Der protestantische Friedhof in Rom

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Blick in den Friedhof.

Auf dem protestantischen Friedhof, einem eindrucksvollen Ort in Rom, fanden Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Nationalität ihre letzte Ruhestätte. Darunter sind auch viele Deutsche wie etwa der Sohn Goethes, August von Goethe (1789-1830), der Architekt Gottfried Semper (1803-1879) sowie Henrietta Hertz (1846-1913), eine deutsche Kunstsammlerin und die Gründerin der Biblioteca Hertziana.

Während man durch das Eingangsportal schreitet, tritt man in eine andere Welt ein. Das "Draußen" dringt nur noch durch den Lärm - Hupen, Sirenen, Produktionslärm der angrenzenden Gewerbebetriebe - hinein. Die Gedanken ändern sich schlagartig, man wird ruhiger, besonnener, denkt an die Vergangenheit - kein Wunder, denn man ist ja von Toten umgeben. Es ist angenehm, zwischen den Gräbern herumzustreifen, zu entdecken, wer hier alles begraben ist. Dichter, Journalisten, Prinzen, aller Nationen. Und entsprechend abwechslungsreich sind die Grabsteine, wie auch die auf ihnen eingehauenen Widmungen.

Der Friedhof ist sehr grün, mit alten Bäumen bestanden. Fast ein Wald, in welchem sich dicht gedrängte Grabsteine und Gräber befinden. Die bekanntesten und meistbesuchten Gräber sind wohl das von August Goethe, der Sohn des deutschen Dichters ist nur als solcher auf dem Grabstein verewigt (Goethe filius - Sohn Goethes) und die Gräber der britischen Dichter Keats und Shelley. Aber auch Antonio Gramsci, berühmter italienischer Kommunist, liegt hier begraben.

Das eindruckvollste Grabmal ist aber sicherlich das des römischen Volkstribuns Gaius Cestius: es ist eine Pyramide! Welche natürlich nicht zum eigentlichen Friedhof gehört, aber von diesem aus gut zu besichtigen ist.

Zugang durch das Portal in der Via Gaio Cestio, neben der Porta S. Paolo und der Piramide.

Adresse:

Cimitero Acattolico Via Caio Cestio, 6 00153 Roma

Quelle: Romaculta

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Goethe in Rom, am 7. November 1786

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