
Gladiatorenspiele wie im alten Rom: Wie italienische Medien gestern berichteten, sollen demnächst wieder Spiele und Kämpfe in dem berühmten römischen Amphitheatrum Flavium, wie das Kolosseum auch genannt wird, zu sehen sein. Roms Kulturbeauftragter Umberto Broccoli sagte, man wolle "keinen Mummenschanz, sondern seriöse Aufführungen".
Die gespielten Kämpfe könnten etwa mit Texten antiker römischer Schriftsteller und Philosophen dramatisch unterlegt werden, überlegte Broccoli. Es gehe vor allem darum, den Menschen die Sehenswürdigkeiten besser zu erklären und näherzubringen. "Wir wollen weniger Heiligkeit und mehr Anschaulichkeit, um einen Besuch im Kolosseum zu einem wirklich unvergesslichen Moment zu machen", sagte Broccoli.
Die römische Tageszeitung "La Repubblica" sprach hingegen von einem "schockierenden Vorschlag". In dem Amphitheater kämpften im alten Rom von 264 vor Christus bis ins 5. Jahrhundert nach Christus Gladiatoren zumeist um ihr Leben. Bei den ersten Kämpfern handelte es sich um Sklaven oder Kriegsgefangene. Erst im 1. Jahrhundert vor Christus verpflichteten sich auch freie Bürger als Gladiator.
Quelle: ORF![]()
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