
Blick ins Filmmuseum in Rom.
Die Polizei hat mit der geplanten Zwangsräumung des Filmmuseums in Rom begonnen, in dem über 5000 Originalfilme, Dokumente, Fotos, Filmapparate und Kostüme aufbewahrt sind.
Die Polizei hat die Räumlichkeiten des Museums sowie die gesamte Sammlung beschlagnahmt, berichtete der Leiter und Gründer des Museums, Jose Pantieri, am Dienstag.
Der Bau, in dem sich das römische Filmmuseum seit 1959 befand, wurde von der Gemeinde einem bekannten Immobilienunternehmer verkauft, der daraus 180 Wohnungen machen will. Der Unternehmer verlangt seit Monaten die Delogierung des Museums.
Trotz zahlreicher Appelle wurden Pantieri bisher nur Standorte angeboten, die seiner Ansicht nach zur Aufbewahrung des wertvollen Materials ungeeignet sind. Die Gemeinde Rom sieht die Lage anders. Man habe Pantieri einen Flügel im Museum für Volkskunde angeboten und 750 000 Euro für dessen Adaptierung bereitgestellt.
Im römischen Filmmuseum waren bisher auf 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche wertvolle Streifen und Zeugnisse europäischer Filmgeschichte aufbewahrt.
Das Museum enthielt die weltweit grösste Sammlung von Stummfilmen, das Archiv unter anderem zwei Millionen Bühnenfotos, Drehbücher von Starregisseuren wie Sergio Leone und Roberto Rossellini, die Filmkamera von Vittorio De Sica, Kostüme aus Federico Fellinis Filmen und die erste Platte des italienischen Starschauspielers Vittorio Gassman.
Quelle: Basler Zeitung
Römisches Filmmuseum zwangsgeräumt
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