
Santa Maria dell'Anima.
Ein positives "Nachspiel" hat die Fußball-Europameisterschaft für die österreichisch-deutsche Nationalstiftung Santa Maria dell'Anima in Rom. 10.000 Euro aus der Aktion "Charity 08" sollen der Restaurierung der Sakristei der Anima zugute kommen, wie ÖFB-Präsident Alfred Stickler und weitere Vertreter des Fußballbundes bestätigen. Die Kirche und das Priesterkolleg sind die geistliche Heimat der in Rom ansässigen Deutschsprachigen, sowie der Pilger aus Österreich und Deutschland, die nach Rom kommen.
Die Aktion "Charity 08" brachte insgesamt bisher rund 110.000 Euro ein. So stellten etwa alle 23 österreichischen Teamspieler jeweils 1.000 Euro von ihren Prämien zur Verfügung. Neben der römischen Anima erhalten u.a. auch das Rote Kreuz, die "Roten Nasen" und die Kinderkrebshilfe finanzielle Unterstützung.
Eingefädelt wurde die Hilfe im Rahmen der Teilnahme einer ÖFB-Delegation an der Generalaudienz im Vatikan am 7. Mai dieses Jahres. Zur Delegation gehörten damals neben ÖFB-Präsident Stickler und ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig auch Teamspieler Sebastian Prödl, Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka und "Sport-Bischof" Franz Lackner.
Die "Anima" geht auf eine Gründung der Eheleute Johann und Katharina Peters aus dem niederländischen Dordrecht zurück, die im 14. Jahrhundert hier ein Hospiz für "arme Leute der deutschen Nation" unter dem Titel "Sancta Maria Animarum" gründeten. In einem Schreiben vom 21. Mai 1406 bestätigte Papst Innozenz VII. die Gründung. Knapp 40 Jahre später wurde die "Anima" vom Papst zur Seelsorge an den Pilgern und Armen, zu regelmäßigem Gottesdiensten und zur Spendung der Sakramente ermächtigt. Die Anfang des 16. Jahrhunderts erbaute Kirche ist bis heute Pilgerkirche sowie Zentrum und "Pfarrkirche" der deutschsprachigen Katholiken in Rom. Aus dem ehemaligen Pilger-Hospiz wurde dann 1859 ein Studienkolleg für Priester.
Quelle: kathweb.at
: 0