Mittwoch, 28. Februar 2007
Sankt Paul vor den Mauern

Sankt Paul vor den Mauern (italienisch: San Paolo fuori le Mura) ist eine der vier Patriarchalbasiliken von Rom.
Der Name leitet sich von ihrem Standort außerhalb der noch erhaltenen antiken aurelianischen Stadtmauer ab. Der Apostel Paulus war als römischer Bürger außerhalb der Stadt an der Via Ostiense an einem diskreten Ort enthauptet wurde. Diesen Ort benannte die Überlieferung einst ad aquas salvias genannt (an den Wassern des Lebens), heute Tre Fontane (drei Brunnen). Der Leichnam des Apostels war darauf offenbar weiter stadteinwärts an der Via Ostiense inmitten von vielen anderen Gräbern beigesetzt worden.
Die erste Sankt-Pauls-Basilika wurde im Auftrag Konstantins über dem Grab des Apostels Paulus errichtet und diese Kirche bereits 386 erheblich vergrößert. Bis zum Bau des Petersdoms war sie die größte Kirche der Welt.
Diese einzige noch intakte antike Großkirche Roms wurde durch ein Feuer in der Nacht vom 15. zum 16. Juli 1823 fast völlig zerstört. Die heutige Basilika, die nach einem Entwurf von L. Poletti entstanden ist, hält sich in den Dimensionen an das Vorbild der alten Kirche und wurde 1854 von Papst Pius IX. eingeweiht. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde nach einem Entwurf von G. Calderini vor der Hauptfassade eine viereckige Säulenhalle gebaut, in deren Mitte eine Statue des Apostels Paulus von G. Obici steht. Die Fassade der Basilika wird von einem Mosaik geschmückt, das aus der Werkstatt des Vatikans stammt.
Der Innenraum läßt trotz reicher Marmor- und Alabasterarbeiten die Feinheit der ursprünglichen Ausstattung vermissen. Beim Neubau wurde beispielsweise die Kannelierung der Säulen unterlassen. Dennoch spiegelt der Säulenwald, der die Basilika in fünf Schiffe unterteilt, die ursprüngliche Raumwirkung wieder und läßt damit auch die Wirkung der ähnlich dimensionierten und konstruierten Basilika Ulpia auf dem Trajansforum erahnen.
Der Baldachin, der sich über dem Apostelgrab erhebt, stammt aus dem 13. Jahrhundert von der Hand des Arnolfo di Cambio. Auf dem Hauptaltar darunter, unter dem nach dem Brand Reste des antiken Paulusgrabes aufgespürt wurden, feiert wie auch im Petersdom traditionellerweise nur der Papst die Messe. Das Grab wurde seit über 150 Jahren keiner weiteren Untersuchung unterzogen.
Darüber steht der Triumphbogen, der ein Geschenk der Gotenkönigin Galla Placidia aus dem 5. Jahrhundert ist. Der Bogen, der Baldachin und die Apsis mit den Mosaiken aus dem 13. Jahrhundert sind die die einzigen Ausstattungsstücke aus alter Zeit. Die Alabasterfenster sind ein Geschenk des Vizekönigs Mohammed Ali aus Ägypten und die Malachitaltäre im Querschiff stiftete Zar Nikolaus I..
Über den Säulen zieht sich ein langes Band von 265 Medaillons mit den Porträts der Päpste hin. Unter ihnen befindet sich auch schon das Porträt des zur Zeit amtierenden Papstes. Der Sage nach geht die Welt unter, wenn kein platz mehr für ein weiteres Medaillon vorhanden ist.
Quelle: Politikwiki
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Geändert am 28. Februar 2007 um 21:53 Dienstag, 27. Februar 2007
Neues Buch: Marsch auf Rom und Umgebung
Benito Mussolini.
Das Buch "Marsch auf Rom und Umgebung. Ein Bericht" von Emilio Lussu ist im Folio Verlag erschienen. Es ist eine authentische Darstellung des frühen italienischen Faschismus, den Lussu als grausame Farce am eigenen Leib erfuhr. Das Buch wurde von Claus Gatterer (1924 – 1984) übersetzt.
Lakonisch demontiert Emilio Lussu die Legende von Mussolinis glorreicher Machtergreifung in den 1920er Jahren: Die desorganisierten faschistischen Marschkolonnen waren im Schlamm stecken geblieben, während Mussolini im Schlafwagen von Mailand nach Rom reiste, um von Vittorio Emanuele III. den Regierungsauftrag entgegenzunehmen.
Erst nach seinem feierlichen Empfang ließ der Duce seine Truppen einsammeln und in Sonderzügen zur Siegesparade in die Hauptstadt nachholen. In knappen Schilderungen und Dialogen werden die Selbstherrlichkeit des faschistischen Regimes und die Verlogenheit seiner Mitläufer ebenso erlebbar, wie die Weigerung des Sarden Lussu und seiner Freunde, der Schmierenkomödie der Macht tatenlos zuzusehen.
Zum Autor:
Emilio Lussu, geboren 1890 auf Sardinien, 1915 bis 18 hochdekorierter Offizier; 1919 Mitbegründer der autonomistischen Sardischen Aktionspartei; 1921 bis 25 Parlamentsabgeordneter. 1927 Verbannung nach Lipari, 1929 Flucht nach Frankreich. Mitbegründer der antifaschistischen Bewegung "Giustizia e Libertà"; führender Politiker der Resistenza. 1945 bis 48 Minister, bis 1968 Senator. 1975 in Rom gestorben.
Quelle: stol.it
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Geändert am 27. Februar 2007 um 21:32 Montag, 26. Februar 2007
Alte, neue Regierung in Rom

Romano Prodi.
Romano Prodi hat es geschafft. Er kann es noch einmal versuchen. Staatspräsident Giorgio Napolitano hat ihn beauftragt, sich dem Vertrauensvotum der beiden Parlamentskammern zu stellen. Wenn dann am Mittwoch und Donnerstag Romano Prodi bestätigt wird, ist die Regierungskrise mit wenig Schaden zu Ende gegangen. Alle Parteien, auch die Opposition, sind sich einig, dass dies das Verdienst des Staatspräsidenten ist.
Ungewöhnlich, dass Napolitano seine Entscheidung in einer kurzen Rede auch erklärte. Neuwahlen wollte niemand, auch eine große Koalition war nicht machbar, konstatierte er. Ungewöhnlich auch, dass er den Parteien Hausaufgaben mit auf den Weg gab: das Wahlrecht muss neu gestaltet werden. Ob nach deutschen, französischem oder spanischem Vorbild, dass sei ihre Wahl. Aber, so soll er während der Konsultationen unterstrichen haben, verwässert die Modelle, die funkionieren, nicht, macht kein "italienisches Wisch-Wasch" daraus.
Angesichts der schwierigen Situation hat Napolitano nicht nur, wie üblich, die Fraktionsführer konsultiert, sondern dieses Mal auch die Parteiführer. Obwohl von der Linken kommend hat er es Prodi und seiner Koalition nicht leicht gemacht. Er hat auf einer sicheren Mehrheit im Senat bestanden, auch ohne die Stimmen der Senatoren auf Lebenszeit.
Der "Neuzugang" im Senat ist Marco Follini, der ehemalige Sekretär der Christdemokraten UDC, die Teil des Berlusconi-Bündnisses war. Follini ist aus der UDC ausgetreten und hatte im Juni seine eigene Organisation geschaffen, "Italia di Mezzo" - Italien in der Mitte. Follini und dem Druck der Christdemokraten im Prodi-Lager ist es zu verdanken, dass das neue Programm der Regierung sich deutlich der Mitte zuwendet. Die umstrittene gesetzliche Regelung der eingetragenen Lebenspartnerschaften etwa ist auf Eis gelegt.
Das Zwölf-Punkte-Programm wird von bereits ironisch die "zwölf Gesetze" genannt. Und Prodi wird als Rugby-Spieler portraitiert. Die Einführung der Richtlinienkompetenz und ein Regierungssprecher, der für das gesamte Kabinett spricht, sind seine neuen Instrumente.
Quelle: Gießener Anzeiger
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Freitag, 23. Februar 2007
Doku: "Rom - Cäsars Spiel um die Macht"

Pompeius (John Shrapnel) steht seinem einstigen Freund Cäsar im Kampf gegenüber.
Mit "Cäsars Spiel um die Macht" startet auf dem Sendeplatz der "ZDF-Expedition" die aufwändige sechsteilige Dokumentarfilmreihe "Rom", die das ZDF zusammen mit der BBC produziert hat. Aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wird gezeigt, wie Rom der Aufstieg zum mächtigsten Reich der damaligen Welt gelang und welche entscheidenden Wendepunkte es waren, die schließlich zum Fall des Imperiums führten, das sich für unbesiegbar hielt. Im Mittelpunkt stehen mächtige römische Herrscher, die durch ihre Persönlichkeit und Politik das Schicksal des Weltreichs entscheidend prägten.
Die erste Folge "Rom - Cäsars Spiel um die Macht" verfolgt den riskanten Weg Cäsars an die Spitze des Römischen Reiches. Immer wieder, selbst in aus-sichtslos erscheinenden Situationen setzt er mit höchstem Einsatz alles auf eine Karte - und gewinnt. Wer war dieser Mann wirklich, der fast blind auf die Glücks-göttin Fortuna vertraute? Mit bildgewaltigen Inszenierungen in originalgetreuen Kulissen wird Cäsar, verkörpert durch den britischen Schauspieler Sean Pertwee, als genialer Taktiker und Menschenführer, aber auch als skrupelloser Demagoge und brutalerFeldherr deutlich. Bald scheint ihm kein Gegner mehr gefährlich werden zu können - bis Cäsar römisches Recht bricht.
Nun lauern seine ärgsten Feinde nicht mehr auf dem Schlachtfeld, sondern im Senat. Das oberste Macht-gremium des Römischen Reichs beauftragt Gnaeus Pompejus, einen der angesehensten Feldherrn, Cäsar Einhalt zu gebieten. Bei Pharsalus kommt es zur entscheidenden Schlacht. Der Film zeigt in großen Bildern, wie es Cäsar gelingen konnte, Pompejus mit seinen zahlenmäßig weit überlegenen Legionären durch einen Geniestreich zu bezwingen.
Sämtliche Spielhandlungen basieren auf Originalquellen. Renommierte Historiker geben Aufschluss über die neuesten Forschungsergebnisse und erklären die Hintergründe der dramatischen Ereignisse, die schließlich zur Ermordung Cäsars führten. Mit der Dokumentarfilmreihe "Rom" zeigt das ZDF aufs Neue, wie spannend Geschichte sein kann.
Die Dokumentation "Rom - Cäsars Spiel um die Macht" läuft am Sonntag, den 4. März, um 19.30 Uhr im ZDF.
Quelle: Ratgeberbox
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Geändert am 23. Februar 2007 um 22:27 Donnerstag, 22. Februar 2007
Heilige Kicker

Heilige Trikots: Cupteilnehmer aus aller Welt mit den T-Shirts des Turniers.
Im Vatikan ist das Fussball-Fieber ausgebrochen. Denn am Samstag ist Anpfiff zum "Kleriker-Cup". Ein internationales Fussball-Turnier mit Geistlichen.
Da erstaunt es nicht, dass nun auch der Vatikan am Ball sein will. Am Samstag startet nämlich der "Kleriker-Cup". Geistliche aus 50 verschiedenen Ländern treten in 16 Mannschaften gegeneinander an.
Vertreten sind ballbegeisterte Priester und Seminaristen aus Brasilien bis Ruanda, den USA bis Papua Neu-Guinea. Das Finale der katholischen Meisterschaft findet im Juni statt, gespielt wird vor allem auf einem Fussballplatz des Vatikans in Rom.
Der Präsident des Italienischen Olympischen Komitees, Gianni Petrucci, würdigte das geistliche Kicken a als "intelligente Initiative", die helfe, dem Sport und vor allem dem Fussball ein positives Image zu geben.
Die Regeln beim "Kleriker-Cup" unterscheiden sich allerdings etwas von denen eines konventionellen Spiels. So stehen die religiösen Fussballer beispielsweise lediglich eine Stunde auf dem Rasen. Obs bei den Obrigkeiten auch Fouls gibt, ist bisher nicht bekannt.
Quelle: Blick.ch
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Geändert am 27. Februar 2007 um 21:31 Mittwoch, 21. Februar 2007
Römisches Filmmuseum zwangsgeräumt

Blick ins Filmmuseum in Rom.
Die Polizei hat mit der geplanten Zwangsräumung des Filmmuseums in Rom begonnen, in dem über 5000 Originalfilme, Dokumente, Fotos, Filmapparate und Kostüme aufbewahrt sind.
Die Polizei hat die Räumlichkeiten des Museums sowie die gesamte Sammlung beschlagnahmt, berichtete der Leiter und Gründer des Museums, Jose Pantieri, am Dienstag.
Der Bau, in dem sich das römische Filmmuseum seit 1959 befand, wurde von der Gemeinde einem bekannten Immobilienunternehmer verkauft, der daraus 180 Wohnungen machen will. Der Unternehmer verlangt seit Monaten die Delogierung des Museums.
Trotz zahlreicher Appelle wurden Pantieri bisher nur Standorte angeboten, die seiner Ansicht nach zur Aufbewahrung des wertvollen Materials ungeeignet sind. Die Gemeinde Rom sieht die Lage anders. Man habe Pantieri einen Flügel im Museum für Volkskunde angeboten und 750 000 Euro für dessen Adaptierung bereitgestellt.
Im römischen Filmmuseum waren bisher auf 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche wertvolle Streifen und Zeugnisse europäischer Filmgeschichte aufbewahrt.
Das Museum enthielt die weltweit grösste Sammlung von Stummfilmen, das Archiv unter anderem zwei Millionen Bühnenfotos, Drehbücher von Starregisseuren wie Sergio Leone und Roberto Rossellini, die Filmkamera von Vittorio De Sica, Kostüme aus Federico Fellinis Filmen und die erste Platte des italienischen Starschauspielers Vittorio Gassman.
Quelle: Basler Zeitung
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Geändert am 21. Februar 2007 um 21:53 Dienstag, 20. Februar 2007
Wiedervereinigung von anglikanischer und römisch-katholischer Kirche?

Papst Benedikt XVI. solle die wiedervereinigten Kirchen führen.
Einem Zeitungsbericht zufolge gibt es bei der anglikanischen und der römisch-katholischen Kirche erste Schritte in Richtung einer Wiedervereinigung. Doch Konservative und Liberale streiten sich.
Die anglikanische und die römisch-katholische Kirche wollen nach einem Bericht der "Times" eine Wiedervereinigung unter der Führung von Papst Benedikt XVI. anstreben. Ein entsprechender Vorschlag solle in diesem Jahr bekannt gegeben werden, berichtete die britische Zeitung am Montag. Hochrangige Bischöfe beider Kirchen hätten einen 42-seitigen Bericht erarbeitet, der beide Kirchen dazu auffordere, nach Möglichkeiten einer Vereinigung zu suchen.
Große Differenzen
Der Vatikan äußerte sich bislang nicht zu dem Zeitungsbericht. Papst Benedikt XVI. hatte im vergangenen November den Primas der Anglikanischen Kirche und Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, im Vatikan empfangen. Nach dem Treffen wiesen beide auf die nach wie vor bestehenden Konflikte zwischen beiden Kirchen hin. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es aber, trotz "ernster Hindernisse" müsse der Weg der Annäherung (Ökumene) zwischen Rom und den Anglikanern weiter verfolgt werden.
Die anglikanische Kirche zählt weltweit rund 78 Millionen Gläubige, die katholische eine Milliarde. Nach Streitigkeiten des englischen Königs Heinrich VIII. mit dem Vatikan 1534 erklärten die Bischöfe Englands, dass sie den englischen König und nicht den Papst als ihr Oberhaupt betrachten und sagten sich von Rom los. In der Theologie steht die anglikanische Kirche den Protestanten nahe, die Liturgie aber blieb der katholischen Tradition verhaftet.
Weite Informationen bei stern.de
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Geändert am 20. Februar 2007 um 21:58 Montag, 19. Februar 2007
Das Luftfahrtmuseum am Lago Bracciano

Das Luftfahrtmuseum in Vigna di Valle bei Trevignano Romano am Lago Bracciano, nur 36 Kilometer nordwestlich von Rom entfernt, ist eines der größten seiner Art in Italien. Es wird von der italienischen Luftwaffe unterhalten.
Das Museum hat die Aufgabe, wertvolle militärhistorische Objekte aus dem Luftfahrtbereich zu sammeln, zu restaurieren, zu erhalten und auszustellen und auf diese Weise einen wissenschaftlichen und didaktischen Beitrag zur Förderung und Pflege der Luftfahrtkultur zu leisten.
Das Museum ist in vier Pavillione unterteilt. Im Bereich "Troster" (1.200 m Quadratmeter) sind Exponate aus der Pionierzeit der Fliegerei bis zum Ersten Weltkrieg zu sehen. Daneben befinden sich hier einige Wasserflugzeuge aus der Zwischenkriegszeit. Im Pavillion "Velo" (3.600 Quadratmeter) befindet sich eine Sammlung von Doppeldeckern und Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg. Der 60x66 Meter große "Badoni-Hangar" war ursprünglich für die Überholung von Wasserflugzeugen gedacht und dient heute ebenfalls als Ausstellungshalle. Im Pavillion "Skema" (80x40 Meter) sind modernere Flugzeuge ausgestellt.
Daneben gibt es noch ein Dokumentationszentrum, das sich mit dem Leben und den Polarflügen Umberto Nobiles beschäftigt. Das Dokumentationszentrum verfügt auch über eine Bibliothek und eine Sammlung von Fotos, Gemälden, Medaillien, elektrischen Apparaten und anderem mehr.
Der Besuch des Museums ist kostenlos. Es bleibt an Montagen, an Neujahr, Ostern und Weihnachten geschlossen. An allen anderen Tagen ist es von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet (von Juni bis September bis 17.30 Uhr).
Quelle: Wikipedia
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Geändert am 19. Februar 2007 um 23:33 Samstag, 17. Februar 2007
Signal für Klimaschutz: Beleuchtung aus

Als Signal für den Klimaschutz ist die Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden Italiens am Freitagabend (16. Februar) eine halbe Stunde lang abgeschaltet worden.
Von 18 Uhr an stand das Kolosseum in Rom ebenso im Dunkeln wie das Pantheon oder der Trevi-Brunnen. Auch in Mailand, Venedig, Florenz, Pisa, Neapel und anderen Städten wurden weder Kirchen noch Museen noch öffentliche Plätze angestrahlt.
Die Aktion erfolgte anlässlich des zweiten Jahrestags des In-Kraft-Tretens des Klimaschutzabkommens von Kyoto, das eine deutliche Reduzierung der Treibhausgase vorsieht. Bisher 35 Industriestaaten haben sich darin verpflichtet, ihre Emissionen bis 2012 um durchschnittlich fünf Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken.
Quelle: OE24
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Freitag, 16. Februar 2007
Kokain auf fast allen Geldscheinen

Kokain in aller Hände: Auf 97 Prozent aller Euro-Scheine haben Beamte bei einer Feldstudie in Rom jetzt Spuren der Droge entdeckt. Insgesamt habe das kriminalwissenschaftliche Institut der Ewigen Stadt 100 Banknoten im Wert von 20 Euro analysiert, berichteten italienische Medien.
Dabei kam heraus, dass fast alle der Banknoten schon mal zum Koksen verwendet worden waren. Nur drei der Euro-Scheine waren nicht mit Kokain kontaminiert. Der italienische Innenminister Giuliano Amato hatte schon Anfang des Monats davor gewarnt, dass es auf der Apenninhalbinsel einen «gigantischen Konsum» von Kokain gebe.
Das Ergebnis ist in Europa kein Einzelfall: 2003 hatte das Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) in Nürnberg festgestellt, dass auch in Deutschland 19 von 20 Geldscheinen Koks-Spuren aufwiesen. Ähnliche Resultate brachten Studien in Großbritannien und Spanien.
Quelle: Die Welt
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Geändert am 17. Februar 2007 um 23:26 Donnerstag, 15. Februar 2007
Villa Torlonia wieder eröffnet

Rom ist für Touristen wieder um eine Sehenswürdigkeit reicher. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist die Villa Torlonia wieder eröffnet worden, wie die Italienische Zentrale für Tourismus in Frankfurt mitteilt.
Der neoklassizistische Bau aus dem 19. Jahrhundert liegt inmitten eines Parks in der Nähe der Via Nomentana und zeigt eine Ausstellung mit 150 Kunstwerken aus der Zeit des Jugendstils und des Art Deco. Zu sehen sind unter anderem mehrfarbige Türen und Fenster in kostbarem, verbleitem Glas.
1806 begann der Architekt Giuseppe Valadier, der aufgrund der Neugestaltung der Piazza del Popolo in Rom zu Ruhm gelangte, im Auftrag des Bankiers Giovanni Torlonia, der das Gelände 1797 von der Familie Colonna erhielt, mit dem Bau der Anlage, die in der Zeit Alessandro Torlonias, dem Sohn Giovannis, fertiggestellt wurde. Nach einer Zeit längeren Leerstands wurde die Villa Torlonia in den 1920er Jahren die offizielle Residenz Mussolinis, der einen symbolischen Pachtbetrag von einer Lira pro Jahr bezahlte. Unter Mussolini und dem Prinzen Torlonia wurde unter dem Parkgelände, in den jüdischen Katakomben aus dem 3. und 4. Jahrhundert nach Christus, eine Zuflucht gegen (befürchtete) Luftangriffe gebaut.
Im Park sind neoklassische Skulpturen (Teile der Sammlung Torlonia) sowie ein Pavillon zu finden.
Das Casino Nobile ist ein Beispiel neoklassischer Architektur, das Casina delle Civette ist ein Gebäude des Jugendstils. Es wurde vor einiger Zeit in ein Museum umgewandelt.
Link: www.museivillatorlonia.it
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Geändert am 15. Februar 2007 um 22:12 Mittwoch, 14. Februar 2007
Fluglinie Meridiana mit Notlandung in Rom

Ein Flugzeug der italienischen Linie Meridiana ist am Dienstag auf dem römischen Flughafen Fiumicino notgelandet. Nach dem Ausfall des linken Motors habe der Pilot Alarm geschlagen und um die Erlaubnis zur Landung in Rom gebeten. Die Maschine sei auf dem Weg von Catania auf Sizilien nach Bologna gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Rund um die Landebahn hätten sich Rettungsfahrzeuge in Stellung gebracht. Jedoch habe es bei der Notlandung keine Probleme gegeben und alle 59 Passagiere sowie die sechs Beatzungsmitglieder seien mit dem Schrecken davon gekommen, hieß es. Die Fluggäste wurden auf andere Flugverbindungen nach Bologna umgebucht.
Quelle: Aero
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Dienstag, 13. Februar 2007
Genesis im Zirkus Maximus

Die legendäre Pop-Formation "Genesis" plant ein kostenloses Konzert in Rom. Dieses soll am 14. Juli im Zirkus Maximus stattfinden. In dieses antike Bauwerk passen rund 400.000 Zuschauer. Tickets für den Auftritt werden nicht verteilt. Wer zuerst kommt, malt zuerst.
"Genesis" mit Phil Collins, Tony Banks und Mike Rutherford feiern in diesem Jahr nach 15 Jahren ihr Comeback. Sie gehen dafür auch gleich auf Reunion-Tour. Diese startet am 11. Juni in Finnland. Auch in Deutschland macht die Band um Phil Collins Halt.
Genesis haben über 130 Millionen Alben verkauft. Sie sind eine der wenigen britischen Bands, die einen globalen Erfolg für sich verbuchen können, und das bereits seit vier Jahrzehnten. Genesis wurde 1966 von Tony Banks, Peter Gabriel, Mike Rutherford und Anthony Phillips, noch während der Schulzeit gegründet. Am erfolgreichsten war die Formation mit dem Line-Up Phil Collins, Tony Banks und Mike Rutherford und ihrem unvergleichlichen gemeinsamen Songwriting. Das "The Duke Album" führte 1980 die UK-Charts an und die Hitsingle "Turn It On Again" hatte die Monopolstellung auf alle Radiostationen.
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Geändert am 14. Februar 2007 um 21:51 Dienstag, 13. Februar 2007
Rom will Fettleibigkeit bei Kindern bekämpfen

Die italienische Regierung will Fettleibigkeit bei Kindern bekäpfen. Gesundheitsministerin Livia Turco hat einen Plan aufgestellt, um jungen Italienern gesunde Ernährung näher zu bringen, berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Freitag.
Dickste Kinder in Europa. Die jüngste EU-Statistik zur körperlichen Verfassung der EU-Bürger hatte Ende vergangenen Jahres ergeben, dass die italienischen Kinder zu den dicksten in Europa gehören. Unter anderem soll nun in den Schulen regelmäßig eine Unterrichtsstunde dem Thema Gesundheit und Ernährung gewidmet werden. "Die Regierung gegen Junk Food", titelte das Blatt.
Werbekampagnen. Werbekampagnen sollen die positiven Effekte von Gemüse und Obst herausstellen. "Die Hälfte der Italiener isst überhaupt kein Gemüse", schrieb "La Repubblica". Auch würden Kinder ab sofort dazu angeregt, mehr Sport zu treiben. Und noch eine Idee hat die Ministerin: Lebensmittelautomaten sollen nicht mehr mit Schoko-Riegeln, sondern mit frisch verpackten Früchten und Gemüse bestückt werden.
Quelle: Kleine Zeitung
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Freitag, 9. Februar 2007
Mordprozess gegen US-Soldat in Rom

Giuliana Sgrena.
Die Justiz eröffnet ein Verfahren gegen einen US-Soldaten. Er hatte in Bagdad auf ein Auto mit der aus der Geiselhaft befreiten Journalistin Giuliana Sgrena und italienischen Geheimdienstagenten geschossen. Die Auslieferung des Angeklagten ist ausgeschlossen.
Einmal vollendeter Mord, dazu noch zwei Mordversuche: So lautet die Anklage, unter der am 17. April in Rom der Prozess gegen den US-Soldaten Mario Lozano eröffnet werden wird, wie am Mittwoch ein römischer Untersuchungsrichter anordnete. Lozano war der Schütze, der am Abend des 4. März 2005 in der irakischen Hauptstadt Bagdad das Feuer auf jenen Wagen eröffnete, in dem zwei italienische Geheimdienstagenten die gerade aus Geiselhaft befreite Journalistin Giuliana Sgrena zum Flughafen brachten. Der Attacke an einem mobilen US-Checkpoint fiel damals der Agent Nicola Calipari zum Opfer, während Giuliana Sgrena einen Schulterdurchschuss erlitt.
Von Beginn an versuchte die US-Regierung, die Schuld auf die italienischen Beamten abzuwälzen. Sie hätten den Stoppsignalen der Patrouille nicht Folge geleistet, sondern seien mit überhöhter Geschwindigkeit weitergefahren. Aufgrund der Zeugenaussagen Sgrenas und des zweiten italienischen Agenten kamen die italienischen Behörden - und auch der Richter, der über die Eröffnung der Hauptverhandlung entschied - zu einem ganz anderen Ergebnis.
Ausführlicher Bericht in der TAZ >>>
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Geändert am 9. Februar 2007 um 21:26 Freitag, 9. Februar 2007
Enorme Zunahme der Pilgerströme

Das wiedererstarkte Interesse an Religion zeigt sich in zunehmenden Besucherzahlen Roms. "Es gibt eine enorme Zunahme der Pilger- und der Touristenströme. An Sonntagen sind zwischen 50.000 und 60.000 Menschen auf dem Petersplatz, der Papst kann mittwochs seine Audienzen gar nicht mehr in der Audienzhalle halten",sagt Walter Kardinal Kasper in der ZEIT. In einem Streitgespräch mit Peter Sloterdijk debattieren der hochrangige Geistliche und der Philosoph über das Wiedererstarken der Religionen und den Konflikt zwischen Islam und Christentum.
Es zeige sich, so der Kardinal, "dass der Mensch von seinem Wesen her religiös ist und dass in ihm diese Frage brennt". Die Säkularisierung in Westeuropa in den letzten 300 Jahren sei "eine Sonderentwicklung, die wir sonst nirgends finden". Nun aber kämen "manche Fragen zurück, weil die Selbstbefreiung, die es seit der Aufklärung gibt, ihre Verheißungen nicht erfüllt und Enttäuschung hervorbringt", sagt Kardinal Kasper.
Sloterdijk widerspricht dem Geistlichen: "In meinen Augen ist diese relative Entchristianisierung Europas, die seit der Französischen Revolution stattgefunden hat, doch eine recht fundamentale Tatsache. Man sollte in ihr nicht nur eine Anomalie sehen." Die Religion liefere nicht mehr "das Interpretationsmodell für alle Lebensbereiche".
Kardinal Kasper räumt ein, dass es "ein Wesen und ein Unwesen der Religion" gibt. "Religion ist nie cool. Religion macht glühend. Natürlich kann das in Fanatismus umschlagen, aber es kann sich auch in Liebe, in den Einsatz für Gerechtigkeit, für Frieden und Freiheit in der Welt umsetzen und so unglaubliche Kräfte freisetzen."
Quelle: Presseportal
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Geändert am 9. Februar 2007 um 01:08 Mittwoch, 7. Februar 2007
Filmissimi: "Status Yo" im Goethe-Institut

Szene aus "Status Yo".
Im Rahmen der Reihe Filmissimi wird am Donnerstag, 15. Februar, 20.45 Uhr, im Auditorium des Gothes-Instituts in der Via Savoia 15 in Rom (Tel. +39 06 8440051) der Film "Status Yo" gezeigt. Der Eintritt ist frei.
Yaneq hat heimlich eine Affäre mit der Schwester seines besten Freundes. Um davon abzulenken, verspricht er großspurig, die größte Hip-Hop-Party des Jahres zu organisieren. Sein Problem: Er hat weder Geld, Ausrüstung noch bereitwillige Bands. Unterdessen muss der notorisch verschuldete Seassion seine türkische Freundin aus den Klauen ihres Bruders retten, der Rapper Sera um eine Wohnung kämpfen und Graffiti-Sprayer Dany einen weißen Zug finden...
In packenden Episoden verknüpft Regisseur Till Hastreiter die Geschichten junger Rapper in Berlin zu einem glaubwürdigen Subkultur-Selbstporträt. Krönender Abschluss des Films ist eine Riesenparty, bei der alle Charaktere ihrer Liebe zum Hip-Hop hemmungslos frönen.
Mehr Infos >>>
Regie: Till Hastreiter
Deutschland, 2004
Farbe, 101’, Originalversion mit italienischen Untertiteln
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Geändert am 9. Februar 2007 um 21:27 Dienstag, 6. Februar 2007
Keine Fans mehr in unsicheren Stadien

Bald nur noch Geisterspiele in Italien?
Drei Tage nach den Ausschreitungen in Catania hat die italienische Regierung hart durchgegriffen. "Es wird keine Spiele mehr mit Publikum in Stadien geben, die nicht den Sicherheitsvorschriften entsprechen", erklärte Innenminister Guliano Amato.
An einem Krisengripfel in Rom einigte sich die Regierung mit dem italienischen Fussballverband und dem Nationalen Olympischen Komitee auf ein Massnahmenpaket. Morgen Mittwoch findet eine ausserordentliche Kabinettssitzung statt, auf der eine Gesetzesvorlage zur Sicherheit in den Stadion verabschiedet werden soll.
Der Tod eines Polizisten nach dem sizilianischen Serie-A-Derby zwischen Catania und Palermo hatte am Wochenende zur Absage aller Fussballspiele in Italien geführt. Wann die Meisterschaften wieder aufgenommen werden, entscheidet sich am Mittwoch. Es ist damit zu rechnen, dass bereits am nächsten Wochenende wieder gespielt wird.
Sechs Stadien sind sicher
Nur sechs von 16 Serie-A-Stadien besitzen die im so genannten Pisanu-Gesetz vorgeschriebenen Sicherheitseinrichtungen. Dazu zählen die Olympiastadien in Rom und Turin sowie die Arenen in Genua, Palermo, Siena und Messina. In Mailand und Parma stehen die Umbauarbeiten unmittelbar vor dem Abschluss. Nur dank Ausnahmegenehmigungen durfte bisher in den anderen Arenen gespielt werden. Sie erfüllen die Auflagen des vom früheren Innenminister Giuseppe Pisanu eingeführten Gesetzes gegen die Gewalt im Fussball nicht.
Das Gesetz sieht unter anderem auf den Namen ausgestellte Eintrittskarten, elektronische Ticket-Kontrollen an den Stadien mit Einlass durch ein Metall-Drehkreuz, Video-Überwachung im gesamten Stadion-Bereich für Stadien mit mehr als 10.000 Plätzen sowie vorgelagerte Sicherheitskontrollen an den Eingängen vor. Das von der Staatsanwaltschaft nach den Krawallen beschlagnahmte Stadion in Catania verfügt weder über Sicherheitskontrollen an den Eingängen, noch über ein ausreichendes Video-Überwachungssystem.
Ausser auf die "Geisterspiele" in unsicheren Stadien einigten sich die Konferenzteilnehmer in Rom auch auf ein Verkaufsverbot von Eintrittskarten an die Fans des Gastvereins. Zudem dürfen in Zukunft auch gegen bislang nicht vorbestrafte Hooligans Stadionverbote ausgesprochen werden. Bereits einmal verurteilte Krawallmacher müssen zu den Zeitpunkten der Spiele ihrer favorisierten Klubs Sozialdienst leisten.
Prodi kritisierte Ligaboss Matarrese
Ligachef Antonio Matarrese setzt sich für eine möglichst rasche Wiederaufnahme der Meisterschaften ein. Mit seiner Analyse der Lage sorgte er am Montag allerdings für einige Empörung. "Wir sind verbittert, aber die Show muss weitergehen. Die Toten im Fussball-System sind Teil dieser grossen Bewegung, die die Sicherheitskräfte nicht kontrollieren können,» sagte Matarrese der Zeitung "La Repubblica". "Die Tür zum Fussball darf nicht zugesperrt werden. Dies ist die Hauptregel. Fussball ist eine Industrie, die einen gewissen Preis hat."
Italiens Regierungschef Romano Prodi reagierte mit heftiger Kritik auf diese Aussagen: "Ich habe unannehmbare Äusserungen über die Unvermeidbarkeit der Geschehnisse in Catania gelesen. Dies sind wahnsinnige Meinungen. Der Fussball muss zu seinen Wurzeln zurückfinden und wieder ein Sport sein." Der Ministerpräsident versicherte, dass sein Kabinett dafür sorgen werde, dass es in Zukunft keine Todesfälle mehr im Fussball geben werde.
Quelle: Basler Zeitung
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Geändert am 6. Februar 2007 um 21:50 Montag, 5. Februar 2007
Film: "Menschen in Rom"

Der Regisseur Ettore Scola folgt in "Menschen in Rom" einem Bus, der kreuz und quer durch Rom fährt und die seltsamsten Gestalten transportiert.
Einst war es Federico Fellini, der in "Das süße Leben" Rom und seine seltsamen Bewohner besang. Und nun, in "Menschen in Rom" (2003), ist die "ewige Stadt" wiederum Schauplatz der Gegenwart: Der Regisseur Ettore Scola folgt einem Bus, der kreuz und quer durch Rom fährt und dabei die seltsamsten Gestalten transportiert. Sein Film zeigt nicht das von Touristen geprägte Rom, sondern "das vom Alltag gefärbte und zerfurchte Gesicht der Stadt".
"Eine Fahrt durch Rom, aus den weit außerhalb liegenden Bezirken bis in ihren historischen Kern, in einem Bus, gelenkt von einer jungen, weiblichen Angestellten der städtischen Verkehrsbetriebe: das Abenteuer, an einer roten Ampel zu halten, an der eine elektronische Anzeige die Autofahrer mit den aktuellen Börsenkursen versorgt, während darunter ein schmächtiges Zigeunermädchen ein 'Ich habe Hunger'-Schild hochhält; oder ein Autoscheiben-Waschmann, der mit seinem Gummischrubber nur auf den nächsten intoleranten Autofahrer wartet, um mit ihm seine Kräfte zu messen": All das sind Impressionen, mit denen Ettore Scola seinen Film selbst beschreibt.
Einen ganzen Tag lang, von morgens bis abends, zeigt er in kurzen Szenen in Rom lebende Menschen: Ein Mann, der arbeitslos geworden ist, nimmt auch weiterhin jeden Morgen den Bus in die Stadt. Den ganzen Tag lang steuert dieser Bus auf seiner Strecke Stationen an, die winzige Einblicke in das Alltagsleben der Menschen in der Metropole am Tiber geben.
Es sind Menschen jeden Alters und aller sozialen Klassen. Ein Intellektueller spricht über das Verhältnis der Römer zu den in Rom lebenden Immigranten. Zwei halbwüchsige Jungen beobachten hinter Erotikmagazinen eine Putzfrau, wie sie in einem kurzen Rock ihre Fenster putzt. Ein unbeholfenes Mädchen wird von ihren Mitschülern gemobbt. Mal trifft man auf einen Barmann mit rassistischen Parolen, dann wieder auf einen Römer, der auf dem Friedhof die Stimmen Verstorbener hört.
Scola stellt diese Situationen mit Schauspielern nach - wenn man so will, ein Manko des Films. Doch zeigt er den aufkeimenden Rassismus, die Probleme der Immigranten, Alter und Armut mit erstaunlicher Leichtigkeit. Er wirft Fragen auf, ohne darauf ideologische Antworten zu geben. Spannende Spazierfahrten durch Rom, die ewig faszinierende Stadt. Ein Querschnittsfilm, wie ihn einst Walter Ruttmann schuf, mit "Berlin, Sinfonie der Großstadt" von 1927. Heutzutage durchaus ein Wagnis.
Quelle Fränkischer Tag
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Geändert am 5. Februar 2007 um 21:28 Sonntag, 4. Februar 2007
Mafia-Immoblien werden zu Sozialwohnungen
Insgesamt 57 ehemalige Mafia-Immobilien sind am Freitag in den Besitz der Stadt Rom übergegangen. Die Appartements und Villen sollen demnächst in Sozialwohnungen für hilfebedürftige Menschen und Einrichtungen für Kinder umgewandelt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Ein entsprechendes Dokument wurde unter anderem vom römischen Bürgermeister Walter Veltroni, dem römischen Polizeichef Achille Serra und Generalstaatsanwalt Pietro Grasso unterzeichnet.
Die Häuser waren in den vergangenen Jahren im Rahmen von Ermittlungen gegen das organisierte Verbrechen beschlagnahmt worden. "Dies ist ein Ergebnis, das Jahre des Kampfes gegen die Mafia prämiert und ihren Opfern zumindest etwas Gerechtigkeit bringt", sagte Grasso. Veltroni betonte, die Immobilien seien eine gute Gelegenheit, bei sozialen Notfällen zu helfen und die Wohnsituation vieler Menschen zu verbessern.
Quelle: Südtirol Online
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Sonntag, 4. Februar 2007
"Domus Aurea": Neros Neuschwanstein

"In den Speisesälen gab es bewegliche Decken aus Elfenbein, durch die Blumen herabgeworfen und Parfüm versprengt werden konnte", schreibt der römische Verwaltungsangestellte Sueton.
Nach dem verheerenden Brand im Jahr 64 vor Christus stand Kaiser Nero ohne angemessene Behausung da. Sofort gab der Herrscher mit dem Sinn für Gigantismus ein Stadtpalais auf dem Oppius-Hügel in Auftrag, das mehr einem ausgedehnten Landgut glich.
In 300 Zimmern hatte Nero wieder Raum zum Feiern, mit Gold und Elfenbein geschmückt war es auch standesgemäß und in der Antike legendär. Wegen der verschwenderischen Pracht wurde der Palast "Domus Aurea", Haus aus Gold, genannt. In der Eingangshalle brachte Nero eine riesige Statue seiner selbst unter, gekleidet als Sonnengott.
Auch bei den Gartenanlagen war Nero gewohnt unbescheiden: Er beanspruchte einen großen Teil des Palatins und der angrenzenden Hügel. Wo heute das Kolosseum steht - das nach Neros Kolossalstatue benannt ist -, ließ der Kaiser einen künstlichen See anlegen.
Die Römer spotteten, sie müssten in das nahegelegene Veji auswandern - schließlich sei Rom zu einem einzigen Haus geworden. Und das hatte es in sich.
Der römische Verwaltungsangestellte Sueton schreibt in seiner Nero-Biographie:
"In den Speisesälen gab es bewegliche Decken aus Elfenbein, durch die Blumen herabgeworfen und Parfüm versprengt werden konnte. Der wichtigste von ihnen war kreisrund und bewegte sich bei Tag und bei Nacht ständig, wie die Erde. Die Bäder wurden mit Meer- und Schwefelwasser gespeist. Als Nero das Haus einweihte, zeigte er sich sehr zufrieden und sagte, dass er jetzt endlich in einem Haus wohne, das eines Menschen würdig sei.“ (Sueton, Nero, 31)
Viel blieb von Neros Palast nicht übrig: Die nachfolgenden Kaiser gaben dem Volk einen Großteil der Stadt zurück, anstelle des Sees wurde das Kolosseum erbaut.
Nur auf beziehungsweise in dem Hügel Oppius sind Teile des Hauses aus Gold erhalten: Erst 1999 waren die Räume mit den Fresken nach jahrzehntelangen Ausgrabungen und Restaurationen für Besucher geöffnet worden.
Doch Ende 2005 drohte nach Überschwemmungen das Dach des Palastes einzustürzen, das "Domus Aurea" wurde wieder gesperrt - bis jetzt.
Zwar sind die Restaurations-Arbeiten bei weitem noch nicht abgeschlossen. Dennoch dürfen kleine Besuchergruppen vom 6. Februar an wieder durch einen Teil von Neros Privatreich wandeln.
Weitere Informationen
"Open for restoration" heißt das Programm, bei dem auch die Arbeit an der Wiederherstellung von Neros Palast vorgestellt wird. Ein Archäologe führt von Dienstag bis Freitag alle 40 Minuten eine Gruppe mit höchstens 20 Besuchern durch die Räume, Öffnungszeiten sind von 10 bis 16 Uhr. Zur Tour muss man sich anmelden (Telefon +39-06-39967700, www.pierreci.it).
Quelle: Süddeutsche
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 5. Februar 2007 um 21:28 Freitag, 2. Februar 2007
Architektur: TransEuropaExpress 2007
Die Tagung TransEuropaExpress, initiiert im Jahr 2005 vom Literaturhaus (Casa delle Letterature)der Kulturabteilung der Stadt Rom und der Fondazione Antonio Ratti aus Como, findet in Zusammenarbeit mit der Vertretung der Europäischen Komission in Italien und mit den Vertretungen der Europäischen Botschaften und Kulturinstitute statt.Bernd Hunger.
Die Tagung bringt Intellektuelle und Fachleute aus ganz Europa zusammen, um über das Projekt Europa und die damit verbundene Frage der europäischen Identität zu diskutieren. Grundprinzip ist, dass jeweils ein Vertreter aus den beteiligten Ländern einen noch unveröffentlichten Text zum jeweiligen Themenschwerpunkt vorträgt und seine Position in die Diskussion mit den anderen Referenten und dem Publikum einbringt. Anschließend werden die Vorträge in einen Tagungsband publiziert, in den Vorjahren bei den etablierten italienischen Verlagen Rizzoli und Donzelli.
2005 war das Thema Die Autoren des Neuen Europa, wobei 26 junge Autoren Europa als kulturelle Gemeinschaft beleuchtet haben.
Die Teilnehmer der zweiten Tagung im Jahr 2006 haben sich damit auseinandergesetzt, wie die Bevölkerung der Europäischen Union das Projekt Europa wahrnimmt. Anhand von historischen, politischen, sozialen und kulturellen Analysen wurde die Frage nach einer europäischen Identität diskutiert. Als Beitrag aus Deutschland hatten wir den Schriftsteller Jury Andruchowitsch eingeladen.
Dieses Jahr lautet das Thema Die europäische Stadt zwischen Realität und Vision. Die Stadt soll nicht nur durch die Augen von Schriftstellern und Dichtern betrachtet werden, sondern auch aus städtebaulicher und architektonischer Perspektive. Es geht darum, die Metropole als Labor für zeitgenössische Kultur zu fassen.
An der Tagung wird für Deutschland der Experte für Stadtplanung, Bernd Hunger, teilnehmen.
Im Rahmen der Tagung wird außerdem vom 21. Februar bis zum 2. März im Foyer des Goethe-Instituts die Fotoausstellung Urbane Räume/Urban Spaces gezeigt - eine Auswahl von Fotoreportagen, die 2003 beim Europäischen Architekturfotografie-Preis ausgezeichnet wurden.
Quelle: Goethe Institut Rom
Tagung
21. - 24. Februar 2007
Auditorium des Goethe-Instituts
Via Savoia 15, Rom
Info: Tel. +39 06 8440051
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Donnerstag, 1. Februar 2007
Die Katakomben von Rom

Die Katakomben sind antike unterirdische Friedhöfe, vor allem in Rom gleichzeitig genutzt von christlichen und jüdischen Gemeinschaften. Die zahlreicheren christlichen Katakomben haben ihren Ursprung im zweiten Jahrhundert und wurden bis Mitte fünten Jahrehunderts ausgebaut.
Ursprünglich waren sie ausschließlich Begräbnisstätten. Hier trafen sich die Christen zu den Beerdigungsriten, zum Jahrgedächtnis der Martyrer und der Verstorbenen.
In der Verfolgungszeit dienten sie nur in Ausnahmefällen kurzzeitig als Zufluchtsort für die Feier der Eucharistie. Sie wurden nicht als geheimes Versteck von den Christen benutzt - eine reine Legende aus dem Bereich der Romane und Filme.
Nach Ende der Verfolgungszeit, vor allem zur Zeit des hl. Papstes Damasus I (366-384), wurden die Katakomben Heiligtümer der Martyrer, Zentren der Verehrung und des Pilgerns der Christen aus allen Teilen des römischen Reiches.
Zu dieser Zeit gab es in Rom auch oberirdische Friedhöfe, die Christen bevorzugten aus verschiedenen Gründen die unterirdischen Begräbnisstätten. Vor allem lehnten die Christen den heidnischen Brauch der Totenverbrennung ab. Nach dem Beispiel Christi wünschten sie die Körperbestattung, auch aus Achtung vor dem Leib, der eines Tages zur Auferstehung von den Toten bestimmt ist.
Diese Einstellung der Christen schuf Platzprobleme, ein Problem, welches die Entwicklung der Katakomben entscheidend beeinflusste. Bei der Verwendung von Oberflächenfriedhöfen wäre der zur Verfügung stehende Raum bald ausgeschöpft gewesen, da sie die Gräber nur einmal benutzten. Die Katakomben lösten dieses Problem ökonomisch, praktisch und sicher. Zudem waren die ersten Christen in der Mehrheit arm, und so wurde diese Begräbnisform allgemein gebräuchlich bei ihnen.
Auch andere Gründe sprachen für die Vorzüge der unterirdischen Begräbnisform. Sie entsprach sehr genau ihrem Gemeinschaftssinn, wollten sie doch auch im "Schlaf des Todes" beieinander sein. Zudem erlaubten diese Orte vor allem in der Verfolgungszeit, sich diskret und ungestört zusammenzufinden, sowie auch frei die christlichen Symbole zu verwenden.
In Übereinstimmung mit dem römischen Gesetz, welches jede Beisetzung Verstorbener innerhalb der Stadtmauen verbot, liegen alle Katakomben an den großen Konsularstraßen und in der Regel in der Nähe der damaligen Vorortsgebiete.
Service-Informationen
1. Zur Zeit sind folgende fünf Katakomben für die Öffentlichkeit zugänglich:
- St. Agnes - Katakombe, 00162 Rom, via Nomentana, 349; Tel. 06 861 08 40, (geschlossen sonntags am Vormittag und montags am Nachmittag)
- Priscilla - Katakombe, 00199 Rom, via Salaria, 430; Tel./ Fax 06 862 062 72, (montags geschlossen)
- Domitilla - Katakombe, 00147 Rom, via delle Sette Chiese, 282/280 Tel. 06 511 03 42 / 06 513 39 56; Fax 06 513 54 61, (dienstags geschlossen)
- St. Sebastians - Katakombe, 00179 Rom, via Appia Antica, 136; Tel. 06 788 70 35; Fax 06 784 37 45, (sonntags geschlossen)
- St. Kallixtus - Katakombe, 00179 Rom, via Appia Antica, 126; tel. 06 513 01 51 / 06 513 01 580 - fax 06 513 01 567 (mittwochs geschlossen)
2. Alle Katakomben sind das ganze Jahr geöffnet mit Ausnahme l.Weihnachtstag, Neujahr, Ostersonntag. Jede Katakombe hat einen wöchentlichen Schließungstag, zusätzlich geschlossen einen Wintermonat für notwendige Kontroll - und Reparaturarbeiten.
3. Besuchszeiten für alle Katakomben: (mit Ausnahme der St. Agnes - Katakombe)
- 9 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr
(St. Agnes-Katakombe: 9 - 12 Uhr und 16- 18 Uhr)
4. Führungen: alle Besucher nehmen an einer begleiteten Führung in der Sprache ihrer Wahl teil. Die Kosten für die Führung sind im Eintrittspreis enthalten. Der Besuch dauert etwa eine halbe Stunde.
5. Eintrittspreis: voller Preis 5 €, ermäßigt 3 €
6. Informationen über Ermäßigungen:
- Jeder Besucher muß am Eingang seine Eintrittskarte vorweisen.
- Schulgruppen auf Studienfahrt zahlen den ermäßigten Eintritt bei Vorlage einer Bescheinigung ihrer Schule.
- Bei Schulgruppen hat je eine Lehrperson pro 15 Schüler freien Eintritt. Dies gilt ebenfalls bei jeder Gruppe für den Reiseleiter und den Bus-Fahrer.
- Begleitende Eltern und Verwandte bei Schulgruppen erhalten keine Ermäßigung.
- Generell gilt der ermäßigte Preis für Kinder/Jugendliche bis 15 Jahren; Kinder unter 6 Jahren sind frei.
- Soldaten in Uniform oder mit Dienstausweis erhalten die Ermäßigung.
Archäologische Studienbesichtigungen bitte bei der Päpstlichen Kommission anmelden.
Die Feier der hl. Messe vorher bei der Katakombe anmelden und absprechen.
Die Leitung, Kustodie und Konservation aller italienischen Katakomben stehen in die Verantwortung der Päpstlichen Kommission für die Sakrale Archäologie. Sie führt die Ausgrabungs-, Forschungs- und Restaurationsarbeiten durch und trägt Sorge für Studien und Hilfsmittel (Bücher und Kleinschriften, Andenken, Videos usw.), welche den Besuch bereichern und die Erinnerung daran vertiefen sollen.
Quelle: catacombe
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Geändert am 1. Februar 2007 um 21:52