
"Roma cambia" - Rom ändert sich - war Alemannos Wahlslogan. Für Müllstöberer ist im neuen Rom offenbar kein Platz.
Mit dem Verbot vom Stöbern in Mülltonnen will der rechte Bürgermeister Alemanno Schritte gegen den "Verfall und die Kriminalität" setzen.
Das Stöbern in Mülltonnen ist Roms rechter Bürgermeister Gianni Alemanno seit neuestem ein Dorn im Auge. Und offenbar nicht nur ihm: Auch andere italienische Bürgermeister wollen nun dem Beispiel Alemannos folgen und Schritte gegen den "Verfall und die Kriminalität" setzen, berichtete die italienische Zeitung Corriere della Sera in ihrer Internetausgabe. Das Miststöbern soll im Rahmen des von Innenminister Roberto Maroni verfügten Dekrets erfolgen, das Stadtoberhäuptern mehr Macht in Sicherheitsfragen einräumt.
Das vor allem von Bettlern, alten Menschen und Obdachlosen praktizierte Stöbern in Mülltonnen nach Essensresten oder verwertbaren Gegenständen sei für viele dieser Menschen eine Möglichkeit, um zu überleben, empörte sich der Sprecher der sozial engagierten Kirchengemeinde Sant'Egidio, Mario Marazziti. Er kündigte an, gegen die Verfügung anzukämpfen.
"Rom ist kein Platz für Dreck"
Alemanno, Spitzenpolitiker der postfaschistischen Alleanza Nazionale, hielt dagegen: Wer im Müll stöbere, werfe oft Mist auf die Straße und trage so zur Verdreckung der Stadt bei. "Mit den neuen Kompetenzen werden wir eine weitere Gelegenheit haben, um allen begreiflich zu machen: Rom ist kein Platz für Dreck und nicht jeder kann machen was er will."
Quelle: KURIER![]()
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