Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno will scharf gegen die zunehmende Zahl von Straßenverkäufern vorgehen, die in der „Ewigen Stadt" illegal Souvenirs verkaufen.
Besonders schwierig ist die Lage in der Nähe des Vatikans, wo sich Hunderte Straßenhändler und auch Taschendiebe unter die Menschenmenge mischen.
Das Gelände zwischen der Engelsburg und der Peterskirche ist zu einem großen Markt geworden, auf dem gefälschte Markenbrillen, Taschen, CDs und T-Shirts angeboten werden.
Bei Kontrollen der Polizei flüchten die Verkäufer in die Seitengassen. Bei einigen wird die Ware beschlagnahmt, die anderen kehren bald wieder zurück.
Hinter dem Geschäft mit den Straßenhändlern steckt die Mafia, die mit Produktpiraterie Millionenumsätze macht, warnt die Polizei. Bei der Produktion der gefälschten Waren werden massiv minderjährige Einwanderer eingesetzt.
Die Stadt Rom handelt auch unter dem Druck der Kaufleute der Gegend um den Vatikan. Sie werfen der Stadtverwaltung vor, nicht genug gegen die Verkäufer zu unternehmen, die ihrer Ansicht nach das Zentrum von Rom in eine „Kasba" verwandelt haben.
„Man kann nicht mehr ruhig spazieren gehen. Die ganzen Straßen um den Vatikan sind belagert", sagte eine wütende Geschäftsfrau unweit der Engelsbrücke.
Der rechte Bürgermeister Alemanno, der im Wahlkampf mehr Sicherheit und Ordnung versprochen hat, arbeitet mit der Polizei an einer Lösung für das Problem. „Die einzige Lösung ist die systematische Beschlagnahmung der gefälschten Waren", erklärten die Kaufleute.
Quelle: Südtirol online
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