen hat", erklärt Raffaele Piria, Director International Business Development bei der Solarpraxis AG.  "Das Interesse der Sponsoren war so überwältigend, dass wir nicht alle mit einbeziehen konnten. Ein hervorragendes Ergebnis für das erste Jahr", so Piria weiter.


Folgekonferenz im Februar 2010

Die italienische Solarindustrie gewinne an Tiefe und Vielfalt, der Handel mit ausländischen Marktteilnehmern werde immer bedeutender, stellen die Veranstalter des Forums fest. Bislang fehlte in Italien eine Konferenz der Solarindustrie mit dem bewährten Format des "Forum Solarpraxis". Die traditionellen Treffpunkte der Branche seien an Messen gebunden, wo ein fokussierter Informationsaustausch nur begrenzt stattfinden könne. Deswegen habe die "Conferenza dell‘Industria Solare" mit über 70 Sprechern schon beim ersten Mal ein breites Publikum von Entscheidungsträgern aus Industrie, Handel, Finanzen und Forschung angezogen. Im Februar 2010 soll die erfolgreiche "Conferenza dell‘Industria Solare" mit der zweiten Konferenz fortgesetzt werden.

Quelle: Solarserver.de
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Mittwoch, 11. Februar 2009

Rom erleuchtet Kolosseum

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Die italienische Hauptstadt Rom hat am Dienstagabend (11. Februar) das Kolosseum zum Gedenken an die am Vortag gestorbene Wachkoma-Patientin Eluana Englaro voll erleuchtet. "Wir wollen dem Drama Eluanas Rechnung tragen", erklärte Bürgermeister Gianni Alemanno. "Das Leben Eluanas hätte gerettet werden können und müssen." Die 38-Jährige war am Vorabend nach 17 Jahren im Wachkoma in einer Klinik in Udine gestorben.

Vier Tage zuvor war eine schrittweise Sterbehilfe-Prozedur eingeleitet worden. Bis zuletzt hatte um ihre Sterbehilfe ein erbitterter politischer Streit getobt. Die italienische Regierung will jetzt ein Gesetz über Patientenverfügungen vorbereiten.

Quelle: Hamburger Abendblatt
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Die italienische Hauptstadt Rom hat am Dienstagabend (11. Februar) das Kolosseum zum Gedenken an die am Vortag gestorbene Wachkoma-Patientin Eluana Englaro voll erleuchtet. "Wir wollen dem Drama Eluanas Rechnung tragen", erklärte Bürgermeister Gianni Alemanno. "Das Leben Eluanas hätte gerettet werden können und müssen." Die 38-Jährige war am Vorabend nach 17 Jahren im Wachkoma in einer Klinik in Udine gestorben.

Vier Tage zuvor war eine schrittweise Sterbehilfe-Prozedur eingeleitet worden. Bis zuletzt hatte um ihre Sterbehilfe ein erbitterter politischer Streit getobt. Die italienische Regierung will jetzt ein Gesetz über Patientenverfügungen vorbereiten.

Quelle: Hamburger Abendblatt
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Dienstag, 10. Februar 2009

Ein schöne Radreise von Siena nach Rom durch das Latium
Radreisekatalog 2009
Radreisekatalog 2009

Zum 13. Mal präsentiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ein vielfältiges Radurlaubsangebot. Vom gemütlichen Radeln mit Kulturgenuss bis zum sportlichen Rennradfahren ist bei den ADFC-Radreisen 2009 für jeden etwas dabei.
Im Frühjahr geht es auf der Etappenreise „Per Rad nach Rom" auf der vierten Etappe weiter in Richtung der Hauptstadt. Die Reise von Siena nach Rom führt durch die wunderbare Landschaft der Toskana und Latium, das „Knie Italiens". Ausreichend Zeit für Stadtbesichtigung und gutes Essen sind auf der Reise fest eingeplant! Gleich im Anschluss geht es mediterran weiter:
Es locken Radwochen in Istrien und zwei Fahrten nach Cesenatico in der Emilia Romagna. Bei diesen Reisen werden verschiedene Gruppen angeboten - von gemütlich bis sportlich. So ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Die Sommertouren führen in verschiedenste Regionen in Deutschland und Europa! Ende Juni wird Berlin auf dem Rad entdeckt. Neben der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt stehen Touren in das Umland wie Potsdam oder die Lausitzer Seenplatte auf dem Programm! Wer sagt, dass Mittelgebirge langweilig sind? Im Schwarzwald nehmen die Sportlichen zwei Etappen auf der Bike-Crossing-Strecke unter die Stollen. Insgesamt warten 16.000 Höhenmeter, viel Fahrvergnügen und leckere Schwarzwälder Köstlichkeiten.
Wer die Alpen vorzieht ohne viel Höhenmeter bewältigen zu müssen, ist bei der Via Claudia Augusta genau richtig! Die kaiserliche Staatsstraße der Römer war der wichtigste und leichteste Alpenübergang und ist heute bei Tourenradlern sehr beliebt! Eine andere Radreise führt auf dem Rhônetal-Radweg entlang der eindrucksvollen Kulisse der Schweizer Alpen im Wallis. Auf der Strecke von Andermatt zum Genfer See geht es der Rhône entlang durch das weite Tal mit seinen Weinbergen und Eis-riesen dahinter. Es müssen dabei nur wenig Höhenmeter bewältigt werden - bis auf den Beginn am Furkapass, wo die Rhône entspringt.


Im Uhrzeigersinn geht es „Rund um Deutschland" mit der zweiten Etappe von Aachen nach Emden. Ziel dieser Reise ist, die Grenzen der Bundesrepublik zu „er-fahren".

Oder lieber ganz in den Norden? Auf der dritten Etappe auf dem Nordseeküsten-Radweg geht es von Göteborg nach Oslo. Für Gepäcktransport und Badespaß ist gesorgt! Fast zur selben Zeit starten die Radpilger auf dem Jakobsweg Richtung Santiago de Compostela mit einer ersten Etappe von Stuttgart nach Besançon.

Die Reisen - exklusiv für ADFC-Mitglieder - sind im Internet unter http://www.fahrradurlaub.de/ ausführlich beschrieben und online buchbar. Den 36-seitigen Katalog kann man direkt anfordern oder bestellen beim ADFC Baden-Württemberg, Augustenstr. 99, 70197 Stuttgart,
Fax 0711 / 628 999 oder unter reise@adfc-bw.de

Angaben zum Autor
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club
Landesverband Baden-Württemberg
Augustenstraße 99
70197 Stuttgart



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Geändert am 10. Februar 2009 um 19:47
Samstag, 7. Februar 2009

Der Reiz des Alltags in der Ewigen Stadt

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So leer wünscht man sich die Spanische Treppe und die Piazza di Spagna eigentlich immer.

Nur jetzt gelangt man in den Petersdom, ohne lange Schlange stehen zu müssen. Und die stets überfüllten Vatikanmuseen sind viel leichter zugänglich als sonst.

Römer überlassen ihre Stadt im Hochsommer gern den Touristen. Sie flüchten vor der Sommerhitze, die vor Museen Schlange stehenden Urlaubern auf den Pelz brennt, und räkeln sich lieber an den Stränden zwischen der Toskana und Sizilien. Außerhalb der Hauptsaison zeigt sich die Ewige Stadt ohne Stress mit dem Charme des Alltagslebens. Im Winter herrschen so milde Temperaturen, dass die Bars am Pantheon den Aperitif im Freien mit Blick auf das rege Treiben und den in eine Kirche verwandelten Tempel servieren.

In Roms berühmtestem Eiscafé "Giolitti" herrscht auch im Februar Hochbetrieb. Abgeordnete aus dem wenige Meter entfernt gelegenen Parlament treffen sich hier zum Espresso und drängen sich vor der breiten Theke mit dem besten Eis der Stadt.

Dank Billigflugangeboten versiegt der Strom an Touristen nie ganz. Im Winter fallen Besucher mit dem typischen staunenden Blick aber in der Mehrheit der Römer kaum mehr auf. Nach dem Ende der Weihnachtszeit mit ihren zahlreichen Märkten und vor dem Start der Städtereisesaison im Frühjahr gehört die Piazza Navona wieder für eine Weile ihren Bewohnern. Der ansonsten mit Ständen von Malern angefüllte Platz präsentiert sich für ein paar Monate in seiner ursprünglichen Form als Salon für Römer, die sehen und gesehen werden wollen. Junge Frauen balancieren auf hohen Hacken den Kinderwagen über das Kopfsteinpflaster. Carabinieri fahren als Einzige mit dem Wagen und wichtigem Gesichtsausdruck über die Piazza, um das Gefühl der Sicherheit zu geben, die in Rom abgesehen von Taschendieben ohnehin nicht gefährdet ist. So erinnert die Piazza Navona wieder an die Zeiten, in denen sie für Wasserspiele geflutet wurde oder Wagenrennen um das aus der Antike erhaltene Oval veranstaltet wurden.

Wer die Gemälde des Barockmalers Caravaggio in der benachbarten Kirche San Luigi dei Francesi bewundern will, muss sich um diese Jahreszeit nicht erst langsam durch den Besucherpulk nach vorne schieben. Am Campo de' Fiori auf der anderen Seite der Hauptverkehrsader Corso Vittorio Emanuele wacht auch in diesen Tagen der von der Inquisition als Ketzer hingerichtete Dominikaner Giordano Bruno mit finsterem Blick unter seiner Kapuze hervor über den Gemüsemarkt. Die Händler bieten an dem Platz rund um die Bronzestatue wieder mehr Gemüse und weniger Schürzen mit Michelangelo-Motiven an. Zur Mittagszeit hinterlassen sie ein eilig von der Müllabfuhr abgesaugtes Meer aus Orangen und Überresten der typisch römischen kleinen Artischocken. Am Nachmittag trifft sich die in dieser Gegend wohnende gut betuchte Linke, die in Italien wegen ihres Hangs zum Understatement auch "radical chick" genannt wird. Abends füllen sich die Lokale rund um den Platz des von antiklerikalen Römern als Märtyrer verehrten Giordano Bruno mit jungen Leuten, die die Nacht zum Tag machen. Um nächtliche Partys auf dem Campo de' Fiori einzudämmen, verbot die Stadtverwaltung vor Kurzem den Außer-Haus-Verkauf von Getränkeflaschen ab 21 Uhr und den Alkoholausschank ab zwei Uhr morgens. Am Ende der Nacht rückt trotzdem weiterhin die Müllabfuhr mit fahrbaren Saugautomaten an und säubert den Platz von Gläsern, Flaschen und Dosen. Dann kommen noch vor dem ersten Morgenlicht die Marktverkäufer.

Nur jetzt gelangt man in den Petersdom, ohne lange Schlange stehen zu müssen. Und die stets überfüllten Vatikanmuseen sind viel leichter zugänglich als sonst.

Im wegen seiner Lage auf der anderen Tiberseite Trastevere genannten Viertel beginnt der Tag für Müllmänner in grünen und orangefarbenen Overalls und andere Frühaufsteher mit einem Cappuccino in der "Calisto-Bar" an der gleichnamigen Piazza. Gegen die morgendliche Kälte genehmigen sich einige der Männer mit Leuchtstreifen um Bauch und Arme einen "caffè corretto". Ohne mit der Wimper zu zucken "korrigiert" der Barmann schon morgens um sieben Uhr den Espresso mit einem Schuss Grappa oder Sambuca zum Aufwärmen. Auch die Rentnerin von nebenan, die sich den Luxus des Kaffees außer Haus eigentlich nicht leisten kann, bekommt hier einen Cappuccino, bevor sie auf der nächsten Piazza in die Basilika Santa Maria in Trastevere zur Frühmesse unter mittelalterlichen Mosaiken geht. Am späteren Morgen genießen Bewohner des bis vor Kurzem als Geheimtipp geltenden Viertels in der Sonne an Tischen vor dem gegenüberliegenden Café einen Espresso und lesen Zeitung. Durch die engen Gassen des einstigen Arbeiterviertels, in dem früher Gerbereien und andere übel riechende Handwerksbetriebe untergebracht waren, ist es nicht mehr weit bis zum Vatikan.

Sonntag mittags versammeln sich große Menschenmengen, um den Papst von seinem Balkon das Angelusgebet sprechen zu hören. Jedoch ohne lange Schlange stehen zu müssen, gelangen Besucher im Winter an den streng auf Kleidungsetikette achtenden Wachen vorbei in den Petersdom. Bei kühleren Temperaturen kommen weniger ahnungslose Touristinnen vor, die schulterfrei oder im Minirock Michelangelos Pietà bewundern wollen. Für sie und Träger kurzer Hosen halten die Souvenirläden Hosen und Umhänge aus Papier bereit, mit denen sie in den heiligen Hallen verbotene Blößen bedecken können. Selbst die chronisch überfüllten Vatikanmuseen sind zu dieser Jahreszeit leichter zugänglich als sonst. Die Schlange am Eingang zieht sich nicht an den hohen Vatikanmauern entlang um mehrere Ecken des kleinsten Staats der Welt hin.

In den Andenkenläden im mittelalterlichen Viertel Borgo Pio zwischen Petersdom und Tiber suchen im Winter vereinzelte Nonnen nach Rosenkränzen in verschiedenen Farben und Materialien. Kurienbischöfe aus aller Welt in langen schwarzen Soutanen mit lila Knöpfen eilen achtlos an den bunten Auslagen vorbei. Liebhaber von Kitsch begeistern sich für Postkarten mit Hologramm-Bildern des jetzigen oder früheren Papstes. Römer suchen während des Winterschlussverkaufs in den eleganten Boutiquen rund um die Via Condotti nach dem richtigen Outfit. Im Sommer stehen Touristen selbst vor den Luxusläden Schlange. Abergläubische Italiener und solche, die es werden wollen, garantieren ihre Rückkehr zu einem nächsten Besuch in der Ewigen Stadt, indem sie rückwärts eine Münze in den Trevi-Brunnen werfen.

Quelle: Hamburger Abendblatt
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Samstag, 7. Februar 2009

Das Pantheon - eine Sonnenuhr?

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Das Pantheon war angeblich nicht nur ein den römischen Hauptgöttern gewidmeter Tempel, sondern hatte auch eine Funktion als riesige Sonnenuhr.

Im Pantheon wurden im alten Rom Götter verehrt. Doch Archäologen sind uneins, ob der Kuppelbau nicht noch eine weitere Funktion hatte.

Das Pantheon, eines der am besten erhaltenen Bauwerke aus der Römerzeit, ist möglicherweise eine riesige Sonnenuhr. Zu diesem Schluss kommt der Archäologe Robert Hannah von der Universität von Otago in Neuseeland. Seiner Theorie zufolge war der etwa im Jahr 128 nach Christus fertiggestellte Kuppelbau nicht nur ein den römischen Hauptgöttern gewidmeter Tempel, sondern auch ein Gemäuer, das astronomische Gegebenheiten abbildet (New Scientist, online).

Im Winter bescheint die niedrig stehende Sonne das Innere der Kuppel. Im Sommer treffen die Strahlen auf Wände und Boden. Von Bedeutung sind nach Hannahs Theorie aber vor allem die beiden Tage der Tagundnachtgleiche, dem sogenannten Äquinoktium. Das sind in Europa der Frühlings- und Herbstanfang, am 21. März und am 23. September.

An diesen Tagen trifft das Sonnenlicht im Pantheon genau die Trennlinie zwischen Kuppel und Seitenwänden. Durch ein Gitter über dem nördlichen Eingang fällt an diesen beiden Tagen ein Teil des Lichtes in den Vorraum an der Nordseite des Pantheon.

Antikenforscher Hannah hält das nicht für Zufall: Die Römer hätten ausgehöhlte Halbkugeln mit einem Loch in der Mitte als Sonnenuhr für größere Zeiträume genutzt, um die Jahreszeiten anzuzeigen. So könnte es auch beim Pantheon gewesen sein.

Hannah hält es für möglich, dass die besondere Betonunung des Äquinoktiums dazu diente, den Kaiser, der im Pantheon betete, in den Rang der Götter zu erheben.

Andere Archäologen sehen das skeptisch. "Es ist nicht ausgeschlossen, aber eine Sonnenuhr war sicher nicht der vordergründige Zweck des Pantheon", sagt Jochen Griesbach vom Institut für Klassische Archäologie an der Universität München. Ihm seien jedenfalls keine Quellen bekannt, die eine solche Theorie bestätigen würden.

Quelle: Sueddeutsche.de

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Freitag, 6. Februar 2009

Erstes 3-D-Modell der "Totenstadt" Roms

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Die größte unterirdische "Totenstadt" Roms wurde von Wiener Forschern vermessen. 

Wiener Forscher haben mit Hilfe eines speziellen Scanners die Gräbergänge der Domitilla-Katakombe erstmals exakt vermessen.

Einfache Pläne und Strichzeichnungen zeigten bisher nur schemenhaft Verlauf und Ausstattung der insgesamt 15 Kilometer langen Gräbergänge der Domitilla-Katakombe. Die größte unterirdische "Totenstadt" Roms haben nun Wiener Forscher erstmals mit Hilfe eines speziellen Scanners exakt vermessen und so ein 3-D-Modell erstellt. Ein Objekt in der Größe der spätantiken Nekropole sei bisher nicht komplett erfassbar gewesen, erläuterte der Archäologe Norbert Zimmermann von der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Sein zehnköpfiges Team hat die Vermessungsarbeiten mit Ende Jänner abgeschlossen.

Dokumentation

In den vergangenen drei Jahren haben die Forscher des Instituts für Kulturgeschichte der ÖAW und des Instituts für Baugeschichte und Bauforschung der Technischen Universität (TU) Wien in Zusammenarbeit mit in Rom ansässigen Partnerinstituten die viergeschoßige Grabanlage Meter für Meter dokumentiert. Den neun Exkursionen in die Unterwelt zur Datenaufzeichnung folgte jeweils die Datenbearbeitung an den heimischen Rechnern.

"Seit rund 400 Jahren kennt man die Katakombe. Aber in dieser Zeit entstand kein einziger exakter Plan", so Zimmermann. Dabei stammt die erste "Karte" des Gänge-Labyrinths aus dem Jahr 1632. Sie diente nur der Orientierung. Selbst die letzte bekannte Darstellung ist eine einfache Schwarz-weiß-Strichzeichnung aus dem Jahr 1975. Das dürfte laut Zimmermann an der Größe des Monuments liegen. Ein von der niederösterreichischen Firma Riegl entwickelter 3-D-Scanner eröffnete den Wissenschaftern nun neue Möglichkeiten für die Datenerfassung.

3-D-Scanner

Der Scanner nimmt seine Umgebung in 360-Grad-Panorama-Scans und mit einem Öffnungswinkel von 90 Grad auf. Er bildet den Raum als eine Punktewolke (jeder Punkt hat eine XYZ-Koordinate) ab. Im Blickfeld des Scanners temporär angebrachte Reflektorenpunkte dienen zur Verkettung der einzelnen Aufnahmen: Für ein Folgebild wird die Position des Scanners so verändert, "dass man mindestens fünf der Reflektorenpunkte wiedersieht. So können die einzelnen Punktewolken direkt aneinandergehängt werden". Zugleich werden über eine über dem Scanner montierte Kamera Fotos aufgenommen, "so dass man die Scannerinformationen sofort mit Farbinformationen verbinden kann", so Zimmermann, der sein 2005 mit dem Startpreis ausgezeichnetes Projekt über Mittel vom Wissenschaftsfonds FWF finanziert.

Die vollständige Dokumentation der Katakombe basiert auf etwa 2.000 einzelnen Scan-Positionen und umfasst eine gigantische Punktewolke mit etwa drei Milliarden Punkten. Um allerdings dort, wo Katakomben-Malerei vorkommt, genügend scharfe Bilder zu haben, werden noch einmal getrennt hochaufgelöste digitale Bilder der Gemälde angefertigt. Über ein ebenfalls speziell entwickeltes Verfahren können diese erstmals voll automatisiert mit dem Raummodell verschnitten werden. "So kann man die Malereien in der Genauigkeit betrachten, in der man sie gerne sehen will."

Betretbares 3-D-Modell der Katakombe

Auf dem Bildschirm zeigt sich dem Betrachter nun das 3-D-Modell der Katakombe: Er kann Gänge abschreiten, Grabkammern betreten und die ansonsten in der Katakombe von Dunkelheit umgebene Malerei studieren. Zudem kann man sich aus der Totenstadt herauszoomen und aus der Vogelperspektive die Architektur betrachten. Bisher ist die von Zimmermann verwendete Hightech-Datenerfassung "in der archäologischen Welt in einem so großen Maßstab selten bis gar nicht verwendet worden". So ist es auch nicht verwunderlich, dass das Team auf Fachkonferenzen nicht seltener über die Vorteile des Systems und den Erfolg ihres Pilotprojekts spricht als über ihre kunstgeschichtlichen Entdeckungen in der Nekropole.

Kunstgeschichtliche Entdeckungen

Der größte Teil der christlichen Bestattungen in der Domitilla-Katakombe sind schlichte Armengräber. Mit über 80 ausgemalten Grabräumen für betuchte Verblichene bietet die zwischen dem 3. und 5. Jahrhundert genutzte Nekropole laut Norbert Zimmermann aber zudem "einen der größten Bilderschätze, die aus der Katakomben-Malerei bekannt sind". Bei ihrer Dokumentationsarbeit stießen die Forscher auch auf bisher unbekannte Gemälde, "ein Drittel der Malerei ist bisher nicht wissenschaftlich erschlossen gewesen".

Dabei handelt es sich bei der Malerei vor allem um "private Grabkunst": Der wohlhabendere Grabherr leistete sich einen Maler, der die Vorstellungen seines Auftraggebers über das Jenseits an die Wand brachte. In der frühen Zeit der Katakombennutzung war laut Zimmermann vor allem der Hirte ein beliebtes Motiv. Damals habe es eine ausführliche "Hirtenliteratur" gegeben, "Gedichte, die das Landleben verherrlichten". So fand der Schafhirte seinen Weg in die Mittelachse der Bilder, er wurde "als der gute Hirte mit Christus geglichen (sic!) - entsprechend dem Johanneischen Gleichnis". Später, gegen Ende des 4. Jahrhunderts, tauchten eher Kopien oberirdischer Kirchenmalerei auf: als häufiges Beispiel etwa die Apostelversammlung, Jesus Christus mittig zwischen seinen zwölf Jüngern. "Das ist ein typisches Bild einer Apsis". Zwölf solcher Bilder fanden die Forscher in Domitilla. "Es gibt keine weitere Katakombe mit einem so dichten Befund."

"Missing Link"

Die unterirdischen Bilderfunde sind für Zimmermann auch dahingehend so wichtig, da sie ein "Missing Link" darstellen: Sie bieten Einblicke in die christliche Vorstellungswelt des 3. und 4. Jahrhunderts, die oberirdisch kaum dokumentiert ist. Denn erst ab dem 4. Jahrhundert begann man mit dem Kirchenbau. Doch erst ab dem 5. Jahrhundert sei ihre Ausstattung auch oberirdisch erhalten geblieben. So hatte man zwar für "diese Zeit des Übergangs" auch unterirdisch keine Kultbauten, aber wenigstens "direkte Reflexe" - mit einer Einschränkung: "Die Kopien sind vielleicht nicht die schönste Malerei, weil sie einfach sehr flott und vielleicht auch nicht von den besten Künstlern gemalt wurde", so Zimmermann.

Märtyrerkult

Zu den Höhepunkten zählt der Projektleiter einen Fund, der vermutlich die Titelheiligen der Katakombe, die Märtyrer Nereus und Achilleus, darstellt. Wahrscheinlich für sie ließ Damasus, Roms Papst in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts und Förderer der Märtyrerverehrung, eine Kultanlage mit den zwei Gräbern in der Katakombe errichten. Die Pilger konnten die Gräber in einer Art Ringkrypta umrunden. "Der damalige Papst hat den Märtyrerkult in Rom sehr gefördert, er hat Ende des 4. Jahrhunderts für alle bekannten Märtyrer solche Anlagen in den Katakomben Roms bauen lassen. Über 60 Stück sind aus Schriftquellen bekannt, wir haben jetzt eine archäologisch neu erschließen können", so Zimmermann. Heute steht direkt auf dem Märtyrergrab eine Basilika aus dem 6. Jahrhundert, sie ragt nur zur Hälfte aus dem Boden heraus.

Weitere Forschungsfragen

Wie viele Gräber nun das größte unterirdische Labyrinth Roms bietet, ist bis dato noch nicht ausgezählt. Neben der "Inventur" geht es den Wissenschaftern auch darum, in den kommenden drei Jahren (Projektende: 2011) u.a. sozialhistorische Hintergründe zu erheben. Wie viele Kindergräber gibt es im Verhältnis zu Erwachsenengräbern? In welchem Alter sind die Kinder gestorben? Und was sagen die Inschriften und die Malerei über das Verhältnis von Frauen und Männern aus?

Zudem soll auch rekonstruiert werden, wie die Katakombe ausgebaut wurde und welche Nutzungsphasen sich ergeben. Die Wissenschafter wollen sich damit auch der Mikro-Geschichte der Katakomben annähern. So wird ein Teil des unterirdischen Roms für Archäologen und Laien gleichermaßen erstmals virtuell zugänglich.

Quelle: derStandard.at

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Geändert am 6. Februar 2009 um 02:52
Mittwoch, 4. Februar 2009

Streit um Valentino-Museum überschattet Alta-Moda

 Afrika, Obama-Manie und Biostoffe: Elegante Öko- Kleider in gedeckten Farben haben bei den Alta Moda-Tagen in Rom den Ton angegeben.

So zeigte etwa der New-Comer Nathu eine Kollektion edler Roben aus «tessuti bio» - Naturfasern ohne künstliche Farbstoffe. Die ökologische Kollektion solle vollständig der amerikanischen First Lady Michelle Obama für ihren Einsatz für Umwelt und Klima geschenkt werden, berichteten italienische Medien am Dienstag. Angesteckt von der Obama-Manie, der Begeisterung für US- Präsident Barack Obama, schickte auch der neapolitanische Altmeister Fausto Sarli einen Michelle Obama gewidmeten Organza-Traum auf den Laufsteg. Ein rosafarbenes Abendkleid aus Schichten zarten Stoffs mit einem voluminösem Rock - über und über bestickt mit 300 ungeschliffenen Kristallen.

Guillermo Mariotto von Gattinoni verführte sein Publikum mit einer Obama gewidmeten Kollektion. Star der Schau war der «Obama- Kaftan»: Ein knöchellanges, langärmeliges Gewand aus weiß-rot-blauer Seide mit einem riesigen, das ganze Kleid bedeckenden Obama-Gesicht. Die Aufschrift «Change» am Saum durfte natürlich nicht fehlen.

Begeistert war das Publikum von der «Ethical Fashion», tragbare Ethno-Kleider in Braun-, Gold- und Rottönen. Eine Kollektion war ganz und gar in Afrika und von Afrikanerinnen geschneidert worden.

Beim Defilee des Schneidermeisters Lorenzo Riva ging es klassischer zu: Er präsentierte seinen weiblichen Fans am Montag eine der Hollywood-Diva Angelina Jolie gewidmete Schau mit eleganten Modellen in gedeckten Pastellfarben - ein bisschen Jackie Kennedy, ein bisschen Göttin. Doch die prunkvollen Schauen konnten nicht über die Streitigkeiten, die das römische Modespektakel überschatteten, hinwegtäuschen.

«Paris und nur Paris, denn in Italien gibt es keine Zukunft.» Mit dieser auf Rom als Standort für Modeschauen gemünzten Polemik des italienischen «Fashion-Königs» Giorgio Armani war die römische Woche der schönen Kleider gewissermaßen eingeleitet worden. «"Re Giorgio" könnte sich doch patriotisch verhalten und, anstatt auf Rom zu schießen, selber nach Rom kommen, um seine Kollektion zu präsentieren», hatte Altmeister Fausto Sarli gekontert. Eine Antwort erhielt er nicht.

Hinzu kommt ein Streit zwischen der Stadtverwaltung und dem Modezar Valentino Garavani. Dem 76-Jährigen war 2007 ein eigenes Museum für seine Kollektionen versprochen worden. Rom hingegen will jetzt auf den dafür vorgesehenen 5000 Quadratmetern in den Hallen des ehemaligen Fischmarkts ein «Mode-Zentrum» für viele schaffen. Valentino könne sich ja zum «Promoter» des Projekts machen, erklärte Alessandro Vannini, Mode- und Tourismusbeauftragter der römischen Stadtverwaltung. «Rom wird mein historisches Archiv niemals bekommen», reagierte Valentino darauf empört.

«Wenn Valentino ein eigenes Museum will, soll er sich eins bauen», frotzelte Altmeister Lorenzo Riva am Montag nach seiner Schau. Und was Armani anginge, würden die Designer noch «auf Knien betteln, wieder den römischen Catwalk schmücken zu dürfen», meinte Riva. Denn die Stadt habe jetzt versprochen, die Sommer-Defilees «Donna sotto le stelle» auf der Spanischen Treppe ab 2010 wieder aufzunehmen. Tatsache ist, dass die römische Alta Moda schon seit mehreren Jahren gegen die Flucht der großen Namen kämpft. Die Alta Moda-Tage sollten am Dienstagabend mit einer Schau von Renato Balestra zu Ende gehen.

Quelle: WELT ONLINE
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Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.



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Geändert am 7. April 2009 um 19:13
Dienstag, 3. Februar 2009

Junge Italiener zünden Inder an

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Sie wollten sich nach einer durchtanzten Nacht "noch amüsieren": In der Nähe von Rom haben drei Jugendliche einen Inder verprügelt und angezündet. Der Obdachlose liegt schwer verletzt auf der Intensivstation.

Neue Rassismus-Vorwürfe in Italien: In Nettuno bei Rom haben drei Jugendliche am Wochenende einen Immigranten zusammengeschlagen und in Brand gesteckt. Bei dem 35-jährigen Opfer, das mit schweren Verbrennungen auf der Intensivstation liegt, handele es sich um einen Obdachlosen indischer Nationalität, berichteten italienische Medien am Montag.

Die Jugendlichen hätten sich nach einer durchtanzten Nacht "noch amüsieren" wollen, begründeten die drei Italiener im Alter von 16, 19 und 28 Jahren ihre Tat kurz nach ihrer Festnahme am Sonntagabend.

Die Carabinieri sehen "unmäßigen Genuss von Alkohol und Drogen" als Ursache der "furchtbaren" Tat. "Es handelt sich um drei Hohlköpfe, was die Sache nicht besser macht", erklärte General Vittorio Tomasone. Politiker sprachen hingegen von einem "hässlichen Klima aus Intoleranz und Hass".

Bei der Festnahme von sechs Rumänen, die im nahe gelegenen Guidonia eine brutale Gruppenvergewaltigung verübt hatten, war es in der vergangenen Woche fast zu einem Volksaufstand gekommen. Die Festgenommenen wären um ein Haar von der Menge gelyncht worden.

Das Problem der illegalen Einwanderung lasse sich nicht mit Intoleranz lösen, appellierte der Präsident der nationalen Antimafia-Kommission, Giuseppe Pisanu, an die Regierung von Silvio Berlusconi.

Italiens Innenminister Roberto Maroni von der Regierungspartei Lega Nord war in den vergangenen Wochen wegen der von ihm angekündigten Massenabschiebungen wiederholt international kritisiert worden. An den italienischen Küsten strandeten im vergangenen Jahr 36.500 Bootsflüchtlinge.

Quelle: SPIEGEL ONLINE
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Geändert am 3. Februar 2009 um 23:46
Montag, 2. Februar 2009

Zweiter Lamborghini macht Jagt auf Raser

Italienische Polizei - Zweiter Lamborghini macht Jagt auf Raser  

 In Italien hat die Autobahnpolizei jetzt den zweiten Lamborghini in ihre Dienstwagenflotte aufgenommen.Ein Wagen wird laut „Welt am Sonntag" in Rom, der andere auf der Autostrada Adriatica eingesetzt.

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatte der erste Supersportwagen die Jagd auf Temposünder aufgenommen. Aber auch zum Transport von Spenderorganen wird er laut der Zeitung eingesetzt. Der allradgetriebene Lamborghini Gallardo LP 560-4 leistet 383 kW/520 PS und kann eine Spitzengeschwindigkeit von 325 km/h erreichen.

Außer der typischen Polizeilackierung verfügt er über eine extrem flache Blaulicht-Rundumleuchte, die speziell für den Renner entwickelt wurde. Ansonsten ist die Ausrüstung für den Alltagseinsatz konzipiert: Neben einer Videokamera zur Aufzeichnung von Verkehrsverstößen ist ein Defibrillator an Bord, mit dem bei Unfallopfern der Herzstillstand behoben werden kann.

Quelle: Focus
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Sonntag, 1. Februar 2009

Auftakt der Alta-Moda in Rom

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Mit einem Hauch von Marokko beim Defilee des Altmeisters Fausto Sarli haben die Alta-Moda-Tage in Rom offiziell begonnen.

Im historischen Gebäudekomplex "Santo Spirito in Sassia" neben dem Petersdom entzückte der Schneidermeister aus Neapel sein Publikum mit zahlreichen orientalisch anmutenden Kreationen für den Frühling-Sommer 2009.

Bolero-Jacken und asymmetrische Kleider für den Tag liessen 50er-Jahre-Design anklingen, während die Intarsien-haften Edelstein-Dekorationen der Tailleurs mit Elementen nordafrikanischer Architektur spielten. Sarlis überbordende Farbpalette stand dabei ganz im Zeichen des Schwarzen Kontinents.

"Angesteckt von der Obama-Manie", wie es italienische Medien sahen, schickte der Modeschöpfer auch einen der amerikanischen First Lady Michelle Obama gewidmeten rosafarbenen Traum auf den Laufsteg: "Wagemut der Hoffnung" nannte er das Abendkleid aus Schichten von Organza mit einem voluminösem, rüschenreichem Rock - über und über bestickt mit 300 ungeschliffenen Kristallen.

Zur Freude des Publikums wird die römische Modewoche diesmal ausschliesslich in historischen Stätten zelebriert - darunter malerische Orte wie der historische Gebäudekomplex "Santo Spirito in Sassia", wo schon Valentino im Sommer 2007 seine letzte römische Coutureschau abgehalten hatte, und der Hadrianstempel.

Als Höhepunkt an diesem Sonntag steht das Defilee von Guillermo Mariotto für Gattinoni auf dem Programm. Weitere Highlights der römischen Modetage, die am Dienstag zu Ende gehen, sind die Schauen von Lorenzo Riva, Abed Mahfouz und Renato Balestra, der seit Jahren bekannt ist für seine luxuriösen Entwürfe voll weiblicher Eleganz.

Quelle: Bieler Tagblatt online
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Goethe in Rom, am 7. November 1786

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