Vier Heiligssprechungen durch Benedikt XVI.

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Maria Bernarda Bütler.

Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag eine indische Nonne, zwei weitere Ordensschwestern aus der Schweiz und Ecuador sowie einen italienischen Priester heiliggesprochen. Bei der Zeremonie im Petersdom in Rom kritisierte das Oberhaupt der katholischen Kirche die häufige Gewalt gegen Christen in Indien und anderen Ländern wie dem Irak.

Die Nonne Alphonsa vom Orden der Schwestern der Unbefleckten Empfängnis ist die erste Inderin, die heiliggesprochen wurde. Sie starb 1946 im Alter von nur 35 Jahren. Der Papst bescheinigte ihr "heroische Tugenden von Geduld, Kraft und Beharrlichkeit inmitten tiefen Leidens" in ihrem Leben. Nach ihrem Tod soll Schwester Alphonsa das Wunder vollbracht haben, den Klumpfuß eines zehnjährigen indischen Buben zu heilen. Dieser Bub war bei der Zeremonie in Rom anwesend.

Ebenfalls heiliggesprochen wurde am Sonntag der Priester Gaetano Errico aus Neapel, der im 19. Jahrhundert einen Missionsorden gründete. Die 1848 in der Schweiz geborene Nonne Maria Bernarda Bütler wurde für ihre Arbeit in Ecuador und Kolumbien zur Heiligen erklärt. Sie ist die erste Schweizer Heilige der Neuzeit. Die Europa-Zentrale der von Schwester Bernarda gegründeten "Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf" befindet sich im Vorarlberger Frastanz.

Heiliggesprochen wurde ferner Narcisa de Jesus Martillo Moran, die im 19. Jahrhundert den Armen und Kranken in Ecuador half. Moran stammte aus Nobol im Bezirk Daule, der heute von Priestern aus der Erzdiözese Wien seelsorglich betreut wird, meldete Kathpress. Sie war "stigmatisiert", sie trug die Wundmale Christi, ohne davon Aufhebens zu machen. Die ecuadorianische Heilige trat nie in einen Orden ein, sie legte allerdings in privater Form die Gelübde von Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam ab. Die sterbliche Hülle von Narcisa de Jesus Martillo Moran verweste nicht, sondern verströmte Wohlgeruch. 1955 wurde ihr Leib nach Guayaquil übertragen, 1998 in die neue Wallfahrtskirche in ihrem Heimatdorf Nobol. Als "Nina Narcisa" (Mädchen Narcisa) wird die Heilige heute überall in Ecuador verehrt.

Quelle: Kleine Zeitung

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