
Vier Wochen nach der gescheiterten Privatisierung winken der Alitalia neue Zukunftschancen. An einem Bündnis für die Übernahme der Alitalia arbeitet auch der Ex-Präsident des Staatsfernsehens RAI, Antonio Baldassarri. Indiskretionen zufolge sollen dem Konsortium die private italienische Fluggesellschaft Air One, sowie der Finanzier Roberto Colaninno beitreten. Nicht ausgeschlossen wird, dass Air One-Partner Lufthansa in das Bündnis einsteigen könnte.
Auch die Fluggesellschaft Air France-KLM überprüft einen Einstieg bei der noch staatlichen italienischen Airline. Überlegt wird ein Angebot für 29 bis 39 Prozent der italienischen Airline. Dabei wolle Air France-KLM mit einem Finanzinvestor kooperieren, der auf die Sanierung von Unternehmen spezialisiert sei, heißt es in Rom.
Inzwischen feilt der neue Alitalia-Präsident Maurizio Prato an einem Rettungsplan, der bei der Aufsichtsratsitzung kommende Woche vorgestellt wird. Geplant sind strenge Einsparungen, um die Airline über Wasser zu halten, da die Fluggesellschaft täglich Verluste von einer Million Euro pro Tag schreibt. Prato plant eine Reduzierung unrentabler interkontinentaler Routen und will dafür auf europäische Verbindungen setzen.
Vor allem die Strecken nach Osteuropa sollen verstärkt werden. Zugleich will sich Prato von der finanziell angeschlagenen regionalen Fluggesellschaft Alitalia Express trennen. Die regionale Fluggesellschaft meldete 2006 Verluste von 2,9 Mio. Euro. Zu den Interessenten an Alitalia Express zählen die italienische Fluggesellschaft Air Alps, die bereits einige Maschinen der Flotte der regionalen Airline erworben hatte.
Quelle: derStandard
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