Einträge "Juli 2007":

Dienstag, 31. Juli 2007

Abgeordnete verweigern Drogentests

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Am Pranger: Ein öffentlicher Drogentest einer italienischen TV-Show hatte mehrere Politiker auf's Glatteis geführt. Eine Debatte entbrannte.

Müssen sich Parlamentarier einem Drogentest unterziehen? Dieser Frage stellte sich die Abgeordnetenkammer in Rom. Das Ergebnis war erwartungsgemäß negativ, der Gesetzentwurf wurde abgelehnt. Positiv auf Drogen getestet wurden dagegen 16 von jenen 50 Parlamentariern, die letztes Jahr bei einer satirischen Fernsehshow mitgemacht hatten.

Für die populäre, bissige Sendung der privaten Station "Italia Uno" wurde den Abgeordneten Make-up aufgetragen, sie sollten an einer TV-Diskussion teilnehmen. Soweit nichts Ungewöhnliches. Allerdings enthielt das Make-up Chemikalien, die das Vorhandensein von Drogen im menschlichen Schweiß nachweisen können. Auf diese Weise wurde bei vier Politikern Kokain und bei zwölf Cannabis festgestellt.

Entsetzen - sowohl bei den Zusehern, als auch bei den Politikern und ihren Kollegen, die von dem öffentlichen Drogentest des Senders nichts ahnten. Was folgte, war eine heftige Debatte innerhalb des römischen Parlaments. "Die Italiener haben das Recht zu wissen, ob die Parlamentarier, die sie gewählt haben, drogensüchtig sind. Wenn die Institutionen an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen wollen, müssen sie für Transparenz sorgen", meinte Ex-Kammerpräsident Pier Ferdinando Casini. Die rechtspopulistische Oppositionspartei Lega Nord verlangte sogar die Suspendierung drogenabhängiger Parlamentarier. Nichtsdestotrotz wurde das Gesetzesprojekt abgelehnt.

Das Thema Drogenabhängigkeit italienischer Parlamentarier ist besonders aktuell. Ein Abgeordneter der christdemokratischen Partei UDC, Cosimo Mele, ist arg unter Beschuss geraten, nachdem er in einem römischen Hotel an einer Party mit Kokain und Prostituierten teilgenommen hatte. Eine der Prostituierte musste wegen einer Überdosis von Drogen und Alkohol ins Spital eingeliefert werden. Wegen des Skandals trat der Parlamentarier aus seiner Partei aus.

Quelle: Kurier



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Montag, 30. Juli 2007

Schwulen-Kuss vor Kolosseum verboten

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Kein Ort für ungestörte Küsse: das Kolosseum in Rom.

Als italienische Polizisten zwei Männer bei Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit überraschten, gab es Ärger. Ein Schwulenverband plant nun einen Massenprotest.

Äußerst sittenstreng sind Polizisten während eines Schwulen-Events in Rom augtetreten. Als sie nachts ein homosexuelles Pärchen bei einem Kuss vor dem Kolosseum erwischten, nahmen sie Roberto und Michele kurzerhand mit, wie die Zeitung «La Repubblica» berichtete. Den beiden wurde die Erregung eines öffentlichen Ärgernisses vorgeworfen. Die Homosexuellen-Vereinigung Arcigay reagierte empört. Hunderte Schwule und Lesben, die in diesen Tagen in Rom zusammen feiern, sind nun zu einem «kollektiven Kuss» am 2. August vor dem Kolosseum aufgerufen.

Sie hätten sich wirklich nur geküsst, nicht mehr, beteuerte unterdessen der 27-jährige Roberto. Auf einmal seien dann die Carabinieri aufgetaucht und hätten nach ihren Papieren gefragt. Kurz darauf sei sogar noch Verstärkung angerückt: Sechs Beamte hätten sie durchsucht und zum Verhör in die Kaserne mitgenommen.

«Ein gravierender Vorfall», meinte der Vorsitzende von Arcigay, Fabrizio Marrazzo. «Es hat sich gezeigt, dass homosexuelle Paare noch immer zur B-Liga gerechnet werde.»

Quelle: Netzeitung



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Geändert am 30. Juli 2007 um 12:22
Freitag, 27. Juli 2007

Waldbrände: Regierung will Geschädigte unterstützen

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Die Regierung Prodi will den Personen unter die Arme greifen, die durch die Brandwelle der vergangenen Tage schwer geschädigt worden sind.

In der Region Latium wurden gestern 35 Brände registriert. Seit Anfang Juni wurden in der Gegend über 1000 Feuer angezündet. „Noch können wir die Schäden nicht genau beziffern, doch die Brände haben Unternehmen, Wohnhäuser und touristische Strukturen zerstört", berichtete Landwirtschaftminister Paolo De Castro.

Es sei ein „schwarzes Jahr" für die Natur, bedauerte in Rom die Umweltschutzorganisation WWF. Allein im kalabrischen Naturschutzpark Pollino wurden 2000 Hektar Wald zerstört. „Der Nationalpark ist verwüstet und in eine Mondlandschaft verwandelt worden. Es ist eine Umweltkatastrophe", klagte der Leiter des Parks, Mimmo Pappaterra.

Die Staatsanwaltschaft von Castrovillari leitete Untersuchungen ein. Man schließe nicht aus, dass die organisierte Kriminalität hinter der beispiellosen Brandserie stecke. Bei den Behörden der Stadt Cosenza allein gingen Brandmeldungen aus 18 Orten ein. Die Region Abruzzen will den Notstand ausrufen. In der Region Latium wurden gestern 35 Brände registriert. Seit Anfang Juni wurden in der Gegend über 1000 Feuer angezündet.

In Apulien hat die Feuerwehr die Flammen unterdessen im Großen und Ganzen unter Kontrolle. 80 Prozent der Strukturen in der Touristen- Hochburg Gargano sind zwar wieder geöffnet, die meisten Urlauber sind allerdings schon abgereist. Auch hier wird die Mafia als Drahtzieher hinter den Bränden vermutet.

Der Präsident der Region Apulien, Niki Vendola, warnte vor dem Würgegriff des organisierten Verbrechens. „Hier geht es nicht um Touristen, die versehentlich einen Zigarettenstummel wegwerfen und Feuer auslösen. Hier geht es um einen gut durchdachten, kriminellen Plan", so Vendola. In Peschici seien am Dienstag in einer Stunde elf Brände gelegt worden.

Quelle: Südtirol online



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Donnerstag, 26. Juli 2007

Kolosseum Europas einziges Weltwunder

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Rund 100 Millionen Menschen haben kürzlich in der wohl größten Internetabstimmung die sieben Weltwunder heutiger Zeit gewählt. 21 Bauwerke standen zur Auswahl, darunter die Freiheitsstatue in New York, der Eiffelturm in Paris, die Akropolis in Athen, die Hagia Sophia in Istanbul, um nur einige zu nennen. Aus Europa schaffte es nur das römische Kolosseum auf die Liste und belegte den sechsten Platz.

Dass Millionen Wähler für das Kolosseum stimmten, erfüllt die Römer mit großem Stolz. Mit fünf Millionen Besuchern jährlich zählt das flavische Amphitheater zu den beliebtesten Monumenten des Stiefellandes.

Seinen Namen verdankt das Kolosseum einer kolossalen Statue von Kaiser Nero in unmittelbarer Nähe. Im Jahr 72 begann Kaiser Vespian mit dem Bau, und bereits acht Jahre später weihte sein Sohn Titus es mit einem 100-tägigen Festspiel ein. Mit einem Fassungsvermögen von rund 65000 Zuschauern das größte Amphitheater der römischen Welt, diente es einst mit seinen Gladiatorenspielen als Vergnügungszentrum für das Volk.

Auch heute noch gehört das Kolosseum zum Pflichtprogramm eines jeden Rombesuchers, und die gewaltigen Ausmaße des gut erhaltenen Amphitheaters haben an ihrer Faszination auch im Laufe der Jahrtausende an nichts eingebüßt.

Öffnungszeiten: Täglich ab 08.30 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang. Eintritt: 9.- Euro. (www.romaturismo.it)

Quelle: Frankfurt-live

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Geändert am 26. Juli 2007 um 13:50
Mittwoch, 25. Juli 2007

Polizei beschlagnahmt 113 Brenner

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Italien ist erneut ein Schlag gegen Raubkopierer gelungen. Bei einer Razzia im römischen Viertel Ponte di Nona beschlagnahmte die Polizei mit Hilfe von Experten aus Film-, Musik- und Software-Vereinigungen 113 Brenner.

Die Polizei nennt diese bislang noch nicht erreichte Anzahl "historisch". Die Razzia fand im Rahmen der Aktion "Operation Spring Master" statt, bei der vor allem Straßenhändler überprüft werden.

Der Führer der Raubkopier-Bande, bei der die Brenner sichergestellt werden konnten, wurde verhaftet. Er wird die Polizei nun bei ihren weiteren Ermittlungen unterstützen.

Im März war es der italienischen Polizei gelungen, bei Razzien CDs und DVDs mit bis zu fünf Terrabytes an urheberrechtlich geschütztem Material zu beschlagnahmen.

Quelle: Musikmarkt online



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Dienstag, 24. Juli 2007

Das teuerste Brautkleid der Welt

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Bei den Alta-Moda-Tagen in Rom wurde kürzlich das wohl teuerste Brautkleid der Welt gezeigt: Ein bisschen Audrey Hepburn, ein bisschen Bette Davis in "Alles über Eva": Mit ganz großen Abendroben im Stil der sechziger Jahre, Kostümen und eleganten Cocktail-Kleidern hat der Modeschöpfer Lorenzo Riva bei den Alta-Moda-Tagen in Rom in der vergangenen Woche seine weiblichen Fans begeistert.

Höhepunkt des Defilees im historischen Palazzo

Valentini war das wohl teuerste Brautkleid der Welt. Rund zwei Millionen Euro kostet die weiße Hochzeitsrobe mit weit schwingendem Rock aus Plissee-Falten und 300 wertvollen Diamanten, die über dem Bustier auf Macramé-Spitze genäht wurden. "Ein Prinzessinnen-Traum, der im eigenen Licht erstrahlt", hieß es aus dem Hause Riva zu dem Entwurf.

Für Normalsterbliche sind die Entwürfe der meisten Couturiers schlichtweg unerschwinglich geworden. Gezeigt wurden auch hochhackige Schuhe mit Goldüberzug zum Preis von 20.000 Euro pro Paar.

Quelle: OÖ-Nachrichten



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Montag, 23. Juli 2007

Wenn Rom-Touristen zum Alptraum werden

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Rom-Besucher vor dem Petersdom

Roms heiße Sommernächte - für manche sind sie ein Alptraum. Vor allem, wenn Touristen die Stadt regelrecht überrennen. Denn sie nehmen wenig Rücksicht und bringen Anwohner um den Schlaf.

Die Stille und Leere am Sonntagmorgen auf Roms Campo de' Fiori trügt. Seit Wochen wird hinter den Kulissen ein zäher Kampf zwischen Anwohnern und jungen Leuten sowie Touristen aus aller Welt ausgefochten, die entgegengesetzte Vorstellungen von traumhaften römischen Sommernächten hegen.

Kurz bevor Obst- und Gemüseverkäufer im Morgengrauen die Stände für den unter Romtouristen beliebtesten Markt der Ewigen Stadt aufbauen, ziehen die letzten Nachteulen vom Platz. Die Bars rund um die Statue des von der Inquisition im Jahr 1600 auf dem Scheiterhaufen verbrannten Mönchs Giordano Bruno gießen bis dahin bereitwillig Alkohol aus, der die einen ausgelassener, die anderen aggressiver macht. Tag für Tag spätestens nach dem Abendessen füllt sich der Platz zunehmend mit lärmenden Touristen und Jugendlichen.

Senegalesen verkaufen als neues Spielzeug Megafone, mit denen Fußballslogans, Witze oder einfach der Name des Nachbars über den Platz gerufen werden. «Ursprünglich wollte er zwanzig Euro haben, am Ende habe ich nur fünf dafür bezahlt», lallt ein junger Amerikaner fröhlich.

Nachts um zwei Uhr schließen die Lokale. Eigentlich sollte daraufhin für zwei Stunden vor dem Beginn des Markts Ruhe einkehren. Doch viele nächtliche Besucher haben keine Lust, auf Polizeikommando schlafen zu gehen, und tanzen weiter auf dem Platz oder spielen Fußball. Die Straßenreinigung räumt derweil mit kaum weniger lauten Kleinlastern Flaschen und Plastikbecher weg.

Während Drogendealer am einen Ende des Platzes vor aller Augen auf Kundschaft warten, nutzen junge Frauen zu später Stunde die Mönchsstatue für einen Striptease, den das Publikum mit Applaus und Gejohle quittiert. «Wenn ich morgens um fünf herkomme, finde ich manchmal junge Leute, die im Brunnen ein Bad nehmen», erzählt Claudio Zampa, der seit zwanzig Jahren Obst auf dem Campo de' Fiori verkauft.

Auf der anderen Tiberseite im ehemaligen Arbeiterviertel Trastevere schmücken seit Wochen weiße Laken viele Fenster der prächtigen Palazzi. Die Bewohner mittlerweile sündhaft teurer Wohnungen protestieren damit still gegen das unkontrolliert laute Nachtvergnügen, das sie nicht schlafen lässt.

In Roms Altstadtvierteln sind in den vergangenen Jahren Lokale, die Tische und Stühle auf die Straßen stellen, wie Pilze aus dem Boden geschossen. Eine wachsende Zahl von Billigfliegern schwemmt immer mehr Kurzurlauber in die Stadt, während die Vorstadtjugend vor allem am Wochenende die neu entstandene Welt der Nachtbars erkundet.

Die alteingesessene Klientel der seit Jahrzehnten bestehenden Vineria am Campo de' Fiori zieht sich angesichts des Massenansturms langsam zurück. «Ich komme nur noch mittags für einen Aperitif hierher», erzählt der irische Wahlrömer Tony Brophy, der früher viele Restaurantabende mit einem Glas Wein «auf dem Campo» begann. Doch bereits am frühen Abend, wenn die Gäste der Weinbars noch nüchtern sind, sorgen Straßenmusikanten, die sich neuerdings mit Verstärkern mehr Aufmerksamkeit verschaffen, für Lärm.

«Hier ist rund um die Uhr Krach», sagt Viviana, die in der angrenzenden einstigen Hutmacherstraße Via dei Cappellari wohnt. Ihren Nachnamen sagt sie lieber nicht, denn der Kampf zwischen den Besitzern der Lokale, die möglichst wenig Restriktionen fordern, und erbosten Anwohnern ist erbittert.

Quelle: Netzeitung



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Geändert am 23. Juli 2007 um 11:49
Freitag, 20. Juli 2007

Touristen-Rekord in Rom

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Immer mehr Touristen kommen nach Rom.

Mit rund 20 Millionen Hotelreservierungen hat Rom im ersten Halbjahr 2007 einen neuen Touristen-Rekord verbucht. Bis zum Ende des Jahres rechnet die Stadtverwaltung der Hauptstadt mit insgesamt 25 Millionen Hotelgästen, berichteten italienische Medien.

"Innerhalb von sechs Jahren sind unsere Besucherzahlen um fünf Millionen gestiegen, von 15 Millionen 2001 auf 20 Millionen 2007", erklärte Bürgermeister Walter Veltroni. Der Anteil der deutschen Rombesucher sei sogar um gut zwölf Prozent angestiegen. Der durchschnittliche Tourist komme mit dem Flugzeug und bleibe etwa drei Tage. Kunst, Kultur, Geschichte und der Vatikan locken seit eh und je Gäste aus aller Welt in die Ewige Stadt.

Quelle: web.de



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Geändert am 20. Juli 2007 um 11:39
Donnerstag, 19. Juli 2007

Keiner will Alitalia haben

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Flugzeuge der Altitalia.

Kommentatoren in Rom sprechen von einem Fiasko für die marode Staatslinie: Auch der letzte Bieter sagte der Airline ab - mehr als 20.000 Beschäftigte bangen um ihre Jobs.

Die Lage für die zum Verkauf stehende italienische Fluggesellschaft Alitalia wird immer verzweifelter: Nach dem Rückzug der russischen Fluglinie Aeroflot und anderer Unternehmen hat auch der letzte Bieter das Handtuch geworden. Der US-Vermögensverwalter Matlin Patterson Global Advisors erklärte am Mittwoch, man sei nicht mehr in der Lage, den ins Auge gefassten Einstieg fortzusetzen.

Kommentatoren in Rom sprachen von einem Fiasko für die marode Staatslinie. Gewerkschafter äußerten sich besorgt über das Schicksal der über 20.000 Beschäftigten. An der Mailänder Börse fielen die Alitalia-Aktien bei Börsenöffnung um mehr als acht Prozent.

Prodi prüft alle Optionen

Am Abend teilte das Wirtschaftsministerium in Rom mit, das Bieterverfahren offiziell geschlossen zu haben. Die weitere Vorgehensweise soll nun so schnell wie möglich der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Bereits am späten Dienstagabend hatte die AP Holding des italienischen Geschäftsmannes Carlo Toto, zu der auch die italienische Privatfluglinie Air One gehört, den Ausstieg aus dem Bieterverfahren erklärt. Man habe keine Verhandlungsspielräume mit der Regierung und keine Sanierungschance für Alitalia gesehen, sagte Toto.

«Das Bieterverfahren für die Privatisierung ist gescheitert», hieß es in italienischen Medienberichten. Die Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi meinte, man prüfe derzeit «alle Optionen». Man müsse sich «aber vor Augen führen, dass es sich um ein Unternehmen mit Liquididität handelt». Alitalia fährt seit Jahren chronische Verluste ein, diese werden derzeit auf täglich 1,4 Millionen Euro beziffert. «Wir haben Zeit bis zum 23. Juli», bis die Bieterfrist endet, heißt es in einer Erklärung der Regierung.

Unterdessen ließ Aeroflot am Mittwoch überraschend durchblicken, eventuell doch wieder Interesse an der italienischen Fluggesellschaft zu haben. «Sollten die Bedingungen für die Privatisierung geändert werden, werden wir sie aufmerksam studieren», sagte eine Aeroflot-Sprecherin der Agentur Interfax in Moskau. Die russische Fluggesellschaft war Ende Juni aus dem Bieterverfahren ausgestiegen.

Verkehrsminister Alessandro Bianchi gab sich zuversichtlich: «Viele Dinge können sich von Tag zu Tag ändern.» Italienische Medien meinten, möglicherweise werde die Regierung einen Staatskommissar zur zeitweiligen Führung von Alitalia einsetzen. Möglich sei auch eine weitere Kapitalerhöhung, um das Unternehmen attraktiver für Interessenten zu machen.

Eine weitere Möglichkeit sei es, dass die Regierung in «direkte Verhandlungen» mit möglichen Käufern eintritt. Dabei wurden erneut die französisch-niederländische Linie Air France-KLM sowie die Deutsche Lufthansa genannt. Vor allem Air France-KLM gilt seit Jahren als Wunschpartner von Alitalia. Ein Sprecher von Air France betonte jedoch am Mittwoch erneut, die Gesellschaft habe unter den jetzigen Bedingungen weder direkt noch indirekt Interesse an Alitalia.

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hatte in den vergangenen Monaten zwar sowohl den italienischen als auch den spanischen Markt als interessant bezeichnet - jedoch erklärte er, gegen Iberia spreche der hohe Preis und bei Alitalia gebe es eine ganze Reihe von Gründen gegen eine Übernahme. Eine Sprecherin sagte am Mittwoch: «Unsere Position hat sich nicht verändert».

Wegen Mangels an Interessenten hatte die Regierung die Bieterfrist bereits zwei Mal verlängert, sie läuft offiziell am 23. Juli aus. Die Regierung will mindestens 39,9 Prozent ihres Anteils - aber möglicherweise auch die ganzen 49,9 Prozent - an einen privaten Investor verkaufen.

Quelle: Netzeitung



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Geändert am 19. Juli 2007 um 13:00
Mittwoch, 18. Juli 2007

Cate Blanchett eröffnet Filmfest Rom

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Cate Blanchett.

Cate Blanchett eröffnet das diesjährige Filmfest in Rom. Im Anschluss an die Galaveranstaltung präsentiert die australische Schauspielerin ihren neuen Film "Elizabeth - Das goldene Königreich" in einer Weltpremiere.

In der Fortsetzung des mehrfach Oscar-nominierten Werks "Elizabeth" aus 1998 schlüpft Blanchett erneut in die Rolle der Queen Elizabeth I von England. Dieses Mal geht es jedoch um ihre Beziehung zu dem Abenteurer Sir Walter Raleigh (Clive Owen). Ebenso zu sehen sind Geoffrey Rush als Sir Francis Walsingham und Samantha Morton als Maria I, Königin von Schottland. Im Regiestuhl sitzt erneut der 62-jährige Shekhar Kapur. Das zweite Filmfest von Rom findet vom 18. bis zum 27. Oktober 2007 statt.

Quelle: Pro7

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Geändert am 18. Juli 2007 um 13:03
Dienstag, 17. Juli 2007

Römischer Sommer für heiße Abende
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Der »römische Sommer« lockt mit zahlreichen Kulturangeboten.

Wenn die lauen Sommernächte beginnen, füllen sich die Straßen in Rom mit Menschen, die dem »Dolce Vita« frönen. An historischen Orten wie dem Kapitolplatz oder der Engelsburg werden von Juni bis September unzählige Kulturveranstaltungen organisiert.

Die meisten Angebote sind für die Besucher sogar kostenlos. Rund 2000 Events im Zentrum und in der näheren Umgebung stehen dieses Jahr bei der »Estate Romana« (römischer Sommer) zur Auswahl. Einer der Höhepunkte ist ein kostenloses Genesis-Konzert im Circus Maximus am Samstag (11. Juli), zu dem bis zu einer Million Zuschauer erwartet werden.

Auch Liebhaber der klassischen Muse kommen in der Tibermetropole auf ihre Kosten. Konzerte von Mozart, Haydn oder Debussy fehlen im Kulturprogramm genauso wenig wie Opern. Sie werden meist in der herrlichen Atmosphäre der Caracalla-Thermen aufgeführt: Unter dem Sternenhimmel können Opernfans in diesem Jahr sieben Inszenierungen sehen. Im Juli sind Tschaikowskys Ballett »Schwanensee«, ein Rezitativ des Tenors Rolando Villazon, Verdis »Nabucco« und Puccinis »Turandot« zu sehen und hören. Außerdem werden Leoncavallos »Pagliacci« und Prokofjews »Romeo und Julia Suite« aufgeführt. Seit nunmehr 70 Jahren können Musikfans in den Thermen musikalische Hochkultur genießen.

Überhaupt ist 2007 ein Jahr der Jubiläen, denn auch der römische Sommer selbst feiert sein 30-jähriges Bestehen. 1977 hatte der frühere Bürgermeister Renato Nicolini die Kulturveranstaltung ins Leben gerufen. Er wollte die im Sommer daheim gebliebenen Römer von den Fernsehern weg auf die Straßen locken. Und mit seiner Idee traf er ins Schwarze, denn alljährlich tummeln sich Millionen Besucher bei der »Estate Romana«.

Neben den Großereignissen gibt es auch zahlreiche kleinere Veranstaltungen. Am schönsten erholt man sich von einem heißen Sommertag auf dem römischen Pflaster am Tiber. Wenn es dunkel wird und die Kühle des Flusses auf die Straßen steigt, dann bevölkern Straßenmusiker die Uferpromenade und zahlreiche Künstler präsentieren Gemälde oder Straßentheater. In dieser urrömischen Atmosphäre stöbern die Massen gern an den kleinen Verkaufsständen. Von römischer Handwerkskunst über Kleider und Schmuck bis hin zu CDs und DVDs bleibt kein Wunsch unerfüllt.

Auch an die Kinder ist bei der »Estate Romana« gedacht. Besonders beliebt ist das »Wonderland« in der Villa Borghese: Bücher, Bilderbücher und Lexika aller Art gibt es da für die Kleinen. Oft lesen auch Bibliothekare Geschichten vor. Die Erwachsenen können sich an der Literatur ebenso erfreuen und an einer der unzähligen Lesungen des römischen Sommers teilnehmen. Die Literatur verfolgt die Kulturbegeisterten auch in der Kunst. Viele Ausstellungen laden zum kostenlosen Besuch ein und zeigen moderne wie altertümliche Werke.

»Der römische Sommer, eine heitere und feierliche Veranstaltung, nehmen Sie teil!«, lädt Silvio di Francia vom römischen Kulturamt Interessenten ein. Weniger begeistert sind die Anwohner, die direkt an den belebten Plätzen wohnen. »Geschrei, Betrunkene, Stimmengewirr, Gehupe und Trommeln: Die Anwohner bekommen vor vier Uhr morgens keinen Schlaf«, schrieb die Zeitung »Il Messaggero« zuletzt.

Quelle: Thüringer Allgemeine



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Geändert am 18. Juli 2007 um 12:58
Montag, 16. Juli 2007

Gedenken an Modeschöpfer Gianni Versace

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10 Jahre ist es her, dass der italienische Modeschöpfer Gianni Versace ermordet wurde. Anlässlich des Todestages wurde in der Mailander Scala ein Ballet uraufgeführt. Zu dem Abend kamen viele Stats. Der deutsche Modezar Karl Lagerfeld war auch zu Gast und das ehemalige deutsche Top-Model Claudia Schiffer.

Sonnenkönig, Cäsar oder Maximalist - Versace hatte viele Titel. Er revolutionierte die Modewelt. Seine Kreationen strahlten Pomp und Glamour aus. So kombinierte er alte Ornamente mit opulenten Mustern. Am 15. Juli 1997 wurde Gianni Versace vor seiner Villa in Miami erschossen. Italiens schillerndster Designer starb im Alter von 50 Jahren.

Das FBI identifizierte bald den 27-jährigen Andrew Cunanan als mutmaßlichen Täter. Der homosexuelle Callboy konnte zu den Vorwürfen nichts mehr sagen - kurz vor der Festnahme richtete er sich selbst. Die Nachricht von Versaces Tod verbreitete sich in Windeseile und an seiner Beerdigung im Mailänder Dom nahmen viele Prominente teil. Unter ihnen auch Lady Di und Elton John.

Quelle: Euronews



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Geändert am 20. Juli 2007 um 16:20
Freitag, 13. Juli 2007

Mager-Models nach Hause geschickt

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Curiels Kreationen aus antiker Spitze und edlen Stoffen erforderten wohlgenährte Models.

Alta-Moda in Rom: Designerin Curiel entließ 15 Superdünne, die wesentlich kleinere Größen als 36 trugen. Eine bekam noch ein Schinkenbrot.

Das Thema "magere Models" hat bei den Alta-Moda-Tagen in Rom wieder für Zündstoff gesorgt. Die Mailänder Stylistin Raffaella Curiel schickte am Dienstag 15 Mannequins nach Hause, weil sie zu dünn für ihre Kreationen aus antiker Spitze und edlen Stoffen waren. Ohnmächtig vor Hunger

"Ich habe Kleider für die Größen 36 und 38 entworfen, aber ich musste sie enger machen, weil die Agenturen mir Modelle schicken, die völlig magersüchtig aussehen", sagte die Designerin. Eine der jungen Frauen sei vor lauter Hunger ohnmächtig geworden. "Der habe ich ersteinmal ein Schinkenbrot gegeben", sagte Curiel. Alle Models, die wesentlich kleinere Größen als 36 tragen, habe sie daraufhin entlassen.

Ganz anders sah das Schneidermeister Lorenzo Riva, der am Mittwochabend seine neueste Kollektion im Palazzo Valentini vorführen wollte. "Man kann keine rundlichen Models auf den Laufsteg bei der Alta Moda schicken", sagte er. Die meisten seien von Natur aus dünn und nicht magersüchtig: "Ich wiege schon seit jeher 57 Kilo bei 1,78 Meter Körpergröße - und ich esse viel, ohne mich anschließend zu übergeben." Verhaltenskodex

Die italienische Regierung hat kürzlich ein Abkommen mit Stardesignern und Modefirmen abgeschlossen, um den Trend zum übertriebenen Schlankheitswahn zu bekämpfen. Jugendministerin Giovanna Melandri bat die italienischen Modeschöpfer um Unterstützung, damit sinnvolle Initiativen gegen das zunehmende Problem ergriffen werden.

Laut dem Verhaltenskodex sollen sich die Designer dazu verpflichten, dass Models ein gesundes Aussehen haben. Ein Image, das an Magersucht erinnere, solle strikt vermieden werden. "Models sind gerade für junge Mädchen regelrechte Schönheitsvorbilder. Um diesem Ideal zu entsprechen, werden viele magersüchtig", erklärte Melandri. Die Politikerin will dafür sorgen, dass künftig keine Models unter 16 Jahren auf den Laufsteg kommen. "Unter 16 Jahren geht man in die Schule, nicht auf den Laufsteg", meinte die Ministerin.

Auch die Modelagenturen wollen zur Bekämpfung der Magersucht aktiv beitragen. Obwohl von Gewichtslimits nicht die Rede ist, brauchen die Models ein ärztliches Attest. Außerdem benötigen die Minderjährigen unter den rund 1000 Models zusätzlich einen Schul-Nachweis sowie Begleitung durch Eltern oder eine autorisierte Person. Die Richtlinien schrieb der Associazione Servizi Moda (Assem), der Dachverband der Model-Agenturen, fest.

Quelle: Kurier



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Donnerstag, 12. Juli 2007

150 Päckchen Kokain im Magen
Am Fiumcino Flughafen von Rom ist ein Brasilianer mit 150 Päckchen Kokain im Magen festgenommen worden. Der aus Sao Paolo kommende 30-Jährige kollabierte kurz nach seiner Ankunft, teilte die Polizei mit.

Er hat Symptome einer Überdosis aufgewiesen, offenbar weil sich die Päckchen in seinem Magen geöffnet haben.

Das eingeschmuggelte Kokain hat ein Gesamtgewicht von zwei Kilogramm gehabt und sei im Straßenverkauf etwa zwei Millionen Euro wert.

Quelle: derStandard



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Mittwoch, 11. Juli 2007

Alta Moda: Zwangsjacke, Edel-Schuhe und Abendrobe
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Topmodel Bianca Balti.

Nach dem stimmungsvollen Auftakt mit Gattinoni auf dem Kapitolplatz sind Verrücktheiten zum Thema der Alta Moda geworden. Modeschöpfer Farhad Re schockte sein Publikum mit der Schau "Psyco-Couture": Der Italo- Perser schickte Models in Zwangsjacken auf den Catwalk mit zerzausten Haaren und bewusst zerrupften Super-Minikleidern. "Verrückt sind die Stilisten, die alle sechs Monate ihren Stil ändern, verrückt auch die Modelle, verrückt selbst die Fans, die jedem Trend blind folgen", sagte der Stilist über sein Defilee.

Sein italienischer Kollege Diego Dolcini hingegen wartete mit einer Kollektion von Luxus-Schuhen auf: Von Sandaletten mit Schwindel erregendem Absatz und Pfauenfedern bis zu goldüberzogenen Stöckelschuhen bot er alles, was ein Schuh-Freak sich nur ausdenken kann - zu verrückten Preisen bis zu 20.000 Euro. Der Montagabend gehörte ganz Altmeister Fausto Sarli, der sein Publikum mit herrlichen Abendroben begeisterte.

An diesem Mittwoch werden erstmals bei der Alta Moda zwei junge Modeschöpferinnen aus Indien ihre Entwürfe zeigen: Pria Kataria Puri und Neeta Lulla. Außerdem steht für den Abend noch die Schau der italienischen Designerin Raffaella Curiel auf dem Programm.

Quelle: Die Zeit

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Geändert am 12. Juli 2007 um 11:47
Dienstag, 10. Juli 2007

Abgeordnete in Rom schlemmen auf Staatskosten
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Die Abgeordnetenkammer in Rom.

Die Parlamentsabgeordneten in Rom schlemmen auf Staatskosten: Wie die Zeitung „La Repubblica" berichtete, genießen die 630 Mitglieder des Abgeordnetenhauses im Parlamentsrestaurant gehobene Speisen zu Schleuderpreisen.

So müssen die „Onorevoli" etwa für eine Pasta als Vorspeise lediglich drei Euro bezahlen, für einen Hauptgang aus Kalbs- oder Rindsfleisch nur 4,80 Euro - selbst in römischen Mittelklasselokalen kostet dies meist drei Mal so viel.

„Die Abgeordneten bezahlen neun Euro für ein ganzes Mittagessen, aber das Parlament gibt dafür 90 Euro aus", schimpft das Blatt. „Die Politiker haben sich das Restaurant regelrecht zum Geschenk gemacht." Nun soll die Nobelkantine einem privaten Gastronomen übergeben werden.

Erst unlängst sorgte die Nachricht über hohe Diäten der „Onorevoli" für Wirbel: Diese sind mit rund 16.000 Euro weitaus höher als in allen anderen EU-Ländern. Zum Vergleich: In Deutschland liegen die Diäten bei rund 7000 Euro.

Quelle: stol.it



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Montag, 9. Juli 2007

45 Jahre Valentino: Starrummel in Rom
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Valentino Garavani.

45 Jahre "Rosso Valentino" - und alle sind gekommen: Ob Caroline von Monaco, die persische Ex-Kaiserin Farah Diba oder die Hollywood-Stars Sarah Jessica Parker und Uma Thurman - selten hat die Ewige Stadt so viel internationale Prominenz zu einer Jubiläumsfeier angelockt.

Und der Modezar Valentino Garavani (75) legte sich für die dreitägigen Feierlichkeiten richtig ins Zeug. Von einer Mega-Retrospektive seiner schönsten Kleider über ein Feuerwerk beim Kolosseum bis zu abendlichen Dinnerpartys und einem rauschenden Ball fehlte es den Gästen wirklich an nichts. Zudem zeigte der weltberühmte Modemacher nach 17 erstmals wieder seine neueste Haute-Couture-Kollektion in Rom.

Privatkonzert in Villa Borghese

Beim abendlichen Fest in der Villa Borghese wartete der Designer dann noch mit einem Gast der Extraklasse auf: Annie Lennox gab vor den rund 1.000 geladenen Gästen ein Privatkonzert.

"Es war total schwer, sie zu engagieren. Zuvor hatten sie uns Britney Spears oder Prince vorgeschlagen", sagte Giancarlo Giammetti, seit Jahrzehnten Geschäftsführer des Hauses Valentino.

Auch zahlreiche Kollegen gaben sich bei dem Fest ein Stelldichein, von Donatella Versace über Karl Lagerfeld bis zu Giorgio Armani, daneben Topmodel Claudia Schiffer, Mick Jagger und die Hollywood-Stars Rupert Everett und Andy Garcia.

Quelle: ORF



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Freitag, 6. Juli 2007

"Le deuxième souffle" eröffnet Filmfest von Rom
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Monica Bellucci.

Die italienische Schauspielerin Monica Bellucci wird mit dem französischen Film "Le deuxième souffle" des Regisseurs Alain Corneau die zweite Ausgabe des römischen Filmfestivals (18. bis 27. Oktober) eröffnen. Bellucci ist mit dem französischen Starschauspieler Daniel Auteuil die Hauptdarstellerin im Film, der eine neue Version des Werks von Jean-Pierre Melville des Jahres 1966 ist.

Die Organisatoren des Filmfests in Rom hoffen, mit der diesjährigen Ausgabe den Erfolg der vergangenen Saison zu übertreffen. Das Filmfest, das mit einem Budget von zehn Millionen Euro Filme in fünf Sektionen präsentiert hatte, darunter ein Haupt- und ein Kinderfilm-Wettbewerb mit je 14 Beiträgen, und eine Gala-Schiene mit sieben Vorpremieren, hatte die Römer begeistert.

Das neue Filmfest in Rom hatte für Konflikte mit dem Festival von Venedig gesorgt. "In Rom werden die Filme gezeigt, die weder Cannes noch Venedig haben wollte", hatte der Direktor des Festivals von Venedig, Marco Müller kritisiert. Mit einem zur Gänze privat finanzierten Budget von rund zwölf Millionen Euro droht das Filmfest Rom die Filmfestspiele von Venedig, die mit 8,5 Millionen - davon zwei Drittel öffentliche Gelder - ausgestattet sind, in den Schatten zu stellen. Auch wenn noch nicht das gesamte Programm offiziell ist, hofft Rom schon auf eine Reihe von Stars.

Die 1932 gegründeten Filmfestspiele von Venedig leiden demgegenüber an einer veralteten Infrastruktur. Der Filmmarkt ist minimal, und für den Bau des bis 2011 geplanten neuen "Palazzo del Cinema" fehlen 100 Millionen Euro.

Quelle: derStandard

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von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 6. Juli 2007 um 12:57
Donnerstag, 5. Juli 2007

Neuer Fernsehfilm «Rom» in der Kritik

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Die Story: Nach jahrelangen schweren Kämpfen erringt Julius Caesar mit seinen Legionen den Sieg über Gallien. Doch sein Triumph wird getrübt durch die Nachricht vom Tod seiner Tochter. Als nun auch noch Caesars Standarte, ein goldener Adler, von Aufständischen gestohlen wird, erhalten der Offizier Lucius Vorenus und der einfache Legionär Titus Pullo den Auftrag, das Feldzeichen zurückzuerobern.

In Rom erwirbt Caesars Nichte Atia von ihrem Liebhaber, dem Pferdehändler Timon, einen prachtvollen weißen Hengst, den ihr Sohn Octavius Caesar persönlich als Geschenk überbringen soll. Unterdessen kehrt Brutus von einem Besuch in Caesars Lager zurück. Er überbringt Briefe an seine Mutter Servilia, der Geliebten Caesars, und an Atia. Caesar bittet seine Nichte, eine neue Frau für Pompejus zu finden. Daraufhin zwingt Atia ihre Tochter Octavia, ihren Mann Glabius zu verlassen, um für den alternden Feldherrn frei zu sein. Dies sorgt für Wirbel.

Als Caesar nun im Senat der unrechtmäßigen Kriegsführung beschuldigt wird, legt Pompejus zwar sein Veto ein, doch nachdem er durch Brutus von Caesars vermeintlicher Schwäche erfahren hat, fühlt er sich dem einstigen Verbündeten nicht mehr verpflichtet. Er heiratet Cornelia, die Tochter von Scipio, einem entschiedenen Gegner Caesars.

Währenddessen stoßen Vorenus und Pullo auf die Straßenräuber, die Octavius überfallen und gefangen genommen hatten. Sie töten die Räuber und erkennen erst jetzt, welchen hochrangigen Gefangenen sie da befreien. Doch die beiden Männer haben noch mehr Glück: Sie finden die in einem Karren versteckte Standarte Caesars. Und sie töten den Sklaven des Pompejus, der im Auftrag seines Herrn mit den Räubern gemeinsame Sache gemacht hatte. Im Triumph kehren Vorenus, Pullo und Octavius in das Lager Caesars zurück, der nun entschlossen ist, nach Ravenna vorzurücken, um seinen ehemaligen Verbündeten Pompejus unter Druck zu setzen.

Darsteller: Kevin McKidd («Königreich der Himmel») ist Lucius Vorenus Ray Stevenson («King Arthur») ist Titus Pullo Ciarán Hinds («Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens») ist Julius Caesar James Purefoy («Resident Evil») ist Marc Anton

Kritik:

Als „actionreich, bildgewaltig und authentisch" beschreibt RTL II die neue Serie, die in den USA beim Pay-TV-Kanal HBO lief und vom deutschen Bezahlsender Premiere kofinanziert wurde. Insgesamt 100 Millionen Dollar kostet das Projekt. Nur - und das muss man deutlich sagen: Das reicht nicht aus, um es an die Spitze der Fernsehserien zu schaffen. Die Pilotfolge beginnt viel versprechend - mit einem Gefecht zweier Truppen. Sofort wird klar, warum diese Serie um 20.15 Uhr in einer geschnittenen Fassung gezeigt werden muss. Die Authentizität bezieht sich nicht nur auf beeindruckende Kulissen, sondern auch auf die Gegebenheiten während einer Schlacht.

Unheimlich direkt und schonungslos werden die Kampfszenen gezeigt - dass diese bei den Dreharbeiten viel Zeit und Mühe in Anspruch nahmen, ist klar. Dennoch bringt diese rohe Gewalt das sonstige Gesamtbild der Serie ins Wackeln. Enttäuschend verlaufen die folgenden 20 Minuten der neuen Szene. Eigentlich ist man von US-Pilotfilmen gewohnt, dass es zu Beginn richtig zur Sache geht. «Rom» verzichtet auf dieses Feuerwerk, sondern beginnt langsam und gemächlich mit dem Erzählen der eigentlichen Geschichte.

Erst gegen Ende nimmt die - sicherlich nur für Fans von historischen Stoffen - spannende Geschichte an Fahrt auf. Die Zeit in der Caesar und Co. lebten, eignet sich eigentlich sehr gut für Verfilmungen. Nicht im geringsten Zimperlich ging man damals mit dem Feind um - Intrigen, Liebeleien und Eifersucht standen auf der Tagesordnung. Natürlich bedient sich «Rom» aus dieser Themen. Erzählt werden diese Plots recht einfühlsam, sodass sich auch weibliche Zuschauer in diesen Sequenzen recht wohl fühlen dürften.

Und genau das ist der Knackpunkt: Man könnte sagen, dass die Macher einen Spagat machen wollten und letztlich nichts Halbes und nichts Ganzes herauskam. Der Otto-Normal-Mann kann womöglich mit den doch leicht Soap-artigen Geschichten wenig anfangen, die Frauen dürften sich auf jeden Fall bei den Darstellungen von Gewalt und Brutalität angewidert abwenden. Lediglich der Fanatiker in Sachen Historienfilm wird seinen Spaß haben.

Denn die Kulissen, Kostüme und Requisiten sind in der Tat atemberaubend. Mit großer Liebe ins Detail haben die Macher Gebäude und Außensets eingerichtet. James-Bond-Regisseur Michael Apted («Die Welt ist nicht genug») musste mehr als 3000 Statisten in den Griff kriegen - eine beeindruckende Leistung. Auch die Liste der Darsteller liest sich wie das Who-is-Who Hollywoods. Hierfür gibt es klar Pluspunkte. Dennoch dürfte die Thematik wohl verhindern, dass das Format in Deutschland ein sehr großer kommerzieller Erfolg wird. Ähnlich wie bei «Empire» wäre es allerdings angebracht, das Erzähltempo in den weiteren Folgen leicht anzuheben. Verglichen mit dem ProSieben-Flop des vergangenen Jahres schneidet «Rom» ein wenig überzeugender ab, ist aber definitiv nur etwas für all diejenigen, die auf geschichtsträchtige Stoffe stehen.

RTL II zeigt die erste Staffel der Serie «Rom» (10 Episoden) ab dem 8. Juli 2007 um 20.15 Uhr in Doppelfolgen.

Quelle: Quotenmeter.de



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von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 5. Juli 2007 um 12:06
Mittwoch, 4. Juli 2007

Riesiges unterirdisches Wasserreservoir bei Rom entdeckt
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Die Entdeckung eines riesigen unterirdischen Wasserreservoirs in den Bergen um das Örtchen Trevi, im Südosten Roms, könnte die Lösung für Italiens akuten Wassermangel sein. Experten haben dort eine riesige Grotte entdeckt, die ein Volumen von zehn Millionen Kubikmetern hat. Bisher sind die Forscher 800 Meter weit und 105 Meter tief in den Berg vorgedrungen - und noch ist kein Ende Sicht.

n der Nähe des kleinen Städtchens Trevi, eingebettet in den Naturpark der Monti Sambruini, entdeckten Speleologen - so der Fachausdruck für Höhlenforscher - dieses lange Zeit im Verborgenen gebliebene Höhlensystem. Eine dieser Höhlen, eine Grotte von enormer Größe, war nun fünf Jahre lang Gegenstand zahlreicher und aufwendiger Expeditionen von Wissenschaftlern und Taucherteams.

Wasserqualität wird untersucht

Mitten in den Bergen des Naturparks erstreckt sich diese riesige Grotte etwa einen Kilometer weit tunnelartig und diagonal in den Berg. Bisher sind die Forscher bereits 105 Meter in die Tiefe vorgedrungen. "Wir sind noch nicht am Ende, aber schon sehr weit gekommen", erzählt Mauro Di Sebastiano, der die Expeditionen mit der Kamera begleitet hat.

Die Bergkette um Trevi besteht aus Kalkstein. Die Grotte war während der Eiszeit eine Tropfsteinhöhle und anfangs nicht mit Wasser gefüllt. Erst im Laufe der Zeit ist sie mit Wasser vollgelaufen, das, so nimmt man an, von bester Qualität ist. Es ist mineralienarm und vielleicht sogar trinkbar. Der Bürgermeister Trevis, Silvio Grazioli, ist da aber noch zurückhaltend: "Was die Wasserqualität angeht, wäre ich noch sehr vorsichtig. Man muss da erst mal Experten zu Rate ziehen."

Die Erforschung der Höhle ist allerdings eine langwierige und mühsame Arbeit. Schon seit fünf Jahren tauchen die Teams immer wieder hinab, jedes Mal auf das Aufwendigste ausgerüstet. Denn dies, so sagen die Experten, sind keine normalen Tauchgänge. Aufgrund der außerordentlichen Tiefe, die die Taucher überwinden müssen, benötigen sie ein spezielles Mischgas. Außerdem ist jeder von ihnen vollbepackt mit kiloschwerer Ausrüstung. Jeder Taucher macht sich mit bis zu sechs Gasflaschen auf in die Tiefe.

Doch bis in die äußersten Winkel der Höhle vorzudringen, ist allein mit Muskelkraft nicht zu bewerkstelligen. Deshalb haben die Taucher Elektro-Scooter dabei, die sie voranziehen. Das ist jedoch noch nicht alles: Die Tauchexpeditionen werden auch durch Filmaufnahmen dokumentiert. Das bedeutet, man benötigt auch Kamera-Equipment und Beleuchtung. Für die Beleuchtung wiederum darf man auch die Akkus nicht vergessen und die wiegen nicht wenig.

Expedition mit Risiken

"Mit zwei Kameras und dem Licht-Equipment ins Wasser zu gehen, war sicher einer der schwierigsten Aspekte", sagt Mauro Di Sebastiano. Und nicht nur das: "Auch die Wassertemperatur, sechs Grad konstant, war eine Herausforderung."

Die Tauchgänge sind nicht ganz ungefährlich. Die Taucher müssen aufpassen, dass sie nicht zu viel Schlamm aufwirbeln, sonst finden sie nicht mehr zurück. Während sie in die Tiefe gleiten, befestigen sie eine Orientierungsschnur an den Kalksteinwänden. Für das spätere Auftauchen sind dort auch Gasflaschen befestigt.

Das Ende der Wasserknappheit?

Das Team bleibt ständig in Kontakt, denn sollte man die anderen verlieren, kann es brenzlig werden. Im Verlauf der schmalen Höhle eröffnen sich immer wieder große Hallen, natürlich bis oben hin gefüllt mit Wasser. "Dennoch waren das trotz allem wundervolle Gefühle und Erfahrungen, die am Ende all die Mühen wieder aufwiegen", so Di Sebastiano.

Eine kleine Quelle brachte die Wissenschaftler auf die Spur, heute stehen sie vor einer Entdeckung, die von größter Bedeutung für Italien und vielleicht für ganz Europa sein könnte. "Ich weiß nicht, ob wir vom größten Wasserreservoir Europas sprechen können. Mit Sicherheit ist es von großer Wichtigkeit, denn es umfasst ein Wasservolumen, das keiner zu träumen gewagt hätte", sagt Di Sebastiano. "Für Mittelitalien ist es ganz sicher ein Rekordfund."

Dürreperiode beginnt immer früher

Die tunnelförmige Grotte umfasst mindestens zehn Millionen Kubikmeter Wasser, das entspricht einer Wassermenge von 200 bis 300 Schwimmbädern. Für Italien ist das ein Lichtblick, denn seit Jahren hat das Land mit Wasserknappheit zu kämpfen. Jedes Jahr beginnt die Dürreperiode etwas früher. Um die Landwirtschaft aufrecht zu erhalten, werden die Felder künstlich bewässert, ein zusätzlicher Wasserverbrauch, der Italien in einen Teufelskreis zwingt.

Die Wassergrotte von Trevi könnte diese Probleme nun lösen. Nächstes Jahr wird das Forscherteam wieder auf Tauchgang gehen und einen weiteren Vorstoß wagen. Dann wird sich herausstellen, ob Italien den kommenden Sommern gelassener entgegen sehen kann.

Quelle: Heute.de 



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Dienstag, 3. Juli 2007

Love Story aus dem Rom von heute
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Die Leser des Romans «Ich steh auf dich» erwartet eine Love Story und ein Jugenddrama in Einem. Mit dem Buch will der italienische Autor Federico Moccia an den Erfolg des ersten Bandes «Drei Meter über dem Himmel» anschließen.

Der Plot: Nach der Trennung von seiner großen Liebe und nach zwei Jahren in New York kehrt Moccias Held Step nach Rom zurück, um einen Job beim Fernsehen anzunehmen. Als er seine Ex-Freundin Babi wieder trifft, verspüren beide den Wunsch, noch einmal gemeinsam die Magie der Liebe zu erleben.

Das Erfolgsrezept des römischen Autors ist offensichtlich: Er schreibt über große Gefühle im Jargon der heutigen Twens, versteht sich als versierter Drehbuchautor auf Dialogführung und schafft am Ende souverän die Kurve, bevor die Geschichte in schwülstigen Gefühlen versinkt.

Federico Moccia Ich steh auf dich List Verlag, Berlin 521 S., 18 Euro

Quelle: M & C

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Geändert am 3. Juli 2007 um 14:14
Montag, 2. Juli 2007

China reagiert kühl auf Papst Benedikt
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Papst Benedikt XVI.

Nach Jahrzehnte langen Spannungen zwischen dem Vatikan und Peking ist Papst Benedikt XVI. auf Dialog und Versöhnung aus. China scheint daran weniger gelegen.

Angesichts Jahrzehnte langer Spannungen zwischen dem Vatikan und Peking hat Papst Benedikt XVI. zu Dialog und Versöhnung aufgerufen. Zugleich verlangte er das Recht auf freie und ungehinderte Religionsausübung für die katholische Minderheit in China. In einem Schreiben an die chinesischen Bischöfe, Priester und Laien rief er zur Einheit der Kirche auf, die derzeit in eine von Peking kontrollierte Staatskirche und eine Rom-treue Untergrundkirche gespalten ist. Mit Blick auf die 1951 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen heißt es in dem Brief: «Die Normalisierung der Beziehungen mit der Volksrepublik China braucht Zeit und setzt den guten Willen beider Seiten voraus.» Rom sei zu Gesprächen bereit.

Einmischung verbeten

Die Regierung in China reagierte kühl auf den Vorstoß. Der Sprecher des Außenministeriums, Qin Gang, forderte den Vatikan am Sonntag erneut auf, sich nicht im Namen der Religion in Chinas innere Angelegenheiten einzumischen. Außerdem solle der Vatikan seine Beziehungen zu Taiwan abbrechen. Wörtlich sagte der Sprecher: «Wir hoffen, dass der Vatikan Schritte zur Verbesserung der Beziehungen unternimmt und nicht länger neue Hindernisse aufbaut.»

Kommentatoren in Rom sprachen von einem Versuch Benedikts, eine neues Kapital in den Beziehungen zu China aufzuschlagen. In dem 50 Seiten langen Schreiben, das auch auf Chinesisch veröffentlicht wurde, räumt er zwar ein, dass sich die schwierige Lage der chinesischen Katholiken in den vergangenen Jahren verbessert habe. Es gebe aber immer noch «Anlass zur Sorge». Radio Vatikan berichtete am Sonntag: «Immer wieder werden Priester und Bischöfe willkürlich verhaftet oder verhört. Die «Untergrund-Katholiken» erhalten auch keine Erlaubnis zum Bau von Kirchen.»

Autorität Roms in allen Glaubenfragen bekräftigt

Das katholische Kirchenoberhaupt bekräftigte die Autorität Roms in allen Glaubensfragen, vor allem bei den immer wieder umstrittenen Ernennungen von Bischöfen: «Der Vorschlag für eine Kirche, die in religiösen Fragen 'unabhängig' vom Heiligen Stuhl sei, ist mit der katholischen Lehre unvereinbar.» Es dürfe keinerlei Einschränkungen bei der Bischofsauswahl durch Rom geben: «Der Heilige Stuhl hat den Wunsch, bei der Auswahl der Bischöfe völlig frei zu sein.» Bischofsernennungen der Staatskirche lehnte der Papst erneut als unvereinbar mit dem katholischen Kirchenrecht ab, äußerte aber die Hoffnung, dass der Konflikt durch Gespräche beigelegt werden könnte.

Schätzungen zufolge sind lediglich etwa 15 Millionen der 1,3 Milliarden Chinesen Katholiken. Der Untergrundkirche gehören rund zehn Millionen Gläubige an, der Staatskirche «Katholisch-Patriotische Vereinigung» etwa fünf Millionen. Die Staatskirche hat sich in jüngster Zeit mit der Ernennung von Bischöfen gegen den Willen des Papstes noch weiter von Rom entfernt.

Ausdrücklich machte Benedikt klar, dass sich die Kirche nicht in Grundsatzfragen der Politik im kommunistischen China einmische. «Die Katholische Kirche in China hat nicht den Auftrag, die Struktur der Regierung des Staates zu verändern.» Vielmehr «fordert die Kirche durch ihre Lehre den Gläubigen auf, ein guter Staatsbürger zu sein». Benedikt rief dazu auf, den 24. Mai zu einem weltweiten Gebetstag für die chinesische Kirche zu machen.

Quelle: Netzeitung



»12:46     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 2. Juli 2007 um 12:46



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Goethe in Rom, am 7. November 1786

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