
Der italienische "Sicherheitsberater" Mario Scaramella wurde jetzt wegen Waffenhandels festgenommen.
Der Kontaktmann des in London getöteten Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko, der italienische "Sicherheitsberater" Mario Scaramella, ist in Rom inhaftiert und soll dort heute verhört werden. Ihm werden Waffenschmuggel und Geheimnisverrat vorgeworfen. Scaramella war auf dem Flughafen Neapel festgenommen worden, nachdem er mit einer Maschine aus London gelandet war.
Scaramella (36) hatte sich mit dem ehemaligen russischen Agenten Litwinenko am 1. November in einer Londoner Sushi-Bar getroffen, wo dieser von Unbekannten mit radioaktivem Polonium verseucht wurde. Drei Wochen später, am 23. November, starb Litwinenko. Auch Scaramella musste später wegen Kontaminierung in eine Londoner Klinik, hatte aber eine weitaus geringere Strahlendosis erhalten und konnte das Hospital Anfang Dezember verlassen.
Italienische Medien beschreiben Scaramella als "Schattenmann" im Zwielicht von Geheimdiensten, Kriminalität und Politik. Bereits in der Vergangenheit hatten die Behörden wegen Waffenhandels gegen ihn ermittelt. Warum er Kontakt zu Litwinenko hatte, ist ungeklärt.
Unterdessen hat der russische Oppositionspolitiker und ehemalige Schachweltmeister Garri Kasparow über seine Angst vor einem Giftmord gesprochen. "Die Angst vor Vergiftung ist ein Thema", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". "Keiner geht in Restaurants mit Leuten, die er nicht gut kennt, du isst nichts, was du nicht selbst kontrollieren kannst", sagte der 43-Jährige. Kasparow lässt sich durch Bodyguards "fast rund um die Uhr" schützen.
Quelle: Hamburger Abendblatt
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