
Valeri Gergijew.
Ein berauschender Erfolg waren in Rom die Konzerte des Volkskünstlers Russlands, Valeri Gergijew. Sie fanden im Rahmen des Musikfestivals "Von Rom bis Sankt Petersburg" statt, das in diesem Jahr dem 100. Geburtstag Dmitri Schostakowitschs gewidmet war.
Zehn Tage lang fanden im "Auditorium", dem wichtigsten Konzertkomplex der Ewigen Stadt, unter Gergijews Stabführung Konzerte des Orchesters und von Solisten der Oper des Mariinski-Theaters aus Sankt Petersburg sowie von Chor und Orchester der Italienischen Musikakademie "Santa Cecilia" statt.
"Das war ein richtiges weltweites Projekt. Mehr noch: Hier in Rom habe ich eines der wichtigsten Projekte meines Lebens vollendet. Praktisch ist es mir gelungen, all das Bedeutendste von Schostakowitsch darzubieten: seine Sinfonien, Konzerte, Opern und Ballette. Am Mariinski-Theater werden gegenwärtig alle Opern von Dmitri Schostakowitsch und all seine Ballette gegeben, vor kurzem fand die Premiere des ,Goldenen Zeitalters' statt. In New York haben wir in diesem Jahr erstmalig den vollen Zyklus der 15 Sinfonien von Schostakowitsch gespielt, wobei ich drei davon zum ersten Male dirigiert habe", sagte der künstlerische Leiter und Direktor des Mariinski-Theaters in einem Interview für RIA Novosti.
Das anspruchsvolle italienische Publikum machte sich hoch interessiert mit der Konzertaufführung von Schostakowitschs unvollendeter Oper "Die Spieler" bekannt, doch zum zentralen Ereignis des Festivals wurde zweifellos Mussorgskis "Boris Godunow". Gergiew bot die große russische Oper zuerst in der Originalversion des Komponisten von 1869 und am Tag darauf in der Orchesterbearbeitung von Schostakowitsch dar.
Den Ausklang des Festivals bildete die berühmte Siebente ("Leningrader") Sinfonie Schostakowitschs. Gespielt vom einem großen Orchester, das sich aus dem des Mariinski-Theaters und dem der Akademie "Santa Cecilia" zusammensetzte, steigerte sich die Aufführung zu einem vollen Triumph. Nach den Konzerten applaudierte das Publikum noch lange und ließ den russischen Meister noch lange nicht gehen.
"Die Interpretationen Gergijews und des Mariinski-Theaters sind vorzüglich, intensiv, unübertroffen. Ganz gerecht wurden sie mit einem stürmischen Beifall quittiert. Das Festival endete mit der bewunderungswürdigen Siebenten (,Leningrader') Sinfonie Schostakowitschs. Ein triumphaler Erfolg", schrieb am Montag die Zeitung "La Repubblica" (Rom).
"In diesem Jubiläumsjahr habe ich Schostakowitschs Werke in der ganzen Welt gespielt: in London, Stockholm, Wien, New York, Tokio, Paris, vor allem aber natürlich in Moskau und Sankt Petersburg" sagte Valeri Gergijew.
"Ich will auch weiter die Werke unserer großen Komponisten im Ausland propagieren. Schostakowitsch nimmt in dieser Reihe einen Sonderplatz ein. Man kann ohne Übertreibung sagen: Die dem 100. Geburtstag von Schostakowitsch gewidmeten Konzerte haben sich zu einem wahren Triumph der russischen Kultur gestaltet. Und das ist ein Verdienst von Schostakowitsch. Er lebt fort und ist auch weiterhin von seinem Land nicht zu trennen", betonte der Meister.
Quelle: Ria Novosti
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