Freitag, 28. September 2007
Filmfest Rom: Erster Francis Ford Coppola-Film seit 10 Jahren
Mit "Youth Without Youth", der Weltpremiere des neuen Films von US-Regisseur Francis Ford Coppola, startet das 2. Filmfest in Rom. Von 18. bis 27. Oktober werden 167 Filme gezeigt.Erstmals nach zehn Jahren zeigt der amerikanische Filmemacher, bekannt durch die "Der Pate"-Triologie, wieder einen neuen Streifen, der auf einem Roman des rumänischen Autors und Religionswissenschaftlers Mircea Eliade beruht. Die Hauptrollen spielen Tim Roth, Bruno Ganz und Alexandra Maria Lara. Die Handlung dreht sich um einen Professor, dessen Leben sich nach einem verhängnisvoll Ereignis in den dunklen Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ändert. Zur Flucht gezwungen wird er durch entlegene Gebiete in Rumänien, der Schweiz, Malta und Indien gejagt. 167 Filme und zahlreiche Uraufführungen.
Regisseur Danis Tanovic Vorsitzender der Jury
167 Streifen, Dokumentare und Kurzfilme werden im Rahmen des Festivals aufgeführt. Der Regisseur Danis Tanovic führt den Vorsitz einer Jury, die sich aus fünfzig Zuschauern zusammensetzt. Im Hauptwettbewerb konkurrieren 14 Uraufführungen um den Preis für den besten Film (den "Goldenen Marc Aurel"), den Spezialpreis der Jury sowie den besten Schauspieler und die beste Schauspielerin.
Zu den Uraufführungen zählt Sean Penns Film "Into the Wild" mit William Hurt und Vince Vaughn. Weltpremiere hat auch "Le Deuxieme souffle" des Franzosen Alain Corneua mit Daniel Auteuil und Monica Bellucci, sowie Susanne Biers "Things We Lost in Fire" mit Benicio Del Toro und Halle Berry. Gezeigt wird auch der jüngste Film von Robert Redford, "Lions for Lambs" mit Stars wie Meryl Streep und Tom Cruise. Weiteres Highlight: Regisseur Shekhar Kapur hat eine Fortsetzung des für sieben Oscars nominierten Dramas "Elizabeth" mit Cate Blanchett, Geoffrey Rush und Clive Owen gedreht, die ebenfalls in Rom gezeigt wird.
Keine Konkurrenz zu Venedig
Der Bürgermeister von Rom, Walter Veltroni, bestritt erneut, dass Rom mit dem Filmfestival von Venedig konkurrieren wolle. "In Italien hat man oft vor Neuigkeiten Angst. Venedig hat dieses Jahr eine sehr schöne Ausgabe des Festivals erlebt. Es gibt keinen Krieg mit Venedig, sondern nur einen positiven Wettstreit, von der die Kultur und das Kino profitieren", sagte Veltroni.
Am Rande des Festivals sind jedoch mehrere Events geplant. Am 18. Oktober ist im römischen Teatro Sistina ein Konzert des Stardirigenten Lü Jia vorgesehen. Der Maestro wird das Orchester Santa Cecilia leiten. Aufgeführt werden Werke des Meisters italienischer Filmmusik, Ennio Morricone. Geplant ist der Auftritt von Andrea Bocelli. Die Starschauspielerin Sophia Loren wird zu Beginn des Festivals eine Auszeichnung für ihre Karriere erhalten.
Quelle: DiePresse.com
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Donnerstag, 27. September 2007
Eine Wanderung im Caffarella-Tal
Im Caffarella-Tal spiegelt sich die Kulturgeschichte Roms wider. Es ist Ort berühmter Mythen und Legenden. Das Tal wird vom Almone-Fluss durchzogen, dem "heiligen Fluss Roms", welcher mit der Gründung Roms in Verbindung gebracht wird, und aussergewöhnlich seit jeher reich an Quellen ist.
Das "Valle della Caffarella" genannte Tal liegt zwischen der Via Latina und der Via Appia Antica und erstreckt sich von der Aurelianischen Mauer bis zur Via dell' Almone. Noch heute zeigt es sich als eine Grünzone von besonderer landschaftlicher, archäologischer und ökologischer Bedeutung. Grüne Wiesen, Denkmäler, Gehöfte, kleine Waldstücke und Teiche bilden ein einzigartiges Gelände, das nicht nur für die Bewohner der benachbarten Viertel, sondern auch auf nationaler und für die Forschung auf internationaler Ebene einen unschätzbaren Wert darstellt.
Almone wichtigster Wasserlauf
Der wichtigste Wasserlauf ist der Almone, der von den Hängen der Albaner Berge, nach Durchquerung der Südwestcampagna durch die Caffarella fließt, bei der Via Appia Antica unter die Erde tritt und in den Sammelkanal in Richtung Kläranlage Rom Süd fließt (wogegen er früher auf der Höhe des Gasometers in den Tiber mündete). Die beiden Abhänge des Tals sind voneinander 300 bis 500 Meter entfernt, was auf eine geomorphologische Veränderung schließen läßt. Vermutlich trug der Almone während der Würm-Eiszeit von vor 80.000 bis 10.000 Jahren das Vulkanmaterial ab, indem er sich in ein Flußbett von fast 100 Meter Tiefe grub. Darauf begann der Fluß Sediment abzulagern und das Flußbett wieder anzufüllen, welches er selbst gegraben hatte. Schließlich wuschen die weiten Flußbiegungen die Uferhänge aus, so daß sich diese immer weiter bis zum heutigen Abstand voneinander entfernten.
Der Almone erhält heute Wasserzufuhr aus vielen Quellen. Etwa 15 treten im Caffarella-Ta an die Erdoberfläche, gespeist von einer unterirdischen Schicht. Der Wasserreichtum des Landstrichs kommt durch die unterschiedliche Durchlässigkeit zustande, die das vulkanische Erdreich besitzt und den Quellen auch die charakteristischen Mineralsalze liefert. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich die Quelle der "Acqua Santa" mit Kohlensäuregehalt, der sie prickelnd macht und ihr einen säuerlichen Geschmack verleiht.
Die Wanderung:
* Länge: 3,7 Km
* Dauer: 2 Stunden
* Zugänglichkeit: Ja
*Verpflegung: Nein
* Service: Casale Ex Mulino
* Parkplatz: Largo Tacchi Venturi, Largo Galvaligi
* Bus und U-Bahn: 87, 118/ Metro A, Colli Albani
Ausführliche Informationen bei Romacivica >>>
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Geändert am 27. September 2007 um 13:34 Dienstag, 25. September 2007
Diözese Rom bietet Reliquien von Johannes Paul II. im Internet an

Johannes Paul II.
Zweieinhalb Jahre nach dem Tod von Johannes Paul II. wächst die Nachfrage nach Reliquien des beliebten Papstes. Die Diözese Rom bietet im Internet Stoffreliquien des verstorbenen Papstes an. Es handelt sich um kleine Stoffteile des Talars von Johannes Paul II. Wer ein Fragment dieses Stoffes haben will, muss auf der offiziellen Webseite des römischen Vikariats eine Anfrage senden. Die Anfragen können auch per Post oder Fax eingereicht werden.
Kein Kommerz
"Es handelt sich um keine kommerzielle Operation", sagt Pater Marco Fibbi, Sprecher des Vikariats. "Von den päpstlichen Talaren ist einer jenen Gläubigen gewidmet, die den verstorbenen Papst um ein Wunder bitten. Es handelt sich um kranke Personen oder Menschen, die für die Heilung eines Angehörigen beten. Reliquien gehören nur Heiligen, doch Johannes Paul II. gilt bereits als solcher. Wir schicken sehr kleine Fragmente seines Talars. Wir haben bereits sehr viele Anfragen, vor allem aus dem Ausland, erhalten", sagte Fibbi nach Angaben der Turiner Tageszeitung "La Stampa" (Montag-Ausgabe).
Die Fragmente des Talars werden in die ganze Welt verschickt. Zusammen mit dem Stoffteil wird der Text eines Gebets in verschiedenen Sprachen versendet. Die Reliquien kosten nichts, Gläubigen steht es frei, für die Versandkosten zu spenden. "Wir senden die Reliquien auch an Gläubige, die nichts spenden", sagte Fibbi. Mit den Spenden will die Diözese Rom die Kosten des Seligsprechungsverfahrens von Johannes Paul II. finanzieren.
Seligsprechungsprozess
Der Seligsprechungsprozess für Johannes Paul II. begann am 28. Juni 2005, kaum drei Monate nach seinem Tod. Das Ende des schnellsten Seligsprechungsverfahrens in der modernen Geschichte der katholischen Kirche kann noch nicht geschätzt werden. Der Heilige Stuhl muss noch prüfen, ob es sich wirklich um ein Wunder handelt, das den Weg zur Seligsprechung ebnen könnte. Dieser Prozess könnte aber noch mindestens zwei Jahre dauern.
Quelle: derStandard
Info: Website des römischen Vikariats.»12:50 »Kommentieren »0 TrackBack(s)
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Geändert am 25. September 2007 um 12:55 Montag, 24. September 2007
Europäischer Tag der Sprachen 2007
Zum Europäischen Tag der Sprachen lädt das Goethe-Institut Rom am Mittwoch, 26. September, ab zehn Uhr ein. Jeweils am 26. September feiert Europa den Europäischen Tag der Sprachen, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit auf die Wichtigkeit des Sprachenlernens aufmerksam zu machen, ein Bewusstsein für alle in Europa gesprochenen Sprachen zu schaffen und das lebenslange Lernen zu verstärken.
Schüler, Lehrer und Vertreter europäischer Institutionen feiern diesen Tag am Goethe-Institut Rom mit einem bunten Programm in verschiedenen Sprachen, einem Musical, einer Theateraufführung, einer Ausstellungen und Preisverleihungen.
Weitere Informationen:
Goethe-Institut Rom
Via Savoia 15
Rom
Telefon +39 06 8440051
E-Mail: info@rom.goethe.org
Gothe-Institut im Internet >>>
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Samstag, 22. September 2007
Wieder Proteste gegen neue Moschee in Esquilino

Gegen die Neueröffnung einer Mosche im Multkult-Stadtviertel Esquilino gibt es seit Monaten immer wieder Proteste.
In Italien tobt seit Monaten eine hitzige Debatte über die Eröffnung neuer Moscheen. Rechtsparteien fordern einen generellen Baustopp. In Rom ist ein heftiger Protest gegen die geplante Eröffnung einer Moschee im zentralen und multikulturellen Stadtviertel Esquilino entflammt. Die Moschee soll in der Nähe der Basilika von Santa Maria Maggiore entstehen.
Nach heftigen Polemiken hat auch der linke Bürgermeister von Bologna die Baugenehmigung für eine neue Moschee zurückgezogen. Sergio Cofferati kündigte eine Anhörung der betroffenen Bevölkerung und der Bezirksräte an.
Gegen den Bau der 6000 Quadratmeter großen Moschee im bolognesischen Stadtviertel San Donato hatten neben den Bewohnern auch die Kurie und die Lega Nord protestiert, deren Spitzenvertreter Calderoli damit gedroht hatte, "eine Sau über den vorgesehenen Baugrund zu treiben." Die Lega Nord wertete die Entscheidung des Bürgermeisters als Erfolg ihrer Proteste. Cofferati erklärte, die Stadtverwaltung wolle am umstrittenen Bau einer Moschee festhalten. Nun ist aber mit einer beträchtlichen Reduzierung des Projekts zu rechnen.
Quelle: derStandard.at
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Freitag, 21. September 2007
Gewalttäter greifen Sinti- und Roma-Camp an
Bewaffnete Gewalttäter haben in der Nähe der italienischen Hauptstadt Rom ein Camp von Roma und Sinti angegriffen. Wie die italienische Polizei mitteilte, gingen etwa 30 Vermummte auf die Siedlung los.
Bewaffnete Gewalttäter haben in der Nähe der italienischen Hauptstadt Rom ein Camp von Roma und Sinti angegriffen. Wie die italienische Polizei mitteilte, gingen etwa 30 Vermummte auf die Siedlung los. Sie seien mit Ketten, Schlagstöcken, Steinen und Flaschen bewaffnet gewesen und hätten zwei Molotow-Cocktails auf das Lager geschleudert. Die Polizei, die nach einem ähnlichen Zwischenfall vom Vorabend bereits wachsam war, traf den Angaben zufolge ein, bevor der Mob auf die Bewohner losgehen konnte. Ein 40-Jähriger wurde festgenommen.
Am Dienstagabend hatte dieselbe Gruppe nach Polizeiangaben vier Molotow-Cocktails auf das Lager geworfen. Zwei davon explodierten, verletzt wurde aber niemand. Im Dezember 2006 hatten Bewohner eines Vorortes von Mailand ein Zeltdorf angezündet, in dem Sinti und Roma nach der Vertreibung aus einem anderen Ort untergebracht worden waren.
Quelle: AFP
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Donnerstag, 20. September 2007
Proteste gegen McDonald's in Rom

Der Trevi-Brunnen ist das Herz Roms. Eben hier will der Fastfood-Riese eine neue Filiale eröffnen. Die Anrainer sind sauer. McDonald's expandiert im Herzen Roms und sorgt für Proteste. Die Fast-Food-Kette plant, am morgigen Donnerstag in 300 Meter Entfernung vom Trevi-Brunnen ein Lokal zu eröffnen. Die zweistöckige Filiale mit 200 Sitzplätzen verfügt auch über eine Terrasse im Freien.
Die Neueröffnung unweit des Symbols des "Dolce Vita" sorgt für Polemik unter den Einwohnern und den Kaufleuten der Innenstadt. Bars und Pizzerias fürchten die Konkurrenz des amerikanischen Konzerns. "Rom verliert immer mehr seine Identität. McDonald's hat nichts mit der gastronomischen Kultur dieser Stadt zu tun", meint der Inhaber einer Pizzeria unweit des Trevi-Brunnens.
Die Bewohner der Gegend befürchten, dass Touristenmassen bei McDonald's einfallen und die Umgebung verschmutzen könnten. Auch zusätzlicher Lärm wird erwartet, da das Lokal bis Spätabends offen halten wird.
Die Beziehungen zwischen McDonald's und der Ewigen Stadt sind seit jeher schwierig. Bei der Eröffnung der ersten italienischen Filiale unweit der Spanischen Treppe im Jahr 1986 war es zu vehementen Protesten gekommen, die jedoch die Expansion der Fast-Food-Kette nicht gestoppt hat. "Bald werden wir einen McDonald's im Kolosseum sehen", befürchtet nun ein Kaufmann.
Quelle: DiePresse.com
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Donnerstag, 20. September 2007
Vandalen und Smog zerstören das Kolosseum

Touristen stehlen Steine als Souvenirs und auch der Smog macht dem Kolosseum zu schaffen. In einigen Teilen benötigten Besucher Schirme, um sich vor Sickerwasser zu schützen.
In Rom gibt es Aufregung um das Kolosseum: Vandalen und Touristen beschädigen die Jahrtausende alten Steine des antiken Amphitheaters. Jugendliche verschmutzen die Steine mit Spray.
Immer mehr Touristen versuchen, Steine aus dem Steinpflaster um das Kolosseum zu stehlen, um es als Souvenir nach Hause mitzunehmen. Amerikanische Touristen wurden jüngt mit einem Travertin-Stein in der Hand erwischt.
Dringend Restauration notwendig
Auch Smog und schwere Niederschläge belasten Roms Wahrzeichen. Besonders für die oberen Stockwerke bestehe Gefahr: "Zwar hält sich das Amphitheater derzeit noch ganz gut, aber die oberen Teile müssten dringend restauriert werden", sagte Angelo Bottini, der Leiter des Archäologischen Amtes der Stadt Rom.
In einigen Teilen des Kolosseums benötigten Besucher heute bereits Schirme, um sich vor dem Sickerwasser zu schützen.
Die städtischen Behörden wollen die Aufsicht rund um das Kolosseum stärken, das jährlich von fünf Millionen Menschen besucht wird. Auch das Gelände um die Kaiserlichen Foren sollen besser vor Vandalen bewacht werden.
Quelle: Tirol.com
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Freitag, 14. September 2007
Rom diskutiert über Altersgrenze für Politiker

Das Parlamentsgbäude in Rom.
Politik ist keine lebenslängliche Berufung, auch Politiker müssen ab einem gewissen Alter in den Ruhestand treten: Italien diskutiert derzeit über die Einführung von Altersgrenzen für Politiker. Der Präsident der römischen Abgeordnetenkammer, Fausto Bertinotti, drängt zu einer "Erneuerung der politischen Führungselite" und auf die Einführung einer Altergrenze für Parlamentarier. Er selber wolle nach Ende der Legislaturperiode in den Ruhestand treten, sagte der 65-jährige Bertinotti.
Dazu erklärte der Präsident der Abgeordnetenkammer, Wahllisten sollten Kandidaten versperrt bleiben, die der Mafia-Zugehörigkeit verdächtigt werden, auch wenn keine Verurteilung besteht.
Arbeitnehmer zu früh, Politiker zu spät
Zu den Befürwortern einer Altersgrenze für Politiker zählt der italienische Außenminister Massimo D'Alema. "Auch für die politische Klasse ist Erneuerung notwendig. Ich hoffe, dass ich meine politische Tätigkeit in einem nicht zu hohen Alter aufgeben werde. Sollte ich bis 82 in der Öffentlichkeit bleiben, hieße dies, dass Italien seine Probleme immer noch nicht gelöst hat", betonte D'Alema, der als Pensionist sein altes Hobby, Segeln, aktiv betreiben will. "Italien hat bisher darunter gelitten, dass die Arbeitnehmer zu früh in den Ruhestand gingen, und die Politiker zu spät. Ich werde mich im richtigen Alter zurückziehen", versicherte D'Alema.
Auch Regierungschef Romano Prodi will nach Ende der Legislaturperiode 2011 in den Ruhestand treten. Der 68-jährige Premierminister will sich dann ausschließlich als Großvater betätigen, sagte er kürzlich in einem Interview.
Viele Politiker wollen jedoch von der Pension nichts wissen. Zu ihnen zählt der Ex-Präsident und Senator auf Lebenszeit Oscar Luigi Scalfaro (88). Sein um knapp zwei Jahre jüngerer Nachfolger Carlo Azeglio Ciampi sitzt ebenfalls als Senator auf Lebenszeit im Parlament. Zu den noch sehr aktiven Senatoren zählt der 1919 geborene siebenmalige Regierungschef Giulio Andreotti. Auch die 98jährige Medizin-Nobelpreisträgerin und Senatorin auf Lebenszeit Rita Levi Montalcini setzt sich unermüdlich für den Weltfrieden ein.
Quelle: derStandard
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Geändert am 14. September 2007 um 12:49 Donnerstag, 13. September 2007
Models demonstrierten gegen Mager-Models

Das Aussehen von Models soll nicht mehr an Magersucht erinnern.
Das Modeparadies Italien sagt der Magersucht den Kampf an. Dutzende Models aus defilierten auf der Spanischen Treppe in Rom und appellierten an die Modegruppen, zu magere Models nicht unter Vertrag zu stellen.
Ein Aussehen, das an Magersucht erinnere, solle strikt vermieden werden, betonten die Models. "Models sind gerade für junge Mädchen regelrechte Schönheitsvorbilder. Um diesem Ideal zu entsprechen, werden viele Mädchen magersüchtig", erklärte eine Demonstrantin, die an dem Schönheitswettbewerb "Modella Oggi" teilnimmt.
Die Organisatoren der Veranstaltung setzen sich seit Jahren dafür ein, dass gesunde und nicht zu dünne Models auf den Laufstegen kommen. Die italienischen Modelagenturen wollen unter dem Druck von Jugendministerin Giovanna Melandri zur Bekämpfung der Magersucht aktiv beitragen.
Richtlinien
Die Associazione Servizi Moda (Assem), der Dachverband der Model-Agenturen schlug Richtlinien vor: Statt Gewichtslimits ein ärztliches Attest für Models. Den Minderjährigen soll ein Schul-Nachweis sowie Begleitung durch Eltern oder eine autorisierte Person vorgeschrieben werden.
Zunehmende Magersucht unter Jugendlichen
In Italien wächst die Sorge wegen der zunehmenden Magersucht unter Jugendlichen. 60,4 Prozent der Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren möchten weniger wiegen, jedes Vierte hat bereits eine Diät hinter sich. Nur ein Drittel von ihnen lässt sich jedoch von einem Arzt beraten, ergab eine Studie des Verbands der italienischen Kinderärzte (SPI). Ein Prozent der Mädchen der überprüften Altersgruppe ist bereits an Magersucht erkrankt.
Quelle: derStandard
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Mittwoch, 12. September 2007
Hoch über Rom auf dem Dach
der «Schreibmaschine»

Blick auf die "Schreibmaschine".
Seit diesem Sommer können Rom-Besucher eine neue Aussichtsplattform besuchen und einen überwältigenden Blick über die Ewige Stadt genießen: Das Dach des Denkmals für König Vittorio Emanuele, im Volksmund «Schreibmaschine» genannt, ist nun über zwei neu installierte Lifte zu erreichen. Die Lifte aus Glas bieten schon bei der Fahrt an der Fassade des Monuments ein spektakuläres Panorama.
Pro Tag können 2.000 bis 2.500 Personen die Terrasse mit der mächtigen Quadriga besichtigen. Sportliche können die 196 Stufen auch hochlaufen. Das Ticket für den Lift kostet 7 Euro.
Quelle: Live-Pr
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 12. September 2007 um 13:56 Dienstag, 11. September 2007
Champagnerflasche in Rom erfunden

Die Champagnerflasche wurde nicht in Frankreich, sondern im alten Rom erfunden: Diese These vertrat die Leiterin der toskanischen Archäologie-Behörde, Carlotta Cianferoni, auf einem Kongress in Florenz.
Der Archäologin zufolge seien bereits im antiken Rom Behälter mit langen, engen Hälsen und einem von Schnüren befestigten Korkverschluß verwendet worden, um eine Explosion des Schaumweins zu verhindern. Die Franzosen hätten die Methoden nur perfektioniert.
Quelle Hamburger Aendblatt
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Geändert am 11. September 2007 um 14:43 Montag, 10. September 2007
Papst Benedikt beendet Österreich-Besuch

Papst Benedikt XVI. hat seinen dreitägigen Besuch in Österreich beendet und ist nach Rom zurückgeflogen. Vor seinem Abflug am Wiener Flughafen dankte er den Österreichern für ihre Gastfreundschaft.
Er werde das Land in guter Erinnerung behalten - trotz des zumeist schlechten Wetters während seines Besuches: «Ich spüre, dass mir dieses schöne Land und seine Menschen noch vertrauter geworden sind.»
Zuvor hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einer Begegnung mit ehrenamtlichen Helfern den Einsatz von Freiwilligen gewürdigt. Im Wiener Konzerthaus betonte er, dass Nächstenliebe nicht delegiert werden könne. Ohne Ehrenamtliche und Freiwillige könne eine Gesellschaft nicht existieren.
Das Treffen im Konzerthaus war der letzte Programmpunkt der dreitägigen Papstvisite. Höhepunkt des Papstbesuches war ein Gottesdienst im Wallfahrtsort Mariazell am Samstag.
Quelle: SF Tagesschau
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Samstag, 8. September 2007
Politiker kauften Wohnungen zu Spottpreisen

Mehrere Italienische Spitzenpolitiker sind unter heftigen Beschuss geraten, weil sie in Rom riesige Appartements von öffentlichen Anstalten und Versicherungen gekauft haben - und das zu Preisen deutlich unter dem Marktwert.
(sda/apa) Das italienische Wochenmagazin «L'Espresso» veröffentlichte jetzt eine Liste von Politikern der Regierungskoalition und der Opposition, die zu Spottpreisen grosse Wohnungen auf den renommiertesten Plätzen und Strassen der Ewigen Stadt erworben haben.
Konkret genannt werden der römische Bürgermeister Walter Veltroni sowie der Ex-Präsident der Abgeordnetenkammer Pier Ferdinando Casini und der amtierende Justizminister Clemente Mastella. Alle drei haben demnach Wohnungen zu Preisen erworben, die bis zu einem Zwanzigstel des eigentlichen Marktpreises reichen. Preise steigen laufend
Die Zeitschrift veröffentlichte eine Strassenkarte mit den Orten, an denen die Spitzenpolitiker ihre «billigen» Wohnungen gekauft haben. Der Skandal sorgt für Debatten in einer Phase, in der die seit Jahren wachsenden Mieten und Preise der Wohnungen Rekordhöhen erreicht haben.
Nach einer französischen Studie ist Rom nach London die europäische Hauptstadt, in der die Wohnungsmieten am teuersten sind. Die «Ewige Stadt» überragt demnach in punkto Mieten sogar Paris.
Auch die Preise für den Kauf einer Wohnung sind in den letzten sechs Jahren rasant gestiegen. Im Normalfall kostet kostet ein Quadratmeter im römischen Stadtzentrum rund 12.000 Euro.
Quelle: NZZ
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Freitag, 7. September 2007
Die blühenden Finanzen des Vatikans

Der Vatikan mischt auch bei Pilgerreisen mit: Eine Fluglinie bringt Pilger zu den Wallfahrtsorten.
Über finanzielle Probleme kann die katholische Kirche in Italien nicht klagen - dank Steuerbefreiung, Spendenrekord und Kirchensteuer. Ums Geld kümmern sich Top-Manager. Doch auf Forderungen nach mehr Transparenz reagiert der Vatikan gereizt.
Unter den Zinnen und Zacken der Dolomiten, oberhalb des mondänen Bergdorfes Cortina d'Ampezzo bewohnt der Orden der Ursulinen ein restauriertes, ehemaliges Hotel aus der Jahrhundertwende. Im Winter unterrichten die Nonnen Gymnasiasten in ihren Räumen, im Sommer bieten sie 57 Fremdenzimmer und fünf Appartments an. Die Übernachtung kostet schlappe 55 Euro. Die Ursulinen können niedrige Preise anbieten, denn sie verbinden Kommerzielles mit Religiösem und somit ist ihr Haus von der Grundsteuer befreit.
Die Katholische Kirche besitzt in Italien rund 10.000 Immobilien. Der Vatikan spart für seine Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Hotels und Altenheime jedes Jahr 400 Millionen Euro Grundsteuer. Es genügt etwa, dass ein Hotel eine Kapelle vorweisen kann, um die Steuer zu umgehen. Die Europäische Union hat die Steuerschlupflöcher mehrfach angeprangert, da dem Vatikan daraus ein Wettbewerbsvorteil entstehe. Erneut hat Brüssel die italienische Regierung zu mehr Transparenz aufgefordert. Es ist das erste Mal in der Geschichte Westeuropas, dass die EU-Kommission mit Nachdruck in die Beziehungen zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl eingreift.
Der Vatikan reagiert empfindlich. Dreimal in zwei Tagen hat sich der Präsident der italienischen Bischofskonferenz, Angelo Bagnasco, zu Wort gemeldet und jedes Mal wurde sein Ton schärfer. Bagnasco warf Brüssel "Antiklerikalismus" vor und verlangte, Italien solle gefälligst dankbar sein für das soziale Engagement der Kirche. Es geht jedoch weniger um Werte als ums Geld. Wenn es tatsächlich zu einer Verurteilung käme, müsste der Vatikan mit Steuerrückzahlungen in Höhe von einer Milliarde Euro rechnen. Das wäre ein hässlicher Fleck auf den glänzenden Bilanzen des Heiligen Stuhls.
Top-Manager verwalten Vatikan-Gelder
Die Katholische Kirche prosperiert unter Benedikt XVI. Es ist auch das persönliche Verdienst des deutschen Papstes. Joseph Ratzinger ist sein Image als eiskalter Theoretiker losgeworden und erreicht die Massen. Bei der Mittwochsaudienz und beim Sonntagsgebet ist der Petersplatz randvoll. Auf dem Jugendtag in Loreto skandierten 500.000 junge Gläubige "Be-ne-detto, Be-ne-detto". Die Beliebtheit des Bayern zahlt sich aus. Die Spenden sind im Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 74,7 Millionen Euro gestiegen, wie das Magazin L'Espresso berichtete. 86 Millionen Euro (ein Plus von 16,3 Prozent) haben die Bischofskonferenzen 2006 nach Rom überwiesen, vorneweg die US-Amerikaner und Deutschen.
Kasse voll, Hut weg - Papst Benedikt XVI.
Der Vatikan verwaltet seine Güter akkurat. Laut L'Espresso sitzen in der Vermögensverwaltung Top-Manager, abgeworben von den großen Banken wie Merrill Lynch und Goldmann Sachs. Mit Immobiliengeschäften, so das Magazin, erzielte der Heilige Stuhl im vorigen Jahr 32,3 Millionen Euro Gewinn, vor allem aus Mieteinnahmen und einigen Verkäufen. Der Boom der Vatikanischen Museen und der Personalabbau von 1500 Stellen im Vatikanstaat spülte 22 Millionen Euro in die Kassen. Über das Vermögen der Vatikan-Bank IOR (Istituto delle Opere Religiose) gibt es hingegen nur Schätzungen. L'Espresso zufolge beträgt es rund sechs Milliarden Euro und hat auch in diesem Jahr eine zweistellige Millionenrendite erwirtschaftet, die der Vorstand direkt dem Papst überweist. Mit dem Ertrag und den Spenden werden die Missionen in aller Welt und die ärmeren Diözesen finanziert.
Segensreiche Kirchensteuer
Die Haupteinnahmequelle des Heiligen Stuhls ist jedoch die Kirchensteuer. Sie beträgt zwar nur 0,8 Prozent der Steuerschuld der Italiener, aber die Einnahmen liegen weitaus höher. Jeder italienische Steuerzahler kann durch ein Kreuz auf seinem Steuerformular bestimmen, wer den Obolus erhalten soll: die Katholische Kirche, eine andere Konfession oder der Staat zur Förderung der Kultur und Wissenschaft. Wer jedoch kein Kreuz macht, finanziert die Kirche dennoch mit. Denn die enthaltenen Stimmen werden auf die sieben anerkannten Religionsgemeinschaften, je nach ihrem Gewicht, verteilt. Die Katholiken sind in der Überzahl und bekommen den größten Zuschlag. 40 Prozent der Steuerzahler kreuzen bei der Katholischen Kirche an. Nach der Verteilung der Stimmenthaltungen sind es aber fast 90 Prozent. So hat der italienische Staat dem Vatikan im vorigen Jahr 991 Millionen Euro überwiesen. Gut für die Kirchenfürsten: die Kirchensteuer wurde im Konkordat von 1984 festgelegt, eine Änderung würde eines bilateralen Abkommens zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl bedürfen.
Das Geschäft mit den Pilgerreisen
Aber auch beim Geschäft mit den Pilgerreisen liegt der Vatikan vorn, denn der religiöse Tourismus boomt wie selten zuvor. Priester und Nonnen bieten in Italien 250.000 Betten an. 40 Millionen Gäste jährlich sorgen für fünf Milliarden Euro Umsatz. Erst kürzlich stieg der Vatikan in das Geschäft mit den Charterflügen ein. Die neue Fluglinie soll Wallfahrtsorte in aller Welt ansteuern. Die Maschinen vom Typ Boeing 737 sind in den Landesfarben gelb-weiß gehalten und mit dem Vatikanwappen verziert. Die Stewardessen in gelb-weißen Halstüchern bieten statt Parfum aus dem Duty-Free-Shop den Pilgern religiöse Andenken an. Die Kopfstützen sind geschmückt mit dem Schriftzug "Ich suche Dein Antlitz, Herr". Laut Ankündigung sollen im nächsten Jahr 150.000 Pilger zu himmlischen Flügen abheben.
Quelle: stern.de
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Geändert am 7. September 2007 um 14:30 Donnerstag, 6. September 2007
Rom plant Rotlichtviertel statt Straßenstrich
Im Kampf gegen die Prostitution tendiert Rom zu einem Rotlichtviertel. Damit will man die Straßenprostitution eindämmen.
In Rom will man nun scharf gegen die Straßenprostitution vorgehen und denkt laut über die Einführung eines eigenen Rotlichtviertels nach. „Wir müssen die Straßen von der Plage der Prostitution säubern", sagte der römische Bürgermeister Walter Veltroni. Erst am Dienstag waren im Zuge einer Razzia 56 Mädchen auf dem Straßenstrich festgenommen. Mehrere Minderjährige aus Rumänien sollen in ihre Heimat zurückgeschickt werden.
„In Italien ist Prostitution zwar kein Verbrechen, man darf jedoch nicht erlauben, dass so viele Ausländerinnen, darunter auch Minderjährige, von der organisierten Kriminalität ausgebeutet werden", betonte der römische Bürgermeister. In Italien sind 70.000 Mädchen als Prostituierte tätig, 20 Prozent davon sind minderjährig, viele von ihnen kommen aus Osteuropa und Afrika.
Die Bekämpfung der Straßenprostitution sorgt in Italien für Diskussionen. Der Polizeichef von Rom, Achille Serra, hat vor kurzem eine „Aktion scharf" gegen den Straßenstrich in der Ewigen Stadt gestartet: Videokameras kontrollieren rund um die Uhr jene Straßen, in denen die Frauen mit Autofahrern „verhandeln". Die Bilder sollen an die Polizeizentrale gesendet werden, wo man die Kennzeichen der Freier registriert, die anschließend zur Kasse gebeten werden sollen. Die Strafen würden in diesen Fällen wegen Verstoßes gegen das Halteverbot verhängt.
In den vergangenen Monaten hatte sich Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi mit der Wiedereröffnung der in den 50er Jahren abgeschafften Bordelle einverstanden erklärt, um die Prostituierten von den Straßen zu verbannen. Sein Vorschlag hatte allerdings vor allem in katholischen Kreisen für helle Empörung gesorgt.
Quelle: Dolomiten Online
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Mittwoch, 5. September 2007
Valentino kündigt Rückzug aus der Modewelt an
Der berühmte italienische Modeschöpfer Valentino hat seinen Rückzug aus der Branche bekannt gegeben. Der 75-Jährige erklärte, er werde im Januar 2008 in den Ruhestand gehen. Dies sei "der perfekte Zeitpunkt, um der Modewelt Adieu zu sagen". Anfang Juli habe er einen "magischen Moment" erlebt, als sein Modehaus in Rom mit einer prunkvollen Feier das 45-jährige Jubiläum beging. Derzeit arbeitet Valentino nach eigenen Angaben noch an zwei neuen Kollektionen, die im Oktober 2007 und Januar 2008 auf den Laufstegen gezeigt werden sollen.
Bei einer Pressekonferenz Anfang Juli hatte Valentino, der mit vollem Namen Valentino Garavani heißt, noch jegliche Ruhestandspläne mit der Bemerkung von sich gewiesen, er könne "nichts anderes als Kleidung entwerfen". Das Modehaus Valentino wurde 1998 verkauft und wechselte danach mehrfach den Eigentümer. Seit Mai ist die Valentino Fashion Group im Besitz des britischen Investmentsfonds Permira.
Quelle: AFP
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Dienstag, 4. September 2007
Ein Ausflug nach Tivoli

Blick auf die Altstadt von Tivoli.
Fährt man von Rom 30 Kilomter Richtung Osten (über die A 24), gelangt man zu der auf einem Hügel gelegenen Stadt Tivoli. Besucher können auch einen COTRAL-Bus von Rebibbia oder einen Zug von den Bahnhöfen Termini und Tiburtina (Richtung Avezzano) nach Tivoli nehmen.
Der von den Römern im Jahr 338 v. Chr. eroberte Ort war für den Bau von luxuriösen Villen und Häusern für wohlhabende Familien äußerst begehrt. Einer dieser Prachtbauten ist die 1550 nach einer Laune des Kunstmäzens Kardinal Ippolito dEste (Sohn von Lucrezia Borgia) gebaute Villa d'Este (Tel: (07 74) 31 20 70), deren Prunkräume mit Fresken und Malereien von Correggio, Da Volterra und Perrin del Vaga geschmückt sind. Die Brunnen im riesigen Renaissance-Garten können nur als Kitsch bezeichnet werden, wie z.B. der Eulenbrunnen, dessen Plätschern den Ruf der Eulen nachahmt, und der Fontana dellOrgano Idraulico, der die Klänge einer Orgel imitieren soll.
Genauso viel Phantasie, wenn nicht noch mehr, verwandte man auf den Bau der Villa Adriana, auch Hadrians Villa (Tel: (06) 39 96 79 00), die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Vom Canopus-Brunnen mit seinen wuchtigen Säulen und Statuen rund um das zentrale Becken ist noch genug erhalten geblieben, um sich die Ruhe dieses Landsitzes vorzustellen, die der bedeutende Feldherr Roms hier genoß. Man glaubt, dass seine Lieblingsstelle die winzige Insel inmitten eines künstlichen Teichs (Teatro Marittimo) war, die durch eine Zugbrücke völlig von der Umwelt abgeschnitten ist.
Quelle: Touristiklinks
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von: romehome in: Rom-Blog
Geändert am 4. September 2007 um 12:45 Montag, 3. September 2007
Warum Mutter Teresa noch nicht heilig ist

Mutter Teresa, geboren 1910 in Skopje, wurde bereits im Alter von 18 Jahren Nonne. Sie widmete sich ihr gesamtes Leben lang den Armen und Kranken in den Slums von Kalkutta.
Sie kam vom Balkan und wurde in Kalkutta als Engel der Armen berühmt. Vor zehn Jahren starb Mutter Teresa. Alles deutete auf eine Heiligsprechung in Rekordzeit hin, zumal Papst Johannes Paul II. bestimmte Regeln außer Kraft setzte. Dennoch kommt der Prozess nicht voran.
Pater Brian Kolodiejchuk ist der Postulator, also so etwas wie der Anwalt der Kandidatin im römischen Heiligsprechungsverfahren. Sein erster Prozess für Mutter Teresa - es ging um ihre Seligsprechung - schloss in der Rekordzeit von fünf Jahren ab. Doch jetzt, nach weiteren fünf Jahren, will sich der letzte nötige Beweis einfach nicht zeigen: eine Wunderheilung, die Aussicht hätte, in einem Diözesanverfahren für echt befunden zu werden, vor einem wissenschaftlichen Gremium zu bestehen und die Billigung einer Theologenkommission im Vatikan zu finden.
Dabei hätte die "causa" von Mutter Teresa, die am 5. September 1997 starb, noch immer gute Chancen auf das schnellste Verfahren der neueren Kirchengeschichte: Opus-Dei-Gründer Josemaria Escriva de Balaguer (1902-1975) wurde 27 Jahre nach seinem Tod zur weltweiten Ehre der Altäre erhoben; zwischen Selig- und Heiligsprechung lagen zehn Jahre. Pater Pio (1887-1968), der legendäre italienische Kapuziner mit den Wundmalen Jesu, brauchte für diesen zweiten Schritt zwar nur zwei Jahre.
Allerdings hatte der erste später begonnen, so dass die feierliche Kanonisation erst 33 Jahre nach seinem Tod erfolgte. Bei diesem Zeitvergleich geht es nicht um ein unwürdiges Wettrennen - das Tempo kann ein Maßgrad sein für die Popularität des Heiligen und die Intensität der Gebetsanrufungen.
Johannes Paul II. sorgte dafür, dass der offizielle Kult für Mutter Teresa schneller beginnen konnte als üblich. Die albanische Ordensfrau hatte er sehr bewundert. Nach ihrem Tod hob er die Fünf-Jahres-Sperrfrist für den Prozessbeginn auf. Dass das Verfahren nun stagniert, liege nicht an Benedikt XVI., versichert Kolodiejchuk. "Der Vatikan kann nichts machen, bevor wir den ersten Schritt tun."
Über das Verhältnis zwischen dem jetzigen Papst und Mutter Teresa weiß man wenig. Es gibt ein Foto vom Freiburger Katholikentag 1978, das die beiden gemeinsam zeigt. 1986, als eine Ordensschwester in Rom im Beisein der Gründerin die ewigen Gelübde ablegte, zelebrierte Kardinal Joseph Ratzinger die Messe. Tags zuvor hatte Mutter Teresa den Glaubenspräfekten an seinem Dienstsitz besucht. "Was für ein demütiger Mann!", sagte sie nach der Begegnung.
Umgekehrt behielt Benedikt XVI. die zierliche, willenstarke Ordensfrau im Gedächtnis. In seiner ersten Enzyklika "Deus Caritas est" zitiert er sie drei Mal als leuchtendes Beispiel für Glaube und Liebe. Nachdrücklich, wenngleich ohne Enthusiasmus.
Bleibt die Frage, ob der stockende Prozess ein Zeichen für eine Krise des Ordens sein könnte. "Ohne den Gründer ist es nie mehr das Gleiche", sagt der Postulator. Das bestätigen die Zahlen: Die Gemeinschaft wächst weiter - aber es ist ein gebremstes Wachstum. Im Dezember 1997, kurz nach dem Tod Mutter Teresas, gab es rund 4350 "Missionarinnen der Nächstenliebe". In den zehn Jahren davor waren knapp 1400 dazugekommen, in den zehn Jahren bis jetzt stieg die Gesamtzahl noch um 730 - grob die Hälfte. Trotz Knick in der Statistik - auch andere Orden wie die Jesuiten oder Franziskaner, so Kolodiejchuk, hätten über ihren charismatischen Stifter hinaus Bestand gehabt, weil das Konzept stimmte.
"Das Charisma ist nicht an die Person gebunden", sagt ähnlich die römische Provinzialoberin Maria Pia; andernfalls wäre das Wirken Mutter Teresas vergeblich gewesen. In Rom gehen die Missionarinnen der Nächstenliebe in zahlenmäßig unverminderter Stärke ihrer Berufung nach. Sie pflegen Kranke, helfen Armen - und zeigen Präsenz im Zentrum der katholischen Welt. Von seinem Arbeitszimmer kann der Papst die kleine Traube Menschen sehen, die fast jeden Abend unten an der Ecke warten, dass ihnen jemand ihr täglich Brot gibt. Es ist eine Essensausgabe des Ordens. "Ein Zeichen der Offenheit der Kirche für die Ärmsten", sagt Schwester Maria Pia.
Über ein Drittel der 140 Schwestern in Rom gehört zum Ordensnachwuchs. Von einer Rezession, so die Provinzialoberin, könne keine Rede sein. Andererseits war Mutter Teresa so etwas wie das Gesicht der Kongregation und ein Magnet für die Medien, und zwischen Publicity und Spendenwerbung besteht ein gewisser Zusammenhang. Aber auf die wirtschaftliche Frage nach der Entwicklung der Finanzen gibt Schwester Maria Pia eine theologische Antwort: "Wenn wir das Werk des Herrn tun, wird der Herr für uns sorgen."
Am Mittwoch wollen die Missionarinnen der Nächstenliebe in Rom eine Messe in der Lateranbasilika zum Gedenken an den Tod ihrer Gründerin vor zehn Jahren feiern. Vorher werden sie eine Gebetswache halten und, da dieser Tag zufällig auf einen Mittwoch fällt, an der Generalaudienz des Papstes im Vatikan teilnehmen. Und auf ein Wunder hoffen.
Quelle: Welt Online
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Geändert am 3. September 2007 um 12:27