Mittwoch, 31. Januar 2007
Rom feiert Minis und Luxus-Bikinis

Bademode von Just Cavalli.
"Je kürzer desto besser", schien bei den Alta-Moda-Tagen in Rom das Motto der Designer für die kommende Sommersaison zu sein.
Die Palette reichte von schillernd bunten Cocktail-Kleidern in knallenger Minimal-Optik des Hauses Gattinoni über kurze Kleidchen aus Strickmaterialien von Giovanni Cavagna bis hin zu teils eleganten, teils peppigen Minitailleurs von Alessandro Consiglio. Der italienische Jungdesigner zeigte sogar eine Braut im Minilook – bei ihr war der Schleier länger als der Rock. Klassisch weiß, aber mit hohem Beinschlitz, züchtiger Jacke und vielen Volants kommt Consiglios Hochzeitsmodell daher. "Ganz schön sexy!", raunte ein begeisterter Zuschauer.
Beifall für Tony Ward
Apropos Braut: Wahre Beifallsstürme erntete der weiße Traum des libanesischen Modeschöpfers Tony Ward. Der raffinierte Schleier verlieh dem dunkelhaarigen Model ein madonnenhaftes Antlitz, das tief ausgeschnittene Trägerkleid bekam durch einen schlichten, aber kunstvoll geschichteten langen Rock das besondere Etwas.
Natürlich durften bei den viertägigen römischen Modetagen grandiose Abendroben und die hohe Schneiderkunst nicht fehlen – allen voran von Altmeister Fausto Sarli. Der 79-jährige Neapolitaner bezauberte sein Publikum mit langen orientalischen Gewändern. "Eindrücke aus dem Mekong-Delta, aus Java, Borneo und Indochina", schwärmte die Zeitung "La Repubblica", "Sarli war wie jedes Jahr der Beste von allen." Eine seiner berühmtesten Kundinnen kam persönlich zum Defilee: Filmdiva Gina Lollobrigida. Für die Schauspielerin, 79, die eigentlich in der vergangenen Woche ihren 34 Jahre jüngeren spanischen Lebensgefährten heiraten wollte, hatte Sarli bereits das Hochzeitskleid entworfen. Allerdings umsonst: Vor einigen Wochen wurde die Vermählung plötzlich abgesagt.
Beach-Couture und Abendmode
Neben den Minis zeigten viele Stilisten äußerst knappe Bademode: "Die Beach-Couture duftet wie Capri", schrieb ein Journalist über die Luxus-Bikinis, die bis zu 2000 Euro kosten. Und noch ein weiterer Trend setzte sich in Rom durch: atemberaubende Ausschnitte. Betörende Entwürfe mit viel nackter Haut zeigte etwa der Libanese Abed Mahfouz. Märchenhafte Abendkleider in Pastell- und Goldtönen wechselten mit Roben in den Knallfarben Rot und Türkis – alle aus edlen Materialien wie Seidenjersey, Musselin und Tüll gefertigt.
Für Proteste sorgte dieses Mal der Italo-Perser Farhad Re, der seine fünfjährige Nichte in einem T-Shirt mit der Aufschrift "I Love Diet" auf den Laufsteg schickte. Angesichts der Diskussion um magersüchtige und blutjunge Models sorgen derartige Botschaften für Aufruhr.
Mächtige Frauen bei Gattinoni
Politische Akzente setzte Gattinoni. Chefdesigner Guillermo Mariotto präsentierte schulterfreie Roben aus schwerer Seide mit riesigen Drucken im Pop-Art-Stil von Andy Warhol. Darauf zu sehen waren Porträts der mächtigen Frauen der Welt: Condoleezza Rice, Hillary Clinton, Ségolène Royal und Königin Elizabeth II. "Bei der Alta Moda gab es mal wieder von allem etwas: Heiliges und Profanes, Wunderbares und Provokatives", brachte es ein Modejournalist auf den Punkt.
Quelle: Focus
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Geändert am 31. Januar 2007 um 16:29 Dienstag, 30. Januar 2007
Mehrere Interessenten für marode Alitalia

Kurz vor Ablauf der Bieterfrist hat die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia potenziellen Interessenten eine weitere Hiobsbotschaft überbracht.
Für das abgelaufene Jahr schätzt der italienische Konzern den Verlust nun auf etwa 380 Millionen Euro und damit deutlich mehr als die zuletzt erwarteten 221 Millionen Euro. Jeden Tag rutschte die Gesellschaft 2006 somit um eine weitere Million Euro in die roten Zahlen. An der Börse wurde die Nachricht am Montag gelassen aufgenommen: Die Aktie notierte kaum verändert bei 1,075 Euro.
Der italienische Staat will angesichts der anhaltenden Verluste einen Großteil seines Anteils an der nationalen Gesellschaft verkaufen. Derzeit hält Italien noch 49,9 Prozent, mindestens 30,1 Prozent an Alitalia sollen nun abgegeben werden. Ein Käufer für diesen Anteil müsste auch ein Gebot für den Gesamtkonzern vorlegen. Potenzielle Käufer müssen bis Montagabend 18.00 Uhr ihr Interesse bekunden. Allerdings dürfte das Finanzministerium nach Ablauf der Frist kaum mehr als die Zahl der Bieter bekannt geben.
Bislang meldeten vor allem Finanzinvestoren ihr Interesse an. So sollen Kreisen zufolge Texas Pacific Group und Management & Capitali zu möglichen Käufern gehören. Italienische Zeitungen berichteten zudem, die kleinere italienische Fluggesellschaft Air One könnte ebenfalls ein Gebot abgeben und dabei von der Bank Intesa Sanpaolo unterstützt werden. Auch Air France-KLM wird zu den möglichen Bietern gezählt. Branchenexperten haben indes erklärt, wegen der veralteten Flotte Alitalias, der immensen Kosten und arbeitsrechtlicher Streitigkeiten könnten Interessenten vor einem konkreten Angebot auf einen Zusammenbruch Alitalias warten.
Die Fluggesellschaft hatte zuletzt 2002 einen Gewinn erwirtschaftet. Für den jüngsten Verlust macht Alitalia entgangene Erlöse in Folge von Streiks und die scharfe Konkurrenz von Billig-Fliegern verantwortlich. Zudem verwies das Unternehmen auf gestiegene Treibstoffkosten. Auch sei es nicht gelungen, die Arbeitskosten zu reduzieren. Gewerkschafts-Chef Raffaele Bonanni wies gegenüber der Zeitung "La Repubblica" die Vorwürfe an die Arbeitnehmer zurück. Die Verantwortung für den Verlust liege allein beim Management und der Regierung, sagte er. "Die Arbeiter werden nicht für die Fehler der vergangenen Jahre bezahlen."
Angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten muss Alitalia seine Geschäftszahlen monatlich der Börsenaufsicht Consob vorlegen - allerdings kommt das Unternehmen dieser Pflicht nicht immer nach. Consob hatte daher jüngst bis Sonntag die Bekanntgabe der aktuellen Prognose gefordert. Alitalia erklärte dabei, über genügend Bargeld zu verfügen, um die Geschäfte noch deutlich länger als zwölf Monate fortzuführen. Per Ende 2006 lag die Netto-Verschuldung demnach bei 1,026 Milliarden Euro
Quelle: Reuters
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Montag, 29. Januar 2007
Archäologische Stätten einsturzgefährdet

In Rom sind mehrere archäologische Stätten wie die Thermen von Caracalla und das Palatinum ernsthaft einsturzgefährdet. "In den Ausgrabungen des Palatinums ist es kürzlich zum Einsturz einer Mauer aus dem 19. Jahrhundert gekommen. Gravierende Probleme belasten auch die Thermen von Caracalla, in denen die Rundgänge bereits stark eingeschränkt worden sind", sagte ein Experte.
Dem italienischen Kulturminister Rutelli wurde Plan der am stärksten gefährdeten archäologischen Stätten vorgelegt. Der Minister kündigte die Finanzierung eines Projekts im Wert von sieben Millionen Euro zur langfristigen Konsolidierung des Palatinums an.
"Wir müssen für die Rettung des Palatinums arbeiten. Das ist ein Muss für die Römer und die zehn Millionen Touristen, die die Ewige Stadt jedes Jahr besuchen", so Rutelli. Der Palatinum ist der vornehmste der sieben Hügel Roms. Hier wurde laut der Sage Rom im Jahre 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Adelige und Kaiser bauten später hier ihre Paläste. Unweit des Palatinums befinden sich das Kolosseum und der Triumphbogen des Kaisers Konstantin.
In Rom gibt es jetzt auch Alarm für das Kolosseum: Wegen des Klimawandels und häufiger Niederschläge in der Ewigen Stadt sickere immer mehr Wasser durch die Jahrtausende alten Steine des antiken Amphitheaters. Besonders für die oberen Stockwerke bestehe Gefahr: "Zwar hält sich das Amphitheater derzeit noch ganz gut, aber die oberen Teile müssten dringend restauriert werden", sagte Angelo Bottini, der Leiter des Archäologischen Amtes der Stadt Rom. In einigen Teilen des Kolosseums benötigten Besucher heute bereits Schirme, um sich vor dem Sickerwasser zu schützen. Es gebe aber nicht genug finanzielle Mittel, um alle nötigen Restaurierungen vorzunehmen.
Quelle: Salzburger Nachrichten
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Geändert am 2. Februar 2007 um 20:48 Tür mit Leichenfinger geöffnet
Mit dem abgetrennten Finger einer Leiche haben Räuber in Rom den Türöffner einer Bank überlistet. Sie machten sich mit rund 10.000 Euro Beute aus dem Staub - allerdings ohne den Finger.
Weil das Sicherheitssystem "Bio Digit" des Geldhauses jeden Fingerabdruck speichert, griffen die Täter zu dem ungewöhnlichen Einbruchswerkzeug, um unerkannt zu bleiben, wie die Zeitung "Il Messaggero" am Samstag berichtete.
Sie machten sich mit rund 10.000 Euro Beute aus dem Staub - allerdings ohne den Finger. Den fand die Polizei auf dem Gehweg vor der Bank. Jetzt suche die Polizei die Täter und eine Leiche, der an der rechten Hand ein Finger fehle. Ersten Ermittlungen zufolge handele es sich vermutlich um den Finger einer Frau, berichtete das Blatt.
Quelle: Vorarlberg Online
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Samstag, 27. Januar 2007
Alta-Moda-Tage beginnen in Rom

Frida Giannini.
Mit den Defilees von Marella Ferrera und Altmeister Fausto Sarli beginnen heute in Rom die Alta-Moda-Tage. Bis Dienstag steht die Ewige Stadt ganz im Zeichen der hohen Schneiderkunst.
Unter anderem haben auch wieder die Designer Renato Balestra, Lorenzo Riva, Tony Ward und Raffaella Curiel ihre Teilnahme an den Schauen zugesagt.
Sie finden überwiegend in dem von Stararchitekt Renzo Piano entworfenen Auditorium statt. Einen Sonderpreis für ihre Leistungen erhält am Sonntag Frida Giannini (34), die Kreativdirektorin des Hauses Gucci.
Quelle: ORF.at
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Freitag, 26. Januar 2007
Entspannung zwischen dem Vatikan und Vietnam

Nguyên Tân Dung.
Nach jahrelangen Spannungen wollen der Vatikan und Vietnam ihre Beziehungen verbessern. Am Donnerstag hat der Papst erstmals in der Geschichte des kommunistischen Landes Ministerpräsident Nguyên Tân Dung empfangen.
Der Besuch bei Benedikt XVI. sei ein "neuer und wichtiger Schritt zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen", teilte der Heilige Stuhl anschliessend mit. Auch habe es durch die Öffnung hin zu einer grösseren Religionsfreiheit in dem südostasiatischen Land bereits in den vergangenen Jahren "konkrete Fortschritte" gegeben.
Auch Beobachter in Rom sehen schon seit einiger Zeit Anzeichen für eine Entspannung der Lage und eine mögliche Normalisierung im Verhältnis zwischen dem Kirchenstaat und der Regierung in Hanoi.
Positive Zeichen
Es habe sich "ein Klima des Vertrauens§ gebildet, nachdem im Jahr 2002 erstmals alle 28 Mitglieder der vietnamesischen Bischofskonferenz eine Genehmigung zu einem Besuch in Rom erhalten hatten, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.
Die Zulassung Vietnams als 150. Mitgliedstaat der Welthandelsorganisation (WTO) sei ebenfalls ein positives Zeichen, hiess es. Dies zeige, dass das südostasiatische Land auf dem Weg einer zunehmenden Einhaltung der Menschenrechte und der Religionsfreiheit sei.
Bei dem Treffen hätten beide Seiten beschlossen, noch ungelöste Probleme durch die "existierenden Dialogkanäle anzugehen und zu lösen", teilte der Vatikan weiter mit. Auch hätten Benedikt XVI. und Nguyên Tân Dung über aktuelle Themen gesprochen, "um sich gemeinsam für den Frieden einzusetzen und die schweren Probleme der Gegenwart anzugehen§.
Der vietnamesische Regierungschef war mit einer neunköpfigen Delegation nach Rom gereist. In der Volksrepublik Vietnam leben etwa sechs Millionen Katholiken, es handelt sich nach den Philippinen um die zweitgrösste katholische Gemeinde Südasiens. In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte über Einschränkungen der Religionsfreiheit.
Quelle: Basler Zeitung
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Geändert am 26. Januar 2007 um 17:10 Donnerstag, 25. Januar 2007
Großaktion gegen den Menschenhandel

Straßenstrich in Rom.
Bei der bisher größten Aktion gegen Menschenhandel, Zuhälterei und illegale Einwanderung hat die italienische Polizei in der Nacht zum Mittwoch 784 Verdächtige festgenommen, darunter 764 Ausländer. An der "Operation Spartakus" waren nach viermonatiger Fahndung mehrere hundert Polizisten aus 32 Provinzen beteiligt. 22 Gebäude und Wohnungen, die der illegalen Prostitution dienten, wurden beschlagnahmt. Mehr als 1300 Ausgeforschte wurden angezeigt.
Der italienische Innenminister Giuliano Amato sprach von einem "schweren Schlag gegen den Menschenhandel", den er als "besonders abscheuliches Verbrechen" verurteilte. "Die Befreiung der betroffenen Frauen, von denen viele minderjährig sind, ist nicht nur ein gesetzlicher Akt, sondern auch eine Frage des zivilen Gewissens", sagte Amato.
Belohnung für Opfer
45 zur Prostitution gezwungene Frauen wurden für ihre Zusammenarbeit mit der Polizei mit einer Aufenthaltsgenehmigung belohnt. Diese neue gesetzliche Möglichkeit habe maßgeblich zum Erfolg der Polizei beigetragen, versicherte Amato. Ein Großteil der Festgenommenen stammt aus Osteuropa, dem Balkan und aus Afrika.
Methode ist immer dieselbe
"Die Methode ist immer dieselbe: Man verspricht den meist osteuropäischen Frauen eine Arbeit, für deren Vermittlung sie eine Summe bezahlen müssen. Dann werden sie illegal nach Italien geschleust und brutal zur Prostitution gezwungen", schilderte Polizeichef Francesco Gratteri die Methoden der Zuhälter. Man sei im Verlauf der Ermittlungen nicht auf große Verbrecherkartelle, sondern eher auf "kleine und oft ethnische oder familiäre Gruppen" gestoßen, die im Geschäft mit der illegalen Prostitution tätig seien.
Zu den bei der "Operation Spartakus" Verhafteten gehören laut Gratteri auch zwei Albaner, die in Turin "eine erst 16 Jahre alte Osteuropäerin für 200 Euro ,gekauft' und durch wiederholte Vergewaltigungen und Schläge zur Prostitution gezwungen haben". Der oberste Leiter der Polizeidirektion für Verbrechensbekämpfung schilderte auch den Fall eines 16-jährigen Mädchens, das "in Kalabrien trotz seiner Schwangerschaft im sechsten Monat zur Prostitution gezwungen" worden sei. Bei jungen Frauen aus Nigeria werde außerdem häufig die "Androhung magischer Voodoo- Riten" benutzt, um sie gefügig zu machen.
Innenminister Amato hat inzwischen weitere Maßnahmen gegen die "Versklavung und Ausbeutung von Einwanderern" angekündigt. Als ersten Schritt will die Regierung bereits in der nächsten Woche ein Expertenteam einsetzen, das wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Zwangsprostitution vorschlagen soll.
In Italien sind seit 1958 Bordelle verboten, die Straßenprostitution aber nicht, solange die Prostituierten die Freier nicht direkt zum Sex auffordern.
Quelle: derStandard
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Geändert am 25. Januar 2007 um 17:44 Mittwoch, 24. Januar 2007
Filmmuseum in Rom wird geschlossen

Blick ins Filmmuseum in Rom.
Das Filmmuseum in Rom, in dem über 5.000 Originalfilme, Dokumente, Fotos, Filmapparate und Kostüme aufbewahrt sind, wird am 31. Januar geschlossen. Das 1959 gegründete Filmmuseum muss das Gebäude im Besitz der römischen Gemeinde verlassen, in dem wertvolle Streifen und Zeugnisse europäischer Filmgeschichte auf einer 1.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche aufbewahrt sind. Trotz zahlreicher Appelle wurde dem Leiter und Gründer des Museums, Jose Pantieri, kein neuer Standort zur Verfügung gestellt.
Vergebens appellierte Pantieri dieser Tage an die Regierung Prodi und an den römischen Bürgermeister Walter Veltroni, um einen neuen Sitz für das Filmmuseum zu finden. "Wertvolle Zeugnisse europäischer Filmgeschichte werden in ein Lager landen und dort verschwinden", klagte Pantieri.
Umfangreicher Fundus
Das Gebäude, in dem sich das römische Filmmuseum befindet, wurde von der Gemeinde einem bekannten Immobilienunternehmer verkauft, der daraus 180 Wohnungen machen will. Das römische Filmmuseum enthält die weltweit größte Sammlung von Stummfilmen, das Archiv bietet unter anderem zwei Millionen Bühnenfotos, Drehbücher von Starregisseuren wie Sergio Leone und Roberto Rossellini, die Filmkamera von Vittorio De Sica, Bühnenkleider von Federico Fellinis Streifen und die erste Platte des italienischen Starschauspielers Vittorio Gassman.
Schenkung für Filmarchiv Austria?
Pantieri drängt beim Kulturministerium für die Genehmigung, das im Filmmuseum aufbewahrte Material dem Wiener Filmarchiv zu schenken. Ernst Kieninger vom Filmarchiv Austria bestätigte vor kurzem gegenüber der APA das Interesse seines Hauses. Vor einem Jahr hatte es bereits Vorgespräche gegeben. Eine Unterbringung im Schloss Laxenburg wäre möglich, bestätigte der Filmarchiv-Leiter.
"Wir sind sicher, dass das Material des Filmmuseums, darunter 5.000 Originalfilme, Dokumente, Fotos Filmapparate und Kostüme, in Laxenburg bestens aufbewahrt wäre. Wir hoffen somit auf eine neue Chance für das Filmmuseum, für das sich in Italien niemand interessiert", klagte Pantieri verbittert. "Rom hat kürzlich ein großes Filmfestival organisiert, beweist jedoch keinerlei Interesse für sein Filmmuseum", so Pantieri.
Quelle: derStandard
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Geändert am 24. Januar 2007 um 17:39 Dienstag, 23. Januar 2007
Eindrucksvolles aus dem Untergrund

Rom aus der Luft.
Das größte archäologische Museum der Welt befindet sich im Untergrund Roms. Davon zeugen die mehr als tausend Funde, die in den letzten 25 Jahren bei Ausgrabungen und bei Bauarbeiten in verschiedenen Zonen Roms zu Tage getreten, und seit dem 2. Dezember in den Oleari Papali zu sehen sind.
Die Ausstellung "Memorie dal sottosuolo. Ritrovamenti archeologici 1980-2006" führt durch 5000 Jahre Geschichte und zeigt Vasen aus chalkolithischen Nekropolen, Skulpturen und Grabbeilagen aus dem Antiken Rom aber auch heimliche Liebesbriefe zweier Ministeriumsbeamte aus den Zwanziger Jahren.
Besonders eindrucksvoll eine etwa 20 Zentimeter große Elfenbeinpuppe, eine Art Barbie-Puppe des dritten Jahrhunderts vor Chr.
Archäologische Zufallsfunde wie an der U-Bahn-Station «Manzoni» sind in der Ewigen Stadt keine Seltenheit. "Immerhin liegt direkt unter unseren Füßen das größte archäologische Museum der Welt", gibt Maria Antonietta Tomei von der staatlichen Archäologischen Aufsichtsbehörde zu bedenken. Dass die Zufallsentdeckungen bei den Einwohnern oft nur für Ärger wegen der Bauverzögerungen sorgen, bedauert sie. «Wir Archäologen müssen den Menschen wieder mehr bewusst machen, wie wertvoll die Zeugnisse vergangener Zivilisationen für unsere heutige Kultur sind», meint Tomei.
"Rom - Erinnerungen aus dem Untergrund"
Deshalb haben sie und ihre Kollegen die Ausstellung "Rom - Erinnerungen aus dem Untergrund" konzipiert. In den ehemaligen päpstlichen Ölspeichern ist derzeit zumindest ein Teil dessen zu sehen, was in den vergangenen 25 Jahren aus dem Boden unter der Ewigen Stadt zum Vorschein kam: Tönerne Krüge, Becher aus Bronze, goldene Münzen und mit Edelsteinen besetzter Schmuck, aber auch größere Stücke wie Statuen, Mosaike und steinerne Särge.
Viele Ausstellungsstücke stammen aus Zufallsfunden. Auf den marmornen Kopf einer Dionysos-Statue etwa stieß man beim Verlegen von Gasleitungen. Bei Straßenbauarbeiten kam eine ganze Grabanlage mit Sarkophag, Skeletten und reichen Grabbeigaben ans Tageslicht. Auch die ältesten gezeigten Stücke, Tonkrüge aus der Zeit der Etrusker, wurden nur durch Zufall ausgegraben. "Früher mussten wir darum kämpfen, dass an Baustellen in Rom archäologische Untersuchungen durchgeführt wurden", erzählt die Denkmalschutzbeauftragte. "Mittlerweile gibt aber sogar ein Gesetz, wonach es vor jedem größeren Bauvorhaben in Rom und Umgebung der Boden präventiv nach Zeugnissen alter Kulturen abgesucht werden muss."
Quelle: Netzeitung
Die Ausstellung ist bis 9. April täglich von 9 bis 19 Uhr zu sehen (montags geschlossen). Olearie Papali, Piazza della Repubblica 12. Eintritt: 9 Euro.
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Montag, 22. Januar 2007
Roms bekanntester Markt: Porta Portese

Roms größter - und mit dem Campo de'Fiori - bekanntester Markt ist der Porta Portese in Trastevere: Es gibt nichts, was es hier nicht gibt - und wenn Ihnen Ihr Fotoapparat geklaut wurde, wird er sich vielleicht früher oder später hier wiederfinden. Eine wahre Fundgrube...
Wie in jeder italienischen Stadt sind die Märkte auch in Rom - und vielleicht hier ganz besonders - ein Erlebnis. Fast jedes Viertel hat seinen eigenen Markt (Mercato Rionale), und nicht selten kaufen die Wirte hier vormittags das, was Ihnen abends im Restaurant serviert wird. Zumindest über den berühmten Markt auf dem Campo de'Fiori, unter den Augen des als Ketzer verbrannten Mönches Giordano Bruno, sollte man einmal schlendern.
Quelle: RomaAntiqua
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Geändert am 24. Januar 2007 um 17:38 Sonntag, 21. Januar 2007
Jutta Speidel ermittelt in Rom

Jutta Speidel.
Jutta Speidel ist künftig als Kommissarin unterwegs. Ab 1. März (20.15 Uhr) ist die Schauspielerin im ZDF in "Donna Roma" als Profilerin Friedericke Heise zu sehen. Die auf sie zugeschnittene Figur sei keine Kommissarin im herkömmlichen Sinne, so die 52-Jährigeo.
Friedericke habe zwar die klassische Polizeilaufbahn absolviert, sich jedoch auf die psychologischen Ansätze bei Mordfällen spezialisiert. "Friedericke langt keine Waffe an, vielmehr ist sie ein analytischer Mensch mit großer Spiritualität", erklärt Speidel den Unterschied zu anderen TV-Kommissaren. Zudem ermittle sie im Ausland. Das sei neu.
Die vierteilige Miniserie erzählt nach Angaben des ZDF in sich abgeschlossene 60-minütige Kriminalfälle mit einer durchgehenden privaten Geschichte. Darin verschlägt es Friedericke aus beruflichen Gründen nach Rom. Mit ihrem italienischen Partner Marcello Pascarella (Luca Barbareschi) gerät sie oft aneinander. Doch beide fühlen sich auch zueinander hingezogen und bilden bald ein schlagkräftiges Ermittlerteam. Unterstützt werden sie von Marcellos Assistent Franco Nanini, der von Speidels Lebensgefährten Bruno Maccallini verkörpert wird. Zusätzlichen Konfliktstoff bieten Friederickes Mann (Huub Stapel) und Tochter (Annika Blendl), die ihr nach Rom folgen.
In ihren Fällen jagen Friedericke und Marcello in der "Ewigen Stadt" einen psychopathischen Fälscher von Caravaggio-Gemälden, einen Mörder, der seine Opfer auf dem Altar von Kirchen rituell aufbahrt, sowie den grausamen Verfolger von römischen Obdachlosen. Regie führte Jakob Schäuffelen nach den Drehbuchvorlagen von Leo P. Ard, Birgit Grosz und Uli Brée.
Quelle: PRinside
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Samstag, 20. Januar 2007
Seligsprechung von Johannes Paul II. noch 2007?

Johannes Paul II. könnte noch im Laufe dieses Jahres selig gesprochen werden. Geht alles nach Plan, dann sollen alle dafür nötigen Dokumente am zweiten Todestag des Papstes, am 2. April, dem Vatikan übergeben werden.
"Die Erwartungen der Öffentlichkeit sind sehr groß", sagt der polnische Priester Slawomir Oder, Postulator des Seligsprechungsprozesses. Die Dokumentation, die derzeit zusammengestellt wird, beinhaltet auch die Untersuchung eines Wunders, das der polnische Papst auf den Philippinen vollbracht haben soll. Die gesammelten Unterlagen werden dann bei der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse eingereicht. Nach Prüfung durch die Mitglieder liegt die Entscheidung dann bei Papst Benedikt XVI.
Aus Rom hingegen verlautet, dass ein Termin für eine Seligsprechung reine Spekulation sei. Alles laufe sehr gut, doch man könne nicht absehen, wann das Verfahren tatsächlich abgeschlossen werden könne, sagte der Pressesprecher der Diözese Rom, Marco Fibi.
Quelle: DiePresse.com
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Freitag, 19. Januar 2007
Poker um das Pilgerzentrum

Via della Conciliazione 51 in Rom ist eine feine Adresse. Der hübsch restaurierte Palazzo Cesi aus dem 16.Jahrhundert liegt nur ein paar hundert Meter vom Petersplatz entfernt. Er ist das Mutterhaus des seit 125 Jahren bestehenden Salvatorianer-Ordens, der von dem deutschen Pater Jordan gegründeten "Gesellschaft des Göttlichen Heilands". Aus Kostengründen nutzt der Orden wie viele andere seit langem Teile des prächtigen Gebäudekomplexes nicht mehr allein. In den letzten Jahren änderte sich dort einiges. Ein Vier-Sterne-Hotel ist eingezogen. Den Gästen steht nicht nur ein Frühstücksraum im Stil eines Klosterrefektoriums zur Verfügung. Sie können auch im Innenhof mit Kreuzgang, den Blick auf einen kleinen Garten gerichtet, einen Cappuccino trinken.
An demselben Innenhof liegen aber auch, gemietet von den Salvatorianern, die Räume des Deutschen Pilgerzentrums Rom. Es ist dort seit Jahrzehnten zu Hause und Anlaufstelle für Pilger, Wallfahrer und Touristen aus deutschsprachigen Ländern. Leiter Don Antonio Tedesco und seine jungen Helfer kümmern sich von 8 bis 18 Uhr um alles. Sie betreuen Gruppen – rund 1500 im Jahr –, bringen sie zu den wöchentlichen Generalaudienzen des Papstes, organisieren Konzerte und helfen bei der Quartiersuche.
Schon so mancher verzweifelte Rucksackpilger, der bei den hohen Hotelpreisen Roms eine Nacht im Freien vor sich sah, erhielt dort noch eine billige Adresse. Im Saal des Pilgerzentrums finden Ausstellungen und Schulungen statt, etwa für deutsche Reiseleiter, auch für Studenten auf Freisemester in Rom. Seit es den deutschen Papst gibt, ist der Andrang und damit auch die Arbeit mehr geworden.
All das ist jetzt in Gefahr. Der Mietvertrag für das Pilgerzentrum – Träger ist die Deutsche Bischofskonferenz – muss erneuert werden. Das war schon öfter der Fall und wurde routinemäßig erledigt. Doch dieses Mal ist alles anders. Die Salvatorianer verlangen eine "extreme Mieterhöhung", heißt es aus zuverlässiger Quelle. Eine Handelsorganisation soll ihnen die doppelte Summe im Monat geboten haben. In Deutschland hat das Alarm ausgelöst. "In ganz Rom ist kein besserer Standort denkbar als der bestehende", sagt Bernhard Meyer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Pilgerstellen (AGDP). Diese appelliert, dafür Sorge zu tragen, dass das Pilgerzentrum in Rom auch in Zukunft eine kirchlich orientierte Einrichtung ohne kommerzielle Interessen bleibt und der Standort langfristig abgesichert wird.
Möglicherweise biegt sich aber alles noch zurecht. Vermieter und Mietträger ringen, so heißt es, um einen Kompromiss. Vielleicht sollte sich der an mehr Finanzeinnahmen denkende Vertragspartner am Namen der berühmten Adresse orientieren: Via della Conciliazione heißt "Straße der Versöhnung".
Quelle: Rheinischer Merkur
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Geändert am 22. Januar 2007 um 18:49 Donnerstag, 18. Januar 2007
Rom aus der Luft mit dem Heißluftballon

Um einen wirklich ungewöhnlichen, spektakulären Blick auf die Stadt zu bekommen, gibt es die Möglichkeit, eine Tour mit dem größten festen Heißluftballon der Welt an der Rennbahn in der Villa Borghese (in der Nähe der Porta Pinciana) zu besteigen.
Von 9.30 bis zum Sonnenuntergang hebt der Ballon täglich alle 15 bis 20 Minuten mit 30 Personen an Bord ab.
Weitere Information bei Aerophile unter Telefon 0039-06-32111-511
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Mittwoch, 17. Januar 2007
Im März wieder Rom-Marathon

Der Rom-Marathon wird am 18. März2007 zum 13. Mal ausgetragen. Das bedeutet: Rom wird zu diesem Zeitpunkt voll sein. Wer eine Unterkunft sucht, sollte spätestens jetzt damit anfangen.
Er ist mit über 8000 Läufern der größte Marathonlauf in Italien, auf der 5-Kilometer-Distanz nehmen am gleichen Tag sogar 40.000 Läufer teil, beide Distanzen sind auch für Walker geeignet.
Gestartet wird um 9.25 Uhr vor dem Kolosseum unter dem Beifall vieler Tausend Zuschauer, die die Läufer auch an der Strecke immer wieder anfeuern. Nach dem Zieleinlauf erhalten alle ihr T-Shirt und eine aufwändig gestaltete Medaille, die in Rom in jedem Jahr von einem bekannten Künstler entworfen wird.
Der Kurs bietet eine Sightseeing-Tour vorbei an den Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt.
Start ist in der Via dei Fori Imperiali am antiken Colosseum. Für die Abgabe von Kleiderbeuteln stehen hier mit Startnummern gekennzeichnete Busse bereit.
Der Lauf führt über die historischen Plätze der Metropole: Piazza Venezia, Circus Maximus, über den Petersplatz im Vatikan, am Tiber entlang nach Norden vorbei an der Moschee und zurück ins Zentrum, über die Piazza Navona mit ihren weltberühmten Brunnen, vorbei an der Spanischen Treppe und dem Trevibrunnen. Auf vielen Plätzen der Stadt spielen Musikgruppen zur Unterhaltung der Zuschauer.
Die vom Verkehr abgesperrte und gut markierte Strecke führt im historischen Zentrum zum Teil auch über Straßen mit Kopfsteinpflaster. Jeder Kilometer der Laufstrecke ist gekennzeichnet, an den Getränkestationen mindestens alle 5 km werden reichlich Wasser, Sportgetränke und Obst gereicht.
Den Wendepunkt im Süden der Stadt bildet die Basilica di San Paolo. Von dort geht´s zurück in Richtung Ziel am Colosseum. Und obwohl Rom auf "sieben Hügeln" gebaut ist, sind beim Lauf kaum Höhendifferenzen zu über-winden. Mit seiner Zielschlusszeit von 8 Stunden ist der Rom-Marathon nicht nur für Läufer interessant, sondern bietet auch für Walker eine erlebnisreiche Strecke.
Im Zielbereich stehen für alle Teilnehmer Massagezelte, Getränke- und Verpflegungs-stände bereit. Allgemeine Duschen sind nicht vorhanden, doch zu unserem Hotel geht man von hier aus nur wenige Minuten.
In Rom herrscht im März meist angenehmes Frühlingswetter mit Temperaturen von rund 10°C am Morgen und etwa 20°C mittags, Sonnenschutz ist auf alle Fälle zu empfehlen.
Die Altersklasseneinteilung ist für Läuferinnen und Läufer gleich: 18-39 Jahre / 40-49 / 50-59 / 60-69 und über 70 Jahre.
Mit der Startnummer erhält jeder Läufer einen hochwertigen Rucksack mit viel Informations-material über die Veranstaltung und zahlreichen Geschenken der Sponsoren.
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Geändert am 17. Januar 2007 um 18:15 Dienstag, 16. Januar 2007
Neue TV-Produktionsgesellschaft über Papst und Vatikan

"H2Onews" - in Anlehnung an die chemische Formel für Wasser - nennt sich eine neue Fernseh-Produktionsgesellschaft, die katholischen TV-Sendern Nachrichten über Papst, Vatikan und Weltkirche anbietet. Mit Hauptsitz in Rom will die Gesellschaft ab Frühjahr täglich etwa zehn Berichte in verschiedenen Sprachen veröffentlichen, wie am Montag in Rom bekannt wurde.
Gegründet wurde "H2Onews" im vergangenen Herbst unter anderen von Jesus Colina, Chefredaktor der Nachrichtenagentur Zenit, die der Gemeinschaft der "Legionäre Christi" nahesteht. Jedoch werde die neue TV-Firma weder von den "Legionären" noch "Zenit" noch vom Vatikan verantwortet, stellte Colina jetzt gegenüber Journalisten klar.
Die Turiner Tageszeitung "La Stampa" hatte am Montag mit einem Bericht für Irritationen gesorgt, der Vatikan wolle "Zenit-TV" als "CNN des Papstes" auf dem Medienmarkt etablieren.
Die Initiative zu "H2Onews" sei im vergangenen Oktober bei einem vom Vatikan veranstalteten Medienkongress in Madrid über katholische TV-Sender entstanden, hiess es in Rom. Der päpstliche Medienrat unterstütze die Idee, sei aber weder Träger noch in die Planungen eingeschaltet.
Denkbar sei, dass sich die vatikanische Fernseh-Gesellschaft CTV an der Vorbereitung von Beiträgen über den Vatikan und den Papst mit beteiligte - wie CTV natürlich zur Mitarbeiter mit allen Initiativen bereit sei, die der besseren Kommunikation in der Kirche und über die Kirche dienten.
Chemische Formel für Wasser
Die Produktionen von "H2Onews" seien in erster Linie für katholische TV-Sender oder für katholische Websites bestimmt, hiess es im Vatikan. Sie könnten später möglicherweise aber auch über Handys empfangen werden.
Als Namen habe sich die neue Produktionsgesellschaft die chemische Formel für Wasser ausgewählt, zur Symbolisierung des ständigen und sich immer wieder erneuernden Informationsflusses.
Quelle: Kipa
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Montag, 15. Januar 2007
Organhandel: Die toten Augen von Rom

Der Eingang des betroffenen Krankenhauses "Umberto I." in Rom.
Jüngster Skandal im italienischen Gesundheitswesen ist der Organhandel in einem römischen Uniklinikum. Zahlreichen Leichen wurden dort die Augäpfel entnommen - Wachdienste sollen dem Organhandel nun Einhalt gebieten.
icht einmal tot sind die Patienten in den italienischen Krankenhäusern sicher. Im Universitätsklinikum in Rom gab es offensichtlich über längere Zeit einen schwunghaften illegalen Handel mit Organen, den vermutlich Profis im Zusammenspiel mit dem Krankenhauspersonal betrieben. Abgesehen hatten sie es bei den toten Patienten vor allem auf die Augen.
Organe auf dem Weg zur Leichenhalle entfernt
Dieses Organ ließe sich bei einem Verstorbenen am leichtesten entfernen, räumt der Generaldirektor des Klinikums "Umberto I.", Ubaldo Montaguti, in einem Interview mit dem Wochenmagazin "L’Espresso ein", notfalls irgendwo in einer Ecke auf dem Weg zur Leichenhalle: "Es ist schwieriger, andere Organe herauszuoperieren. Auch weil es mit einem gewissen Abstand zum Ableben keine Chance mehr gibt, diese Organe zu nutzen", so Montaguti. "Dagegen kann bei der Hornhaut eines Auges eine gewissen Verpflanzbarkeit erhalten bleiben."
Offensichtlich, so der Krankenhauschef, gebe es einen lukrativen medizinischen Schwarzmarkt für Augen - ansonsten wäre die gezielte Leichenfledderei in seiner Klinik nicht zu erklären. Den Tipp, dass von toten Patienten Augen gestohlen werden, hat die Leitung des römischen Universtitätsklinikums aus der Staatsanwaltschaft bekommen, die ihrerseits durch anonyme Hinweise informiert wurde.
Ausführlicher Bericht bei Tagessschau.de >>>
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Sonntag, 14. Januar 2007
Zwei Tote nach Sprung aus Fenster bei Brand

Häuser in der Nähe des Piazza Vittorio.
Bei einem Brand in einem Wohnhaus im Zentrum Roms sind in der Nacht auf Samstag eine Mutter und ihr Sohn ums Leben gekommen. Bei den Opfern handle es sich um eine 38-jährige Frau aus Bangladesch und ihren zehnjährigen Sohn, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Sie hätten sich aus Panik vor den Flammen aus dem vierten Stock gestürzt.
Insgesamt lebten 15 Menschen in dem Appartement in der Nähe der Piazza Vittorio zwischen Kolosseum und Hauptbahnhof. Fast alle Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen, eine ältere Frau wurde von der Feuerwehr gerettet. Die Ursache des Brandes war vorerst unklar.
Quelle: OÖNachrichten
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Geändert am 21. Februar 2007 um 16:55 Freitag, 12. Januar 2007
Ein Tag in Rom im Januar 1943

Neues Buch von Friedrich Christian Delius: Bildnis der Mutter als junge Frau.
Rom, am einem sonnigen Tag im Januar 1943. Eine junge Deutsche, 21 Jahre alt, die kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes steht, begibt sich auf einen Spaziergang durch die ihr fremde Stadt. Ihr Mann, mit dem sie zusammenzuleben hoffte, ist überraschend an die afrikanische Front versetzt worden, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ungewiss. Trotz der verwirrend schönen Eindrücke und all der rätselhaften Dinge, die ihr auf ihrem Weg begegnen, ist sie mit jedem Gedanken bei ihm, der versprochen hatte, die "römischen Freuden" mit ihr zu teilen. Doch sie beginnt zu ahnen, dass der Krieg verloren gehen könnte.
In dieser Erzählung greift Friedrich Christian Delius seine eigene Familiengeschichte auf. Die junge Frau, die mit offenen Augen, bangem Herzen und nicht nachlassender Hoffnung durch die von Bomben noch verschonte Ewige Stadt läuft, ist seine Mutter. Ob es nun dieser autobiographische Bezug ist oder der Zauber Roms, die Ängste des Krieges oder die einfühlsam erzählte Liebesgeschichte - dieses Buch entwickelt eine Sogkraft, der man sich kaum entziehen kann.
Quelle: Delius
Bildnis der Mutter als junge Frau
Erzählung
128 Seiten
€ 14,90 / sFr 26,80
ISBN 10: 3-87134-556-3
ISBN 13: 978-3-87134-556-2
1. Auflage September 2006
2. Auflage November 2006
3. Auflage Dezember 2006
Rowohlt Berlin Verlag
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Donnerstag, 11. Januar 2007
Info-Zentrum für Fuß-Wallfahrer

Deutschlands Vorzeige-Wanderer, Hape Kerkeling.
Für Fußwallfahrer der großen europäischen Pilgerwege gibt es jetzt ein eigenes Informationszentrum in Rom, teilt das Römische Pilgerwerk mit. Die neue Einrichtung unterstütze Wanderer mit Auskünften über die Via Francigena, den mittelalterlichen "Frankenweg" von England nach Rom, und den Jakobsweg zum spanischen Santiago de Compostela.
Neben Reiseführern und Hilfen bei Buchungen können Rom-Pilger dort auch ihr "Testimonium", das offizielle Wallfahrtszertifikat, erhalten.
Das Zentrum ist Teil des Projekts "Camini d'Europa – Wege Europas", mit dem die beiden größten europäischen Pilgerwege gefördert werden sollen. Die Via Francigena führt von Canterbury in 80 Etappen über 1.650 Kilometer bis zum Petrusgrab nach Rom. Sie wurde im Jahre 990 unter Papstes Johannes XV. geschaffen. Zu den größten körperlichen Herausforderungen der Wallfahrt gehört die Überquerung der Alpen über den St. Bernhard-Pass.
Seinen Sitz hat das neue Informationszentrum für Pilger im Büro des Römischen Pilgerwerks am Petersplatz, Piazza Pio XII 9, 00193 Rom.
Quelle: Die WELT
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Geändert am 11. Januar 2007 um 22:48 Mittwoch, 10. Januar 2007
Im Schatten des Vatikans

San Pedro.
Der Vatikan verwaltet in Rom 338 Pfarrbezirke, 247 Schulen und 558 Bildungseinrichtungen. Keine andere Institution bestimmt derart das Leben der italienischen Hauptstadt.
Der Katholizismus bestimmt Rom in vielerlei Hinsicht. Er prägt das Stadtbild, , den Tourismus und den Lebensalltag vieler Römer. Doch nicht immer macht die Kirche nur positive Schlagzeilen. So berichtete die italienische Presse im November vergangenen Jahres, dass das Strafgericht Rom die Untersuchungen im Fall Cesano wieder aufgenommen habe. In Cesano war ein erhöhter Anteil an Leukämie- und Lymphom-Erkrankungen festgestellt worden. Die Stadt liegt 27 Kilometer von Rom entfernt, es gibt dort eine riesige Antenne von Radio Vatikan.
"Der Vatikan besitzt zwischen 25 und 30 Prozent der Immobilien in der Innenstadt. Sie haben einen Wert von fünf Milliarden Euro“, versichert Mario Staderini, Mitglied der laizistischen Partito Radicale und dort zuständig für den Innenstadtbezirk. "Rechnet man die etwa 2 000 Religionsorden mit Sitz in Rom dazu, so hält die absolute Monarchie des Vatikans den Immobilienmarkt fest in der Hand. Ein Viertel der Piazza Navona gehört der spanischen Stiftung Obra Pía", so Staderini weiter. Die Partito Radicale ist eine "antiklerikale Allianz" mit der Partito Socialdemocrático eingegangen. Was nicht einer gewissen Ironie entbehrt: Der Sitz der Partei gehört einer Kongregation benediktinischer Nonnen.
Francesco Paoletti, Chef der Union der rationalistischen Atheisten und Agnostiker in Rom, sagt uns, dass seine Organisation sogar ins Stadion ginge, "damit die Kruzifixe auf öffentlichen Gebäuden verschwinden." "In Rom", fügt er hinzu, „kontrollieren die Pfarrgemeinden das gesamte Stadtgebiet. Die Leute gehen zum Gemeindepfarrer sogar mit der Bitte, dass er sie für einen Job weiterempfehlen möge."
Ausführlicher Bericht bei cafebabel >>>
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 10. Januar 2007 um 19:48 Dienstag, 9. Januar 2007
Mann stirbt an Viagra-Überdosis

Ein 49-jähriger Römer ist offenbar an einer Überdosis der Potenzpille Viagra gestorben. Nach Sex mit seiner Freundin wurde der Mann wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus eingeliefert.
Dort starb er, bevor er behandelt werden konnte. Die Ärzte sprachen in diesem Fall von übermäßigem Viagra-Konsum. Das Mittel ist für Männer verboten, die wegen Herz- und Kreislaufproblemen mit nitrathaltigen Medikamenten behandelt werden. Noch unklar ist, ob der Römer bereits an Herzproblemen gelitten hatte.
Ärzte warnen, dass auch immer mehr Jugendliche das Medikament einnehmen, um ihre sexuellen Leistungen zu steigern. "Viagra ist ein Medikament, das nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden sollte", sagte der Urologe Dario Fontana. Das Mittel wird aber auch im Internet und ohne Rezept verkauft.
Seit 1998 wurden in Italien durchschnittlich 2.960 Tabletten mit dem Wirkstoff Sildenafil pro 1.000 Italiener im Alter über 40 Jahren eingenommen. Die Stadt, in der am meisten Viagra verbraucht wird, ist Rom, in der seit 1998 4.790 Tabletten pro 1.000 Einwohner über 40 Jahren konsumiert wurden.
In Italien macht der Produzent des Medikaments, der US-Pharmakonzern Pfizer, damit einen Umsatz von 42 Millionen Euro pro Jahr. "Der Markt der Potenzmittel expandiert. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist der Umsatz um 20 Prozent gewachsen", betonten italienische Experten.
Quelle: Vorarlberg Online
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Montag, 8. Januar 2007
Krankenhaus der Schrecken

Das italienische Magazin "L'Espresso" vor kurzem gestern eine Reportage aus dem grössten Spital des Landes, dem Uni-Poliklinikum Umberto I. in Rom. Mit seinen mutigen Undercover-Reportagen hat Fabrizio Gatti ungewöhnliche Wirkungen erzielt: Mal wurde ein Stadtviertel von krimineller Plage befreit, mal ein Flüchtlingslager geschlossen, mal Massnahmen gegen Sklavenarbeit auf Tomaten-Feldern eingeleitet. Jetzt hatte er sich für einen Monat als Handwerker und Reinigungskraft in das Grossspital eingeschlichen und hantierte nicht nur mit Werkzeug und Besen, sondern auch mit einer Kamera.
Zahl der Mitarbeiter unbekannt
Erste Reaktionen auf seinen Bericht über das §Poliklinikum der Schrecken§: Gesundheitsministerin Livia Turco eilte herbei und kündigte Untersuchungen in ganz Italien an. Eine solche hatte Piero Marazzo, Präsident der Region Latium, für die römische Klinik schon eingeleitet. Dass hier nicht alles in Ordnung ist, konnte Marazzo schon ahnen. Denn auf der Suche nach dem Verbleib von zehn Milliarden Euro, die sein Vorgänger irgendwo im Gesundheitswesen versenkt hatte, fahndete er im Umberto I. nach der Zahl der dort Beschäftigten. Vergeblich, die Zahl war unbekannt.
Abfall auf den Gängen
Der Reporter/Putzmann hat zum Beispiel in den Laboratorien der Bakteriologie und Strahlenimmunologie jeweils die Kühlschränke mit den Proben in Reagenzgläsern unverschlossen vorgefunden. Dasselbe in der Abteilung der Ansteckungs- und Tropenkrankheiten. In der Intensivstation für Kinder fanden sich auf dem Boden haufenweise Zigarettenkippen nah bei den kleinen Patienten. Schutt und Abfall lagen in den Gängen, einmal auch für drei Tage Exkremente eines eingedrungenen Hundes.
In vielen Spitäler mangelt es an den primitivsten hygienischen Voraussetzungen. So sollen sich nur vier von zehn Krankenpflegern und Ärzten ausreichend die Hände waschen. Infektionen im Krankenhaus sollen zu 4500 bis 7000 Toten jährlich führen. Dies zeigt eine Untersuchung aus dem Jahre 2004, wonach dreissig Prozent dieser Infektionen vermieden werden könnten.
In Medien ist immer wieder die Rede von Schwerkranken, die im Spital keinen Platz finden oder gar nicht erst bis dorthin gelangen und vorher sterben. So empörte vor einer Woche der Fall einer Herzinfarkt-Patientin in Palermo, die fünf Stunden auf eine Erstbehandlung warten musste und dies nicht überlebte.
Quelle: Tagblatt
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Sonntag, 7. Januar 2007
Lichtermeer am Kolosseum

Mit einem Lichtermeer am Kolosseum hat Italien ein Zeichen seines Widerstands gegen die Vollstreckung der Todesstrafe gesetzt. Die Lichteraktion am Samstagabend ist Teil einer Kampagne für einen weltweiten Hinrichtungsstopp. Nach der Vollstreckung des Todesurteils gegen Saddam Hussein hat die italienische Regierung ihre Bemühungen verstärkt, die Initiative vor die UNO-Vollversammlung zu bringen.
Das Kolosseum in Rom ist zu einem Symbol gegen die Todesstrafe geworden. Die Arena, in der den Zuschauern einst blutige Spiele mit meist tödlichem Ausgang zur Unterhaltung geboten wurden, wird seit 1999 immer in goldenes Licht getaucht, wenn ein Land die Todesstrafe abschafft oder Todesurteile umgewandelt werden.
Quelle: Kurier
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Geändert am 7. Januar 2007 um 19:38 Samstag, 6. Januar 2007
Kulturfestival "Schaufenster Deutschland"
präsentiert sich in Rom

Volker Schlöndorff.
Das Goethe-Institut Italien will in Rom an den 50. Jahrestag der Römischen Verträge erinnern.
Das Kunst- und Kulturfestival "Schaufenster Deutschland" stellt vom 20. bis 28. Januar in Rom zeitgenössische künstlerische Positionen aus Theater, Musik, Tanz, Film, Literatur und Medienkunst vor. Hintergrund ist nach Angaben des verantwortlichen Goethe-Instituts Italien der 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge, mit der 1957 sechs europäische Staaten den Grundstein für die Europäische Gemeinschaft legten.
Das Festival findet im Teatro Palladium im römischen Szeneviertel Garbatella statt. Den Auftakt macht das Deutsche Theater Berlin mit "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" in der Inszenierung von Jürgen Gosch mit Corinna Harfouch und Ulrich Matthes in den Hauptrollen. Eine Filmnacht zeigt deutsche Produktionen wie "Kebab Connection" und "One day in Europe", die sich mit Themen wie Migration und Integration befassen. Am 27. Januar, dem "Giorno della Memoria", an dem Italien der Opfer des Nationalsozialismus gedenkt, wird "Der Neunte Tag" von Volker Schlöndorff gezeigt.
Quelle: Freie Presse
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Donnerstag, 4. Januar 2007
Der Schatz von Monte Mario

Die vermutliche Ikone "Advocta" zeigt das Antlitz der Maria.
An einem fast vergessenen römischen Kloster hat unser Korrespondent eine jahrhundertealte Marien-Ikone entdeckt. Sie soll das legendäre Porträt der Gottesmutter sein, das Lukas, der Evangelist, nach Jesu Tod am Kreuz gemalt hat.
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Geändert am 4. Januar 2007 um 17:36 Mittwoch, 3. Januar 2007
"Germanikus": Über Umwege nach Rom

Germanikus" lebt auch von kuriosen Kurzauftritten beliebter Comedy-Stars - so spielt Anke Engelke eine Römerin, die bei einem Sklavenhändler (Manfred Lehmann, rechts) "Nachschub" holt.
13 Jahre nach seinem letzten Kinofilm "Herr Ober" meldete sich Gerhard Polt 2004 wieder auf der Leinwand zurück. "Germanikus" heißt das Werk des bayerischen Komikers mit der bitterbösen Zunge. Dabei hätte die Wartezeit gut und gerne um zwei Jahre verkürzt werden können, schließlich wurde die Geschichte vom Untergang des Römischen Reiches schon 2001 in den Cinécitta-Studios in Rom gedreht, aber durch Probleme mit der Postproduktion und den beteiligten Produktions- und Verleihfirmen musste der Start immer weiter nach hinten verschoben werden. Sat.1 zeigt das Gagfeuerwerk nun als Free-TV-Premiere zur humorvollen Einstimmung auf die Silvester-Parties.
Für Poltsche Verhältnisse gewinnen in "Germanikus" Jux und Tollerei ungewöhnlich oft die Oberhand, aber das satirische Gewissen des Bayernlandes schwadroniert wie eh und je durch eine Ansammlung politisch unkorrekter Gags und Anachronismen. Und zwar den ganzen Weg vom versumpften Germanien bis ins sonnenüberflutete, dekadente und größenwahnsinnige Rom zur Zeit der Völkerwanderung.
Hermann (Gerhard Polt), ein fauler, verfressener Bavare, mag Arbeit nicht sonderlich und hält seine Altersvorsorge in einem Käfig gefangen. Ein römischer Senator soll ihm ein ansehnliches Lösegeld bringen. Doch Hermann wird selbst gefangen, in die ewige Stadt verschleppt, und an die reiche Römerin Tusnelda (Gisela Schneeberger) verscherbelt.
Sie ist eine "Nouveau Riche" der verblühenden römischen Gesellschaft, nennt Herrmann in Germanikus um, weil das "stattlicher klingt", hat an dem dumpfen Vandalen einen Narren gefressen und gewährt ihm selbige Freiheit. Und da arbeitsscheu nicht gleich mundfaul bedeutet, trägt Germanikus sein Scherflein dazu bei, dass sich daran nichts ändert. Unaufhaltsam ist sein Aufstieg, vom Nachwuchstrainer in der Gladiatorenschule, über Vorkoster am Kaiserhofe bis hin zum Imperator des Römischen Reiches. Aber eigentlich, im tiefsten Herzen, sehnt er sich nach seinem vermoderten bayerischen Urwald zurück.
Trotz Top-Besetzung bis in die Nebenrollen gibt das Paar Polt / Schneeberger klar den Ton an. Die Dialoge der beiden Bavaren, auch Tusnelda stammt aus dem Bayerischen Wald, sprühen vor Einfallsreichtum und sorgen beim abendlichen Chianti-Besäufnis am Mittelmeer ("Das ist ein 84-er, den musst du mit Verstand trinken") für die beste Szene des Films. Man mag ein wenig die Bissigkeit aus seinen bisherigen Filmen ("Kehraus", "Man spricht deutsh") vermissen und bemängeln, dass Gerhard Polt seinen kritischen Geist in massenkompatibleren Kalauern auslebt. Den Blick für politische Verhältnisse, für historische Spielereien und intelligente Blödeleien hat er aber nicht verloren.
Infopage zum Film >>>
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Geändert am 8. Januar 2007 um 06:30 Montag, 1. Januar 2007
Papst: Botschaft für Familien

Papst Benedikt XVI. hat seine letzte Botschaft des Jahres den Familien in aller Welt gewidmet. "Mit Freude grüsse ich alle Familien in der Welt und wünsche ihnen den Frieden und die Liebe, die Jesus uns gegeben hat", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom. Familien seien die lebendige Zelle der Gesellschaft sowie ein Zeichen für die Zusammengehörigkeit der Menschheit.
Dennoch seien die Grundlagen der Familie von der zeitgenössischen Kultur bedroht, die auf ihre Auflösung hinwirke, sagte Benedikt. Am frühen Abend leitete der Papst einen Vespergottesdienst um Petersdom leiten und besuchte anschliessend die Krippe auf dem Petersplatz.
Quelle: Basler Zeitung
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