Einträge "Mai 2007":

Donnerstag, 31. Mai 2007

Flörl-Skulpturen in Rom

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Beispiel einer Skulptur von Flörl.

Der Tiroler Bildhauer Hubert J. Flörl, Jahrgang 1960, stellt im österreichischen Kulturforum in Rom aus. Ein Kulturtipp für Romreisende.

er Goldglanz verrät die Substanz: Flörls Skulpturen, sinnreich gruppiert im Garten und im Foyer des Kulturforums, bestehen aus Bronze. Eine zeitgenössische Madonna ist da zu sehen, eine Ganzjahreskrippe und die Modelle eines Franziskusweges, deren dreieinhalb Meter große Ausführungen in der Wildschönau stehen, dem eindrucksvollen Hochtal in den Kitzbühler Alpen.

Letzte Woche hat Flörl das Modell dieses fast drei Meter hohen Kreuzes bei der Generalaudienz Papst Benedikt überreichen können. Einen Wunsch hat er dem Kirchenoberhaupt schweigend mit überreicht: Mehr Interesse an zeitgenössischer Kunst von Seiten der Kirche.

In der Renaissance oder im Barock wäre es undenkbar gewesen, dass Chorherren, Kardinäle oder Päpste auf die Kunst der Vergangenheit zurückgreifen. Es entstand Zeitgenössisches. Zwischen heutigen Kunstschaffenden und Kirche allerdings bestehen gehörige Berührungsängste.

Und weil Sehende es leichter haben, Wissende zu werden, gilt dieser Kulturtipp ganz besonders Ordensoberen: Die Werke des Tiroler Bildhauers Hubert J. Flörl sind bis 6. Juni im Österreichischen Kulturforum in Rom zu sehen.

Italienisches Kulturforum
Viale Bruno Buozzi 113
 I-00197 Rom
 Tel. ++39 06 36 08 371



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Mittwoch, 30. Mai 2007

Panik wegen Vogelattacken in Rom

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Dreharbeiten zu 'Die Vögel' von Alfred Hitchcock.

Szenen wie aus Hitchcocks Film "Die Vögel": Krähen hacken in einem Viertel von Rom auf Passanten ein. Erst schlägt ein Flügel gegen den Kopf, dann hackt ein Schnabel zu: Mehrere Menschen im römischen Stadtviertel Monteverde sind in den vergangenen Tagen von Krähen angegriffen worden.

Wie die Zeitung "La Repubblica" am Dienstag berichtete, gehen die Vögel im Sturzflug auf Passanten los. Man fühle sich an Hitchcocks "Die Vögel" erinnert, so das Blatt weiter. Die Opfer liefen laut schreiend davon und versuchten derweil, Kopf und Nacken zu schützen.

Viele Anwohner wundern sich, warum die Krähen, die seit Jahren die Bäume des Viertels bevölkern, auf einmal so wild geworden sind. Sie habe erst gedacht, dass ihr an der Bushaltestelle ein Ast auf den Kopf gefallen sei, berichtete eine Frau. Nach zwei Schnabelhieben habe sie sich eine Plastiktüte übergezogen und sei losgerannt. Ein Albtraum.

Auch Katzen und Tauben attackiert

Eine anderes Krähenopfer erfuhr von mindestens vier weiteren Leidensgenossen, die am gleichen Tag attackiert wurden. Nicht einmal die Katzen seien vor den offensichtlich ausgehungerten Vögeln sicher. "Wir haben alle Angst", erklärte ein Angestellter in einer Bar. Die aggressiven Krähen flögen inzwischen sogar durch offene Fenster in Wohnungen oder hackten auf Tauben und Möven ein.

Der Wissenschaftler Fulvio Fraticelli sieht indes keinen Grund zur Panik. In dieser Jahreszeit schlüpften die Jungvögel, erklärte der Direktor des Zoos in Rom. Die Eltern hätten Angst um ihren Nachwuchs und seien deshalb angriffslustiger. In den meisten Fällen hackten sie aber gar nicht zu.

Quelle: Netzeitung

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.



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Geändert am 30. Mai 2007 um 12:27
Dienstag, 29. Mai 2007

Kommissar Rex ermittelt bald in Rom
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Der Südtiroler Schauspieler Kaspar Capparoni mit Schnüfflerhund Rex.

Die zahlreichen Fans des haarigen Ermittlers Kommissar Rex können aufatmen: Nach fünf mageren Jahren, in denen keine neue Folgen mit dem beliebten Fernsehhund gedreht wurden, kehrt Rex auf den Bildschirm zurück.

Und vieles wird anders, wie auf dem Pressetermin im Rahmen der Abschlussdrehtage in Wien zu erfahren war. Rex ermittelt nun in Rom an der Seite von Commissario Lorenzo Fabbri, der sich anlässlich einer Dienstreise nach Wien in den etwas vereinsamten und arbeitslosen Polizeihund Rex verliebt und ihn kurzerhand in seine Heimat mitnimmt, wo Rex actionreiche Abenteuer in der "Ewigen Stadt" bevorstehen.

Das neue Herrchen ist der italienische Seriendarsteller Kaspar Capparoni, ein sympathischer Mittdreißiger mit Südtiroler Wurzeln, der nach eigenem Bekunden versucht, der Person des Kommissars neue Facetten abzugewinnen. "Es reicht nicht, die üblichen Italien-Klischees wie schicke Kleidung und Schmalzlocke zu bedienen, ich möchte dem Kommissar mit mehr Selbstironie Konturen verleihen."

ORF produziert mit

Heinrich Mis, Fernsehfilmchef des mitproduzierenden ORF, ergänzt, dass die neue Rex-Staffel "kein italienischer Trash", den es ja auch gibt, ist, sondern gut gemachte Unterhaltung. Dafür bürgt auch der von der Produktionsfirma Beta-Film verpflichtete Regisseur Marco Serafini, zuletzt erfolgreich mit "Polizeiruf"- Folgen und zahlreichen Barbara-Wood- und Lilly-Schönauer-Verfilmungen.

Mit dabei ist natürlich auch wieder die Hundetrainerin Teresa Ann Miller, die mit Hund Henry nun den dritten "Rex" zu bemerkenswerten Hochleistungen bringt. Sie ist begeistert vom Hundefreund Kaspar Capparoni, dessen eigener Hund ausnahmsweise beim Dreh dabei sein durfte: "Er versteht Henry/Rex und kann in sein Innerstes se­hen."

Die Frage nach dem italienischen Ersatz für die von Rex so sehr geliebte Wurstsemmel bleibt unbeantwortet. "Man wird sehen", vertröstet ein verschmitzter Kaspar Capparoni auf das Frühjahr 2008: Da beginnt der ORF mit der Ausstrahlung der achtteiligen Staffel.

Quelle: Tirol.com

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Montag, 28. Mai 2007

Rom will tausende Roma umsiedeln
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Im Zuge einer landesweiten Kampagne zur Kriminalitätsbekämpfung will die italienische Hauptstadt tausende in Lagern lebende Roma umsiedeln. Eine vom Präfekten von Rom, Achille Serra, mit Unterstützung von Bürgermeister Walter Veltroni eingesetzte Kommission soll prüfen, wo die neuen Siedlungen errichtet werden sollen. Das teilte das Büro Serras am Mittwoch mit. Eine der von den Behörden ins Auge gefassten Lösungen sieht die Errichtung von vier Siedlungen für die Roma am Stadtrand von Rom vor.

Etwa 7.000 Roma leben in mehreren Lagern über die ganze Stadt verteilt. Diese behelfsmäßigen Siedlungen bestehen zum Teil aus baufälligen Wohncontainern und Holzhütten ohne Toilette. Sie sind der Stadt seit langem ein Dorn im Auge. Da die Roma kaum Arbeit finden, schlagen sich viele mit Betteln und Diebstählen durchs Leben. Romakinder werden oftmals von kriminellen Banden an den Touristenorten der Stadt als Taschendiebe eingesetzt.

Quelle: Die Neue Epoche

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Freitag, 25. Mai 2007

Die "Vaticana" schließt ihre Tore
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Lesesaal der Bibliothek "Vaticana".

Die Nachricht hat eingeschlagen: Ab Sommer dieses Jahres – so teilte der Präfekt der Vatikanischen Bibliothek, Titularerzbischof Raffaele Farina, trocken mit, werde die Vatikanische Bibliothek wegen dringend erforderlicher Renovierungsarbeiten für drei Jahre schließen. Die Bibliothek, kurz "Vaticana" genannt, ist nicht irgendeine Büchersammlung. Sie ist eine der ältesten bis heute existierenden Bibliotheken und eine der bedeutendsten Forschungsstätten der Welt.

Die Konsequenz der offensichtlich unumgänglichen Renovierung: Arrivierte Forscher müssen sich neue Themenfelder suchen, junge Forscher mitunter sogar ihre Karriereplanung ändern, dann nämlich, wenn sie für ihre Projekte auf die Bestände der Vaticana angewiesen sind. 200 Wissenschaftler und Studenten aus aller Welt kommen täglich hierher, um Handschriften oder seltene Druckwerke (Inkunabeln) zu erforschen. Insgesamt zählt die Vatikanische Bibliothek zirka 1,6 Millionen Druckwerke, 80000 Handschriften, bekanntermaßen Unikate, 8500 sogenannte Wiegendrucke oder Inkunabeln sowie 350000 Münzen.

Für Forscher bedeutet das:Drei Jahre lang können keine Bücher ausgeliehen und eingesehen werden. Auch wenn Fotokopien auf Anfrage weiterhin angefertigt werden sollen, ist das für die meisten Nutzer keine Lösung des Problems. Über 40 internationale wissenschaftliche Einrichtungen und Institute haben sich in Rom seit gut 150 Jahren etabliert und ihre Forschungen an das Vatikanische Archiv und die Vatikanische Bibliothek geknüpft. Wenn nun diese großartige Bibliothek schließt, werden laufende Forschungen zum Stillstand kommen. Und geplante Vorhaben werden nicht begonnen.

Die Anfänge der Bibliothek reichen bis in das 4. Jahrhundert zurück, und ihre Entwicklung geht einher mit der zunehmenden Verbreitung von Büchern, sei es als Handschriften oder später als Druckwerke. Als Gründer der heutigen Vatikanischen Bibliothek gilt Papst Nikolaus V. (1447-1455), der die Bücher erstmals öffentlich zugänglich machte und neu organisierte. Sixtus IV. (1471-1484) sicherte ihre Nutzung durch Wissenschaft und Kunst zu und begründete damit die Bibliothek als internationale Forschungsstätte. Papst Paul V. (1605-1621) sorgte für eine ausreichende finanzielle Absicherung der Aufgaben der Bibliothek und unterschied Archivalien, also Amtsakten, von Büchern und Handschriften. Archiv und Bibliothek wurden erstmals auch räumlich getrennt.

Von Anfang an wurden die Sammlungen der Handschriften und Druckwerke als Eigentum der Päpste betrachtet, aber dennoch interessierten "Dritten" zur Verfügung gestellt. Zu ihren bedeutenden Schätzen zählt die Bibliothek Stadtpläne und Landkarten von Rom und Umgebung, die bis in das Mittelalter zurückreichen, ferner einige große Bibelhandschriften, älteste Texte des Neuen Testaments und die bedeutendsten Renaissancehandschriften. Das päpstliche Rom war mit dieser Bibliothek immer auch eine Gelehrtenstadt. Es ist daher bedauerlich, dass die jetzt beabsichtigte mehrjährige Schließung ausgerechnet mit dem Pontifikat Benedikts XVI. verbunden werden wird und damit in der Amtszeit jenes Papstes liegt, der als Gelehrter auf dem Stuhle Petri in die Geschichte einzugehen sich anschickt. Die von der Schließung betroffenen Forscher geben die Hoffnung noch nicht ganz auf. Die Einrichtung eines provisorischen Lesesaals wäre doch eine Lösung, schlagen sie vor

Quelle: Rheinischer Merkur


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Donnerstag, 24. Mai 2007

Bernini und die Passion Christi in Rom

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Berninis David.

Insgesamt 50 Werke des großen Universalgenies Giovanni Bernini sind noch bis zum 3. Juni im Palazzo Incontro in Rom zu sehen. Die Ausstellung zeigt Skizzen, Gemälde, Bronzen und Marmorskulpturen, die sich um die Passion Christi drehen. Bernini, der maßgebend an der Gestaltung der Peterskirche beteiligt war, galt schon zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Vertreter des Barock in Italien.

So zählen zu seinen Meisterwerken der Bronzebaldachin im Petersdom, die Kolonnaden des Petersplatzes sowie der Vier-Flüsse-Brunnen der Piazza Navona.

Palazzo Incontro, Via dei Prefetti 22, Rom. Öffnungszeiten: Di – So 9 bis 19 Uhr. Eintritt: frei.

Quelle: Frankfurt-live.com



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Mittwoch, 23. Mai 2007

Weiter Geld für Deutsch-Italienisches Hochschulzentrum

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Annette Schavan.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat sich in Rom gemeinsam mit dem italienischen Minister für Universitäten und Forschung, Fabio Mussi, für eine Stärkung der deutsch-italienischen Beziehungen im Bereich der Hochschulen und Forschung eingesetzt. "Wir werden die Dynamik des Bologna-Prozesses dafür nutzen, die deutsch-italienischen Hochschulbeziehungen zu intensivieren", sagte Schavan am Montagabend in Rom. So soll das im Jahr 2003 gegründete Deutsch-Italienische Hochschulzentrum (DIH) ab dem Jahr 2008 für weitere fünf Jahre unterstützt werden.

Das DIH ist mit dem Ziel gegründet worden, die vielfältigen Kooperationen zwischen deutschen und italienischen Hochschulen zu bündeln und durch Synergieeffekte zu stärken. Als weitere gemeinschaftliche DIH-Programme sollen auf den Weg gebracht werden: Individualstipendien für Doktoranden in gemeinsam betreuten Promotionsvorhaben, ein Programm für gemeinsame deutsch-italienische Abschlüsse mit Stipendien und das Fachkonferenzprogramm "Deutsch-Italienische Dialoge". Dafür wurden von jeder Seite 250.000 Euro in Aussicht gestellt.

Auf deutscher Seite stellt der DAAD für alle auf Italien bezogenen Programme jährlich insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung, die sich aus EU-Mitteln, Geldern des Auswärtigen Amtes und rund einer Million Euro aus dem BMBF zusammensetzen. Im Jahr 2005 studierten 1.293 deutsche Studierende in Italien und 6.700 Italiener in Deutschland.

Unterstützt wird das DIH von den Regierungen Deutschlands und Italiens, der Kultusministerkonferenz der Länder und der Provinzregierung des Trentino. Die deutsche Geschäftsstelle ist beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) angesiedelt, die italienische an der Universität Trient (Trento). Der DAAD hat jetzt alle seine auf Italien bezogenen Austauschprogramme unter dem Dach des DIH gebündelt. Zwischen deutschen und italienischen Universitäten bestehen mehr als 1.000 Partnerschaften.

"Gerade die Hochschulen haben durch ihre intensive Zusammenarbeit zum gegenseitigen Verständnis und dem Dialog beider Kulturen beigetragen", betonte Schavan. Die Ministerin überreichte im Rahmen ihres Rom-Aufenthaltes am Montagabend den diesjährigen Ladislao Mittner-Preis für herausragende italienische Deutschlandstudien an die Nachwuchswissenschaftlerin Silvia Bolgherini. Die 34-jährige Politikwissenschaftlerin wurde für ihre Studien zur deutschen Regionalpolitik und zur europäischen Integration ausgezeichnet. Der Preis wird unter dem Dach des Deutsch-Italienischen Hochschulzentrums jedes Jahr in wechselnden Disziplinen an italienische Wissenschaftler vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet zudem ein DAAD-Stipendium für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Quelle: Uni-Protokolle

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.

 



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Geändert am 23. Mai 2007 um 13:57
Dienstag, 22. Mai 2007

Fluglotsenstreik in Italien
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Die Lufthansa rechnet heute durch den Fluglotsenstreik in Italien mit massiven Behinderungen im Flugverkehr von und nach Deutschland.

Die Airline streicht nach Angaben vom Dienstag 42 Hin- und Rückflüge zwischen 10 und 18 Uhr. Knapp 5000 Passagiere seien davon betroffen.

Vor Beginn und nach Ende des Streiks will Lufthansa möglichst viele Fluggäste mit größeren Maschinen nach Italien bringen. Passagiere, die lieber an einem anderen Tag reisen, könnten ihre Flüge kostenlos umbuchen.

Die Billigfluggesellschaft Air Berlin geht davon aus, dass am Vormittag zwei ihrer Flüge von und nach Rom gestrichen werden müssen. Die italienische Alitalia rechnete mit dem Ausfall von fast 400 Flügen, die Mehrheit davon auf Verbindungen ins Ausland.

Quelle: Focus

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Montag, 21. Mai 2007

Rom mit dem Fahrrad
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Mit etwas Verspätung entdecken auch Italiener die Lust an Umweltschutz und Stadtgrün. Eine besonders schöne Art, die Tiberwiesen, die bis ans Zentrum grenzen, zu entdecken, sind die beiden Fahrradwege, die von der Innenstadt nach Norden und Süden führen.

Hinter dem Vatikan startet der eine der gut ausgebauten Fahrradwege auf dem Viale Angelico nach Norden. Er führt nur kurz an der Ausfallstraße entlang, um schon bald in ansonsten unbemerkte parallel zur Via Flaminia verlaufende Wege abzuzweigen. Auf einem erhöhten Damm unweit vom Fluss kann man auf dem elf Kilometer langen Weg bis zur Tiberschleuse auf der Höhe des Autobahnrings im Norden der Stadt radeln.

Am Ufer des Tiber am südlichen Ende des romantischen Viertels Trastevere beginnt der zweite 14 Kilometer lange Fahrradweg. Er führt an Wiesen und einer riesigen Pferderennbahn am sich schlängelnden Fluss entlang. Während der nördliche Weg Blicke in ein Roma-Lager, Kläranlagen, auf Schafs- und Pferdeweiden erlaubt, kommt der Radler auf diesem südlichen sogar an einer antiken Brücke über einen Tiberzufluss aus dem zweiten Jahrhundert vorbei.

An der benachbarten Quelle kann der mehr oder wenige müde Radler, der auf diesen Wegen glücklicherweise nicht die sprichwörtlichen sieben Hügel von Rom erklimmen muss, sich erfrischen. Zu ausgiebigen Pausen und Picknicks laden gleich dahinter ausgedehnte Wiesen mit Blick auf den Tiber ein.

 Fahrradverleih:

Wer kein Fahrrad dabei hat, kann etwa um den Campo dei Fiori herum oder an der tibernahen Piazza del Popolo eines leihen.  Man kann auch auch bei der Touristeninformation nach Leihstellen fragen.

Quelle: Radio Vatikan

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Freitag, 18. Mai 2007

Tagung "Klassische Moderne"

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Mit dem Thema "Klassische Moderne" befasst sich eine Tagung vom 24. bis 26. Juni in Rom, die vom Goethe-Institut veranstaltet wird.

Worum geht es? Das kennzeichnende Element der klassischen Moderne besteht in erster Linie in dem Charakter eines experimentellen Verfahrens der Textkonstruktion und in der grundsätzlichen Bedeutung, die dieses Verfahren theoretisch und poetologisch annimmt. Das künstlerische Verfahren setzt nämlich literarische Kreativität und theoretische Reflexion in einen untrennbaren Zusammenhang; die Theorie bereitet neue experimentelle Verfahren vor und erschließt neue Perspektiven, so daß sich die Kunst in ein Labor unkonventioneller Erneuerung unserer Ausdrucksweisen verwandelt und eine ständige Bereicherung unserer textuellen und sprachlichen Auffassung hervorbringt.

Nachdem sie allmählich den Plan einer objektiven Darstellung aufgegeben hat, funktioniert die Literatur immer mehr als Verarbeitung einer spezifisch sprachlichen und textuellen Darstellung. So bringt die Literatur der klassischen Moderne in ihrem Aufbau selbst den Verfahrenscharakter der ständigen Selbstproduktion mit sich. In gewisser Hinsicht gibt es keinen definierten und in sich geschlossenen Text mehr, sondern nur die unendliche Entfaltung, ohne ein mögliches Ende, einer unendlichen Konstruktion und Strukturierung.

Aus dieser Auffassung des literarischen Experiments als Verfahren gehen zwei Elemente hervor, die auf den ersten Blick auseinander zu laufen scheinen. Auf der einen Seite basiert die Literatur auf einem Projekt, fast aus einer Kalkulation: der Text ist nicht nur Produkt der Intention des Autors und dessen Entscheidung, sondern auch das Produkt, das auf einer Hypothese beruht, d.h. also Ergebnis einer Kalkulation ist, die fast automatisch und unabhängig vom Autor verläuft. Auf der anderen Seite basiert die Literatur der klassischen Moderne jedoch auf dem Risiko und der Ungewißheit, d.h. sie verliert den Charakter eines Versprechens, der eine definitive und sichere Lösung der von ihr selbst gestellten Probleme versichern sollte. Das literarische Werk soll sich nun einschränken, die möglichen Ausdrucksweisen zu experimentieren, ohne ein jegliches Ergebnis zu versprechen; Experiment, Risiko und Ungewißheit hängen somit eng zusammen, und unter diesem Aspekt kann man merken, wie die klassische Moderne gewisse strukturelle Eigenschaften der epochalen Konstellation der Postmoderne in sich schon trägt.

Seit der Jahrhundertwende sind in der literarischen und künstlerischen Praxis eine Reihe von Theorien und „Weltanschauungen“ ausgearbeitet und experimentiert worden, die sowohl einen Produktionsvorgang als auch eine Rolle des Künstlers und der Kunst, und eine allgemeinere Vorstellung der epochalen Veränderungen und der modernen Epoche mit sich brachten. Diese künstlerischen Theorien und Praxen, die sich in Art und Niveau unterscheiden, bilden ein gedankliches Gut, denn in ihnen werden viele Fragen bereits experimentiert und manchmal vorweggenommen, die heute von extremer Aktualität sind: von der Beziehung Mensch-Maschine zur Beziehung Wort-Bild, von der Bestimmung der Großstadt als Raum der Moderne zur Einstellung vor dem Krieg, von der Suche der monokulturellen Identität zur Kenntnisnahme der Existenz des Fremden.

Diese unterschiedlichen Problematiken sind sprachlich neu zum Ausdruck gebracht worden, da die Autoren sich theoretisch und praktisch die Frage des künstlerischen Ausdrucksmittels gestellt und ihre expressiven Codes (teilweise radikal) verändert haben.

Internationales Symposium Klassische Moderne / Un paradigma del Novecento

24.-25. Mai: Istituto Italiano di Studi Germanici
Via Calandrelli 25, Rom


26. Mai: Goethe-Institut Rom
Via Savoia 15, Rom

Info:
Istituto Italiano di Studi Germanici: Tel. +39 06 588811
Goethe-Institut: Tel. +39 06 8440051

Quelle: Goethe-Institut



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Donnerstag, 17. Mai 2007

Tempel des Lucullus in Rom entdeckt

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Das imposaante Eingangstor der Bibliothek "Hertziana".

Bei Ausgrabungen in Rom ist jetzt ein antiker Nymphentempel des römischen Feldherrn Lucullus (117 v.Chr. - 56 v. Chr.) wiederentdeckt worden. Dabei stießen Archäologen auch auf Teile eines wertvollen Mosaiks aus dem ersten Jahrhundert nach Christus, auf dem ein Putto (eine kindliche Engelsgestalt) auf einem Delfin reitend dargestellt ist.

Das "Nymphäum" wurde bei Umbauten in der berühmten Bibliothek "Hertziana" rund neun Meter unter dem Straßenniveau gefunden, berichtete die römische Zeitung "La Repubblica".

Südlich des Pincio-Hügels, ganz in der Nähe der Spanischen Treppe, erstreckten sich vor rund zweitausend Jahren die Gärten des Lucullus - jenes berühmten Feldherrn, Lebenskünstlers und Feinschmeckers, der vor allem wegen seiner üppigen Gastmähler berühmt wurde. In der Antike wurden in der Nähe von Wasserleitungen und Brunnen traditionell Tempel zu Ehren der Wassergeister (Nymphen) errichtet.

Quelle: SZ online

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Geändert am 17. Mai 2007 um 15:12
Mittwoch, 16. Mai 2007

Medienzar Berlusconi kauft "Big Brother"

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Szene aus der italienischen "Big Brother"-Sendung.

Im europäischen Fernsehmarkt wächst zusammen, was gut zueinander passt - zumindest im Stil und in der Kultur. Der Mailänder Medienkonzern Mediaset, unter anderem Betreiber von Italiens drei großen und grellen Privatfernsehsendern, hat im Verbund mit zwei Partnern von der spanischen Telefongesellschaft Telefonica die Kontrollmehrheit an Endemol ersteigert.

Das umworbene Amsterdamer Unternehmen hat sich über die letzten 13 Jahre weltweit einen Namen gemacht mit der Produktion von erfolgreichen und populären TV-Formaten wie etwa "Big Brother", "Deal or No Deal" oder "Wer wird Millionär?". Für den Kauf von 75 Prozent an Endemol hat sich Silvio Berlusconi, der Patron von Mediaset, mit der Geschäftsbank Goldman Sachs zusammengetan. Mit an Bord ist auch John de Mol, einer der beiden Gründer und Namensstifter von Endemol, der im Jahr 2000 die Firma an Telefonica verkauft hatte und nun sein Come Back feiert.

Angebot an Kleinaktionäre

Die Gruppe strebt nun auch den Erwerb des restlichen Viertels an, das unter vielen Kleinaktionären des in Amsterdam notierten Unternehmens verstreut ist. Geboten sind 25 Euro je Aktie. Insgesamt kostet Berlusconi & Co. die Operation 2,63 Milliarden Euro. Endemol setzt jährlich über eine Milliarde Euro um mit der Produktion von 15 000 Sendestunden von eigenen TV-Programmen. Der Konzern vertreibt etwa 1 400 Formate in 40 Ländern und erdenkt in seinem Kreativlabor immer neue, massentaugliche Reality-Shows, Sitcoms und Talkshows. Für Berlusconi - von 2001 bis 2006 italienischer Regierungschef - ein lange erwünschter und lohnender Zukauf.

Quelle: Berliner Zeitung



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Geändert am 16. Mai 2007 um 18:56
Dienstag, 15. Mai 2007

Leipzig lädt zur Zeitreise ins antike Rom

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Blick auf den Jupitertempel.

Das konkrete Bauen von Häusern fasziniert den Berliner Architekten Yadegar Asisi weit weniger als die Simulation von Räumen. Ihn interessiert, wie man mit den Möglichkeiten des perspektivischen Zeichnens dem Betrachter dreidimensionale Räume jeder Art an jedem gewünschten Ort suggerieren kann. Großformatige Panoramadarstellungen vermitteln diese Wirkung am besten. Mit dieser Ansicht ist Asisi nicht allein: Bereits über eine dreiviertelmillion Menschen bestaunten seit 2003 seine monumentalen Panoramagemälde "8848 Everest 360°" und "Rom 312" im Panometer Leipzig. Mit modernster Computer- und Drucktechnik hat Asisi die Panoramen erfolgreich aus dem Dunkel der Mediengeschichte geholt. Seit 11. Mai 2007 wird die Ausstellung "Rom 312" um eine neue Attraktion bereichert.

Einen faszinierenden Ausflug ins antike Rom können Besucher in Leipzig unternehmen. Das Panoramaprojekt "Rom 312" wurde seit November 2005 von fast 300.000 Gästen besucht und ist noch bis Anfang 2009 im Panometer Leipzig, einem umgewandelten ehemaligen Gasspeicher der Leipziger Stadtwerke, zu sehen. Herzstück der Ausstellung ist das gleichnamige Panoramagemälde des Berliner Architekten und Künstlers Yadegar Asisi. Es gilt als das derzeit größte Panoramabild der Welt. Das aufgrund seiner perspektivischen Konstruktion räumlich wirkende Rundbild beeindruckt im Maßstab 1:1 mit einer Darstellung des antiken Rom und dem feierlichen Einzug Kaiser Konstantins am 29. Oktober 312 mit seinen Soldaten nach der Schlacht an der Milvischen Brücke. Dieser Tag war gewissermaßen der letzte Tag des antiken Rom. Rundherum von dem 106 Meter langen und 31 Meter hohen Panoramagemälde umgeben, wird der Betrachter selbst zu einem Teil der Panoramainszenierung, zu einem Teil des antiken Rom.

eit 11. Mai 2007 wird die Ausstellung um eine neue Attraktion bereichert: In Zusammenarbeit mit der Konstantin-Ausstellungsgesellschaft mbH in Trier wird die weltweit erste Rekonstruktion der nur in Fragmenten vorhandenen Kolossalstatue des römischen Kaisers Konstantin im Maßstab 1:1 gezeigt. Dazu Yadegar Asisi: "Für die Rekonstruktion habe ich das Mittel der räumlichen Simulation gewählt. Die Betrachter werden den unmittelbaren Eindruck haben, dass die mit Sockel rund 15 Meter hohe Statue vollplastisch mitten in der Rahmenausstellung zu meinem Panoramaprojekt 'Rom 312' steht."

Konstantin, der einstige Herrscher des Römischen Reiches, verbindet nun Ost und West, denn auch in Trier werden Yadegar Asisi und das Team der Asisi Factory eine Rekonstruktion der einst 12 Meter hohen Kolossalstatue Konstantins als räumliche Simulation zeigen. Diese ist Teil der international bedeutenden Ausstellung "Konstantin der Große" (2. Juni bis 4. November 2007).

Yadegar Asisi ist schon seit langer Zeit von der Person des römischen Kaisers fasziniert: "Allein die einzelnen Fragmente der Statue sind beeindruckend. Doch welche Wirkung hat sie in ihrer Vollständigkeit auf die Betrachter entfaltet? Welches Gefühl hatten die Betrachter bei ihrem Anblick?" Asisi arbeitete bei den beiden Rekonstruktionen besonders diesen Aspekt heraus. Die kolossale Statue des Kaisers Konstantin gehörte zu den größten Statuen der Antike. Konstantin ließ sie nach seinem Sieg über den Usupator Maxentius in der Maxentius-Basilika auf dem Forum Romanum aufstellen. Die von der Statue erhaltenen Fragmente befinden sich heute im Innenhof der Kapitolinischen Museen in Rom: der kolossale Kopf, der Fuß und die Hand. Informationen zur Ausstellung "Rom 312": www.panometer.de

Reiseangebot: Wer Leipzig näher kennen lernen und die faszinierende Rom-Ausstellung besuchen möchte, kann beim Leipzig Tourist Service e.V. (LTS) das Reiseangebot "ROM 312 - Panoramakunst in Leipzig" buchen. Es enthält u.a. zwei Übernachtungen inkl. Frühstück in einem Hotel im Stadtgebiet, die Teilnahme an einer Stadtrundfahrt, ein Abendessen (3-Gang-Menü) am Anreisetag in einem historischen Innenstadtrestaurant sowie den Besuch des Panoramaprojekts "Rom 312". Der Preis pro Person im DZ beträgt ab 114 Euro.

Information und Buchung: Leipzig Tourist Service e.V. (LTS), Richard-Wagner-Straße 1, 04109 Leipzig, Telefon-Hotline. 0341/7104-275, www.lts-leipzig.de.

Mehr Informationen >>>



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Geändert am 15. Mai 2007 um 17:16
Montag, 14. Mai 2007

Aphrodite-Statue kommt zurück

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Im seit Monaten dauernden Streit zwischen Italien und dem amerikanischen Getty-Museum um illegal erworbene Kunstschätze bahnt sich ein erster Erfolg an: Die von der Regierung in Rom zurückgeforderte weltberühmte Statue der Aphrodite aus einem griechischen Tempel in Morgantina auf Sizilien soll voraussichtlich bis Ende des Jahres nach Italien zurückkehren. Dies sagte der Direktor des Getty-Museums, Michael Brand, der römischen Zeitung "La Repubblica" (Freitagausgabe). Der Kunsttempel in Los Angeles hatte die Aphrodite 1988 für 18 Millionen Dollar (heute umgerechnet 13,3 Millionen Euro) gekauft.

"Die Aphrodite ist 2400 Jahre alt und war 20 Jahre bei uns, wir haben sie restauriert, gesäubert, ausgestellt, erforscht und Ende des Jahres geben wir sie zurück. Ich denke, wir haben hier ziemlich zügig gehandelt", meinte der Australier. Anders sehe dies hingegen bei der berühmten Bronzestatue eines jungen griechischen Athleten aus. Das Museum weigert sich weiter, die von Italien eingeforderte Skulptur des Lysippus zurückzuerstatten. "Die Statue ist griechisch und ist in internationalen Gewässern gefunden worden, weshalb die italienischen Forderungen keinerlei juristische Grundlage haben", erklärte Brand.

Das Museum in Los Angeles hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, 26 von den insgesamt 52 umstrittenen Schätzen zurückerstatten zu wollen. Italien fordert hingegen alle Werke zurück.

Spektakulärer Prozess

In Rom läuft seit eineinhalb Jahren ein spektakulärer Prozess gegen die ehemalige Kuratorin des Getty-Museums, Marion True, in dem es um den illegalen Handel mit diesen antiken Kunstwerken geht. True hat nach Ansicht der Staatsanwaltschaft über Jahrzehnte hinweg römische, etruskische und griechische Stücke erworben, obwohl sie gewusst habe, dass diese aus illegalen Grabungen in Italien stammten.

Quelle: derStandard

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Geändert am 14. Mai 2007 um 19:04
Sonntag, 13. Mai 2007

Hunderttausende demonstrieren für traditionelle Ehe

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Mit den Farben des Vatikans gegen "wilde Ehen".

Eine halbe Million Menschen haben gegen einen Gesetzesentwurf protestiert, mit dem eheähnliche und homosexuelle Lebenspartnerschaften mehr Rechte eingeräumt werden sollen. Unter ihnen auch Oppositionsführer Berlusconi, aber auch Mitglieder der Regierung Prodi.

Der Protest richtete sich gegen einen Gesetzentwurf der Mitte-links-Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi, der homosexuellen und heterosexuellen Partnerschaften ohne Trauschein mehr Rechte einräumen würde. Er muss noch vom Parlament gebilligt werden. Da der Vorstoß auch die Regierungsparteien spaltet, hat Prodi den Abgeordneten das Abstimmungsverhalten freigestellt.

Die Demonstration wurde von der katholischen Kirche mit Wohlwollen betrachtet, obgleich weder der Vatikan noch die Bischofskonferenz offiziell zur Teilnahme aufriefen. Papst Benedikt XVI. sandte am Wochenende während seiner Lateinamerikareise ein klares Signal nach Italien, indem er gegen die Förderung sexueller Unmoral in der Popkultur und für die Heiligkeit der Ehe predigte.

Kritiker des Gesetzentwurfs befürchten, dass dadurch die traditionelle Familie auf Grundlage der Ehe zwischen Mann und Frau aufgelöst werden könnte. Befürworter argumentieren, dass mit der Regelung kein neues Familienmodell geschaffen, sondern lediglich grundlegende Rechte von Menschen außerhalb einer Ehe anerkannt würden. Sie hielten eine Gegendemonstration auf der Piazza Navona ab.

Auf dem so genannten Familientag vor der Lateranbasilika herrschte Volksfeststimmung. Viele Teilnehmer waren mit ihren Kindern gekommen, die von Clowns und Jongleuren unterhalten wurden. "Zusammenleben ist noch keine Familie", sagte die 58 Jahre alte Anna Manara. "Die Familie spricht: Ein Fest für alle", titelte die Zeitung der Bischofskonferenz, "Avvenire". Unter den Demonstranten war auch der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Die Zahl der Eheschließungen in Italien geht seit den 70er Jahren stetig zurück: 1971 wurden nach Angaben des nationalen Statistikbüros noch gut 400.000 Ehen registriert, 2001 waren es nur noch 264.000 und 2005 rund 250.000. Dem gegenüber lebten den Angaben zufolge schätzungsweise 592.000 Paare in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen.


Quelle: Spiegel



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Freitag, 11. Mai 2007

RTL II zeigt "Rom" sonntags zur Primetime

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Wie RTL II jetzt bekannt gab, zeigt der Sender die aufwändige Serie "Rom" zur im Sommer zur besten Sendezeit. Dafür müssen einzelne Folgen Federn lassen.

Die monumentale Historien-Serie "Rom" wird bei RTL II ab dem 8. Juli jeweils sonntags zur Primetime laufen. Einen entsprechenden Medienbericht bestätigte ein Sprecher des Senders gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. Bereits Ende März wurde bekannt, dass die Serie nicht wie ursprünglich geplant bei RTL sondern bei dessen Ableger RTL II zu sehen sein wird. Man habe die von RTL-Chefin Anke Schäferkordt angekündigte Serie nicht für einen Sender, sondern für die Sendergruppe erworben, hieß es damals.

Bei "Rom" handelt es sich um die derzeit teuerste Serienproduktion weltweit. Das Produktionsbudget lag bei 100 Millionen Dollar. Die Serie wurde im Jahr 2004 gedreht und lief im vergangenen Jahr bereits beim Bezahlsender Premiere. "Rom" läuft bei RTL II sechs Wochen lang jeweils in einer Doppelfolge.

Die Serie, die die Geschichte des antiken Roms und dessen Aufstieg zum Weltreich erzählt, wird allerdings wohl nicht in der Originalfassung zu sehen sein. Damit der Sender die Folgen bereits um viertel nach acht ausstrahlen kann, müssen voraussichtlich einzelne Sequenzen mit besonders expliziten Gewaltdarstellungen entfernt werden.

Quelle: DWDL.de

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Geändert am 14. Mai 2007 um 19:04
Donnerstag, 10. Mai 2007

Großdemo für traditionelle Familie
defaultRom fiebert dem großen "Familientag" am Samstag, 12. Juni, entgegen. Über eine halbe Million Menschen werden laut den Organisatoren an der Großdemonstration gegen das von der Regierung verabschiedete Gesetz zur rechtlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften (Dico) teilnehmen. 1.000 Busse und Dutzende von Sonderzügen wurden organisiert, um Demonstranten aus ganz Italien in die Ewige Stadt zu bringen.

"Was für die Familie gut ist, ist auch für das Land gut", lautet der Slogan der Organisatoren, zu denen die katholischen Verbände 2Comunione e Liberazione", "ACLI" und "Azione Cattolica" gehören. Die Organisatoren geizen auch mit Geld nicht, um Erfolg bei der Kundgebung zu haben.

Eine Million Euro wurde für die Demonstration ausgegeben, die mit einer massiven Werbekampagne unterstützt wird. 25 Millionen Flugblätter wurden in den Pfarren verteilt, 250.000 Plakate mit Werbung für den "Family Day" sind auf den Straßen in ganz Italien zu sehen.

Acht Großbildschirme werden aufgestellt, damit die Teilnehmer die Ansprachen katholischer Politiker auf dem Platz vor der Lateranbasilika verfolgen können. 1.200 Freiwillige werden Wasserflaschen, Regenschirme und Luftballons an die Teilnehmer verteilen. Die Demonstration kann mit dem Segen des Vatikans rechnen, der seit der Verabschiedung des Dico-Gesetzes im Jänner wiederholt vor der Gleichstellung von nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften warnt.

Diese würden die auf der Ehe basierende traditionelle Familie unterminieren. "Es wäre wünschenswert, dass jedes Jahr ein 'Familientag' organisiert wird", sagte Kardinal Alfonso Lopez Trujillo, Präsident des päpstlichen Rates für die Familie.

An der Demonstration werden zwar weder Bischöfe noch andere prominente Kurienmitglieder zugegen sein, der Vatikan gab jedoch Priestern und Ordensschwestern freie Hand, sich an der Demonstration zu beteiligen. An der Demonstration werden dagegen die Minister der Regierung von Romano Prodi nicht teilnehmen.

Am gleichen Tag wird Familienministerin Rosy Bindi, Verfasserin des umstrittenen Dico-Gesetzes, eine nationalen Konferenz zum Thema Familie eröffnen, die in Florenz geplant ist. Zu der von der Regierung organisierten Konferenz wurden keine Vertreter der Homosexuellen-Verbände eingeladen, was in Linkskreisen für heftigen Protest sorgte.

Ein Vorkämpfer für Schwulenrechte, Franco Grillini, warf Bindi "anti-homosexuellen Rassismus" vor. "Bindi erklärt, dass homosexuelle Paare keine Familie sind. Italien ist das einzige Land in Europa, in dem man so etwas noch behaupten darf", so Grillini.

Quelle: Südtirol online

»20:14     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)    

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Mittwoch, 9. Mai 2007

Taxi-Streik in Italien trifft auch Touristen
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In Italien sind am Dienstag zehntausende Taxifahrer in den Streik getreten. Vor allem in der Hauptstadt, wo etliche Fahrer im Zentrum demonstrierten, mussten Römer wie Touristen auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen.

Gähnende Leere am Flughafen

An Roms Flughafen Fiumicino, wo normalerweise Taxis in langen Schlangen auf Kunden warten, herrschte gähnende Leere vor den Ausgängen. Die meisten Ankommenden seien mit der Bahn ins Zentrum von Rom gefahren, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Demo gegen Liberalisierung

Mit dem Ausstand protestieren die Taxifahrer gegen Pläne der Regierung, den Markt für die Fahrdienste zu liberalisieren. "Das würde zu einer erbitterten Konkurrenz und zur Auslöschung unseres Berufsstandes führen", hieß es zur Begründung.

Quelle: T-Online

»18:14     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)    

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Dienstag, 8. Mai 2007

38 Schweizer Gardisten vereidigt

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Im Vatikan sind am Sonntag 38 neue Rekruten der Schweizer Garde vereidigt worden. In einer farbenprächtigen Zeremonie gelobten sie Papst Benedikt XVI. treue Dienste. Dabei erhoben sie drei Finger als Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit und schworen auf Deutsch, Französisch und Italienisch.

Der Papst hatte die neuen Rekruten am Samstag zu einer Audienz empfangen und ihnen dafür gedankt, "dass sie sich entschlossen haben, einige Jahre ihrer Jugend dem Dienst für den Papst und seiner engsten Mitarbeiter zu widmen".

Die Rekruten der mit 110 Mann kleinsten Armee der Welt sind Katholiken im Alter zwischen 19 und 30 Jahren und kommen aus der Schweizer Armee. Gegründet wurde die Schweizer Garde zum Schutz des Papstes am 22. Januar 1506.

Quelle: oe24.at

Gemeinschafts-Kunstwerk der besonderen Art: Deutsche und Italiener haben am Samstag in Rom ein riesiges Puzzle eines weltberühmten Dürer-Bildes zusammengesetzt. Auch Spaziergänger und Touristen aus der ganzen Welt beteiligten sich bei strahlendem Sonnenschein am Samstag auf dem Pincio, einem Hügel über der Piazza del Popolo, an dem Spektakel. Mehr als 300 Quadratmeter ist das Mega-Puzzle groß, für 1.843 Teile musste der richtige Platz gefunden werden. Einige Augenzeugen sprachen gar vom größten Puzzle der Welt.

Fast fünf Stunden dauerte es, bis das Kunstwerk in vollem Glanz erstrahlte. Es handelt sich um das 1505 gemalte "Bildnis einer jungen Venezianerin", das die deutschen Fünf-Mark-Scheine zierte. Veranstaltet wurde der Gemeinschafts-Spaß vom römischen Goetheinstitut, Anlass war die deutsche EU-Präsidentschaft. Vor ein paar Jahren gab es die gleiche Puzzelei schon einmal in der Dürerstadt Nürnberg.

Quelle: Tirol.com

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Geändert am 8. Mai 2007 um 19:08
Montag, 7. Mai 2007

Täglicher Verlust von einer Million
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Alitalia als fünftgrößte europäische Fluggesellschaft schreibt in Folge hoher Streik- und Treibstoffkosten täglich Verluste von mehr als einer Million Euro. Trotz mehrerer Restrukturierungsanläufe hat das Unternehmen seit 1998 keinen operativen Gewinn mehr erwirtschaftet.

Inzwischen tritt die Privatisierung der italienischen Fluggesellschaft in die entscheidende Phase. In dieser Woche Woche könnten die Pläne dazu bekannt gegeben werden, berichtete der italienische Verkehrsminister Alessandro Bianchi. Im offiziellen Bieterverfahren für Alitalia sind noch drei Interessenten im Rennen: der Finanzinvestor Texas Pacific Group, der kleine italienische Alitalia-Konkurrent Air One und die russische Fluggesellschaft Aeroflot gemeinsam mit der Bank Unicredit.

Italien will die Verluste schreibende Alitalia sanieren und hat sie im Dezember zum Verkauf angeboten. Der Käufer bietet für mindestens 39,9 Prozent an Alitalia; bisher hält die Regierung in Rom 49,9 Prozent. Nach italienischem Recht muss der Käufer ein Angebot für die komplette Firma vorlegen. Verkehrsminister Alessandro Bianchi hatte erklärt, die künftige Eigentümer müsse mindestens drei Milliarden Euro für Alitalia aufbringen.

Quelle: Standard

»18:14     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)    

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Freitag, 4. Mai 2007

Vatikan beschimpft Komiker als Terrorist

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Andrea Rivera.

Pfiffe für den Papst und anti-katholische Slogans bei einer Veranstaltung am 1. Mai in Rom erzürnen den Vatikan. Damit spitzt sich der Streit um die politische Rolle der Kirche in Italien zu.

Der seit Wochen schwelende Streit um politische Einflussnahme der katholischen Kirche in Italien hat einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Die Vatikanzeitung «Osservatore Romano» bezeichnete die Äußerungen eines TV-Komikers beim Megakonzert zum 1. Mai in Rom am Donnerstag schlicht als "Terrorismus". Der ansonsten wenig bekannte Andrea Rivera hatte vor 400.000 Besuchern und dem Fernsehpublikum der Live-Übertragung beim Gewerkschaftsevent dem Papst vorgeworfen, nicht an die Evolutionstheorie zu glauben, und der katholischen Kirche, sich nicht entwickelt zu haben.

In einem Kommentar sprach die vatikanische Tageszeitung "L'Osservatore Romano" von "schändlichen Angriffen" auf den Papst. "Auch das ist Terrorismus. Terrorismus bedeutet, Attacken gegen die Kirche zu richten. Auch wir sind Ziel terroristischer Angriffe, wenn man blinde, irrationale Kampagnen gegen jene führt, die von Liebe zum Leben und zu den Menschen sprechen", schrieb das Blatt.

Italiens Regierungschef Romano Prodi, dessen Koalition von linksgerichteten Politikern bis Christdemokraten reicht, fordert angesichts der Eskalation zu "Gelassenheit und gesundem Menschenverstand" auf. Auch Vatikansprecher Federico Lombardi bemüht sich um Mäßigung, indem er den Auftritt des Komikers als "Dummheit, die nicht zur Tragödie werden sollte" abwertet.

Die Forza Italia um Oppositionschef Silvio Berlusconi reagierte dagegen empört auf Riveras Kritik. Es sei eine Schande, dass ein Moderator die Kulisse des vom Staatsfernsehen übertragenen Konzerts mit Millionen Zuschauern ausnutze, um den Vatikan derart zu attackieren.

Während die Mitte-Rechts-Opposition sich zum Hüter der katholischen Tradition und Verteidiger der Kirche aufschwingt, distanzieren sich Gewerkschaften, der staatliche Fernsehsender RAI, der das Konzert übertrug, und Regierungspolitiker von dem Komiker. Rivera selbst verteidigt sich indes als "Katholik, der Anti-Mafia-Priester und den heiligen Franziskus schätzt" und der der nicht die Absicht hatte, Papst und Kirche zu beleidigen.

Dabei hatte Italiens katholische Kirche in den vergangenen Wochen eine Welle der Empörung ausgelöst. Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz Angelo Bagnasco rückte Homosexualität in einem Kommentar zum geplanten Gesetz für eingetragene Lebenspartnerschaften in die Nähe von Pädophilie und Inzucht. Seitdem schmieren Unbekannte nachts Drohungen gegen den Erzbischof von Genua an Häuserwände nicht nur seiner Stadt.

Vor wenigen Tagen erhielt der Mann, von dem sich viele einen weniger harten Kurs gegen die Mitte-Links-Regierung erhofft hatten, gar per Post eine Pistolenkugel. Damit war für Staatspräsident Giorgio Napolitano die Schmerzgrenze erreicht. Er verurteilte die Drohungen als "unannehmbar". Papst Benedikt XVI. schaltete sich persönlich ein und rief den mittlerweile als Hardliner verschrienen Bagnasco auf, an der Verteidigung katholischer Werte festzuhalten.

Der nächste Schritt in der Konfrontation zwischen Kirche und Regierung steht mit einer geplanten Großdemonstration für die Familie und gegen das geplante Partnerschaftsgesetz schon fest. Die Bischöfe unterstützen offen den für den 12. Mai geplanten "Family Day". Regierungspolitiker planen eine Gegenveranstaltung. Mit dem jüngsten Angriff des "Osservatore Romano2 trägt der Vatikan nach Einschätzung von Beobachtern möglicherweise ungewollt zur Verschärfung der Krise bei. Nach der Solidaritätsbekundung des Papstes für Bagnasco ist nicht abzusehen, wann und wie der Konflikt entschärft wird.

Quelle: Netzeitung

 



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Geändert am 4. Mai 2007 um 17:59
Donnerstag, 3. Mai 2007

"Schändliche Angriffe" gegen den Papst

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Bei dem Konzert am 1. Mai hatte Moderator Andrea Rivera den Papst wegen seiner Position zur Evolutionslehre und Euthanasie kritisiert.

Der Vatikan reagiert heftig auf die Pfiffe gegen den Papst und die anti-katholischen Slogans, die bei einem Großkonzert anlässlich des 1. Mai in Rom ertönten. In einem Kommentar sprach die vatikanische Tageszeitung "L'Osservatore Romano" von "schändlichen Angriffen" gegen den Papst. "Auch das ist Terrorismus. Terrorismus bedeutet, Attacken gegen die Kirche zu richten. Auch wir sind Ziel terroristischer Angriffe, wenn man blinde, irrationale Kampagnen gegen jene führt, die von Liebe zum Leben und zu den Menschen sprechen", schrieb das Blatt.

"L'Osservatore Romano" reagiert damit auf die Ansprache einer der Moderatoren des von den Gewerkschaften organisierten Konzerts vor der Lateranbasilika, an der sich am 1. Mai Tausende von Menschen beteiligt hatten. Moderator Andrea Rivera hatte den Papst wegen seiner Position zur Evolutionslehre und Euthanasie kritisiert. "Der Papst glaubt nicht an die Evolutionslehre, denn die Kirche hat sich niemals weiterentwickelt", sagte der Moderator. Er kritisierte außerdem die Kirche, weil sie im Dezember dem an Muskeldistrophie erkrankten Patienten Piergiorgio Welby kein katholisches Begräbnis gewährt hatte, nachdem ihm Sterbehilfe geleistet worden war.

Morddrohungen

"Die Worte des Moderators sind vielleicht nur Ausdruck einer unglaublichen Oberflächlichkeit. Ihre Gefährlichkeit ist jedoch nicht oberflächlich, vor allem wenn man an die Morddrohungen denkt, die gegen den Präsidenten der italienischen Bischofskonferenz Angelo Bagnasco gerichtet worden sind", schrieb "L'Osservatore".

Auch die Forza Italia um Oppositionschef Silvio Berlusconi reagierte entrüstet auf Riveras Kritik. Es sei eine Schande, dass ein Moderator die Kulisse des vom Staatsfernsehen übertragenen Konzerts mit Millionen Zuschauern ausnutze, um den Vatikan derart zu attackieren.

Regierungschef Romano Prodi rief dagegen zu milderen Tönen auf. "Es gibt immer jemand, der das Klima anheizt. In dieser Phase braucht das Land hauptsächlich Ruhe", sagte Prodi.

Quelle: Kurier



»20:24     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)    

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Geändert am 3. Mai 2007 um 20:25
Mittwoch, 2. Mai 2007

Der Campo Santo Teutonico
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Campo Santo Teutonico.

Campo Santo Teutonico (oder Camposanto Teutonico, auch kurz Campo Santo, der offizielle Name ist Campo Santo dei Teutonici e dei Fiamminghi.) heißen der "deutsche Friedhof" und die zugehörigen Gebäude in Rom, angrenzend an die und zugänglich nur aus der Vatikanstadt. Neben dem vollständig von Mauern umschlossenen Gräberfeld gehören dazu die Kirche Santa Maria della Pietà, ein Priesterseminar und Räume des römischen Instituts der Görres-Gesellschaft.

Wegen seiner historischen Wurzeln schließt teutonico nicht nur Deutsche, sondern alle, die im historischen deutschen Kulturraum leben, ein (also auch Österreicher, Schweizer, Niederländer und Flamen).

Auf dem Gelände des heutigen Friedhofs lag in der römischen Kaiserzeit wahrscheinlich der Circus von Caligula und Nero, in dem laut den Schriften des Tacitus während der Christenverfolgung hunderte als Märtyrer starben - so auch Paulus im Jahr 64 n. Chr.

Anlässlich der Reise Karls des Großen zu seiner Kaiserkrönung im Jahr 800 wurde in der Nachbarschaft der Peterskirche die schola francorum eingerichtet, um Pilgern aus dem Reich, die in Rom erkrankten, eine eigene Einrichtung zu schaffen, wo sie ernährt und gepflegt wurden und wo man die Toten begrub. Zu der Anlage gehörte eine eigene Kirche, ein Hospiz und der Friedhof.

Während des Exils der Päpste in Avignon im 14. Jahrhundert verfiel der Bezirk zusehends. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde der Bezirk mit neuen Mauern umschlossen und wieder aufgebaut. Die heutige Kirche stammt von 1475 bis 1501.

Etwa 1450 gründeten Angehörige der Deutschen Gemeinde in Rom eine „Armeseelen Bruderschaft“ (die seit 1576 den Namen Erzbruderschaft zur schmerzhaften Muttergottes der Deutschen und Flamen trägt) für den Betrieb und Erhalt des Camposanto und dessen Kirche Santa Maria della Pietà. Die Erzbruderschaft ist ein Mitgliederverein nach kanonischem Recht und Eigentümer des Campo Santo. Mitglieder werden können Katholiken deutscher und flämischer Muttersprache, die ihren Wohnsitz in Rom oder in seiner näheren Umgebung haben, und zwar Geistliche und Laien, Frauen und Männer (Höchstalter beim Eintritt 60 Jahre).

1876 wurde auf dem Gelände ein Priesterkolleg (Collegio Teutonico di Santa Maria in Campo Santo) gegründet, in dem Priester und Priesteramtskandidaten aus den deutschsprachigen Ländern wohnen und studieren. Die Görres-Gesellschaft kam 1887 dazu und betreibt bis heute ihr römisches Institut für Archäologie und christliche Religionsgeschichte in den Räumen. Görres-Institut und Kolleg unterhalten gemeinsam die Bibliothek des Campo Santo Teutonico und das Archiv der Erzbruderschaft und des Priesterkollegs. Zusätzlich geben sie gemeinsam die 1887 gegründete Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte heraus.

Die Nationalstiftung

Im 19. Jahrhundert wurde der Friedhof selbst in eine Nationalstiftung für Katholiken aus Deutschland und Österreich eingebracht. Das weltliche Oberhaupt der Stiftung ist der jeweilige Bundespräsident Österreichs, in der Nachfolge des Römisch-deutschen Kaisers und des Kaisers von Österreich. Die geistliche Führung übernimmt ein Kardinal der Kurie. Dieser Kardinal ernennt zusammen mit den Erzbischöfen von Salzburg, München und Köln den Rektor der Stiftung.

Durch die Lateranverträge von 1929 wurde das Gelände eine exterritoriale Besitzung des Heiligen Stuhls, aber kein Bestandteil der Vatikanstadt.

Der Friedhof

Der Friedhof war von Anfang an für jeden Pilger aus dem Reich gedacht, der von der Pilgerfahrt nicht mehr heimkehren konnte. Deutsche und deutschstämmige Geistliche machen einen weiteren großen Anteil aus. Im Laufe der Zeit wurden aber auch einige Prominente, die in Rom lebten und starben, auf dem Campo Santo begraben. Heute haben das Beerdigungsrecht alle Mitglieder der Erzbruderschaft sowie einige religiöse Gemeinschaften deutschen Ursprungs. Auf dem Friedhof sind ca. 1400 Namensnennungen seit dem 15. Jahrhundert erhalten.

Inmitten des Gräberfelds liegen Künstler wie Joseph Anton Koch, Wilhelm Achtermann, Paul von Rhoden, Friedrich Overbeck, Theologen wie Anton de Waal, der saarländische Völkerkundler P. Michael Schulien SVD und der Archäologe Ludwig Curtius. Aus dem deutschen Adel stammen Charlotte Friederike von Mecklenburg († 1840), die erste Frau des dänischen Königs Christian VIII., und Prinzessin Carolyne von Sayn-Wittgenstein, die Lebensgefährtin des Komponisten Franz Liszt. In zwei jüngeren Gräbern liegen die 1970 gestorbenen Schriftsteller Stefan Andres und Johannes Urzidil.

Der Friedhof ist heute eine grüne Oase und bei deutschen Mitarbeitern der Kurie für Ruhepausen beliebt. Papst Benedikt XVI. ist in seiner Zeit als Leiter der Glaubenskongregation häufig vorbei gekommen.

Die Kirche Santa Maria della Pietà

Die 1501 geweihte Kirche Santa Maria della Pietà wurde in einem schlichten Renaissance-Stil erbaut und im 17. Jahrhundert im Stil des Barock mit Statuen und Deckenfresken ausgeschmückt. Durch die Abnahme der deutschen Bevölkerung in Rom verfiel die Kirche über längere Zeit und wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts wiederhergestellt und durch neue farbige Fenster geschmückt. Von 1972 bis 1975 wurde sie umfassend restauriert. In der Kirche feierte manchmal Kardinal Ratzinger die Frühmesse, bevor er zum Papst gewählt wurde.

Besuche

Der Zugang zum Campo Santo Teutonico durch die Vatikanstadt ist täglich von 7 bis 12 Uhr und zu den Gottesdiensten möglich (nicht jedoch während der Generalaudienzen oder ähnlichen Veranstaltungen auf dem Petersplatz). Besucher müssen sich bei den Schweizer Gardisten am Tor südlich des Petersdoms zwischen den Kolonaden und dem Palazzo Sant' Ufficio melden und in deutscher Sprache den Zugang zum Deutschen Friedhof oder Campo Santo Teutonico begehren.

Die Eucharistie wird sonntags um 9 Uhr sowie montags bis samstags um 7 Uhr in deutscher Sprache (mittwochs in lateinischer, samstags in italienischer Sprache) gefeiert. Für deutschsprachige Pilgergruppen besteht die Möglichkeit, nach Voranmeldung bei der Erzbruderschaft mit ihrem begleitenden Geistlichen in Santa Maria della Pietà Gottesdienst zu feiern.

Quelle: Wikipedia

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Geändert am 4. Mai 2007 um 17:59
Dienstag, 1. Mai 2007

Cinecittà: Paradies für Klassiker

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Der Eingang der Cinecittà in Rom.

Einige kennen es als das europäische Hollywood. Andere, die jüngeren, haben noch nie davon gehört. Das mythische Filmstudio Cinecittà wurde 1936 als Propagandafabrik für den Diktator Benito Mussolini gegründet. Seine Blütezeit hatte es in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Bis heute wurden dort mehr als 3000 Filme gedreht. An viele von ihnen wurden 48 Oscars vergeben. Einige, wie Kleopatra von Joseph L. Mankiewicz (1963), Krieg und Frieden von King Vidor (1955) oder Amarcord von Federico Fellini (1973) haben dieses Studio berühmt gemacht.

Nah an Hollywood, fern von Europa

Die Cinecittà liegt in den Außenbezirken von Rom. Doch eigentlich war es immer näher an Hollywood als an Europa. Die Passion Christi von Mel Gibson (2004), Die Tiefseetaucher von Wes Anderson (2004) oder Gangs of New York von Martin Scorsesse (2002), sind einige der aktuellen Produktionen, die in diesen Studios verwirklicht wurden. Das italienische Kino nimmt sich auch einen guten Teil des Kuchens, so kommen laut Pressesprecherin Catherine Lowing "80 Prozent der italienischen Produktionen" aus der Cinecittà. Produktionen aus anderen europäischen Ländern spielen jedoch kaum eine Rolle.

Die Studios konnten sich an die neuen Zeiten anzupassen. Einen großen Teil ihrer Arbeit verwenden sie darauf, Fernsehprogramme wie Big Brother oder die Serie Rom zu drehen. "Das Angebot an Aktivitäten des Studios ist sehr groß. Wenn man will, kann man hier seinen eigenen Film oder sein eigenes Programm drehen", erzählt Catherine. Sie erzählt von den Dienstleistungen, die die Cinecittà anbietet, während wir die mehr als 20 Industriehallen durchwandern, die es auf dem Gelände gibt. Derzeit wächst das Studio weiter und passt sich dabei immer mehr den Forderungen der Filmindustrie an. Im Januar 2005 erwarb Cinecittà die Filmstudios von Marrakesch und verwandelte sie in die größten Studios der Welt.

Rom: die wichtigste Bühne der Cinecittà

Schon immer war Rom diejenige Stadt, deren Geschichte und städtische Architektur alle möglichen Filmregisseure in ihren Bann zog. Ein Herz und eine Krone (1953) und Ben Hur (1959) von William Wyller, Quo Vadis von Mervyn LeRoy (1951) oder der aktuellere Film Gladiator von Ridley Scott (2000) haben mit nordamerikanischen Regisseuren Geschichte geschrieben.

Viele italienische, aber nicht aus Rom stammende Regisseure sind ebenfalls den Reizen der Hauptstadt erlegen. So etwa Ettore Scola, der aus dem süditalienischen Trévico stammt, hat mit seiner aktuellen Produktion Gente di Roma (2003) auf sich aufmerksam gemacht. In diesem komischen Dokumentarfilm erweist Scola der Vitalität der Stadt durch die Darstellung des Alltagslebens ihrer Bewohner seine Ehre.

Genannt werden muss auch der Revolutionär Pier Paolo Pasolini – in Bologna geboren – der einen großen Teil seines Schaffens Filmen mit religiösem Hintergrund widmete und der unter anderem Mamma Roma (1962) drehte. Der Film erzählt die Geschichte einer römischen Prostituierten, die ihre Arbeit aufgibt, um stattdessen Obst zu verkaufen. Auch den filmschaffenden Wasserpolospieler Nanni Moretti sollte man nicht vergessen, der in der Provinz Bozen in Norditalien geboren wurde, aber sein ganzes Leben in Rom verbrachte. Diese Stadt beeinflusste sein Werk sehr stark: Wie könnte man seine Schussfahrt mit dem Mofa durch das afrikanische Viertel in seinem Film Aprile vergessen?

Wenn ein Regisseur besonders hervorgehoben werden sollte, dessen Werke durch die Stadt besonders gezeichnet sind, so ist es Federico Fellini. Fast sein gesamtes Werk lebt von der Inspiration, die in jedem Winkel der italienischen Hauptstadt zu spüren ist. Das süße Leben (1960) verwandelte mit der blonden und vollbusigen Anita Ekberg eine Szene in Filmgeschichte, die wir alle gerne wiederholen möchten, wenn wir am Trevibrunnen vorbeikommen.

Einige Einstellungen dieses Films wurden übrigens in Cinecittà gedreht, wobei eine Nachbildung des Brunnens verwendet wurde. Fellinis Leidenschaft für diese Stadt wird in dem Film Roma (1972) besonders deutlich, in dem er Rom mit der Schauspielerin Ana Magnani vergleicht: "Sie könnte das lebende Symbol für diese Stadt sein. Rom als Wölfin und vestalische Jungfrau gesehen, wie eine Aristokratin und eine Prostituierte, wie ein trauriger Narr."

Neue Talente

In den letzten Jahren fordert eine neue Generation von Schauspielern und Regisseuren den Platz, der ihnen auf europäischer und weltweiter Ebene zusteht. Giovanna Mezzogiorno, (1974), nominiert für den Oscar als beste Hauptdarstellerin mit La bestia nel cuore (2005) oder L'ultimo bacio (2001), oder Sabrina Impacciatore (1972), ebenfalls in L’ultimo bacio und in N-Io e Napoleone (2006), sind eindeutige Beispiele für diese neuen klugen Darstellerinnen. Beide Schauspielerinnen stammen aus Rom.

Und Gabriele Muccino oder Matteo Garrone sind die derzeit bekanntesten römischen Regisseure, und obwohl sie nicht mehr so jung sind, kann man sagen, dass sie ebenfalls zu dieser neuen Generation gehören, da ihre bekanntesten Werke in den letzten fünf Jahren entstanden sind.

Quelle: cafebabel.com

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Geändert am 1. Mai 2007 um 19:05



romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

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