Freitag, 29. Juni 2007
Gina Lollobrigida wird 80

"Ich habe über 60 Filme gemacht, aber ich bin alles andere als zufrieden mit meiner Karriere": Gina Lollobrigida.
Erst neulich hatte Gina Lollobrigida wieder so einen kleinen Auftritt, wenn auch nur auf der Bühne der Klatschseiten. Das war, als ihre Hochzeit mit einem 34 Jahre jüngeren Spanier platzte. Der junge Mann habe einfach dem Druck der Medien nicht mehr standgehalten, ließ sie vernehmen. "Ihm geht es wirklich schlecht, wann wird die Presse aufhören, Menschen zu zerstören?". Solche kleinen Einlagen liebt sie, große Filmrollen sind ihr ja schon lange nicht mehr vergönnt, wie sie mitunter bitter vermerkt. Am nächsten Mittwoch (4. Juli) wird Gina Lollobrigida 80 Jahre alt - einer der ganz großen Stars war sie allemal.
Dabei hatte "die Lollo" es nie so ganz leicht. Rasch wurde sie zu ihren Glanzzeiten, den eher prüden 50er und 60er Jahren, mit den Attributen "vollbusig" und "Männerschwarm" belegt - ihre schauspielerische Leistung drohte mitunter zu einer zweitrangigen Beigabe zu werden. Sehr zum Ärger der Italienerin. "Meine Lieblingsrolle war die alte Jungfer im Film 'Närrisches Meer' (1963) mit Jean-Paul Belmondo. Ich war ungeschminkt, hässlich hergerichtet, und trotzdem fühlte ich mich in meinem Element."
Konkurrentin
Ein weiteres Problem: Kaum war sie zum Star geworden, hatte sie mit einer mächtigen Konkurrentin zu kämpfen - Sophia Loren. Manche Kinofans sahen sie vornehmlich als "Busenfeindin der Loren". "Uns trennen Welten", meinte "Gina Nazionale" vor ein paar Jahren einmal. "Unsere Welten sind ganz unterschiedlich." Wenn man sich einmal träfe, sage man "Buongiorno. Viel mehr nicht." Von Altersmilde keine Spur.
Dabei hat Gina Lollobrigida geschafft, wovon viele alternde Filmschauspielerinnen träumen, nämlich den Rollenwechsel, die "zweite Karriere". Seit Jahren arbeitet sie als Bildhauerin und Fotografin. Sie fotografierte Prominente wie Fidel Castro, Pelé, Ronald Reagan und Salvador Dalí. Auch mit dem Bildhauern hat sie Erfolg. "Meine Werke verkaufen sich mittlerweile." Dabei seien ihre Bronzeplastiken "sündhaft teuer", wie sie augenzwinkernd einräumt.
Durchbruch
Überhaupt, Schauspielerin sei "die Lollo" eher zufällig geworden, wird in Italien kolportiert. 1927 im malerischen Gebirgsdorf Subiaco in Latium geboren, studierte die Tochter eines verarmten Möbelfabrikanten nach dem Krieg Bildhauerei und Malerei in Rom. Außerdem liebäugelte sie mit einer Gesangskarriere und beteiligte sich erfolgreich an Miss-Wahlen. 1946 wurde sie dann buchstäblich auf der Straße entdeckt, 1947 engagierte sie der Produzent Mario Costa für seinen Film "Opernrausch".
Dann ging alles ganz rasch: Mit "Sturmglocken" feierte sie den ersten großen Erfolg, ihren internationalen Durchbruch schaffte sie 1952 mit "Fanfan, der Husar" und "Die Schönen der Nacht". Für "Pane, Amore e Fantasia" (1953) erhielt sie in Berlin den "Goldenen Bären". Zu ihren Welterfolgen zählt "Der Glöckner von Notre Dame", in dem Streifen spielt sie die bildhübsche Esmeralda. Kritiker meinten, sie habe ihren Partner Anthony Quinn förmlich an die Wand gespielt.
Affären
Sie war an der Seite von Stars wie Humphrey Bogart, Marcello Mastroianni, Sean Connery und Alec Guinness zu sehen und arbeitete mit Regisseuren wie Howard Hughes und René Clair. Doch einen Oscar bekam die Lollobrigida - im Gegensatz zur "Busenfeindin" Sophia Loren - nie. Dafür wurde sie aber in Washington persönlich empfangen. Dennoch bekannte sie vor wenigen Jahren: "Ich habe über 60 Filme gemacht, aber ich bin alles andere als zufrieden mit meiner Karriere."
"Weniger Glück als andere" hatte sie nach eigenen Angaben "in Herzensangelegenheiten". 1949 heiratete sie den jugoslawischen Arzt Milko Skofic, nach ihrer Scheidung sagte man der "Lollo" Affären mit Hughes, dem Politiker Henry Kissinger und dem Herzverpflanzer Christiaan Barnard nach. Einmal seufzte sie: "Ich hoffe, dass das Glück mir noch hold ist, ehe ich 80 werde." Nach der abgesagten Hochzeit mit dem jungen Spanier muss sie nun doch weiter warten.
Quelle: Kurier
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"Zenturio" verprügelt Touristen

Zuerst lachte ein Zenturio noch in voller Montur mit zwei US-Touristen vor dem Amphitheater in Rom in die Kamera. Dann setzte es Hiebe.
Wie in den ruppigen Zeiten des alten Rom müssen sich zwei amerikanische Touristen am Kolosseum gefühlt haben: Das Paar ließ sich zunächst lächelnd mit einem Zenturio ablichten, der in voller Montur vor dem antiken Amphitheater für Besucher posiert.
Als es dann aber ans Bezahlen ging, habe der mit Brustpanzer, Helm und Röckchen bekleidete Soldat die Touristen zunächst verbal attackiert. Schließlich seien die Fäuste geflogen, berichtete die Zeitung La Repubblica.
"Wir haben nicht verstanden, was er eigentlich wollte, vielleicht wollte er mehr Geld", erklärten die Amerikaner völlig verstört den Carabinieri. "Niemand hat auch nur Anstalten gemacht, uns zu helfen."
Mit blauen Flecken und leichten Verletzungen mussten sie sich im Krankenhaus behandeln lassen. Neben dem Krankenbericht legten die beiden der Polizei als Beweis auch das Foto vor, auf dem sie strahlend neben dem Zenturio posieren. "Glücklicherweise war sein Gladius (Schwert) aus Plastik", kommentierte das Blatt.
Quelle: sueddeutsche.de
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Geändert am 28. Juni 2007 um 09:53 Mittwoch, 27. Juni 2007
Papstwahl nur nocb mit Zweidrittel-Mehrheit
Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI. hat am Dienstag ein Motu Proprio über die Papstwahl veröffentlicht. In dem Schreiben in lateinischer Sprache wird angeordnet, dass bei der nächsten Papstwahl ein Papst nur mit einer Zweidrittelmehrheit der stimmberechtigten Kardinäle gewählt werden kann. Damit kehrt Benedikt XVI. zur früheren Ordnung bei der Papstwahl zurück. Unter Johannes Paul II. wurde die Wahlordnung dahingehend in der Apostolischen Konstitution "Universi Dominici gregis" geändert, dass nach 33 erfolglosen Wahlgängen eine einfache Mehrheit genügt hätte.
Quelle: kat.net
»11:45 »Kommentieren »0 TrackBack(s) »Eintrag versenden
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Dienstag, 26. Juni 2007
Solaranlage auf der Deutschen Schule eingeweiht

Freuten sich über die offizielle Einweihung der Photovoltaik-Anlage (von links): Berthold Breid von der dena, der Vorstand von IBC SOLAR AG, Udo Möhrstedt, der Deutsche Botschafter Michael H. Gerdts sowie Schulleiter Ulrich Berner.
Die Photovoltaik-Anlage auf der Deutschen Schule in Rom wurde jetzt offiziell eingeweiht. Gemeinsam nahmen Schulleiter Ulrich Berner, der Deutsche Botschafter Michael H. Gerdts, Berthold Breid von der Deutschen Energieagentur (dena) sowie der Vorstand von IBC SOLAR AG, Dipl. Physiker Udo Möhrstedt, die Einweihung des Projekts vor.
Photovoltaik ist eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Solarstrom-Anlagen arbeiten völlig emissionsfrei, sie sind ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.
Derzeit werden im Rahmen der Export-Initiative Erneuerbare Energien auf repräsentativen deutschen Gebäuden im Ausland Photovoltaik-Anlagen installiert. Eine davon ist das Sonnen-Kraftwerk auf der Deutschen Schule Rom, das von IBC SOLAR AG mit Sitz in Bad Staffelstein "schlüsselfertig" projektiert und gebaut wurde. Seit der Gründung im Jahr 1982 ist IBC SOLAR AG ausschließlich im Sektor Photovoltaik tätig. Heute zählt man zu den führenden Systemhäusern weltweit. Mit einem engagierten Spezialisten-Team wurden in den vergangenen Jahren zehntausende Solarstrom-Anlagen - Inselsysteme, Netzeinspeiseanlagen oder Hybrid-Systeme - rund um den Erdball installiert.
Geliefert wurde für Rom eine schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von etwa 24 kWp. Das Sonnenkraftwerk belegt eine Fläche von knapp 210 qm und erzeugt pro Jahr etwa 31.000 Kilowattstunden (kWh) Strom. Die Anlage wird per Monitoring fern überwacht. Im Internet entsteht derzeit eine zweisprachige Homepage, auf der umfangreiche Informationen zum Projekt, zu der Zielsetzung, der Technik und den Partnern zur Verfügung gestellt werden. Auch die Umwelt profitiert von dem solaren Kraftwerk: Durch den Strom aus der Sonne werden Schadstoff-Emissionen in Höhe von etwa 28 Tonnen pro Jahr vermieden.
Die Anlage auf der Deutschen Schule zählt zu den sog. "Leuchtturm-Projekten" zur öffentlichen Demonstration deutscher Solartechnik im Ausland. Diese sollen den Geschäftseintritt in attraktive Exportmärkte für deutsche Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien vereinfachen, für ein positives Image sorgen sowie ein günstiges Investitionsklima schaffen.
Jedes der Projekte wird knapp zur Hälfte vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Mit dem Projektmanagement ist die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) vom Ministerium beauftragt. Der zweite Teil des Projektvolumens wird von den beteiligten Unternehmen, in diesem Falle durch IBC SOLAR AG finanziert.
Quelle: openPR
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Montag, 25. Juni 2007
Pit Lane Park machte in Rom Halt

Am Wochenende fand zwar kein Formel-1-Rennen statt, dennoch sorgte das BMW Sauber F1 Team für Action: Der Pit Lane Park gastierte im Herzen der italienischen Hauptstadt Rom.
Nach seinem viel umjubelten Debüt im vergangenen Jahr ist der Hightech-Erlebnispark des BMW Sauber F1 Teams mittlerweile eine feste Institution in der Formel 1. 2007 begeisterte der Park, in dem die Besucher die Faszination der Formel 1 aus nächster Nähe erleben können, bereits in Kuala Lumpur und Barcelona das Publikum. Bisher wurde der Nachbau einer originalen Formel-1-Boxengasse noch nie außerhalb des Rahmens eines GP-Wochenendes erreichtet. In Rom war dies nun erstmals der Fall.
In vielen interessanten Boxen waren die Fans im 'Stadio dei Marmi', in unmittelbarer Nähe des Olympiastadions, eingeladen, mehr über die Formel 1 und das BMW Sauber F1 Team zu erfahren. Mit eigenen Händen ließen sich Originalteile der Rennwagen buchstäblich begreifen, bei der "Pit Stop Challenge" schlüpften die Besucher in die Rolle eines echten Formel-1-Mechanikers. Viele weitere Attraktionen warteten auf die Interessierten.
Ein besonderes Highlight spielte sich auf der 90 Meter langen Rennstrecke des Parks ab. In Rom vollführten Sebastian Vettel und Nick Heidfeld am Steuer eines Formel-1-Autos spektakuläre "Donuts". Außerdem zeigte der Formel BMW Deutschland Meister aus dem Vorjahr, Christian Vietoris, sein Können im Formel BMW FB02. Zum ersten Mal war auch Lokalmatador Alessandro Zanardi mit von der Partie: Er fuhr im BMW 320si WTCC, mit dem er auch 2007 in der Tourenwagen-WM antritt.
Quelle: Motorsport total
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Geändert am 25. Juni 2007 um 12:50 Freitag, 22. Juni 2007
Elke Zauner erhält das Stipendium 2008
der Deutschen Akademie Rom

Elke Zauner.
Elke Zauner wurde mit acht weiteren Künstlerinnen und Künstlern der Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik (Komposition) von der Jury für einen einjährigen Aufenthalt in der Villa Massimo ausgewählt. Das Stipendium wird von Kulturstaatsminister Bernd Neumann vergeben.
Elke Zauner - Meisterschülerin bei Prof. Hans Baschang (Akademie der Bildenden Künste München) - erhielt 2003 nach ihrem Studium ein Jahresstipendium der DAAD in Wien, im Jahr 2006 das Stipendium des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, Bamberg.
Zuletzt erschien "Elke Zauner - Gibt es eigentlich Meermädchen?" im arthellweg verlag. Die großformatigen Bildtafeln des Katalogs werden durch einen Textbeitrag von Dr. Johan Frederik Hartle und ein von der Kunsthistorikerin und Kuratorin Katerina Cerny geführtes Interview mit der Künstlerin ergänzt.
56 Seiten, Paperback Herausgegeben vom Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia.
Erschienen im arthellweg verlag+agentur
ISBN: 978-3-938966-05-1
Das Buch ist für € 18,90 im Buchhandel oder direkt über www.arthellweg-kaufen.de erhältlich.
Quelle: open-PR
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Donnerstag, 21. Juni 2007
Dogmatiker und Diplomaten

Dominique Mamberti.
Die politische Schaltzentrale des Heiligen Stuhls ist wieder komplett. Papst Benedikt XVI. hatte schon vor Monaten den früheren zweiten Mann der Glaubenskongregation und späteren Erzbischof von Genua, Tarcisio Bertone, zum Kardinalstaatssekretär ernannt. Und Erzbischof Dominique Mamberti wurde an die Spitze der sogenannten Zweiten Sektion im Staatssekretariat berufen. Er löste dort Kurienerzbischof Giovanni Lajolo ab, der Präsident des Governatorats wurde.
Die Zweite Sektion, Schaltstelle der vatikanischen Außenpolitik, ist von erheblicher Relevanz für das internationale Ansehen des Heiligen Stuhls. Viele Jahre war hier Kurienkardinal Jean-Louis Tauran tätig, dem Lajolo folgte und alle Versuche unternahm, um im Irakkrieg 2003 die Kirche als Verhandlungspartner anzubieten.
Mamberti, in Marokko geboren, war viele Jahre Nuntius im Sudan und kennt sich in Krisengebieten aus. Um ihn ist es bisher eher ruhig gewesen, was dem außenpolitischen Kurs des Kardinalstaatssekretärs entspricht. Bertone setzt auf Hintergrund und vorsichtige Diplomatie im internationalen Bereich. Und genau diese Strategie setzt Mamberti nun gezielt um.
Als neuen Leiter der Ersten Sektion, also für die Allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariats, hat Papst Benedikt XVI. Erzbischof Fernando Filoni berufen. Diese Personalie ist nicht nur bemerkenswert, sondern Programm, denn offensichtlich ist es dem Papst ein Anliegen, einen über Jahrzehnte politisch erfahrenen Diplomaten in führender Position des Staatssekretariats zu wissen. Die Sektion für die Allgemeinen Angelegenheiten hat wesentlichen Einfluss auf die Arbeit der Nuntiaturen. Und Filoni gilt als Topdiplomat, der durchsetzungsstark ist und das Staatssekretariat in seinen verschiedenen Bereichen prägen wird.
Filoni war zuletzt Nuntius auf den Philippinen, zuvor, seit 2001, Vertreter des Papstes in Jordanien und im Irak. Er war es, der in den dramatischen Entwicklungen des Irak die Nuntiatur als eine der wenigen diplomatischen Vertretungen offenhielt, während die ersten Bomben auf Bagdad fielen. Der in Apulien geborene Filoni nutzte jede Gelegenheit, um für den Heiligen Stuhl und die anderen Konfessionen im Irak den größtmöglichen Handlungsspielraum unter Saddam Hussein auszuhandeln. Sein zentrales Anliegen war eine Anmahnung der Menschenrechte - unter Saddam ebenso wie unter der neuen irakischen Führung.
Quelle: Rheinischer Merkur
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Mittwoch, 20. Juni 2007
Doch kein Job für NS-Kriegsverbrecher

Erich Priebke verlässt das Büro seines Anwalts in Rom.
Aufgebrachte jüdische Demonstranten haben mit dafür gesorgt, dass NS-Verbrecher Priebke nicht arbeiten gehen darf. In Italien wird das ernste Thema regelmäßig zur Sommer-Farce.
Erich Priebke und die Italiener - eine schwierige Geschichte. Alle Jahre wieder gibt es Wirbel um den deutschen NS- Kriegsverbrecher, alle Jahre wieder versammeln sich die Menschen in Rom zu Protesten gegen den inzwischen 93-Jährigen, und mit jedem Jahr wird klarer: Die Italiener können und wollen das Nazi-Massaker in den Ardeatinischen Höhlen, an dem Priebke beteiligt war, nicht vergessen.
Mit Fassungslosigkeit reagierte deshalb auch die jüdische Gemeinde in Rom auf die Nachricht, ein Richter habe dem zu lebenslanger Haft verurteilten und unter Hausarrest stehenden Deutschen eine Arbeitserlaubnis erteilt. Das brachte das Fass zum Überlaufen, eine Protestwelle erfasste die Ewige Stadt. Jetzt zog ein anderer Richter die Arbeitserlaubnis zurück - und der Fall artet immer mehr zu einer Sommer-Farce aus.
Der trotz seines greisen Alters munter und rüstig wirkende Priebke ist in diesen Tagen in aller Munde und füllt die Titelseiten der großen italienischen Tageszeitungen. Großformatige Fotos prangen in den Blättern, auf denen der Deutsche mit weißem Helm, Turnschuhen und Sonnenbrille zu sehen ist, wie er am Montag fröhlich auf einem Moped zu seinem ersten Arbeitstag in einer Anwaltskanzlei kutschiert wurde - und damit ein paar Stunden "Freiheit" genießen durfte. "Aber sein erster Arbeitstag war ja dann auch sein letzter", frohlockte die Zeitung "La Repubblica". "Das ist doch nur ein Vorwand, das Gericht hat sich von den Demonstranten und den Politikern beeinflussen lassen", sagte hingegen ein Verteidiger Priebkes.
"Schande! Schande!"
Begleitet wurde Priebke auf seiner Fahrt in die Kanzlei nicht nur von seinem Anwalt Paolo Giachini, sondern auch von rund 100 Demonstranten, die in Chören immer wieder "Schande! Schande!" riefen. Auf einem Spruchband stand zu lesen: "Wir werden Dir nicht verzeihen!" Bereits in der vergangenen Woche hatten aufgebrachte Bürger an der Gedenkstätte der Ardeatinischen Höhlen bei Rom einen Schriftzug angebracht, der die Arbeitserlaubnis für den NS-Verbrecher mit Blick auf die Nazi-Konzentrationslager so auf den Punkt brachte: "Wenn Arbeit frei macht, dann darf ein Henker wie Priebke niemals arbeiten gehen."
Bürgermeister Walter Veltroni beschloss vor wenigen Tagen sogar, abends das Kolosseum in Gedenken an die Opfer des Massakers eine Nacht lang erleuchten zu lassen. Schon im Sommer 2005 hatte der Deutsche für Aufsehen gesorgt, als er wegen seines angeblich angeschlagenen Gesundheitszustandes von einem römischen Richter die Erlaubnis erhalten hatte, in Sommerurlaub an den Lago Maggiore zu fahren. Nachdem Bevölkerung und Lokalpolitiker offen ihrem Unmut über seine Präsenz an dem norditalienischen See Luft gemacht hatten, beschloss er allerdings auf eigenen Wunsch, in den Hausarrest nach Rom zurückzukehren.
Bei der Bluttat am 24. März 1944, die ein Vergeltungsakt für einen Partisanenangriff war, waren insgesamt 335 italienische Zivilisten erschossen worden. Priebke verteidigte sich vor wenigen Jahren in einem Interview: "Ich war nur ein einfacher Hauptmann, der einem Befehl gehorchte." Und fügte gleich hinzu, auch als alter Mann werde er "nicht in die Knie gehen".
Quelle: Netzeitung
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Dienstag, 19. Juni 2007
Rom sitzt auf dem Trocknen

Die Wasserzufuhr für viele barocke Schaubrunnen Roms ist gekappt. Auch am zentralen Piazza del Popolo bleiben die Springbrunnen trocken.
Auf einmal war das Wasser aus. Der Brunnen vor dem Palast des Regierungschefs plätscherte nicht mehr, die Fontäne vor dem Pantheon hörte auf zu sprudeln, und nur ein paar Tage wird es dauern, bis auch der Trevi-Brunnen auf dem Trockenen liegt. Dabei kann Rom noch von Glück sagen, dass Berninis grandioser Vier-Flüsse-Brunnen auf der Piazza Navona gerade restauriert wird. Sonst stünden Tausende von Touristen auch hier enttäuscht vor nackten Steinwannen.
Einen derart prominenten Wassernotstand hat die Ewige Stadt schon lange nicht mehr erlebt - genau gesagt, seit 2026 Jahren nicht mehr. 19 vor Christus nämlich wurde die "Aqua Virgo" eingeweiht, eines jener elf Aquädukte, die das antike Rom überreich mit Wasser versorgten. Die "Aqua Virgo"", die "jungfräuliche" Wasserleitung, war auch die einzige, die den Untergang des Reiches, die diversen Barbareneinfälle und all die folgenden Jahrhunderte unbeschadet überstanden hat. Ihr Wasser ist zwar - da aus dem östlichen Untergrund des heutigen Großstadtgebiets stammend - nicht mehr trinkbar, aber weil es als einziges keinen Kalk enthält, versorgt es die barocken Schaubrunnen der Stadt, ablagerungsfrei und pflegeleicht. Versorgte, muss man sagen, denn die unterirdische Wasserleitung, in der man durchaus mit Booten fahren kann, ist seit Tagen unterbrochen. Durch Beton aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert nach Christus.
Warum? Es wird gemunkelt, vermutet, Gerüchte machen die Runde. Tatsache ist: Die Gebrüder Faranda, die in Italien eine Supermarktkette mittlerer Größe besitzen, wollten unter ihrer Villa im römischen Diplomaten- und Nobelviertel Parioli eine Garage buddeln. Die Denkmalschutzbehörde genehmigte das Projekt - erklärt aber heute, mit Rücksicht auf die unter der Villa verlaufende Wasserleitung habe man "„nur einen Mikro-Eingriff" erlaubt: "Vier Meter Tiefe waren zugelassen; die aber haben bis in die Erdmitte gegraben." Ohnehin, sagen die Denkmalschützer, "haben wir uns gefragt, wo die in ihrem kleinen Garten mit einer Garage hinwollten." Und nun rätselt man, weshalb die Gebrüder ihren einstöckigen Autostellplatz auf Stützpfeiler und Fundamente gründen wollten, die bis in 18 oder 20 Meter Tiefe reichten - justament ins Innere der "Aqua Virgo", deren Existenz und Verlauf allen Beteiligten bekannt war. War es nur ein "grober Irrtum" der Baufirma, wie Roms Zeitungen vorsichtshalber vermuten?
Die malerischen, alten päpstlichen Öllager Roms zeigen zur Zeit eine großartige Ausstellung darüber, was bei Bauarbeiten kreuz und quer übers gesamte Stadtgebiet immer wieder an antiken Schätzen gefunden wird.
Was bei den Ausschachtungen zerstört, zugeschüttet, beiseite geräumt und illegal verhökert wird, das sieht man natürlich nicht - aber man bekommt eine Ahnung davon. Und immer wieder stoßen Stadt und Polizei auf Schwarzbauten, die keine Rücksicht auf die unterirdischen Werte Roms nehmen. Was die Gebrüder Faranda im Sinne hatten - legal oder illegal -, ist eine derzeit noch offene Frage. Man halte sich "für Gespräche mit dem Denkmalschutz bereit", sagen sie. Alles andere solle "an den zuständigen Orten" geklärt werden - vor den Gerichten also.
Der berühmte Trevi-Brunnen blieb bisher vor der Trockenheit nur verschont, weil er seit der Restaurierung vor 15 Jahren - als einziger der prominenten Brunnen Roms - mit einem geschlossenen Wasserkreislauf arbeitet. Die Fluten, die da in Überfülle unter dem Muschelwagen des Meeresgottes hervorquellen, werden gereinigt, aufbereitet und gleich wieder verwendet.
Alle zwei Wochen allerdings muss das Wasser erneuert werden. Und in diesen Tagen arbeiten Techniker fieberhaft daran, dem Trevi-Brunnen eine Notversorgung zu konstruieren - damit es weiterhin leise "blubb" macht und nicht blechern scheppert, wenn die Touristen ihre Münzen hineinwerfen.
Quelle: Tagesspiegel
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Geändert am 19. Juni 2007 um 10:47 Montag, 18. Juni 2007
Tausende beteiligen sich an Gay Pride-Parade
Kampf für Gleichberechtigung in Rom.
Tausende italienische Schwule, Lesben und Transvestiten haben in Rom an einer grossen Gay Pride-Parade teilgenommen. Sie demonstrierten für die rechtliche Anerkennung der homo- und heterosexuellen Lebenspartnerschaften.
Ein entsprechendes Gesetzesprojekt wurde von der Mitte-Links-Regierung unter Ministerpräsident Romano Prodi dem Parlament vorgelegt. Es wird von der Mitte-Rechts-Opposition und von katholischen Kreisen scharf kritisiert.
Unter dem Motto "Gleichberechtigung jetzt" zogen die Teilnehmer mit 40 Karossen durch die Innenstadt. An der Demonstration beteiligten sich auch einige Mitglieder der Regierung, darunter Frauenministerin Barbara Pollastrini und Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio, der sich zur Bisexualität bekannt hatte.
Die Organisatoren der Gay Pride-Parade sprechen sich dafür aus, im Schulunterricht mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen zu lehren. Am Rande der Parade finden Konzerte, Feste, Modenschauen sowie öffentliche Debatten über Aids und Homophobie statt.
Die Gay Pride Parade wurde vom Vatikan kritisiert. Der "Kulturminister" des Vatikans, Kardinal Paul Poupard sagte, es müsse jedem klar sein, dass bestimmte Werte, die im natürlichen Recht verankert sind, zeitlos seien - wie die Familie, die sich auf die Ehe von einem Mann und einer Frau stützt.
Quelle: BlueWin
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Geändert am 18. Juni 2007 um 10:03 Freitag, 15. Juni 2007
Konzilsforscher Alberigo tot

Der italienische Theologe und Kirchenhistoriker Giuseppe Alberigo ist in Rom im Alter von 81 Jahren gestorben. Alberigo galt als einer der führenden Experten für das Zweite Vatikanische Konzil weltweit. Er war lange Zeit Mitglied des Direktionskomitees der Zeitschrift "Concilium". Erst am 7. Februar hatte Papst Benedikt XVI. Alberigo in Privataudienz empfangen und mit ihm ausführlich über die Konzilsgeschichte gesprochen.
Alberigo hinterlasse eine Lücke in der italienischen Kultur, so Ministerpräsident Romano Prodi zum Tod des Wissenschaftlers.
Quelle: Radio Vatikan
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Donnerstag, 14. Juni 2007
Betrunkener Autofahrer fährt Spanische Treppe hinab

Ein betrunkener Autofahrer ist in Rom die weltberühmte Spanische Treppe fast bis zur Hälfte hinunter gefahren. Der 24-jährige aus Kolumbien stammende Mann fuhr in der Nacht zum Mittwoch mit seinem Sportwagen von der Kirche Santa Trinità dei Monti aus auf die Freitreppe, wurde aber wenig später von Carabinieri aufgehalten.
Wie die Zeitung "Corriere della Sera" (Mailand) in ihrer Online-Ausgabe berichtet, ist unklar, ob der Mann dass waghalsige Unternehmen vorsätzlich begangen oder ob er die Kontrolle über sein Auto verloren hat. Die 1725 fertig gestellte Treppe mit ihren 138 Stufen zählt zu den beliebtesten Touristentreffpunkten in Rom.
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung
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Mittwoch, 13. Juni 2007
Politiker in Rom täuschte Herzprobleme vor

Gustavo Selva.
Er wollte schnell zu einer TV-Talkshow, hatte sich aber in der Zeit verschätzt: Weil er dann zu einem Trick griff, um pünktlich zu sein, hat ein römischer Senator nun zurücktreten müssen.
Weil er Herzprobleme vortäuschte, um dadurch im Krankwagen schneller durch das römische Verkehrschaos zu einer TV- Talkshow zu kommen, hat ein römischer Senator zurücktreten müssen.
Der 81 Jahre alte Senator Gustavo Selva war nach Angaben italienischer Medien am Samstag Gast bei der Pressekonferenz von US-Präsident George Bush. Als der Politiker der Rechtspartei Nationale Allianz feststellte, dass die Zeit zu knapp würde, um rechtzeitig zum Fernseh-Termin zu gelangen, habe er eine Ambulanz rufen lassen. «Doch der Streich nahm ein schlimmes Ende», heißt es in der Zeitung «La Repubblica».
Der Schwindel des Senators löste einen Proteststurm aus. Selva trat zurück. «Ich möchte nicht, dass mein Fehler dem höchsten parlamentarischen Gremium in Italien angelastet wird», sagte er zur Begründung.
Quelle: Netzeitung
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Dienstag, 12. Juni 2007
Das antike Rom ersteht wieder auf

Virtueller Blick auf den Konstantin-Triumphbogen und das Kolosseum.
Durch die Strassen des antiken Roms schlendern, das Kolosseum und das Forum Romanum nicht bloss als Ruinen bewundern: Nun ist's möglich.
Experten aus aller Welt haben heute die bislang grösste und umfassendste Computersimulation vom Rom der Kaiserzeit vorgestellt. In der virtuellen Stadt können Besucher durch die Gänge des Kolosseums wandern oder die Inschriften lesen, die im Jahr 320 nach Christus auf den Triumphbögen prangten.
Archäologen liessen ihr Wissen über das Aussehen der antiken Metropole in ein reales Modell einfliessen, das Computerspezialisten dann mit Hilfe von Laser-Scans und einem Architekturprogramm in eine virtuelle Stadt mit 7000 Gebäuden umwandelten. An der 2,5 Millionen Franken teuren Simulation unter dem Titel «Rome reborn» (wiedergeborenes Rom) werkelte das Forscherteam zehn Jahre lang.
Das Projekt sei der erste Schritt zur Schaffung einer «virtuellen Zeitmaschine, die unsere Kinder und Enkel nutzen werden, um die Geschichte Roms und vieler anderer grossartiger Städte in aller Welt zu studieren», sagte Projektleiter Bernard Frischer. Bereits wollen mehrere Unternehmen in der Nähe des Kolosseums ein Kino einrichten, in dem interaktive 3D-Animationen auf der Grundlage der Simulation gezeigt werden sollen.
Quelle: Blick online
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Geändert am 12. Juni 2007 um 09:19 Montag, 11. Juni 2007
Krawalle bei Anti-Bush-Demo

Zehntausende Menschen - 100.000 laut den Organisatoren - haben am Samstagnachmittag anlässlich des Italien-Besuchs von US-Präsident George W. Bush an einer Großdemonstration in Rom teilgenommen. Die Kundgebung gegen Bush und seine Außenpolitik wurde vom linken Flügel der Koalition von Romano Prodi unterstützt. An der Demonstration beteiligten sich mehrere Spitzenpolitiker der Linken, darunter auch einige Minister. Dabei hatte Prodi die Mitglieder seiner Regierung aufgefordert, sich nicht den Protesten anzuschließen.
Zugleich fand auf der zentralen Piazza del Popolo ein "Sit In" linksradikaler Parteien gegen Bush statt. "Bush ist der größte internationale Terrorist. Es ist eine Schande, dass die italienische Regierung, die mit den Stimmen von Pazifisten gewählt wurde, ihn in dieses Land eingeladen hat", schimpfte ein aus Mailand angereister Demonstrant.
Rom im Ausnahmezustand
Rom befand sich am Samstag wegen Bushs Besuch in einer Art Ausnahmezustand. Zur Gewährleistung von Bushs Sicherheit waren in Rom rund 10.000 Polizisten im Einsatz. Hubschrauber überflogen die Stadt und der Petersplatz in Rom war für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Schulen im Zentrum der Ewigen Stadt wurden ebenso geschlossen wie mehrere Geschäfte in der Innenstadt. Streng kontrolliert wurden Bahnhöfe und U-Bahn-Stationen.
Anlässlich des Bush-Besuchs wurde eine Gedenktafel für den 1978 von Mitgliedern der linksextremen Roten Brigaden ermordeten Politiker Aldo Moro beschmiert. Auf die Marmortafel zu Ehren des früheren italienischen Regierungschefs war in der Nacht auf Samstag "Bush = Moro" geschrieben worden.
Furcht vor Gewalt
Aus Furcht vor gewalttätigen Protesten war ein Besuch Bushs bei der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio in Trastevere abgesagt worden. Stattdessen traf der US-Präsident führende Mitglieder der Vereinigung, die auf Grund ihrer Arbeit in Afrika für den Friedensnobelpreis nominiert war, in der US-Botschaft.
Auch in anderen italienischen Städten kam es zu Protesten von Globalisierungsgegnern gegen Bush. In den Bahnhöfen in Venedig, Mestre und Padua blockierten zumeist junge Menschen zeitweilig den Zugverkehr. Auch in Florenz und Ancona gab es Zwischenfälle.
Ausschreitungen
Erst am Ende der Großdemonstration kam es zu Ausschreitungen. Einige Globalisierungsgegner bewarfen Polizisten mit Steinen und Flaschen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit der Anwendung von Tränengas. Zu Krawallen kam es auch zwischen den Demonstranten. Einige Pazifisten-Gruppen versuchten, gewalttätige Anarchisten-Gruppen daran zu hindern, die Polizei mit Steinen zu bewerfen. Dabei wurden einige Personen verletzt.
Einige vermummte Globalisierungsgegner versuchten in eine Bank einzudringen. Sie beschädigten dabei den Eingang des Gebäudes. Zwei Reporter des italienischen Staatsfernsehens RAI wurden von Knallkörpern leicht verletzt.
Quelle: Kurier
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Freitag, 8. Juni 2007
Belagerungszustand wegen Bush-Besuch

Der Stadtteil Trastevere wird komplett abgeriegelt, zahlreiche Geschäfts bleiben geschlossen.
Rom fiebert dem Besuch von US-Präsident George W. Bush entgegen, der am Freitagabend in der italienischen Hauptstadt eintrifft. Die Schulen im Zentrum der Ewigen Stadt werden am Samstag, dem Tag, an dem Bush mit dem Papst und dem italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano zusammen treffen wird, geschlossen bleiben. Auch mehrere Geschäfte im zentralen Viertel Trastevere werden aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben.
In Trastevere wird Bush den Sitz der für den internationalen Frieden engagierten katholischen Gemeinschaft "Comunita di Sant' Egidio" besuchen. Trastevere, in dem sich der Sitz der Organisation befindet, wird schon am Donnerstag komplett abgeriegelt. Hier wird Bush auch die Kirche Santa Maria besichtigen.
Über 8.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um den friedlichen Verlauf von Bushs Besuch zu garantieren. Der Flugraum über Rom wird zwei Stunden vor der Landung des US-Präsidenten auf dem römischen Flughafen Fiumicino gesperrt. Auf Italiens größtem Flughafen ist dagegen mit beträchtlichen Verspätungen zu rechnen, berichtete der römische Polizeichef Achille Serra. Strenge Kontrollen sind auf Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen vorgesehen.
Die Polizei drohte mit der Festnahme von Jugendlichen, die vermummt und mit Stöcken auf die Straßen gehen. Befürchtet werden gewaltige Anarchistendemonstrationen wie am vergangenen Wochenende in Rostock rund um den G-8-Gipfel. Am Samstag ist auf der Piazza del Popolo ein Sit-in der Linksdemokraten gegen die Irak-Politik der USA geplant. „Push Bush out“, lautet der Slogan der Demonstranten. An der Kundgebung wollen sich Demonstranten aus ganz Italien beteiligen. Der italienische Regierungschef Romano Prodi rief seine Minister dazu auf, nicht an Anti-Bush-Demonstrationen teilzunehmen. Trotzdem werden sich mehrere hochrangige Vertreter der Linksparteien an der Kundgebung beteiligen.
Die Organisatoren der Anti-US-Kundgebungen versprechen, dass die Demos friedlich verlaufen werden. "Wir werden dafür sorgen, dass sich keine Mitglieder des 'Schwarzen Blocks' unter die Demonstranten mischen", betonten die Organisatoren. An der Kundgebung wollen sich Demonstranten aus ganz Italien beteiligen. Auch Polizeichef Achille Serra zeigte sich zuversichtlich, dass es zu keinen Ausschreitungen kommen wird. "Der Dialog mit den Globalisierungsgegnern muss siegen", so Serra.
Quelle: stol.it
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Donnerstag, 7. Juni 2007
Deutscher wollte Papamobil stürmen

Kaum zu glauben: Der Papst bemerkte den Vorfall hinter seinem Rücken nicht.
Während der Generalaudienz des Papstes in Rom ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Ein 27-jähriger Deutscher hat versucht, auf das Auto von Benedikt XVI. zu springen. Vatikan-Pressechef Federico Lombardi sagte, der Fehlbare habe dem Papst «nicht nach dem Leben getrachtet». Stattdessen habe er die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen und sei psychisch nicht stabil. Nach einer Vernehmung sei er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden.
Der Mann hatte versucht, aufs offene Papamobil aufzuspringen, als der Papst auf dem Petersplatz durch eine Menge von 30'000 Pilgern fuhr, um zu seiner wöchentlichen Generalaudienz zu gelangen. Der 27-Jährige wurde von der Schweizergarde festgenommen.
Benedikt XVI. bemerkte den Vorfall offenbar nicht und winkte weiter den Pilgern zu. Es war das erste Mal im Pontifikat des 80-jährigen Deutschen, dass sich ein Sicherheitszwischenfall ereignete.
Im Mai 1981 war Papst Johannes Paul II. von einem Attentäter auf dem Petersplatz durch mehrere Schüsse niedergestreckt und schwer verletzt worden. Der türkische Täter sass in Italien fast 20 Jahre im Gefängnis, bevor er begnadigt wurde.
Quelle: SF
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Geändert am 7. Juni 2007 um 11:32 Mittwoch, 6. Juni 2007
Betrunkene Touristen tanzen nackt in Rom
Piazza Campo dei Fiori.
Zahlreiche Skandale auf der Piazza Campo dei Fiori, einem der schönsten Plätze Roms, sorgen für Diskussionen in Italien. Betrunkene Touristen, die sich auf dem beliebten Treffpunkt der römischen Jugend versammelten, legten nachts einen Striptease hin und kletterten nackt auf die Statue zu Ehren des als Ketzer verbrannten Bettelmönchs Giordano Bruno.
Auch in den zahlreichen Cafes, Restaurants und Bars, die den Platz säumen, geht es wild zu. Gefilmt wurden junge Römerinnen, die nackt auf den Tischen der Lokale unter tosendem Beifall der Anwesenden tanzten. Die Videoaufnahmen landeten auf dem Video-Portal YouTube und lösten Entrüstung aus.
Die Piazza Campo de Fiori sorgt seit Jahren für Negativschlagzeilen. Immer wieder liefern sich hier Fans verschiedener Fußballklubs Ausschreitungen. Die römische Stadtverwaltung hat daher den Restaurants, Cafes und Bars rund um den Platz verboten, während der Nachtstunden Glasflaschen und Dosen zu verkaufen, die außerhalb der Lokale getrunken werden. Wer auf der Straße ein Cola oder ein Bier genießen will, muss aus einem Plastikbecher trinken. Die Maßnahme bleibt im Sommer in Kraft, wird jedoch meistens ignoriert.
Die Initiative der Stadtverwaltung löste Proteste unter den Barbesitzern der Innenstadt aus, die Einnahmenverluste befürchten. Die Anrainer begrüßten die Maßnahme. Seit Jahren protestieren sie gegen Touristenmassen in der Innenstadt, die bis spät in die Nacht die Bewohner der Gegend wach halten.
Quelle: nachrichten.at
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Dienstag, 5. Juni 2007
Rom befürchtet Krawalle bei Bush-Besuch
Nach den schweren Krawallen im Vorfeld des G-8-Gipfels am Samstag in Rostock befürchtet die italienische Polizei Ausschreitungen bei dem am kommenden Freitag und Samstag geplanten Besuch von US-Präsident Bush in Rom. Allerdings wolle sie auf mögliche Proteste weniger scharf reagieren als die Exekutive in Rostock am vergangenen Samstag, dennoch herrschen hohe Sicherheitsvorkehrungen.
Am Samstag ist auf der römischen Piazza del Popolo ein Sit-in der Linksdemokraten gegen die Irak-Politik der USA geplant. Außerdem ist eine weitere Demonstration der Globalisierungsgegner vorgesehen. Diese versprechen, dass die Kundgebung friedlich verlaufen werde.
Bush wird in Rom sein erstes bilaterales Treffen mit Italiens Premier Prodi haben, dem er zuvor bereits beim G-8-Gipfel begegnet sein wird. Die Beziehungen zwischen der seit einem Jahr in Italien amtierenden Regierung Prodi und den USA sind in der letzten Zeit gespannt. Streitthemen sind ein mögliches Ende der italienischen Mission in Afghanistan, sowie der Prozess gegen 26 CIA-Agenten, die beschuldigt werden, im Jahr 2003 den moslemischen Geistlichen Abu Omar entführt zu haben.
Innenminister Amato kündigte in einem Zeitungsinterview an: "Wir müssen bei den Demonstrationen so "soft" wie möglich reagieren, je weniger Polizei man sieht, desto besser." Auch eine so genannte Rote Zone soll es voraussichtlich nicht geben, jedoch sei es Demonstranten verboten, sich der amerikanischen Botschaft zu nähern.
Neben Prodi wird Bush in Rom auch den Papst treffen. Benedikt XVI. wird den Krieg im Irak und das Leiden der Christen dort in den Mittelpunkt seines Treffens mit dem US-Präsidenten stellen. Das Gespräch am Samstag ist das erste zwischen Bush und dem Papst seit dem Amtsantritt Benedikts 2005.
Quelle: DiePresse.com
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Montag, 4. Juni 2007
Die Kapitolinischen Museen
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Der Saal, in dem 1957 die Römischen Verträge unterzeichnet wurden.
Die Kapitolinischen Museen bestehen aus mehreren Kunstgalerien. Die bedeutendsten befinden sich auf dem Kapitolshügel in Rom, oberhalb des Forum Romanum. Hier sind zahlreiche berühmte Werke wie der Dornauszieher oder die Kapitolinische Wölfin mit den beiden Knaben Romulus und Remus zu sehen. Auf dem Platz vor dem ehemaligen Konservatorenpalast befindet sich eine Kopie der Reiterstatue des Kaisers Marc Aurel.
Die Kapitolinischen Museen gehen zurück auf das Jahr 1471, als die Stadt Rom eine Sammlung von Skulpturen griechischer und römischer Götter des Altertums von Papst Sixtus IV. erhielt. Auch in den folgenden Jahren wurde die Sammlung vor allem um vatikanische Bestände erweitert. Ursprünglich war die Sammlung im Palazzo Nuovo, den man auch Kapitolspalast nennt, untergebracht; durch das beständige Wachstum im Laufe der Jahre wurden neue Funde im Konservatorenpalast untergebracht.
Heute finden sich dort insbesondere neuere archäologische Funde seit 1870 und seit dem Jahr 1957 die Pinakothek, die in einem zwischen 1939 und 1941 entstandenen Bauteil untergebracht ist, das die beiden Paläste verbindet. Seit 1997 ist als weitere Kunstgalerie die Centrale Elettrica Montemartini in der Via Ostiense hinzugekommen. Hier befindet sich z.B. die sehr sehenswerte Giebelgruppe des Tempels des Apollo Sosianus.
Website des Museums für Besucher >>>
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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von: romehome in: Rom-Blog
Geändert am 4. Juni 2007 um 09:21 Freitag, 1. Juni 2007
Kokainspuren in der Luft von Rom festgestellt

Italienische Wissenschafter haben nach Drogen in der Luft von Rom geforscht und sind fündig geworden. Im Rahmen einer Untersuchung der Luftqualität fand ein Team des Nationalen Forschungsrats (CNR) neben Autoabgasen und Nikotin auch Spuren von Kokain sowie Marihuana und Haschisch. Es handelte sich um die erste derartige Untersuchung weltweit.
"Die stärkste Konzentration von Kokain wurden in der Luft im Zentrum von Rom, in der Nähe der Universität La Sapienza sowie in der Umgebung einiger Parks festgestellt", sagte der Leiter der Studie, Angelo Cecinato. Die höchsten Werte von Kokainspuren in der Luft Roms (0,1 Nanogramm pro Kubikmeter) wurden in den Wintermonaten registriert.
Kokainkonsum nimmt rasant zu
Der Kokainkonsum wächst in Italien rasant. Laut einer Studie der Universität von Florenz wurde in den Abwässern der toskanischen Hauptstadt mehr Kokain als in der Millionen-Stadt London festgestellt. Die höchsten Konzentrationen wurden rund um Silvester und in den Sommerferien registriert. Die Studie wurde zwischen Juli und Dezember 2006 durchgeführt, berichteten italienische Medien. Laut den Experten wurden in der 370.000-Einwohner-Stadt in den sechs Monaten zwölf Kilo Kokain konsumiert, was mehr als 482.000 Einheiten entspricht, und darüber hinaus ein Kilo Heroin.
Vor wenigen Wochen hatte Innenminister Giuliano Amato auf den rasant wachsenden Konsum hingewiesen. "In Italien gibt es eine erschreckende Nachfrage nach Kokain", sagte der Minister. Monatlich werden 300 Kilogramm der Droge beschlagnahmt. Dabei sei dies nur die Spitze des Eisbergs. Laut Amato hat Italien die Niederlande in Sachen Kokain-Konsum überholt. Nach Großbritannien und Spanien sei Italien auf Platz drei. Sieben Prozent geben zu, abhängig zu sein. "Das Problem ist, dass die Preise stark gesunken sind", so Amato.
Quelle: derStandard
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von: romehome in: Rom-Blog
Geändert am 1. Juni 2007 um 09:06