
Beispiel einer Skulptur von Flörl.
Der Tiroler Bildhauer Hubert J. Flörl, Jahrgang 1960, stellt im österreichischen Kulturforum in Rom aus. Ein Kulturtipp für Romreisende.
er Goldglanz verrät die Substanz: Flörls Skulpturen, sinnreich gruppiert im Garten und im Foyer des Kulturforums, bestehen aus Bronze. Eine zeitgenössische Madonna ist da zu sehen, eine Ganzjahreskrippe und die Modelle eines Franziskusweges, deren dreieinhalb Meter große Ausführungen in der Wildschönau stehen, dem eindrucksvollen Hochtal in den Kitzbühler Alpen.
Letzte Woche hat Flörl das Modell dieses fast drei Meter hohen Kreuzes bei der Generalaudienz Papst Benedikt überreichen können. Einen Wunsch hat er dem Kirchenoberhaupt schweigend mit überreicht: Mehr Interesse an zeitgenössischer Kunst von Seiten der Kirche.
In der Renaissance oder im Barock wäre es undenkbar gewesen, dass Chorherren, Kardinäle oder Päpste auf die Kunst der Vergangenheit zurückgreifen. Es entstand Zeitgenössisches. Zwischen heutigen Kunstschaffenden und Kirche allerdings bestehen gehörige Berührungsängste.
Und weil Sehende es leichter haben, Wissende zu werden, gilt dieser Kulturtipp ganz besonders Ordensoberen: Die Werke des Tiroler Bildhauers Hubert J. Flörl sind bis 6. Juni im Österreichischen Kulturforum in Rom zu sehen.
Italienisches Kulturforum
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