Donnerstag, 29. Mai 2008
Vier Verletzte nach Faschisten-Überfall an Uni

Bei einem Überfall von Faschisten auf dem Gelände der La Sapienza-Universität von Rom sind am Dienstag vier Menschen verletzt worden. Dadurch verschärft sich nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt der pro-faschistischen Regierung von Ministerpräsident Berlusconi das aufgeheizte Klima in der italienischen Hauptstadt. Bereits vor drei Tagen war es in einem Stadtviertel Rom zu rassistischen Überfällen auf von Ausländern geführte Geschäfte gekommen.
Eine Gruppe von etwa 20 vermummten und bewaffneten Männern hatte am Samstag in Pigneto Läden von Einwanderern aus Bangladesh und Indien geplündert, zerstört und dabei rassistische Parolen gerufen.
Augenzeugen der gestrigen Vorfälle berichten, dass mehrere mit Schlägern und Ketten bewaffnete Männer zwischen 30 und 40 Jahren an der Hochschule aus einem Auto sprangen und eine Gruppe von Studierenden angriffen, die gerade antifaschistische Plakate klebten. Die Notfallaufnahme des Universitätskrankenhauses Umberto I. beziffert die Zahl der Opfer auf vier.
Die Vereinigung antifaschistischer Studierender der Sapienza macht für den Überfall die neofaschistische Organisation "Forza Nuova" verantwortlich und kritisierte das "Klima der Straffreiheit, dass die Neofaschisten jetzt in Rom genießen". Bei den Kommunalwahlen Ende April hatte die Rechte in Rom die Abstimmung gewonnen. Der neue Bürgermeister Gianni Alemanno saß früher wegen rechts-terroristischer Aktionen mehrfach im Gefängnis und hatte sich am Wahlabend auch von Neofaschisten feiern lassen, die ungehindert den Faschisten-Gruss zeigten und Parolen gröhlten. Er selbst gehört heute dem rechten Flügel der aus der faschistischen MSI hervorgegangenen "Alleanza Nazionale" an, die mit Berlusconi verbündet ist.
Quelle: RedGlobe

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von: [unbekannt] in: Rom-Blog
Vier Verletzte nach Faschisten-Überfall an Uni

Bei einem Überfall von Faschisten auf dem Gelände der La Sapienza-Universität von Rom sind am Dienstag vier Menschen verletzt worden. Dadurch verschärft sich nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt der pro-faschistischen Regierung von Ministerpräsident Berlusconi das aufgeheizte Klima in der italienischen Hauptstadt. Bereits vor drei Tagen war es in einem Stadtviertel Rom zu rassistischen Überfällen auf von Ausländern geführte Geschäfte gekommen.
Eine Gruppe von etwa 20 vermummten und bewaffneten Männern hatte am Samstag in Pigneto Läden von Einwanderern aus Bangladesh und Indien geplündert, zerstört und dabei rassistische Parolen gerufen.
Augenzeugen der gestrigen Vorfälle berichten, dass mehrere mit Schlägern und Ketten bewaffnete Männer zwischen 30 und 40 Jahren an der Hochschule aus einem Auto sprangen und eine Gruppe von Studierenden angriffen, die gerade antifaschistische Plakate klebten. Die Notfallaufnahme des Universitätskrankenhauses Umberto I. beziffert die Zahl der Opfer auf vier.
Die Vereinigung antifaschistischer Studierender der Sapienza macht für den Überfall die neofaschistische Organisation "Forza Nuova" verantwortlich und kritisierte das "Klima der Straffreiheit, dass die Neofaschisten jetzt in Rom genießen". Bei den Kommunalwahlen Ende April hatte die Rechte in Rom die Abstimmung gewonnen. Der neue Bürgermeister Gianni Alemanno saß früher wegen rechts-terroristischer Aktionen mehrfach im Gefängnis und hatte sich am Wahlabend auch von Neofaschisten feiern lassen, die ungehindert den Faschisten-Gruss zeigten und Parolen gröhlten. Er selbst gehört heute dem rechten Flügel der aus der faschistischen MSI hervorgegangenen "Alleanza Nazionale" an, die mit Berlusconi verbündet ist.
Quelle: RedGlobe

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Vier Verletzte nach Faschisten-Überfall an Uni

Bei einem Überfall von Faschisten auf dem Gelände der La Sapienza-Universität von Rom sind am Dienstag vier Menschen verletzt worden. Dadurch verschärft sich nur wenige Wochen nach dem Amtsantritt der pro-faschistischen Regierung von Ministerpräsident Berlusconi das aufgeheizte Klima in der italienischen Hauptstadt. Bereits vor drei Tagen war es in einem Stadtviertel Rom zu rassistischen Überfällen auf von Ausländern geführte Geschäfte gekommen.
Eine Gruppe von etwa 20 vermummten und bewaffneten Männern hatte am Samstag in Pigneto Läden von Einwanderern aus Bangladesh und Indien geplündert, zerstört und dabei rassistische Parolen gerufen.
Augenzeugen der gestrigen Vorfälle berichten, dass mehrere mit Schlägern und Ketten bewaffnete Männer zwischen 30 und 40 Jahren an der Hochschule aus einem Auto sprangen und eine Gruppe von Studierenden angriffen, die gerade antifaschistische Plakate klebten. Die Notfallaufnahme des Universitätskrankenhauses Umberto I. beziffert die Zahl der Opfer auf vier.
Die Vereinigung antifaschistischer Studierender der Sapienza macht für den Überfall die neofaschistische Organisation "Forza Nuova" verantwortlich und kritisierte das "Klima der Straffreiheit, dass die Neofaschisten jetzt in Rom genießen". Bei den Kommunalwahlen Ende April hatte die Rechte in Rom die Abstimmung gewonnen. Der neue Bürgermeister Gianni Alemanno saß früher wegen rechts-terroristischer Aktionen mehrfach im Gefängnis und hatte sich am Wahlabend auch von Neofaschisten feiern lassen, die ungehindert den Faschisten-Gruss zeigten und Parolen gröhlten. Er selbst gehört heute dem rechten Flügel der aus der faschistischen MSI hervorgegangenen "Alleanza Nazionale" an, die mit Berlusconi verbündet ist.
Quelle: RedGlobe

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Mittwoch, 28. Mai 2008
«Mario Schifano» - Retrospektive in Rom

Die «Galleria Nazionale d'Arte Moderna» in Rom widmet dem römischen Maler Mario Schifano (1934-1998) eine große Einzelschau.
In 70 chronologisch geordneten Gemälden und gut 50 Zeichnungen kann sich der Kunstbegeisterte einen Einblick in das Werk des Malers verschaffen, der als einer der Großen der italienischen Nachkriegskunst gilt. Die Ausstellung «Mario Schifano» wird betreut von dem Kunsthistoriker Achille Bonito Oliva, der als einer der renommiertesten Experten für Gegenwartskunst in Italien gilt. Sie ist vom 12. Juni bis zum 28. September zu sehen.
Quelle: all-in.de
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Montag, 26. Mai 2008
Nazimob wütet im Stadtteil Pigneto

Blick in den Stadtteil Pigneto.
Seit den landesweiten Wahlerfolgen der Rechten in Italien kommt es vermehrt zu rassistischen Ausschreitungen. Nun ist es am Wochenendein Rom zu einem ersten Akt von "Squadrismus" gekommen. Am Samstag tobte sich ein faschistischer Mob in dem römischen Stadtteil Pigneto aus.
Ganz im Stil der Schwarzhemden Mussolinis erschien die 20köpfige und mit Knüppeln ausgestattete Gruppe überfallartig und schlug Schaufensterscheiben, Vitrinen und Geschäftsauslagen, sowie ein Callcenter entzwei. Dabei riefen sie „Bastarde" und „Dreckige Ausländer". Die zerstörten Einrichtungen gehörten jeweils MigrantInnen. Einen Mann aus Bangladesh schlug das Rollkommando ebenfalls zusammen, bevor es verschwand. Pigneto ist ein Stadtteil Roms, der wegen seiner kulturellen Vielfältigkeit bekannt ist.
Das Vorgehen der Schläger ähnelt sehr dem faschistischen Squadrismus der 20ziger Jahre, als mit Lkws sogenannte Squadri von Schwarzhemden in die Regionen fuhren, in denen Sozialisten und Kommunisten stark waren. Dort zündeten sie die Volkshäuser, die „casa del populi", an, verwüsteten Privatwohnungen, folterten und ermordeten Linke.
Schon seit geraumer Zeit berufen sich die sogenannten „Nonkonformen" aus Rom auf den Squadrismus der historischen Schwarzhemden. Die besetzten faschistischen Häuser aus Rom das seit kurzem besetzte Zentrum „area 19", die Faschisten-Kneipe „Cutty Sark", die Buchhandlung „testa di ferro" usw. Und die französisch-italienische Internet-side „Zentropa", das europaweit operierenden faschistische Internet-Radio „Radio Bandera Nera", die Partei „Fiamma Tricolore" usw. Kultfigur ist Italo Balbo, einer der brutalsten Squadriführer und Teilnehmer des „Marsch auf Rom".
Quelle: indymed
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Freitag, 23. Mai 2008
Große Correggio-Ausstellung in Rom

Correggios "Leda und der Schwan".
In den prunkvollen Sälen der Galleria Borghese in Rom ist eine große Ausstellung zum Werk des Renaissancemalers Correggio zu sehen.
In der Schau «Correggio und die Antike» werden rund 50 Gemälde und Zeichnungen des norditalienischen Meisters gezeigt, darunter viele Leihgaben aus Österreich, Frankreich und den USA. Die Bedeutung des Correggio - eigentlich Antonio Allegri (1489- 1534) - liege vor allem in seiner Gabe, «das große Profane und das große Heilige miteinander zu verbinden», erklärten die Kuratoren.
Auf die römische Ausstellung, die bis zum 14. September sehen ist, folgt vom 20. September an eine weitere Correggio-Schau im norditalienischen Parma, wo sich die einzigen Fresken des Meisters befinden. Hier soll den Besuchern Gelegenheit gegeben werden, mit Hilfe eines speziellen Gerüstes die Deckenmalereien ganz aus Nähe bewundern zu können.
Quelle: das allgäu online!
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Donnerstag, 22. Mai 2008
Senat in Rom segnet Alitalia-Überbrückungskredit ab
Der Senat in Rom hat der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia den Überbrückungskredit von über 300 Mio. Euro gewährt, für den sich bereits die Regierung ausgesprochen hatte. Der Kredit nahm damit die erste Parlamentshürde.
Mit dem Darlehen kann die Airline ihren Flugbetrieb zunächst aufrechterhalten. Das italienische Kabinett hatte den Kredit im April bewilligt, um nach dem Rückzug des Übernahmeangebots von Air France-KLM das Überleben der verlustträchtigen Alitalia während der Suche nach einer Alternativlösung zu sichern. Auch die Abgeordnetenkammer (Grosse Kammer) muss den Kredit absegnen.
Die EU hatte Italien wegen des Notkredits bereits im Vorfeld mit rechtlichen Schritten gedroht, weil es hinter dem Schritt eine staatliche Beihilfe vermutet. Italien will seinen Anteil von 49,9 Prozent an Alitalia verkaufen. Ein Geschäft scheiterte aber bisher vor allem am Widerstand der Gewerkschaften.
Quelle: Basler Zeitung
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 22. Mai 2008 um 17:52 Mittwoch, 21. Mai 2008
Kirche des „Germanicums“restauriert
Mit einem Festakt hat das römische Priesterkolleg „Germanicum et Hungaricum" den Abschluss eines großen Restaurierungsabschnitts seiner Kirche Santo Stefano Rotondo begangen.
Bei der Feierstunde in dem kunsthistorisch bedeutenden Rundbau auf dem Celio-Hügel äußerte sich der Rektor des „Germanicums", P. Franz Meures SJ, „sehr glücklich" darüber, dass es „mit vielen Kräften von verschiedenen Seiten" gelungen sei, die Kirche wieder zu öffnenm berichtet Kathpress am Montag.
Nach mehr als zwei Jahrzehnte langen Restaurierungen des spätantiken Fußbodens war die Rundkirche im April 2006 zunächst provisorisch wiedereröffnet worden. Seit März 2007 ist sie regulär für Besucher zugänglich. Inzwischen bieten Studenten des „Germanicums" kunsthistorische Führungen an.
Der Rundbau, der dem ersten christlichen Märtyrer Stephanus geweiht ist, wurde um das Jahr 461 auf dem Gelände einer ehemaligen römischen Kaserne errichtet. Nach tiefgreifenden Umgestaltungen im Mittelalter und in der Renaissance geriet die Kirche Mitte des 20. Jahrhunderts in einen ruinösen Zustand.
Ein fehlgeschlagener Versuch, auf dem ständig feuchten Untergrund einen Holzfußboden zu installieren, machte den Bau erneut zu einem Renovierungsfall.
Quelle: stol.it
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Dienstag, 20. Mai 2008
Deutsche in Rom: Bibliotheca Hertziana baut an

Der Italienreisende Johann Wolfgang Goethe und sein Freund Johann Heinrich Tischbein bildeten in der Wohnung des Malers nahe Roms Piazza del Popolo eine Künstlerwohngemeinschaft. Deren Mitbewohner sind heute zumeist vergessen. Doch die Bibliotheca Hertziana, weltweit bedeutendste Sammlung für italienische Kunstgeschichte, bewahrt wenige Hundert Meter entfernt noch zahlreiche Zeugnisse deutscher Rom-Pilger. Mit einem Richtfest feierte das Forschungsinstitut jetzt nach fünf Jahren Bauzeit die Errichtung eines neuen Gebäudes für Bibliotheks- und Lesesäle.
Wenn der Neubau des Bibliothekstraktes Mitte 2009 wie geplant fertig gestellt ist, betreten Kunsthistoriker aus aller Welt den Gebäudekomplex durch das "Höllenmaul" - das ehemalige Gartenportal. Der Besucher sollte durch das weit aufgesperrte Höllenmaul erschreckt werden, um nach zögerlichem Betreten den Zauber des Gartens umso überwältigender zu erleben. Auf den Überresten der Gärten des Feldherrn und Kunstsammlers Lukull aus dem ersten Jahrhundert vor Christus erheben sich bereits jetzt die an drei Seiten zum Innenhof offenen Geschosse.
Da inmitten von Roms denkmalgeschützter Altstadt kein kompaktes Fundament gegossen werden konnte, wurden rund 170 "Mikropfähle" in den Untergrund gerammt. Darüber ließ der spanische Architekt Juan Navarro Baldeweg eine "Schachtel" errichten, die die Ausgrabungen zugänglich machen und das neue Gebäude tragen.
Der Palazzo Zuccari, der zusammen mit dem Palazzo Stroganoff und dem Bibliotheksneubau zur Max-Planck-Gesellschaft gehört, war schon im 18. Jahrhundert eine wichtige Adresse für deutsche Romreisende. Mit Hilfe vermögender Freunde erwarb die jüdische Mäzenin Henriette Hertz (1846-1913) den Palazzo Zuccari 1904, um dort ein internationales kunsthistorisches Institut zu etablieren. Sie vermachte die Liegenschaft der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (heute Max-Planck-Gesellschaft). Kurz vor ihrem Tod 1913 wurde an diesem Ort das Institut für Kunstgeschichte gegründet, das sich bald großes Renommee erwarb.
Quelle: Welt Online
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Geändert am 20. Mai 2008 um 23:21 Samstag, 17. Mai 2008
Neuen Elektrosmog-Prozess gegen Radio Vatikan verlangt
Im Zusammenhang mit dem Fall um angeblich gesundheitsgefährdende Sendeanlagen von Radio Vatikan nördlich von Rom kommt es zu einem neuen Prozess. Die Freisprüche von zwei Verantwortlichen des Radios wurden in letzter Instanz aufgehoben.
Das Kassationsgericht in Rom ordnete einen neuen Prozess gegen den Generaldirektor des Senders, Pasquale Borromeo, und den Präsidenten des Verwaltungskomitees von Radio Vatikan, Roberto Tucci, an. Borromeo und Tucci waren 2005 erstinstanzlich zu zehn Tagen Haft verurteilt worden und im Juni 2007 freigesprochen worden.
Ein Bürgerkomitee von Santa Maria di Galeria, wo die Sender stehen, hatte Einspruch beim Kassationsgericht gegen den Freispruch eingereicht. Die Kassationsrichter gaben ihnen nun recht.
Leukämiefälle
Radio Vatikan wurde eine Überschreitung der zulässigen Strahlengrenzwerte vorgeworfen. Anrainer berichteten von einer Häufung von Leukämie-Erkrankungen und leiteten gerichtliche Schritte ein. Der Vatikan-Sender hatte daraufhin von sich aus die Sendezeiten und die Kapazitäten seiner Anlagen reduziert.
Im September 2001 waren die elektromagnetischen Strahlungen auf die italienischen Grenzwerte heruntergefahren worden. Über gewaltige Sendemasten sendet Radio Vatikan seine religiösen Programme in 37 Sprachen um die ganze Welt.
Radio Vatikan bedauerte in einer Mitteilung den Beschluss der Kassationsrichter. Radio Vatikan werde wie in den vergangenen Jahren mit Hilfe seiner Verteidiger seine Position vor Gericht klären und um den Freispruch kämpfen, hiess es. Radio Vatikan habe stets seine Tätigkeit im Rahmen internationaler Abkommen zwischen dem Vatikan und Italien ausgeübt.
Quelle: baz.ch
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Samstag, 17. Mai 2008
Rom geht gegen illegale Migranten vor

Die italienische Polizei hat bei einem Grosseinsatz bis am Donnerstag mehrere hundert Personen festgenommen, denen von den Justizbehörden im Zusammenhang mit dem Phänomen der illegalen Einwanderung kriminelle Machenschaften vom Drogenhandel über die Prostitution bis hin zu Raubüberfällen vorgeworfen werden. Nach ersten Angaben nahm die Polizei in neun Regionen 383 Personen fest, von denen 268 Ausländer sind. 118 Personen, die offenkundig illegal eingewandert waren, wurden bereits ausgewiesen, wobei 53 von ihnen sofort zur Grenze begleitet wurden. Die übrigen «clandestini», wie die unbefugten Einwanderer in Italien genannt werden, wurden vorerst in Auffanglagern interniert.
«Nicht gegen spezifische Ethnie»
Der Direktor der Kriminalpolizei, Francesco Gratteri, betonte, dass sich die Operation nicht gegen eine bestimmte Ethnie gerichtet habe, sondern gegen «eine Kriminalität, die zu wachsender sozialer Beunruhigung» führe. Am Grosseinsatz hätten sich auch Kollegen der rumänischen Polizei beteiligt. Diese Präzisierungen richteten sich gegen die in letzter Zeit nicht zuletzt auch von der rumänischen Regierung bekundete Befürchtung, dass Ausländer in Italien zunehmend Opfer rassistischer Repressalien werden könnten.
Gefährdet sind im Besonderen die Zehntausende von Roma, die seit dem EU-Beitritt Rumäniens aus diesem Land nach Italien ausgewandert sind und dort zumeist in Barackensiedlungen hausen. Diese Siedlungen waren lange Zeit von den italienischen Behörden fahrlässig toleriert oder ignoriert worden und werden nun vielfach als Brutstätten der Kriminalität bezeichnet. Nach mehreren aufsehenerregenden Delikten, die von Roma verübt wurden, kam es zu Wutausbrüchen der Bevölkerung. So wurden in einem Quartier Neapels am Dienstag und erneut am Mittwoch wegen des angeblichen Versuchs einer Kindesentführung durch ein Roma-Mädchen mehrere Barackensiedlungen in Brand gesteckt. Hunderte von Roma mussten den Schutz der Polizei suchen.
Beunruhigende Anti-Roma-Stimmung
Die Vertreterin des Uno-Flüchtlingshochkommissariats in Italien, Laura Boldrini, erklärt sich zutiefst beunruhigt über die weitverbreiteten Ressentiments gegenüber den Roma, die laut einer neuen Umfrage von «La Repubblica» von einer Mehrheit der Befragten «als schlimmer als Nicht-EU-Ausländer» eingestuft werden. Boldrini rief in Erinnerung, dass von den schätzungsweise 170 000 Roma, die sich in Italien aufhalten, 34 000 aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen und vor den ethnischen Säuberungen während der Balkan-Kriege nach Italien geflüchtet waren. Oft wird auch unterschlagen, dass 60 000 Roma längst italienische Staatsbürger geworden sind und der Bevölkerungsanteil aller Roma in Italien mit 0,3 Prozent im internationalen Vergleich eher niedrig ist. Nicht nur die neue Regierung Berlusconi, sondern auch eine Reihe führender Bürgermeister beider politischen Lager fordern eine Beseitigung aller Roma-Elendssiedlungen und verschärfte Kontrollen zur Aufspürung von Missetätern.
Die Regierung Berlusconi will am nächsten Mittwoch ein Sicherheitspaket mit neuen energischen Schritten gegen die illegale Einwanderung schnüren. Innenminister Roberto Maroni hat der Bürgermeisterin von Mailand, Letizia Moratti, auch bereits die Einsetzung eines Sonderkommissars zur Bewältigung des Roma-Problems versprochen. Und denselben Anspruch hat mittlerweile auch der Römer Bürgermeister Gianni Alemanno angemeldet.
Quelle: NZZ Online
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Mittwoch, 14. Mai 2008
Meisterwerke von Donatello bis Perugino

Das 15. Jahrhundert und seine großen italienischen Meister stehen im Mittelpunkt einer bedeutenden Ausstellung in Rom. Die Schau «Die Wiedergeburt der Kunst von Donatello bis Perugino» vereint rund 170 Werke, darunter Skulpturen, Zeichnungen, Keramiken, Einrichtungsgegenstände, Münzen und Bilder.
Unter anderem sind Werke von Künstlern wie Mantegna, Piero della Francesca, Pinturicchio, Michelangelo und Filippo Lippi zu sehen. Die Exponate der Ausstellung im Museo del Corso stammen aus bedeutenden italienischen und internationalen Museen, wie etwa den Vatikanischen Museen, dem British Museum in London und dem Museum für Byzantinische Kunst in Berlin. Die Schau ist bis zum 7. September geöffnet.
Quelle: all-in.de
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Geändert am 14. Mai 2008 um 18:32 Dienstag, 13. Mai 2008
Kirche bereit für Gespräche mit China

Die Aufführung von „Mozarts Requiem" durch chinesische Musiker am vergangenen Mittwoch (7. Mai) in der Audienzhalle Pauls VI. im Vatikan habe Benedikt XVI. Gelegenheit gegeben, neuerlich darauf hinzuweisen, dass die Kirche für Gespräche mit der Volksrepublik China offen sei. Das betonte der Pressesprecher des Vatikans, Jesuitenpater Federico Lombardi, in der letzten Ausgabe der Sendung „Octava Dies", die vom Vatikanischen Fernsehzentrum (CTV) allwöchentlich ausgestrahlt wird.
Die Worte des Papstes hätten „die Offenheit der katholischen Kirche für den Dialog und ihren grenzenlosen Wunsch, einen geistlichen Dienst zu leisten", deutlich gemacht, sagte der Leiter des Pressebüros des Heiligen Stuhls. Das Konzert der Pekinger Philharmoniker und des Shanghaier Opernchors unter der Leitung von Long Yu war ein Geschenk des kommunistischen Landes an den Papst gewesen.
Pater Lombardi erinnerte die Zuschauer daran, dass der Heilige Vater die Audienzhalle Pauls VI. in seiner Grußansprache nach dem Konzert als Fenster bezeichnet hatte, das sich zur Welt hin öffne, als „einen Ort, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, jeder mit seiner ganz persönlichen Geschichte und seiner Kultur", und dass dort jede respektvoll und liebevoll willkommen geheißen werde.
In diesem Zusammenhang habe der Heilige Vater „die ganze chinesische Bevölkerung" begrüßt, erklärte der Jesuitenpater. Er habe ihnen alles Gute für die Vorbereitungen der Olympischen Spiele gewünscht, ein Ereignis, das nach den Worten des Papstes „für die gesamte Menschheitsfamilie von großer Bedeutung" sei. Und Pater Lombardi fügte hinzu: „Während wir uns auf den Gebetstag für die Kirche in China am 24. Mai vorbereiten, den der Papst in seinem berühmten Brief des vergangenen Jahres festgesetzt hat, blicken wir vertrauensvoll auf einen langen Weg des Dialoges zwischen der Kirche, dem chinesischen Volk und seinen Führern."
Quelle: Zenit
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Donnerstag, 8. Mai 2008
Neuer Bürgermeister will Gay Pride-Parade verbieten

Gianni Alemanno.
Der neu gewählte römische Bürgermeister und Rechtspolitiker Gianni Alemanno sorgt für Polemik wegen seiner Absicht, die jährliche Gay Pride-Parade in der "Ewigen Stadt" zu verbieten. Bei der am 7. Juni geplanten Veranstaltung soll für mehr Rechte für Homosexuelle und für die Verabschiedung eines Gesetzes zur rechtlichen Anerkennung von homo- und heterosexuellen Lebenspartnerschaften demonstriert werden.
"Ich respektiere die Homosexuellen, ich befürchte aber, dass die Gay Pride-Parade eine Form von sexuellem Exhibitionismus ist. Und ich bin gegen jegliche Form von Exhibitionismus, sowohl hetero-, als auch homosexuell", sagte Alemanno, der seine politische Karriere in der Postfaschistischen MSI begonnen hatte. Alemanno versprach, dass er mit dem Stadtrat über das Thema Gay Pride-Parade diskutieren wird.
Der Bürgermeister bestritt, dass seine Mitte-rechts-Allianz gegen die Homosexuellen sei. "In der Mitte-rechts-Allianz herrscht eine liberale Kultur, die keineswegs das Verhalten, die individuellen Rechte und den Schutz der Privatsphäre infrage stellt", kommentierte der Bürgermeister.
Alemannos Worte wurden vom Homosexuellen-Verband "Arcigay" scharf kritisiert. "Die Gay Pride-Parade ist keineswegs Exhibitionismus, sondern eine Veranstaltung, bei der man über die Rechte der Homo- und Transexuellen diskutiert", sagte der Präsident von Arcigay, Fabrizio Marrazzo.
Die Organisatoren der Gay Pride-Parade sprechen sich dafür aus, im Schulunterricht mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen zu lehren. Am Rande der Parade finden Konzerte, Feste, Modenschauen sowie öffentliche Debatten über Aids und Homophobie statt. Die Gay Pride-Parade ist in den vergangenen Jahren immer wieder vom Vatikan kritisiert worden.
Quelle: derStandard.at 
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Geändert am 8. Mai 2008 um 17:28 Mittwoch, 7. Mai 2008
Polemik um geplante Neuausrichtung des römischen Filmfests

Nach dem Wahlsieg des Rechtspolitikers Gianni Alemanno bei der Bürgermeisterwahl in Rom ist eine scharfe Auseinandersetzung um die Zukunft des römischen Filmfestivals entbrannt. Alemanno, der sich im Bürgermeisterduell gegen den scheidenden Kulturminister Francesco Rutelli durchsetzte, kündigte eine Neuausrichtung des römischen Festivals, das von seinem Vorgänger Walter Veltroni organisiert worden war.
Das Filmfest in Rom dürfe nicht mit dem Venediger Festival in Konkurrenz treten, meinte der neue Bürgermeister. "Das Venediger Festival und das Filmfest in Rom müssen zwei unterschiedliche Ereignisse bleiben. Bisher war das römische Filmfest eher eine Kopie des Venediger Festivals", sagte Alemanno, Spitzenpolitiker der Rechtspartei Alleanza Nazionale (AN).
"Ich will nicht die kulturellen Initiativen meiner Vorgänger streichen, ich will aber realistisch sein. Das römische Filmfest muss sich auf die italienische Filmproduktion und nicht auf Hollywood-Stars konzentrieren. Damit können wir die italienische Filme fördern", sagte Alemanno, der eine Zusammenarbeit mit dem italienischen Regisseur Pasquale Squitieri ankündigte. Dieser könnte zum Direktor des Filmfests aufrücken.
"Die italienische Filmindustrie steckt in der Krise. Ein Filmfest in Rom hat keinen Sinn, wenn es nur darum geht, Stars wie Nicole Kidman und Leonardo Di Caprio zu feiern", sagte Squitieri, Ehemann der Schauspielerin Claudia Cardinale.
Alemannos Worte sorgten für Empörung in der oppositionellen Mitte-links-Allianz. Diese befürchtet Jobstreichungen bei der Stiftung "Festival del cinema", die seit zwei Jahren das Filmfest organisiert. Das Filmfest sei bisher ein Erfolg gewesen, es sei ein großer Fehler, das römische Filmfest im Kern zu ändern, hieß es.
In einem von der Tageszeitung "Corriere della Sera" am Dienstag veröffentlichten Kommentar wies Alemanno die Kritik zurück. Er sprach sich für die weitere Teilnahme von US-Filmstars am römischen Filmfest, er meinte jedoch, dass er das italienische Kino aufwerten wolle. Es werde zu keinen Jobkürzungen kommen. "Die Frage des Filmfests wird in Absprache mit der Opposition in Angriff genommen", versicherte Alemanno.
Quelle: derStandard.at 
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Dienstag, 6. Mai 2008
Der Mosesbrunnen

Der Mosesbrunnen (italienisch Fontana dell'Acqua Felice oder Fontana del Mosè) ist ein barocker Brunnen in Rom an der Piazza San Bernardo auf dem Quirinal.
Wenige Tage nach seiner Wahl zum Papst gab Sixtus V. den Auftrag zur Wiederherstellung der antiken Aqua Alexandrina. Dafür wurden deren Quellen an der Via Praenestina wieder aktiviert. Allerdings wurde ein neuer Trassenverlauf gewählt, der zur Porta Tiburtina führte. Durch die Acqua Felice wurden täglich 21.000 Kubikmeter Wasser nach Rom geleitet. Erstmals seit der Antike konnten auch wieder höher gelegene Stadtteile versorgt werden. Nach dem bürgerlichen Namen von Sixtus, Felice Peretti, bekam der Aquädukt den Namen Acqua Felice.
Als Endpunkt der Wasserleitung wünschte sich Sixtus einen repräsentativen Brunnen. Er gab den Auftrag 1585 an seinen Hausarchitekten Domenico Fontana, beteiligte aber auch die Künstler Flaminio Vacca, Giacomo della Porta, Prospero da Brescia und Leonardo Sormani. Bei der Einweihung des Brunnens am 15. Juni 1587 fehlte noch die Statue des Moses, die erst später von Sormani fertig gestellt wurde.
Der Mosesbrunnen war Vorbild für die Fontana dell'Acqua Paola und den Trevi-Brunnen.
Als Motiv für den Brunnen wurde das Motiv eines antiken Triumphbogen gewählt. Der Brunnen wurde mit Römischen Travertin aus Tivoli ausgeführt, der zum größten Teil aus den nahen Diokletiansthermen stammte. Im linken Bogen zeigt ein Relief wie Aaron das Volk Israel zum Wasser führt, das in der Wüste entspringt. Das Relief im rechten Bogen zeigt Gideon mit seinen Soldaten. Im Zentrum steht eine vier Meter große monumentale Statue des Moses. Die vier Löwen vor den Säulen, die die Bögen teilen, stammen aus dem Pantheon. Vor dieser Fassade erstreckt sich ein großes Brunnenbecken.
Quelle: Wikipedia![]()
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Donnerstag, 1. Mai 2008
Alte Steuererklärungen im Internet veröffentlicht

Die Veröffentlichung alter Steuererklärungen italienischer Bürger im Internet sorgt in Italien für Wirbel. Wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete, stellte die Steuerbehörde in Rom die Steuererklärungen aus dem Jahr 2005 am Mittwochmorgen online.
Mit der Publikation im Internet habe die Behörde für mehr Transparenz sorgen wollen. Die Kunde verbreitete sich in Windeseile, die Steuerdatenbank brach unter dem Ansturm neugieriger Internet-Nutzer bald zusammen.
Die italienische Datenschutzbehörde verurteilte die Veröffentlichung privater Informationen und verlangte nach einer Dringlichkeitssitzung am Abend, die Seite umgehend zu sperren.
Konsumentenschützer sind geteilter Meinung: während einige den «Akt demokratischer Transparenz» begrüssten, kritisierten andere die Seite laut Ansa als «schändliches Denunzierungsinstrument».
Quelle: NZZ ONLINE
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