
Der Verband Italien-Österreich hat in Rom eine Ausstellung über die Sezession-Zeitschrift "Ver Sacrum" gestaltet. In den Sälen der Bibliothek Angelica in der Nähe der zentralen Piazza Navona ist die komplette Sammlung der Zeitschrift zu sehen, die in 120 Ausgaben vom Jänner 1898 bis 31. Dezember 1903 erschienen ist. Die Ausstellung ist bis 28. April offen.
Für "Ver Sacrum"“ arbeiteten bekannte Künstler wie Egon Schiele und Oskar Kokoschka, die Bildhauer Anton Hanak und Fritz Wotruba, sowie die Architekten Otto Wagner und Adolf Loos und Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke, Ricarda Huch und Hermann Bahr. Die bedeutendste österreichische Zeitschrift des Jugendstils übte durch ihre Mischung von kunsttheoretischen Artikeln und praktischen Beispielen sowie durch Beiträge in- und ausländischer Schriftsteller und Dichter größten Einfluss auf das Kunstschaffen der Zeit um 1900 aus.
Die künstlerische Gestaltung besorgten Künstler der Wiener Sezession vielfach mit Originaldruckgraphiken, zahlreiche Hefte wiesen monographischen Charakter auf und machten so ein breiteres Publikum mit dem Werk einzelner für die Entwicklung der modernen Kunst wichtiger Künstler bekannt. Ab 1900 wurde "Ver Sacrum" als internes Informationsblatt nur noch für die Mitglieder der Wiener Sezession aufgelegt.
Quelle: Südtirol online
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