
Als die Familie Luxardo 1928 im Herzen Roms ihr Fotostudio eröffnete, steckte das große italienische Kino noch in den Kinderschuhen. Vater Alfredo und seine drei Kinder entwickelten einen eigenen, durch scharfe Licht- und Schattenkontraste gekennzeichneten Stil der Porträtfotografie und wurden zu wichtigen Porträtisten des italienischen Films. Von Gina Lollobrigida bis Claudia Cardinale, von Marcello Mastroianni bis Alberto Sordi - es gibt kaum einen italienischen Filmstar, den die Luxardos nicht abgelichtet haben.
Das Museo Nazionale di Palazzo Venezia in Rom zeigt jetzt in 36 Porträts rund 75 Jahre italienischer Filmgeschichte von den Anfängen bis heute. Die Schau ist bis 29. September zu sehen.
Hommage von Cartier-Bresson an Rom
"Das Auge des 20. Jahrhunderts" wurde der berühmte Fotograf Henri Cartier-Bresson (1908-2004) genannt. Auch Momentaufnahmen der Ewigen Stadt fing der Franzose bei zahlreichen Besuchen mit seiner Kamera ein. Jetzt hat seine Frau dabei geholfen, besonders beeindruckende Fotografien der italienischen Hauptstadt auszuwählen, die noch bis zum 29. Oktober in der Ausstellung "Omaggio a Roma - Ritratti" ("Hommage an Rom - Porträts") im Museo di Roma zu sehen sind. Außerdem werden Bilder des vielseitigen Künstlers gezeigt, auf denen er neben bekannten Persönlichkeiten seiner Zeit - wie Roberto Rossellini, Alberto Giacometti und Martin Luther King - auch Unbekannte porträtierte.
Quelle: Deutsche Welle
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