Einträge "September 2008":

Mittwoch, 24. September 2008

Filmregisseur Florestano Vancini gestorben

Die Grafik "http://dvdtoile.com/ARTISTES/21/21430.jpg" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält. 

Der italienische Filmregisseur Florestano Vancini ist im Alter von 82 Jahren in Rom gestorben. Für sein Erstlingswerk "La Lunga Notte del '43" ("Die lange Nacht von '43") aus dem Jahr 1960 war er bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet worden. Sein Film "Il Delitto Matteotti" ("Die Ermordung Matteottis") über den gewaltsamen Tod des sozialistischen Abgeordneten und Antifaschisten Giacomo Matteotti 1924 erhielt 1973 einen Preis beim Moskauer Filmfestival. Vancini starb bereits am Donnerstag vergangener Woche, wie seine Heimatstadt Ferrara am Dienstag auf ihrer Website bekannt gab.

Quelle: derStandard



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Geändert am 24. September 2008 um 14:21
Dienstag, 23. September 2008

Parkhaus geplant: Römische Lustvilla in Gefahr

 
Piazza del Popolo: Östlich von hier, im Pincio-Hügel, will Roms Bürgermeister ein Parkhaus bauen lassen.

Roms Bürgermeister lässt ein Parkhaus in die Tiefen des Pincio-Hügels buddeln. Das Projekt erregt massiven Widerstand, denn der Ort ist geschichtsträchtig: Hier feierte Feldherr Lucullus legendäre Gelage, zelebrierte Valeria Messalina Orgien - und saß Galileo Galilei im Hausarrest.

In Rom, schreibt der amerikanische Reiseschriftsteller Bill Bryson, sieht es hinter jeder Straßenecke so aus, als hätte man gerade einen Parkwettbewerb für Blinde verpasst. Er selbst, so Bryson, würde sein Auto höchstens dann derart quer abstellen, wenn er sich gerade einen Becher Salzsäure über den Schoß gegossen habe. Das alltägliche Parkchaos in der römischen Innenstadt ist alles andere als eine würdige Kulisse für die zahlreichen Marmorbauten vergangener Jahrhunderte. Außerdem hält es, besonders in den Edelboutiquen entlang der Straßen rund um die Piazza del Popolo, die betuchte Kundschaft von ihren bevorzugten Einkaufsgründen ab.

Dagegen hatte der frühere Bürgermeister von Rom, Walter Veltroni, sich einen schlauen Plan erdacht. Man könne, dachte er, den Pincio-Hügel östlich der Piazza del Popolo aushöhlen, und darin ein Parkhaus für 726 Autos bauen. Doch Vertroni blieb nicht lange genug im Amt, um die ersten Spatenstiche noch als Bürgermeister zu erleben. Jetzt, unter seinem Nachfolger Gianni Alemanno, wirbelt das Projekt mehr Staub in der römischen Politik auf als die ersten Baumaschinen, die ihre Baggerschaufeln in die Gartenerde des Hügels senken.

Eine "Monstrosität" schimpfen die Gegner das Parkhaus in der italienischen Presse, gar ein "Verbrechen an der Kultur gleich der Sprengung der Bamiyan Buddhas durch die Taliban". Und zu jenen, die das unterirdische Treiben verhindern wollen, gehören immerhin so hochkarätige Prominente wie der Schnulzensänger Adriano Celentano oder der mittlerweile 79-jährige frühere Umweltminister Carlo Ripa di Meana - der sogar gedroht hat, in den Hungerstreik zu treten, sollte das Projekt weiter vorangetrieben werden.

Getränkt mit Geschichte

Denn der Pincio ist, wie jeder Hügel Roms, getränkt mit Geschichte und durchzogen von archäologischen Resten. Die Anhöhe mit dem schönen Blick über die Stadt wählte sich gegen Ende der römischen Republik der Feldherr Lucullus (117 v. Chr. bis 56 v. Chr.) für den Bau seiner Villa. Hier feierte er seine legendären Festgelage, deren Menüs bis heute in unserem Sprachgebrauch als "lukullische Genüsse" nachklingen. Dabei verspeiste der Feldherr mit seinen Gästen auch Kirschen, die er auf seinen Eroberungszügen am Schwarzen Meer kennengelernt und ganz eigennützig im Römischen Reich eingeführt hatte.

 


Später riss sich die zügellose Valeria Messalina (25 bis 48 n. Chr.), Gattin des Kaisers Claudius, das Anwesen unter den Nagel, um hier ein Liebesnest für ihren Gespielen Gaius Silius einzurichten. Dafür ließ sie kurzerhand den Besitzer der Villa, den angesehenen Kaufmann Asiaticus, ausgerechnet wegen Ehebruchs zum Tode verurteilen. Doch auch sie selber starb unter den Bäumen in diesem Garten. Da fand sie nämlich der Gesandte ihres Ehemannes, der sie nach einem aufgedeckten Mordkomplott hinrichten sollte. Den Dolch, den er ihr zum Selbstmord hinhielt, lehnte sie ab. Der kaiserliche Offizier musste ihn ihr ins Herz stechen.

Auf den Überresten der Villa des Lucullus steht seit dem 16. Jahrhundert die Villa Medici. Hier saß 1633 Galileo Galilei ein, nachdem er behauptet hatte, die Erde würde sich um die Sonne drehen. Im 18. Jahrhundert gestaltete der Architekt Guiseppe Valadier die Gärten in einen öffentlichen Park um. Seitdem kann sich in ihm erholen und über Rom blicken, wem der Trubel der Piazza del Popolo zu viel oder die Einkaufstaschen zu schwer werden.

"Supermarkt für Massentourismus"

Dem noch nicht genug. Veltroni hat in seiner Begeisterung für das Parkhausprojekt nicht nur die eine oder andere historische Bedeutsamkeit übersehen, sondern auch das nur 130 Meter entfernte Parkhaus "Villa Borghese Park Sì" in der Via del Galoppatoio. Das nämlich ist so chronisch unterbelegt, dass jüngst ein Teil davon umgebaut und in ein Gesundheitszentrum umgewandelt wurde. Vielleicht zeigen die Römer ihre Autos einfach nur gerne, und verstecken sie nicht unter der Erde. Immerhin sind sie so automobilverliebt, dass auf 1000 Einwohner Roms, inklusive aller Minderjährigen und Greise, 900 Pkw kommen. Vielleicht aber wollen die sparsamen Römer auch einfach nur nicht die teuren Parkgebühren zahlen, die im "Villa Borghese Park Sì" verlangt werden, während man sein Auto in den Straßen darüber kostenlos abstellen kann.

Wenn der neue Bürgermeister, die Prominenz und die Stadtplaner also alle gegen das geplante Parkhaus sind, warum lässt sich der Bau nicht einfach stoppen? Das würde der Stadt teuer zu stehen kommen. Die Arbeiten sind bereits so weit vorangeschritten, dass die Entschädigungszahlungen an die Bauunternehmer bis zu 40 Millionen Euro belaufen könnten. Zu viel für Rom. Doch zum Glück ist die Stadt ja auch gleichzeitig der Sitz der italienischen Regierung. Nun hat der italienische Kulturminister Sandro Bondi die Angelegenheit zur nationalen Sache erklärt und ein Machtwort gesprochen. Das letzte Wort zum geplanten Parkhaus behalte er sich vor - nach eingehender Prüfung der Sachlage. Aus seinen Sympathien macht er jedenfalls keinen Hehl. Veltroni und seiner Mitte-Links-Partei warf er vor, sie wollten Rom in einem "Supermarkt für Massentourismus" umgestalten.

Quelle: SPIEGEL ONLINE
SPIEGEL ONLINE



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Montag, 22. September 2008

Vatikan verärgert über deutsche Bischöfe

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Kardinäle und Bischöfe schauten betreten zu Boden, der Applaus der Eminenzen und Exzellenzen für den Papst fiel verhalten aus. Benedikt XVI. hatte den Granden der französischen Kirche eingeschärft, ihren Umgang mit den katholischen Traditionalisten zu ändern. Niemand dürfe das Gefühl haben, von der Kirche abgewiesen zu werden. Auch die Anhänger der alten tridentinischen Messe hätten in ihr ein Heimatrecht.

Die Szene hätte sich auch in Deutschland abspielen können. Wie die französischen Bischöfe sperrten sich ihre deutschen Amtsbrüder bis zuletzt gegen die Freigabe der vorkonziliaren Messliturgie durch den Papst am 7. Juli 2007. Sie fürchteten eine Spaltung unter den Gläubigen. Zu Unrecht, wie sich bisher gezeigt hat. Dennoch ist das Feuer des Widerstands nicht erloschen. Es brennt in den 27 Diözesen zwischen Freiburg und Görlitz in unterschiedlicher Stärke weiter.

Nur wenige Tage nach dem versteckten päpstlichen Rüffel für die Oberhirten der "ältesten Tochter der Kirche", kurz vor der Herbstvollversammlung der Bischöfe, die heute in Fulda eröffnet wird, beklagte sich Camille Perl, Sekretär der Päpstlichen Kommission "Ecclesia Dei", über den deutschen Episkopat. "Die Deutsche Bischofskonferenz hat sehr bürokratische Richtlinien veröffentlicht", sagte Perl in Rom. Sie erschwerten die Umsetzung der päpstlichen Anordnung. So würden meist nur Werktagsmessen im alten Ritus genehmigt. Bischöfe beanspruchen darüber hinaus ein Genehmigungsrecht, wenn Gruppen von Gläubigen verschiedener Pfarreien um eine Messe nach der alten Liturgie bitten.

Darüber zeigt sich unter anderem die Vereinigung "Pro Missa Tridentina" enttäuscht. Sie setzte sich seit vielen Jahren für die alte Messe ein und hatte dabei stets den heutigen Papst auf ihrer Seite. "Pro Missa Tridentina" ist noch über einen anderen Vorgang verärgert. In der Deutschen Bischofskonferenz gilt die Sprachregelung, die Nachfrage nach Messen im alten Ritus bleibe auch nach dem Moto proprio vom 7. Juli 2007 gering. Es seien Einzelpersonen oder kleine Gruppen, die daran interessiert seien, zahlenmäßig fielen sie nicht ins Gewicht, schon das bisherige Angebot sei ausreichend gewesen.

Dieser Einschätzung widerspricht die Vereinigung vehement. Ende Juni 2007 habe es in Deutschland 36 Orte gegeben, an denen die Messe regelmäßig im überlieferten römischen Ritus gefeiert worden sei. Seitdem habe sich die Anzahl auf rund 130 mehr als verdreifacht. Tendenz steigend. Der Bonner Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards, der die Entwicklung kritisch sieht, sprach polemisch zugespitzt von einem "Eroberungsfeldzug".

In der Adelhauser Kirche im Zentrum der Bischofsstadt Freiburg kamen zur ersten, kurzfristig angekündigten Messe im alten Ritus 240 Gläubige. Das Ordinariat hatte mit sechs oder sieben Personen gerechnet. Beim zweiten Termin drängten sich schon 300 Menschen im Kirchenschiff. Viele Interessierte fanden keinen Platz und mussten nach Hause gehen. Und es sind nicht nur Senioren, die die alte Messe schätzen, sondern auch zunehmend junge Katholiken. "Es bleibt zu hoffen, dass Bischöfe und Priester diesen geistlichen Aufschwung begrüßen und ihren traditionsverbundenen Geschwistern im Glauben großzügig Gastfreundschaft in den immer leerer werdenden Kirchen gewähren", sagt "Pro Missa Tridentina"-Sprecherin Monika Rheinschmitt. Ihre Vereinigung hat Priestern aus dem Raum Stuttgart Unterweisung in der Feier der alten Messe angeboten. 20 Geistliche waren interessiert, einer von ihnen kam. Rheinschmitt führt das auf die "Furcht traditionsoffener Diözesanpriester vor Nachteilen" zurück.

Es ist nicht leicht, geeignete Geistliche für die Feier der tridentinischen Messe zu finden. Sie müssen, wie Thomas Maier, der Sprecher des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch, sagt, aus dem Diözesanklerus kommen; sie müssen bereit sein, auch im "ordentlichen Usus" des römischen Ritus zu zelebrieren, also die "neue" Messe feiern. Angehörige der zwar traditionalistischen, aber mit Rom verbundenen Petrusbruderschaft kommen dabei nicht infrage. Nur Priester, die voll und ganz hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil stehen, werden akzeptiert - das ist Konsens in der Bischofskonferenz, da unterscheiden sich die "Liberalen" nicht von den "Konservativen". Und aus "praktischen Gründen", so hat der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff, ein Kirchenrechtler, schon 2007 zu bedenken gegeben, könne es gar keinen Rechtsanspruch auf die alte Messe geben. Wenn ein Priester, wie heute üblich, für bis zu sechs Gemeinden zuständig sei und in einer Kirche nur jeden zweiten Sonntag zelebriere, müsse das eben eine Messe für alle sein.

Die deutschen Bischöfe werden sich in Fulda mit den Erfahrungen nach dem Moto proprio "Summorum Pontificium" befassen. Und sie werden dabei auch auf Rom schauen, wo man über ihren hinhaltenden Widerstand verärgert ist. Der Präsident der päpstlichen Kommission "Ecclesia Dei", Kardinal Darío Castrillón Hoyos, ist allerdings nicht nur über den deutschen Episkopat ungehalten, er rügt auch übereifrige Traditionalisten. Anstatt dankbar zu sein über die Freigabe der alten Messe, verlangten manche Leute immer noch mehr, sogar die Reservierung von Kirchen ausschließlich für den alten Ritus. "Solche Leute sind unersättlich, unglaublich", zürnt der Kardinal in Rom. "Sie wissen nicht, wie viel Schaden sie anrichten. Wenn der Vatikan ihre Forderungen nicht sofort erfüllt, dann stellen sie ihre Beschwerden direkt ins Internet.

Quelle: WELT ONLINE
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Vatikan verärgert über deutsche Bischöfe

Kardinäle und Bischöfe schauten betreten zu Boden, der Applaus der Eminenzen und Exzellenzen für den Papst fiel verhalten aus. Benedikt XVI. hatte den Granden der französischen Kirche eingeschärft, ihren Umgang mit den katholischen Traditionalisten zu ändern. Niemand dürfe das Gefühl haben, von der Kirche abgewiesen zu werden. Auch die Anhänger der alten tridentinischen Messe hätten in ihr ein Heimatrecht.

Die Szene hätte sich auch in Deutschland abspielen können. Wie die französischen Bischöfe sperrten sich ihre deutschen Amtsbrüder bis zuletzt gegen die Freigabe der vorkonziliaren Messliturgie durch den Papst am 7. Juli 2007. Sie fürchteten eine Spaltung unter den Gläubigen. Zu Unrecht, wie sich bisher gezeigt hat. Dennoch ist das Feuer des Widerstands nicht erloschen. Es brennt in den 27 Diözesen zwischen Freiburg und Görlitz in unterschiedlicher Stärke weiter.

Nur wenige Tage nach dem versteckten päpstlichen Rüffel für die Oberhirten der "ältesten Tochter der Kirche", kurz vor der Herbstvollversammlung der Bischöfe, die heute in Fulda eröffnet wird, beklagte sich Camille Perl, Sekretär der Päpstlichen Kommission "Ecclesia Dei", über den deutschen Episkopat. "Die Deutsche Bischofskonferenz hat sehr bürokratische Richtlinien veröffentlicht", sagte Perl in Rom. Sie erschwerten die Umsetzung der päpstlichen Anordnung. So würden meist nur Werktagsmessen im alten Ritus genehmigt. Bischöfe beanspruchen darüber hinaus ein Genehmigungsrecht, wenn Gruppen von Gläubigen verschiedener Pfarreien um eine Messe nach der alten Liturgie bitten.

Darüber zeigt sich unter anderem die Vereinigung "Pro Missa Tridentina" enttäuscht. Sie setzte sich seit vielen Jahren für die alte Messe ein und hatte dabei stets den heutigen Papst auf ihrer Seite. "Pro Missa Tridentina" ist noch über einen anderen Vorgang verärgert. In der Deutschen Bischofskonferenz gilt die Sprachregelung, die Nachfrage nach Messen im alten Ritus bleibe auch nach dem Moto proprio vom 7. Juli 2007 gering. Es seien Einzelpersonen oder kleine Gruppen, die daran interessiert seien, zahlenmäßig fielen sie nicht ins Gewicht, schon das bisherige Angebot sei ausreichend gewesen.

Dieser Einschätzung widerspricht die Vereinigung vehement. Ende Juni 2007 habe es in Deutschland 36 Orte gegeben, an denen die Messe regelmäßig im überlieferten römischen Ritus gefeiert worden sei. Seitdem habe sich die Anzahl auf rund 130 mehr als verdreifacht. Tendenz steigend. Der Bonner Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards, der die Entwicklung kritisch sieht, sprach polemisch zugespitzt von einem "Eroberungsfeldzug".

In der Adelhauser Kirche im Zentrum der Bischofsstadt Freiburg kamen zur ersten, kurzfristig angekündigten Messe im alten Ritus 240 Gläubige. Das Ordinariat hatte mit sechs oder sieben Personen gerechnet. Beim zweiten Termin drängten sich schon 300 Menschen im Kirchenschiff. Viele Interessierte fanden keinen Platz und mussten nach Hause gehen. Und es sind nicht nur Senioren, die die alte Messe schätzen, sondern auch zunehmend junge Katholiken. "Es bleibt zu hoffen, dass Bischöfe und Priester diesen geistlichen Aufschwung begrüßen und ihren traditionsverbundenen Geschwistern im Glauben großzügig Gastfreundschaft in den immer leerer werdenden Kirchen gewähren", sagt "Pro Missa Tridentina"-Sprecherin Monika Rheinschmitt. Ihre Vereinigung hat Priestern aus dem Raum Stuttgart Unterweisung in der Feier der alten Messe angeboten. 20 Geistliche waren interessiert, einer von ihnen kam. Rheinschmitt führt das auf die "Furcht traditionsoffener Diözesanpriester vor Nachteilen" zurück.

Es ist nicht leicht, geeignete Geistliche für die Feier der tridentinischen Messe zu finden. Sie müssen, wie Thomas Maier, der Sprecher des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch, sagt, aus dem Diözesanklerus kommen; sie müssen bereit sein, auch im "ordentlichen Usus" des römischen Ritus zu zelebrieren, also die "neue" Messe feiern. Angehörige der zwar traditionalistischen, aber mit Rom verbundenen Petrusbruderschaft kommen dabei nicht infrage. Nur Priester, die voll und ganz hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil stehen, werden akzeptiert - das ist Konsens in der Bischofskonferenz, da unterscheiden sich die "Liberalen" nicht von den "Konservativen". Und aus "praktischen Gründen", so hat der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff, ein Kirchenrechtler, schon 2007 zu bedenken gegeben, könne es gar keinen Rechtsanspruch auf die alte Messe geben. Wenn ein Priester, wie heute üblich, für bis zu sechs Gemeinden zuständig sei und in einer Kirche nur jeden zweiten Sonntag zelebriere, müsse das eben eine Messe für alle sein.

Die deutschen Bischöfe werden sich in Fulda mit den Erfahrungen nach dem Moto proprio "Summorum Pontificium" befassen. Und sie werden dabei auch auf Rom schauen, wo man über ihren hinhaltenden Widerstand verärgert ist. Der Präsident der päpstlichen Kommission "Ecclesia Dei", Kardinal Darío Castrillón Hoyos, ist allerdings nicht nur über den deutschen Episkopat ungehalten, er rügt auch übereifrige Traditionalisten. Anstatt dankbar zu sein über die Freigabe der alten Messe, verlangten manche Leute immer noch mehr, sogar die Reservierung von Kirchen ausschließlich für den alten Ritus. "Solche Leute sind unersättlich, unglaublich", zürnt der Kardinal in Rom. "Sie wissen nicht, wie viel Schaden sie anrichten. Wenn der Vatikan ihre Forderungen nicht sofort erfüllt, dann stellen sie ihre Beschwerden direkt ins Internet.



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Sonntag, 21. September 2008

Schönes Latium: Rom ruhig mal den Rücken zukehren

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Auch Ostica Antica ist einen Besuch wert. Sie war die größte Hafenstadt des römischen Reiches.

Die Landstriche Latiums gehen fast ein wenig unter: Rom, die wichtigste Stadt der Region, zieht den Großteil der Aufmerksamkeit auf sich. Dabei lockt Latium mit Vulkanseen, prächtigen Gärten und antike Bauten. Die Region bietet weit mehr als eine Möglichkeit, dem quirligen Stadtleben zu entfliehen.

Alle Straßen führen nach Rom - aber auch aus der italienischen Hauptstadt wieder aufs Land hinaus. Römische Villen und antiker Zauber, prächtige mediterrane Natur mit sanften Hügeln und versteckten Seen, dazu die geheimnisvollen Spuren der Etrusker und das einladende Meer: Das alles ist Latium vor den Toren der Ewigen Stadt, das weniger bekannte und doch geschichtsträchtige und einnehmende Bindeglied zwischen der stolzen Toskana im Norden und dem süditalienischen Kampanien mit dem wuseligen Neapel und der berühmten Amalfi-Küste.

Bald zwei Jahrhunderte ist es her, dass deutsche Künstler hier zuhauf aufs Land zogen, weil sie ein stilles Paradies gefunden zu haben glaubten. Was aber ist davon geblieben? Auf keinen Fall will die mittelitalienische Region ein Stiefkind sein, das sich recken muss, um auch mal aufzufallen, und auch kein „Aschenbrödel" oder die leichte Wochenendbeute gestresster Römer. Das in der Vergangenheit so magische Ziel Italien-süchtiger Maler und Dichter, die - wie allen voran Goethe - dort Motive, Beschaulichkeit und Anregung in der Campagna suchten als Kontrast zur Fülle der Kirchen und Denkmäler in Rom, glänzt noch immer durch Vielfalt. Es ist ein Reichtum nicht zuletzt auch kulinarischer Art: Das Land schüttet nicht nur im sprichwörtlichen Sinne dem Besucher ein Füllhorn aus, so dass jeder bei seinen Entdeckungstouren etwas finden kann.

Auf den Tischen vor den Bars steht jener süffig-leichte Weißwein, für den Frascati weltweit bekannt ist. Vor den kleinen Marktständen bilden sich Trauben, angezogen vom Duft einer anderen Spezialität dieser Region - leckere Scheiben „porchetta", Spanferkel also. Da ist das quirlige Rom rasch vergessen, auch wenn die Kapitale ganz in der Ferne im flirrenden Sonnenlicht doch noch durchschimmert. Bereits Cicero und Lukullus liebten die anmutigen Castelli Romani mit den Orten Frascati, Grottaferrata und Marino sowie das schöne Arricia. Der Schriftsteller wollte in der Landschaft seine Gedanken speisen, der andere brauchte nach dem Festmahl etwas Bewegung.

Eine Kette erloschener Vulkane bilden das Gerüst für einen Naturpark, der mit dem Albaner See und dem kleineren, auch „Auge der Diana" genannten Nemi-Vulkansee magische Anziehungspunkte bietet und auch zum Baden einlädt.

Hadrians Traumresidenz zwischen Pinien und Zypressen

Wer sich in Frascati bei dem Spanferkel zurückgehalten hat, kann ganz in der Nähe der Sommerresidenz von Papst Benedikt XVI. hoch über dem Albaner See gemütlich zu Mittag speisen - und sich die Frage stellen: Isst das katholische Kirchenoberhaupt, das sich gern in Castel Gandolfo aufhält, vielleicht hinter der dicken Mauer seiner Residenz auch gerade sein sicherlich leichtes mittägliches Menü?

Klassischer ist der Sprung nach Tivoli, mit dem man auch schon die Strecke in die Antike zurücklegt. Etwas außerhalb des Städtchens 30 Kilometer östlich von Rom liegt die Hadrians-Villa des genialen Kaisers. In einem Monumentalkomplex ließ der weit gereiste Hadrian hier seine Erinnerungen an Syrien, Ägypten oder Griechenland in Stein hauen und zu einer Traumresidenz zwischen Pinien, Zypressen und Eichen ausbauen. Der Kaiser, Weltreisende und Philosoph (76 bis 138 nach Christus) mit Hang zum Geldausgeben und zu schönen Jünglingen, hatte sich eine Art frühe Weltausstellung mit Wasserbecken, Seetheater und allem drum herum gewünscht. Heute ist es Unesco-Weltkulturerbe.

Das gilt auch für eine der Attraktionen in Tivoli selbst: Der Kardinal und Papst-Rivale Ippolito d'Este hat in seiner Villa - und vor allem mit dem prächtigen Garten - seinem ehrgeizigen Machtstreben ein Denkmal gesetzt, nachdem er im Vatikan ausgebootet worden war. Nicht selten bringen solche „Ersatzhandlungen" einzigartige Kultur hervor. Der 35 000 Quadratmeter große Renaissance-Garten der Villa d'Este ist aber vor allem ein erstaunliches Gesamtkunstwerk aus Wasserspielen dank raffinierter Hydraulik, vielfältiger Perspektiven und mythologischer Anspielungen. Ein 600 Meter langer Kanal lieferte bereits im 16. Jahrhundert pro Sekunde 600 Liter Wasser aus dem Fluss Aniene. Während die Nachwelt das alles bewundern kann, blieben dem unglückseligen Kardinal dafür nur einige Jahre bis zum Tod 1572.

Ein neuer heißer Tipp in Tivoli ist die Villa Gregoriana, die so ganz anders ist als die beiden Aushängeschilder. Klar, scharenweise peilen Touristen in Tivoli die Villa d'Este und die Hadrians-Villa an, und die meisten gehen an der urwüchsigen Villa Gregoriana vorbei. Ein Umweltverband hat das Gelände mit seinen Grotten, einem kleinen See, einem Wasserfall und rauen Tuffsteinwänden vor Jahren aber auf Vordermann gebracht - es bietet damit ein bizarr-romantisches und erholsames Kontrastprogramm an.

 

Ein idealer Ort zum flanieren auf antiken Wegen

Entspannend ist es auch, ein paar Kilometer abseits des Strandrummels die antike Hafenstadt Ostia Antica an der Mündung des Tiber zu durchwandern. Weil über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten, gilt dieses weitläufige Kleinod der antiken Kultur als erstaunlich gut erhaltenes Zeugnis römischer Baukunst - und vor allem des Alltags in der einst blühenden Handelsstadt mit den verzweigten Speichern für das Öl, den Wein und das Getreide, wie es das verwöhnte Rom täglich frisch brauchte. Dreistöckige Wohnhäuser wurden nach der Wiederentdeckung Ostia Anticas aus dem Dunkel der Vergangenheit geholt, Latrinen mit Marmorsitzen und Wasserkanälen als Spülung darunter, aber auch antike Imbissstuben für die Eiligen. Vor allem aber ist dies wieder so ein idealer Ort, der zum Flanieren auf antiken Wegen einlädt, zum Verweilen etwa in der Nähe des Kapitols oder dort, wo die einst stolze Hafenstadt Roms in die weite Landschaft übergeht.

Während die Zikaden unermüdlich im Chor zu zirpen scheinen, machen sich ausländische Studiengruppen im Rund des Amphitheaters aus der Zeit des Kaisers Augustus breit. Das für Tausende von Besuchern errichtete Theater im Herzen von Ostia Antica ist so gut erhalten, dass es auch heute noch als Schauplatz für Konzerte im Freien dient. Für ein Picknick, was sich hier aufdrängt, zieht sich der Wanderer in der antiken Welt allerdings besser unter eine der Schirmpinien zurück. Diese bieten Schatten, erlauben aber den ungestörten Blick über die Ruinenlandschaft.

Schön wäre es schon, wenn im antiken Imbiss nebenan noch ein Grillfeuer brennen würde. Und wem dies alles noch nicht genug ist, weil er Appetit bekommen hat, der macht sich auf den Weg nach Cerveteri nordwestlich von Rom, um die berühmten Nekropolen der von den Römern verdrängten Etrusker zu bestaunen. Er nimmt ein Bad im Bolsena-See mit seinen Inseln und dem hübschen gleichnamigen Städtchen nahe der Grenze zu Toskana und Umbrien. Oder auch in dem näher an der Ewigen Stadt gelegenen Lago di Bracciano - doch Vorsicht, denn dies ist an den Wochenenden ein bevorzugter Tummelplatz der Römer.

Aber Latium ist reich an Seen und an Sehenswürdigkeiten, man kann immer noch ausweichen. Und wenn dann doch wieder alle Wege zurück in die laute Hauptstadt von „Bella Italia" führen, so hallen doch die Erinnerungen an die Stunden in weitläufigen Gärten oder auf Panorama-Terrassen nach, oder auch jener gefühlte halbe Tag bei einem ausgiebigen Mittagessen im kühlenden Schatten von ein paar Baumriesen. Vielleicht schmunzelt man auch darüber, dem Papst so nahe gewesen zu sein.

Man hatte einen Gang zurückgeschaltet oder gleich den bequemen Regionalzug genommen, in jedem Falle jedoch beim Blick auf Schirmpinien und Zypressen jene Leichtigkeit aufgesogen, wie sie Johann Sebastian Bach im „Italienischen Konzert" auf das Notenpapier gezaubert und Klaviervirtuose Alfred Brendel in hörbare „Leggerezza" verwandelte. Das passt zu den abwechslungsreichen Landstrichen, die eben mehr sein wollen als nur Vorgärten der Hauptstädter.

Quelle: WELT ONLINE
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Samstag, 20. September 2008

Alitalia droht Entzug der Fluglizenz

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Der angeschlagenen italienischen Fluglinie Alitalia droht nach dem Scheitern eines Sanierungsplanes der Entzug der Fluglizenz. Die Flugaufsicht Enac kündigte diesen Schritt für Anfang Oktober an, sofern bis dahin kein konkreter neuer Rettungsplan vorliegt. Enac-Chef Vito Riggio begründete das damit, dass Alitalia wegen der knappen Kassen nicht den Flugbetrieb garantieren könne. Die Gesellschaft flog zuletzt tägliche Verluste von zwischen zwei und drei Mio. Euro ein. Das Minus dürfte nun weit höher liegen, da mittlerweile viele Fluggäste abspringen. Die Italiener buchen massiv auf Züge um. Um den Ansturm bewältigen zu können, setzt die Bahn Sonderzüge auf der Strecke Mailand-Rom ein.

Am Donnerstag hatten Investoren einen Sanierungsplan wegen des heftigen Widerstands von Gewerkschaften zurückgezogen. Der Plan sah vor, dass die Investoren um Piaggio-Chef Roberto Colaninno die gesunden Teile von Alitalia kaufen und mit dem Rivalen Air One fusionieren. Sie wollten einen Milliardenbetrag investieren. Italiens größte Gewerkschaft CGIL sowie die Vertretungen von Piloten und Flugbegleitern hatten aber den Plan blockiert, der Jobabbau und niedrigere Gehälter vorsah.

Für die Regierung droht Alitalia nun zu einem absoluten Debakel zu werden. Premierminister Silvio Berlusconi hatte die Rettung stets als eine Priorität seiner Regierung bezeichnet. Während des Wahlkampfes hatte er den Italienern eine rasche Lösung versprochen. Im April waren Verkaufsverhandlungen mit dem Rivalen Air-France-KLM bereits am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert.

Rom versucht nun händeringend, die Investoren um Colaninno wieder an den Verhandlungstisch zu holen. "Es gibt keine Alternative. Wir müssen zu Verhandlungen zurückkehren", sagte Arbeitsminister Maurizio Sacconi. Berlusconi soll mit den Investoren um Colaninno telefoniert haben. Allerdings gab er auf einer anschließenden Kabinettssitzung keine Einschätzung zur Zukunft von Alitalia ab.

Indes diskutiert Italien, wer die Schuld für das Debakel trägt. Arbeitsminister Sacconi sagte, die linksstehende Gewerkschaft CGIL habe das Übereinkommen scheitern lassen. "Der Rückzug ist die logische Konsequenz einer absurden Verzögerungstaktik." Einige Mitarbeiter hatten am Donnerstag das Scheitern bejubelt. Sie begründeten das damit, dass sie lieber arbeitslos seien als an "Ausbeuter" verkauft zu werden.

Quelle: WELT ONLINE
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Freitag, 19. September 2008

Rom startet Aktion scharf gegen Straßenstrich

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Rom startet eine Aktion gegen den Straßenstrich.

Rom startet mit einer Aktion scharf gegen den Straßenstrich. Nachdem die Regierung Berlusconi vergangene Woche einen Gesetzesentwurf verabschiedet hat, mit dem erstmals in Italien die Kunden von Prostituierten bestraft werden sollen, hat die Polizei in Rom begonnen, Strafen in Höhe von 200 Euro an Straßenmädchen und ihre Freier zu verhängen.

In einer einzigen Nacht waren es 136, 98 davon trafen Prostituierte. Bürgermeister Gianni Alemanno will die Bußgelder auf 500 Euro erhöhen, berichteten italienische Medien.

Der römische Bürgermeister will mit seiner Initiative den Einwohnern einiger Stadtviertel entgegen kommen, die in den vergangenen Wochen gegen Prostituierte und Transvestiten auf ihren Straßen demonstriert hatten.

„Nachts kann man wegen des Autokarussells der Kunden von den Straßenmädchen nicht schlafen. Wir haben Angst, in der Nacht auf die Straße zu gehen", erklärte ein Bürgerkomitee.

Der Gesetzesentwurf der Regierung sieht bis zu 15 Tage Gefängnis und eine Geldstrafe bis zu 13.000 Euro für Prostituierte und Freier vor, die an öffentlichen Orten erwischt werden. Zuhältern, die minderjährige Prostituierte auf die Straße schicken, drohen bis zu zwölf Jahre Haft und Geldstrafen von bis zu 150.000 Euro.

Härtere Sanktionen für Prostitution sind ein Ziel der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Schätzungen zufolge gibt es in Italien bis zu 70.000 Prostituierte, ein Drittel davon aus dem Ausland. Mehr als die Hälfte davon arbeitet auf der Straße, rund ein Fünftel ist minderjährig.

Quelle: Südtirol Online



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Donnerstag, 18. September 2008

Pessimistische Römer

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Die Spanische Treppe in Rom: In keiner anderen Metropole sind die Menschen so pessimistisch wie am Tiber.

Für viele Touristen ist Rom ein Traumziel, ein Ort glorreicher Geschichte und mediterran-heiterer Gegenwart. Viele Römer erleben ihre Kapitale dagegen anders - als Stadt der Angst. Das geht aus einer Umfrage hervor, deren Ergebnisse das seriöse italienische Institut für sozialökonomische Forschungen Censis jetzt veröffentlicht hat.

Censis ließ die Bürger in zehn Metropolen befragen, in New York, Mumbai, London, Paris, Kairo, São Paulo, Moskau, Peking, Tokio und Rom. Das Ergebnis: Nirgendwo sind die Menschen pessimistischer als am Tiber.

Dort antworteten 58 Prozent der Bürger auf die Frage: "Welches Gefühl beschreibt am besten Ihre Haltung zum Leben?" mit den Begriffen "Unsicherheit" und "Angst". In den anderen Großstädten waren es im Schnitt nur etwa 36 Prozent.

Am meisten plagt die Römer die Sorge, ihre persönliche Unabhängigkeit und geistige Gesundheit zu verlieren. An zweiter Stelle folgt die Angst um den Job. Junge Römer sind dabei noch pessimistischer als alte. "Im Gegensatz zu früheren Generationen haben die Jungen keinen klaren Weg in eine vorhersehbare Zukunft mehr vor sich", sagt der Philosoph Franco Volpi. Censis-Präsident Giuseppe De Rita meint: "Die Angst gehört zur Welt von heute, weil wir in einer immer komplexeren Gesellschaft leben, die wir nicht mehr zu führen wissen."

Das alles gilt freilich auch in anderen Städten. Warum also sind die Römer besonders verunsichert? Der rechtsnationale Bürgermeister Gianni Alemanno behauptet, das Rom der Angst sei das Erbe seines linken Vorgängers. "Wir müssen die bitteren Früchte vieler Jahre ernten, in denen das Problem der Sicherheit der Bürger total ignoriert worden ist."

Vertreter der Linken kritisieren dagegen, die Rechte schüre Ängste, um Stimmen zu fangen. Ähnlich sieht das De Rita: "Die Politiker haben die Ängste der Italiener instrumentalisiert. Dieselbe Strategie wurde bereits bei den jüngsten Wahlen in London benutzt. Sie ist erfolgreich."

Quelle: sueddeutsche.de
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Mittwoch, 17. September 2008

Bauarbeiten für Kunstzentrum von Zaha Hadid in Endphase

http://www.arcult.it/imgs/photo/MAXXI-PLASTICO.jpg
Nach fast fünf Jahren sind die Bauarbeiten für das große Zentrum für zeitgenössische Kunst in Rom in die Endphase getreten.

Die Einweihung des neuen Museums, das zu einer Belebung des kulturellen Angebots in Rom beitragen soll, wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr erfolgen, sagte die aus dem Irak stammende Architektin Zaha Hadid (57), die das Zentrum geplant hat.

"Ich wollte kein Museum, sondern ein Zentrum bauen, wo sich die Leute treffen können, ein Ort der Kultur, in einer Stadt, die ich sehr liebe", sagte Hadid bei der Besichtigung der Baustelle.

Das Ausstellungsgelände für die Kunst des 21. Jahrhunderts, auch MAX-XI genannt, wird an Stelle einer ehemaligen Kaserne im nördlichen Teil von Rom errichtet.

Die gesamte Zone rund um das von Renzo Piano errichtete Musikauditorium soll in den nächsten Jahren zum Kultur- und Freizeitpark verwandelt werden. Die Struktur ist in fünf Galerien geteilt und soll flexibel sein.

"Der MAX-XI soll in den Besuchern die Freude am Museumsbesuch wecken. Wir wollen zugleich auch auf Schönheit und Komfort setzen", betonte die Architektin.

Internationale Gegenwartskunst habe bisher kein Haus in der italienischen Hauptstadt. Der Auftrag für den Museumsbau war erstmals in Zusammenarbeit von zwei Ministerien - Bau und Kultur - vergeben worden.

Quelle: tt.com
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Dienstag, 16. September 2008

Filmfestival wollte angeblich Stones Film über George W. Bush nicht zeigen

 Aus dem Film "W" von Oliver Stone
Aus dem Film "W" von Oliver Stone.

Fair soll der Film von Oliver Stone mit dem Titel "W" über George W. Bush werden, hat er angekündigt - aber auch gesagt, Bush sei schlimmer als Nixon, weil er weder dessen Moral noch dessen Intelligenz habe. Ende Oktober soll er in die Kinos kommen, rechtzeitig noch, um im Wahlkampf eine Rolle zu spielen.

Der am schnellsten gedrehte Film von Stone soll den Werdegang von Bush mitsamt einiger peinlicher Vorfälle und der Entwicklung vom Alkoholiker zur religiösen Erweckung bis hin zum Einzug ins Weiße Haus und den großen Entscheidungen wie der Vorbereitung zum Irak-Krieg schildern. Versprochen wird, Einblick in das zu vermitteln, was Bush angetrieben hat. Der Trailer verrät nicht viel, vermittelt aber den Eindruck, dass Bush nicht allzu gut wegkommen dürfte.

Für Stone ist Bush ein Mann, der nur beschränkte Talente hat, aber sich gut verkaufen könnte. Stone hatte, heißt es, nicht nur Probleme mit der Besetzung der Rollen, auch mit den Studios. Jetzt kam noch einmal ein Problem hinzu. Eigentlich hätte der Film während des Filmfestivals in Rom Ende Oktober gezeigt werden sollen, doch da gab es Bedenken, wie La Repubblica berichtet.

Dem italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi, der sich gerne als Freund von Bush gibt, würde der Film nicht gefallen. Eine Sprecherin der britischen Agentur Dda, beauftragt mit der Werbekampagne für den Film, habe erklärt, man habe mit der Festivalleitung verhandelt, um den Film dort zu zeigen, aber da man dort davon ausgeht, dass Berlusconi davon nicht begeistert wäre, wenn ein solcher Film das Festival eröffnet. Die Agentur hat sich dann an das London Film Festival gewandt, wo er am 23. und 24. Oktober Premiere haben wird.

Möglicherweise sollte das ja auch den Film interessanter machen. Gianluigi Rondi, der vom neuen Bürgermeister Gianni Alemanno von der rechten Alleanza Nazionale eingesetzte Direktor des Festivals, sagte, man habe die Verhandlungen nie abgebrochen, die Agentur habe aus eigenen Gründen den Film wohl lieber in London zeigen wollen. Denkbar wäre die Zensur jedoch schon auf dem politischen Hintergrund.

Quelle: Telepolis
TELEPOLIS



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Sonntag, 14. September 2008

Rom wird Ausrichter des Europride 2011


Bildquelle: blogspot.com
Die italienische Hauptstadt Rom wird den Eurpride 2011 austragen. Das haben die Delegierten Die Delegierten der „European Pride Organisers Association" in Zürich beschlossen. Mit der Wahl auf Rom will die Organisation ein deutliches Signal Richtung Italien senden. In Sachen Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben ist Italien eines der Schlusslichter Europas.

Der Vatikan übt Druck auf die Regierung aus, sobald sie Gesetze zur Gleichstellung Homosexueller einbringt. Andrea Maccarone vom italienischen Orga-Team des Europride bezeichnet die Veranstaltung als ein großes Ereignis für Rom, welches für die Rechte und Sichtbarkeit Schwuler und Lesben eintritt. Der Europride sei eine große Chance für uns alle, heißt es weiter.

Vorher wird der Europride aber noch in zwei anderen europäischen Städten gefeiert. Im kommenden Jahr ist die Veranstaltung im schweizerischen Zürich, 2010 ist die polnische Hauptstadt Warschau der Ausrichter.

Quelle: pride.de



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Samstag, 13. September 2008

Nur ein Wunder hilft der Alitalia

 http://www.aerosecure.de/images/artikel/13-alitalia.jpg

Nach dem Scheitern der Verhandlungen mit den Gewerkschaften droht der schwer angeschlagenen Fluglinie die Liquidation.

Welche Fluglinie kann schon sagen, dass der Papst für sie betet, wenn sie in Turbulenzen ist? Aber nicht einmal das hilft der Alitalia. 20 Monate dauerte der Todeskampf - so lange versuchte der Staat, der noch 49,9 Prozent an der maroden Fluglinie hält, einen Retter zu finden. In der Nacht zum Freitag haben sich die Hoffnungen endgültig zerschlagen. Jetzt ist es nur mehr eine Frage von Tagen, bis die Alitalia, die seit einer Woche unter Zwangsverwaltung von Sonderkommissar Augusto Fantozzi steht, tatsächlich liquidiert wird. Denn die Fluglinie verbrennt täglich fast zwei Mio. Euro und hat laut Fantozzi nur mehr bis Ende September Geld in der Kassa.

Am Donnerstag waren Fantozzi und die aus 16 Industriellen bestehende Investorengruppe CAI mit den Gewerkschaften zusammengekommen, um den Sanierungsplan zu besiegeln. Am Freitagmorgen stand fest, dass es keine Einigung gibt. „CAI muss einsehen, dass es nach sieben Tagen Gesprächen nicht die Bedingungen für eine Fortsetzung der Verhandlungen gibt. Offensichtlich sieht man weder die dramatische Situation der Alitalia noch die Notwendigkeit einer Wende gegenüber der Vergangenheit ein", hieß es.

Nach der Swissair 2001 wäre die Alitalia die zweite große europäische Fluglinie, die finanziell abstürzt. War es bei der Swissair der ungebremste Expansionswahn der Führungscrew, der die Fluglinie in den Ruin trieb, so trudelte die Alitalia im Würgegriff der Gewerkschaften und durch jahrelanges Missmanagement in den Bankrott. Der Staat butterte über die Jahre fast sechs Mrd. Euro in die Airline - vergebens. Derzeit hält nur ein 300-Mio.-Euro.-Darlehen des Staates die Alitalia am Leben.

Teure Flugrechte

Möglicherweise finden sich für die „scheintote" Fluglinie eher Käufer als in den vergangenen Monaten, zumal sie Rom verschenken muss. In Luftfahrtkreisen wurde immer wieder kolportiert, dass die Lufthansa nur abwartet, bis die Alitalia pleite ist, um dann zuzuschlagen. Ihr großer Konkurrent wäre Air France/KLM, die schon im Frühjahr als Retter abblitzte. Was die Alitalia interessant macht, sind der große italienische Markt und die Flugrechte in Mailand und Rom.

Die Totengräber der Alitalia, die 2007 ihren 60.Geburtstag feierte, sind die Gewerkschaften, vor allem die Vertretung der Piloten. Sie wehren sich gegen den geplanten Einheitsvertrag für alle Mitarbeiter der „Alitalia neu", in der die gesunden Teile der Fluglinie mit Italiens privater Fluggesellschaft Air One fusioniert werden sollen. Kein 14. Monatsgehalt, weniger Urlaub, weniger Freizeit, niedrigere Gehälter und mehr Produktivität verlangt der Vertrag. Die Piloten verlangen eine Spezialregelung für sich. Außerdem befürchten sie, dass die Alitalia zu einer Billigfluglinie mit niedrigen Gehältern beschnitten werden könnte.

„Die Piloten begreifen nicht die Lage, in der sich die Alitalia befinden", kommentierte Corrado Passera, Chef der Banca Intesa San Paolo, die den Rettungsplan ausgearbeitet hat. Auch Wirtschaftsminister Giulio Tremonti warnte, die Alternative zu der derzeitigen Privatisierung sei nur noch die Liquidation der Fluggesellschaft.

Dann droht allen 18.000 Alitalia-Beschäftigten der Verlust des Arbeitsplatzes. Arbeitsminister Maurizio Sacconi meinte, „wir haben das Schlimmste zu befürchten". Sonderkommissar Fantozzi müsse sofort die Kündigungen des Personals in die Wege leiten, weil er dazu gezwungen sei, so Sacconi.

Eine letzte Chance gibt es noch: Die Regierung hat den Gewerkschaften am Freitagnachmittag eine „Nachfrist" von einem Tag eingeräumt, um ihre Position zu überdenken.

Quelle: diePresse.com
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Freitag, 12. September 2008

Monica Bellucci eröffnet Filmfest in Rom

Monica Bellucci öffnet Filmfest in Rom
Monica Belucci.

Die Schauspielerin Monica Bellucci wird am 22. Oktober das römische Filmfest eröffnen, das bis am 31. Oktober läuft. Bellucci spielt die Hauptrolle im Film "L'uomo che ama" (Der Mann, der liebt) der römischen Regisseurin Maria Sole Tognazzi. Am Eröffnungstag des Fests wird ein internationaler Film gegen die Hungersnot in der Welt gezeigt, der von acht Starregisseuren, darunter Jane Campion, Gus Van Sant und Wim Wenders mit Unterstützung der UNO gedreht wurde.

Zu den Filmen, die um den Marc Aurel-Preis kämpfen, zählen der Streifen "The Duchess" mit Keira Knightley, sowie das Werk des deutschen Regisseurs Uli Edel "Der Baader-Meinhof Komplex" über die deutsche Terrorgruppe. Mit Interesse wird auch der Film "Der Damm am Pazifik" nach einem Roman von Marguerite Duras erwartet, in dem Isabelle Huppert die Hauptrolle spielt.

Zu den Stargästen der neuen des römischen Festivals zählen die Regisseure David Cronenberg und Michael Cimino. In Rom wird Cronenberg zum ersten Mal seine Ausstellung "Chromosomes" präsentieren, die 50 Bilder aus den Filmen des kanadischen Regisseurs zeigt. Das Festival wird außerdem drei verstorbene Persönlichkeiten des italienischen Films ehren: Den kürzlich gestorbenen Regisseur Dino Risi, die Schauspieler Alida Valli und Nino Manfredi. Im Laufe des Fests werden die Schauspieler Al Pacino und Gina Lollobrigida den Marc Aurel-Preis für ihre Karriere erhalten.

15,5 Millionen Euro soll die diesjährige Ausgabe des römischen Filmfestivals kosten, 1,5 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Die Filme laufen in vier Schienen: Premiere, Extra, Official Selection und Focus. In der Premiere-Schiene wird um zwei Preise gekämpft: Den goldenen Marc Aurel für den besten Film und den Preis der Kritik. Der Sieger des Marc Aurel-Preises wird von allen Zuschauern gewählt, die sich am Festival beteiligen. Eine internationale Jury wird den Preis der Kritik für den besten Film verleihen. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 75.000 Euro dotiert. Die Jury wird auch einen Preis für den besten Schauspieler und die beste Schauspielerin verleihen.

Das Filmfest in Rom dürfe nicht mit dem Venediger Festival in Konkurrenz treten, so der römische Bürgermeister Gianni Alemanno. Die beiden Festivals müssten "zwei unterschiedliche Ereignisse bleiben. Bisher war das römische Filmfest eher eine Kopie Venedigs", sagte Alemanno, Spitzenpolitiker der Rechtspartei Alleanza Nazionale.

Quelle: Vorarlberg Online

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.



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Geändert am 12. September 2008 um 14:30
Donnerstag, 11. September 2008

Rechte verprügeln in Rom schwules Paar
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Ein schwules Paar aus Norditalien, das sich während seines Urlaubs in Rom auf offener Straße geküsst hat, ist geschlagen und mit Steinen und Flaschen beworfen worden. Die beiden Burschen wurden von einer rechtsextremen Jugendbande angegriffen, beschimpft und verletzt.

Der Angriff ereignete sich auf der Via San Giovanni in Laterano unmittelbar neben dem Kolosseum. Diese Straße wurde kürzlich zu Roms erster "Schwulenstraße" erklärt. Dort befindet sich das "Coming Out", ein unter Schwulen, Lesben und Transsexuellen beliebtes Café.

Der Vorfall sorgte für Empörung. Rom sei nach dem Wahlsieg des rechten Bürgermeisters Gianni Alemanno bei den Wahlen im April eine "offene Stadt für die Faschisten", kritisierten die Oppositionsparteien. Aus Protest gegen den Angriff planen lesbischwule Aktivisten eine Demonstration. Bürgermeister Alemanno verurteilte den Angriff auf das Schwulenpaar und sprach von unannehmbarer Gewalt.

Quelle: ggg.at



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Mittwoch, 10. September 2008

Rom: Faschismus-Aussagen des Bürgermeisters empören

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Gianni Alemanno.

Empörte Reaktionen haben Aussagen von Roms rechtsgerichtetem Bürgermeister Gianni Alemanno über den Faschismus ausgelöst. Anlässlich eines Besuchs in Israel meinte der Spitzenpolitiker der postfaschistischen "Alleanza Nazionale" (AN), man müsse zwischen dem Regime von Benito Mussolini und den gegen die Juden gerichteten Rassengesetzen unterscheiden. In einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" meinte Alemanno, der Faschismus sei "nicht das absolut Böse" gewesen, das es zu verurteilen gelte. Das seien vielmehr die vom faschistischen Regime erlassenen Rassengesetze gewesen.

Damit grenzte sich der römische Bürgermeister von Aussagen des AN-Gründers und jetzigen Kammerpräsidenten Gianfranco Fini ab, der bei einem Israel-Besuch in Jahr 2003 den Faschismus als das "absolut Böse" bezeichnet hatte.

Die Aussagen sorgten in der jüdischen Gemeinschaft Italiens für Irritation. Renzo Gattegna, Präsident des Verbandes der jüdischen Gemeinden, erklärte, man könne die Rassengesetze wohl kaum vom Faschismus trennen. Der Präsident der jüdischen Gemeinde Roms, Riccardo Pacifici, sagte, er erwarte sich eine Klärung der Aussagen des ersten Bürgers der Stadt.

Oppositionschef Walter Veltroni, erinnerte daran, dass das faschistische Regime schon vor den Rassengesetzen den Bürgern die Freiheit genommen habe. Er verwies auf das Schicksal führender Antifaschisten wie Antonio Gramsci und Giacomo Matteotti, die vom Regime eingesperrt beziehungsweise ermordet wurden.

Quelle: Wiener Zeitung



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Sonntag, 7. September 2008

Madonna provoziert den Papst

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Wirkt keineswegs wie ein unschuldige Jungfrau: Madonna. 

Popstar Madonna hat im Rahmen ihrer Welttournee wieder einmal für Wirbel gesorgt. Bei ihrem Konzert in Rom widmete die Sängerin dem Papst ausgerechnet ihren Hit "Like A Virgin" (Wie eine Jungfrau).

"Ich widme dieses Lied dem Papst, weil ich ein Kind Gottes bin. Ihr alle seid Kinder Gottes", sagte die Sängerin am Samstagabend, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Rund 60.000 Menschen verfolgten das Konzert der 50-Jährigen im Olympiastadion der italienischen Hauptstadt.

Madonna, die für ihre freizügigen Auftritte bekannt ist, hatte bereits zum Auftakt ihrer unter dem Motto "Sticky and Sweet" ("Klebrig und süß") stehenden Welttournee in Cardiff für Aufruhr gesorgt, als sie in einer Fotoserie US-Präsidentschaftskandidat John McCain in einer Reihe mit Adolf Hitler und Simbabwes Diktator Robert Mugabe zeigte.

Quelle: zoomer.de
http://www.brandkraft.de/wp-content/zoomer-logo.png



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»13:48     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)    

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Samstag, 6. September 2008

Fußballer spenden für Santa Maria dell'Anima in Rom

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Santa Maria dell'Anima.

Ein positives "Nachspiel" hat die Fußball-Europameisterschaft für die österreichisch-deutsche Nationalstiftung Santa Maria dell'Anima in Rom. 10.000 Euro aus der Aktion "Charity 08" sollen der Restaurierung der Sakristei der Anima zugute kommen, wie ÖFB-Präsident Alfred Stickler und weitere Vertreter des Fußballbundes bestätigen. Die Kirche und das Priesterkolleg sind die geistliche Heimat der in Rom ansässigen Deutschsprachigen, sowie der Pilger aus Österreich und Deutschland, die nach Rom kommen.

Die Aktion "Charity 08" brachte insgesamt bisher rund 110.000 Euro ein. So stellten etwa alle 23 österreichischen Teamspieler jeweils 1.000 Euro von ihren Prämien zur Verfügung. Neben der römischen Anima erhalten u.a. auch das Rote Kreuz, die "Roten Nasen" und die Kinderkrebshilfe finanzielle Unterstützung.

Eingefädelt wurde die Hilfe im Rahmen der Teilnahme einer ÖFB-Delegation an der Generalaudienz im Vatikan am 7. Mai dieses Jahres. Zur Delegation gehörten damals neben ÖFB-Präsident Stickler und ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig auch Teamspieler Sebastian Prödl, Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka und "Sport-Bischof" Franz Lackner.

Die "Anima" geht auf eine Gründung der Eheleute Johann und Katharina Peters aus dem niederländischen Dordrecht zurück, die im 14. Jahrhundert hier ein Hospiz für "arme Leute der deutschen Nation" unter dem Titel "Sancta Maria Animarum" gründeten. In einem Schreiben vom 21. Mai 1406 bestätigte Papst Innozenz VII. die Gründung. Knapp 40 Jahre später wurde die "Anima" vom Papst zur Seelsorge an den Pilgern und Armen, zu regelmäßigem Gottesdiensten und zur Spendung der Sakramente ermächtigt. Die Anfang des 16. Jahrhunderts erbaute Kirche ist bis heute Pilgerkirche sowie Zentrum und "Pfarrkirche" der deutschsprachigen Katholiken in Rom. Aus dem ehemaligen Pilger-Hospiz wurde dann 1859 ein Studienkolleg für Priester.

Quelle: kathweb.at



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Freitag, 5. September 2008

Attraktive Wirtschaftsregionen: Rom ist Schlusslicht

Die Grafik "http://www.fahrrad-tour.de/Rom/Bilder/BMontecitorio_A309441.jpg" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält. 
Schlusslicht Rom: Das Bild zeigt den Regierungssitz.

Der Standort Zürich ist laut einem neuen Index des BAK Forschungsinstituts Basel die attraktivste Wirtschaftsregion Europas. Rom, die "ewige Stadt", hat die Rote Laterne.

Beim Kriterium Leistungen weist der BAK Economic Attractiveness and Performance Index Dublin als Spitzenreiter aus. Schlusslicht ist in diesem Bereich die deutsche Hauptstadt Berlin.

Diese Resultate des BAK-Index beruhen auf Erhebungen in über 192 westeuropäischen Regionen. 22 Metropolregionen standen dabei im Vordergrund.

Zürich, bezüglich Attraktivität für Bewohner und Unternehmen an der Spitze, wird gefolgt von London, Kopenhagen und Genf. Für Zürich spricht laut BAK vor allem die geringe Steuerbelastung.

Auch bei der Innovationsfähigkeit, die an der Zahl Patente und Wissenschaftspublikationen pro Kopf gemessen wurde, lag Zürich weit über dem Durchschnitt.

Am Schluss der Metropolen-Rangliste figurieren Madrid, Barcelona und Rom. Bei den spanischen Städten war der streng regulierte Arbeitsmarkt für das schlechte Abschneiden ausschlaggebend. Im Falle Roms kam die hohe Steuerlast hinzu.

Quelle: swissinfo.ch
swissinfo.ch



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Donnerstag, 4. September 2008

Belcanto Festival in Rom

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Auftritt am 25. September: Cecilia Bartoli.

Die renommierte Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom startet nach der Sommerpause mit einem Belcanto Festival in die neue Saison. Vom 12. bis 29. September werden Arien so bedeutender Komponisten wie Rossini, Bellini oder Donizetti zu Gehör gebracht.

Neben international anerkannten Künstlern wie Barry Banks, John Osborn oder Celso Albelo, die im Rahmen der Eröffnungsgala auftreten, haben auch junge Nachwuchsmusiker Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Höhepunkt des hochkarätigen Festivals ist ohne Zweifel das Konzert mit Cecilia Bartoli am 25. September.

Weitere Informationen zum Programm und Eintrittskarten im Internet unter www.santacecilia.it/

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.



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Geändert am 4. September 2008 um 14:20
Mittwoch, 3. September 2008

Gratis-Konzert von Zubin Mehta in Rom

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Zubin Mehta.  

Beim Musikfestival "Euro Mediterraneo" wird der indische Stardirigent Zubin Mehta am kommenden Donnerstag auf dem malerischen, von Michelangelo entworfenen Kapitolsplatz ein Gratis-Konzert leiten. Das berichtete die italienische Zeitung "La Repubblica".

Mehta werde mit dem Orchester des italienischen Opernfestivals "Maggio Musicale Fiorentino" ein Programm vorführen, das von den "Psalmen" des israelischen Komponisten Paul Ben-Haims über Stücke aus Wagner-Opern bis hin zur "Eroica" von Beethoven gehen soll. Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno habe das Konzert zur Feier des 60. Jahrestages der italienischen Verfassung organisiert, hieß es.

Und zur Freude italienischer Musikfans ist der Eintritt frei, solange der Platz reicht. Der 72-jährige Mehta gehört zu den bekanntesten Dirigenten der Welt und ist unter anderem Musikdirektor auf Lebenszeit des "Israel Philharmonic Orchestra" in Tel Aviv. Zu seinen Zukunftsplänen befragt, sagte er erst kürzlich: "Ich werde ganz sicher bis an mein Lebensende dirigieren".

Quelle: KLEINE ZEITUNG
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Dienstag, 2. September 2008

Papst empfing Entführungsopfer Betancourt

 
Betancourt beim Papst.

Papst Benedikt XVI. hat die ehemalige FARC-Geisel Ingrid Betancourt empfangen. Das Treffen fand in der päpstlichen Sommerresidenz statt.

Ingrid Betancourt, die nach sechsjähriger Geiselhaft befreite kolumbianische Politikerin, hat sich über ihr 25 Minuten langes Treffen mit dem Papst in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo sehr "gerührt" erklärt. "Ich habe dem Heiligen Vater von meiner spirituellen Erfahrung während der Gefangenschaft erzählt", sagte die Franko-Kolumbianerin. Nach dem Treffen mit Betancourt begrüßte der Papst auch die Mutter der Ex-Geisel, Iolanda Pulencio, sowie Betancourts Schwester Astrid mit ihren beiden Kindern.

Das Kirchenoberhaupt hatte sich wiederholt für die Freilassung der früheren Präsidentschaftskandidatin eingesetzt. Unmittelbar nach ihrer Befreiung aus den Händen der Rebellengruppe FARC am 2. Juli hatte Betancourt den Wunsch geäußert, mit dem Papst zusammenzutreffen.

Quelle: OE24.at
Logo oe24.at



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Montag, 1. September 2008

Italienische Ultras kapern Zug nach Rom

Der Mob aus Neapel benahm sich im Stadion in Rom nur unwesentlich besser als zuvor im Zug.

Kaum haben alle grossen Fussball-Ligen Europas den Spielbetrieb wieder aufgenommen, gibt es Negativ-Schlagzeilen: In Napoli haben zum Saisonauftakt rund 1500 Ultras den Bahnhof verwüstet. Ausserdem stürmten sie einen Zug und zwangen 300 Passagiere zum Aussteigen.

Mit der spanischen Primera División und der italienischen Serie A sind am Wochenende auch die zwei letzten grossen europäischen Ligen in die neue Saison gestartet. Kaum rollt der Ball wieder, stehen auch unbeliebte Hitzköpfe, Hooligans und Ultras auf dem Programm. Für den ersten grösseren Vorfall der noch jungen Spielzeit waren am Sonntag «Fans» das italienischen Serie-A-Vereins Napoli besorgt.

Verschiedenen Medienberichten zufolge randalierten rund 1500 Ultras im Bahnhof der süditalienischen Hafenstadt. Sie kaperten einen Zug nach Rom und zwangen die 300 Passagiere auszusteigen. Anschliessend plünderten und zerstörten die Ultras die Waggons. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Bahn auf rund eine halbe Million Euro.

Vier verletzte Bahnmitarbeiter

Die Bahnmitarbeiter hatten den Ultras vorerst den Zugang zum Zug verwehrt, weil diese keine Fahrkarten vorweisen konnten. Doch dies hinderte die Randalierenden nicht daran, die Bahn zu kapern. Dabei wurden vier Kontrolleure verletzt. Aus Angst vor weiteren Ausschreitungen entschied Neapels Polizeichef, die Ultras nach Rom abfahren zu lassen.

Und damit war noch nicht genug: In Rom angekommen, wütete die Bande weiter. Obwohl ein grosses Polizeiaufgebot präsent war, warfen die Ultras Tränengas und Knallkörper im Bahnhof Termini. Die Polizei nahm laut eigenen Angaben einige Personen fest.

Dass der Saisonauftakt zwischen der AS Roma und Napoli mit 1:1 endete, verkam hierbei zur Nebensache.

Quelle: 20minuten.ch
20 minuten



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Geändert am 1. September 2008 um 14:10



romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

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