
Die Tat hatte ganz Italien geschockt: In der Nacht vom 22. Januar auf den 23. Januar haben fünf Männer in Guidonia bei Rom eine 21-Jährige vergewaltigt. Der 24-jährige Freund der Frau, der zusammen mit ihr in einem Auto saß, wurde zuvor aus dem Wagen gezerrt, brutal zusammengeschlagen und dann in den Kofferraum gesperrt. Dann vergingen sich die Männer an der Frau.
Nach mehrtägigen Ermittlungen haben die Carabineri in der Nacht von Montag auf Dienstag fünf Männer verhaftet, die dringend tatverdächtig sind. Bei den Männern handelt es sich um fünf Rumänen. Für die Festnahmen waren Telefonabhörungen entscheidend. Ebenfalls verhaftet wurden zwei Landsleute der Männer. Sie sollen den Gesuchten geholfen haben, sich in den Tagen der Großfahndung vor den Carabinieri zu verstecken.
„Das ist das Ende eines Albtraums", kommentierte die 21-Jährige am Dienstag die Verhaftung ihrer mutmaßlichen Peiniger. Sie bedanke sich bei den Carabineri. „Jetzt werden diese Männer niemandem mehr weh tun. Sie werden keiner anderen Frau das antun, was sie mir angetan haben".
Ähnliche Fälle bekannt
Erst vergangene Woche wurde eine 41-Jährige vermutlich von zwei Ausländern vergewaltigt, während sie abends von der Bushaltestelle nach Hause gehen wollte. Der Fall erinnerte die Öffentlichkeit an den tödlichen Überfall auf eine Passantin im Oktober 2007. Die 47-jährige Giovanna Reggiani war von einem rumänischen Staatsbürger unweit eines Bahnhofes an der Peripherie Roms vergewaltigt und ermordet worden.
Innenminister Maroni will vehement vorgehen
Innenminister Roberto Maroni warnte vor der rumänischen Kriminalität in Rom. „In ganz Italien sind neun Prozent der Rumänen für Vergewaltigungsdelikte verantwortlich. In Rom steigt dieser Prozentsatz auf 31 Prozent an. Dies ist den zahlreichen Roma-Siedlungen in der italienischen Hauptstadt zuzuschreiben", sagte der Innenminister, der in den vergangenen Monaten eine umstrittene Zählung der Roma-Barackenlager durchführen ließ.
Der Innenminister betonte, dass die Regierung bis Mai 2009 die illegalen Siedlungen abbauen und stattdessen legale Camps einrichten werde. Kontrollen sollen durchgeführt werden, um zu garantieren, dass Roma-Kinder auch tatsächlich in die Schule gehen.
Ministerpräsident Silvio Berlusconi und sein rumänischer Amtskollege Colin Popescu Tariceanu hatten kürzlich ihren Willen bekräftigt, gemeinsam gegen die Kriminalität vorzugehen. Rumänien erklärte sich bereit, Polizisten nach Italien zu entsenden, die mit den lokalen Sicherheitsbehörden die Kriminalität bekämpfen sollen.
Weiters werden Italien und Rumänien eine gemeinsame Task Force zum Kampf gegen die Kriminalität einsetzen.
Quelle: stol.it 
: 0