Einträge "Januar 2008":

Donnerstag, 31. Januar 2008

15-jährige russische Designerin erobert Rom

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Vielbeachtet: Die 15-jährige Russin Kira Plastinina.

Bei der Alta Moda in Rom werden derzeit in jeder Hinsicht verblüffende Modeschauen gezeigt. Da treten nicht nur gehörnte Blondinen in Musicals auf. Auch die 15-jährige Russin Kira Plastinina zeigt sexy Mode - und wird dabei als jüngste Modeschöpferin der Welt gefeiert.

Mit einer als Kurzmusical angelegten Schau des Jungdesigners Alessandro Consiglio, der für seine Provokationen bekannt ist, sind die römischen Alta-Moda-Tage in die dritte Runde gegangen. Unter dem Motto „Frau aus Glas" präsentierte der Modeschöpfer am Dienstag dem von Gesang und Tanz verblüfften Publikum 16 Modelle. Er zeigte Mini-Kostüme und -Kleidchen, darunter den Namensgeber der Schau: Ein durchsichtiges, super kurzes Kleid aus weißen Glasperlen. Fast alle Kreationen sind grafisch strukturiert - durch Streifenmuster, Einsätze oder kunstvolle Flechtstrukturen. Neu sind neckische Fransen am Saum.

ür noch mehr Verblüffung sorgte die 15-jährige Russin Kira Plastinina, die die Organisatoren als „jüngste Modeschöpferin der Welt" bezeichneten. WELT ONLINE hatte bereits vergangenen Herbst über sie berichtet. Damals führte die Tochter eines vermögenden Managers ihre Mode in Moskau vor. Rund 1,3 Millionen Millionen Euro soll der Papa sich einen Besuch von Paris Hilton bei der Schau kosten lassen haben. Und nun also Italien. Nachdem die Schülerin von der Vize-Bürgermeisterin von Rom, Maria Pia Garavaglia, die Ehren-Medaille der Stadt erhalten hatte, präsentierte Plastinina Hot-Pants, Petticoats und Minikleider aus Tüll. Beifall erntete vor allem ein Minikleid aus Schichten zartrosa Tülls mit eingearbeiteten Stoffrosen in Pink: „Romantischer Rock'n'Roll-Stil für Teenager" applaudierte die römische Zeitung „Il Messaggero".

icher hat die neue Präsidentin der Alta-Moda-Tage auch nichts dagegen, dass die reichen Russen nach Italien schauen. Jedenfalls gingen ihre auch russische Bonmots leicht von den Lippen. „Wie schon Dostojewski sagte: ‚die Schönheit rettet die Welt'", kommentierte sie die Schauen des Designer-Nachwuchses. Bis zum Ende der Alta-Moda-Tage am Donnerstag stehen unter anderem noch die Schauen von Tony Ward und Renato Balestra auf dem Programm

Quelle: WELT ONLINE
Welt Online

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Geändert am 31. Januar 2008 um 09:49
Mittwoch, 30. Januar 2008

Kommissar Rex übersiedelt nach Rom

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Hund und Herr. 

„Kommissar Rex" schnüffelt wieder - diesmal in Rom. In der bereits neunten Staffel der gleichnamigen TV-Krimiserie zieht der Polizeihund an der Seite eines neuen Herrls für acht Folgen erstmals nach Italien.

Fünf Monate lang wurde im Schatten des Kolosseums gedreht, seit dieser Woche ist die Serie im italienischen Staatsfernsehen RAI zu sehen. Die von Beta Film für RAI und ORF produzierte Serie soll noch heuer auch im ORF zu sehen sein.

Den neuen zweibeinigen TV-Ermittler der Serie gibt der blonde Südtiroler Kaspar Capparoni, der den römischen Commissario Lorenzo Fabbri verkörpert.

Capparoni mimt in der Serie einen Kommissar, der aus Wien nach Rom reist, um mit der italienischen Polizei in einem Doppelmord zu ermitteln. Kommissar Fabbri liebt Bach und Rock-Musik der siebziger Jahre. Die Rolle des Rex übernimmt der sechsjährige Schäferhund Henry, der für eine Million Dollar versichert ist.

Die neue Serie wurde bereits in 150 Länder verkauft. Die österreichische TV-Krimiserie ist eine der erfolgreichsten europäischen Serien. In Italien schalteten durchschnittlich sieben Millionen Zuschauer die bisherigen Serien von „Commissario Rex" bei RAI 1 ein.

Quelle: OÖ.at
OÖNachrichten



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Dienstag, 29. Januar 2008

Berlusconi droht mit Massendemos in Rom

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 Silvio Berlusconi.

Noch ist das Parlament in Italien nicht aufgelöst, da hat der Wahlkampf schon mit voller Vehemenz eingesetzt. Beflügelt durch günstige Umfragewerte fordert Oppositionsführer Silvio Berlusconi sofortige Neuwahlen und lehnt jeden Kompromiss kategorisch ab. Damit verfügt Staatspräsident Giorgio Napolitano bei seinen Bemühungen zur Lösung der Regierungskrise nur über einen minimalen Spielraum.

Bei Verzögerungen drohte Berlusconi dem Präsidenten gar mit einer Massenkundgebung in Rom. Der Ex-Premier wird in seiner kompromisslosen Haltung von der Lega Nord und der Nationalen Allianz unterstützt, die Napolitano am Montag aufforderten, das Parlament umgehend aufzulösen und Neuwahlen im April festzusetzen. Eine Wahlrechtsreform sei nicht mehr möglich, erklärte AN-Parteichef Gianfranco Fini, der selbst das Volksbegehren für ein neues Wahlgesetz unterzeichnet hatte.

Nach Umfragen befürworten 60 Prozent der Italiener Neuwahlen. Das Rechtsbündnis weist derzeit einen Vorsprung von zehn Punkten auf. Der Vorsitzende des Partito Democratico, Walter Veltroni, plädierte am Wochenende für ein Übergangskabinett, das in 10 Monaten eine Reform des Parlaments und ein neues Wahlrecht durchziehen könne. Die Christdemokraten wollen eine „Regierung der nationalen Versöhnung".

Napolitano könnte nach Abschluss seiner Beratungen heute, Dienstag, einen Sondierungsauftrag an Senatspräsident Franco Marini oder Innenminister Giuliano Amato vergeben, um zu klären, ob eine Wahlrechtsreform in den kommenden Wochen noch machbar ist.

Derweil kündigte Berlusconi bereits Steuersenkungen, den Bau einer Brücke nach Sizilien und die Abschaffung der Immobiliensteuer an. Italien befinde sich in einer „verzweifelten Lage", die „akuten Handlungsbedarf" erfordere, erklärte der Ex-Premier.

Indes mehren sich im linken Lager die Appelle für eine gemeinsame Kandidatur der gescheiterten Ulivo-Allianz. Bildungsminister Fabio Mussi erklärte, eine unabhängige Kandidatur des Partito Democratico sei angesichts der geschlossenen Rechten „purer Selbstmord". Veltroni hatte letzthin angekündigt, die neue Partei werde bei kommenden Wahlen „auf jeden Fall" alleine ins Rennen gehen.

Quelle: derStandard.at



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Montag, 28. Januar 2008

Newcomer prägen in Rom die Alta-Moda

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Zeigt her eure Füße. Aus der Kollektion Maison Gattinoni.

Obwohl auch dieses Jahr die ganz großen Namen der internationalen Modeszene fehlen, sind Altmeister wie Fausto Sarli, Renato Balestra und Lorenzo Riva der italienischen Hauptstadt treu geblieben. Neben großen Schneidermeistern finden sich diesmal viele Newcomer - nach dem Motto der neuen Präsidentin der Alta-Moda, Nicoletta Fiorucci: „Mehr Schauen für die jungen Modeschöpfer." So dauert die römische Modewoche diesmal einen Tag länger.

Der neapolitanische Designer Sarli, der dieses Jahr den Auftakt der Modewoche macht, kündigte an, dass er sich für sein Defilee von der italienischen Renaissance-Prinzessin Beatrice D'Este (1475-1497) inspirieren ließ. Er wolle eine Reihe von Kreationen „für eine starke und elegante Frau" zeigen, berichteten Zeitungen im Vorfeld: Tailleurs aus natürlichen Stoffen wie Leinen und Jute für den Tag sowie edle Roben aus Satin in Gold und Schwarz für den Abend. Als Topmodel präsentierte er die Schönheitskönigin „Miss Italia 2007": „Sie ist die neue Carla Bruni", erklärte der Couturier, „einfach und aristokratisch zugleich." Wie gemacht für seine Kreationen für den Frühling 2008.

Die Alta-Moda-Tage finden wieder fast ausschließlich im von Stararchitekt Renzo Piano entworfenen Auditorium statt. Ausnahme Guillermo Mariotto für Gattinoni: Er will sein Defilee zum ersten Mal in der postmodernen römischen Sporthalle „Palazzetto dello Sport" präsentieren - in einer „Inszenierung, die Mode und Architektur gleichermaßen zur Geltung bringen wird", brachte es ein Sprecher auf den Punkt. Weitere Highlights der Modetage sind die Schauen von Lorenzo Riva, Raffaella Curiel, Abed Mahfouz und Renato Balestra.

Quelle: Tagesspiegel
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Geändert am 28. Januar 2008 um 10:41
Sonntag, 27. Januar 2008

Ausstellung: Rom und die Barbaren

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Die Schau ist ab 26. Jänner 2008 im Palazzo Grassi in Venedig zu sehen. 

Überrannt wurde das römische Reich von den Barbaren nicht. Diese befanden sich seit Generationen in seinen Diensten und konnten die Macht sozusagen von Innen übernehmen - Eliten aus allen Provinzen wurden in die bürgerliche Gesellschaft aufgenommen oder machten Karriere im römischen Heer. Die Objekte der Schau im Palazzo Grassi in Venedig, die unter dem Titel "Rom und die Barbaren. Die Geburt einer neuen Welt" steht, zeugen von einer großen Integrationsfähigkeit des Römischen Imperiums.

Bei den Römern Schutz gefunden
Als der Ansturm der Hunnen und Awaren aus den Steppen des Ostens auf die Goten stärker wurde, zogen sie es vor, zum Christentum zu konvertieren und bei den Römern Schutz zu suchen, als sich von den Reitern der Hunnen unterwerfen zu lassen.

Ob nun die Römer an ihrer schlechten Handelspolitik untergingen, wegen der Bleirohre ihrer Wasserleitungen unfruchtbar geworden waren, oder die Gefahr der schlecht organisierten Barbaren schlicht übersehen hatten, weil sie ganz auf ihren Feind im Iran konzentriert waren: Diese Schau will mit dem Mythos der grausamen unkultivierten Barbaren - sie nannten sich übrigens in ihren Gesetzestexten selber so - aufräumen. Moralisch gesehen waren die Römer mindestens ebenso grausam, wenn sie zum Beispiel Menschen wilden Tieren zum Fraß vorwarfen.

Könige und Würdenträger
Wie auch Rom sehr rasch die griechischen Götter übernommen hatte, waren auch die Barbaren fasziniert von der römischen Welt. Überall in Museen wie Bratislava oder Warschau sind außergewöhnliche römische Goldschmiedearbeiten ausgestellt, die bei den Ausgrabungen in den Gräbern lokaler Würdenträger gefunden wurden. So ließ sich etwa der Frankenkönig Chloderich 481n.Ch. - kurz nach dem endgültigen Aus für das weströmische Reich - als Barbarenkönig beerdigen, nicht nur mit seinen Waffen und 30 Pferden, sondern auch mit einem Purpurmantel und römischem Geld.

So zeigt die Ausstellung "Rom und die Barbaren" auf, dass Europa nicht nur griechische und römische Wurzeln hat - wie es die Renaissance lebhaft in Erinnerung gerufen hat -, sondern auch barbarische oder germanische. Dass die germanische Identität bisher vor allem von Nationalisten betont wurde, ist für die Ausstellungsmacher kein Problem, für sie ist der Nationalismus aus der Geschichtsschreibung längst gebannt.

Migrationsproblematik

Die vielen Verweise auf die heutige Migrationsproblematik in Europa scheint immer wieder an den Haaren herbeigezogen, sind doch viele der Voraussetzungen schwer vergleichbar. Außerdem ist der Untergang des Römischen Reiches kein wirklich schlagendes Argument für eine Integrationspolitik alla Romana. Auch nicht die Tatsache, dass im Mittelalter Tausende von Menschen an der Pest starben, weil mit dem Fall Roms auch großartige Ingenieursleistungen wie Abwasser- und Abfallentsorgung verloren gingen. Da gibt es einige Widersprüche in dieser Schau, die laut Katalogtexten ein großes Plädoyer für eine gelungene Integrationspolitik sein will

Quelle: ORF

 



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Freitag, 25. Januar 2008

Rom: Ministerpräsident Prodi zurückgetreten

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Romano Prodi. 

Der italienische Ministerpräsident Prodi ist nach der verlorenen Vertrauensabstimmung im Senat zurückgetreten.
Das Büro von Staatspräsident Napolitano teilte mit, Prodi habe sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Damit wurde nach 20 Monaten das Ende von Prodis Mitte-links-Koalition besiegelt.

Prodi erhielt am Abend in der Parlamentskammer trotz seiner Werbung um Unterstützung nur 156 Stimmen, 161 Senatoren verweigerten ihm das Vertrauen.

Quelle: SRONLINE.DE
SR-online



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Donnerstag, 24. Januar 2008

Eklat im Senat: Senator angegriffen

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Nuccio Cusumano fiel in Ohnmacht, nachdem er von Parteigenossen attackiert wurde.

Im römischen Senat hat am Nachmittag die von Premier Romano Prodi geforderte Parlamentsdebatte begonnen, die am Abend mit dem entscheidenden Vertrauensvotum zu Ende geht. In einer kurzen Rede ersuchte Prodi die Parlamentarier um ihr Vertrauen. Dabei zeigte sich der Premier demonstrativ gelassen. Er appellierte "an jeden einzelnen", die Leistungen seiner Regierung unvereingenommen zu werten. Italien könne sich in der gegenwärtigen Situation kein Machtvakuum und keine endlose Regierungskrise leisten, warnte Prodi. Der Graben zwischen Politik und Bevölkerung drohe, sich weiter zu vertiefen.

"Du bist ein Stück Scheiße"

Für einen Eklat im Sitzungsaal sorgte einmal mehr die christdemokratische Kleinpartei des zurückgetrenen Justizministers Clemente Mastella. Als der Senator Nuccio Cusumano seine Stimme für Prodi ankündigte, rastete dessen Kollege Tommaso Barbato aus. Er stürzte sich auf Cusumano, spuckte ihm ins Gesicht und attackierte ihn. "Du bist ein Stück Scheiße", brüllte Barbato. Cusumano, der einen Schwächeanfall erlitt, wurde von anderen Senatoren des Rechtsbündnisses lautstark als "Hure" und "schwule Sau" beschimpft und schließlich auf einer Bahre aus dem Saal getragen.

Sitzung unterbrochen

Senatspräsident Franco Marini sah sich gezwungen, die Sitzung zu unterbrechen. Bei Wiederaufnahme der Diskussion hatte sich das Klima etwas beruhigt. Premier Prodi hatte sich am Donnerstag erst nach einem Gespräch mit Staatspräsident Giorgio Napolitano für das Vertrauensvotum entschieden.

Bis zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob der Regierungschef die Abstimmung im Senat riskieren oder bereits vorher zurücktreten könnte. Nach Indiskretionen hatte der Staatschef dem Premier bereits am Mittwoch von einer "überflüssigen Kraftprobe" abgeraten.. Der Regierungschef hatte am Mittwochabend erwartungsgemäß die erste der zwei Vertrauensabstimmungen gewonnen. In der Kammer, wo seine Regierung über eine klare Mehrheit verfügt, sprachen ihm 326 Abgeordnete das Vertrauen aus, 275 stimmten dagegen.

Dass dabei ausgerechnet jene christdemokratische Partei von Clemente Mastella Stimmenthaltung übte, die Prodi das Vertrauen enzogen hatte, gehört zu den vielen Anomalien der italienischen Politik. Ein hauchdünner Sieg der Ulivo-Koalition scheint im Senat nur dann möglich, wenn einige Dissidenten der Abstimmung fernbleiben und mehrere Senatoren der Opposition fehlen.

Auch in diesem Falle könnte Prodi nur mit den Stimmen der Senatoren auf Lebenszeit gewinnen. Der Christdemokrat Pier Ferdinando Casini und der Parteichef der Nationalen Allianz, Gianfranco Fini, appellierten bei der Vertrauensdebatte in der Kammer an Prodi, die Situation nicht durch sinnloses Aussitzen zu verschärfen und sein Amt zur Verfügung zu stellen. In diesem Fall könnte Prodi auf einen neuen Regierungsauftrag hoffen, der es ihm ermöglichen würde, die Amtsgeschäfte bis zu Neuwahlen weiterzuführen. Mit dem Ergebnis des Vertrauenvotums ist gegen 21 Uhr zu rechnen.

Quelle: derStandard.at



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Geändert am 25. Januar 2008 um 11:00
Mittwoch, 23. Januar 2008

Virtuelles Museum lässt antike Straße Roms wieder erstehen

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Alle Wege führen nach Rom, auch die virtuellen. So wurde jetzt in einem virtuellen Museum, das reale Besucher im Stadtzentrum von Rom im Museum der Diokletianischen Thermen aufsuchen können, eine der Lebensadern der antiken Stadt wieder zum Leben erweckt, die Via Flaminia. Der Besucher kann durch die neu erstandenen Gebäude wandeln und mit den Bewohnern in Kontakt treten. Dabei wurde das Konzept von virtuellen 3D-Welten wie "Second Life" aufgegriffen. Avatare bevölkern Straßen, Brücken und die Villa von Livia, der Frau des römischen Kaisers Augustus.

"Es ist eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart"

Es ist eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart", sagte Maurizio Forte, der bei diesem Projekt des italienischen Forschungsrats ein Team von 20 Fachleuten aus Archäologen, Architekten und Computerexperten leitete. In zwei Jahren rekonstruierten sie mit Laser-Scans, Satellitenaufnahmen und antiken Texten die Wege, Straßen und das Leben, wie es im ersten Jahrhundert ausgesehen haben könnte.

Quelle: derStandard.at

 

Die Avatare können aus dem antiken Rom wieder in die heutige Zeit wechseln und sich dann die Ruinen am Stadtrand von Rom so ansehen, wie sie jetzt aussehen. So bekommt man auch Bauwerke zu sehen, die abseits der üblichen Touristenwege stehen, nur schwer zugänglich sind oder von modernen Verkehrswegen verdrängt wurden, wie die Austellungsmacher erklärten.

Im dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung

Die Via Flaminia entstand im dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, um Rom mit Ariminum zu verbinden, dem heutigen Rimini an der Adria. Im Laufe der Zeit bauten die Reichen Roms an dieser und anderen Verkehrsadern ihre Villen und Grabmonumente.

Die bekanntesten Bauwerke im virtuellen Museum der Antiken Via Flaminia sind der Palast der Livia, die Milvische Brücke über den Tiber in Rom und der Triumphbogen von Kaiser Konstantin. Gekostet hat die virtuelle Rekonstruktion mehr als 800.000 Euro.

3D-Brillen

In einem abgedunkelten Raum können vier Besucher Avatare steuern, die anderen können ihren Weg auf einer Leinwand mit 3D-Brillen verfolgen. Wer die Avatare steuern möchte oder den Erklärungen folgen will, muss Italienisch beherrschen, andere Sprachen werden noch nicht unterstützt. Einen Eindruck von der virtuellen Landschaft bekommt man auch im Internet. Ein Teil der Villa di Livia soll demnächst auch im "Second Life" erstehen.



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Dienstag, 22. Januar 2008

Treppauf, treppab durch Rom

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Die bekannteste Treppe in Rom dürfte wohl die Spanische Treppe sein. 

Die Ewige Stadt ist auf sieben Hügeln erbaut, deshalb hat sie ungezählte Stiegen und Stufen. Roland Mischke ist auf allerlei Himmelsleitern und Flanierrampen gewandelt - und hat dabei weit mehr entdeckt als nur die Spanische Treppe Manche Autofahrer sind unbelehrbar. Kürzlich versuchte ein römischer Sportwagenpilot, die Spanische Treppe hinunterzubrausen. Schnell blieb er stecken, das teure Gefährt demoliert, das Ego seines Fahrers noch mehr. Räder und Treppenstufen passen einfach nicht zusammen.

"Attenzione ai gradini" mahnen viele Tafeln in Rom. "Vorsicht, Stufen!" Die Stadt auf den sieben Hügeln ist nachweislich die Metropole mit den meisten Treppen. Bis heute prägen sie ihr Alltagsleben. Treppen sind Kaskaden aus Stein, Orte der Geselligkeit und schicksalhafter Begegnungen, Laufstege der Eitelkeit und Wege zum himmlischen Heil. Treppen verströmen entweder Macht, Würde und Gediegenheit oder zeigen sich ungeniert abgenutzt und abgelatscht. Römische Treppengeschichte ist Weltgeschichte.

Zu Zeiten, als Rom Weltmacht war, trafen sich die Senatoren auf den "Scalinate", um gewichtige Entscheidungen zu debattieren. Feldzüge wurden geplant und die Eroberungen fremder Länder erwogen. Auf den Stufen fand Politik statt, denn genau wie die Stufen der antiken Amphitheater benutzte man sie schon immer auch dazu, sich niederzulassen. Römische Treppengeschichte ist Kirchengeschichte. Geistliche Würdenträger kennen ihren Symbolwert. So ließen sie immer schon gern "Himmelsleitern" entstehen. Diese zu erklimmen fordert den Gläubigen Kraft ab.

Bestes Beispiel dafür ist die Scalinata di Aracoeli, die hinaufführt zur Kirche St. Maria, direkt beim Kapitol. Die 122 Stufen, die 1348 nach einer verheerenden Pestperiode geweiht wurden, haben eine Höhe von jeweils 60 Zentimetern. Das Hinaufsteigen kann zur Qual werden, das Ankommen wird als Erlösung empfunden - so wollen die geistlichen Herren ihre Klientel auf den Eintritt ins Gotteshaus vorbereitet sehen. Scheinbar in den Himmel schraubt sich auch Roms großartigste Wendeltreppe. Statt in die Wolken führt die "Spiraltreppe", Scalone Elicoidale, aber "nur" zu den Vatikanischen Museen hinauf. Römische Treppengeschichte ist Architekturgeschichte. Verschiedene Epochen haben aus Zweckanlagen Kunstwerke gemacht.

Was für Paris die Brücken, sind für Rom die Treppen. In Antike und Mittelalter besaßen Treppen einen Zug ins Großartige, Monumentale, manchmal Wuchtige - sie waren Herrschaftssymbole. Erst Michelangelo sah in ihnen eine Art Rampe, die Trittsteine wurden deutlicher markiert, das Gefälle abgeflacht, die Stufen verbreitert. Die Strecke zwischen den Kantsteinen so bemessen, dass der Fußgänger genau fünf Schritte tun muss, bevor er den Fuß auf die nächste Stufe heben oder senken kann. Michelangelo gab den Treppen etwas Einladendes und machte sie zu Flanierstrecken. Mehr Lust für die Augen und weniger Last für die Beine. Die Renaissance befreite die Treppe aus ihrer untergeordneten Stellung und schenkte ihr Ornamente. Der Barock mit seinen ausladenden Freitreppen trieb das auf die Spitze: die Treppe als Ouvertüre und Wartesaal.

Nicht immer gelang das vollkommen, wie etwa bei der Scala in der Villa Medici. Am Fundament des Palazzos steigt sie hochmütig empor, doch nach dem ersten Treppenabsatz verfällt sie in Gewöhnlichkeit. Weitaus pompöser steigt es sich zur Santa Maria Maggiore hinauf. Die Basilika ist eine der vier römischen Hauptkirchen. Sie thront auf dem höchsten der sieben Hügel, dem Esquilin. Zu erreichen ist sie nur über eine gewaltige Treppe, die spannungsreich versetzt ist. Unten knattern junge Vespa-Fahrer vor und turnen in mediterranem Ungestüm über die Stufen. Das Kapitol erklimmt sich da weitaus leichter. Seicht sind seine Stufen. Schulklassen aus der Provinz schreiten aus Ulk in der Gänsemarschkolonne den Berg hinauf, frisch getraute Paare kommen Händchen haltend herunter. Überall sind Touristen.

Das gilt auch, zu jeder Tages- und Nachtzeit, für den schönsten aller Stufenübergänge in Rom: die Spanische Treppe. Sie ist ein Kreuzungspunkt zwischen Einheimischen und Zugereisten. Ein Ort für Rendezvous und den Beginn multikultureller Liebesgeschichten, der Menschen quer durch alle gesellschaftlichen Unterschiede und Herkunft als Platz der Schönheit vereint. Man muss einfach auf ihren Stufen gesessen haben. Mit Spanien hat sie nichts zu tun, sie führt nur auf den Spanischen Platz, der seinen Namen wiederum von der dort angesiedelten Botschaft erhielt. Das verlieh der Scalinata ihren Rufnamen "di Spagna". Sinnvoller wäre die Bezeichnung "Französische Treppe" gewesen, denn der Impuls zu ihrer Errichtung ging auf einen französischen Diplomaten zurück. 1723 begann der Bau der pompös flankierten 138 Stufen, ein Monumentalbauwerk zwischen Spätbarock und Rokoko. Unten ein breiter Aufstieg, unterteilt durch drei Absätze, Treppenschwünge rechts und links um eine Terrasse, weiter oben eine rampenartige Plattform.

Ein regelmäßiger Zwölfstufenstrom mit großen Schwüngen zur obersten, die Dreifaltigkeit symbolisierenden Terrasse, der Piazza Trinità dei Monti, nach der die berühmten Stufen ursprünglich benannt sind: "Scalinata di Trinità dei Monti". Liszt, Schopenhauer, D'Annunzio, Rossini, Wagner, Ludwig I. von Bayern und der englische Dichter John Keats sind über sie flaniert. Letzterer starb 1821 in dem Haus rechts der Treppe an der Piazza di Spagna 26, das heute ein kleines Museum beherbergt. Die heutigen "Besetzer" interessieren sich kaum für die Geschichte der schönsten Treppe der Welt. Die Scala gehört hauptsächlich jungen Leuten, die geradezu zwanghaft an diesem Platz turteln und blödeln. Manche lassen sich zum Mittagsschlaf nieder, andere zum Essen und Trinken. Es wird gezeichnet, musiziert und Theater auf den Stufen improvisiert. Bauchladenverkäufer rangeln um die besten Plätze, denn Nippes lässt sich hier leicht absetzen. Zigeunerinnen verteilen Blumen und versprechen für teures Geld einen Blick in die Zukunft. Und überall gibt es Liebespaare, auffallend viele küssende, Hände haltende und verträumte Paare. "So geht es denn auf dem Spanischen Platze ganz lustig zu", amüsierte sich schon der Italien-Reisende Goethe und gab an, er habe einer Römerin "mit fingernder Hand" die Hüften gestreichelt. Die abgetretenen Stufen sind ein hochgradig emotional und erotisch besetzter Ort.

Welche Treppe könnte da mithalten? Um sich zum Turteln zurückziehen, bietet sich die nahe gelegene Rampa di Sebastianello an. Die verträumten Stufen sind zwar lediglich ein Bauelement zur Überwindung eines Höhenunterschieds, aber trotzdem pure Nostalgie. Man nimmt unter historischen Straßenlampen Stufe um Stufe, vorbei am zerschrundenen, efeubehangenen Mauerwerk mit einem kleinen plätschernden Brunnen auf der einen und an mit Jalousien verschlossenen Häusern auf der anderen Seite. Wer sich allzu exzessiv auf den römischen Stufen vergnügt hat, dem bietet die heilige Stadt sogar eigens eine Treppe, um Buße zu tun. Die Scala Santa zum Lateranspalast gilt als die meistbekniete Treppe der Welt. Ihre 28 Stufen aus weißem Marmor dienen seit Urzeiten der öffentlichen Buße. Kirchliche und weltliche Führer sind über ihre glatt geschmirgelten Kanten gerutscht, barfuß und mit Asche auf dem Haupt. Kein Cabriofahrer hat sie je entweiht.

Quelle: Welt Online
Welt Online



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Montag, 21. Januar 2008

Ausstellung in Rom: Kunstraubschau

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Ein Prunkstück der Ausstellung: Die Statue der Vibia Sabina.

„Grazie, Presidente!" Selten gehen Italiener so dankbar und höflich mit ihrer Obrigkeit um wie derzeit im ausgelegten Gästebuch des Präsidentenpalastes in Rom. Angesichts von Müllnotstand und himmelschreienden Privilegien für ihre Politikerkaste haben sie auch keinen Grund dazu.

Jetzt aber öffnet Giorgio Napolitano seinen einst von den Päpsten kirchenfürstlich ausgestatteten Quirinalspalast fürs Volk. „Wiedergefundene Meisterwerke" lautet der Titel einer Kunstausstellung der ungewöhnlichen Art. Die aufgefundenen Meisterwerke hat keiner verloren, sie sind dem italienischen Gemeinwesen schamlos und brutal geklaut worden.

Nur ungern hat man die Schätze herausgerückt

Achtundsechzig Stücke insgesamt, zahlreiche griechische Vasen, aber auch etruskische Skulpturen, Fragmente von Tempelfriesen, bunt leuchtende Malereireste aus Pompeji. Absolute Prunkstücke: die große Statue der Vibia Sabina, Gattin von Kaiser Hadrian, und ein hellenistischer Tischuntersatz, ein „Trapezophoros", mit der blutigen Szene zweier Greife, die einen Hirsch anfallen.

Diese einzigartige Skulpturengruppe, die wohl 1977 bei einer Raubgrabung in Apulien zutage kam, zeigt noch beeindruckende Spuren der Bemalung. Kein Wunder, dass dieses Kleinod vom Getty-Museum in Malibu angekauft wurde. Auch die Beschaffer antiker Kunst vom Fine Arts Museum in Boston und diverser amerikanischer Galerien zeigten einen guten Geschmack, als sie im - vorzugsweise schweizerischen - Kunsthandel ihre Wahl trafen.

All diese Werke wären heute noch in Übersee, hätten nicht die Recherchen der italienischen Kunstpolizei die illegale Herkunft nachgewiesen. Salbungsvolle Grußworte der Direktoren des Metropolitan-, des Getty-, des Princeton-Museums, die allesamt von einem „Meilenstein der Kunstpolitik", vom „gemeinsamen Erbe" und von einem „neuen Kapitel internationaler Zusammenarbeit" sprechen, klingen denn auch nicht sonderlich überzeugend. Nur ungern hat man die Schätze wegen der erdrückenden Beweislage herausgerückt.

Das Volk darf sich als Souverän fühlen

Was aber aus dem illegalen Handel in private Hände ging, wird der Öffentlichkeit nicht so leicht zurückerstattet, vielleicht nie. Dennoch schlendert man gut gelaunt durch die Säle mit prächtigen Gobelins, vor denen sonst Staatsgäste ihre Häppchen verdrücken. Ausnahmsweise sitzt hier einmal das Recht und nicht das schnöde Geld am längeren Hebel.

Die hünenhaften Museumswärter, die ihren staunenden Mitbürgern bei freiem Eintritt die Türe aufhalten und zum Abschied lächelnd grüßen, stammen - unschwer zu erkennen - allesamt aus der Präsidentengarde. Geehrt und zufrieden schreiten die Besucher die große Zeremonialtreppe herunter, bis sie im Straßenchaos von Rom wieder in der Wirklichkeit ankommen. Vor der glücklich repatriierten Raubkunst darf sich doch tatsächlich einmal das Volk als Souverän fühlen. Grazie, Presidente!

Quelle: FAZ
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Geändert am 21. Januar 2008 um 10:45
Samstag, 19. Januar 2008

Millionenschwere Euphronios-Vase heimgekehrt

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Die Vase des Euphronios aus dem Jahr 515 v. Chr. ist aus den USA nach Italien zurückgekehrt. Kulturminister Francesco Rutelli, der die antike Vase am Freitag der Presse präsentierte, bezeichnete die Rückgabe als "historischen Erfolg": Die italienische Regierung hatte sich 2006 mit dem New Yorker Metropolitan Museum auf die Rückerstattung der aus einer illegalen Raubgrabung stammenden Vase geeinigt. Sie war 1971 in einem Grab in Cerveteri bei Rom entdeckt, gestohlen und in die USA verkauft worden. Gleichzeitig kündigte Rutelli an, dass auch die amerikanische Privatsammlerin Shelby White zehn antike Meisterwerke zurückgeben wolle.

Die Vase sei von unschätzbarem Wert, hieß es - Experten aus dem Kulturministerium versuchten sie denoch zu beziffern und kamen auf mindestens zehn Millionen Euro. Das Fundstück wird allgemein auch als "Sarpedonkrater" ("Krater" heißt wörtlich übersetzt Mischkrug) bezeichnet. Dieser gilt als Höhepunkt in Euphronios' Schaffen und zeigt unter anderem den toten Sarpedon, der auf der Seite der Trojaner kämpfte und auf Anordnung seines Vaters Zeus vom Schlachtfeld getragen wurde. Die Vase soll zunächst im römischen Quirinalpalast ausgestellt werden.

Quelle: derStandard.at



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Freitag, 18. Januar 2008

Michelangelos David soll umziehen

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Michelangelos «David» wird gereinigt.

Die weltberühmte David-Statue von Michelangelo soll umziehen, um die von Touristen übervölkerte Innenstadt von Florenz zu entlasten. Die Stadtväter der toskanischen Kulturmetropole denken darüber nach, den nackten Jüngling aus Marmor in einem neuen Theater aufzustellen, das am Stadtrand errichtet wird.

Rund 1,3 Millionen Menschen besuchen jährlich die Galleria Dell'Accademia, wo sich das Standbild seit 135 Jahren befindet. Die Warteschlangen stehen oft bis auf die Strassen. «Für das Beseitigen der Kaugummis aus der Museumsmauer müssen wir jedes Jahr riesige Summen aufwenden», sagte Bürgermeister Leonardo Domenici am Donnerstag vor Journalisten in Rom.

Die 4,34 Meter hohe Statue, die Michelangelo 1504 beendet hat, steht seit 1873 in der Accademia, wo sie besser vor dem Wetter geschützt ist. An ihrem Original-Standplatz an der Piazza della Signoria steht jetzt eine Replik.

Quelle: Basler Zeitung Online
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Donnerstag, 17. Januar 2008

Tausende bunte Bälle auf der Spanischen Treppe

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Hunderttausende bunte Bälle sind am Mittwoch die berühmte Spanische Treppe in Rom hinuntergerollt. Das Spektakel überraschte die Touristen in der italienischen Hauptstadt, die Fotos machten und Bälle als Souvenir mitnahmen. Die Polizei riegelte den Platz vor der Treppe vorübergehend ab, während die Bälle den Barcaccia-Brunnen am Fuß der Treppe füllten.

"Kunst" auch beim Trevi-Brunnen

Organisator der Aktion war Graziano Cecchini, der vor einigen Monaten das Wasser im Trevi-Brunnen rot gefärbt hatte. Er sagte in den Fernsehnachrichten TG5, er benutze Kunst, "wenn Sie es Kunst nennen wollen", um auf die Schwierigkeiten des Landes hinzuweisen.

Der Organisator wurde festenommen

Er sprach von einer halben Million Bällen, die er verwendet habe. Cecchini und drei weitere Personen wurden festgenommen. Mitarbeiter der Stadtreinigung schaufelten die Bälle wenig später in Müllwagen.  

Quelle: Tirol.com

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.



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Geändert am 17. Januar 2008 um 10:32
Mittwoch, 16. Januar 2008

Papst beugt sich Studentenprotesten

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Proteste und Sitzstreks gegen den Papst.

In einem für Italien bislang einmaligen Vorgang hat der Vatikan nach Protesten einen Papstbesuch in der Universität "La Sapienza" abgesagt. Man wirft ihm vor, den Ketzerprozess gegen Galileo Galilei verteidigt zu haben.

Eigentlich sollte Papst Benedikt XVI. am Donnerstag (17.1.2007) das akademische Jahr an der im Jahr 1303 gegründeten größten Universität Europas in Rom eröffnen. Nach Angaben der Universitätsleitung hatten jedoch 63 der insgesamt 4.500 Dozenten ein Protestschreiben unterzeichnet. und auch auf Plakaten wurde gegen Benedikts Besuch mobil gemacht.

"Nach den bekannten Ereignissen dieser Tage" habe man es "für opportun gehalten, den Termin zu verschieben", teilte der Vatikan am Dienstag (15.1.2008) mit. Benedikt XVI. werde aber den Redetext für die akademische Veranstaltung, zu der ihn der Universitätsrektor eingeladen hatte, schriftlich einreichen. In der Aula der politikwissenschaftlichen Fakultät nahmen Studenten die Absage mit Applaus auf und sprachen von einem "Sieg des Laizismus".

Unklar ist bislang, wieso genau der Vatikan die Veranstaltung absagte. Benedikt XVI., ebenso wie zuvor Johannes Paul II., hatten sich bislang in ihren Reiseplänen nie durch Kritik oder Drohungen von ihren Besuchen abbringen lassen. Auch die Sicherheit wäre nach Meinung von Experten durch ausreichende Polizeipräsenz zu bewerkstelligen gewesen.

Einschränkung der Meinungsfreiheit?

Politiker äußerten Bedauern, manche auch Erschrecken über die Eskalation der vergangenen Tage. Ministerpräsident Romani Prodi sagte: "Keine Stimme darf in unserem Land schweigen und erst recht nicht die des Papstes." Er bekundete Benedikt XVI. seine "feste Solidarität" und forderte ihn auf, seine Entscheidung zur Absage zu überdenken. Abgeordnete sprachen von einer "Schande für Italien, für die Stadt Rom, für Bürgermeister Veltroni und die akademische Welt".

Vorausgegangen waren tagelange Proteste von Studentengruppen, aber auch von 67 Dozenten der Sapienza-Universität. Einen Höhepunkt erreichten sie am Dienstagvormittag mit einer mehrstündigen Besetzung des Rektorats durch Studenten. "Der Papst nimmt La Sapienza zur Geisel. Befreit die Denker", hieß es auf einem Spruchband der Protestierenden. Die Hochschullehrer lehnten die Einladung an den Papst als Verstoß gegen die Trennung von Staat und Kirche ab. Außerdem warfen sie ihm vor, sich 1990 als Kurienkardinal in einem Vortrag die Position des Philosophen Paul Feyerabend zu eigen gemacht zu haben, wonach der Prozess gegen den der Ketzerei beschuldigten Galileo Galilei "vernünftig und gerecht" gewesen sei.

Falsch verstandenes Zitat

Dabei handele es sich laut Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" um ein falsch verstandenes Zitat. Der damalige Kurienkardinal Joseph Ratzinger habe in einer Rede nur die Ansicht des österreichischen Philosophen wiedergegeben, ohne zuzustimmen, hieß es. Der Papst wollte in seiner geplanten Universitätsrede über die Todesstrafe sprechen, "gegen die sich alle politischen Kräfte einsetzen", hatte der Rektor betont. Galileo war im 17. Jahrhundert als Anhänger des kopernikanischen Weltbildes der Ketzerei angeklagt und zum Schweigen verurteilt worden.

2006 hatte es schon einmal Missverständnisse um eine Papstäußerung gegeben: Damals hatte eine Rede an der Regensburger Universität zum Thema "Islam und Gewalt" für Empörung bei zahlreichen Kritikern gesorgt. Auch dabei soll es sich um ein falsch verstandenes Zitat gehandelt haben, erklärte der Vatikan später.

Quelle: Deutsche Welle



Current mood: Skeptisch

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Montag, 14. Januar 2008

Rom individuell erleben

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Der Reisebus hält in der für ihn vorgesehenen Parkbucht, der putzmuntere Tourist, bewaffnet mit digitalem Dokumentationszubehör wie Foto- und Videokamera, trottet ergeben hinter dem Reiseleiter her und lässt die historischen Fakten über sich ergehen, während seine Gedanken schon wieder beim nächsten Stopp sind oder er sich nach einem stillen Plätzchen sehnt, an dem er einfach nur mal zur Ruhe kommt. Urlaubsalltag normal. Ob in Paris, London oder eben: Rom.

"Aber so muss es nicht sein", sagt Andrea Hindrichs, "Eigentlich braucht es ein Leben, um die ewige Stadt kennen zu lernen." Das kaum jemand soviel Zeit hat, dürfte wohl einleuchten. Und so ist die promovierte Historikerin, die sich in Rom niedergelassen hat, auf die Idee gekommen, ganz spezielle Führungen anzubieten, bei denen der Reisende allein oder auch in einer kleinen Gruppe diese wunderbare Stadt auf eine andere Art entdecken kann. So ist es möglich, den Vorlieben der Besucher entgegen zu kommen und ihnen das zu zeigen, was sie wirklich interessiert. Andrea: "Die Interessenten, die mit mir Kontakt aufnehmen, wollen eben nicht wie die berühmte Reisegruppe mit 50 Leuten durch die Stadt geführt werden, sondern sie wollen die Stadt mit anderen Augen erleben und sie sind bereit, sich darauf einzulassen."

Vieles ist der Besichtigung wert in dieser Stadt, da heißt es auch, sich zu entscheiden. Will man auf Goethes Spuren wandeln, das antike oder das kirchliche Rom erleben oder möchte man einen bestimmten Stadtteil genauer kennen lernen?

"Es ist natürlich ein Muss, das antike Rom zu sehen. Der Vatikan und das historische Zentrum gehören dazu, aber dann die Fakten und auch Anekdoten sowie Geschichten zu hören, und das Ganze bei einem caffè oder einem Eis in entspannter Atmosphäre zu erleben, ist für die Besucher ein doppelter Genuss."

Die Orte und Plätze beginnen plötzlich zu leben, hier erwartete Caesar die Senatoren, dort fanden Handels- und Geldgeschäfte und hier Gerichtsverhandlungen statt und an dieser Stelle wurde Romulus - angeblich - ermordet. Die Foren, zuallererst natürlich das Forum Romanum, aber auch die Kaiserforen, erstehen vor den Gästen und geben ihre Geschichten preis. "Ich erzähle dann mal romantische, aber auch schaurig-schöne oder mal brutale und spannende Geschichten. Dass das Kolosseum eine Art Klatsch- und Tratschbörse war, gefällt vielen dabei besonders. Und auch Kinder kommen da voll auf ihre Kosten."

Am Nachmittag kann man sich dann einem Stadtviertel widmen: "Wie feiert man in Rom den Pfingstsonntag auf ganz besondere Art und Weise? Oder wo lebte doch gleich die Geliebte des Borgia-Papstes? Die Besucher haben zum Teil ihre Fragen mitgebracht, sie haben sich häufig schon früher für bestimmte Zusammenhänge interessiert und das ist dann natürlich besonders spannend und macht Spaß, weil es nicht so einseitig ist."

Obwohl diese Führungen in absolut entspannter Atmosphäre stattfinden, sind die Gäste am Abend erschöpft von den vielen Eindrücken, erzählt Andrea: "Wir gehen dann meist dort essen, wo auch die Einheimischen essen. Das ist für uns alle immer ein schöner Abschluss des Tages."

Mit 44 Hektar ist der Vatikan der kleinste Staat der Welt. Trotz des riesigen Besucherandranges gehört ein Besuch für die meisten Interessenten bei diesen individuellen Stadt-Touren dazu. Der Komplex der Vatikanischen Museen birgt wahre Schätze, der ausgewählte Rundgang dauert etwa drei Stunden. "Im Petersdom ist für die Besucher immer besonders beeindruckend die Pietà von Michelangelo und die Cathedra Petri von dem großen Barockmeister Bernini, der die Gäste übrigens während des gesamten Aufenthalts durch die italienische Hauptstadt begleitet", erzählt die Historikerin, die in Bonn, Zürich und Rom studiert hat. Gratis dazu gibt es noch einen Krimi: "über Bernini und seinen Kollegen Borromini, wie aus den Kollegen Konkurrenten wurden und welchen tragischen Ausgang die Sache nahm."

In einem weiteren "rione" - so werden die Bezirke vom Römer genannt - lernen die Besucher das Viertel kennen, im dem Goethe fast zwei Jahre unerkannt lebte.

Sie hören von den neuesten Forschungsergebnissen - und auf den Spuren des großen Dichters erfahren sie Dinge, die nicht in den Reiseführern stehen. Das Ganze ebenfalls garniert mit amüsanten Anekdoten, die diese Fülle von Informationen auflockern und bereichern.

Andrea Hindrichs, die auch freie Mitarbeiterin in unserer Redaktion ist, aber - leider - kaum noch Zeit für uns hat, ist begeistert von dem Interesse, das ihrer Arbeit als "cicerone" entgegengebracht wird. Einerseits kommen die Gäste durch persönliche Empfehlung zu ihr, aber auch Reiseunternehmen haben Interesse und empfehlen sie denjenigen Touristen, die Rom abseits der schon etwas ausgetretenen Touristen-Pfade erleben wollen.

Mich selbst wird mein Weg in diesem Jahr wahrscheinlich wieder nach Sizilien führen, aber ein Abstecher in die ewige Stadt ist bereits fest eingeplant. Und vielleicht finde ich ja in Palermo auch so etwas wie "Rom entdecken."

weitere Infos http://www.rom-entdecken.com/

Quelle: Themen der Zeit
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Samstag, 12. Januar 2008

Canova und die siegreiche Venus

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Canovas siegreiche Venus.

Unter dem Titel «Canova und die siegreiche Venus» präsentiert die Galleria Borghese in Rom einige der wichtigsten Werke des Plastikers - unter anderem auch seine makellos «ruhende Venus».

Unnahbar, makellos, atemberaubend schön sind die Figuren von Antonio Canova. Vor allem die weiblichen, die der Meister des italienischen Klassizismus in glänzend weissem Marmor göttergleich schuf. Unter dem Titel «Canova und die siegreiche Venus» sind derzeit eine Reihe der bedeutendsten Werke zum Thema der Göttin der Schönheit in der römischen Galleria Borghese zu sehen. Das Museum besitzt mit der Darstellung der «Paolina Borghese-Bonaparte als siegreiche Venus», auch «ruhende Venus» genannt, Canovas Ikone des ewig Weiblichen. Majestätisch, gelassen, voll kühler Erotik, wohlproportioniert und betörend ruht sie auf der Chaiselongue. Unbeirrbar zeigt sie dem Betrachter ihre Blösse und schaut dabei erhaben über ihn hinweg in die Ferne, wo die Antike und die Moderne, das Altertum und die Neuzeit sich begegnen.

Frau und Göttin zugleich

Paolina ist Frau und Göttin zugleich, ein idealisiertes Bild, das sowohl der stillen Grösse des Altertums als auch der detaillierten Wirklichkeitstreue der Moderne gerecht wird. Die Figur ist emblematisch für den Bildhauer: Er war ein tiefer Verehrer der Klassik und ein Wegbereiter der modernen Bildhauerei. Die Verschmelzung dieser Komponenten wird in der natürlich anmutenden, unnatürlichen Haltung der Paolina, ihrer denkmalartigen Position auf den feinen Falten der Draperie deutlich. Die Statue bezeugt zudem Canovas Geschick in der Kunst der Diplomatie. Der Bildhauer aus Possagno machte in Rom unter der Herrschaft Napoleons Karriere, dennoch wagte er es, Fürst Camillo Borghese, den Gatten Paolinas, scharf zu kritisieren, als dieser dem französischen Kaiser 250 antike Statuen aus der hauseigenen Sammlung zur Bestückung des Louvre sandte. Missbilligung, die ihn wenige Jahre später, nach dem Wiener Kongress 1815, als Inspektor der Kulturschätze des Kirchenstaates, veranlasste, die Statuen als geraubtes Kulturgut wieder nach Rom zurückzuholen zu versuchen.

Canova war ein Mächtiger unter Mächtigen, und er erfand die geeignete Darstellungsform für seine einflussreichen Freunde: das idealisierte Bildnis. Er überhöhte das Hier und Jetzt, transponierte die Züge des Alltäglichen, des Vergänglichen in die Sphäre des Göttlichen, für die er mannigfaltig Inspiration aus der Antike schöpfte. Für ihn war die Kunst Ausgewogenheit, Harmonie und Perfektion, der sich die Unruhen des Lebens, die Qualen der Seele und Schmerzen des Körpers unterzuordnen hatten. Zumindest unter seinem Meissel, den er mit solchem Geschick handhabte, dass die kühle weisse Oberfläche wie gemalt, von feinen Hell-Dunkel-Kontrasten belebt, erschien. Der Entscheid, diese Kunstfertigkeit anhand weniger, aber emblematischer Stücke aufzuzeigen ist lobenswert und überzeugend.

Ein kleines Juwel

Den Anlass bieten der 250. Geburtstag Canovas und der 200. Geburtstag der Paolina-Statue. Die Schau ist Teil des ambitiösen Zehnjahresprojektes der Galerie, in jedem Jahr einem ihrer Protagonisten eine Sonderausstellung zu widmen. Die Ehrung Canovas ist mit knapp 50 Werken aus internationalen Museen ein kleines Juwel. Bevor der Besucher zum Saal der Paolina gelangt, empfangen ihn im Atrium Grazien, Nymphen und Göttinnen von unvergleichlicher Schönheit. Im Zentrum stehen in zärtlicher Umarmung die Göttinnen der Anmut, die drei Charitinnen, eine Darstellung, zu der Kaiserin Josephine Canova anregte (Leihgabe St. Petersburg, Ermitage). Venus war dem Bildhauer nicht nur als Siegende lieb, auch als aus dem Bade Steigende verewigte er sie in Anlehnung an das griechische Vorbild der Medicieischen Venus, was die Gegenüberstellung der Venus Italica (Galleria Palatina, Florenz) mit der Venus aus der Leeds City Art Gallery nahelegt. Wie tief Canova von der Figur des schlafenden Hermaphroditen aus dem 2. Jh. n. Chr., der 1807 nach Paris abwanderte, beeindruckt war, zeigt zur Linken die Naiade, eine auf dem Löwenfell ruhende Nymphe, die dem Leierspiel eines Amor lauscht (Metropolitan Museum, New York), zur Rechten die bewegend zarte, entrückte Figur der schlafenden Nymphe aus dem Londoner Victoria and Albert Museum. Die jugendlichen Gestalten von «Amor und Psyche» lassen in ihrer kindlich verliebten Umarmung mit dem Schmetterling, Symbol der Seele, in der Hand Canovas Neigung zur lyrischen Poesie und fast sentimentalen Empfindsamkeit, die dem Bildhauer bei aller klassischen Strenge nicht fremd war, durchscheinen.

Die Ausstellung verschafft zudem einen Einblick in die Werkstatt und Schaffensweise des Meisters. Neben Zeichnungen und Skizzen sind kleine Entwürfe in Ton und Terrakotta ausgestellt, darunter eine zerklüftete, reuige Magdalena auf dem Felsbett und ein 40 Zentimeter grosser Terrakotta-Entwurf der Sitzfigur der Fürstin Leopoldine Esterházy, den man mit der marmornen, lebensgrossen Version der Fürstin als Muse der Kunst des Zeichnens (Fürstlich-Esterházysche Sammlung, Eisenstadt) vergleichen kann. Nicht nur der Weg zum Meisterwerk wird aufgezeigt, sondern auch die künftige Bahn der Kunst als Ware, als Produkt. Die göttliche Paolina-Bonaparte als siegende Venus ist auch im Gipsmodell mit Messpunkten zugegen, Technik, die es Canova erlaubte, das Einzigartige zu vervielfältigen, serienmässig herzustellen. Canovas Kraft zur Symbiose kannte keine Grenzen, er verband Anmut mit Natürlichkeit, Ideales mit Realem, Kunst mit Produktion, technische Fertigkeit mit poetischer Eingebung, Vergangenheit mit Zukunft im Gegenwärtig-Ewigen.

Info: Canova e la Venere Vincitrice. Galleria Borghese, Rom. Bis 3. Februar 2008. Katalog (Electa) € 35.-.

Quelle: NZZOnline
NZZ Online
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Current mood: Alles klar

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Freitag, 11. Januar 2008

Air France-KLM plant Alitalia-Sanierung

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Der Präsident von Air France-KLM, Jean-Cyril Spinetta, hat die Streichung von 1.700 Arbeitsplätzen bei der Alitalia angekündigt, sollten die Franzosen die italienische Fluggesellschaft übernehmen. Außerdem will Air France die Flotte der Alitalia mit dem Erwerb neuer Boeings modernisieren, sagte Spinetta, der in Rom Gespräche mit Alitalias Chef, Maurizio Prato, und dem italienischen Finanzminister Tommaso Padoa Schioppa geführt hat.

Spinetta bestätigte, dass Air France mehrere Flugverbindungen von dem Mailänder Flughafen Malpensa streichen wird. "Wir wollen allerdings Mailand Malpensa nicht ganz verlassen. Es werden mehrere interkontinentale Flugverbindungen bleiben", betonte Spinetta.

Besorgte Gewerkschaften

 Die Gewerkschaften sind besorgt. Sie behaupten, dass der Plan von Air France die Streichung von 500 Arbeitsplätzen mehr als angekündigt vorsehe. Die drei Dachgewerkschaftsverbände CISL, CGIL und UIL stellten Premier Romano Prodi ein Ultimatum, sie in Sachen Alitalia sofort anzuhören.

Air France hegt ehrgeizige Projekte für Alitalia. "Wir wollen Alitalia nicht nur übernehmen, sondern die Fluggesellschaft in ein stark wettbewerbsfähiges Unternehmen umwandeln", sagte Spinetta. Ab dem kommenden Samstag wird Air France-KLM mit der italienischen Regierung exklusive Verhandlungen für die Übernahme des 49,9-prozentigen Anteils starten, den der Staat noch an der Alitalia hält. Acht Wochen Zeit hat der französisch-niederländische Flugkonzern, um ein verbindliches Angebot vorzulegen.

Italien drängt bei den Verhandlungen über den Verkauf seines Alitalia-Anteils offenbar auf eine höhere Beteiligung an Air France-KLM. Sollte die französisch-niederländische Gesellschaft den Staatsanteil übernehmen, wolle die italienische Regierung am Ende fünf Prozent an der größeren Air France halten, erklärte die Gewerkschaft UGL. Bisher war damit gerechnet worden, dass der italienische Staat nach einem entsprechenden Aktientausch noch drei Prozent der Anteile von Air France besitzen werde.

Auch die regionale italienische Gesellschaft Air One buhlte zuletzt um Alitalia. Die Deutsche Lufthansa hat sich gegen ein Angebot für die Italiener entschieden. Alitalia schreibt täglich mehr als eine Million Euro Verlust.

Quelle: derStandard.at



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Geändert am 11. Januar 2008 um 11:52
Donnerstag, 10. Januar 2008

Dionne Warwick in römischem Luxushotel bestohlen

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Diebe stiegen bei Dianne Warwick ein.

Dionne Warwick (67) ist in Rom Opfer von Dieben geworden. Aus ihrem Zimmer in der Luxusherberge «Hotel De Russie» seien unter anderem ein Platinring mit fünfkarätigem Diamant und eine Designeruhr gestohlen worden, berichtete die Zeitung «Il Messaggero».

Die amerikanische Soul-Diva habe den Schmuck im Wert von rund 70 000 Euro in ihrem Nachttisch aufbewahrt. Als sie sich am Montagnachmittag für ihr abendliches Konzert im römischen Teatro Sistina umziehen wollte, habe sie den Diebstahl bemerkt. Nun habe sie bei der Polizei Anzeige erstattet, hieß es.

Dionne Warwicks italienische Tour hatte bereits unter keinem guten Stern begonnen: Schon als sie in Rom aus dem Flugzeug stieg, habe sie sich den Fuß verknackst. Sie musste sich im Hotel von Ärzten behandeln lassen, stand aber am Abend trotz Schmerzen auf der Bühne. Unter anderem sang die berühmte Interpretin der Kompositionen von Burt Bacharach und Hal David einige ihrer Superhits, darunter «Walk On By», «Don't Make Me Over» und «I'll Never Fall In Love Again».

Quelle: Welt Online
Welt Online



Current mood: Fies

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Geändert am 10. Januar 2008 um 11:55
Mittwoch, 9. Januar 2008

Exkommunizierter Erzbischof Milingo kehrt nach Rom zurück

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Emmanuel Milingo.

Der exkommunizierte afrikanische Erzbischof Emmanuel Milingo wird diese Woche nach Rom zurückkehren. Der ehemalige Erzbischof von Lusaka in Sambia hat ein touristisches Visum für einen Aufenthalt in Italien erhalten.

Er will Südkorea verlassen, wo er mit seiner Frau lebte, um nach Italien zurückzukehren, berichtete Giuseppe Serrone, der den Verband verheirateter Priester in Italien leitet.

Noch unklar ist, wo Milingo Unterkunft finden wird. Der 78-Jährige sei einsam und mittellos. „Alle haben ihn verlassen, nachdem sie ihn zu ihren Zwecken ausgenutzt haben. Das war in seinem Leben immer so, vor allem in den euphorischen Phasen, die ihn regelmäßig ergreifen und sogar einige Monate dauern", berichtete ein italienischer Freund Milingos nach Angaben italienischer Medien.

Noch unklar ist, ob Milingo in Rom Initiativen zugunsten der Bewegung verheirateter Priester ergreifen wird. Er war 2001 durch die Teilnahme an einer Massenhochzeit der Moon-Sekte („Vereinigungskirche") in den USA ins Zwielicht geraten. Nach intensiver Vermittlung des heutigen Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone söhnte er sich mit dem Vatikan aus.

Im Frühjahr 2006 setzte er sich überraschend in die USA ab und tritt seither als Vorkämpfer für eine Abschaffung der Zölibatspflicht für römisch-katholische Priester auf. 2006 wurde er vom Vatikan exkommuniziert.

Quelle: stol.it



»14:21     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

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Geändert am 9. Januar 2008 um 14:23
Dienstag, 8. Januar 2008

Die Suche nach dem "Schwarzen Papst" be