Einträge "Dezember 2008":

Montag, 29. Dezember 2008

Formel 1: Pläne für ein Stadtrennen in Rom?

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Superbike-Promoter Maurizio Flammini wird möglicherweise die Bemühungen um ein Formel-1-Wochenende in den Straßen seiner Heimatstadt Rom vorantreiben. "Mit dem neuen Trend für Stadtkurse wäre vielleicht auch die Chance für Rom für einen Formel-1-Grand-Prix vorhanden", erklärte Flammini gegenüber 'Motorsport aktuell'. "Die Idee für ein Formel-1-Rennen in Rom gab es schon vor vielen Jahren. Ich bin aber ein Fan von 007 und deshalb sage ich niemals nie."

Ob die Pläne eines solchen Rennens in der "Ewigen Stadt" allerdings realistisch sind, bleibt fraglich. Mit Monza hat Italien einen Austragungsort aufgrund großer Traditionen voraussichtlich auf viele Jahre sicher, außerdem war der Ruf nach einem zweiten Rennen nach dem Abschied aus Imola nie besonders laut.

Quelle: Motorsport total
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Geändert am 29. Dezember 2008 um 02:29
Samstag, 27. Dezember 2008

Vatikanstaat feiert 80-jähriges Bestehen

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Im kommenden Jahr feiert der Vatikanstaat sein 80-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums wird es im Vatikan eine Gedenkausstellung mit fünf Themenschwerpunkten geben. Es werden der Vatikan vor 1929, das Pontifikat Pius XI., die Lateran-Verträge, der Aufbau des Vatikanstaates und die Pontifikate ab Pius XI. vorgestellt. Die Ausstellung im "Braccio Carlo Magno" wird von 12. Februar bis zum 10. Mai 2009 geöffnet sein.

Der "Staat der Vatikanstadt" ist der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt. Er ist eine Enklave innerhalb des Stadtgebiets von Rom, hat eine Fläche von 0,44 Quadratkilometer und rund 1.000 Einwohner. Zahlreiche Gebäude in Rom und Umgebung (so die Basiliken San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore, San Paolo fuori le Mura, Palazzo San Calisto, die Sommerresidenz Castel Gandolfo usw.) sind zwar exterritorialer Besitz des Heiligen Stuhls, aber nicht Teil des vatikanischen Staatsgebiets. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom "Staat der Vatikanstadt" zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt vertritt den Zwergstaat auf internationaler Ebene.

Der Amtssitz der Päpste war bis ins 14. Jahrhundert nicht der Vatikan, sondern der Lateranpalast. Vatikan bezeichnete zunächst einen am rechten Tiberufer gelegenen Hügel. Dort befand sich in der Antike der Zirkus des Kaisers Nero, wo zahlreiche Hinrichtungen von Christen stattfanden. Im 4. Jahrhundert ließ Kaiser Konstantin der Große an dieser Stelle eine große Grabeskirche errichten, den Vorläuferbau des heutigen Petersdoms.

Mit dem Zerfall der römischen Reichsverwaltung beanspruchten die Päpste die weltliche Herrschaft über das Territorium um Rom, das zur Keimzelle des künftigen Kirchenstaats wurde. Die Päpste residierten jedoch nicht im Vatikan, sondern im Lateranpalast; San Giovanni in Laterano ist bis heute die Kathedrale des Papstes als Bischof von Rom. Der Vatikan wurde erst am Ende des 14. Jahrhunderts mit der Rückkehr der Päpste aus Avignon (1377) zum päpstlichen Regierungssitz und Standort der römischen Kurie.

Als Frankreich seine Schutztruppen wegen des deutsch-französischen Krieges 1870 aus Rom abzog, wurde der Restkirchenstaat (Latium mit Rom) durch italienische Truppen besetzt. Damit war die weltliche Herrschaft des Papstes beendet. Der Status der Vatikanstadt war zunächst ungeklärt ("Römische Frage"). Erst durch die Lateranverträge von 1929 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Italien wurde der Kirchenstaat (in extrem reduzierter Form) wieder als souveräner Staat festgeschrieben.

Der Papst ist als Bischof von Rom Staatsoberhaupt des "Staates der Vatikanstadt" und hat die oberste gesetzgebende, ausführende und richterliche Gewalt inne. Als Souverän wird aber in den Lateranverträgen der Heilige Stuhl bezeichnet.

Qelle: kathnet.at
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Geändert am 29. Dezember 2008 um 02:28
Mittwoch, 24. Dezember 2008

Der Mythos von Julius Cäsar: Große Ausstellung in Rom

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Im Museum Chiostro del Bramante im historischen Zentrum von Rom ist jetzt eine große Ausstellung über Julius Cäsar zu sehen.

Die Schau vereint - laut Kuratoren zum ersten Mal - wichtige Dokumente und Schriften mit der Schönheit archäologischer Exponate aus aller Welt. Ziel ist es, ein geschichtsgetreues Bild des großen römischen Feldherren, Staatsmannes und Diktators zu zeichnen.

Mit dem Mythos des Mannes beschäftigen sich rund 100 Gemälde von Reni über Tiepolo, Rubens bis Rixens - sowie Filme und Kostüme.

Die Ausstellung „Julius Cäsar. Der Mann. Sein Leben. Der Mythos" ist noch bis zum 3. Mai in der Stadt am Tiber zu sehen.

Quelle: Südtirol Online
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Geändert am 24. Dezember 2008 um 19:08
Dienstag, 23. Dezember 2008

Auch der Papst kauft bei Bielefelder Wäschefabrik
 

Ein Bielefelder Unternehmen liefert Priesterkragen und Schwesternhauben bis nach Rom - und das vor Weihnachten nicht zu knapp. Denn schließlich wollen auch die Würdenträger beim Fest so schick wie möglich aussehen. Der Erfolg eines kleinen Familienunternehmens.

Zu den hohen christlichen Feiertagen verzeichnet Firmenchef Heinrich Bracksiek regelmäßig eine stärkere Nachfrage aus Rom. «Dann fahren viele katholische Priester nach Rom und decken sich dort bei den Schneidern ein, weil sie zu den Feiertagen möglichst schick sein wollen», erklärt der 79-jährige Seniorchef der Wäschefabrik Bracksiek & Hemmelskamp aus Bielefeld. Sein Unternehmen ist Deutschlands einzige Manufaktur für Priesterkragen und Schwesternhauben und beliefert zahlreiche kirchliche Institutionen im In- und Ausland.

Die kleine Firma liegt etwas versteckt in einem Haus unweit der Bielefelder Innenstadt. Geleitet wird sie von Bracksiek und seinem Sohn Klaus-Heinrich (53). Zudem gehören acht Näherinnen zur Mannschaft. Ein kleines Team, das sich erfolgreich in einer Marktlücke etabliert hat. «Was wir machen, lernt heute keiner mehr. Und für die Großen lohnt sich das Geschäft nicht», berichtet Seniorchef Bracksiek, der trotz seines hohen Alters immer noch im Geschäft aktiv ist.

400 Haubenmodelle und 120 Kragenformen

Knapp 400 Haubenmodelle und 120 Kragenformen umfasst das Angebot der Firma. Wobei neben Priestern und Schwestern auch Tänzer mit Kragen, Hauben, Hemden, Blusen oder Fräcken beliefert werden. «Rund ein Viertel unserer Kunden kommen aus dem Ausland. Vor allem nach Italien, England, Österreich und in die USA liefern wir viel», berichtet Bracksiek.

Auch renommierte Adressen stehen in der Kundenkartei - die Bekannteste dürfte die des Schneiders des Vatikans, Gammarelli, sein. 1991 gelang es Bracksiek, diesen Kunden zu gewinnen. Bei einer Reise nach Rom und mithilfe eines italienisch sprechenden Priesters aus der Schweiz konnte der Seniorchef damals Gamarelli von seinen Produkten und deren Qualitäten überzeugen. «Da waren wir schnell im Geschäft», erinnert sich der 79-Jährige. Mittlerweile bestellt Gamarelli mehrere Hundert Priesterkragen pro Jahr. Und wenn Papst Benedikt XVI. einen weißen Kragen trägt, dann weiß Bracksiek, dass dieses Kleidungsstück aus Bielefeld stammt.

Acht bis zehn Kragen aus Baumwoll-Popeline können die Näherinnen pro Stunde herstellen. Um die Kragen stabiler zu machen, werden die geleimten Kleidungsstücke in einer Maschine 18 Sekunden bei einer Temperatur von 160 Grad Celsius gepresst. Das ist deutlich länger als normalerweise üblich. Zwischen fünf und elf Euro pro Stück kostet ein Kragen dann im Verkauf. Außerdem verkauft das Unternehmen aber auch Plastikkragen. «Die werden vor allem von Tänzern gern genommen, weil sie besser abwaschbar sind», erklärt Bracksiek.

Der Kragen ist Pflicht

Kunden für seine Kragen und Hemden findet das Unternehmen unter anderem in Priesterseminaren. «Wir haben die Regel, dass Teilnehmer des Pastoralkurses, der ein Dreivierteljahr vor der Diakonweihe beginnt, in Priesterkleidung erscheinen», erzählt der Regens des erzbischöflichen Priesterseminars in Paderborn, Uwe Wischkony. Während des Studiums sollten die Seminaristen dagegen noch nicht in priesterlicher Kleidung erscheinen.

Für die Priester seien Kragen dann aber «verpflichtend», erklärt Eduard Nagel vom Liturgischen Institut in Trier. «Priester sollen in der Öffentlichkeit erkennbar sein. Deshalb gibt es die Vorschrift, dass sie einen Kragen tragen», betont Nagel. Zudem sei in den 1970er Jahren ein Kreuz auf dem Revers aufgekommen. Auch dadurch könnten sich Priester als Vertreter der Kirche kenntlich machen. Noch strenger sind die Auflagen dann bei den liturgischen Gewändern.

Seniorchef Bracksiek kennt durch seinen Beruf die kleinen, aber wichtigen Unterschiede in der Priestermode. Den sogenannten Urbankragen tragen die römischen Geistlichen zum Beispiel in der Regel unter der Soutane, während die anglikanischen Pfarrer in England die Kragen aufs Hemd setzen. Und damit die Kragen auch richtig behandelt werden, legt das Unternehmen jedem Kleidungsstück eine Waschanleitung bei. «Das ist nötig, weil viele Kragen zu heiß und mit zu viel Dampf gebügelt werden», betont der Seniorchef. Ein Problem, das geistliche wie profane Kleidungsstücke gleichermaßen betrifft.

Quelle: DERWESTEN.DE
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Geändert am 29. Dezember 2008 um 02:29
Montag, 22. Dezember 2008

Lebendige Krippen in 24 Orten bei Rom

defaultIn der kleinen Provinz Viterbo nördlich von Rom gibt es zwischen den Jahren eine rekordverdächtige Anzahl von lebendigen Krippen.

Zwischen Heiligabend und dem 6. Januar werde das Schauspiel mit echten Menschen und lebendigen Tieren in insgesamt 24 Ortschaften zu sehen sein, wie der Pressedienst Agenzia Ombrellone am Sonntag mitteilte. Die liebevoll ausgestatteten Krippen richteten sich nach unterschiedlichen Leitthemen - wie Renaissance oder bäuerliches Leben des vorigen Jahrhunderts. Die Begeisterung der Menschen ist groß: In der Gemeinde Vejano etwa beteiligten sich mehr als 300 der 2000 Einwohner an der lebendigen Krippe, darunter auch der Bürgermeister sowie der gesamte Stadtrat.

Quelle: 20-cent.de
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Samstag, 20. Dezember 2008

Rom plant "seriöse" Gladiatorenspiele im Kolosseum

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Gladiatorenspiele wie im alten Rom: Wie italienische Medien gestern berichteten, sollen demnächst wieder Spiele und Kämpfe in dem berühmten römischen Amphitheatrum Flavium, wie das Kolosseum auch genannt wird, zu sehen sein. Roms Kulturbeauftragter Umberto Broccoli sagte, man wolle "keinen Mummenschanz, sondern seriöse Aufführungen".

Die gespielten Kämpfe könnten etwa mit Texten antiker römischer Schriftsteller und Philosophen dramatisch unterlegt werden, überlegte Broccoli. Es gehe vor allem darum, den Menschen die Sehenswürdigkeiten besser zu erklären und näherzubringen. "Wir wollen weniger Heiligkeit und mehr Anschaulichkeit, um einen Besuch im Kolosseum zu einem wirklich unvergesslichen Moment zu machen", sagte Broccoli.

Die römische Tageszeitung "La Repubblica" sprach hingegen von einem "schockierenden Vorschlag". In dem Amphitheater kämpften im alten Rom von 264 vor Christus bis ins 5. Jahrhundert nach Christus Gladiatoren zumeist um ihr Leben. Bei den ersten Kämpfern handelte es sich um Sklaven oder Kriegsgefangene. Erst im 1. Jahrhundert vor Christus verpflichteten sich auch freie Bürger als Gladiator.

Quelle: ORF
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Freitag, 19. Dezember 2008

Verleger-Legende Carlo Caracciolo in Rom gestorben

Er gründete das Nachrichtenmagazin "L'Espresso" und die Tageszeitung "La Repubblica": Carlo Caracciolo prägte den modernen Journalismus Italiens und galt als Gegenspieler Silvio Berlusconis. Jetzt ist er im Alter von 83 Jahren gestorben.

"Mit Carlo Caracciolo ist ein großartiger Verleger, ein großer Mann der Kultur und ein wahrer Gentleman von uns gegangen", würdigte der italienische Oppositionsführer Walter Veltroni den "Prinz des Verlagswesens", wie er von seinen Kollegen genannt wurde. Einen "Mann der Demokratie und des Anti-Faschismus" nannte ihn Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano.

Verleger Caracciolo: "Mann der Demokratie" 
Verleger Caracciolo: "Mann der Demokratie"

Caracciolo gründete unter anderem 1955 das einflussreiche Nachrichtenmagazin "L'Espresso" und 1976 die römische links-liberale Tageszeitung "La Repubblica".

Der Sohn des neapolitanischen Prinzen Filippo Caracciolo di Castagneto und der Amerikanerin Margaret Clarke kämpfte während des Zweiten Weltkrieges aktiv im italienischen Widerstand.

Nach Kriegsende studierte er Rechtswissenschaften in Rom und Boston, um dann 1951 ins italienische Verlagswesen einzusteigen. Im April 2006 überließ er die Leitung seines Imperiums Carlo De Benedetti. Er galt als einer der wichtigsten Medienunternehmer in Italien und als Gegenspieler Silvio Berlusconis.

Der Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Hubert Burda, nannte Caracciolo Italiens "herausragende Verlegerpersönlichkeit der Nachkriegszeit". Mit ihm habe Europa einen der bedeutendsten Verleger verloren. Der 83-Jährige starb am 15. Dezember nach langer Krankheit in Rom.

Quelle: SPIEGEL ONLINE
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Donnerstag, 18. Dezember 2008

Feuchte Invasion in Neros Palast

Foto: AP Photo/Plinio Lepri, file 
Im Inneren der Domus Aurea (Archivbild aus dem Jahr 1999).

Der berühmte Palast des römischen Kaisers Nero in Rom, die Domus Aurea ("Goldenes Haus"), ist durch die schweren Niederschläge dieser Tage in Rom gefährdet. Wasser sei in den Palast eingedrungen, das die Struktur und die Decken- und Wandmalereien gefährde, warnten die römischen Stadtbehörden am Mittwoch. Am Montag war Touristen und interessierten Fachbesuchern der Zugang zu Neros Haus verweigert worden, nachdem es zu einem Kurzschluss gekommen war.

Überschwemmungen hatten die Mauern und das Dach des Wohnpalastes bereits 2005 gefährdet, so dass das weitläufige Gebäude wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste. Die Sicherheit der Besucher konnte nicht mehr gewährleistet werden. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten war das als "Wunderwerk der Architektur" gepriesene "Goldene Haus" Neros wieder geöffnet worden.

Seit 1999 ist ein Teil der Anlage im Herzen Roms wieder zugänglich - fast 2.000 Jahre war sie verschüttet. Die in der Nähe des Kolosseums gelegene Domus Aurea, die Nero nach dem verheerenden Brand in Rom im Jahr 64 nach Christus erbauen ließ, lockte mit ihren prächtigen Mosaiken seit der Wiedereröffnung 1999 täglich rund 1.000 Besucher an.

Quelle: derStandard
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Feuchte Invasion in Neros Palast

Foto: AP Photo/Plinio Lepri, file 
Im Inneren der Domus Aurea (Archivbild aus dem Jahr 1999).

Der berühmte Palast des römischen Kaisers Nero in Rom, die Domus Aurea ("Goldenes Haus"), ist durch die schweren Niederschläge dieser Tage in Rom gefährdet. Wasser sei in den Palast eingedrungen, das die Struktur und die Decken- und Wandmalereien gefährde, warnten die römischen Stadtbehörden am Mittwoch. Am Montag war Touristen und interessierten Fachbesuchern der Zugang zu Neros Haus verweigert worden, nachdem es zu einem Kurzschluss gekommen war.

Überschwemmungen hatten die Mauern und das Dach des Wohnpalastes bereits 2005 gefährdet, so dass das weitläufige Gebäude wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste. Die Sicherheit der Besucher konnte nicht mehr gewährleistet werden. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten war das als "Wunderwerk der Architektur" gepriesene "Goldene Haus" Neros wieder geöffnet worden.

Seit 1999 ist ein Teil der Anlage im Herzen Roms wieder zugänglich - fast 2.000 Jahre war sie verschüttet. Die in der Nähe des Kolosseums gelegene Domus Aurea, die Nero nach dem verheerenden Brand in Rom im Jahr 64 nach Christus erbauen ließ, lockte mit ihren prächtigen Mosaiken seit der Wiedereröffnung 1999 täglich rund 1.000 Besucher an.

Quelle: derStandard
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Feuchte Invasion in Neros Palast

Foto: AP Photo/Plinio Lepri, file 
Im Inneren der Domus Aurea (Archivbild aus dem Jahr 1999).

Der berühmte Palast des römischen Kaisers Nero in Rom, die Domus Aurea ("Goldenes Haus"), ist durch die schweren Niederschläge dieser Tage in Rom gefährdet. Wasser sei in den Palast eingedrungen, das die Struktur und die Decken- und Wandmalereien gefährde, warnten die römischen Stadtbehörden am Mittwoch. Am Montag war Touristen und interessierten Fachbesuchern der Zugang zu Neros Haus verweigert worden, nachdem es zu einem Kurzschluss gekommen war.

Überschwemmungen hatten die Mauern und das Dach des Wohnpalastes bereits 2005 gefährdet, so dass das weitläufige Gebäude wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste. Die Sicherheit der Besucher konnte nicht mehr gewährleistet werden. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten war das als "Wunderwerk der Architektur" gepriesene "Goldene Haus" Neros wieder geöffnet worden.

Seit 1999 ist ein Teil der Anlage im Herzen Roms wieder zugänglich - fast 2.000 Jahre war sie verschüttet. Die in der Nähe des Kolosseums gelegene Domus Aurea, die Nero nach dem verheerenden Brand in Rom im Jahr 64 nach Christus erbauen ließ, lockte mit ihren prächtigen Mosaiken seit der Wiedereröffnung 1999 täglich rund 1.000 Besucher an.

Quelle: derStandard
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Feuchte Invasion in Neros Palast

Foto: AP Photo/Plinio Lepri, file 
Im Inneren der Domus Aurea (Archivbild aus dem Jahr 1999).

Der berühmte Palast des römischen Kaisers Nero in Rom, die Domus Aurea ("Goldenes Haus"), ist durch die schweren Niederschläge dieser Tage in Rom gefährdet. Wasser sei in den Palast eingedrungen, das die Struktur und die Decken- und Wandmalereien gefährde, warnten die römischen Stadtbehörden am Mittwoch. Am Montag war Touristen und interessierten Fachbesuchern der Zugang zu Neros Haus verweigert worden, nachdem es zu einem Kurzschluss gekommen war.

Überschwemmungen hatten die Mauern und das Dach des Wohnpalastes bereits 2005 gefährdet, so dass das weitläufige Gebäude wegen Einsturzgefahr geschlossen werden musste. Die Sicherheit der Besucher konnte nicht mehr gewährleistet werden. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten war das als "Wunderwerk der Architektur" gepriesene "Goldene Haus" Neros wieder geöffnet worden.

Seit 1999 ist ein Teil der Anlage im Herzen Roms wieder zugänglich - fast 2.000 Jahre war sie verschüttet. Die in der Nähe des Kolosseums gelegene Domus Aurea, die Nero nach dem verheerenden Brand in Rom im Jahr 64 nach Christus erbauen ließ, lockte mit ihren prächtigen Mosaiken seit der Wiedereröffnung 1999 täglich rund 1.000 Besucher an.

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Mittwoch, 17. Dezember 2008

Porzellan und Zeichnungen aus Sèvres in Rom

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Louise Bourgeois, "Nature's Study".

In den kapitolinischen Museen in Rom ist jetzt eine große Ausstellung von Porzellan und Zeichnungen der Manufaktur in Sèvres zu bewundern.

Mehr als 100 Exponate aus der Produktion der berühmten französischen Porzellan-Manufaktur werden gezeigt, wobei sich die Ausstellung auf den Zeitraum von 1920 bis heute konzentriert. Zu bewundern sind unter anderem Werke von Bertrand Lavier, Johan Creten und nicht zuletzt eine Hommage an den vor einem Jahr gestorbenen italienischen Architekten und Designer Ettore Sottsass. Die «Manufacture royale de porcelaine de Sèvres» wurde 1738 im «Château de Vincennes» am Stadtrand von Paris als Privatunternehmen gegründet. 1756 siedelte die Manufaktur in das auf der Route von Paris nach Versailles gelegene Sèvres über. Am 17. Februar 1760 ging sie endgültig in königlichen Besitz über, um nach Französischen Revolution 1790 verstaatlicht zu werden. Sie brachte im 18. Jahrhundert neben der Porzellanmanufaktur Meissen die kostbarsten europäischen Porzellane hervor.

Die Schau «La Conquista della Modernità - Sèvres 1920/2008» ist noch bis zum 8. März in Rom zu sehen.

Weitere Informationen: www.museicapitolini.org/



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Dienstag, 16. Dezember 2008

Jahrhundert-Hochwasser in Rom: Die Ewige Stadt versinkt

Feuerwehr im Dauereinsatz
Feuerwehr im Dauereinsatz.
 

Die Gefühle in der Stadt am Tiber pendeln zwischen Staunen und Angst. Entspannung ist keine in Sicht, denn es regnet unaufhörlich.

So einen spannenden Ausflug haben wir lange nicht gemacht", freut sich ein römischer Familienvater, nachdem er mit seinen beiden Söhnen von der Engelsburg aus das Tiberhochwasser bestaunt hat. "Schließlich muss man seinen Kindern etwas bieten!"

"Regnet immer". Das Hochwasser in Rom ist Stadtgespräch, in Bars und Restaurants, in Büros und in den Bussen, die bei strömendem Regen im Stau stecken. "Immer das selbe", schimpft ein Mittfünfziger in einem solchen Bus angesichts der Straßen, die sich in reißende Bäche und Seen verwandelt haben. "Als ob es nicht jedes Jahr im Herbst regnen würde", schimpft der Mann weiter, der ein ähnliches Szenario schon öfters miterlebt haben dürfte. Asphalt, Kopfsteinpflaster und Abwasserkanäle sind in Rom seit Urgedenken in einem katastrophalen Zustand.

Breit und braun. Daran änderte auch der neue rechte Stadtrat nichts. Und auch Bürgermeister Gianni Alemanno beschränkte sich darauf, seine Bürger zum Daheimbleiben aufzurufen. Für Jänner versprach er eine umfassende Reinigung des Kanalsystems. Obwohl jeder Passant beim Überqueren der Straßen durchweichte Hosenbeine hat, und trotz der Verkehrsbehinderungen, entdecken Römer und Touristen in diesen Tagen den Tiber als Sehenswürdigkeit neu: Dank Rekordhochwasser verwandelte sich das ansonsten ruhige und an sich nicht besonders tiefe Gewässer in einen breiten braunen Strom.

Nasser Norden. Besonderen Zulauf verzeichnete die Milvische Brücke im Norden der Altstadt. Die beiden Seitenbögen des nur noch als Fußgängerbrücke genutzten "Ponte Milvio" verschwanden zeitweise fast völlig unter der Wasseroberfläche. Das Wetter gönnte den Römern nur am Sonntag mit strahlendem Sonnenschein einen einzigen Tag Pause vom Dauerregen. In der Nacht begleitete wieder das unaufhörliche Trommeln der Tropfen ihren Schlaf. Und jetzt heißt es erneut: Das nächste Hochwasser kommt! Denn es regnet, regnet, regnet. Sorgen bereitet vor allem der Aniene, der von den Bergen bei Tivoli kommend am Stadtrand in den Tiber mündet und bereits in den letzten Tagen das größte Industriegebiet der Stadt teilweise überflutete.

Spezialmanöver. Mit einer Mischung aus Angst und Neugier verfolgten Passanten am Montag von der Uferstraße aus ein Spezialmanöver der Feuerwehr an der Engelsburg. Dutzende Einsatzwagen mit Blaulicht sorgten für Dramatik. Reste eines Hausboots hatten sich erneut an der Brücke verkeilt, die zum Grabmonument von Kaiser Hadrian, der späteren Engelsburg, führt. Die Schiffsteile behinderten den Wasserstrom. Sie drohten dadurch, den Wasserstand mitten in Roms Altstadt gefährlich ansteigen zu lassen. Seit Tagen in Alarmbereitschaft versetzte Tauchereinheiten zerlegten die Bootsruine am Brückenbogen mit kleinen Sprengungen in Einzelteile. Stunden später rammten diese an Boote, die bei Ostia und Fiumicino in Werften vor Anker liegen.

Quelle: Kleine Zeitung



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Montag, 15. Dezember 2008

Mit dem "Roten Pfeil" von Mailand nach Rom

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Ein neuer Hochgeschwindigkeitszug ist seit dem Wochenende auf Italiens Schienen unterwegs. Die Fahrtzeit von Mailand nach Rom wird sich im "Frecciarossa" nun halbieren.

In Italien hat am Wochenende ein neuer Hochgeschwindigkeitszug seine Fahrt aufgenommen. In nur dreieinhalb Stunden kommt man seit Sonntag mit dem "Frecciarossa" (Roter Pfeil) von Mailand nach Rom. Die Fahrt nach Neapel dauert nur noch vier Stunden und 50 Minuten. Das bedeutet eine fast halbierte Fahrzeit im Vergleich zu dem, was vor dem High-Tech-Zug möglich war. "Italien ist seit gestern ein bisschen kürzer", titelte denn auch die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Sonntag.

Prominente aus Politik und Wirtschaft eröffneten die neue Epoche am Samstag mit einer Fahrt des "Frecciarossa" von Mailand nach Bologna. Der neue Zug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde und verbindet die beiden norditalienischen Metropolen in nur 65 Minuten. Für Bahnreisende in Italien hat damit das Zeitalter der Hochgeschwindigkeit begonnen.

Kunden der Allitalia einsammeln

Dennoch sind nicht alle zufrieden: Am Samstag kam es zu heftigen Protesten in der Lombardei und der Emilia Romagna. Vor allem Pendler beklagten - unter anderem in einem Brief an den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano - die extrem schlechten Bedingungen des Regionalverkehrs durch zu wenige Züge und hohe Preise.

Die italienische Staatsbahn will mit dem Hochgeschwindigkeitszug vor allem der kränkelnden Fluggesellschaft Alitalia Kunden abspenstig machen und der privaten Konkurrenz auf der Schiene, der NTV-Gruppe, zuvorkommen. Am weiteren Ausbau des Schienennetzes für den auch als "fliegenden Zug" gepriesenen ETR ohne Neigetechnik wird gearbeitet. Von Ende des kommenden Jahres an soll die Fahrt von Mailand nach Rom dann nur noch zwei Stunden und 45 Minuten lang sein.

Quelle: N24.de
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Sonntag, 14. Dezember 2008

Vatikan stellt neue Bioethik-Instruktion vor

defaultAnknüpfend an die 1987 von der Glaubenskongregation veröffentliche Instruktion „Donum vitae" wurde im Vatikan heute, 12. Dezember 2008, das Dokument „Dignitas personae" der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Schreiben beschäftigt sich mit einigen „Fragen der Bioethik", die auch aktuellen Bezug haben. So erwähnt es beispielsweise die in Großbritannien genehmigte Produktion von Mischwesen aus Mensch und Tier, die mit Verweis auf die Würde des Menschen zurückgewiesen wird.

In der Instruktion „Dignitas personae" erklärt die Glaubenskongregation unter der Leitung von Kardinal William Levada, dass ein Embryo bereits „ein menschliches Wesen" sei. Dementsprechend seien sowohl das Klonen als auch die therapeutische Verwendung von embryonalen Stammzellen verboten. Auch die künstliche Befruchtung wird vom Vatikan nicht befürwortet. Über die Abtreibungspille RU 486, die Spirale und die sogenannte „Pille danach" heißt es: „Deshalb zählt die Anwendung der interzeptiven und der kontragestiven Mittel zur Sünde der Abtreibung und ist in schwerwiegender Weise unsittlich."

Weil die von der Kirche verbotenen Therapien in zahlreichen Ländern legal sind, ruft der Vatikan die katholischen Forscher in „Dignitas personae" dazu auf, sich bei ihrer Arbeit „von einem schwer ungerechten gesetzlichen Rahmen abzugrenzen und klar den Wert des menschlichen Lebens zu bezeugen". Für das Leid der ungewollt kinderlosen Ehepaare äußert die Kirche zwar Verständnis. Dennoch könne „der Wunsch nach einem Kind [...]nicht seine ‚Produktion‘ rechtfertigen." Ebenso sei es undenkbar, dass „der Wunsch, ein schon empfangenes Kind nicht zu haben, [...] dessen Aufgabe oder Vernichtung" rechtfertige.

Unterdessen gibt es erste Reaktionen auf das Dokument, welches bereits im Jahr 2002 unter der Führung des damaligen Kardinals Ratzinger begonnen wurde. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Erzbischof Robert Zollitsch, etwa sprach von einer „konsequent am Wert des menschlichen Lebens" orientieren Bioethik, die „Dignitas personae" ausführe. Kardinal Christoph von Schönborn würdigte die Instruktion als wichtigen Beitrag zum Schutz des Lebens: „Die Kirche muss sich auch deshalb für den Schutz des Lebens einsetzen, da die Geschichte gezeigt hat, dass die Fähigkeiten, die dem Menschen von Gott anvertraut sind, nicht immer im Dienst am Menschen genutzt wurden." Er erhoffe sich „einen konstruktiven Dialog mit der Wissenschaft und der Gesellschaft sowie eine vorurteilsfreie Diskussion des vorgelegten Dokumentes", erklärte der Wiener Erzbischof.

Quelle: kathnews
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Sonntag, 14. Dezember 2008

Olympiastadion hat wohl ausgedient

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Die beiden römischen Erstligisten Lazio und AS sind gewillt, neue Stadien zu bauen. Das alte Olympiastadion ist besonders wegen seiner Verkehrs- und Sicherheitsprobleme hinfällig.

Die italienischen Erstligisten AS Rom und Lazio Rom planen am Rande der Metropole den Bau neuer Stadien. Das berichtete die italienische Sporttageszeitung Corriere dello Sport. In den kommenden Wochen wollen die Klubs ihre Entscheidungen über die jeweiligen Gelände treffen. Die Vereine erwarten durch die Lage ihrer künftigen Arenen an der Peripherie der "Ewigen Stadt", dass bei den Spielen keine Sicherheits- und Verkehrsprobleme mehr wie momentan durch die zentrale Lage ihrer gegenwärtigen Spielstätte Olympiastadion aufkommen. Roms Bürgermeister Gianni Alemanno hofft auf eine Fertigstellung der Bauprojekte in den nächsten drei Jahren.

"Franco-Sensi-Stadion"

Der AS Rom hat bereits eine römische Baugesellschaft als Partner für das Projekt gewählt. Auch ausländische Investoren sollen sich an dem Bau beteiligen. Die Arena soll in Erinnerung an den verstorbenen Roma-Präsidenten "Franco-Sensi-Stadion" heißen. Das Stadion soll zu einem Treffpunkt für die Römer in der Freizeit werden und Fußball-Fans auch mit Restaurants, Geschäften und Fitnesszentren locken. Der Klub will sich durch den Neubau auch die jährliche Nutzungsgebühr für das Olympiastadion von zwei Millionen Euro sparen.

Quelle: Focus Online
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Freitag, 12. Dezember 2008

Rom droht Überschwemmung durch den Tiber

 
Feuerwehrmänner patrollieren in einem Boot auf dem Tiber, die Behören befürchten, dass die Dämme brechen. 

Nach tagelangen Regenfällen droht in der italienischen Hauptstadt eine Überschwemmung durch die Fluten des Tiber. Die Dämme des Flusses könnten am Freitag brechen, befürchten die Behörden Roms.

Der Bürgermeister hatte bereits am Vortag den Notstand erklärt, nachdem wegen der schweren Regenfälle Straßen überflutet sowie der Bahn- und Flugverkehr unterbrochen worden waren. In einer Nacht war in Rom so viel Regen gefallen wie sonst im ganzen Monat Dezember, wie Bürgermeister Gianni Alemanno in einem Zeitungsinterview sagte.

Die Folgen kämen einem Erdbeben gleich. Mindestens eine Person kam durch das Unwetter ums Leben. Fast das gesamte Land leidet derzeit unter den Wetterunbilden - von heftigen Schneefällen im Norden bis zu schwerem Regen und Sturm im Süden. In einigen Gebieten wurden die Schulen geschlossen.

Quelle: Oberhessische Presse
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Donnerstag, 11. Dezember 2008

Das Rom der Gelehrten

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Es ist wie eine unsichtbare Stadt neben der Stadt: In Rom lehren, lernen und forschen 1000 Theologen und 10.000 Studenten aus aller Welt. Es ist eine Welt mit eigenen Gesetzen. Bewegung hat dort eine ganz andere Bedeutung als im Rom aus Stein und Marmor.

Plötzlich ergibt sich ein kleines Brevier für Chefs: „Ein Chef sollte sich nicht verausgaben. Er muss präsent sein." Erwin Gatz lächelt, als er das sagt. Er lebt seit 1975 in Rom und ist Herr über einen der schönsten und stillsten Orte der Stadt: den Campo Santo Teutonico, den deutschen Friedhof im Vatikan. Vor allem aber ist Gatz Professor für Kirchengeschichte, Gelehrter bis in die Haarspitzen, dem seine 75 Lebensjahre nicht anzusehen sind und der im Gespräch immer wieder aufblitzen lässt, dass er eines besonders schätzt: Exzellenz.

Im Gespräch mit Gatz wächst ein Bild von Rom, das man kaum sieht: das Rom der Gelehrten. 13 kirchliche Hochschulen, 1000 akademische Lehrer, 10.000 Theologiestudenten ­- Rom ist auch eine theologische Magmakammer der Christenheit. Und so schwärmt Gatz nicht von Roms Architektur, sondern von Bibliotheken und dem Archiv des Vatikan, dem „wichtigsten Archiv des Mittelalters, denn die Kirche schrieb, als die anderen noch nicht schrieben". Den Besucheransturm -­ 2007 kamen 30 Milionen Touristen nach Rom ­- sieht Gatz mit gemischten Gefühlen. Einerseits sei das schön, andererseits sagt Gatz: „Im Petersdom herrschen -­ entschuldigen Sie, ich bin strenger Katholik ­- unerquickliche Verhältnisse." Die vielen Menschen kommen eben mehr zum Besichtigen als zum Beten.

Ganze Geschichte auf RP Online lesen >>>



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Mittwoch, 10. Dezember 2008

Die Krawatten-Krippe und die Mamma des Kardinals

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Alle Jahre wieder... gibt es eine große Krippenausstellung in Rom. Cento presepi - hundert Krippen, in einem Annex der Marienkirche an der Piazza del Popolo. In Italien gibt es eigentlich zwei Krippenstädte: Greccio in der Toskana, wo der hl. Franz von Assisi 1223 den Stall von Betlehem mit lebenden Figuren nachzeichnete. Und Neapel, wo die Krippenschnitzer arbeiten, die alljährlich neue Figuren, dieses Jahr zum Beispiel Barack Obama, zur traditionellen „presepe", also Krippe, hinzufügen. Aber Rom hat immerhin jedes Jahr seit 33 Jahren eine Krippenausstellung, unter der Schirmherrschaft der italienischen Bischöfe. Diesmal: 160 Krippen, davon fast fünfzig aus dem Ausland.

Mariacarla Menaglia ist die Kuratorin der Ausstellung: „Wir haben diesmal neben den traditionellen Krippen auch eine Krawatten-Krippe, eine Maler-Krippe, die Krippe in einer Pistazienschale oder eine Krippe aus Schnüren... Dahinter steckt unglaublich viel Phantasie. Für mich sind das alles Künstler, die diese Krippen gebastelt haben - sie haben es mit dem Herzen getan, wie Kinder."
Krippen rücken allmählich aus der Nostalgikerecke heraus und erweisen sich als eingängige Botschaft in der jetzt herrschenden Ära des Bildes. Ein Comeback der Krippe? Naja.
„Ich finde absolut nicht, dass diese Tradition jemals schwächer geworden wäre. Absolut nicht. Denn die Kinder zwingen ja fast ihre Eltern, da was zu machen. Die Kinder bestehen auf den Krippen, und die Eltern bauen sie dann."

Die römische Ausstellung zeigt Betlehemer Stallszenen, die am Amazonas kreiert wurden, im Senegal oder in Ungarn. Eindringlich sind vor allem die Krippen aus Krisengebieten: Die irakische Krippe wurde u.a. aus Plexiglas gebastelt. Ach ja - und dann gibt`s da noch die Johannes-Paul-II.-Krippe, gestaltet von der italienischen Künstlerin Annamaria Ferrari: „Da wird Jesus auf einer Piazza geboren, denn dort hat Johannes Paul II. immer die Jugendlichen der Welt zusammengerufen. Ich habe zwölf Jugendliche in die Szenerie eingepaßt, wie zwölf Apostel. Sie laden die Leute ein, keine Angst zu haben und näherzukommen, weil Jesus geboren wird."

Seit Jahren stellt auch die Stiftung Villa Maraini, die sich um Drogenabhängige kümmert, eine Krippe für die Schau an der Piazza del Popolo. Die 2008-Krippe ist inspiriert von der Landung von Bootsflüchtlingen aus Afrika an der italienischen Küste. Gebastelt haben sie junge Leute, die versuchen, von den Drogen loszukommen. Stiftungspräsident Massimo Barra erklärt:
„Das war für alle die Gelegenheit, mal ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Den Tag einzuteilen, sich zu treffen, zusammenzuarbeiten, zu diskutieren. All das führt weg vom Drogenmißbrauch."
Eine typisch italienische Geschichte ist das, etwas sentimental, mit einem Touch von „Cinema Paradiso".

Wenn etwa Kardinal Giovanni Coppa, der als einer der ersten durch die Ausstellung lief, von früher erzählt: "Meine Mamma hat mich gelehrt ,die Krippen zu lieben. Das war das erste überhaupt, was ich als Kind gelernt habe: Jesus ist geboren! Meine Mutter zeigte uns den Hirten; sie legte eine Feder in die Krippe und sagte dann: Das hier ist Gelindo, der bringt dem Jesuskind einen Fasan! Diese Krippe werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Wahrscheinlich kommt auch meine Berufung zum Priester von damals, als ich auf die Krippe guckte..."
Nordlichter sehen solche Krippen mit etwas anderen Augen, stören sich vielleicht auch mal an einer Überdosis Kitsch. Aber wie auch immer - sie gehört mittlerweile zu Rom, die Krippenausstellung in der Nähe des Goethehauses, zu Füßen des Pincio.

Quelle: Radio Vatikan
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Die Krawatten-Krippe und die Mamma des Kardinals

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Alle Jahre wieder... gibt es eine große Krippenausstellung in Rom. Cento presepi - hundert Krippen, in einem Annex der Marienkirche an der Piazza del Popolo. In Italien gibt es eigentlich zwei Krippenstädte: Greccio in der Toskana, wo der hl. Franz von Assisi 1223 den Stall von Betlehem mit lebenden Figuren nachzeichnete. Und Neapel, wo die Krippenschnitzer arbeiten, die alljährlich neue Figuren, dieses Jahr zum Beispiel Barack Obama, zur traditionellen „presepe", also Krippe, hinzufügen. Aber Rom hat immerhin jedes Jahr seit 33 Jahren eine Krippenausstellung, unter der Schirmherrschaft der italienischen Bischöfe. Diesmal: 160 Krippen, davon fast fünfzig aus dem Ausland.

Mariacarla Menaglia ist die Kuratorin der Ausstellung: „Wir haben diesmal neben den traditionellen Krippen auch eine Krawatten-Krippe, eine Maler-Krippe, die Krippe in einer Pistazienschale oder eine Krippe aus Schnüren... Dahinter steckt unglaublich viel Phantasie. Für mich sind das alles Künstler, die diese Krippen gebastelt haben - sie haben es mit dem Herzen getan, wie Kinder."
Krippen rücken allmählich aus der Nostalgikerecke heraus und erweisen sich als eingängige Botschaft in der jetzt herrschenden Ära des Bildes. Ein Comeback der Krippe? Naja.
„Ich finde absolut nicht, dass diese Tradition jemals schwächer geworden wäre. Absolut nicht. Denn die Kinder zwingen ja fast ihre Eltern, da was zu machen. Die Kinder bestehen auf den Krippen, und die Eltern bauen sie dann."

Die römische Ausstellung zeigt Betlehemer Stallszenen, die am Amazonas kreiert wurden, im Senegal oder in Ungarn. Eindringlich sind vor allem die Krippen aus Krisengebieten: Die irakische Krippe wurde u.a. aus Plexiglas gebastelt. Ach ja - und dann gibt`s da noch die Johannes-Paul-II.-Krippe, gestaltet von der italienischen Künstlerin Annamaria Ferrari: „Da wird Jesus auf einer Piazza geboren, denn dort hat Johannes Paul II. immer die Jugendlichen der Welt zusammengerufen. Ich habe zwölf Jugendliche in die Szenerie eingepaßt, wie zwölf Apostel. Sie laden die Leute ein, keine Angst zu haben und näherzukommen, weil Jesus geboren wird."

Seit Jahren stellt auch die Stiftung Villa Maraini, die sich um Drogenabhängige kümmert, eine Krippe für die Schau an der Piazza del Popolo. Die 2008-Krippe ist inspiriert von der Landung von Bootsflüchtlingen aus Afrika an der italienischen Küste. Gebastelt haben sie junge Leute, die versuchen, von den Drogen loszukommen. Stiftungspräsident Massimo Barra erklärt:
„Das war für alle die Gelegenheit, mal ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Den Tag einzuteilen, sich zu treffen, zusammenzuarbeiten, zu diskutieren. All das führt weg vom Drogenmißbrauch."
Eine typisch italienische Geschichte ist das, etwas sentimental, mit einem Touch von „Cinema Paradiso".

Wenn etwa Kardinal Giovanni Coppa, der als einer der ersten durch die Ausstellung lief, von früher erzählt: "Meine Mamma hat mich gelehrt ,die Krippen zu lieben. Das war das erste überhaupt, was ich als Kind gelernt habe: Jesus ist geboren! Meine Mutter zeigte uns den Hirten; sie legte eine Feder in die Krippe und sagte dann: Das hier ist Gelindo, der bringt dem Jesuskind einen Fasan! Diese Krippe werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Wahrscheinlich kommt auch meine Berufung zum Priester von damals, als ich auf die Krippe guckte..."
Nordlichter sehen solche Krippen mit etwas anderen Augen, stören sich vielleicht auch mal an einer Überdosis Kitsch. Aber wie auch immer - sie gehört mittlerweile zu Rom, die Krippenausstellung in der Nähe des Goethehauses, zu Füßen des Pincio.

Quelle: Radio Vatikan
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Mittwoch, 10. Dezember 2008

Giovanni Bellini - eine Retrospektive in Rom

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Porträt des Dogen Leonardo Loredan, entstanden 1501 - 1505.

Giovanni Bellini gilt als Hauptmeister der venezianischen Malerei der Frührenaissance. Als Schüler seines Vaters Jacopo Bellini und seines Schwagers Andrea Mantegna, von dessen plastisch-zeichnerischem Stil er ausging, gelang es ihm, die venezianische Malerei seiner Zeit von regionaler Bedeutung zu internationaler Geltung zu erheben.

Bis zum 11. Januar 2009 ist in den Marställen des römischen Quirinals eine bemerkenswerte Retrospektive über das Schaffen Bellinis zu sehen. Dreiviertel seiner Werke wurden aus aller Welt zusammengetragen, so dass der Renaissance-Maler so geballt wie nie bestaunt werden kann.

Soiehe auch www.scuderiequirinale.it/

Quelle: Frankfurt live
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Montag, 8. Dezember 2008

Modedesigner Mattiolo festgenommen

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Wegen des Verdachts auf Konkursbetrugs hat die italienische Polizei den Modedesigner Gai Mattiolo festgenommen. Ein Polizeisprecher sagte, Mattiolo sei in Rom unter Hausarrest gestellt worden. Er werde verdächtigt, seinem Modehaus Geld entzogen zu haben, bevor er Konkurs angemeldet habe.

Ein weiterer Verdächtiger wurde ebenfalls festgenommen. Mattiolo galt in den 90er Jahren als neuer Star der Modeszene und gewann mit seinen aufwendigen Kreationen schnell auch in Mailand und Paris Fans.

Quelle: Focus Online
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Geändert am 8. Dezember 2008 um 20:10
Freitag, 5. Dezember 2008

Galilei wurde nie verurteilt

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Galileo Galilei.  

Jeder kennt die Geschichte: Galileo Galilei (1564-1642), berühmter Wissenschaftler und tiefgläubiger Katholik, wurde von der römischen Inquisition verurteilt und in eine Art Hausarrest versetzt. Sein Forschungsnachweis der Lehre des Kopernikus, dass die Planeten um die Sonne kreisen und somit nicht um die Erde, stand im Widerspruch zum damaligen geozentrischen Weltbild, das auch die Kirche vertrat. Papst Johannes Paul II. rehabilitierte den Mathematiker und Physiker 1992 vor der Päpstlichen Akademie für Wissenschaften.

Anfang dieses Jahres bekam Benedikt XVI. Schwierigkeiten mit dem Thema Galilei. Noch als Kardinal hatte er einen österreichischen Philosophen zitiert, der den Inquisitionsprozess gegen Galilei verteidigt hatte. Deshalb war er bei einigen Professoren der römischen Universität La Sapienza unerwünscht. Eine dort vorgesehene Rede des Papstes platzte. Doch dieser Tage vollzieht sich in Rom eine geradezu erstaunliche Kehrtwende. Fast scheint es, als solle Galilei der Schutzpatron der Astronomen werden.

Anlass ist das von den Vereinten Nationen für 2009 ausgerufene Jahr der Astronomie. „Grazie, Galileo", titelte der „Osservatore Romano" über einen Artikel aus der Feder von Pater José G. Funes, dem Leiter der vatikanischen Sternwarte. Das Zerwürfnis im 17. Jahrhundert zwischen der Kirche und dem Wissenschaftler habe Wunden hinterlassen, die auch heute noch nicht verheilt seien, schreibt Funes. Die Kirche habe ihre Fehler zwar eingestanden, aber sie hätte noch mehr tun sollen.

Da sieht Erzbischof Giancarlo Ravasi, Präsident des Päpstlichen Kulturrates, Möglichkeiten: Galilei sei nie richtig vom Vatikan verurteilt worden, stellte er dieser Tage auf einem römischen Kongress zum Thema „Die Wissenschaft 400 Jahre nach Galileo Galilei" heraus. Zwar habe damals ein kirchliches Gericht eine schriftliche Verurteilung vorbereitet. Doch sei diese von Papst Urban VIII., einem Wissenschaftler, „nie unterzeichnet worden".

Die Prozessakten Galileis will der Vatikan bald umfassend veröffentlichen, „begleitet von einer eingehenden, kontextuellen Analyse", wie Ravasi sagt. Der Erzbischof ging aber noch weiter. Galileis Forschung habe einen fundamentalen Beitrag geleistet, um zwischen Methoden der Forschung und der Theologie unterscheiden zu können: „Heutzutage könnte Galileo der ideale Schirmherr für einen Dialog zwischen Wissenschaft und Glauben sein."

Ravasis Initiative für Galilei findet offensichtlich ganz oben im Vatikan Anklang. Das geht schon aus der Grußadresse hervor, die Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone an den Kongress richtete. Galilei sei ein „Mann des Glaubens" gewesen, der die Natur als Buch Gottes gesehen habe. In den letzten Jahren seien dazu „klärende Untersuchungen" erschienen.

Quelle: Rheinischer Merkur
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Donnerstag, 4. Dezember 2008

Gefahr durch Kreditkrise – schon im Römischen Reich

 

Warnte vor internationalen Finanzproblemen: Cicero, dargestellt in einer Kopie einer Skulptur aus römischer Zeit. 
Warnte vor internationalen Finanzproblemen: Cicero, dargestellt in einer Kopie einer Skulptur aus römischer Zeit.

Ein britischer Historiker hat eine Parallele zur Kreditkrise aufgestöbert, die derzeit die Welt verunsichert - in den Reden des römischen Politikers Cicero.

Mehr als 25 Prozent Arbeitslosigkeit in manchen Industrieländern, dramatische Einbrüche beim Bruttosozialprodukt und bei der industriellen Produktion: Auf der Suche nach Vorbildern zur gegenwärtigen Kreditkrise greifen Politiker, Bankfachleute und Medien allzu gern zur Wirtschaftskrise in den Dreissigerjahren des vergangenen Jahrhunderts - manchmal zum Überdruss des besorgten Publikums.

Ähnliche Situation um 66 vor Christus?

Abhilfe könnte ein britischer Historiker schaffen, der eine Parallele gefunden hat, die noch vor Christi Geburt datiert. Wie die Zeitung «Guardian» berichtet, meint Philip Kay von der Oxford University, einen Hinweis auf die allererste Kreditkrise gefunden zu haben. In einem Vortrag enthüllte er, wie der legendäre römische Redner, Anwalt und Philosoph Marcus Tullius Cicero im Jahr 66 vor Christus vor den Folgen einer solchen Situation warnte.

In einer politischen Rede verlangte Cicero demnach, dass es Pompeius dem Grossen, einem Feldherrn und Politiker, erlaubt werden solle, gegen Mithridates VI. in den Krieg zu ziehen - jenen König von Pontos, dessen Truppen 22 Jahre zuvor in die römische Provinz Asien an der Westküste der heutigen Türkei eingefallen worden. Diese Invasion, so Cicero, verursachte den Verlust von soviel römischem Geld, dass auch das Kreditvertrauen in Rom selbst zerstört wurde. «Verteidigt die Republik vor dieser Gefahr und glaubt mir», appellierte der Politiker laut der Überlieferung, «dieses System von Geldern, das in Rom betrieben wird, ist mit den Asien-Geldern gekoppelt und verknüpft. Der Verlust des einen unterhöhlt unvermeidlich das andere und verursacht seinen Kollaps.»

Lösung des Problems nicht überliefert

Wenn man in diese Rede anstelle von «Asien-Geldern» den Ausdruck «US-Subprime» einfüge und «britisches Bankensystem» statt dem «System, das in Rom betrieben wird» verwende, so erklärte Philip Kay, liesse sich diese Rede ohne weiteres für die heutige Kreditkrise verwenden. Ob und wie die Römer diese Gefahr umgingen, konnte der Historiker allerdings nicht erklären. «Es gibt nur wenige Informationen darüber, was in den nächsten 20 Jahren geschah, fürchte ich», sagte Kay laut dem Zeitungsbericht, «wir wissen es einfach nicht.»

Quelle: baz.online
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Gefahr durch Kreditkrise – schon im Römischen Reich

 

Warnte vor internationalen Finanzproblemen: Cicero, dargestellt in einer Kopie einer Skulptur aus römischer Zeit. 
Warnte vor internationalen Finanzproblemen: Cicero, dargestellt in einer Kopie einer Skulptur aus römischer Zeit.

Ein britischer Historiker hat eine Parallele zur Kreditkrise aufgestöbert, die derzeit die Welt verunsichert - in den Reden des römischen Politikers Cicero.

Mehr als 25 Prozent Arbeitslosigkeit in manchen Industrieländern, dramatische Einbrüche beim Bruttosozialprodukt und bei der industriellen Produktion: Auf der Suche nach Vorbildern zur gegenwärtigen Kreditkrise greifen Politiker, Bankfachleute und Medien allzu gern zur Wirtschaftskrise in den Dreissigerjahren des vergangenen Jahrhunderts - manchmal zum Überdruss des besorgten Publikums.

Ähnliche Situation um 66 vor Christus?

Abhilfe könnte ein britischer Historiker schaffen, der eine Parallele gefunden hat, die noch vor Christi Geburt datiert. Wie die Zeitung «Guardian» berichtet, meint Philip Kay von der Oxford University, einen Hinweis auf die allererste Kreditkrise gefunden zu haben. In einem Vortrag enthüllte er, wie der legendäre römische Redner, Anwalt und Philosoph Marcus Tullius Cicero im Jahr 66 vor Christus vor den Folgen einer solchen Situation warnte.

In einer politischen Rede verlangte Cicero demnach, dass es Pompeius dem Grossen, einem Feldherrn und Politiker, erlaubt werden solle, gegen Mithridates VI. in den Krieg zu ziehen - jenen König von Pontos, dessen Truppen 22 Jahre zuvor in die römische Provinz Asien an der Westküste der heutigen Türkei eingefallen worden. Diese Invasion, so Cicero, verursachte den Verlust von soviel römischem Geld, dass auch das Kreditvertrauen in Rom selbst zerstört wurde. «Verteidigt die Republik vor dieser Gefahr und glaubt mir», appellierte der Politiker laut der Überlieferung, «dieses System von Geldern, das in Rom betrieben wird, ist mit den Asien-Geldern gekoppelt und verknüpft. Der Verlust des einen unterhöhlt unvermeidlich das andere und verursacht seinen Kollaps.»

Lösung des Problems nicht überliefert

Wenn man in diese Rede anstelle von «Asien-Geldern» den Ausdruck «US-Subprime» einfüge und «britisches Bankensystem» statt dem «System, das in Rom betrieben wird» verwende, so erklärte Philip Kay, liesse sich diese Rede ohne weiteres für die heutige Kreditkrise verwenden. Ob und wie die Römer diese Gefahr umgingen, konnte der Historiker allerdings nicht erklären. «Es gibt nur wenige Informationen darüber, was in den nächsten 20 Jahren geschah, fürchte ich», sagte Kay laut dem Zeitungsbericht, «wir wissen es einfach nicht.»

Quelle: baz.online
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Mittwoch, 3. Dezember 2008

Drei Tage Aufenthalt in einer Ferienwohnung in Rom gewinnen

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Wie heißt die Sehenswürdigkeit?
 

Bei einem Gewinnspiel der Vermittlungsagentur www.romabed.de können die Teilnehmer mit etwas Glück einen kostenlosen Aufenthalt für drei Tage und zwei Personen zwischen dem 1. und 15. März 2009 in einer Ferienwohnung mit kleiner Küche mitten in Rom gewinnen. Den genauen Zeitraum werden wir mit dem Gewinner absprechen. Die Kosten für Anreise und Verpflegung trägt der Gewinner selbst. 

Um den kostenlosen Aufenthalt zu gewinnen, muss e nur eine Frage beantworttn und  eine E-Mail mit der richtigen Antwort an RomaBed geschickt werden

Die Frage lautet:

Wie heißt eine berühmte Sehenswürdigkeit in Rom?

a. Maurische Treppe

b. Spanische Treppe

c. Italienische Treppe

Alle Infos unter www.romabed.de



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Dienstag, 2. Dezember 2008

UN-Artenschutzkonferenz in Rom über Gorillas

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Afrikanische Menschenaffen sind bedroht 

2009 ist das Jahr des Gorillas: Zum Auftakt der UN-Artenschutzkonferenz über wandernde Tierarten hat Fürst Albert II. von Monaco in Rom offiziell die weltweite Gorilla-Kampagne eröffnet.

Die stark bedrohten afrikanischen Menschenaffen würden allzu oft Opfer von Wilderern, Umweltzerstörung und Kriegen, sagte Albert bei der Eröffnung der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS). "Dabei soll die Tragödie der Menschen nicht der der Tiere entgegengestellt werden."

"Ziel von Kampagnen wie dem Jahr des Gorillas ist es, den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensverhältnisse der betroffenen Menschen", betonte der Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner. Das Jahr des Gorillas steht auch für die Bekämpfung von Armut und Hunger in den betroffenen Regionen.

Ein Hauptanliegen ist die Umsetzung eines Gorillaabkommens, das etwa die Ausbildung und Bezahlung von Wildhütern zum Schutz der Menschenaffen vorsieht. Sie sollen die Jagd auf Gorillas als Nahrung (so genanntes Bushmeat) verhindern. Weitere Massnahmen sind die Unterstützung der Forschung sowie die Unterstützung von Ökotourismus.

Drei der vier Gorilla-Unterarten stehen nach Daten der Weltnaturschutzunion IUCN unmittelbar vor dem Aussterben. Für sie gilt auf der Roten Liste der IUCN die höchste Gefährdungsstufe. Aber auch die vierte, die sich in der zweithöchsten Gefährdungsstufe findet, ist stark bedroht.

Quelle: SonntagsZeitung
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Montag, 1. Dezember 2008

Vanvitelli: Vater der Vedutenmalerei

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Porträt von Vanvitelli.

Robilant + Voena in London zeigen 30 Bilder von Vanvitelli, auch bekannt als Gaspar van Wittel.

Zu den begehrtesten Souvenirs der frühen Kultur-Touristen gehörten Veduten von "bella Italia", die vor allem in englischen Landschlössern wohl nicht nur an die Kunst-Erlebnisse der jungen "Grand Tour"-Aristokraten erinnerten. Am 2. Dezember werden in London bei Christie's zwei Canaletto-Motive der Serenissima als teuerste Lose dieser Altmeisterwoche angeboten. Auf Rezession-ignorierende 4-6 bzw 3-5 Mio. Pfund taxiert, pochen sie auf die Attraktion der Lagunenstadt, auf aristokratische Provenienz und Marktfrische.

Seinerzeit ebenfalls hochgeschätzt, heute aber eher nur Kennern bekannt, ist der Vater dieser topographischen Malerei. Zum ersten Mal wird jetzt der Niederländer Gaspar van Wittel, in seinem Adoptivland zu Vanvitelli italianisiert, außerhalb von Italien in einer Ausstellung gewürdigt: Rund 30 Gemälde, die von der Galerie "Robilant + Voena" zu einer musealen Schau versammelt wurden, "wie sie so bald in diesen schwierigen Zeiten nicht mehr von einer Privatgalerie geleistet werden kann." So kommentiert es der Galerist Edmondo di Robilant.

Gaspard van Wittel (1652/53 in Amersfoort geboren, 1736 in Rom gestorben) ließ sich jung in Rom nieder und malte in über 60 Schaffensjahren Hunderte von Ansichten in der Tiberstadt und Umgebung, in Florenz, Venedig, Neapel und der Lombardei. Früh erkannten fürstliche Mäzene sein spezielles Talent für die akkurate Wiedergabe von Architektur und Perspektive, die er mit dem niederländischen Sinn für dekoratives Detail verband. Ein Prinz Colonna bestellte etwa weit über 100 seiner Veduten. Natürlich kam auch Vanvitelli der damaligen Passion für die Ruinenromantik nach. Die gerade neu gestaltete Piazza del Popolo oder der Bau von neuen Häfen inmitten der Stadt am Tiber dokumentieren die Ewige Stadt zu Beginn des 18. Jahrhundert. Er beschreibt das lebhafte Treiben der Arbeiter, Schiffers- und Handelsleute am sandigen Ufer des von Flössen, Kähnen und Segelboten bestückten Flusses, in dem sich die Häuser schimmernd spiegeln. Dass der Niederländer neben der genau beobachteten Topographie auch den Charme-Effekt liefert, macht diese Dokumente einer vergangenen Zeit so reizvoll.

Canaletto führt auf diesem Gebiet die Preisliste an, bei rund 16 Mio. Pfund ist sein derzeitiger Auktions-Rekord verzeichnet. Und steht Canaletto auf der Wunschliste internationaler Sammler, so werden Vanvitellis Veduten heute meist nach Italien zurückgeführt. Kleine Tempera-Arbeiten sind ab 100-200 000 Pfund bewertet, sein Auktionsrekord liegt bei knapp zwei Mio. Pfund, "im Privathandel aber auch höher", so Edmondo di Robilant. Einige Werke in der jetzigen Ausstellung sind auch verkäuflich: So die Ansicht des Colosseums für 350 000 Pfund, der Blick auf die Villa Aldobrandini in Frascati für 1,6 Mio. Pfund und eine römische Tiber-Vedute für 3,5 Mio. Euro. Eine der sechs bekannten Versionen dieses Motivs wurde im Dezember 2007 bei Sotheby's für 1,9 (1-1,5) Mio. Pfund versteigert.

Quelle: Welt Online
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romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

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