Rom verliert Geduld mit Getty-Mueseum

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Die Statue der Aphrodite.

Der italienische Kulturminister und Vizepremier Francesco Rutelli ärgert sich derzeit wieder sehr über das renommierte Paul-Getty-Museum in Los Angeles. Das amerikanische Museum scheint die illegal erworbenen Kunstwerke immer noch nicht zurückgeben zu wollen. Das Gezerre um die wertvollen Kunstschätze geht weiter.

Noch vor etwa einem Monat hatte das Getty-Museum angekündigt, 26 der 52 umstrittenen Kunstwerke zurückgeben zu wollen. Das italienische Kulturministerium möchte allerdings alle Werke zurückbekommen. Konkret handelt es sich um weltberühmte Antiquitäten wie die Statue der Aphrodite aus einem griechischen Tempel in Morgantina auf Sizilien und die Bronzestatue eines jungen griechischen Athleten.

"Wir haben alle Dokumente, die belegen, dass die Werke gestohlen und illegal exportiert sowie anschließend vom Getty-Museum gekauft wurden", begründete Rutelli seine Verärgerung. "Monatelang haben wir mit großer Geduld verhandelt. Jetzt reicht es." Rutelli kündigte an, sein Ministerium werde mit einer "scharfen Reaktion" antworten.

"Ernste Konsequenzen" hatte Rutelli aber bereits im November angekündigt, da die Verhandlungen damals schon andauerten. Unter anderem erwähnte er ein "kulturelles Embargo" gegen die USA, was auch das Ende von Leihgaben von amerikanischen Museen zur Folge hätte.
Vor Journalisten in Rom gab sich Rutelli entschieden und konsequent: "Entweder es gibt jetzt eine Einigung und alle geforderten Kunstwerke werden an Italien zurückgegeben - oder unsere freundschaftlichen Beziehungen sind damit beendet."Marion True, ehemalige Kuratorin im Hause Getty wird in Rom seit über einem Jahr der Prozess gemacht. True habe jahrelang etruskische, römische und griechische Kunstwerke aus illegalen Ausgrabungen in Italien gekauft.

Quelle: Europolitan

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