Italienischer Waffenlieferer nach Blutfehde gefasst

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Er ist immer noch auf der Flucht: Das Fahndungsfoto des Bundeskriminalamts (BKA) zeigt den Hauptverdächtigen Giovanni Strangio (28). Er soll für die Mafia-Morde von Duisburg verantwortlich sein.

Die italienische Polizei hat in Aprilia bei Rom einen Mafioso festgenommen, der indirekt mit der Bluttat von Duisburg in Verbindung stehen soll. Die Fahndung nach Gianfranco Antonioli lief bereits seit einem Jahr. Der 50-Jährige soll dem Clan Pelle-Vottari mit Schusswaffen ausgestattet haben, um die Morde zu begehen.

„Wir haben den seit vergangenem Jahr gesuchten Gianfranco Antonioli in Aprilia festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Maschinengewehre und andere schwere Waffen für den kalabrischen Mafiaclan Pelle-Vottari nach Italien eingeführt zu haben", sagte Renato Cotese von der kalabrischen Polizei. Der südlich von Rom gefasste Italiener soll die Waffen von einem Bosnier erhalten haben.

Der Flüchtige hatte sich in den vergangenen Monaten in einer Wohnung in dem Städtchen Aprilia versteckt, berichteten italienische Medien. In Duisburg waren vor einem Jahr im Rahmen einer alten 'Ndrangheta-Fehde zwischen kalabrischen Mafia-Familien sechs Italiener im Alter von 16 bis 38 Jahren erschossen worden.

Giovanni Strangio
Er ist immer noch auf der Flucht: Das Fahndungsfoto des Bundeskriminalamts (BKA) zeigt den Hauptverdächtigen Giovanni Strangio (28). Er soll für die Mafia-Morde von Duisburg verantwortlich sein.

Seit 1991 steht der Pelle-Vottari-Clan in einer blutigen Vendetta dem Nirta-Strangio Clan gegenüber. Beide Mafiafamilien stammen aus San Luca im süditalienischen Kalabrien. Die Morde an sechs Männern in einer Duisburger Pizzeria am 15. August 2007 führt die italienische Polizei auf diesen Familienkrieg zurück. Der 28-jährige Hauptverdächtige Giovanni Strangio ist weiterhin auf der Flucht.

Allerdings hatte die Polizei bereits zwei Wochen nach der Tat in Duisburg rund um die süditalienische 'Ndrangheta-Hochburg San Luca knapp 40 mutmaßliche Mafiosi festgenommen.

Im Mai ging den Beamten der 68 Jahre alte Clan-Chef Giuseppe Nirta ins Netz, der auf Italiens Liste der 100 meistgesuchten gefährlichen Verbrecher gestanden hatte. Erst in der vergangenen Woche war der 31-jährige Paolo Nirta - einer der Drahtzieher der Bluttat - gefasst worden.

Quelle: WELT ONLINE
Welt Online

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