Sonntag, 30. November 2008
Historischer Krimi: Wilde Intrigen in Rom
Das italienische Autorenpaar Monaldi & Sorti ist Meister in der Verbindung von historisch verbürgten, wenn auch oft verdrängten Fakten und Fiktion. Im neuen Opus erzählt der Ziehsohn von Leonardo da Vinci aus der Perspektive von "unten" vom Rom-Aufenthalt seines Meisters. Die Tradition des Schelmenromans wird wieder aufgegriffen: Salaì, neugierig, verfressen und schlau, ist immer zu sexuellen Abenteuern bereit. Gern macht er sich über seinen unbeholfenen Meister und Gelehrtenfreund lustig. Der Hintergrund ist ein ernster. Im Grunde geht es darum, wie Geschichtsschreibung für politische Zwecke manipuliert wird. Und, wie im Falle der Germania von Tacitus, Schriften schlicht gefälscht wurden, um ein Gegenbild zu den so bösen rezenten Zeiten zu haben. Monaldi und Sorti haben gründlichst recherchiert und irritierende Fakten zutage gefördert.
Boccaccio-Erzählung
Etwa der schlechte Leumund des Borgia-Papstes Alexander: der beruht zum Großteil auf der Gegenpropaganda in Deutschland; so wurde gezielt für die Reformation und gegen den katholischen Klerus Stimmung gemacht. Salaì begegnet in Rom geheimen Bünden - an ihrer Spitze der ruchlose Schreiber des Papstes, Johannes Burkard, der eine Boccaccio-Erzählung plagiierte, um dem Papst zu schaden. Der Anhang mit den Quellen ist mindestens so spannend wie die Intrigen in Rom: ein intellektueller Genuss im Gewande eines historischen Krimis und eine Aufforderung an Historiker, mehr Quellenforschung zu betreiben. (Ingeborg Sperl/Album, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29./30.11.2008)
Rita Monaldi, Francesco Sorti, "Die Zweifel des Salaì". Deutsche Übersetzung: Annette Kopetzki. € 19,90 / 507 Seiten. Kindler 2008.Quelle: derStandard
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 30. November 2008 um 15:55 Historischer Krimi: Wilde Intrigen in Rom
Das italienische Autorenpaar Monaldi & Sorti ist Meister in der Verbindung von historisch verbürgten, wenn auch oft verdrängten Fakten und Fiktion. Im neuen Opus erzählt der Ziehsohn von Leonardo da Vinci aus der Perspektive von "unten" vom Rom-Aufenthalt seines Meisters. Die Tradition des Schelmenromans wird wieder aufgegriffen: Salaì, neugierig, verfressen und schlau, ist immer zu sexuellen Abenteuern bereit. Gern macht er sich über seinen unbeholfenen Meister und Gelehrtenfreund lustig. Der Hintergrund ist ein ernster. Im Grunde geht es darum, wie Geschichtsschreibung für politische Zwecke manipuliert wird. Und, wie im Falle der Germania von Tacitus, Schriften schlicht gefälscht wurden, um ein Gegenbild zu den so bösen rezenten Zeiten zu haben. Monaldi und Sorti haben gründlichst recherchiert und irritierende Fakten zutage gefördert.
Boccaccio-Erzählung
Etwa der schlechte Leumund des Borgia-Papstes Alexander: der beruht zum Großteil auf der Gegenpropaganda in Deutschland; so wurde gezielt für die Reformation und gegen den katholischen Klerus Stimmung gemacht. Salaì begegnet in Rom geheimen Bünden - an ihrer Spitze der ruchlose Schreiber des Papstes, Johannes Burkard, der eine Boccaccio-Erzählung plagiierte, um dem Papst zu schaden. Der Anhang mit den Quellen ist mindestens so spannend wie die Intrigen in Rom: ein intellektueller Genuss im Gewande eines historischen Krimis und eine Aufforderung an Historiker, mehr Quellenforschung zu betreiben. (Ingeborg Sperl/Album, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29./30.11.2008)
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Freitag, 28. November 2008
«Strick-Cafés» erobern Rom
Egal ob grobmaschig, bestickt, mit Knöpfen oder ohne, Hauptsache selbst gemacht: Handarbeit ist in der italienischen Hauptstadt wieder schwer im Kommen.
Immer mehr Römer treffen sich in den boomenden «Strick-Cafés», die Boutiquen, Cafés und Szenetreffs der Ewigen Stadt neuerdings allwöchentlich veranstalten. Wer in Eleganz verliebt ist und auch in Zeiten der Finanzkrise noch «bella figura» machen will, der lernt dort beim gemeinsamen Cappuccino die neusten Kniffe in Sachen Nadelarbeit, wie «La Repubblica» berichtete. Mit einer Stickerei auf dem Revers oder neuen Knöpfen wird auch der Mantel aus der letzten Saison wieder für das «Dolce Vita» aufgepeppt.
Quelle: Welt Online![]()
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Donnerstag, 27. November 2008
Tom Cruise wird Schlossherr
Hollywood-Scientologe Tom Cruise will sich in Europa häuslich niederlassen: Der Schauspieler liebäugelt mit dem Castello Bracciano unweit von Rom, in dem er 2006 Katie Holmes geheiratet hat. Nach Angaben italienischer Medien ist Cruise bereit, 40 Millionen Euro für das Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert zu zahlen. Das Schloss befindet sich im Besitz der Adelsfamilie Odescalchi, die es für VIP-Hochzeiten zur Verfügung stellt.
Bei Promis beliebt
Das Schloss Odescalchi von Bracciano gilt als eines der schönsten Schlösser Europas. Dort haben schon CNN-Starreporterin Christiane Amanpour und der einstige Sprecher des US-Außenministeriums, James Rubin, geheiratet. Der König des Italo-Pops, Eros Ramazzotti, gab hier vor zehn Jahren der Schweizerin Michelle Hunziker das Ja-Wort.
Zuhause im Luxus
Auch andere Stars mögen es herrschaftlich: Nicolas Cage residiert in der mittelalterlichen Burg Neidstein und Superstar Madonna gefällt sich in der Rolle einer britischen Lady in ihrem prunkvollen Landhaus in Wiltshire. Auch Angelina Jolie und Brad Pitt haben ein Faible für Europa: Ihr idyllisches Chateau Miraval in der Provence ist ein Palast mit 35 Zimmern - Weingut, Olivenbäume und eigener See inklusive.
Tom zeigt sich reuig
Hollywood-Star Tom Cruise hat sich Jahre nach seinem ungewöhnlichen Liebesschwur für seine Ehefrau Katie Holmes in einer Talk-Show reuig gezeigt.
Quelle: OE3![]()
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Geändert am 27. November 2008 um 16:12 Tom Cruise wird Schlossherr
Hollywood-Scientologe Tom Cruise will sich in Europa häuslich niederlassen: Der Schauspieler liebäugelt mit dem Castello Bracciano unweit von Rom, in dem er 2006 Katie Holmes geheiratet hat. Nach Angaben italienischer Medien ist Cruise bereit, 40 Millionen Euro für das Bauwerk aus dem 15. Jahrhundert zu zahlen. Das Schloss befindet sich im Besitz der Adelsfamilie Odescalchi, die es für VIP-Hochzeiten zur Verfügung stellt.
Bei Promis beliebt
Das Schloss Odescalchi von Bracciano gilt als eines der schönsten Schlösser Europas. Dort haben schon CNN-Starreporterin Christiane Amanpour und der einstige Sprecher des US-Außenministeriums, James Rubin, geheiratet. Der König des Italo-Pops, Eros Ramazzotti, gab hier vor zehn Jahren der Schweizerin Michelle Hunziker das Ja-Wort.
Zuhause im Luxus
Auch andere Stars mögen es herrschaftlich: Nicolas Cage residiert in der mittelalterlichen Burg Neidstein und Superstar Madonna gefällt sich in der Rolle einer britischen Lady in ihrem prunkvollen Landhaus in Wiltshire. Auch Angelina Jolie und Brad Pitt haben ein Faible für Europa: Ihr idyllisches Chateau Miraval in der Provence ist ein Palast mit 35 Zimmern - Weingut, Olivenbäume und eigener See inklusive.
Tom zeigt sich reuig
Hollywood-Star Tom Cruise hat sich Jahre nach seinem ungewöhnlichen Liebesschwur für seine Ehefrau Katie Holmes in einer Talk-Show reuig gezeigt.
Quelle: OE3
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Mittwoch, 26. November 2008
Diokletians-Thermen werden wieder eröffnet

Neben der Anlage sind auch Grabmonumente aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus zu sehen.
Die Thermen des römischen Kaisers Diokletian wurden dieser Tage wiedereröffnet, nachdem sie rund 30 Jahre lang für die Öffentlichkeit gesperrt war. Die erste wieder zugängliche von den insgesamt elf Hallen des antiken Thermalkomplexes sei die gewaltige "Aula X", berichteten italienische Medien am Dienstag. Die Halle soll 25 Meter hoch und 40 Meter lang sein. Die in den Jahren 298 bis 306 entstandenen Thermen sollen zum "Museum des täglichen Lebens im alten Rom" werden, erklärte der römische Kulturbeauftragten für Archäologie, Angelo Bottini, bei der Präsentation.
Die Thermen des römischen Kaisers Diokletian wurden dieser Tage wiedereröffnet, nachdem sie rund 30 Jahre lang für die Öffentlichkeit gesperrt war. Die erste wieder zugängliche von den insgesamt elf Hallen des antiken Thermalkomplexes sei die gewaltige "Aula X", berichteten italienische Medien am Dienstag. Die Halle soll 25 Meter hoch und 40 Meter lang sein. Die in den Jahren 298 bis 306 entstandenen Thermen sollen zum "Museum des täglichen Lebens im alten Rom" werden, erklärte der römische Kulturbeauftragten für Archäologie, Angelo Bottini, bei der Präsentation.
Quelle: derStandard
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Geändert am 29. November 2008 um 12:34 Montag, 24. November 2008
Eins Plus entführt Zuschauer im Dezember nach Rom

Am 14. Dezember lädt Eins Plus im Sonntagsschwerpunkt "Die schönsten Städte der Welt" dazu ein, in das pulsierende Leben der "ewigen Stadt" Rom einzutauchen.
| Woher kommt eigentlich der Ausdruck "ewige Stadt"? Auf einem "Spaziergang durch die ewige Stadt" am 14. Dezember um 18.15 Uhr beschäftigt sich Eins Plus mit dieser Frage. Rom hat die größte Altstadt der Welt und ist dennoch kein Museum. Rom war kulturelles Zentrum der antiken Welt. Die Stadt am Tiber ist Sitz des Vatikans. Architektonische Kostbarkeiten zeugen vom epochalen Wandel der Stadt, wie das Forum Romanum, das Kolosseum, die Sixtinische Kapelle und der Petersdom. Rom lädt ein zum Flanieren und zum Verweilen: der "Campo Dei Fiori", die "Piazza Navona" oder die "Spanische Treppe". | ||
"Rom", Sendetermin: 14. Dezember, 16 Uhr Quelle: Digitalfernsehen.de |
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Geändert am 24. November 2008 um 16:59 Mittwoch, 19. November 2008
Drehbuchautor Ennio de Concini ist tot

Er war einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Italiens: Ennio de Concini. Für das Kino schrieb er "Scheidung auf Italienisch", für das Fernsehen die Krimi-Serie "Allein gegen die Mafia". Jetzt ist der Oscar-Preisträger im Alter von 84 Jahren gestorben.
Rom - Der italienische Drehbuchautor starb am Montag nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt Rom. Dies gab die Familie am Dienstag bekannt. Für seine Freunde war er ein Lehrer und "einer der größten Architekten des Kinos", kommentierte die Online-Ausgabe der Turiner Zeitung "La Stampa" den Tod des Autors. Die Beerdigung wird nächsten Donnerstag in Rom stattfinden.
Der 1923 geborene Ennio de Concini gab sein Debüt als Autor von Komödien am Theater und wechselte nach dem Krieg ins Filmgeschäft, wo er zunächst als Regieassistent arbeitete.
Seine Karriere ist eng verwoben mit mehreren Dekaden des modernen italienischen Films - von der Nachkriegsära bis hin zu den Jahren des neuen italienischen Realismus, wie ihn die Serie "Allein gegen die Mafia" verkörperte.
In diesem Zeitraum war de Concini verantwortlich für die Drehbücher von mehr als 150 Filmen und schrieb unter anderem für die Regisseure Michelangelo Antonioni, Raffaello Matarazzo, Duilio Coletti, Riccardo Freda, Clemente Fracassi und Mario Camerini.
Sein erfolgreichstes Drehbuch war "Scheidung auf Italienisch" mit Schauspieler Marcello Mastroianni, wofür er 1963 den Oscar für das beste Originaldrehbuch erhielt. De Concini war auch Co-Autor des Films "Das Rote Zelt" mit Sean Connery in der Hauptrolle, der die desaströse Luftschiff-Expedition von Umberto Nobile zum Nordpol im Jahr 1928 thematisierte.
Auch mit seinem im Ausland bekannteren Film "Hitler - Die letzten zehn Tage" von 1973 zeigte der Autor ein Faible für Katastrophen: Der Film, bei dem er auch Regie führte, zeigt die letzten Tage Hitlers im Führerbunker.
Neben seinen Filmen schrieb er für viele TV-Serien, unter anderem für zahlreiche Folgen der erfolgreichsten italienischen Fernsehserie aller Zeiten: "Allein gegen die Mafia".
Bis zu 15 Millionen Zuschauer wollten ab Mitte der achtziger Jahre den römischen Commissario Corrado Cattani gegen die sizilianische Cosa Nostra kämpfen sehen. In Deutschland wurde die Serie ab 1984 im ZDF gezeigt und regelmäßig von Privatsendern wiederholt.
Quelle: SPIEGEL ONLINE![]()
»13:40
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Dienstag, 18. November 2008
Neue Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Mailand, Rom und Bologna
Reisende in Italien kommen künftig mit der Bahn schneller voran. Vom 14. Dezember an können sie mit dem Hochgeschwindigkeitszug zwischen Mailand und Bologna verkehren. Der Zug schafft die 182 Kilometer lange Strecke in 65 Minuten. Das sind 37 Minuten weniger als bisher. Im Dezember soll es außerdem eine neue Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Mailand und Rom geben.
Die Fahrzeit liegt bei 3,5 Stunden, nur wenig mehr als mit dem Flugzeug, wenn die Wartezeiten am Flughafen mitgerechnet werden. In den nächsten Jahren soll das italienische Hochgeschwindigkeitsnetz weiter ausgebaut werden. Dabei werden auch Städte jenseits der Hauptverkehrsrouten wie Bari und Palermo in die Planungen einbezogen.
Quelle: Image Tours
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Montag, 17. November 2008
200 Hooligans randalieren in Rom

Schlägereien auf der Tribüne: Beim Rom-Derby schlugen einige "Fans" über die Stränge
Der Sieg des AS Rom im Fußball-Derby gegen Lazio Rom (1:0) ist am Sonntagabend von schweren Krawallen überschattet worden. 200 mit Eisenstangen, Ketten und Stahlrohren bewaffnete Hooligans von Lazio griffen die Polizei an, die mit Tränengas reagierte.
Bei der Straßenschlacht wurden 30 Polizisten verletzt, neun Lazio-Randalierer wurden festgenommen. Zu den Festgenommenen zählt nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport (Montagausgabe) auch ein Deutscher. Alle Festgenommenen wurden umgehend mit Stadionverboten belegt.
Die Straßenschlacht überschattete die Zeremonie zu Ehren des vor einem Jahr gestorbenen Lazio-Fans Gabriele Sandri. Mit einer Schweigeminute im Stadion wurde des 27-jährigen Tifosos gedacht, der am 11. November auf einer Autobahnraststätte in der Nähe der toskanischen Stadt Arezzo von einem Verkehrspolizisten erschossen worden war. Der Tod Sandris hatte eine Welle der Gewalt in Italien ausgelöst.
Quele: RP Online
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Samstag, 15. November 2008
100.000 steigen auf die Barrikaden

Allein in Rom sollen 100.000 Menschen gegen die geplante Uni-Reform demonstriert haben.
Italienische Studenten haben am Freitag gegen eine umstrittene Universitätsreform der Regierung Berlusconi protestiert. Massendemonstrationen fanden in den größten Städten des Landes statt. In Rom gingen laut den Studentenverbänden 100.000 Menschen auf die Straße. Ein Demonstrantenzug defilierte bis zum Regierungssitz.
Die Reform von Unterrichtsministerin Mariastella Gelmini sieht beträchtliche Einsparungen im Universitätsbereich vor. Im Reformpaket heißt es, dass fünf Professoren, die pensioniert werden, nur durch eine Person ersetzt werden können. Die prestigereichsten Universitäten sollen zusätzliche Finanzierungen erhalten.
700 Millionen Euro sollen 2009 eingespart werden
Allein im kommenden Jahr will die Regierung im Universitätsbereich 700 Millionen Euro einsparen und langfristig Tausende von Dozenten- und Professorenstellen nicht mehr neu besetzen. Geplant ist hinzu eine radikale Änderung des Auswahlverfahrens für Professorenstellen und strenge Auflagen für Hochschulen mit Haushaltsdefiziten. Damit müsse vor allem ein deutlicher Schritt gegen die Vetternwirtschaft in den Universitäten unternommen werden, so die Regierung.
Regierungschef Silvio Berlusconi verteidigte die Reform. "Damit wollen wir die Privilegien im Universitätssystem bekämpfen, von denen viele Professoren profitieren. In Italien gibt es derzeit 5.599 Studienfächer, einige mit nur einem einzigen Studenten. Das muss sich ändern. Wir werden das Angebot reduzieren, um die Qualität zu fördern", sagte Berlusconi.
Schulreform bereits verabschiedet
Trotz heftigen Protesten hatte die Regierung Berlusconi Ende Oktober eine umstrittene Schulreform verabschiedet. Die umstrittene Reform sieht die Streichung von 87.000 Lehrerstellen und 44.500 Jobs im administrativen Schulbereich innerhalb der nächsten drei Jahre vor, was dem Staat Einsparungen im Wert von sieben Prozent der jährlichen Ausgaben für die Schulen bescheren soll. Zudem sollen Schüler künftig wegen schlechten Benehmens durchfallen können. Volksschüler sollen fünf Jahre lang vom gleichen Lehrer unterrichtet werden und Schuluniformen tragen.
Quelle: derStandard
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100.000 steigen auf die Barrikaden

Allein in Rom sollen 100.000 Menschen gegen die geplante Uni-Reform demonstriert haben.
Italienische Studenten haben am Freitag gegen eine umstrittene Universitätsreform der Regierung Berlusconi protestiert. Massendemonstrationen fanden in den größten Städten des Landes statt. In Rom gingen laut den Studentenverbänden 100.000 Menschen auf die Straße. Ein Demonstrantenzug defilierte bis zum Regierungssitz.
Die Reform von Unterrichtsministerin Mariastella Gelmini sieht beträchtliche Einsparungen im Universitätsbereich vor. Im Reformpaket heißt es, dass fünf Professoren, die pensioniert werden, nur durch eine Person ersetzt werden können. Die prestigereichsten Universitäten sollen zusätzliche Finanzierungen erhalten.
700 Millionen Euro sollen 2009 eingespart werden
Allein im kommenden Jahr will die Regierung im Universitätsbereich 700 Millionen Euro einsparen und langfristig Tausende von Dozenten- und Professorenstellen nicht mehr neu besetzen. Geplant ist hinzu eine radikale Änderung des Auswahlverfahrens für Professorenstellen und strenge Auflagen für Hochschulen mit Haushaltsdefiziten. Damit müsse vor allem ein deutlicher Schritt gegen die Vetternwirtschaft in den Universitäten unternommen werden, so die Regierung.
Regierungschef Silvio Berlusconi verteidigte die Reform. "Damit wollen wir die Privilegien im Universitätssystem bekämpfen, von denen viele Professoren profitieren. In Italien gibt es derzeit 5.599 Studienfächer, einige mit nur einem einzigen Studenten. Das muss sich ändern. Wir werden das Angebot reduzieren, um die Qualität zu fördern", sagte Berlusconi.
Schulreform bereits verabschiedet
Trotz heftigen Protesten hatte die Regierung Berlusconi Ende Oktober eine umstrittene Schulreform verabschiedet. Die umstrittene Reform sieht die Streichung von 87.000 Lehrerstellen und 44.500 Jobs im administrativen Schulbereich innerhalb der nächsten drei Jahre vor, was dem Staat Einsparungen im Wert von sieben Prozent der jährlichen Ausgaben für die Schulen bescheren soll. Zudem sollen Schüler künftig wegen schlechten Benehmens durchfallen können. Volksschüler sollen fünf Jahre lang vom gleichen Lehrer unterrichtet werden und Schuluniformen tragen.
Quelle: derStandard
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Freitag, 14. November 2008
Rom bekommt Billigflieger-Flugplatz

Nördlich von Rom soll ein neuer Flughafen für Billig-Airlines gebaut werden. Der Airport solle in der Stadt Viterbo knapp hundert Kilometer nördlich der italienischen Hauptstadt entstehen, teilte die Regierung mit.
Auf dem Flughafen, der vornehmlich von privaten Investoren gebaut werden soll, sollen bis zum Jahr 2020 zwischen sechs und acht Millionen Passagiere jährlich abgefertigt werden. Damit würden die beiden römischen Flughäfen Fiumicino und Ciampino entlastet werden.
Der Airport von Viterbo soll vor allem für Billigflieger reserviert sein. Damit würden Billigflieger ähnlich wie in vielen anderen europäischen Städten in einem nahe gelegenen kleineren Ort starten und landen.
Quelle: Südtirol Online
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Donnerstag, 13. November 2008
Zeitreise in das alte Rom

Den virtuellen Besuchern werden 6500 Gebäude aus der Zeit des Römischen Reichs geboten.
Ein Sparziergang durch das alte Rom - der Internetkonzern Google macht es möglich: Geschichte-Fans können seit Mittwoch im Internet eine Zeitreise unternehmen und eine dreidimensionale Version der Stadt aus dem Jahr 320 nach Christus besuchen.
Mit Hilfe der Software Google Earth kann man nach Angaben des Konzerns an über 6500 Gebäuden aus der Zeit des Römischen Reichs vorbei flanieren. Auch ein Blick auf die Oberflächenstrukturen der Gebäude aus der Nähe ist in "Ancient Rome 3D" möglich. In Informationstexten können die Besucher die von Historikern verfassten Fakten nachlesen.
Elf wichtige Stätten des alten Roms können die virtuellen Besucher sogar von Innen besichtigen. Darunter das Forum Romanum und das Kolosseum.
Hintergrund: Was Google so alles weiß
Link: "Ancient Rome 3D"
Quelle: KURIER![]()
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Geändert am 13. November 2008 um 15:16 Dienstag, 11. November 2008
Ryanair-Maschine musste in Rom notlanden

Eine Maschine der irischen Billigflieger Gesellschaft Ryanair mußte wegen Triebwerksproblemen auf dem Flughafen Rom-Ciampino notlanden. Die Maschine kam aus Deutschland. Es befanden sich 166 Passagiere an Bord.
Die Passagiere haben die Maschine über eine der Türen und eine Notrutsche verlassen. Verletzt wurde niemand. Der Flughafen Rom wurde danach vorübergehend geschlossen. Angeblich sei die Maschine ins Schlingern geraten, über die Landebahn hinausgeschossen und dann zum Stehen gekommen. Keiner der Passagiere wurde verletzt.
Angeblich sei ein Triebwerk durch einen Vogelschwarm beschädigt worden, hieß es. Das Flugzeug sei von "mehreren Vogelschlägen" getroffen worden, teilte Ryanair mit. Die Maschine werde jetzt erstmal von Ingenieuren des Unternehmens untersucht.
Der Flughafen Ciampino, der von zahlreichen Billigflieger-Airlines angeflogen wird, wurde vorübergehendgesperrt. Die nachfolgenden Flüge wurden über Rom-Fiumicino umgeleitet.
Der Flughafen Rom-Ciampino ist übrigens auch der angestammte Airport des Papstes (Benedikt der XVI. bucht allerdings Sonder- statt Billigflug!)
Quelle: http://www.megaflieger.de
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Geändert am 11. November 2008 um 17:31 Montag, 10. November 2008
Karneval im alten Rom: Tolle Tage am Tiber

Antikes Rom (Computer-Animation): "Feuchtfröhliche Tage im Dezember".
Drei Tage im Dezember war im alten Rom Ausnahmezustand - dann feierte die ganze Stadt die Saturnalien, eine Art Karneval. Herren verkleideten sich als Sklaven und Sklaven als Herren. Im Rausch des Alkohols fielen nicht nur soziale Schranken - sondern auch alle sittlichen.
Zu Tausenden zogen die Bauern alljährlich nach der Ernte in die Tiber-Metropole, um Saturn zu danken. Jenem Gott, der die Felder fruchtbar machte und Nahrung gab - saturare bedeutet "sättigen". Auf dem Forum Romanum stand seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. sein Tempel. Er war ein alter Gott, einer, der schon herrschte, bevor sich Jupiter zum Herrn des Pantheon aufschwang. Gleichwohl erfreute er sich in Rom zunehmender Beliebtheit: Zu Zeiten Ciceros (106-43 v. Chr.) dauerten die Saturnalien satte drei Tage - und die ganze Stadt war in Volksfeststimmung.
Schon antike Gelehrte spekulierten über die Ursprünge des Festes. Einig war man sich darin, dass seine Wurzeln weit in die mythische Vorzeit Roms zurückreichen mussten. Dem spätantiken Philosophen Macrobius (um 430 n. Chr.) zufolge sei Saturn einst vor Jupiter nach Latium geflohen, Roms Umland. Dort herrschte damals Janus, der Gott des Anfangs. Dieser gewährte dem Verwandten nicht nur Asyl, er teilte fortan sogar seine Regentschaft mit ihm. Zum Dank lehrte der "Sättiger" Latiums Bauern die hohe Kunst des Acker- und Weinbaus, und ein goldenes Zeitalter brach an - die Saturnia regia.
Ausführlicher Bericht in SPIEGEL ONLINE >>>![]()
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Sonntag, 9. November 2008
Im Schatten Roms: Die Reize der Region Latium

Die Villa d'Este bei Tivoli.
Alle Straßen führen nach Rom - aber auch wieder hinaus. Römische Villen, antiker Zauber, prächtige mediterrane Natur mit sanften Hügeln und versteckten Seen, dazu die geheimnisvollen Spuren der Etrusker und das Meer: Das alles ist Latium vor den Toren der Stadt.
Bald zwei Jahrhunderte ist es her, dass deutsche Künstler hier zuhauf aufs Land zogen, weil sie ein Paradies gefunden zu haben glaubten. Was ist davon geblieben? Auf keinen Fall will die mittelitalienische Region ein Stiefkind sein, das sich recken muss, um auch mal aufzufallen, und auch kein «Aschenbrödel» oder die Wochenendbeute gestresster Römer. Das in der Vergangenheit so magische Ziel Italien-süchtiger Maler und Dichter, die dort Motive, Beschaulichkeit und Anregung suchten als Kontrast zur Fülle der Kirchen und Denkmäler in Rom, glänzt noch immer durch Vielfalt. Es ist ein Reichtum nicht zuletzt auch kulinarischer Art: Das Land schüttet ein wahres Füllhorn aus, so dass jeder Besucher bei seinen Entdeckungstouren etwas finden kann.
Eine Möglichkeit für einen Ausflug ist die eher gemächliche Zugfahrt nach Frascati und zu den Albaner Bergen mit der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo. Sicher, die zersiedelten Vororte Roms müssen erst einmal hinter einem liegen. Doch dann öffnet sich nur etwa 20 Kilometer südöstlich der Hauptstadt der Panoramablick über die Campagna. Auf den Tischen vor den Bars steht jener süffig-leichte Weißwein, für den Frascati weltweit bekannt ist. Vor den kleinen Marktständen bilden sich Trauben, angezogen vom Duft einer anderen Spezialität dieser Region - leckere Scheiben «porchetta», Spanferkel also. Da ist das quirlige Rom rasch vergessen, auch wenn die Hauptstadt ganz in der Ferne im flirrenden Sonnenlicht doch noch durchschimmert.
Wer sich in Frascati beim Spanferkel zurückgehalten hat, kann ganz in der Nähe der Sommerresidenz von Papst Benedikt XVI. hoch über dem Albaner See gemütlich zu Mittag speisen - und sich die Frage stellen: Isst das katholische Kirchenoberhaupt, das sich gern in Castel Gandolfo aufhält, vielleicht hinter der dicken Mauer seiner Residenz auch gerade sein sicherlich leichtes mittägliches Menü?
Mit dem Weg weiter nach Tivoli legen Touristen auch die Strecke in die Antike zurück. Etwas außerhalb des Städtchens östlich von Rom liegt die Hadrians-Villa. In dem Komplex ließ der Kaiser, Philosoph und Weltreisende (76 bis 138 nach Christus) seine Erinnerungen an Syrien, Ägypten oder Griechenland in Stein hauen und zu einer Traumresidenz zwischen Pinien, Zypressen und Eichen ausbauen. Hadrian wünschte sich eine Art frühe Weltausstellung mit Wasserbecken, Seetheater und allem drum herum - heute ist es Unesco-Weltkulturerbe.
Das gilt auch für eine der Attraktionen in Tivoli selbst: Der Kardinal Ippolito d'Este hat in seiner Villa seinem ehrgeizigen Machtstreben ein Denkmal gesetzt, nachdem er im Vatikan ausgebootet worden war. Der 35 000 Quadratmeter große Renaissance-Garten der Villa d'Este ist aber vor allem ein erstaunliches Gesamtkunstwerk aus Wasserspielen dank raffinierter Hydraulik, vielfältiger Perspektiven und mythologischer Anspielungen. Ein 600 Meter langer Kanal lieferte bereits im 16. Jahrhundert pro Sekunde 600 Liter Wasser aus dem Fluss Aniene. Während die Nachwelt das alles bewundern kann, blieben dem Kardinal dafür nur einige Jahre bis zum Tod 1572.
Entspannend ist es, ein paar Kilometer abseits des Strandrummels die antike Hafenstadt Ostia Antica an der Mündung des Tiber zu durchwandern. Weil über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten, gilt dieses weitläufige Kleinod der antiken Kultur als gut erhaltenes Zeugnis römischer Baukunst - und vor allem des Alltags in der einst blühenden Handelsstadt. Dreistöckige Wohnhäuser wurden nach der Wiederentdeckung Ostia Anticas aus dem Dunkel der Vergangenheit geholt, Latrinen mit Marmorsitzen und Wasserkanälen als Spülung darunter, aber auch antike Imbissstuben.
Während die Zikaden im Chor zirpen, machen sich ausländische Studiengruppen im Rund des Amphitheaters aus der Zeit des Kaisers Augustus breit. Das Theater im Herzen von Ostia Antica ist so gut erhalten, dass es auch heute als Schauplatz für Konzerte im Freien dient. Für ein Picknick zieht sich der Wanderer in der antiken Welt allerdings besser unter eine der Schirmpinien zurück. Diese bieten Schatten, erlauben aber den ungestörten Blick über die Ruinenlandschaft.
Und wem dies alles noch nicht genug ist, der macht sich auf den Weg nach Cerveteri nordwestlich von Rom, um die Nekropolen der von den Römern verdrängten Etrusker zu bestaunen. Er nimmt ein Bad im Bolsena-See mit seinen Inseln nahe der Grenze zu Toskana und Umbrien oder auch in dem näher an der Ewigen Stadt gelegenen Lago di Bracciano - doch Vorsicht, dies ist an den Wochenenden ein bevorzugter Tummelplatz der Römer. Aber Latium ist reich an Seen und an Sehenswürdigkeiten - man kann immer noch ausweichen.
Informationen: Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Neue Mainzer Strasse 26, 60311 Frankfurt, Telefon.: 069/23 74 34
Italienische Zentrale für Tourismus: http://www.enit-italia.de/
Quelle: sueddeutsche.de
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Freitag, 7. November 2008
Rom feiert 80. Geburtstag Morricones mit großem Konzert
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Rom feiert am 10. November den 80. Geburtstag des Filmmusikautors Ennio Morricone mit einem großen Konzert in der römischen Universität „La Sapienza". Gespielt werden die berühmtesten Kompositionen des Maestro, der mit seinen einprägsamen Melodien Filmgeschichte geschrieben hat.
Zum ersten Mal werden zwei neue Kompositionen von Morricones Sohn Andrea, sowie des Filmmusikkomponisten Nicola Piovani aufgeführt. Die Filmmusik Morricones wird vom Orchester „Roma Sinfonietta" gespielt. Geplant ist außerdem der Auftirtt des „Coro Lirico Sinfonico Romano".
Quelle: Südtirol Online
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Dienstag, 4. November 2008
Jeden Mittwoch lädt der Pabst zur Audienz

Ewige Stadt - weshalb Rom dieses Prädikat erhielt, weiß wohl niemand so genau. Vielleicht, weil die Metropole mehr als 2500 Jahre Geschichte in sich vereint, weil sie verheerende Barbareneinfälle, Plünderungen und Pestepidemien überstand und nach einem 1000 Jahre währenden Niedergang zu neuer Blüte gelangte? Vielleicht weil hier der Papst, das Oberhaupt der katholischen Kirche, residiert?
Die Stadt am Tiber ist ein Mythos und Sehnsuchtsziel Reisender aus aller Welt. Neben ihrem antiken Zauber ist die Hauptstadt Italiens eine liebens- und lebenswerte Stadt, in der man die Nächte in urtümlichen Trattorien und die Tage auf lebhaft bevölkerten Piaze mit plätschernden Brunnen verstreichen lassen kann. Für Italienliebhaber ist sie der Inbegriff des italienischen Lebensgefühls und für viele Gläubige Pilgerziel und heilige Stadt.
Wer also nicht nur das Rom von Romolus und Remus entdecken will, sondern auch das der Aposteln Petrus und Paulus, die als Gründer der Kirche Roms gelten, sollte in seinem Aufenthalt einen Mittwoch einplanen. Denn jeden Mittwochvormittag findet eine Generalaudienz mit dem Heiligen Vater, je nach Wetterlage in der Audienzhalle oder auf dem Petersplatz, statt. Doch der Einlass zu den Papst-Audienzen ist nicht ohne weiteres möglich. Neben Einhaltung der korrekten Bekleidungsvorschriften, auch in warmen Sommermonaten (findige Geschäftsleute verkaufen bereits Papierhosen und Hemden an Touristen mit schulterfreien Shirts und in Shorts), ist der Einlass nur nach Voranmeldung gestattet.
Quelle: Urlaub.de![]()
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Montag, 3. November 2008
Die Ewige Ruhe am Fuße der Pyramide
n Rom, einer Stadt, die mit monumentalen Bauwerken gar nicht geizt, ragt die viertgrößte Pyramide der Welt aus einer verkehrsumtosten Kreuzung an der Porta Ostiense empor. Am Fuße der vierzig Meter hohen, mit weiß glänzendem Carrara-Marmor verkleideten Pyramide, die sich Gaius Cestius wenige Jahre vor Christi Geburt errichten ließ, wurde im Lauf der Jahre und Jahrhunderte eine illustre Schar Reisender mit letzter Destination Rom zu Grabe getragen. 
Die Pyramide ließ sich Gaius Cestius wenige Jahre vor Christi Geburt errichten.
Der Friedhof der Nichtkatholiken
"Cimitero Acattolico" heißt der märchenhafte Friedhof, dessen Pate der romantische Kult um Tod und Schönheit ist. Eines der meist besuchten Gräber am "Friedhof der Nichtkatholiken" ist das des britischen Dichters John Keats, der 1821 in Rom starb und sich für seinen Grabstein die Worte "Here lies one whose name was writ (sic!) in water" ausbat. 
Wer in Rom lebt, der lebt auch eine Liebesbeziehung mit der Vergangenheit.
Steinerne Hunde, Kinder, Engel, Frauen und Männer bevölkern die Grabstätten der Nicht-Katholiken. Dazwischen streifen Flaneure aus aller Herren Länder umher und entziffern die gemeißelten Grabbotschaften. Letzte Grüße auf Schwedisch, Norwegisch, Russisch, Französisch, Italienisch und immer wieder Englisch tun Kunde von der internationalen Begeisterung für das Leben in Rom.
Am Grab seines Vaters sinniert in Gedanken versunken der britische Kunsthistoriker Frank Dabell. Am Rom-Campus der Temple University, einer in Philadelphia beheimateten Universität, die ihren Studenten eine Bildungs-Grand-Tour nach Rom ermöglicht, macht Frank Dabell junge Amerikaner mit den Werken von Piero della Francesca und anderen Kunst-Ikonen der italienischen Renaissance bekannt.
Der Kunsthistoriker ist in Rom aufgewachsen, sein Vater war Diplomat bei der Welternährungsorganisation FAO, die ihren Sitz unweit der Pyramide des Gaius Cestius hat. Der letzte Wunsch des Vaters: am Cimitero Acattolico bestattet zu werden. Frank Dabell, dessen früh verstorbene Mutter am Friedhof Montparnasse in Paris begraben liegt, kommt gerne auf den Friedhof bei der Pyramide: "Die Römer sind schrecklich abergläubisch, sie fürchten sich vor Friedhöfen. Wenn ich zu einem befreundeten Römer sage: ich gehe auf den Friedhof, dann fragt er: "Wozu?" - und ich sage: "Weil es ein wunderschöner Ort voller Geschichte ist."
Eine Liebesbeziehung mit der Vergangenheit
Wer in Rom lebt, der lebt auch eine Liebesbeziehung mit der Vergangenheit, meint Frank Dabell und zitiert den Dichter Percy Bysshe Shelley, dessen Grab ebenfalls am Cimitero Acattolico zu finden ist: "Beim Gedanken, an einem so lieblichen Platz begraben zu sein, verliebt man sich in den Tod." 
Steinerne Hunde, Kinder, Engel, Frauen und Männer bevölkern die Grabstätten.
Es wird eng am Cimitero Acattolico, die stilvollen Gräber unter Zypressen und Schirmpinien sind heiß begehrt. Der Cimitero Acattolico entstand zu einer Zeit, als das Regime der Päpste in Rom äußerst strikt war. Nicht-katholische Verstorbene durften nicht innerhalb der Stadtmauern beigesetzt werden, mitunter mussten sie bei Nacht und Nebel zu Grabe getragen werden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es jedoch zu einem Privileg, am Cimitero Acattolico bestattet zu werden, und inzwischen liegen die Katholiken im Clinch mit der Friedhofsdirektion, weil auch sie Parzellen am exklusiven Gräberfeld besiedeln wollen.
Gefährdetes Kulturgut
Rechtlich gesehen ist der Friedhof als ein privater Verein aus 14 Mitgliedsstaaten konstituiert. Turnusmäßig wird der Botschafter eines der Staaten Präsident: "Um am Cimitero Acattolico bestattet zu werden, muss man einem der Mitgliedsstaat des Vereins angehören", erzählt Bruno Spinner, Schweizer Botschafter in Rom und derzeitiger Präsident des Friedhofs-Vereins. Österreicher finden also nur am Fuße der Pyramide ihre ewige Ruhe, falls sie eine Doppelstaatsbürgerschaft haben.
Quelle: ORF![]()
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Montag, 3. November 2008
Gina Lollobrigida beim Filmfest geehrt

Für ihr Lebenswerk ausgezeichnet: Gina Lollobrigida.
Die italienische Filmdiva Gina Lollobrigida ist in Rom mit dem "Acting Award" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden.
Der Sonderpreis wurde der 81-jährigen Schauspielerin im zum Filmpalast umgewandelten Auditorium am letzten Tag des dritten römischen Filmfestivals überreicht. Die "Lollo", wie sie von ihren Fans genannt wird, erhielt Standing Ovations. Ihr zu Ehren wurde ein Dokumentarfilm über ihr Leben und Werk gezeigt.
Die Hauptpreise des Filmfests gingen an zwei engagierte Streifen. Der Film "Resolution 819" des Italieners Giacomo Battiato über die Massaker von Srebrenica im Juli 1995 erhielt am Abend den "Goldenen Marc Aurel" des Publikums.
Den "Goldenen Marc Aurel" der Juroren erhielt der Film "Opium War" des afghanischen Regisseurs Siddiq Barmak - eine Fantasy-Metapher über die Realität im kriegsgeschüttelten Afghanistan.
Den Preis für die beste Schauspielerin vergab die Jury an die Italienerin Donatella Finocchiaro für ihre Rolle als korrupte Mafia-Braut in "Galantuomini". Zum besten Schauspieler wurde der ukrainische Star Bohdan Stupka gekürt für seine Leistung im polnisch-ukrainischen Werk "Serce na Dloni" von Krzysztof Zanussi.
Quelle: BIELER TAGBLATT online
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Geändert am 3. November 2008 um 00:24 