
Verkehr in Rom.
In Rom werden jährlich mehr Autos als in ganz Österreich neu zugelassen. In der Ewigen Stadt wurden im vergangenen Jahr 346.000 Pkw verkauft, mehr als in ganz Österreich und fast so viel wie jährlich in Schweden, der Schweiz, Portugal und Griechenland abgesetzt werden, schrieb das Automagazin „Autoroute" in ihrer jüngsten Ausgabe.
In der Drei-Millionen-Einwohner Metropole werden doppelt so viel Autos als in der zweitgrößten italienischen Stadt Mailand zugelassen, in der 184.000 neue Autos jährlich auf den Markt kommen.
In der „Ewigen Stadt" kommt somit statistisch auf jeden Einwohner ein Auto. Laut einer Studie von Italiens Automobilclub ACI benutzen 23,7 Prozent der Römer niemals öffentliche Transportmittel, 34,4 Prozent bedienen sich ihrer nur gelegentlich. 57,2 Prozent fahren nie Taxi, sondern setzen auf private Fahrzeuge.
Die Verkehrspolitik der Stadtverwaltung unter der Leitung von Bürgermeister Walter Veltroni zeigte bisher keine greifbaren Resultate. Stadtplaner bemängeln, dass die Sperre der Innenstadt zwar jenen knapp 100.000 Anrainern sowie den unermesslichen Kunstschätzen Roms nutzt, den restlichen 2,9 Millionen Einwohnern aber noch mehr Verkehrsprobleme und Verdruss beschert.
In der Tat bricht auf den Uferstraßen am Tiber außerhalb des Zentrums jeden Morgen der Verkehr zusammen, weil die abgesperrte Innenstadt weiträumig umfahren werden muss. Und die wenigen Kilometer U-Bahn in Rom bringen kaum Entlastung. Auch die leuchtend gelbe Farbe, die zur Kennzeichnung von Busspuren üppig auf die Straßen gepinselt wurde, wird von den Römern konsequent ignoriert.
Quelle: Südtirol online
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