Einträge "Dezember 2007":

Sonntag, 30. Dezember 2007

Papst lockt 2007 weniger Besucher an als im Jahr zuvor

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Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. hat im zu Ende gehenden Jahr 2007 deutlich weniger Menschen angelockt als noch 2006. Nach den Zahlen, die der Vatikan veröffentlichte, kamen gut 2,8 Millionen Menschen zu den Audienzen und Messen des Oberhaupts der katholischen Kirche nach Rom oder in seine Ferienresidenz Castel Gandolfo. Im Jahr 2006 waren es noch mehr als 3,2 Millionen Gläubige gewesen.

Benedikt XVI. hatte im Frühjahr 2005 die Nachfolge von Johannes Paul II. an der Spitze der katholischen Kirche angetreten. In den folgenden Monaten waren vor allem Pilger aus Deutschland in Scharen nach Rom gereist, um den ehemaligen Kardinal Joseph Ratzinger als Papst zu sehen.

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Current mood: Alles klar

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Geändert am 30. Dezember 2007 um 11:24
Samstag, 29. Dezember 2007

Islam-Geistliche nehmen Papst-Einladung an

Papst Benedikt XVI. kann möglicherweise schon bald prominente islamische Religionsführer zu einem «Gipfeltreffen» im Vatikan empfangen. Eine Gruppe von 138 islamischen Gelehrten hat eine Einladung des Papstes zu einer Begegnung in Rom angenommen.

«In einem Brief an Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone haben wir Februar oder März vorgeschlagen, um unser Treffen mit dem Papst dann vorzubereiten», sagte der italienische Imam Yahya Pallavicini, einer der 138 Theologen. Die muslimischen Gelehrten engagieren sich für bessere Beziehungen zwischen Muslimen und Christen. Ermutigt wurden sie vor allem durch den «historischen Besuch» von König Abdullah von Saudi-Arabien im November bei Benedikt XVI. Zu Weihnachten schickten sie in einer besonderen Geste erstmals Christen weltweit eine Botschaft mit guten Wünschen für ein friedliches Fest.

Zu der Gruppe gehören unter anderem Vertreter der grössten islamischen Glaubensrichtungen, der Sunniten und Schiiten.



Die islamischen Theologen verschickten an Weihnachten eine Grussbotschaft.

Die Theologen hatten sich im September 2006 zusammengefunden und erstmals einen Aufruf zum Dialog veröffentlicht. Dies geschah als Reaktion auf die umstrittene Regensburger Vorlesung des Papstes zum Islam und zum Propheten Mohammed. Der Papst hatte im September 2006 in der islamischen Welt empörte Reaktionen ausgelöst, weil er in Regensburg einen byzantinischen Kaiser mit den Worten zitiert hatte, der Islam sei eine intolerante und gewalttätige Religion. Benedikt XVI. bedauerte später seine Worte.

Quelle: Nachrichten.ch
Nachrichten.ch



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Montag, 24. Dezember 2007

Wie das Christkind zur «Romulus»-Grotte kam

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Wandschmuck in der «Romulus»-Höhle.

Italienische Archäologen vermuten eine enge Verbindung zwischen der jüngst entdeckten römischen «Remulus»-Grotte und dem Weihnachtsfest. Die Grotte spielt eine wichtige Rolle beim Übergang vom Heiden- zum Christentum.

Die Entdeckung einer Grotte im Herzen von Rom, in der der Legende nach eine Wölfin den Stadtgründer Romulus und seinen Zwillingsbruder Remus gesäugt haben soll, hat vor wenigen Wochen für weltweites Aufsehen gesorgt. Jetzt überrascht der Entdecker, der Archäologie-Professor Andrea Carandini, mit einer neue These: Es soll eine enge Verbindung zwischen dem antiken, heidnischen Heiligtum und dem Weihnachtsfest geben.

Die Grotte im Palatin-Hügel war nach Carandinis Ansicht der Grund dafür, dass Kaiser Konstantin bestimmte, ganz in der Nähe die St. Anastasia-Basilika zu errichten. Und dieses Gotteshaus sei sehr wahrscheinlich die Kirche, in der erstmals das Weihnachtsfest an einem 25. Dezember gefeiert wurde, vermutet Carandini.

Die Entdeckung der Grotte helfe, den Übergang vom Heiden- zum Christentum im alten Rom besser zu verstehen. Zwar ist die Bedeutung der Anastasia-Basilika für die Weihnachtstradition unter Gelehrten laut Carandini weitgehend bekannt. Doch bis vor einigen Wochen wusste man nichts von der Grotte. «Die Kirche wurde gebaut, um diesen heidnischen Kultplatz zu christianisieren», erläutert der Archäologe. «Es war damals ganz normal, eine Kirche in der Nähe dieser Orte zu errichten, um sie zu 'erretten'.»

Heute wenig beachtet

Der Leiter der Archäologiebehörde Roms, Angelo Bottini, der nicht an Carandinis Forschung beteiligt ist, hält die These des Archäologen für «einleuchtend und schlüssig». Die beiden Wissenschaftler erklärten, weitere Ausgrabungen seien notwendig, um eine Verbindung des Kultortes zu der Kirche zu belegen. Dies wäre der Fall, wenn Teile der Grotte direkt unter der Basilika gefunden würden.

Die heutzutage wenig beachtete St. Anastasia-Basilika war laut Carandini die erste Kirche, die sich im antiken Rom nicht irgendwo am Stadtrand erhob, sondern direkt im Herzen der Weltmetropole, auf dem Palatin, errichtet wurde. Zu Zeiten Konstantins sei sie eines der wichtigsten christlichen Häuser in Rom gewesen, erklärt der Professor von der Universität La Sapienza.

Konstantin und das Weihnachtsfest

Kaiser Konstantin beendete mit dem Toleranzedikt von Mailand im Jahr 313 die jahrhundertelange Christenverfolgung im Römischen Reich. Er spielte auch eine zentrale Rolle bei der Vereinheitlichung von Ritus- und Glaubensformen in der frühen Kirche. So führte er 325 den Vorsitz über das Konzil von Nicäa, bei dem unter anderem die Termine für wichtige christliche Feiertag vereinheitlich wurden.

Das Konzil bestimmte, dass das Weihnachtsfest, das in der Christenheit an verschiedenen Tagen begangen wurde, künftig am 25. Dezember stattfinden soll, dem Tag, an dem im antiken Rom die Geburt des Sonnengottes gefeiert wurde, wie Carandini erläutert. Bald nach diesem Konzil, möglicherweise bereits im Jahr 326, wurde nach Carandinis Worten St. Anastasia auf dem Palatin gebaut.

n 16 Meter Tiefe im Palatin liegt die von ihm und anderen Archäologen entdeckte, teilweise eingestürzte Grotte, bei der es sich um die legendäre Romulus-Höhle handeln soll. Die mit Muscheln und Marmor geschmückte Grotte wurde von den Archäologen in den vergangenen zwei Jahren mit Endoskopen und Lasern vermessen, weil sie fürchteten, sie werde bei Ausgrabungen weiter Schaden nehmen. Die Höhe wird auf acht Meter und der Durchmesser auf 7,5 Meter geschätzt.

Bei weiteren Ausgrabungen soll demnächst nach dem Eingang zu der heiligen Stätte gesucht werden. In antiken Texten ist von der Grotte als «Lupercale» die Rede - mit Blick auf «lupa», die lateinische Bezeichnung für Wölfin. Der Legende nach säugte das Tier Romulus und Remus, Söhne des Kriegsgottes Mars, nachdem sie in einem Korb auf dem Tiber ausgesetzt worden waren. Romulus gründete der Sage nach später die Stadt Rom und wurde nach einem tödlichen Streit mit seinem Bruder der erste König.

Quelle: Netzeitung



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Geändert am 24. Dezember 2007 um 10:23
Sonntag, 23. Dezember 2007

Weihnachten in Rom: Ein Fest der Superlative

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Die 26-Meter-Tanne für den Petersplatz in Rom kommt aus Südtirol.

Zu Weihnachten zeigen sich die Römer verspielt: Figuren von Weihnachtsmännern in allen Größen klettern die Fassaden empor und am Petersplatz findet ein ganz besonderer Höhepunkt statt: die szenische Darstellung der Geburt Jesu - auf 400 Quadratmetern.

An den Häuserwänden klettern Weihnachtsmänner in leuchtendem Rot mit weißem Pelz in die Fenster und Balkone: die Figuren in Miniatur und sogar in nahezu voller Größe sind die Lieblingsdekoration der Römer mit einem Hang zur Verspieltheit.

Während sich Knecht Ruprecht an den Fassaden hocharbeitet, türmen sich unten vor den Lebensmittelgeschäften Schachtel-Gebirge auf mit Panettone, dem italienischen Weihnachtskuchen. Das Fest der Liebe ist in Italien vor allem ein Festschmaus. Fürs Essen verwenden die Südländer 40 Prozent ihrer Weihnachtsausgaben.

In der römischen Innenstadt geht kaum noch etwas. Menschenströme wälzen sich durch die engen Gassen. Der Verkehr schwillt immer weiter an, je näher Heiligabend rückt. Einen Parkplatz zu finden ist so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto. Denn trotz allgemeiner Konsumzurückhaltung ist die Kauflust vor Weihnachten ungebremst. In einem beliebten Lebensmittelgeschäft kann man samstags drei Stunden zubringen, bis man mit prallen Tüten das Gedränge im Ladeninneren wieder verlässt.

Krippenspiel auf 400 Quadratmeter

Laut der Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" geben die Italiener vor Weihnachten 18 Millionen Euro mehr aus als normal. In den High-Tech-Läden brummt das Geschäft, Technologie ist der Renner des Jahres, aber auch Parfümerien, Modegeschäfte und Spielwaren sind brechend voll.

Weihnachten ist in Rom Hochsaison. Der monumentale Krippenaufbau auf dem Petersplatz lockt Tausende Besucher an. Die szenische Darstellung der Geburt Jesu Christi auf 400 Quadratmetern ist schon vom Beginn der breiten Zufahrtsstraße auf den Vatikan sichtbar. Die Krippe besteht aus einem Zeltdach angelehnt an einen Felsen und erinnert an die Stall-Höhlen an den Hängen von Bethlehem. Eine Attraktion sind auch die Krippenfiguren: neun der 17 Holzfiguren sind von 1842 und stammen aus der Kirche Sant´Andrea della Valle.

Wetteifern um die schönste Tanne

Im Zentrum des Weltkatholizismus kommt zu der schönsten Krippe ein weiterer Superlativ: der prächtigste Weihnachtsbaum. Jedes Jahr wetteifern die Bergregionen Europas, wer die schönste Tanne für den Petersplatz stiftet. Eine Tradition, die Johannes Paul II.1982 ins Leben rief. Dreimal war Deutschland der Spender mit zwei Bäumen aus Bayern und einem aus Baden-Württemberg.

Dieses Jahr haben fünf Kommunen aus Südtirol die Tanne geliefert: Sie ist 140 Jahre alt, 26 Meter hoch und drei Tonnen schwer. Der Baum ist geschmückt mit silbernem Lametta, 2000 bunten Leuchtkugeln und einem leuchtenden Stern.

Römer feierten schon vor der Geburt Christi Weihnachten

Doch Weihnachten in Rom reicht weit zurück in eine vorchristliche Zeit. Schon in der Antike war der 25. Dezember der Anbetung des Gottes Mitra gewidmet. Die Christen ersetzten im 4. Jahrhundert den Mitra-Kult durch den Jesus-Kult. Das erste urkundlich nachgewiesene Weihnachtsfest hat im Jahr 354 in Rom stattgefunden.

Nicht ganz so alt, aber immerhin noch mehr als hundert Jahre ist der Weihnachtsmarkt an der Piazza Navona. Süßlicher Geruch von Zuckerwatte und kandierten Äpfeln verströmt von den Ständen rund um den barocken Vier-Ströme-Brunnen vor der Kulisse alter Paläste. Geschenkartikel, Spielwaren, Holzschnitzereien, und Süßigkeiten werden feilgeboten. Ein Karussell lockt Kinder an. Und die Straßenkünstler, die hier das ganze Jahr Touristen in ihren Bann ziehen, erhoffen sich von der Jahreszeit ein gutes Geschäft.

Quelle: stern.de

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Samstag, 22. Dezember 2007

Fresken aus Pompeji werden in Rom ausgestellt

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Fresko aus Pompeji.

Szenen des römischen Lebens, der Mythen und auch bloße Dekorationen wurden vor fast zwei Jahrtausenden vom Vesuv in Pompeji begraben. Nun wurden sie endlich nach Jahren noch einmal für die Öffentlichkeit freigegeben, und werden in Rom ausgestellt.

Das Römische Nationalmuseum hat über hundert Ausstellungsstücke in der Sammlung, die beim Ausbruch des Vulkans im Jahre 79 nach Christus nicht nur in Pompeji, sondern auch in Herculaneum und anderen Städten nahe Neapel verschüttet worden waren, meldet die Webseite der englischsprachigen USAtoday.com.

Einige der Kunstwerke sind bereits seit einem Jahrzehnt nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich gewesen. Sie wurden im Archäologischen Museum von Neapel restauriert und waren dort unter Verschluss, um die Farben und Darstellungen wieder eindrucksvoll herzurichten.

Da in Pompeji bei den ersten Ausgrabungen überwiegend rote Farbe an den Wänden gefunden wurde, da diese scheinbar dem Zahn der Zeit am besten standhalten konnten, wurde die Ausstellung "Rosso Pompeiano" (Rotes Pompeji) getauft.

Geschichtsinteressierte haben noch bis zum 20. März 2008 die Möglichkeit sich die Ausstellung anzuschauen. Der Eintritt kostet 7 Euro.

Billigflüge nach Rom und zu vielen anderen Destinationen weltweit finden sich im Preisvergleich von über 100 Fluggesellschaften auf http://www.discountflieger.de/.

Quelle: Fliegen&Sparen

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Geändert am 22. Dezember 2007 um 10:00
Freitag, 21. Dezember 2007

Geheime Botschaft aus dem Mittelalter

  
Nackte Nymphen, rätselhafte Rosetten - was sollen sie uns sagen?

Es ist das rätselhafteste Buch der Welt. Es gehörte einem Kaiser und wurde später in der Truhe eines Klosters bei Rom gefunden: Das Voynich-Manuskript. Die Schrift, die keiner lesen kann, hält Kryptologen in Atem.

Bis heute sind an der Entzifferung des Werkes noch alle gescheitert, in der frühen Neuzeit Aufklärer und Wundertäter, im 20. Jahrhundert professionelle Entschlüssler von militärischen Codes und in unseren Tagen eine unüberschaubare und wachsende Gemeinde von Aficionados. Sie haben sich festgebissen an einem Werk, das aus dem Dunkel des Spätmittelalters stammen soll.

Immer wieder finden Vertreter dieser Spezies hoffnungsfroh den Weg zur „Beinecke Rare Book and Manuscript Library", einer Abteilung der Bibliothek der Yale-Universität im Norden von New York. Sie verlangen nach der Signatur „MS 408". Der Katalogtext ist vielsagend: „Verschlüsseltes Manuskript. Wissenschaftlicher oder magischer Text in nicht identifizierter Sprache, in Geheimschrift. Mitteleuropa (?), XV. bis ausgehendes XVI. Jh. (?)". Ausgehändigt bekommt man dann das „Voynich"-Manuskript. Nein, nicht ausgehändigt, die Dame aus der Verwaltung bleibt dabei, umblättern darf nur sie. Eine Stunde, dann wandert das Buch wieder hinter verschlossene Türen in einen verschlossenen Schrank.

Doch auch wer einen Tag, eine Woche oder ein Jahr Zeit bekäme, - er hätte womöglich keine Chance, die Zeichen auf den 262 eng beschriebenen und illustrierten Seiten dieses Buches zu entziffern. Dabei sehen die Lettern so sehr nach regelrechten Buchstaben aus - aber kein Mensch kennt die Schrift, nie ist sie woanders noch mal aufgetaucht. Ist es eine kryptische Kompaktfassung des Da-Vinci-Codes, dem wir bisher ja nur im Thriller „Sakrileg" begegneten? Oder ist es ein Schabernack, einfach nur besser gefälscht als die Hitler-Tagebücher?

Astrologische Symbole und nackte Nymphen

Sein Umschlagdeckel ist leer, kein Titel, kein Autor offenbart sich uns. Offenbar aus 26 verschiedenen Symbolen ist das Skriptum verfasst, einige gemahnen an das indische Sanskrit, andere wiederum haben entfernte Ähnlichkeit mit uns wohlbekannten lateinischen Buchstaben. Dazwischen viele, auch farbige Abbildungen. Pflanzen, die kein Botaniker kennt, astrologische Symbole, die kein Sternendeuter zu interpretieren vermag, hier und da nackte Frauen. Fast 100 Jahre ist es nun her, dass sich zum ersten Mal in der Moderne jemand an diesem Buch versuchte. Im Jahre 1912 stöberte der in London lebende polnischstämmige Antiquar Wilfried Voynich das Manuskript auf. „In einer alten Truhe in einem alten Schloss in Südeuropa", wie er Neugierigen kryptisch beschied. Erst 1960, lange nach seinem Tod, und nachdem Voynich das Buch schon vielen Menschen zur Entzifferung überlassen hatte, kam ans Licht: Die Truhe stand in einem Jesuitenkolleg in Frascati nördlich von Rom. Die Patres brauchten damals Geld für die Renovierung ihres Hauses und verhökerten alte Schriften truhenweise. Dabei mögen die geheimnisvollen Blätter Voynich neugierig gemacht haben, elektrisiert aber hat ihn ein beigeheftetes Schreiben: Ein Brief, verfasst von einem gewissen Joannes Marcus Marci, datiert in Prag am 19. August, gerichtet an einen Freund, Athanasius Kircher. Darin stand: „Dr. Raphael, ein Lehrer der böhmischen Sprache am Hofe Ferdinands II., damals König von Böhmen, berichtete mir, das Buch habe Kaiser Rudolph gehört, der dem Überbringer sechshundert Dukaten dafür bezahlte. Er glaubt, der Verfasser sei Roger Bacon. Der frühere Besitzer, so schrieb Marci weiter, „hat sich dem Entziffern unermüdlich gewidmet, wie aus seinen Versuchen hervorgeht, die ich euch ebenfalls übersende, die Hoffnung versiegte erst am Ende seines Lebens, seine Mühe war umsonst."

Der Apokalyptische Reiter war da schon manchem begegnet

Kaiser Rudolph II, gekrönt 1576, verstorben 1612, war der Urenkel von Johanna der Wahnsinnigen. Seine Melancholie, seine Selbstzweifel, den Glauben, selbst verhext zu sein - all dies führen Historiker auf sein Habsburger Erbgut zurück. Rudolfs Hauptstadt Prag war Anfang des 17. Jahrhunderts die Metropole der Astrologen und Astronomen, mancher Geheimbünde wie der Rosenkreuzer, der Alchemisten, die den Stein der Weisen suchten, der minderes Metall zu Gold wandeln sollte. Der Kunstmensch Golem spukte damals durch die Gassen Prags, heute würde man sagen: Esoteriker regierten die Stadt. Es war der Vorabend des Dreißigjährigen Krieges, und der Apokalyptische Reiter war da schon manchem begegnet. Dies war die Zeit, da das Buch höchste kaiserliche Aufmerksamkeit genoss. Doch der Beipackzettel, den Voynich fand, brachte Roger Bacon ins Spiel, einen englischen Gelehrten der Naturwissenschaft aus dem 13. Jahrhundert, mit dem Beinamen Mirabilis, „der Bewundernswürdige". Bacon war eine Art Frühaufklärer, er schrieb gegen die scholastische Vermengung von Glaube und Wissenschaft an, saß deshalb zehn Jahre in Klosterhaft. Über ihn sagt man, er habe 100 Jahre vor Berthold Schwarz das Schießpulver erfunden. Sind jene chiffrierten Lettern die geheime Beschreibung des explosiven Stoffes, ein brisanter Kassiber aus der Mönchszelle? Unbekannt ist, wie das Buch in die Hände Kaiser Rudolfs gelangt sein könnte. Manches spricht dafür, dass John Dee es ihm übergab. Dee war selbst Alchemist und eine der bizarrsten Gestalten des frühneuzeitlichen Okkultismus. Dessen Vater war Weinhändler und Freund des berüchtigten englischen Königs Heinrich VIII. Er selbst wurde von Queen Mary protegiert und unterhielt auch zu anderen Monarchen persönliche Beziehungen. Um 1585 hielt er sich am Prager Hof von Kaiser Rudolf auf, gemeinsam mit seinem Bruder im Geiste, Edward Kelley, einem fanatischen Bücherfreund. Die Stadt war damals bereit für solche Zeitgenossen, und wo immer sie auftauchten, führten sie Goldmacher-Experimente vor oder verkündeten die baldige Ankunft des Antichristen. Zogen sie auch das Buch aus dem Zauberkasten, von ihrem Landsmann Bacon? Oder verfassten sie es gar selbst, für 600 Dukaten, ein Vermögen?

Ausführliche Informationen >>>

Quelle: WELT ONLINE
Welt Online



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Geändert am 21. Dezember 2007 um 18:39
Dienstag, 18. Dezember 2007

Zahnprothesen in Trevi-Brunnen geworfen

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Seit langer Zeit ist es Brauch, mit dem Rücken zum Becken stehend, Münzen in den berühmten Trevi-Brunnen in Rom zu werfen. Bei dieser karitativen Tätigkeit kann man sich etwas wünschen - ohne Erfüllungs-Garantie.

In einem Jahr läppert sich da allerhand zusammen, worüber die Caritas sehr erfreut ist, die alle zwölf Monate rund 600.000 Euro aus dem erfrischenden Nass fischen und mit dem Geld soziale Projekte unterstützen kann.

Die Geldfischer stoßen aber immer öfter auch auf Gegenstände, die mit dem Münzwurf nichts mehr zu tun haben. Zum Beispiel auf Telefonwertkarten und sogar auf Zahnprothesen. Ob diese Stücke an unpassender Stelle entsorgt oder von gut aufgelegten Stadtbummlern verloren wurden, darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen.

Anita Ekberg, die einst im Film „LaDolce Vita" im Brunnen badete, hätte damals noch keine „Brücke" gebraucht.

Quelle:  OÖNachrichten
OÖNachrichten

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Geändert am 18. Dezember 2007 um 11:37
Montag, 17. Dezember 2007

Kaiser August lädt jetzt in seine Gemächer

 
Die Eingangshalle des Palastes: Ungefähr 30 Jahre vor Christus zog Augustus in seinen Palast ein und beherrschte von hier aus das römische Weltreich.

Schatzkammer der Antike: Die Stadt Rom präsentiert die renovierten Wohnräume des Kaisers Augustus. Von März an sollen sie der Öffentlichkeit zugänglich sein. Doch nur fünf Besucher dürfen zur gleichen Zeit in die engen Räume des Regenten.

Den Untergrund Roms darf man sich vorstellen wie einen großen Schweizer Käse - wo die Löcher jedoch keine Luft, sondern oft märchenhafte Schätze enthalten, zumindest aus der Sicht der Archäologen. Von Roms vielen Katakomben etwa ist bis heute nur ein kleiner Teil zugänglich. Andere - mit zum Teil märchenhaften frühchristlichen Bildprogrammen - schlummern weiter im Dunkeln durch die Zeit. Aus diesem Grund hat es Rom bis heute nur auf zwei U-Bahn-Linien gebracht. Dem Bau weiterer Linien stellen sich immer wieder solche versiegelten Zeiträume entgegen.

Augustus ergötzte sich an prächtigen Fresken

Besonders löcherreich ist der Untergrund auf dem Palatin. Der alte Herrschaftshügel Roms zwischen dem Forum Romanum und dem Circus Maximus ist für Archäologen eine unversiegbare Goldmine. Nach der Vorstellung der Entdeckung der "Höhle des Romulus" vor wenigen Wochen nutzten am Montag Bürgermeister Walter Veltroni und Kultusminister Francesco Rutelli den anhaltenden Sog der Sensation, um auf dem Palatin einem Heer von Journalisten spektakuläre Räume aus dem "Haus des Augustus" vorzustellen, mit herrlichen "Fresken, die noch kein Auge gesehen hat". Diese Formulierung ist natürlich erklärungsbedürftig. Denn tatsächlich wurden die vier Räume aus dem Haus des römischen Kaisers Augustus (der von 63 v. Chr. bis 14 n. Chr. lebte) nur noch nie öffentlich gezeigt, seit sie vor über dreißig Jahren in der umfangreichen kaiserlichen Ruinenanlage entdeckt und freigelegt wurden, die vom süd-westlichen Gipfel des Palatinhügels auf den Circus Maximus hinabschaut. Gesehen haben die prächtigen Fresken natürlich die Künstler, die die Ausschmückung der Räume vor rund 2000 Jahren vornahmen. Und gesehen und ergötzt hat sich an diesen Räumen tatsächlich Augustus, der "erhabene" Begründer des imperialen Zeitalters Roms.

Nur fünf Besucher haben zur gleichen Zeit Zutritt

Fraglich ist jedoch, ob sie damals schon so schön waren. Wie die Räume jetzt erscheinen, sind sie auch ein Meisterwerk der Restauratoren Roms, deren Arbeit Jahrzehnte in Anspruch nahm. Am 2. März soll das Ergebnis für den Publikumsverkehr freigegeben werden. Doch die Präsentation der wenigen Räume in zwei Stockwerken zeigte schon jetzt alle Schwierigkeiten, die sich den Organisatoren stellen, solche Publikumsmagneten mit der notwendigen Logistik der Öffentlichkeit zugänglich machen zu wollen. Denn die Privaträume des ersten Kaisers Roms (unter dessen Herrschaft im fernen Palästina mit der Geburt Christi unsere Zeitrechnung begann) wurden ja nicht als Museum errichtet. Nach dem nüchternen Zeitalter der römischen Republik residierte der erste Alleinherrscher des Reiches zwar immer noch als erster Bürger, aber auch schon als hellenistischer Monarch auf dem Palasthügel. Hier wohnte er. Dieser Komplex ist darum so etwas wie das alte Sanssouci des Imperators. Die Pracht der Kammern überrascht deshalb nicht, doch verwunderlich ist, wie klein sie nur waren. Wer sie im nächsten Jahr also sehen will, sollte am besten schon heute einen Antrag stellen. Mehr als fünf Besucher gleichzeitig lassen sich kaum hintereinander durch den sensiblen Komplex schleusen. Die Dauer des Verweilens kann nur auf wenige Minuten begrenzt werden. Ein relatives Großaufgebot an Personal wird für einen reibungslosen Ablauf der Besuche unerlässlich sein. Wer es aber geschafft hat, zu den kleinen Besuchergruppen zugelassen zu werden, wird sich wohl kaum sattsehen können an dem Raffinement des Dekors und der Delikatesse der Zeichnungen und Ornamente.

Die Antike hüllt sich in überwältigendes Rot

Satyre schauen ihn an, als würden sie durch die Wände treten, Kraniche scheinen sich gerade vor den Augen in die Lüfte zu erheben, Theatermasken hängen da, als würden sie gleich mit auf die Bühne genommen. Lorbeergebinde an der Wand wurden, so scheint es, gerade noch einmal neu benetzt, und Pinienzweige sind mit einer Akkuratesse gezeichnet, als wären sie für ein Lehrbuch der Biologie bestimmt. Besonders in dem kleinen "Arbeitszimmer" im ersten Stock, in das Augustus sich allein zur Erholung zurückzog, bedecken geometrische Spielereien und wechselnde Perspektiven unter floralen Friesen die Wände, Scheinarchitekturen, in denen sich die Kammern raffiniert ausweiten, als betörendes Spiel mit der Illusion, als "Finta" - als Finte, die bis heute eine Meisterschaft der Römer geblieben ist, in der Politik, der Geschäftswelt, der Kunst wie der öffentlichen und privaten Rede. Die Antike tritt hier mit überwältigender Farbigkeit in die Gegenwart. Besonders intensiv das Rot darin, ähnlich wie in der "Villa der Geheimnisse" in der Campagna. Hier aber ist es der Grundton Roms, dessen Spektrum in allen Rost- und Ockertönen noch im Verfall und bis heute die alte Hauptstadt unvergleichlich verzaubert.

Offizieller Herrschaftsitz des römischen Imperiums

Einzigartig ist all dies noch nicht in Italien, wo der Ausbruch des Vesuv in Pompeji und Herculaneum ja ganze Städte der Antike mit Lava versiegelt und frisch erhalten hat. Einzigartig ist hier jedoch der Ort, einzigartig ist die Verdichtung von Identität und Kontinuität, die hier zutage tritt - im Herzen des antiken Rom, im Herzen des Imperiums. Ab dem Jahr 31 vor Christus war der Großneffe des ermordeten Gaius Julius Caesar unumstrittener Alleinherrscher des Reiches. Diese Räume stammen aus eben diesen Jahren. Im Jahr 36 hatte Ottavian Augustus hier schon Quartier bezogen, in der Nähe des heiligsten Bezirks der Stadt, den die Chroniken Roms immer mit dem mythischen Gründer der Stadt verbunden hatten. In den Jahren danach verwandelte er den städtischen Wohnbezirk in einen streng offiziellen Herrschaftsbezirk des Weltreiches, an den sich später alle Cäsaren anlehnen sollten. Dieses Juwel hatte Augustus sich einiges kosten lassen. Und so ist auch das heutige Rom bei der Bergung der Schätze verfahren, die nach den Angaben Minister Rutellis zwölf Millionen Euro verschlungen haben. Das Ergebnis kann und wird sich sehen lassen.

Geheimnisvoll wie der Sarkophag des Paulus

Verglichen mit diesen realen Räumen des Augustus kann die "Höhle des Romulus", die Rutelli im November der Öffentlichkeit vorstellte, bislang jedenfalls in jeder Hinsicht nur als virtuelle Entdeckung gelten. Adriano La Regina, bis 2004 Chefarchäologe Roms, hat inzwischen bezweifelt, dass es sich bei der Höhle 16 Meter unter dem Erdboden um das legendäre "Lupercale" handeln könne. Vielmehr müsse der mit Mosaiken und Muscheln geschmückte Raum wohl ein Nymphäum aus dem ersten Palast des Kaisers Nero gewesen sein, wenn man daneben fast zwingende stilistische Parallelen betrachte. Vor allem aber hat im Gegensatz zu den Räumen des Augustus die angebliche Kulthöhle des Romulus bisher noch kein menschliches Auge je gesehen. Die spektakulären Bilder, die im November davon um die Erde gingen, stammten ausnahmslos von einer endoskopischen Kamera.

Zu hoffen bleibt deshalb, dass der Wettstreit Papst Benedikt XVI. eifersüchtig macht, mit dieser sanften Technik auch den Sarkophag des Paulus untersuchen zu lassen, der seit 394 unberührt in Sankt Paul vor den Mauern ruht, nicht als mythische Kulthöhle, sondern als aufregendster Hohlraum Roms.

Weiterführende links

Quelle: Welt Online
Welt Online

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Geändert am 17. Dezember 2007 um 15:23
Freitag, 14. Dezember 2007

George Clooney erhält Friedenspreis

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George Clooney (46) hat in Rom einen wichtigen Friedenspreis erhalten. Der Hollywoodstar bekam die Auszeichnung «Man for Peace» für seinen Einsatz in der afrikanischen Krisenregion Darfur, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Gemeinsam mit Clooney wurde im Rahmen des 8. Gipfeltreffens der Friedensnobelpreisträger auch der Schauspieler Don Cheadle geehrt. Clooney und Cheadle waren in den vergangenen Jahren mehrfach nach Darfur gereist und hatten auf die Probleme im Sudan aufmerksam gemacht.

Unter anderem nahmen auch der russische Ex-Präsident Michail Gorbatschow und der Dalai Lama an dem Treffen in Rom teil. Frühere Preisträger des «Man for Peace»-Preises waren der irische Rocksänger und «Live-8»-Organisator Bob Geldof sowie der britische Sänger Cat Stevens.

Quelle: Welt
Welt Online



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von: romehome    in: Rom-Blog


Donnerstag, 13. Dezember 2007

Air One plant Streichkonzert zur Sanierung von Alitalia

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Die italienische Fluggesellschaft Air One, die ein Angebot für die Übernahme der finanziell angeschlagenen Alitalia eingereicht hat, will 2.700 Jobs streichen, um die noch staatliche Airline zu retten. Dies geht aus dem von der Air One verfassten Rettungsplan hervor, der den Gewerkschaften der Alitalia vorgelegt worden ist. Air One will das internationale Flugnetz neu organisieren und vor allem auf die Entwicklung des europäischen Marktes setzen, berichtete Air Ones Präsident und Gründer, Carlo Toto.

Air One will für Alitalia bereits 2009 ein ausgeglichenes Ergebnis und 2010 Gewinne vorlegen. Schwerpunkte des Planes seien die Konzentration auf internationale Langstrecken und Effizienzsteigerungen, berichteten italienische Medien am Mittwoch. Toto bereitet zusammen mit der italienischen Großbank Intesa San Paolo und drei internationalen Banken ein öffentliches Übernahmeangebot für die gesamten noch im Staatseigentum stehenden 49,9-Prozent-Anteile der Alitalia vor.

Wachsende Zustimmung

In Italien wächst die Zustimmung für den Plan der Billig-Fluglinie Air One, die angschlagene Alitalia zu übernehmen.. Unternehmer und Politiker hoffen, dass die 1995 gegründete Fluggesellschaft sich im Duell gegen den Konkurrenten Air France-KLM durchsetzen wird. Eine heimische Fluggesellschaft würde die italienische Identität der Alitalia besser bewahren, heißt es.

Am Mittwoch treffen Ministerpräsident Romano Prodi, Finanzminister Tommaso Padoa-Schioppa und Transportminister Alessandro Bianchi zusammen, um über die Zukunft der Alitalia zu entscheiden. Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft wird am morgigen Donnerstag bekanntgeben, mit welchem Unternehmen die italienische Regierung exklusiv weiter verhandeln wird. Die Privatisierung der Alitalia soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Italienischen Medienberichten zufolge kann Air One mit der Unterstützung des Industriellenchefs Luca Cordero di Montezemolo, des Ex-Premiers Silvio Berlusconi und der Gewerkschaften rechnen. Auch der Präsident der Region Lombardei Roberto Formigoni hat nach einem Treffen mit Air France-Chef Jean-Cyril Spinetta gegenüber dessen Plänen ein Negativvotum abgegeben, was Totos Position stärkt.

Quelle: derStandard.at



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Geändert am 13. Dezember 2007 um 11:05
Mittwoch, 12. Dezember 2007

Papst warnt vor "Sackgasse des Konsums"

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Papst Benedikt XVI. hat eine immer früher beginnende Verführung von Kindern zum Konsumdenken beklagt. In einer Ansprache in Rom warf er der Erwachsenenwelt vor, Jugendliche mit falschen Glücksmodellen "in die Sackgasse des Konsumdenkens" zu führen.

Besonders Jugendliche warnte er, sich nicht von der Verheißung des Konsumglücks täuschen zu lassen. Er denke an die Jungen und Mädchen, die in einem übersatten Konsumklima aufwachsen: "Sie verlieren die Hoffnung, weil sie oft Waisenkinder wahrer Liebe sind, die das Leben mit Bedeutung und Freude erfüllt." Das Weihnachtsfest sei heute zu sehr vom Materialismus geprägt, "von den äußeren und inneren Wüsten", in denen der Mensch lebe. "Die Art, wie heute Weihnachten gelebt und empfunden wird, leidet leider oft unter einer materialistischen Mentalität."

Quelle: WELT ONLINE
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Dienstag, 11. Dezember 2007

Palatin: Augustus zeigt seine Fresken

Die Grafik
Im Haus des Augustus auf dem Palatin in Rom werden im Frühling vier noch nie öffentlich gezeigte Säle erstmals für das Publikum geöffnet. Sie sollen vom 2. März 2008 an für Besucher zugänglich sein.

Dies kündigte der italienische Kulturminister Francesco Rutelli an. Die in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wiederentdeckten Räumlichkeiten hätten herrliche Fresken und seien viele Jahre lang restauriert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Drei der Säle lägen im unteren Teil des Gebäudekomplexes, ein weiterer im ersten Stock, hiess es. Es wird jeweils nur eine begrenzte Besucherzahl eingelassen, die von spezialisiertem Personal begleitet wird. Das «Domus Augusti» diente dem Kaiser Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) als palastartiges Wohnhaus.

Quelle: Schweizer Fernsehen

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Geändert am 11. Dezember 2007 um 11:12
Montag, 10. Dezember 2007

Die Legende von der Päpstin Johanna


Die Päpstin Johann mit ihrem Kind. Holzschnitt um 1490. 

Im April des Jahres 858 geschah zu Rom etwas Ungeheuerliches. In einer Gasse nahe dem Lateran-Palast stockte die von Papst Johannes VIII. geleitete Prozession. Der Pontifex stürzte zu Boden und gebar ein Kind. Zwei Jahre und sieben Monate hatte eine Frau auf dem Stuhl Petri gesessen. Wahrheit oder Legende?

Die Geschichte ist rasch erzählt. Das aus Mainz stammende Mädchen Johanna soll von ihrem Vater, einem Kleriker, solide ausgebildet worden sein und als junger Mann verkleidet in Athen studiert haben. „Durch die dortigen Gelehrten gelangte sie zu einem so hohen Wissensstand, dass sie nach ihrer Ankunft in Rom nur wenige traf, die sich mit ihr messen konnten", heißt es. Nach einer brillanten Karriere an der römischen Kurie unter dem Namen „Johannes Anglicus" sei sie als Nachfolger von Papst Leo IV. im September 855 zum Papst erwählt worden und nannte sich hinfort Johannes VIII.

Während ihres Pontifikats pflegte Johanna angeblich mehrere heimliche Liebschaften und wurde schließlich schwanger. Nach ihrer eingangs geschilderten Sturzgeburt soll sie - hier widersprechen sich die Berichte - entweder von der aufgebrachten Menge gelyncht oder in ein Kloster verbannt worden sein. Ein so spektakulärer Vorfall müsste mit hoher Wahrscheinlichkeit in den zeitgenössischen Chroniken vermerkt worden sein. Doch es dauerte mehr als 400 Jahre, bis der Name einer Päpstin Johanna auftaucht. Der Dominikanermönch Martin von Troppau erwähnt 1278 in seiner „Chronik der Päpste und Kaiser" erstmals ausführlich diesen Kasus, verschweigt aber leider seine Quellen. Vermutlich geht sein Bericht auf eine anonyme zeitgenössische Satire über den tatsächlichen Papst Johannes VIII. zurück, der von 872 bis 882 regierte. In einem religiösen Streit mit dem byzantinischen Patriarchen Photios zeigte er sich so nachgiebig und kompromissbereit, dass ein Satiriker ihm „weibische" Eigenschaften andichtete.

Gerüchte um die folgenden Papstwahlen wollen nicht enden

Martins Erzählung wurde im Laufe der Zeit immer mehr ausgeschmückt, gerade weil die Beweise so dürftig ausfielen. 1479 schrieb der italienische Humanist Bartolomeo Sacchi über Johanna: „Man sagt, dass sie durch teuflische Machenschaften auf den Papststuhl gelangte." Bei ihrer Niederkunft sei ein Teufel in der Luft erschienen und habe triumphierend gerufen: „Papa, pater patrum, pererit papissa papellum." (Der Papst, Vater der Väter, gebar als Päpstin einen kleinen Papst). Um dem Johanna-Stoff ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit zu verleihen, erfand man reizende Legenden. So habe nach 858 jeder neu gewählte Papst auf einem Stuhl mit durchbrochener Sitzfläche, der „Sella stercoria", Platz nehmen müssen. Darunter hockte ein Priester, der dem Papst zwischen die Beine griff. Erst wenn er rief „Habet!" (Er hat es), erlangte die Papstwahl Gültigkeit. Die Tatsache, dass kirchliche Prozessionen in Rom den „Vicus papessa" (Päpstin-Gasse) vermieden, wurde als Indiz dafür gewertet, dass hier Johannas peinliche Niederkunft stattgefunden habe. So nett dies alles klingt, für eine Päpstin Johanna bleibt schon aus Zeitgründen kein Platz. Es ist mehrfach verbürgt, dass Papst Leo IV. am 17. Juli 855 starb und zwei Monate später Benedikt III. gewählt wurde. Das beweist u. a. die päpstliche Korrespondenz mit dem Patriarchen von Konstantinopel. Durchbrochene Stühle waren bereits 100 Jahre vor dem Johanna-Fall allgemein gebräuchlich. Und jene Gasse, die zur Kirche San Clemente führt, erwies sich für die immer umfangreicheren Prozessionen einfach als zu eng. „Vicus papessa" bedeutet auch nicht Päpstin-Gasse, sondern schlicht Gasse der Familie Papés.

Die Päpstin Johanna wird publik gemacht

1649 untersuchte der Niederländer David Blondel den Fall wissenschaftlich und kam zu dem Schluss, dass es keinerlei sichere Beweise für die Existenz einer Päpstin Johanna gibt. Blondel war ein besonders unverdächtiger Zeuge, denn es handelte sich nicht um einen Katholiken, der evtl. das Papsttum reinwaschen wollte, sondern um einen protestantischen Geistlichen aus Amsterdam. Damit wäre die Johanna-Legende erledigt, hätte nicht 1866 der griechische Schriftsteller Emmanuel D. Rhoidis sich des Stoffes bemächtigt. In einem heute noch amüsant zu lesenden Buch gibt er sich den Anstrich höchster Wissenschaftlichkeit. Tatsächlich ist sein Buch ein Schelmenroman über eine sehr moderne, mit allen Wassern gewaschene Frau. Die griechisch-orthodoxe Kirche beging jedoch den Fehler, Rhoidis wegen seines ironischen Untertons zu exkommunizieren und den weiteren Druck zu verbieten. Derart aufgewertet, wurde die Schrift Ende des 19. Jahrhunderts zum authentischen Klassiker.  

 1996 war dann die US-Amerikanerin Donna Cross mit ihrem Buch „Die Päpstin" sehr erfolgreich. Redlicherweise kennzeichnet sie das Werk als Roman, doch viele Leser halten es bis heute für ein historisches Sachbuch. Und das, obwohl Cross ihre Heldin u. a. Mais verspeisen lässt - eine Körnerfrucht, die erst 700 Jahre nach der fiktionalen Johanna auf den europäischen Kontinent gelangte.

Weiterführende links:

Quelle: WELT ONLINE
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Geändert am 10. Dezember 2007 um 12:08
Freitag, 7. Dezember 2007

Zeichnung Michelangelos zum Petersdom entdeckt

Michelangelo_porträt
Porträt von Michelangelo.

Eine bisher unbekannte Zeichnung des italienischen Bildhauers und Baumeisters Michelangelo (1475-1564) ist in den Bauarchiven des Petersdoms entdeckt worden. Die Skizze zeigt die Teilansicht einer Säulentrommel der Kuppel des Petersdoms in Rom.

Das berichtete die Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" am Donnerstag. Diese jüngste Wiederentdeckung aus dem Werk des grossen Künstlers soll am Montag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die von der sicheren und erfahrenen Hand des Meisters zeugende Zeichnung wurde wahrscheinlich im Jahr vor dem Tod Michelangelos angefertigt und sollte als eine Information für die Beschaffung der Steine dienen.

Sie wurde dank einer von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung finanzierten Recherche gefunden und ist die gegenwärtig letzte bekannte Zeichnung des Künstlers. Michelangelo hatte 1547 die Bauleitung des Petersdoms übernommen und die Riesenkuppel entworfen.

Quelle: Basler Zeitung
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Donnerstag, 6. Dezember 2007

Antonio Paolucci neuer Direktor der Vatikanischen Museen

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Antonio Paolucci.

Papst Benedikt XVI. hat heute Professor Antonio Paolucci zum neuen Direktor der Vatikanischen Museen ernannt. Die Entscheidung des Papstes fiel somit auf einen anerkannten Spezialisten.

Antonio Paolucci wurde am 29. September 1939 in Rimini geboren. Er gehört zu den bekanntesten Kunsthistorikern Italiens. Paolucci promovierte 1964 bei Roberto Longhi in Kunstgeschichte und setzte seine Spezialisierung bei Francesco Arcangeli fort. Bereits ab 1969 begann er seine Laufbahn im italienischen Ministerium für Kulturgüter. Ab 1980 arbeitete er als Superintendant in Venedig, Verona, Mantua und in Florenz. Schließlich wirkte er als Generaldirektor für die Kulturgüter der Toskana bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006.

Von 1995 bis 1996 arbeitete Paolucci als Minister für die Kulturgüter der Republik Italien. Nach dem schweren Erdbeben von 1997, von dem die Regionen Marken und Umbrien betroffen waren und das zum Einsturz der Basilika des heiligen Franziskus in Assisi geführt hatte, leitete er als Regierungskommissar die Restaurierungsarbeiten der Basilika. 2007 berief ihn der Minister für die Kulturgüter, Francesco Rutelli, in das wissenschaftliche Gremium von vier Experten, um die Arbeiten des Hohen Rates für die Kultur- und Landschaftsgüter zu koordinieren, dessen Vizepräsident er ist. Paolucci ist auch als Präsident des wissenschaftlichen Komitees für Kunstausstellungen an den „Scuderie" des Quirinals tätig.

Seine zahlreichen Veröffentlichungen umfassen Monographien zu Piero della Francesca, Michelangelo, Antoniazzo Romano, Luca Signorelli, Benvenuto Cellini; wissenschaftliche Artikel in Zeitschriften sowie Bücher über die Geschichte der Restaurierung und des Schutzes der Kulturgüter. Paolucci ist Mitarbeiter verschiedener italienischer Zeitungen (Il Sole 24 Ore, La Nazione, la Repubblica, Avvenire).

Der bisherige Leiter der Vatikanischen Museen, Francesco Buranelli, wurde vom Heiligen Vater zum Sekretär der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche und zum Inspektor der Päpstlichen Kommission für sakrale Archäologie ernannt.

Jährlich werden die Schätze der Vatikanischen Museen von vier Millionen Menschen bewundert. Im Schnitt sind es 14.000 Besucher pro Tag, in Spitzenzeiten sogar bis zu 22.000. Für alle, die nicht nach Rom pilgern können, bieten die Museen einen lohnenswerten virtuellen Rundgang an.

Quelle: Zenit.org


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Geändert am 6. Dezember 2007 um 10:34
Mittwoch, 5. Dezember 2007

Immer mehr minderjährige Prostituierte

 

In Rom nimmt die Zahl minderjähriger Prostituierten auf den Straßen immer mehr zu. Allein im Vorjahr wurde ein Zuwachs um zehn Prozent registriert, berichteten Experten nach Angaben italienischer Medien vom Dienstag. Besonders Rumäninnen zieht es nach dem EU-Beitritt ihres Landes nach Italien.

Die römische Stadtverwaltung plant eine Kampagne, um minderjährigen Straßenmädchen zu helfen, sich von ihren Zuhältern zu befreien. Zugleich will man scharf gegen die Freier vorgehen.

Die italienische Regierung arbeitet derzeit an einem Gesetzesprojekt mit schärferen Strafen. Darin werden auch die Sanktionen für Kriminelle verschärft, die Minderjährige zur Prostitution zwingen. Kunden, die mit Mädchen unter 16 Jahren erwischt werden, drohen bis zu sechs Jahre Haft.

Bisher konnten sie nur verhaftet werden, wenn sie mit Mädchen unter 14 erwischt wurden. Für Personen, die bei Geschlechtsverkehr mit Prostituierten in der Nähe von Schulen, Kirchen, Parks oder Krankenhäuser überrascht werden, sind hohe Geldstrafen vorgesehen.

Quelle: Kleine Zeitung



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Dienstag, 4. Dezember 2007

Der erste Advent im Vatikan

 
Papst Benedikt XVI.

Der Advent beginnt im Vatikan nicht mit Kerzenschein und dem Winden von Adventskränzen. Eine Woche nach Christkönig, am Vorabend des Beginns des neuen liturgischen Jahres, stand Papst Benedikt XVI. der traditionellen ersten Vesper des ersten Adventssonntages vor.

Dieses Jahr begann der Advent einen Tag nach der Veröffentlichung der zweiten Enzyklika Benedikts XVI.: Spe salvi - gerettet durch Hoffnung - gerettet in der Hoffnung - gerettet auf die Hoffnung hin. So nutzte der Papst die Predigt zur Vesperliturgie, um den Beginn des Wartens auf die Geburt des Heilands mit einer Auslegung dessen anzuführen, was der tiefe Sinn seines Schreibens an die Gläubigen der Welt ist.

„Der Advent ist die Zeit der Hoffnung schlechthin", sagt der Papst. Das liturgische Warten auf die Menschwerdung Gottes mache stets die Erwartung seiner glorreichen Wiederkunft gegenwärtig. Der erste Teil dieser Zeit bezieht sich nach Worten des Heiligen Vaters ausdrücklich auf die endgültige Wiederkunft des Herrn. Der Advent lade zur Hoffnung ein, in dem er im Horizont der Geschichte auf das Licht des Heilands zeige, der kommen wird.

„Dieses Licht strahlt aus von der Zukunft Gottes, es ist schon in der Fülle der Zeiten offenbar geworden. Daher fehlt es unserer Hoffnung nicht an Grund, sondern sie beruht auf einem Ereignis, das geschichtlich ist und gleichzeitig über die Geschichte hinausgeht: Es ist dies das Ereignis, das Jesus von Nazareth ist": Das ist der Interpretationsschlüssel für die ganze große Enzyklika, die der Papst den Christen mit auf den Weg des Advents gegeben hat.

Benedikt XVI. bietet, wie er sagt, der ganzen Kirche die Enzyklika der Hoffnung an diesem ersten Adventsonntag an, damit die Christen mit ihr das Weihnachtsfest vorbereiten können, „um die Schönheit und die Tiefe der christlichen Hoffnung wiederzuentdecken". Diese Hoffnung ist für den Papst untrennbar mit der Kenntnis des Antlitzes Christi verknüpft. Der Advent ist „eine günstige Zeit, um die Hoffnung wiederzuentdecken, die nicht ungewiss oder illusorisch ist, sondern gewiss und verlässlich, insofern sie in Christus verankert ist", dem „Felsen unseres Heils".

Quelle: zenit.org



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Montag, 3. Dezember 2007

Streik der Taxifahrer vorläufig beendet

Mange turister i sommersesongen

Es ging fast nichts mehr: Ein landesweiter Streik der Transportarbeiter hat gestern Morgen weite Teile Italiens lahmgelegt. Die Gewerkschaften protestierten mit den Kampfmaßnahmen, den massivsten seit 25 Jahren, gegen die von der Regierung Prodi geplanten Etatkürzungen im öffentlichen Dienst sowie gegen die ihrer Meinung nach zu knappen Investitionen in das Verkehrswesen.

Die Fluggesellschaft Alitalia musste mehr als 200 Flüge streichen, in weiten Teilen des Landes fuhren weder Busse noch Bahnen. Sogar das Personal von Seilbahnen und Fahrer von Abschlepp- und Leichenwagen folgten dem Streikaufruf.

 Vorläufig beendet haben dagegen die Taxifahrer Roms ihren zweitägigen Streik. Sie hatten mitten im Zentrum der Hauptstadt mit etwa 5000 der 6200 Taxis die Piazza Venezia nahe dem Forum Romanum und dem Amtssitz von Bürgermeister Walter Veltroni auf dem Kapitol blockiert und somit weite Teile des Verkehrs zum Zusammenbruch gebracht. Sie protestierten, unterstützt von den rechtsnationalen Parteien, gegen den Versuch des Bürgermeisters, im Einklang mit Liberalisierungsminister Bersani, das streng berufsständisch organisierte Taxigewerbe ein wenig zu öffnen und 500 neue Taxilizenzen zu vergeben.

Trotz des notorischen Taximangels in der Stadt ist die Standesorganisation der Taxifahrer nicht bereit, neue Lizenzen zuzulassen. Die bestehenden werden meist innerhalb von Familien weitergereicht - mit der Folge, dass es kaum möglich ist, von außen in das Gewerbe hineinzukommen. Es nützte Veltroni nichts, dass er den Taxifahrern die Zustimmung zu neuen Lizenzen mit einer Erhöhung des Fahrpreises um 18 Prozent versüßen wollte. Denn nach nächtlichen Verhandlungen lautete die Entscheidung: Die Taxifahrer dürfen ihre Tarife um 18 Prozent erhöhen - die Vermehrung der Lizenzen wird dagegen vertagt. Er habe nicht kapituliert, sagte Veltroni, die ganze Stadt stehe hinter ihm. Letzteres stimmt sicher.

Quelle: Welt Online
Welt Online



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Geändert am 3. Dezember 2007 um 11:14
Sonntag, 2. Dezember 2007

Neue Screens aus dem Alten Rom

 Zum kommenden Strategiespiel "Europa Universalis: Rome" stehen jetzt einige neue Screens im Netz. Diese erlauben einen Blick auf mehrere Übersichtskarten sowie die Menüführung des Titels.

Das neue Europa Universalis entführt den Spieler in den historischen Zeitabschnitt zwischen 280 und 27 vor Christus und beinhaltet zehn verschiedene Kulturen mit insgesamt 53 Fraktionen. Darunter vertreten sein werden neben den Römern u.a. auch Griechen, Kelten und Ägypter. Die Blütezeit des Römischen Reiches steht im Zentrum des Geschehens. Behandelt werden vor allem die großen Ereignisse jener Epoche, beispielsweise der erste Punische Krieg (264 bis 241 v. Chr.).

Die Hauptaufgabe des Spielers besteht wie in den Vorgängern darin, als Oberhaupt einer zuvor auserwählten Fraktion sein Land bzw. Volk zur bestimmenden Führungsmacht auszubauen und hierbei diplomatisches, militärisches und ökonomisches Geschick unter Beweis zu stellen. Im Vordergrund steht dabei die Eroberung des Mittelmeerraums und Europas. Neben dem umfangreichen Kampagnenteil wird es auch einen Multiplayer-Part für bis zu 32 Spielern und einen Koop-Modus geben. Optisch wird das Ganze auf 3D-Karten präsentiert. Der Handlungsverlauf ist nicht-linear, d.h. der Spieler hat die Möglichkeit, Vergangenes und Tatsächliches ungeschehen zu machen, um so die Geschichte neu zu schreiben. Den virtuellen Großmacht-Fantasien sind theoretisch keine Grenzen gesetzt.

Verantwortlich für den Titel zeichnet erneut die Entwicklungsschmiede Paradox Entertainment, die sich durch ihre komplexen Strategiegames einen Namen gemacht hat und in der Vergangenheit neben "Europa Universalis" bereits vergleichbare Produkte wie "Victoria", "Crusader Kings" oder "Hearts of Iron" produzierte. "Europa Universalis: Rome" soll im zweiten Quartal 2008 auf den Markt kommen.

Zu den neuen Screens geht's hier >>>



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Geändert am 11. Dezember 2007 um 11:12



romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

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