Eindrucksvolles aus dem Untergrund

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Rom aus der Luft.

Das größte archäologische Museum der Welt befindet sich im Untergrund Roms. Davon zeugen die mehr als tausend Funde, die in den letzten 25 Jahren bei Ausgrabungen und bei Bauarbeiten in verschiedenen Zonen Roms zu Tage getreten, und seit dem 2. Dezember in den Oleari Papali zu sehen sind.

Die Ausstellung "Memorie dal sottosuolo. Ritrovamenti archeologici 1980-2006" führt durch 5000 Jahre Geschichte und zeigt Vasen aus chalkolithischen Nekropolen, Skulpturen und Grabbeilagen aus dem Antiken Rom aber auch heimliche Liebesbriefe zweier Ministeriumsbeamte aus den Zwanziger Jahren.

Besonders eindrucksvoll eine etwa 20 Zentimeter große Elfenbeinpuppe, eine Art Barbie-Puppe des dritten Jahrhunderts vor Chr.

Archäologische Zufallsfunde wie an der U-Bahn-Station «Manzoni» sind in der Ewigen Stadt keine Seltenheit. "Immerhin liegt direkt unter unseren Füßen das größte archäologische Museum der Welt", gibt Maria Antonietta Tomei von der staatlichen Archäologischen Aufsichtsbehörde zu bedenken. Dass die Zufallsentdeckungen bei den Einwohnern oft nur für Ärger wegen der Bauverzögerungen sorgen, bedauert sie. «Wir Archäologen müssen den Menschen wieder mehr bewusst machen, wie wertvoll die Zeugnisse vergangener Zivilisationen für unsere heutige Kultur sind», meint Tomei.

"Rom - Erinnerungen aus dem Untergrund"

Deshalb haben sie und ihre Kollegen die Ausstellung "Rom - Erinnerungen aus dem Untergrund" konzipiert. In den ehemaligen päpstlichen Ölspeichern ist derzeit zumindest ein Teil dessen zu sehen, was in den vergangenen 25 Jahren aus dem Boden unter der Ewigen Stadt zum Vorschein kam: Tönerne Krüge, Becher aus Bronze, goldene Münzen und mit Edelsteinen besetzter Schmuck, aber auch größere Stücke wie Statuen, Mosaike und steinerne Särge.

Viele Ausstellungsstücke stammen aus Zufallsfunden. Auf den marmornen Kopf einer Dionysos-Statue etwa stieß man beim Verlegen von Gasleitungen. Bei Straßenbauarbeiten kam eine ganze Grabanlage mit Sarkophag, Skeletten und reichen Grabbeigaben ans Tageslicht. Auch die ältesten gezeigten Stücke, Tonkrüge aus der Zeit der Etrusker, wurden nur durch Zufall ausgegraben. "Früher mussten wir darum kämpfen, dass an Baustellen in Rom archäologische Untersuchungen durchgeführt wurden", erzählt die Denkmalschutzbeauftragte. "Mittlerweile gibt aber sogar ein Gesetz, wonach es vor jedem größeren Bauvorhaben in Rom und Umgebung der Boden präventiv nach Zeugnissen alter Kulturen abgesucht werden muss."

Quelle: Netzeitung

Die Ausstellung ist bis 9. April täglich von 9 bis 19 Uhr zu sehen (montags geschlossen). Olearie Papali, Piazza della Repubblica 12. Eintritt: 9 Euro.

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Goethe in Rom, am 7. November 1786

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